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den Kreis Saarbrücken.
M 26.
Donnerstag den 14. April
1861.
—
Amtliches.
Personal-Chronik.
Die im Ressort der Königlichen Eisenbahn⸗Direetion zu Saarbrücken bisher
ommissarisch beschäftigten Bahn-Controleure Zakrzewskt und Henry sind vom
Aprite. ab definitiv zu Bahn-Controleuren ernannt worden.
Dekanntmachung ·
In Nr. 3 des diesjährigen Amtsblattes ist eine Bekanntmachung
der Königlichen Haupt-Verwaltung der Staatsschulden vom 16. Januar c.
iber die an diesem und dem vorhergehenden Tage stattgehabte Yte Ver—
lsoosung der Staats-Prämien-Anleihe vom Jahre 1855 abgedruckt, und
ind Exemplare der Prämien-Liste sowohl dem Amisblatte beigefügt, als
zuch in dem Kussenlokale unserer Hauptkasse und auf den Bureaur der
herren Landräthe, Bürgermeister, Steuer- und Gemeinde-Einnehmer und
Forst- und Strafkassen-⸗Rendanten zur Einsicht des Publikums ausgelegt.
Die Betheiligten werden hierauf mit der Aufforderung aufmerksam
zemacht, zur Vermeidung von Zinsverlusten die Erhebung des Kapi⸗
albetrages der ausgeloosten Schuldverschreibungen rechtzeitig zu bewirken.
Gleichzeitig werden die Inhaber der früher verloosten und bis jetzt
noch nicht realisirten Schuldverschreibungen der gedachten Anleihe,
velche gleichfalls in der Eingangs erwähnten Nummernliste verzeichnet
ind, erinnert, dieselben zur Vermridung weiteren Zinsverlustes nunmehr
ungesäumt bei unserer Haupt-Kasse zur Erhebung der Kapitalbeträge
zu präsentiren. Trier, den 4. März 1864.
Königliche Regierung.
v. Gärtner. Daniel.
Vorstehendes wird zur Kenntniß der Kreis-Eingesessenen mit dem
Bemerken gebracht, daß obenerwähnte Prämien-Listen bei den betreffen—
den Steuerkassen und den sonst öffentlichen Büreaus seit heute zur
Finsichtnahme offen liegn. Saarbrücken, den 14. März 1864.
Der Königl. Landrath,
v. Grtner.
Bekanntmachung.
Indem ich nicht verfehle, hierdurch zur öfsentlichen Kenntniß zu
zringen, daß die unter dem Allerhöchsten Protectorate Sr. Majestät des
Königs stehende National-Dank-— Stiftung für Veteranen ihren
Jahres- und Rechenschafts-Bericht pro 1862 unterm 11. März c er—
iattet und heute ausgegeben hat, erlaube ich mir zugleich hieran die
ergebenste Bitte zu knüpfen, dieser Stiftung, deren Zweck es ist, den
zülfsbedürftigen Veteranen aus den Kriegsjahren bis 1815 den Dank
der Nation für die Hingebung und treue Anhänglichkeit zu zollen, wo—
nit sie einst in einer großen Zeit ihr Blut und Leben dem Könige und
Vaterlande zum Opfer brachten, — die bisherige liebevolle Theilnahme
auch ferner zuzuwenden und die Mittel derselben durch patriotische Ga⸗
den, wo möglich dergestalt zu vermehren, daß die Stiftung bald in den
Stand gesetzt wird, allen in Sorgen und Noth lebenden alten Krie—
gern fortlaufende Unterstützungen zuwenden zu können.
Wenngleich es mit dem tiefgefühltesten Danke anzuerkennen ist,
»aß uns die Miteel zuflossen, im Jahre 1862 schon viele Thränen zu
Locknen und manche kummervolle Noth zu mildern, so reicht dies doch
ioch alles nicht hin, um allen gerechten Anforderungen entsprechen zu
onnen. Auch der durch die Allerhöchste Cabinets- Ordre vom 11. Au—
gust 1852 gebildete und durch das Gesetz vom 10. März 1863 erheb⸗
lich erhöhete Staats-Fonds zur Unterstützung hülfsbedürftiger Vetera⸗
nen kann allen alten Kriegern fortlaufende Unterstützungen noch nicht
gewähren, weshalb die hin und wieder laut werdende Ansicht, daß nun⸗
mehr die Hülfe des National-Danks nicht mehr nöthig sei, ganz un⸗
begründet ist.
Die National-Dank-Stiftung hat Ende 1861 mit einem Bestande
⸗»on 228,361 Thlr. 29 Sgr. abgeschlossen; sie hatte sich im Jahre
1862 einer Jahres-Einnahme von 108,298 Thlr. 7 Sg. 2 Pf zu er⸗
freuen, wovon 77,741 Thlr. 24 Sg. 5 Pf. zu Unterstützungen verwen⸗
det worden sind. Die legtere Summe zerfällt wieder in lebenslänglich
'ortlaufende Unterstützungen in jährlichen Abstufungen von 36 Thlr. bis
3 Thlr. — 28,749 Thir. 1 Sg.; in einmalige außerordentliche Unter—
tützungen 46,269 Thlr. 25 Sg. 4 Pf. und in 2,722 Thlr. 88 Sg.
Pf., welche zu sonstigen Unterstützungs-Zwecken, nämlich für verab⸗
reichte Naturalien, Bekleidungsstücke, Speisung der Veteranen bei fest⸗
ichen Gelegenheiten, Wohnungs-Miethe, Geschenke zu goldenen Hoch⸗
eiten, für Heizungs-Material und an Begräbniß-Kosten ausgegeben
vorden sind. Ende des Jahres 1862 ist mit einem Bestande von
244,168 Thlr. 16 Sg. 11 Pf. abgeschlossen worden.
Es sind dies nun zwar Resultate, wie solche andere Privat-Wohl⸗
chätigkeits⸗Institute schwerlich aufzuweisen haben dürften; der Umfang
der Fürsorge des National-Danks hat sich aber im Jahre 1862 noch
auf eine Zahl von 42,130 hülfsbedürftigen Veteranen erstreckt, wovon
zis jetzt nur 21,130 Mann haben bedacht werden können. Hieraus
ergibt sich also, wie viel noch zu thun übrig bleibt, und meine Bitte
am thatkräftige Hülfe und Unterstützuug wird gewiß um so mehr nach—
ichtiger aufgenommen werden, als die alten Veteranen aus der Zeit
»is 1815 mit dem zunehmenden Alter immer hülfloser und hinfälliger
verden.
Möge der große und erhebende Gedanke des National-Danks und
die hohe patriotische Bedeutung dieser Liebes⸗-Stiftung des Preußischen
Volkes immer mehr und mehr erkannt werden und sich recht viele offene
Herzen und Hände finden, die dazu beitragen helfen, allen Denen die
Sorgen und Mühen des Lebens-Abends zu erleichtern, welche einst be⸗
zrufen waren, für die Ehre und den Ruhm unseres theuern Königs und
des geliebten Vaterlandes zu kämpfen. Gottes reichster Segen wird
olchen Gaben theilnehmender Liebe und Fürsorge gewiß in hohem
Brade zu Theil werden.
Invalidenhaus Berlin, den 29. März 1864.
Der Präsident des Kuratoriums des National-Danks für Veteranen,
v. Maliszewski.
Indem wir dies zur allgemeinen Kenntniß bringen, nehmen wir
zugleich Veranlassung, die in Rede stehende Stiftung erneuert in em⸗
ofehlende Erinnerung zu bringen. Trier, den 4. April 1864.
Amtsbl. J. 323. 8. IV.) Könial. Regierung.
Aufriuf—
der zur dauernden Unterstützung der verstümmelten, so wit
dürftigen Angehörigen der in Schleswig gefallenen
preußischen Krieger.
Der Wirksamkeit der unter dem Protectorate Sr. Majestät des
dönigs stehenden
Rheinischen Stiftung für Preußeus Krieger,