Full text : Dudweiler Zeitung

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ine Umtliches Publikationsorgan für den Mit zwe Beilagen:
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mt. Bürgermeisterei-Bezirk Dudwei' ßonntogsblatt und Heitere Blätter.
yr.⸗ Anschluf zaarkrücken Nr. 69, 259, 269, 1261. Drucku. Verlag: J. Unterkeller, Dudweile Verantwortlich für die Schriftleitung Arthur Unterkeller, für den Anzeigenieil Karl Unterkeller
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r. 251 EcAusdabe ohne Abonnenten-Versicherung TFreitag, den 20. Oktober 1911. 24. Jahrgang
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rich⸗Lentinels, Prof. Hugo wederer, wurde dun ten ein zFrreiwilligentorps von 30 000 Wiann gevildet det oder Hesunten vBlieie Schissstrummer von genrande—
zroße Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. ind mit ihm schon die Grenze von Tripolis üͤberschrit. ben Schiffen sind an Land geschwemmt worden. Starke
gr — — — en haben. Luenaune haben tder nzen anen Idsie gro⸗
itiß — In diplomatischen Kreisen wird kein Hehl daraus zen Schaden augerichtet. Die Einwohner vieler Orte
Volitische Rundschau. emuen, Voß Flalien in zuen 14 Tagen ü Anne sonnien sich nur mit knapper Not vor den Flutten retten.
Deutsches Reich. ion von Tripolis und Cyrenaikag amtlich CEholera. In Serbien wurden in der verflos—
Die Verecinigten Arbeitsausschüsse für den Rhein dekannt geben wird. enen Woche 23 Cholerafälle festgestellt, von denen eil
ie Elbe und die Weser gegen Schiffahrts. Obgleich die Türkei keinerlei Aussicht auf Er— ödlich verliesen. — Damaskus und Tripolis
b gaben haben der Kommission des Reichstags vor olg hat, ist ihre Lage doch nicht so verzweifell, wie ESyrien) sind ebenfalls von der Cholera heimgesucht.
seginn der zweiten Lesung nochmals ihre Stellung tan glaubt. Man hat die türkischen Soldaten Tri lus Furcht vor Ansteckung flüchten zahlreiche Bewohner.
ahme zu dem Gesetzentwurf und den gefaßten Be— „ohis mit mehr Proviant und Munition versehen las Auch Jaffa und Haifa sind von der Seuche ergrif—
hlüssen übermittelt, worin sie ihre grundsätzlich 4b. en, als der Dampfer „Derna“ ausgeladen hatte. Fer— en. Jerusalem ist noch cholerafrei.
r hen en de Haltung gegenüber dem ganzen Ent— er sindet zurzeit die Dattelernte statt, mit deren Hilfe — — ——— A83
ourf aufrecht erhalten, da nach ihrer Meinung der durch— er türkische Seldat ernährt werden kann. Vorposten Von der Luftschiffahrt. *
uus zu befürwortende Ausbau der Wasserstraßen auf efinden sich in Sansar und Ain⸗sara, von wo aus sie * ichs
uderem Wege, d. h. wie bisher durch Zuschuüsfe der ie Zuasiener mit heftigen Angriffen, wenn auch efolge *3 ppelin d v fhinfen Der, neue Reichsztaaten
 und der Nächstbeteiliglen anzustreben, von der os, beunruhigen. Sie können, sobald die Schiffe die peren Frezer „L. 8, 8t von Baden⸗O,o s am
kinführung von Abgaben auf den natuürlichen Wasser. ichtige Siellung eingenommen haben. mit Schiffsaex ittwoch Abend um 7.18 Uhr mit 12 Persigneen an
iraßen aber, insbesondere wenn damit ein so außer- hützen vertrieben werden. Bord zu seiner 2ostundigen AbnahmeDguer
rdentiich großer Verwaltungsapparat, wie vorgesehen —99 ahrt aufgestiegen. Das Luftschiff nahm die Richtung
erbunden ist, abzusehen ist. Im weiteren habc —* Aus Italien. heinabwärts, Karlsrnhe, Mannheim, Mainz und folgte
rbeitsausschüsse anerkannt, daß die Beschküfse der „Giurnale d'Italia“ hezeichnet die Ausweifsung zann dem Vieseltale aufwärts nach Metz, wo es im
ommission in erster Lefung gewisse Verbesserungen ee *8 Zentschen v on So ho w, den man der Spionage Rorgengrauen eintraf. Die Führung hat Graf Zeppe—
eintüber der Regierungsvorlage enthalten und haben uar die Türten verdächtigt, als bevorstehend. Es ist zu elbu die issarisge Ibna hmelommission, darunter
och eine Reihe weiterer Vorschläge zur Verbesserumg voehl selpstwersträndlich, daß Herr von Lochow, wenn er aijor Groß und Oberst Weising nimmt, an der Fahr!
Gecennbhrfes demacht Da viesent reenewn hue zureschenden Grund gausgewiesen werden sollte, den eil. Donnerstag Vormittag 10.20 Uhr kreuzte er über
and zu der Behauptung Anlaß gegeben haͤt daß die ollen und schleunigen Schuts der Reichsregierung ge— dem Oostat bei Baden-Baden. Die Landung des „L.
irbeitsausschüffe ihren Frumdsaählichen Widerspruch de rneßen mird 3. soll erst nach Absolvierung der geforderten 24
en den Entwuri fallen Tassen, so legen dieseiben Wert Stunden ersolgen. — Das Luft s. bise „Ssch wa⸗
uf die Festsiellung, daß diese Annabme durchaus un— n das erst por einigen Tagen in Frankfurt weilte,
egründet ist. wn n e 3 dasen bain —8
*Einzelnen Blättern ist gemeldet worden, d i am Dyngrsing di gaugesüudigte Fernsahe
m Bundesrat gestellten —A ddat dem ——— —HamburgeBerlin. Die
if Feiimdesse Honbseheng desß Venits ucs daß “preußte Neise wurde unter Dr. Eckeners Führung um 4.47 in
he Staatsministerium zugestimmt habe. Die „Deutsche det Fruhe angetreten. Aus den Nachrichten, die über
ageszeitung“ bemerkt dazu: Diese Meldung ist fals siese Fahrt vorliegen, ist ersichtlich, daß die Schwaben⸗
as preudische Staaisministerinm hat zu den Anrane, vieder mit großer — vorwärts gekommen
en Bayern im Bundesrat gestellt hat, bisher keinen — 335 wurde Diepyholz, in der , Nahe von Osna.
zeschluß gefaßt. Wir glauben gut umnierrichtet zu sein, D posffiert. 08 remen. Um 115 hr erschien die
enn wir sagen, daß die maßgebenden Siellen in waben heinhonem windstillen Wemner über Ham.
reußen dem bayerischen Antrage nicht zustimmen wer— »urg, mansvrierte über der Alster und wechselte Flag—
5 ae midem — 8
* Der frühere Unterstaat * 234. rika-Linie und fuhr dann in der Richtung na we⸗
imien rihee, Ant 3 ae Aewarncgu nin weiter. Umi 8.35 Uhr wurde es über Verlin sichte
—— rie 44 Ubr glatt in Johannisthal auf
* Der bisherige Präsident der preußischen Abb— elde
reordnetenka'mmer wird auf werhin eder— *Schüt te⸗Lan z. Das Luftschiff Schütte-Lanz ift
va belzum Präfidenten verzichten. nach schöner Fahrt wieder vor der Halle jin Mannheim
er gelandet. Es nahm unterwegs eine Reihe von Manö—
* Der Pariser Dempa chnctehgen daß Kaiser Wil— da sa die — d die Stenerung wie—
zelm, dessen Besuch in der Schweiz ür nächstes Jahr —— e
ingekündigt ist, den schweizerischen aiiteh 8 hac wo J *1346 er iler S om m⸗oa
jen werde; er habe es schon in diesem Jahre tun woi— at ain BP, * n Zweideger hechs Pasga
en, aber darauf verzichtet da die diesjaͤhrrgen Mann a e eehüe guere y
er in der romanischen Schweiz stattfanden; die nächst— — nn — hin und urücdbeför—
ihrigen Menöver würden dagegen in der deutschen dente Sie iue un Ruckreise war 60 Kilometer lang
weiz. im Aargau iichen“ Vasel umd Berut an und wurde in 55 Minuten ausgeführt. Das Flugzeug
Ie datte 80 Liter Benzin und 20 Liter Oel an Bord.
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Deutscher Reichstag.
Nachmittagas 2 Uhr.
192. Sitzung. Berlin, 19. Oktober
Die Besprechung der Interpellation Albrecht (Soz.
und Genossen, betre Verstoͤße gegen das Bereins
und Bersammlunagasgesetz wird fortgesetzt.
Abg. Wiünller-Meiningen (Vp.): Bemaãngeln mui
ich zunächst die Kompensationserklärung, die der Staats
sekretär gestern hier abgegeben hat. Demgegenüber denk
ich doch, daß die Reichsregierung auch dann einzuschrei
ten berechtigt ist, wenn sich in einem Einzelstaate tat
ächlich eine mißbräuchliche Handhabung des Gesetze—
zeigt. Die Bemerkung des Staatssekretärs, daß einzel
tagtliche Minister nur auftreten als Beauftragte de⸗
Reichskanzlers und nicht als Bundesstaatsvertreter, iß
eine ganz haltlose Behauptung. Auf diese Weise wird
dem Reichstage das Recht, das er sich mühsam errun
gen hat, hinten herum wieder eskamotiert. Wir prote
tieren dagegen. Redner polemisiert dann gegen der
Abg. Gröber (Ztr.) Aus den Staaten Bayern, Würt
eniberg, Baden und Hessen liegen keine Klagen vor.
Dort wird eben das Gesetz richtig gehandhabt. (Wider—
pruch bei den Sozialdemokraten.)
Abg. Schwabach (frktl.) geht namentlich auf die
Frage der Nichtanwendung des Sprachenparagraphen
in. Er hoffe, daß endlich zu Gunsten der fremdspra—
higen Bebölkerung Osthreußens Remedur geschaffen
verde.
Staatssekretär DelUbrück führt gegenüber dem
Abg. Wüller⸗-⸗Meiningen aus, die einzelstaatlichen
Minister bezw. Bundesratsmitglieder hätten das Recht
zu erscheinen. Aus diesem Recht könnte unmöglich auch
teichzeitig eine Verpflichtung erwachsen. Die Verant—
vortung für die richtige Handhabung des Gesetzes liege
»eim Reichskanzler.
Abg. Legien GSoz.): Wir haben seinerzeit die
Freisinnigen gewarnt vor der Zustimmung zu diesem
Zereinsgesetzt denn es wac vorauszusehen, daß Preu—
zen das Gesetz mißbrauchen werde. Redner bringt dann
ahlreiche Einzelbeschwerden vor.
Abg. Gröber (Itr.): Angeklagt sind in der Tat
Preußen und allcnsalls Sachsen. Die Ausführungen des
Stactssekrefärs haben die Situation nicht geklärt.
Abg. Dove (Vp.): Die staatsrechtlichen Ausfüh—
ungen des Stcatsministers fordern dringenden Wider—
pruch heraus. Der Reichskanzler ist doch nicht nur ein
anggezogener Paragraph (Große Heiterkeit), sondern
in Mann, der den Reichsgedanken auch zu vertreten
ersteht gegenüber den Verbündeten Regierungen.
Abg. Leber (Goz.) bringt Beschwerden aus Sach—
sen-Weimar vor.
Nach einer weiteren Auseinandersetzung schließt die
Besprechung. Damit ist dieser Gegenstand erledigt.
Die Interpellationen Freiherr v Hertling (3.)
und Ablasß; (Vp.) über die Schäden der Maul—
und Klaumenseuche werden von der Tagesordnung
abgesetzt, nachdem Staatssekretär Delbrück erklärt hatte,
daß er den Termin für dieBeantwortung mit dem Prä—
sidenten vereinbaren werde.
Es folgt die erste Lesung des J
Privatbeamten-Gesetzes.
Staatsseklretar DelUbrücck leitet die Verhandlun—
zen ein, gibt einen längeren Rückblick über die bisheri—
zen Veratungen und über den Stand der Vorlage und
meint: Wir werden uns hoffentlich in der Kommission
einigen, noch ehe der Reichstag auseinandergeht.
Darauf vertagt sich das Haus auf Freitag 1 758
107r
            
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