steueste Nachrichten und Telegramme.
Berlin, 56. Sep'. Ueber die deutsch⸗französischen Ma⸗
tko-Verhandlungen schreibt der Lok.«Anz. anscheinend
fiziös in einem längeren Artikel: Der von dem Botschafter
er französischen Republik überbrachte umfassende Vertrags⸗
entwurt, der zur Zeit unserem Auswärtigen Amt zu Prü—
ung unterliegt, bietet für eine schleunige Erledigung der lei—
igen Marokko-Angelegenheit vorläufig nur geringe Aussicht.
„oviel wir wissen, ist unsere Regierung zur Zeit mit der
lusarbeitung von Gegenvorschlägen beschäftigt. Wie auch
nder französischen Presse seit einiger Zeit schon betont
bird, scheint Frankreich in Bezug auf territoriale Kompen⸗
ztionen nicht knausern zu wollen, wenn in Marokko in
einem Sinne reine Bahn geschaffen wird. Soweit wir
interrichtet sind, liegen die noch zu überwindenden Schwierig⸗
keiten auf anderen Gebieten. Im Großen und Ganzen
cheint unsere Regierung von dem Grundsatz auszugehen,
daß, wenn schon einmal eine Regelung in der Marokko—
Ungelegenheit stattfindet, diese so gründlich wie moglich sein
iuß und daß den Franzosen, wenn alle übrigen Vorbe—
ingungen erfüllt find, in politischer Hinsicht soweit Deutsch⸗
and in Frage kommt, volle Handlungs-⸗Freiheit gewährt
oird. Frankreich muß in Zukunft, wenn es in Marokko
holitische Rechte ausüben will, direkt und persönlich in
ganz Marokko für Leben und Eigentum jedes deutschen
Untertanen verantwortlich sein und dieser Grundsatz kann
nicht scharf genug in dem abzuschließenden Vertrag betont
werden, falls derselbe zu einem befriedigenden Abschluß
ommt.
Eberswalde, 5. Sept. Heute Vormittag hat sich in
en. Ausfluasorte Chorinchen bei Eberswalde eine enlsetz⸗
iche Tragödie abgespielt. Die Witwe Sewecko schnit!t
anz plötzlich ihrem vierjährige Sohne und ihrer zweijähr⸗
gen Enkelin und dann sich selbst die Pulsadern durch
IAbaleich in kurzer Zeit ärztliche Hilfe zur Stelle war,
onnte keine der drei schwer verletzten Personen gerettet
verden. Alle drei starben nach wenigen Minuten. Wie
verlautet, hat die Frau die Tat in aeinniger Umnachtung
egangen.
Wien, 53. Sept. Aus Belgrad wird gemeldet: Die
Lublizist Nowakow'tsch setzt seine Memoiren über die Etr—
nordung des Königs Alexander und der Königin Draga
ort. Er erzählt von den ersten Zusammenkunft von 10
erbischen Offizieren, die bei dem ehemaligen Minister Gen⸗
itseh statffand Diese Offiziere hatten einen Eid abgelegt,
nit allen Mitteln auf die Befreiung von König Alexander
yinzuwirken. Able diese 10 Offiziere feien Kriegsschüler ge—
vesen.
Prag, 6 Sept. Der Sohn des wohlbabenden Säge—
verksbesitzers Neumann in Leskau erschoß in der verflosse⸗
ien Nacht seine Braut und verletzte sich dann durch einen
zchuß schwer. Grund zur Tat ist die Weigerung der
ẽltern Neunmanns zu seiner Verheiratung mit dem Mäd—
hen die Einwilligung zu geben.
Antwerpen, 5. Sept. Auf der hiesigen Börse erfolgte
gestern eine Panik infolge eines Gerüchtes, wonach die
militärpflichtigen Deutschen aus das Konsulat berufen
worden seien Die Nachricht bestätigte sich, jedoch wurde
ie von dem Konsul dahin erläutert, daß es fich um ein
normales Vorgehen handle, welches in jedem Jahre statt—
inde, um den jungen Deutschen die Notwendigkeit einer
deise zum Zwecke der nilitärärztlichen Untersuchung über
hre Tienstfähigkeit zu ersparen. Trotzdem machte die
Nachricht einen ungünstigen Eindruck.
Paris, 56. Sept. Der Marineminister Delcasse erklärte Pens. Beamter sucht 8 älteres
in Toulon mehreren Journalisten, daß er nicht eine j
Parade sondern eine nationale Kundgebung zur See beab— Wohnung kunt enmäccien
ichtigt habe. Wenn ich jetzt den Vefehl zur Ausreise mnmitten des Dorfes. kKücheseetm ofortigen Eintritt nach
gebe, sagte Delcasse, so würden eine Viertelstunde später mit 3—.4 Zimmern, möglichst amphausen, gesucht.
alle Gefechts-Dispositienen getroffen sein. Ueber die Be— Erdgeschoß, bis zum 1. No— Die Geschäftsstelle sagt von
atzung der Schiffe vom Typ Tanton äußerte Deleafsse: Fember. wen
bor Tagen fehlten noch 300 Mann an Bord jeder diefer Gefl. Offerten unter J. 300 ⸗
Sinheiten, heute fehlen nur noch 54. Ich hätte alle Ein— in —8 ds. Id Aelteres Stunden
sciten vom Typ Danton hier präsentieren können, aber ich — — — — ch ncen sacht
vollte nicht dem Beispiel Deutschlands solgen, das an der welches waschen kann, gesucht.
dieler Parade Dreadnoughts teilnehmen ließ, die noe 2 Wohnunger Von wem sagt die Erpedition
nicht einmal ihre Versuchsfahrten beendigt hatten. bestehend aus je 3 Zimmerr Der
aris, 6. Sept. Im französischen Ministerium des sofort zu vermieten. 28
—5— beantwortete vn gestern die Anfrage über der St. Ingherterstrasses 0 Kav alier
Inhalt der Mitteilungen des französischen Botschasters
sambon mit der Vertröstung auf weitere 24 Stunden. Wohnung hört auf
erst die heutige Anterredung des Staatssekretärs von ¶Zim mer und Kuche, zu Veber ein solchet zu sein, trägt er
diderlen-Wächter mit dem französischen Botschafter Cam Bãachereil Wilhelm. ine Hose ohne schneidige
on werde völlige Gewißheit darüber bringen, was sich Bruckeme Bügelfalte.
ur vermuten lasse, daß man nämlich in Berlin geneigi FIISTDSXMCCCCCC. f
tt, mit dem in Paris ausgearbeiteten politischen Statu schöne Wohnung, Telefon 2817
iü * i i i i * *
r Dere eee das Meritorische der Verhend ruh. Lage, Nähe Bahnhof, beheh Dampffaͤrberei und
zutreten. rst heute wird man also genauen 3 im nee acheee
aissen, ob die politische Aktionsfreiheit Frankreichs in Zdehör und Banen a Wunsg chem. Waschanstalt
Narokko vorbehalthlos die Zustimmung Deutschlands er— iuch 3 Zimmer und Küche, sowie
angt hat. Die Frage ob Deutschland' sich bereil Feigen eeeeeeee Germania
vird, seinen Diplomatischen Einfluß aufzuwenden, dani Auio ne zt
das neue · Statut für Marokko auch die Anerkennung der XI
inderen Algeciras-Mächte erlangt, gilt hier als sehr dehöne Ma.satden⸗ Eisenbahnstraße 13
oichtig, namentlich mit Rücksicht auf Spanien und Italien
Man rechnet mit der Möglächkeit, daß die Marokkoange wohnung Ludwigstraßze 44. d
genheit in 2 weiteren Unterredungen Kiderlen. Wachters 2 Zimmer und Küche, Noforte— ——A Ane
nit Cambon zur Erledigung gebracht wird, sodaß in der nermieten. belstoffen Felle, Gardinen,
ächsten Woche die Diskussion über die Kangoabare mzung Valentin Bohn Portieren und Federn eic.
eginnen könne. Saarbrückerstraße 274. hem. gereinigt und * gefärbt
ö—AIISTAUTS ⸗und Damen⸗
Paris, 6 Sepi. „Petit Parisien“ schreibt: Die Geraͤumige —
zestern nachmittag um 4 Uhr aus Berlin eingetroffene Posi W —X
inthält den Bericht Cambons an de Selves über die Unter- ohnung, pxompt repariert.
edung, welche Herr Kambon mit Herrn von Kiderlen— schöne Zimmer, große Küche un Ettra-Abteilung
Wächter gehabt hat. Ueber den Wortlaut des Berichtes reranneee Speicherkam· SRuarke Wäsche.
vird im Auswärtigen Amt große Zurückhaltung beobachtet. J Eifenbahnstr. 19. Es werden bei Aufträgen von
luf grund verschiedener Anzeichen glaubt Petit Parifien — — — — mindestens 2 Mark.
edoch darauf schließen zu dürfen, daß die deutsche Regier— Schöne Wohnung, auf Wunsch
ing bereit ist, — daß der Augenblick gekommer * und Küche, per Ende Sep⸗ 1 H V — e —
st, um in Marokko das parlamentarische Regim abzuandern lember und ei
ind daß fie bereit isn. die Ausubung — —* 1 möbliertes Zimmer ei Aufträgen gonmindestens
rolle seitens Frankreich zu gestatten und gutzuheißen. Diese ner sofort zu vermieten.
aeg punkte sollen sogar jetzt bereits erledigt fein. —— M 3 H O — en
aris, 6. Sept. „Echo de Paris“ erfährt von einer h oder
varlamentarischen Persönlichkeit, welche aus Toulon zurück⸗ Wo nung, n
zekehrt ist, daß die französ. Regierung es als eine Höflich Zimmer, mit Zubehör zu 1. A n 3 u 9
eitsbezeugung betrachtet, nichts verlauten zu lassen über die
Mitteilungen, welche Herr v. Kiderlen⸗Wächter gemacht hat, — Aer Suad3— gratis
»evor der Staatssekreltär mit dem französ. Gesandten eine Ein qut möbliertes aufgebügelt.
ieue Besprechung gehabt hat. Eine Tatsache steht jedoch g BHolt und bringt.
— shechnin. daß Deutschland die von Frank— inmer Annahmestelle:
rei efürwortete Methode angenommen hat. Eine andere mit oder ohne Pension zu vermi
Tatfache ist, daß Frankreich 8 noch 3 über die wirt⸗ len. Soriageu PFrau Uerta Netzelthin,
chaftlichen Vorteile befriedigt ist, welche ihm in Marokko an⸗ 2große schöneßimmer Aαα_-eboten
wurden. Deutschland verlangt für seine Schutz- ü 7 üche! DIrucksachen
I 5 Küche. Mansarde mit Waschküche ruckfachen
efohlene Daranien ꝓpelhe D— ad. ranlveich unter und Zubehör — zu —— in jeder Ausstaltung Db
IArman antwortlichen Gleichko ie grest ükenste 10 liasten reisen J. Unterkelle
—— — ——— ,et N e —— F — — 8 ————
din en für den in Kürzester Zeit eintretenden Bedarf habe ich große Posten 599 * ä
ausgelegt und empfohloe ich daher iekt Hon v — XX —J —4
dokales und Vermischtes.
nzeihunde⸗ Verein. Seit einigen Tagen zirkulieren
Dile Listen, die zum Beitritt in genannten Verein
ru. Daß diesem Vereine allseits ein reges Interesse
gebracht vird, davon sprechen die Unterschriften,
bereits ia den Listen vorfindet. Das Zustande—
eines solchen Vereins kann nur als zeitgemäße Not⸗
eit angesehen werden. Eine gründliche Ausbildung
n klugen treuen Hunde zu teil werden. Hoffen
z die Bestrebungen des Vereines all und überall
erkennung finden moͤge.
hender Kastanienbaum. Im Garten des Herrn
in Herrensohr steh ein Kastanienbaum grün be—
schönsten Blütenschmucke.
beginn. Am nächsten Freitag morgen um 8 Uhr
er Unterricht in den hiesigen Volksschulen wieder.
4sgerüchte. Die lange Dauer der deutsch-⸗fran—
Verhandlungen und die Unsicherheit die in der
chkeit über den Gang und die Ergebnisse der Ver—
gen herrscht, haben in weiten Kreisen Deutschlands
JRim Auslande eine gewisse Nervosität hervorge—
zeuerdings liegen Meldungen aus Metz und Stet—
vonach die Besorgnisse vor einem Kriege zu Stür—
die dortigen Sparkassen geführt hat. All diesen
unbegründeten Gerüchten gegenüber kann man
sstellen, daß zu einer Beunrudigung nicht der ge—
Hßrund vorliegt. Selbst ein Scheitern der jetzt
den Verhandlungen wäre noch keine Kriegsgefahr.
e dann eben nur die zunächst zwischen Deutschland
nkreich schwebende Sache allen Algeeiras-Mächten
et werden. Wie aber die Dinge liegen, darf man
ersicht auf ein friedliches Ende der Berliner Ver—
jen hoffen. Die Oeffentlichkeit sollte sich also nicht
rlei Gerüchte, die bisweilen nicht ganz lauteren
es sein mögen, verwirren lassen
reichere Ausstattung der 4. Wagenklasse dürfte
arer Zeit, bevorstehen. In den Wagen der preu—
zersonenzüge sollen alle Abteile, auch die der vierten
nit Pintschglühlicht erleuchtet und die Abteile der
nnten Kiasse sämtlich mit Linoleum belegt werden.
merhält diese 44 Sitzplätze statt nur 22, Abortan⸗
Wasserspülung, Raucher- und Nichtrauch rabteile.
»Türen in der vierten Klasse werden mit Selbst—
versehen. Diefe Neueinrichtungen treten mit dem
r in Kraft. In den Wagen älterer Einstellung
e nach und nach eingeüfhrt.
aussichtliche Witterung: Im Allgemeinen Fort—
boeiteren., warmen Wetters, leichte Gewitter—
—arr