Full text : Dudweiler Zeitung

Lokales und Vermischtes.
Herr Oberpräsident der Rheinprovinz, Staats⸗
ter Freiherr von Rheinbabeu, wird in den ersten
hertagen unserem Saarrevier einen mehrtägigen Be—
tatten. Am 3. November findet aus Anlaß der
yine des Kreishaus⸗Erweiterungsbaues in Saar⸗
eine Festlichkeit statt, an der auch der Herr Ober—
ent teilnehmen wird. Nach der Feier begibt sich Seine
nach Mettlach, woselbst er die Fabriken von
u. Boch besichtigt. Am nächsten Tage fährt er
ingen, wo er die Einweihungsfeier des neuen
auses der Hüttenwerke beiwohnt, während er am
ember in Saarbrücken weilen wird, um an der
röffnung der Ludwigskirche teilzunehmen.
raussichtliche Witterung: Weitere Niederschläge,
itende Abkühlung.
rdedünger. Vom 1. Oktober 1911 bis Ende März
rägt der Verkaufspreis für 1 Zentner Pferdedünger
ind der P eis für eine zweispännige Fuhre ohne
3,00 Mark.
ansabund gegen den ministeriellen Runderlaß.
preußischen ministeriellen Runderlaß, worin die
„altungen aufgefordert werden, städtische Fleisch—
ellen einzurichten, urteilt der Hansabund folgender—
„Mit aller Schärfe muß man sich gegen das
der Regierung wenden, die jede durchgreifende
gegen die Teuerung ablehnt und, um die Auf—
von ihrer eigenen Tatenlosigkeit abzulenken, den
udie Aufgaben der Bekämpfung des Notstandes
ie sie selbst zu lösen hätte und allein lösen kann.
Willen des preußischen Ministeriums sollen die
Verwaltungen den Lebensmittelhandel an sich
ind den Kleinhandel ausschalten. Zahlreiche kleine
uige Existenzen werden dadurch geschädigt oder rui—
ne daß eine wirkliche Beseitigung des Uebels er—
Aber es sieht doch wenigstens so aus, als wenn
chähe, und der öffentliche Unmut fände vielleicht
ndenbock, den er statt des rücksichtslosen Agra—
s in die Wüsie schicken könnte. Auf diese Weise
ich das deutsche Volk nicht irreführen lassen. Es hat
techt, staatliches Eingreifen zu verlangen, nachdem
staatliche Maßnahmen und Gesege natürliche Notstände
rft worden sind. Bei einer gerechten Wirtschafts⸗
würde es selbstverständlich sein, daß den wohlbegrün—
und maßvollen Wunschen der Bevölkerung nach
nahmen zur Abhilfe des Notstandes jede Nachachtung
d würde. Ein Kampf gegen den Zwischenhandel jedoch
eine Vorschiebung der Kommunen ist keine Notstands—
egel. Das Mindeste, was zu leisten ist, sind durch—
unde Zollmaßregeln, solange die Teuerung dauert.“
e Zentrumspartei des Wahlkreises Ottweiler⸗
tendel⸗Meisenheim hat in einer gestern in St. Wendel
renen Sitzung des Kreiswahlkomitees den Arbeiter—
Koßmann⸗Neunkirchen als Kandidaten für die kom—
Reichstagswahl aufgestellt.
ufall. Gestern nachmittag fuhr in dem Ortsteile
sfreude ein mit Bierfässern beladenes Last-Automobil
a Chausseegraben und riß dabei einen Mast der Leit—
der elektrischen Straßenbahn um. Das Auto wurde
er beschädigt; der Betrieb der Straßenbahn war längere
unterbrochen. Der Unfall ereignete sich an einer Stelle,
zegenwärtig Kanalisationsarbeiten ausgeführt werden.
Wissenschaftliche Vorträge. Auch in diesem Winter
oen zum Besten unsers evangel. Waisen- und Alters—
orgungsheim wieder wissenschaftliche Vorträge allgemein
ressierenden Inhaltes gehalten werden. Eine Anzahl
enschaftlich gebildeter Herren haben fich gütigst dazu be—
erklärt, so Herr Direktor Zarth aus Saarbrücken, Herr
ulrat Mylius, ebendaher, Herr Professor Trommers—
sen aus Frankfurt a. M, Herr Pfarrer 3 aus
a. Rh. u. a. Wir hoffen, daß auch in diesem Winter—
iahr solche Vorträge mit Anerkennung und Dank ent—
engenonmmen und freundlichst begrüßt werden. Die Ein—
bpreise sind die früheren:b Mk. für ein Familieanbonnent,
ik. sür ein Einzelnabonnent für alle Vorträge und 1
für jeden Einzelvortrag. Tag und Thema der Vor—
iht das Evang. Wochenblatt und die Dudweiler Zei—
echnzeitig bekannt. Auch ein Vortrag mit Lichibisdern
KRassicht genommen.
euerwehr⸗Freunde. Dem Freiw. Feuerwehr⸗Corps
oeiler ist ein Statutennachtrag genehmigt worden, nach
em sich achtbare Bürger als Feuerwehr-Freunde (in—
NRitglieder) gegen einen Jahresbeitrag von miudestens
dem Feuerwehr-Corps anschließen können; die—
iben freien Zutritt zu allen Feuerwehc-Veranstaltait
 Ausnayme von Brandfall auf der Brandstelle.
euerwehrball. In der letzten Vorstandssißung des
. Feuerwehr⸗Corps wurde beschlossen, den diesjähr—
euerwehr⸗Ball am 19. November im Kaisersaal⸗
entral⸗Kinema. Von heute ab wird im Central⸗Kino
chlager⸗ Programm vorgefuͤhrt, daß alles bisher Ge—
e in den tiefsten Schatten stellt. Vor allem der Haupt⸗
ger. „Der Kurier von Lyon“ oder „Der Ueberfall der
utsche“, ein Schlager der bisher in allen Großstädten
n Erfolg erzielte. Ver Inhali ist kurz folgender: Am
1785 verließ ein mit 4 Pferden bespannter Post⸗
oie Stadt Paris, um das in Italien unter Napoleon
ie stehenden Armee 7 Millionen Franks zur Besol⸗
Truppen zu überbringen. Von dieser Eepedition
Räuberbande Kenntnis erhalten, überfielen bei
den Postwagen, töteten den Postillon und entflohen
Summe. Ein ehrlicher Geschäftsmann hatte eine
Jende Aehnlichkeit mit einem der Räuber und wurde
digt, an dem schrecklichen Verbrechen teilgenommen
den. Im Bewußtsein seiner Unschuld betrieb er seine
idigung mit wenig Eifer und wurde trotzdem einer der
»er, der mitgefangen war, dessen Uuschuld beteuerte zum
verurteilt und enthauptet. Dieses große Drama in
ten hat eine Spielzeit von ca. 1 Stunde und ist ein
iger im wahren Sinne des Wortes Das übrige Pro—
meist im Inseratenteil ersichtlich und die Güte der
ihrungen ja hinreichend bekannt. Während dieser
ager aegeben wird, beginnt die Spielzejt umu6 Uhr.

Renner vor dem Untersuchungsrichter in London.
zin Privattelegramm meldet ans London: Der wegen
interschlagung in Deutschland verhaftete Friedrich Renner
urde dem Untersuchungsrichter sin der Bowstreet vorge—
ührt. Der Polizeiinspektor, der Renner verhaftete, sagte
us, der Angeklagte habe bei seiner Verhaftung erklärt,
r habe 10000 Mark an einen Mann in Paris
egeben, dessen Adresse er nicht kenne und 10 000 Mark
n zwei andere Männer. Im Schlafzimmer des Verhaf—
ten fand man 100 Tausendmarkscheine, 14 Pfund in eng—
schem Gelde und einen Betrag in französischem Gelde.
der Gefangene wurde dis zur nächsten Vernehmung in die
zaft zurückgeführt.
5ulzbach, 25. Ott. Morgen Donnerstag den 26. Okt.
indet hier im Gottfreund'schen Saale Vorm. 9 Uhr und
lbends 7 Uhr anfangend zwei große chrisil. Gewerkschafts-»ersammlungen
 statt. Die Gewerkschaftssekretäre Rauber
ind Ollmert werden über die Neutralität des Gewerkver—
ins christl. Bergarbeiter bei den politischen Wahlen reden.
In Anbetracht gewisser Vorgänge in den letzten Wochen
ind der bevorstehenden Reichstagswahl ist eine starke Be—
eiligung der christl. nationalen Arbeiter und Bürgerschaft
ehr erwünscht.
saarlouis, 23. Okt. Der Vertreter der Kölner Flug⸗
zesellschaft, Werntgen, verlangte von der hiesigen Stadt einen
zuschuß von 3000 Mk., der ihm bei der wenig rosigen
sinanzlage unserer Stadt nicht gewährt werden konnte. Wir
nüssen uns also gedulden, bis das Fliegen billiger wird
der ein Flieger sich zufällig in unsere Gegend verirrt.
St. Ingbert, 23. Okt. Eine von über b00 Personen
»esuchte Versammlung des hiesigen Ortsinteressentenvereins
iahm gestern zu dem vor kurzem eingetretenen Milchauf⸗
chlag von 22 auf 24 Pfg. und zu dem Brotaufschlag von
1. Pfg. für das Pfund Stellung. Nachdem als einwand—
rei feftgestellt erachtet wurde, daß in ganz Bayern, mit
lusnahme von Pirmasens, die Milch nirgends so teuer ist,
ils hier und der neuerliche Aufschlag von den Milchliefe—
anten in keiner Weise begründet wird, beschloß die Ver—
ammlung, keinen Liter Milch mehr zu 24 Ppfg. zu kaufen.
Damit ist der Milchkrieg in aller Form erklärt. In der
Brotfrage soll mit den hiesigen Bäckern verhandelt werden,
lbb fie nicht eine entsprechende Herabsetzung des Preises ein—
reten lassen wollen. Werden sich die Bäcker nicht dazu
erbeilassen, dann werde der Verein mit einer Saarbrücker
gzrotfabrik in Verbindung treten, die sich bereit erklärt, das
Bfund Brot zu 12 bezw. 13 Pfg. zu verkaufen und auf ihre
dosten hier eine Filiale zu errichten.
Altenkessel, 24. Okt. Vorgestern nahm der Jagdteil—
—
ine mit einem Drilling bewaffnete Mannesperson wahr.
Nach längerer Beobachtung stellte er fest, daß diese unbe—
ugter Weise die Jaad ausübte. Deshalb nahm er ihn fest
ind führte ihn zur Namensfestftellung dem Bezirksvorsteher
in Ritterstraße vor. Der Mann ist in Völklingen wohn—
haft. Kurz zuvor hatte Rimark einen Hund befreit, der
sich in einer Fuchsfalle gefangen hatte.
pũuũitlingen. 24. Okt. Bei der Arbeit der Monteure
des Elektrizitätswerkes in der Nähe des hiesigen Bahnhofes
am Leitungsnetz kam ein Monteur diesem zu nahe und blieb
daran hängen. Die Leitung besaß eine Spannung von
125 Volt. Es dauerte zirka 3 Minuten, bis Hilfe zur
Stelle war. Der Leitungsdraht mußte durchschnitten werden,
zadurch wurde der junge Mann aus seiner gefährlichen
rage befreit. Seine Aufnahme ins Krankenhaus mußte
rfolgen

diberale und Konservative, wollen nichts von der Räumung
»on Larrasch und Elksar wissen. Sie wünschen mit Frank—
reich im Einvernehmen zu leben, jedoch unter Anerkennung
»er spanischen Rechte.
Paris, 24. Okt. Matin schreibt, daß die Pariser offi—
iellen Kreise den Optimismus teilen, der in Berlin über
»en Fortgang der deutsch-französischen Marokko-Verhand—
ungen herrscht. Der heute Abend hier zusammen tretende
Ministerrat wird die Mitteilungen Cambons über seint
etzte Unterredung mit Herrn von Kiderlen-Wächter prüfen.
Paris, 25. Okt. „Matin“ berichtet, daß die französ.
Regierung den Standpunkt Herrn v. Kiderlen⸗-Wächters be—
„ügl. der Gebietsabtretungen in Territorial-Afrika geprüft
hat. Gewissen Meldungen zufolge sollte Deutschland den
Jjanzen Entenschnabel an Frankreich abtreten. Wie nunmehr
eststeht, wird Frankreich nicht das ganze Gebiet erhalten,
ondern nur den Kopf des Entenschnabels. Deutschland wird
yon Frankreich ein Gebiet längs des Lobay erhalten, das
is zum Ubangi reicht und zwar bis an den Teil des Flusses,
er nicht schiffbar ist. Dieser Gebietsstreifen wird 4 Km.
reit sein und wird sich weiter ausdehnen nach der Grenze
on Kamerun. Deutschland wird Frankreich in Tahome eine
Hrenzregulierung gewähren, wobei ein Teil des Togolande.
in Frankreich abgetreten wird. Es hieß zuerst, Frankreich
rhalte 6000 qkm, das ist, jedoch nicht zutreffend. Das
bkommen über das französ. Protektorat in Marokko wird
zuch Spanien unterbreitet werden. Ein geheimer Vertrag
indet Frankreich mit Spanien und räumt letzterer Macht
ewisse Rechte ein. Diese werden jedoch durch gewisse Ver—
flichtungen bedingt. Frankreich wird die Rechte Spanien?
merkennen. Tatsächlich sind französischerseits alle Verpflich—
ungen genan befolgt worden, wöhrend Spanien die seinen
richt beobachtet hat, z. B. hat Spanien es unterlassen, für
ie Besetzung von Elksar und Larasch die Zustimmung
Fzrankreichs einzuholen.
Ueskueb, 24. Okt. Es bestätigt sich, daß bedeutende
zendungen von Waffen und Munition nach Albanien
enen, um dort von der Regierung verteilt zu werden.
Petersburg, 24. Okt. Es verlautet, daß die Mächtt
n China gemeinsame Vorstellungen wegen der notwendiger
nergischen Maßregeln zur Gewährleistung der Sicherheit der
lusländer getan haben.
London, 24. Okt. Die Times schreibt: Alle Signatar—
nächte der Akte von Algeciras werden, wie wir hoffen, ja
ogar bestimmt darauf rechnen, mit Vergnügen jeden Voc—
chlag gut heißen, der die Marokkofrage aus dem Bereich
der internationalen Politik entfernt, ohne dadurch ihre In—
eressen zu schädigen. Diese Haltung wird jedenfalls Eng—
and einnehmen, obgleich die kommerziemen Interessen Engands
 in Marokko bedeutend größer sind als diejenigen der
ibrigen Mächte und auch die englischen politischen Rechte
dedeutender sind, als die der übrigen Staaten.
Konstantinopel, 24. Okt. Nachrichten, die im Kriegs—
ninisterium eingelaufen sind, besagen, daß bisher die ge—
amten Verluste bei ben Kämpfen um Tripolis auf italien.
Zeite 2000 Tote und Verwundete, darunter hundert Offi—
iere betragen. Die Türken verloren zusammen mit den
lrabern 250 Mann. Zwei türkische Offiziere wurden ge—
ötet. Unter der größeren Zahl von jungen Offizieren, die
iber Egypten nach Benghafi gelangt sind befinden sich meh—
tere hiesige, vollkommen deutsch geschulte Garde-⸗Offiziere,
zie in Yemen und Asyr am Feldzuge teilnehmen und bereits
»ei der Eroberung Konstontinopels im Jahre 1909 als
Befangenen-Gendarmen ausgezeichnete Tienste leistete.
New-York, 24. Okt. Aus Harrisbourg wird telegra—
hiert: In dem Kohlenbergwerk Orzara hat eine Explo—
ion stattgefunden. 30 Bergleute wurden eingeschlossen.:
reichen wurden darch den Luftdruck aus dem Schacht ge
chleude;

eist
—XRE
in Milch, kakao, Suppe ααιααν
Gemusen die bestꝗqeeiꝗ ,
leicht verdauliche d. nofe * J
Krankenkost de l
- i3eile !4
—rSee
3 —— —
reger⸗ te metla
38
—— *
Ddiejenigen Kameraden, du
Kriegerkalende
wünschen, wollen mir dies b
zätestens Freitaa Abend mitteilen.
Knorz.

Central⸗Kinemn
Dudweiler-Sgaren Jart

— 39
Hiesen⸗Hchlager-Programm
vom 25. bis 27. Oktober incl.
. Durch Eis und Schnee nach Grönland.
Herrliche Naturaufnahm
2. Moritz wils erbeiten. Komischer 8hlager
3.

Das Pflichtgefühl.
Ergreifes des Drama.

αιιιααασαααα
4. Ein fingierter Selbstmord. Sumoristisch
——————— —— ———————
s. Atilus Requlus.
Großes historisches Drama

üner der Natinesiagge

Schlager. Haupischlager.
Der Kurier von Lyon
oder
HDer Ueberfall der Postkufscie.
Dieses große, 2aktige Drama ist nach einer wahren
Begebenheit, die als das schrecklichste Justizirrlurm des
18. Jahrhunderts bezeichnet werden innß, wieder—
gegeben.
2 Akte. Spielzeit 309 Minuten

3. Vie Blutlache. Humoristische Burleske.
Her alte 8chauspieler.
Rührendes Drama aus dem Künstlerleben.
10. Der Gewohnheitstrinker. Zum Totlachen.
u. Her 8chat von Karnacß.
Spannendes Dedektiv-Drama.
Zum Besuche ladet ein
R. Koblitz.

cαæ Nachrichten und Telegramme.
erlin, 24. Okt. Der Vorstand der Abteilung Berlin
ver deutschen Kolonial-Gesellschaft hat gestern zur Marokko—
Frage einstimmig folgende Kundgebung beschlossen: Es
entspricht weder der Würde noch den Interessen des deut—
schen Reiches, die durch die Algeciras-Akte in Marokko ge—
chaffene politische und wirtschaftliche Stellung ohne
wingenden Grund aufzugeben. Wir müssen das Verlangen
tellen, das in Marokko ein Zustand bleibt, der es unserem
dandel, unserer Industrie und Landwirtschaft gestattet, in
zjanz Marokko frei und unabhängig von der Geltendmach—
ing der bekanpten kolonisatorischen Tentenzen Frankreichs
u entwickeln. Als eine unerhörte Zumutung an das
»eutsche Volk muß der von französischen Blättern verbreitete
vedanke zurückgewiesen werden, das Deutschland sich aus
einer wichtigen Stellung in Maroklo zurückzieht für Fetzen
ubrauchbaren Landes, Millionen an französische Ausbeut—
ngs⸗Gesellschaften zahlt und obendrein Togo oder Nord⸗
damerun an Frankreich abtritt. Daß solche Gedanken uns
on der französischen Presse zugemutet werden, ist ein
ichtiges Zeichen dafür, in welchem Maße unser Ansehen,
ills wir nicht fest in dieser Sache bleiben, gefährdet wer—
en könnte. Es ist an der Zeit, daß unsere Gesellschaft
m ganzen Reiche dafür sorgt, daß dieses Wahngebilde
erstört wird.
Leipzig, 25. Okt. Die wegen versuchter Spionage ver⸗
rteilte französische Sprachlehrerin Thirion ist zur Ver—⸗
üßung ihrer Strafe nach Cottbus übergeführt worden.
Rom, 24. Okt. Tribuna meldet aus Tripolos: Gestern
at ein Bataillon des 40. Infanterie-Regiments einen
undschaftermarsch einige Kllometer außerhalb der am
zrunnen vor Bumiliana aufgestellten Vorposten unternom—
ien. Die Italiener bemerkten eine türkische Kompapnie,
ie Uebungen vornahm. Die Hauptleute Maizo und
Zziazzo unternahmen mit Aeroplanen einen Kundschafter—
lug und kehrten nach einer halben Stunde ins Lager mit
»er Meldung zurück, deß sie ein türkisches Lager 12 km.
»on den italienischen Vorposten entfernt gesichtet haben.
Kopenhagen, 25. Ott. Bei dem gestrigen Vortrag des
ordpolschwindlers Dr. Cook kam es zu großen Standal⸗
zenen. Der frühere Freund Cooks, Rormann-Hansen, der
hm bei seiner ersten Ankunft in Kopenhagen einen glän—⸗
enden Empfang bereitet hat, protestierte dagegen, daß Cook
in Kopenhagen öffentlich spreche. Hansen wurde von Be—
zleitern Dr. Cooks hinausgeworfen. Stürmische Szenen
olgten. Cooks Ausführungen wurde vom Auditorium mit
roßem Beifall aufgenommen.
Paris, 25. Okt. „Journal“ meldet auh Noesnes:
kin Deutscher namens Ecker, der in Buenos Aires ansässig
t, ist in Jeumont verhaftet worden. Er war in die
zlaswerke von Jeumont eingedrungen, um in den Besitz
ewisser Fabrikationsgeheimnisse zu kommen, zugunsten ge—
visser deutscher Firmen in Acgentinien, Diesewünschten in
»en Besitz der Geheimnisse zu gelangen, die in belgischen
ind französischen Glaswerken angewandt werden.
Paris, 25. Okt. Die Nachricht von dem Abschluß des
eutsch⸗französischen Abkommens hat in Madrid lebhafte
Sensation hervorgerufen. Sämtliche Blätter beschäfligen
ich mit den Beziehungen Frankreichs zu Spanien und er—
eben Einspruch gegen die Behauptung, das Spanien im
Sinvernebmenn e Deatschland hbondose Nis⸗Marfieie

—XLIL
im Landwehrbezirt Saarbrückn.
Es haben teilzunehmen:
1. Sämtliche Offiziere, Aerzte und obere Militärbeamte der Re—
erve, Marinereserve, Landwehr. Sie können sich nach Belieben
in einer Kontrollversammlung im Bezirk beteiligen.
2. Sämtliche Mannschaften der Reserve, d. h die Jahresklassen
904 bis 1911 einschl.
3. Sämtliche Mannschaften die in der Zeit vom 1. April 1899
is 80. September 1899 eingetreten sind. Diese Mannschaften stellen
ich mit der Jahresklasse 1904.
4. Die bis zur Entscheidung über ihr ferneres Militärver hältnis
vegen Dienstunbrauchbarkeit, auf Reklamation, wegen Invalidität—
-Rentenempfänger — wegen Strafen) zur Disposition der Er—
atzbehörden entlassenen Mannschaften.
5. Die vor erfüllter aktiver Dienstpflicht zur Disposttion der
cruppenteile (Marineteile) beüͤrlaubten Mannschaften.
6. a die dauernd Halbinvaliden,
b die zeitig Ganzinvaliden, d. h. die zeitig feld- und garni—
sondienstunfähigen,
die zeitig Halbinvaliden, d. h. die zeitig nur garn isondienst
fähigen,
d die noch garnisondienstfähigen Rentenempfänger.
/. Die zu 4, 5 und 6 gehörenden Mannschaften stellen sich auf
den zuständigen Kontrollplätzen mit ihrer Jahresklasse. Die Jahresziasse
 stehyt aguf dem Deckel des Militärpasses.
8. Die Mannschaften auf den Gruben Hütten M.-Burbach, Völk.
ingen und Brebach auf dem Werke Erhardt und Sehmer, sowie auf
en Mannesmannröhren-Werke Saarbrücken-Burbach beschäftigten
Nannschaften des Beurlaubtenstandes nehmen an den Kontrollver
immlungen der betreffenden Hütte bezw. Werke teil.
9. Kavalleristen mussen ihr Körpergewicht angeben können.
0. Die Militsrpapiere sind mit zur Stelle zu bringen.
11. Das Tragen von Stöcken und Schirmen während der Kon
rollversammsnng ist verboten.
12. Mannschaften, deren Wohnort in dem hier angeführten Oris
erzeichnis nicht genannt ist, nehmen auf dem Kontrollplatz ihre
Zemeinde teil.
Dudweiler in der Wirtschast Bayer
(im grofzen Saal)
Samstag, den 18. Nov. 1917, vorm. 10 Uhr Jahreskl. 1904 — 1906
Samstag, den 18. Nov. 1911, vorm. 11 Uhr Nahreskl. 18907-1911
ämtliche Kontrollpflichtigen der Ortschaften: Dudweiler, Herrensohr
Fischbach, Camphausen, Hirschbach und Jägersfreude.
Jeder Gestellungspflichtige hat ausnahmelos bei der Kontrol—
»ersammlung zu erscheinen, zu welcher er nach der Bekanntmachung
efohlen ist.
2aarbrücken, den 10. Oktober 1911.
Fischer
Major z. D. und Bezirks-Kommpndeur

Dudweiler
„Excelsior-Cinema“
Hotel „Nassauer Hof“

9
Pracht⸗Elite⸗ Programml
1. Im Golf von sspeecia. Herrliche Naturaufnahme.
2. Fritzchen will den Onkel verheiraten.
Urdrollig.
3. Der verherxte Schildwachtuum. Eine Sage vom
Mozzo⸗Schloß, Euba.
J. Das Automobil Fautenil. Komisch.
Sensation!
Ines, die schöne Spanierin.
3. Baden bei Wien und Umgebung. Naturaufnahme
T. Artheme Dupin verschindet oder ein Bankeinbruch
8. Die Waffen in der Hand.
Aufregendes Drama.
J. Der aberalänbige Liebhaber.

u

Urban Nor
zu nachstehenden Preisen vorzuführen:
2. Platz 20 pfq., 1. Platz 30 Pfq.,
Reservierter Platz 50 Pfg.
Kinder zahlen auf allen Plätzen die Hälfte. —
Zu recht zahlreichem Besuch laden wir ganz ergebenst eir
4 *
„ExcelsiorszCinema.
— — — — Herein der Geflügel⸗ Achtung!
Kartoffel- und Kappus-Lieferung. freunde für Oudw. Bae wond
urch Vereinbarung mit einem Lieferanten ist es mir und Umgegend. Bãgel
aich, an die hiesige Einwohnerschaft Morgen abend 8 Uhr m Hauf ugeln
den Zentner Kartoffeln für 3.50 Mk., Versammlung m Hausc
den Zentner Kappus , 5.80, ei Mirt tsan AIgr J zensac
sofortige Barzahlung frei ins Haus zu liefern. ——— udstr. 1, Hinterhaus.
dungen sofort auf dem Bürgermeistereiamt — Zim⸗ Wer bar Geld ae Zimmer u. KRüche
. — roz.
8 i den
dudweiler, den 25. Oktober 1911. 3 58 asort au vermielen. .weilersu. 36
9 iskr. lrei Dank ib — ö—ATTT—h—
Der Bürgermeister. c aee Dewicrene Mersandstelle
Jo st traße 35 V—— —
I — F — ——— — — — — *5 —— c——— — ——
7 7 * —839 —
ander „VUI in Plüsch, Eisbär, CLammfell, aparte Neuheiten Kronenber 9
XN —
in größter Auswahl. 44
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.