eben zurückgerufen werden. Wördehoff scheint die Tat im
inverständnis mit seiner Frau begangen zu haben. Als
zrund werden mißliche Vermögensverhältnisse angegeben.
Breslau, 18. Okt. Gestern verhandelte das Schwur—
ericht gegen den Tagelöhner Pöllmann und dem Stallchweizer
Löffler, die am 8. Dezember 1010 den Agenten
zieger in unmittelbarer Nähe der Stadt überfallen und so
chwer verletzt hatten, daß er im Krankhaus starb. Pöll-⸗
nann wurde zum Tode, Löffler zu 15 Jahren Zuchthaus
erurteilt.
Posen, 17. Okt. In Heinrichszelt Kreis Krotoschin
vurde gestern der 7jährige Knabe Klimeck ermordet aufge—
unden. Als Täter wurde ein L1ljähriger Hütejunge ver—
Jaftet, bei dem ein biutbesprißtes Messer aufgefunden
vurde.
Wien, 18. Okt. In der Strafanstalt für schwere Ver—
»recher in Doftano kam es, wie aus Bukarest gemeldet wird,
u einer blutigen Revolte. Die Sträflinge verlangten, daß
er Direktor der Anstalt ihre Beschwerden persönlich ent—
egennehme. Als er sich dazu weigerte, töteten die Ge—
angenen 3 Soldaien und zertrümmerten die Einrichtungen
er Anstalt. Herbeigerufenes Militär feuerte eine Salve au
ie Meuterer ab, 18 von ihnen wurden aetötet. 63 schwer
oerletzt.
Rom, 17. Okt. Noch Depeschen, die bei dem Corriere
ella Sera eintrafen und heute früh 9 Uhr 135 Min. ein
iseues Erdbeben stattgefunden. Die Erdstöße erfolgten in
der Richtung von Nordost uach Südwest. Sie sollen die
Ittschaft Dacchia völlig zerstört haben. Diese neuen Un—⸗
slücksmeldungen dürfen aber noch der Bestätigung. Offizi—
lle Nachrichten liegen noch nicht vor.
Budapest, 18. Okt. Gestern nachmittag stürzte hier
has Gerüst eines vierstöckigen Neubaus ein und begrub
uuf dem Gerüst und darunter befindlichen Arbeiter. Von
»en 41 Arbeitern, die verschüttet wurden, fanden 2 den
ẽrstickungstod, 6 wurden lebensgefährlich, 7 schwer und 5
eichter verletzt. Eine Anzahl Arbeiter liegt noch unter den
trümmern.
Paris, 17. Okt. Furchtbare Unwetter gingen gestern
ber weite Teile von Süd⸗-Frankreich nieder. So litt na—
ientlich das Departement Aude unter wolkenbruchartigen
degengüssen, die mit Wirbelstürmen vereint auftraten.
Aeine Böche schwollen im Laufe weniger Minuten derart
n, daß die Verkehrswege anterbrochen wurden. Der
zahndamm wurde in 500 Meter Entfernung von dem
OIrte Floure auf eine Strecke von 300 Meter aufgerissen
ind die dort befindliche Bahnbrücke weggeschwemmt, sodaß
ꝛin Umsteigedienst für die Passagiere der von Garcassonne
iach Toulon und umgekehrt fahrenden Züge eingerichtet
verden mußte. In Perpignan mußte der Straßenbahn⸗
erkehr eingestellt werden. Die ganze Umgegend der Stadt
st arg verwüstet. Aehnliche Unwetter werden aus Mont—
pellier und anderen Städten gemeldet.
Paris, 18. Okt. „Matin“ berichtet aus London: Eng—
and wünscht lebhaft. daß ein Einvernehmen zwischen
Frankreich und Deutschland zum Abschluß gelange. Man
t der Anficht, daß auf dem Punkte, wo man nun ange—
angt ist, die Möglichkeit ausgeschlossen ist, daß Einver—
ehmen nicht mehr erziehlt werde.
Paris, 17. Okt. „Matin“ berichtet aus New⸗-York:
der chinesische Nationalverband sandte einen Antrag an
en Präsidenten Taft mit der Bitte, zu intervenieren, da—
nit die Neutralität der Mächte während des Aufstandes
ewahrt werde und dem neuen China Zeit gelassen, eine
eue Regierung zu wählen.
Paris, 18. Okt. „Petit Parisien“ berichtet über die
etzte Unterredung zwischen Cambon und von Kiderlen-Vächter,
daß an amtlicher Stelle keinerlei Mitteilung hier—
ber gemacht werde, da beiderseits die Verpflichtung einge—
angen wurde, vollständiges Geheimnis über die Verhand—
ungen zu wahren. Das Blatt fügt jedoch hinzu, es habe
n Ehrfahrung bringen können, daß die deutsche Regierung
ich nicht mit den französischen Vorschlägen befriedigt er—
lärt habe. Herr von Kiderlen-Wächter hat noch keine
zegenvorschläge gemacht, aber man hegt trotzdem die
»offnung, daß die Verhandlungen Ende des Monats zum
lbschluß kommen werden.
Konstantinopel, 17. Okt. Die Ausweisung etalienischer
ournalisten und Lehrer aus der Türkei dauert fort. Die
kürkei hat an Griechenland eine Note gerichtet, worin sie
ich darüber beschwert, daß sich zwei Schiffe in einem neu—
ralen Hafen länger als die festgesetzte Zeit von 24 Stunden
ufgehalten haben. Griechenland hat auf diese Beschwerde
in die schuldigen Beamten zu zwei Monaten Gefänanis
erurteilt.
Konstantinopel, 17. Okt. Wie das Blatt Saba meldet—
vurden mehrere Tausend Italiener, welche in das Innere
ue orückten, bei El Karbo, dreiviertelstunde von Tripolis ent⸗
ete Nacrichten und, F amme ernt in einen Kampf mit türkischen Truppen verwickelt,
lin. 17. Olt. Zur Affäre des Oberleutnants von ie von SFingeborenen unterstüthßt wurden. Die Italiener
paodep den hekannilich wegen Verletzung der Sides Ztten über hundert Tote und flohen in Unordnung in die
—*8 g e d zlatt, welches diese anderweit nicht bestätigte Meldung —
ie verantwortliche ernehmung des eschul⸗ ringt. — Wie die Saba weiter berichtet haben die Italie— Heute Abend /8 Uhr!
eendet ist Herr von Fetter bestreitet entschiedeu, dei Asisze bedentende Verlufte erlitten. Bei Derna 3 cht
zpflicht verletzt zu haben. Anfangs nächsten Mo— ver Anezeeden zaalfahren bei Kamerad 2 — 1J222 —
— en die türkischen Truppen eine Schaluppe, die mit 60 J F Thines
ie Hauptverhandlung stattfinden, zu der als alienifchen Soldaten besehzt war, zum Stranden gebracht Pitz. — s aße
r Frau Wertheim, General von Fetter uud — Der Fahrwart. ⸗ 534
v b— ind alle Italiener getötet haben. —
eistand der Fetter'schen Familie geladen sind. Petersburg, 18. Okt. Der Schüler Paukin Saratow, BRNRICCTACCCCOIE., — —2
cunl, 18. Okt. In Groß-Berlin fanden gestern 78 er der Orgamsation der minderjährigen revolutionäre an. Zu verkaufen —X 8
krat. sche Versammlungen statt mit der Tagesord- ehört, tötete seinen Mitschüler Twanow in einer Höhle sind noch sehr sehbint V A
uerung, Regierung und Volk. Die Versammlun-⸗ darauf forderte er von den wohlhabenden Eltern Twanos J —
cen meist stark besucht. Als Redner fungierten neben 000 Rubel für die Auslieferung der Leiche. Der jugend⸗ junge Schweine RPOIMDD
u und Gewertschastsführer auch vielfach Frauen. iche Unhold wurde verhaftet. vie bekannt sehr gute Rase A ——
ndn eine gleichlautende Resolution angenommen, Petersburq, 18. Okt. Das russische Reichsratsmitglied zum billigsten Preise bei —ERXRE
on Ved *7 Fürst Trubetzkoi wurde in Nawotscher?ast von dem Stu— Heinrich Wagner, 3 Karl Auler,
eeeee dee üentd ute drpei edoheeeht e getctet — —
des Massenbezuges durch die Kommunen. Die Ver— Mad rid, 7. I ipen ——— * Dienstmädchen
lungen verliefenn ohne Zwischenfall. Die Polizei hatt J W h
ufs — *8 zei hatte han. Behörde aufgefordert worden, Spanien unverzüglich icht unter 20 Jahren, gesucht 0 nung
b en Straßen wenig oder gar keinen Anlaß, ein⸗ —— velches Kochen und Bügeln bestehend aus Küche nd
erun — Mailand, 17. Okt. Nach dem Corriere del.a Sera ann. — —Dimmer ist zuvermieten.
A 7. Okt. Dem Lok.-Anz. zufolge wird der jaben 300 türkische Soldaten und ein Offizier die Grenze Fiehiges Jakob sstraub
* er die Beantwortung der Marokko⸗Interpellation jon Tripolis uberschritten und sich beim Schloß Kaser bei Stundenmädchen Wilhelmstraße 28.
—* zwar nicht ablehnen, aber die Erörterung der zarden an den tunesischen Grenze den französischen Truppen ur den ganzen dag ebc. — — —
ar eit vor dem endgültigen Abschluß der Verhand- estellt. Der französische Kommandant ließ sie entwaffnen Von wem s. d. —Aãͥ
a eisieh, für nicht zeitgemäß erklären und die ind suchte bei seiner Regierung die Erlaubnis nach aur ö—CCq!àù…_"eä—e —, e ehnne
adrewen die Verhandlung auf eine spätere Zeit heimschickung der Türken über Sfar. Wohnung
is ssosia, 17. Olt. Heute wurden durch die Trommel die 95 Qüche 1—2 Man⸗ Laden-Lokal
hen, 18. Okt. Von der Famlie des Tapetenhändlers eseroen aufgefordert, sich ihre Einberufsbefehle abzuholen. Zimmer he ist TR p uod
ordehoff der seine Frau und ein Kind durch Leuchte m Kriegsministerium herrscht wieder kritischere Stimmung. arden * — 45 tr. 237 nheeert *
ete, sind gestetn noch 3 andere Kinder durch Ver- Nan hält eine Mobilisation für unabsehbar, schon in An— Sgarbrũckerstr. 231. d ene * u
. erlegen. Die Tragödie hat somit b Opfer gefordert. etracht der drohenden Truppensammlungen in Adrianopel, s sff g su Ai nd it su gon 6
en Ruhr), 17..Okt. Ver Tapetenhändler Wörde- vo zwei Armeekorps in Stärke von 106 000 Mann bereit been — dr Andee Nde ꝛ
e Frau und ein Kind wurden heute morgen in tehen sollen. Außerdem will man hier wissen, daß an der e l e ere ———
Wohnung durch Gasvergiftung kot aufgefunden.. Zwei dulgarischen Grenze 18 kurdische Kavallerie Reaimenter ee Karl Naumann,
Kinder waren bewußtlos, konnten ber wieder ins maufgestellt worden sind. — Dudweiler, Sudstr. 3
— 0 rrD— — m 7 V i — —— —— — J J
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dinderst uübchen in Plüsch, Eisbär, Lammfell, aparte Neuheiten. Kronenh en eJ
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in größter Auswahl IIL.
gemieteten Lokale untergebracht war, dorthin ver⸗
en.
gergnügungen fur das Winterhalbjahr 1911/12
zl. Berginspektion Xl. Camphausen, sind auf solantage
festgesetzt: 22. Ottober, 19. November und
ber 1911, 14 Januar, 18. Februar und 17. März
f / Uhr nachmittags, mit darauffolgendem Tanz.
zen 27. Januar 1912, von 72/, Uhr abend ab,
rtstagfeier. Samstag, den 17. Februar (Sams—
astnacht) von 72/, Uhr abends ab Maskenball.
chung der Düsseldorser Lotterie wurde un—
auf den 28, 29. und 30. November dfs. Is.
immer noch ein bischen Hoffnung.
heater. Gänzlich neu einstudiert gelangt am
den 19. Okt. die reizende Operette „Die
von Georg Jarno zur Aufführung. Die
sik] sowie der feine, komische Dialog ist von
ufführungen noch im besten Gedächtnis und
Försterchristl“ aufs wärmste begrüßt werden.
Ppartien liegen in den Händen der Damen:
und Lorenz, der Herrn: Klein,. Scheibenflug,
»iter der Aufführung ist Herr Schwarze, Kapell⸗
Megger. Ganz besonders dürfte die Vorstell⸗
neresse gewinnen als im 2. Akt eine Balletein—
tutiantiener“ spanischer Walzer. ausgeführt von
vᷣckert, Balletmeisterin und 1. Solotänzerin vom
in Luzern getanzt wird. Man schreibt über
Cs war kein Sänger und keine Sängerin,
balletmeisterin Frl. Eckert, welche den Haupt—
Abends durch ihren in höchster Vollendung
en Tanz davontrug.
Ambau des Thalia⸗Theaters ist für das nächste
bsichtigt. Oberbürgermeister Mangold teilte dies
cigen Stadtverordnetensitzung mit gelegentlich
sung des Stadtverordneten Wahlster, eine Ver—
er dortigen Toiletten vorzunehmen.
el⸗ und Gewerbe⸗Interessen⸗Verein. Umstände⸗
e die auf nächsten Donnerstag den 189. dss
agte Versammlung auf Donnerstag, den 26. dss.
inhalb Uhr fesigesetzt. Zu dieser Versammlung
Handel- und Gewerbetreibenden der Gemeinde
auch Nichtmitglieder, freundlichst eingeladen.
ieidung des Bezirksausschusses zu Trier. Der
ist in den Gemeinden Sulzbach, Dudweiler und
y nachträglich zur Gemeindeeinkommensteuer her—
worden. Die Nachforderung wird damit be—
aß wirkliche Einkommen sei beudeutend höher ge—
nach dem Durchschnitt der 3 letzten Steuerjahre
nen wurde. Es handett sich um Beträge von 30
100 Marf. Der Kreisausschuß Saarbrücken
Ansoruch für gerechtfertigt und wies die
eranlagung erhobene Klage ab. Der Bezirks⸗
ir gegenteiliger Ansicht. Er hielt eine nach—
steuerung nicht für zulässig und gab dem An—
ergfiskus auf Freistellung von der Steuer statt.
‚freude, 18. Okt. Unfug mit einem Tesching.
inge Burschen, welche gestern abend zusammen
eirbeit nach Hause gingen, beschäftigten sich mit
gziug. Plötzlich ging ein Schuß los und traf den
n Jakob Gottschall in die Hüften.
ensohr, 16. Okt. Einefreiwillige Sauitäts—
wurde am hiesigen Orte ins Leben gerufen.
drücken, 16. Okt. Vor den Geschworenen stand
uer an der Mosel geborene Ehefrau Peter Schättgen,
jeb. Erbes, zuletzt wohnhaft in Völklingen. Diese
dindesmordes angeklagt. Die Angeklagte war vor
⸗rheiratung mit Schättgen das Opfer der Verführung
„n. Der Verführer ist ein verheirateter Eisenbahn—
teter. Schätigen, der nur einen bescheidenen Schicht—
rdient, brachte vier Kinder mit in die Ehe mit der
igten. Eins dieser Kinder starb vor kurzer Zeit.
t trat an die Familie heran. Auf Antrag des Herrn
anwaltes wurden die Verhandlungen gegen die Schätt—
ler Ausschluß der Oeffentlichkeit geflogen. Die Ge—
men sprechen die Angeklagte des Kindesmordes im
des 8 217 des St-G.B. schuldig und verurteilen
ciner Gefängnisstrafe von 2 Jahren. 4 Monate der
Untorfenνοεα werden der Angeklaaten ange—