zaarbrücken, 27. Aug. Welcher brutalen Roheit
aschen ihren Pferden gegenüber fähig sind, das konnte
m alten, zum Skelett abgemagerten und auf beiden
jen blinden Gaule ansehen, welcher am Freitag nach—
ag von einem robusten Manne durch die Saargemün—
Aße in die Stadt geführt wurde. Das arme Tier
sicke Geschwulste und tiefe Wunden an den Hufge—
lahmte infolgedessen stark und war außerdem so
ben, daß es jeden Augenblick zusammenzubrechen
Alle paar Schritte blieb es stehen und wurde
erch rohen Zuruf und Gertenschläge seines Führers
neuen verzweifelten Anstrengung, weiter zu hum—
agetrieben. Mit Genugtung bemerkten die An—
„datß diese abscheuliche Tierquälerei nicht unbestraft
wird. Schutznann D welcher des Weges kam,
llierte den Mann und stellte fest, daß er das arme
in selcher Weise von Bitsch hierher gequält um
noch ein paar Mark beim Pferdemetzger aus ihm
Hoffentlich trifft ihn eine ganz exemplarische
zug zusammen. Der Bahnhofsvorsteher wurde schwer ver—⸗
etzt, zwei Beamte des Zugpersonals und mehrere Personen
vurden leicht verlezt. Von den Reisenden ist niemand zu
zchaden gekommen.
Allenstein, 28. Aug. Während eines Gewitters schlug
er Blitz in dem russischen Grenzstädtchen Zawichost in die
iberfüllte Kirche ein, tötete zwei und verwundete ach—
dersonen
London, 29. Aug „Eoening Standart“ meldet aus
Edinbourg. In Firih of Forth fand gestern morgen einc
außerordentliche Zusammenziehung von Torpedofahrzeugen
tatt. Sie dehnen sich in 2 langen Reihen oberhalb der
Firth of Forth-Brücke aus. Zusammen sind es 22 Torpedo—
»oote. Außerdem sind 4 Schlachtschiffe dort und weitere
Z„chlachtschiffe werden erwartet. Es wird nur kurzer
?andurlaub erteilt, und aus den Gesprächen der Mann—
chaft geht hervor, daß die Flotte auf einen Monat ver—
proviantiert ist.
New-York, 28. Aug. Zu der Katastrophe im Kine—
matographen-Theater in Cannonburgh in PVennaylvanien
vird noch folgendes herichtet: Das Theater war im ersten
Stock belegen und besaß nur einen einzigen Ausgang und
eine schmale Treppe vermittelte den Verkehr ins Freie. Die
Panik wurde durch einen betrunkenen Bergmann hervor—
gerufen, welcher Fruer rief, als er sah, daß an dem Apparat
eine kleine Explosion entstand, die jedoch völlig belanglos
war. Als der Ruf Feuer ertönte, drängte alles dem Aus—
gange zu. Frauen und Kinder zuerst, die Männer hinter—
drein. Die Vorderen wurden von den Nachdrängenden zu
Boden gestoßenennd zu Tode getreten. Der Menschenknäuel
erreichte eine Hiöhe von 8 bis 10 Fuß. Grauenhat war
es, als die nachdrängenden Männer auf den am Boden
liegenden Frauen und Kindern herumtraten und nur für ihr
eigenes Leben besorgt waren. 29 Personen fanden der
Tod. Die meisten sind erstickt, andere haben Arm- und
Zeinbrüche erlttiten. Die ins Freie gelangten Personen
liefen wie wahnsinnig umher, ohne an Rettung zu deuken.
Die Feuerwehr drang in den Saal, um die Lebenden ins
Freie zu besördern. Alsdann erfolgte die Rettung der
-chwerverletzten. Mehr als 60 Personnn haben nmihr oder
ninder schwere VNerleftzungen ersitte
Danksagung.
Allen, die durch ihre liebevolle Anteilnahme bei dem
herben Verluste, der mich betroffen, ihre Sympathie bezeug—
ten, besonders den verehrl. Kranzspendern, herzinnigen
Dank.
Verwaltungssekretär Burger.
ιV—— —
Danksagung.
Für die liebevollen Beweise herzlicher Anteilnahene
beim Hinscheiden meiner lieben Gaͤttin und unserer guten
Mutier sagen wir allen Beteiligten, insbesondere den verehrl—
Kranzspendern, innigen Dank.
Familie Peter Schmitz.
Berlin, 29. Aug. Wie eine Korrespondenz mei⸗
zet, soll am 1. Oktober eine 60 Pfennig⸗Frei—
narke herausgegeben werden, die von der Handels—
velt für Rachnahmepakete verlangt wurde. Die Mar—
en würden aber, ebenso wie künftig die übrigen Mar—
en höheren Wertes, nur bei solchen Postämtern zu ha—
en sein, wo sie viel verlangt würden.
Kiel, 29. Aug. Die Herbstmanöver der
lotte haben begonnen. Die Hochseeflotte verließ in
üher Morgenstunde den Hafen.
Konstantinopel, 29. Aug. Zwische Mahmut?
Zchefket Pascha und Finanzministe Nail Bet
ind bezüglich des Budgets Meinungsverschiedenheiter
ufgetaucht, welche die unsichere Lage verschärfen. Der
zinanzminister will die neun Millionen betragenden
lusgaben des Militärbudgets um zirka zwei Millioner
zfund reduzieren.
Adis Abeba, 29. Aug. Der Kronprinz Lidsd
Fassu hat infolge der in vielen Kreisen entstandener
inzufriedenheit erklärt, daß er sich zu jung fühle, umn
ie Regierung zu führen, und hat bis zum Ableber
Reneliks die Verantwortung in die Hände des Mini—
deriums gelegt.
Paris, 28. Aug. Ein französischer Flieger hat gestern
en Aermelkanal in beträchtlicher Weise überquert. Der
franzose Pourpe stieg in Boulogne s. m. auf und landete
latt in Dover. Heute morgen startete er in Folkestone zum
kückflug nach Boulogne
Paris, 29. Auz. „Matin“ schreibt: Auf Grund des
Artikels, welcher in der Neuen Freien Presse erschienen ist
und der dem englischen Botschafter in Wien zugesch ieben
vird, daß nach einer Untersuchung den amtlichen Kreisen
nicht gestattet ist, diesen Artikel als von dem englischen Bot—
chafter verfaßt anzusehen, und dieser für den Artike! nicht
»erantwortlich gemacht werden kann.
Paris, 29 Aug. „Echo de Paris“ schreibt: Wir be—
inden uns am Vorabend wichtiger politischer Enischlüsse:
Frieden oder Hrieg kann davon abhängen und trotzdem
derlangt die nationalliberale Presse in Berlin sowie der
Provinz Brandenburg trotz aller bisherigen Unterhandlun—
gen Südwestmarokko für Deutschland, mit der Bemerkung,
aß die Kompensationen, welche Frankreich im Kongoge—
iet geben will, unzureichend sind. Die nationalliberale
Zresse Sachsens fordert die Regierung gleichzeitig auf, Uognac
Marokko nicht aufzugeben. Auch fordern die Blätter der
ationalliberalen die Regierung au', den deutschen Bot— —E — *
chafter in Wien zurückzurufen, solange der englische Bot— 7
chafter dort auf seinem Posten verble bt trotz des Demen—s —
is bezüglich des Autors des Artikels der Neuen Freien hergestellt aus dafür bestens geeigneten
Presse. Die Nationalzeituug geht weiter und droht Eng— französisehen Weinen.
and mit einer Politik der Repressalien. Bemerkt etwa
Deutschland die Boykottierung der englischen Waren in Niederlage: 4VG. RABOM
Dentschland? Dies würde eine doppelschneidige Waffe, * òTTT
velche sehr bald ihre Rückwirkungen in der ganzen Welt Prima Qualität
saben würde, sowohl in Canada, in Australien und Indien.
vine Boykottierung der englischen oder sranzösischen Waren 0)24 99
aDeutschland hat zunächst das Ergebnis ernster Finanz— 663 5 0
naßregeln beider Länder, deren Rückschlag ein empfindlicher ) 337 4 3
ein würde. Besonders in diesem Augenolick, wo man an— 8 * 9
ündigt, daß eine deutsche Bank von wenig großer Wich— F
igkeit und 8 Coulissiers ihren Verpflichtungen Ende dieses solange Vorrat reicht
Nonats nicht nachkommen werden. 3*⸗ 2 * ⸗
Paris, 29. Aug. Man legt hier Wert auf die Kon— Per Pfund 35 Pfe nnige.
tatierung der Tatsache, daß zum Wiederbeginn der deutsch— ——æ—
ranzösischen Verhandlungen der Reichskanzler in Berlin 2*
intrifft und dort einige Tage zu verweilen gedenkt. Aus —444
iesem Umstande wird geschlossen, daß die von Cambon — )exiuge m b V
nitzubringenden Vorschläge ohne Aufschub Gegenstand
gründlicher Erörterung zwischen Kanzler und Staatssekretär empfiehlt ,.
ein werden. Dieses abgekürzte Verfahren entspricht durch—
aus den Wünschen der hiesigen leitenden Kreise. Die Valentin Bohn,
Abendblätter geben dann noch der Hoffnung Ausdruck, daß — Saarbrũckerstr. 22··
die Veröffentlichung der in Paris und Berlin gleichzeitig 1
auszugebenden Note über die prinzipellen Entschließungen
in den Hauptfragen in der nächsten Woche erfolgen können. 617 81 2* 61 I
Dann wird man allerdings, so heißt es weiter, eine gute
Weile sich in Geduld zu fassen haben, da bei der neuen
Abgrenzeng die fachmännischen Autoritäten mitzuwirken von den einfachsten bis zu den kom—
saben. Es ist bekannt daß das vom hiesigen Kolonial— pliziertesten und hochfeinsten werden
—Ife — Morfi F * e J
nniein Peren Kamtvn zur Verfügung 8 Materiat —* Ausführung uͤbernommen. 6
yr reichhhaltig ist. Liberte glaubt ihrem Befremder 7
— DD Uebernehme die Arbeiten sowohl für
Absichten des französischen Ministerpräsidenten nicht mit der ganze Bauten wie auch kleinere Ar—⸗
ebührenden Würdigung aufgenom nen werden. Sd beiten und Ausbesserungen. 4G9
n n hee i tt nn n ee
st oder Cambon durch seine Reise zu ermattet ist, unsere n Wehmeng gisickernde bittet umn gefl Auswrate
dorschläge, welche ziemlich umfangreich sind, der deutschen 4 4 3564 Gypserei und
diplomatischen unterbreitet werden und man erwartet in uDppoe nt 4 9 8tuckgeschãfi
zaris sofort oder 24 Stunden später eine Antwort des 222222222
derrn von Kiderlen-Wächter.
Paris, 28. Aug. Das Befinden des Botschafters Gelegenheitskauf.
zambon har sich merklich gebessert, sodaß er gestern aus—
sehen konnte. Man hofft daher. er werde in 48 Stunden Empfehle den Rest an
eisefertig sein.
Budapest, 28. Aug. In der Ortschaft Algyo kam es Kinderwagen, Sportwagen und
mläßlich einer Schlägerei zwischen betrunkenen Bauern zu Leiterwagen
inem blutigen Kampf. Ein Gendarm wollte die Bauern
useinanderbringen, jedoch lenkte er dadurch nur die Wut zu jedem annehmbaren Preise
erselben auf sich. Die Bauern bedrohten den Beamten mit 0 am
em Tode, sodaß dieser gezwungen war, von seiner Schuß— ist Fonis
vafse Gebrauch zu machen. Er erschoß einen Bauernburschen Markt.
ind verletzte dier so schwer. daß an ihrem Aufkommen qe— * v Turner Eb. Kirche nebo⸗
weifelt wird. n F J
Nancy, 29. Aug. In einer Sitzung des Generalrats —— Bund Heute Abend 8 Uhr
elt der Kolonialminister eine Rede. in der er die Marolkko— 8V X IIo
angelegenheit berihrte und bemerkte, Frankreich warte in —B Dudweiler Probe.
aller Ruhe den Verlaui der im Gange befindlichen Ver— Heute Ahend Turnen. um puünktliches Erscheinen mird
handlungen ab. Es hieße an der Menschlichkeit, an dem — ebetén.
Hlanze des Jahrhunderts, an der Zivil sation und *
im Fortschritt verzweifeln, wenn 2 große Nationen, die Widerruf. Schöne Wohnung
iuf gleichem Fuße in der gleichen Sorge um den Welt-— Die beleidigenden Worte, die 358 Zubehör, 2 Zimmer, an an
rieden und ihre Würde verhandeln, nicht zu einer billigen oen den Ins ematnhr Wem standige Leute sofort zu vermieten
Lerständigung gelangen würden, in der beiden Rechte —— Deene e Rehbachstr. 48.
Sicherung finden würden. riche XEAE IAZZTZ
London, 28 Aug. Aus Tanger wird der Daily Mail Herrensohr, den 26. Aug. 101 MöbliertesZimmer
legraphirt, daß es zwischen einheimischen Stämmen umt Wilhelm Lesch. Wirt. Imit oder ohne Kost zu vermieten
Agadir zu einem ernsthaften Kampf gekonimen sei. Da sich A-ãhl ACC-. —— 3Zu erfrage in der Exped e Bl
jeetzt etwa ein Dutzend Europäer in Agadir befinden, hätte 1 8 ück Ack J d ——— —
as deutsche Kriegsschiff wohl einen Grund zum Eingreifen tü erlan 2 bis 3 Zimmer
sehabt, aber es tat nichts. Als die Lokalbehörden fragten, an der Ostbahn gelegen (groß u
Myslowi J veshalb die Deutschen nicht hälfen, den Streit zu beenden, morgen) zu verkaufen. sofort zu vermieten
vin owitz O. S., 29. Aug. Heute Vormittag stießen xwiderte der deutsche Kapitän, er habe keinen Befehl zu Adam Wüsten Joh. Vogt
iesigen Bahnhofe ein Schnellzug und ein Personen- einem derartigon Eingreif“ J Flitsch am Marktplotz
—— — — —— — — — — ñ — — — —7 — — ————— — — F — —
— din en für den in kürzester Zeit eintretenden Bedarf habe ich große Posten r g 248* F
——çAAZWeXäeA r csüG Ve ....nnn ꝰOGD—— —* 5 — —
2 J 2 — 8 1 * J L4 * J. 8* 4240 —XX —XRXS —XX ITMIAA 28 3 4
versberg, 26. Aug. In dem bayrischen Walde bei
g wurde die 14jährige M. B. von einem Strolche
in. Drei Bergleute überraschten denselben und
en ihn nach St. Ingbert zu, wo er entkam.
ulautern, 26. Aug. Einen qualvollen Tod erlitt
das zjährige Söhnchen einer hiesigen Familie.
d das Kind von einem Stuhle fiel griff es nach
zuf dem Tische stehenden Kessel mit siedendem
und zog denselben mit, sodaß sich die heiße Brühe
3 arme Kind ergoß und es so schwere Brandwun—
it, daß es bald darauf seinen Schmerzen erlag. —
iemals haben sich die Felddiebe so bemerkbar ge—
vie in diesem Jahre. Kappus- und Kasstoffelfelder
woße Lücken, aus weicher die Langfinger ihren
i“ genommen haben.
mburg (Pfalz) 26. Aug. Auf dem Manöverge—
ei Kirkel-Nenhäufel stürzte gestern vormittag das
ines Reiters. Während der Mann mit einigen
schürfungen davonkam, drang dem Pserde die Lanze
eiters auf die Länge von über einem Meter in die
Das Tier erhob sich sofort und rannte davon,
er nach einigen hundert Metern tot zusammen.
»andwerkertranryheit. Eelbsterkenntnis ij
erste Schritt zur Besserung. Wer die Blätter der Hand
stammern verfolgt, wird finden, daß immer meh—
mehr der Wert der fachlichen Taugleit betont wird
hier das Handwerk einzusetzen habe, um lebens
zu bleiben und um weiter zu kommen. Es gehi
jrischer Zug durch das Handwerk! Das Einsehen reift
der Mehrzahl, daß dem Handwerk mit Zwangsmaß—
esn und dem Kampfe gegen die Gewerbefreiheit nicht
gedient sei. Handwerkerblätter bringen Artikel,
noch vor gar nicht langer Zeit einen Sturm der Ent.
stung hervorgerufen hätten, während sie jetzt anerkannl
d gewürdigt werden. „Der Staat könnte in manchet
ziehung vorbeugend und heilend wirken, aber der Hand—
rket koͤnnte erst recht vieles — wenn er nur wollte!“
drieb kürzlich die „Deutsche Installateur- und Klemp—
RNin einem Artikel über die alte Handwerkerkrank—
„die in dem Satze liege: „Gebt mir Verdienst und
aifft mir die Kenkurrenz vom Halse — aber verlangt
il nicht, daß ich selbst etwas dazu tue.“ Und ein
etes Handwerkerblatt, der „Westfälische Handwerkerf.“,
ibt mit Recht: „Wohl zu keiner BZeit war es mehr
heu'e notwendig, daß der Handwerker über ein aus—
hntes Maß von Wissen und Können verfügt. Wie oft
niher schon geredet worden, wie viel darüber schon
hen. Doch es gibt im Menschenleben Kapitel, die
oft genug zitiert werden können, und das ist weohl
hei dem über die fachliche Tätigleit des Handwer—
Fall. Nicht eindringlich und nicht oft genug
den Gesellen die Nowwendigkeit der perfönlichen Tüch—
ceit vor Augen geführt werden. Das ist um so mehr
weinndig, als es nicht an Stimmen fjehlt, die der
sönlichen Tüchtigkeit ihren Wert absprechen, die das
treben nach derselben als zwedlos bezeichnen. Das
um so mehr der g je mehr und je öfter dem
fellen die Aussichtslosigkeit einer spateren Selbständig⸗
it vor Augen gestellt wird. Die Gewerbefreiheit, sagt
Imoller, welche die kleinen Gewerbetreibenden von den
chranten, des Zunstwesens befreite, kaufmännische Leiter
ud alicrlei Arbeiler in allen Gewerben zuließ, hat die
uinwslzung (im Handwert) befördert, aber nicht erzeugt;
e, liegt in der Hauptsache in den Forderuͤngen der Tech—
k, des Absatzes, der Kapitalanwendung, der kaufmänni—
hen Leitung. Diesen Forderungen muͤß fich das Hand—
ert anzupassen suchen. Die fachliche Tüchtigkeit und die
nitere —— sind Ziele, des Strebens der heran—
acsenden Generaͤtion wert; denn noch bleibt dem Hand⸗
n bei höherer Fachbildung Raum genug sich au betänini
und Erfola⸗- zu erzielen
deueste Nachrichten und Telegramme.
berlin, 28. Aug. Herr von Kiderlen-Wächler wird
gen spät Nachts oder Mittwoch früh in Berlin ein—
n. Am Donnerstag ist die Wiederaufnahme der
andlungen zu erwarten.
zerlin, 28. Aug. Der Reichskanzler trifft am Mitt—
oder Donnerstag aus Hohenfinow in Berlin ein. Es
tnahe, seine bevorstehende Ankunft mit der Marokko—
ge in Verbindung zu bringen, zumal der Staatssekretär
Kiderlen⸗-Wächter am Dienstag oder Mittwoch von
er Reise hierher zurückkehrt, um die Amtsgeschäfte
»der zu übernehmen und der franmzösische Botschafter
ibon etwa zu derselben Zeit sich auf scinen Berliner
ten zurückbegiebt. Die deutsch-französischen Marokko—
nandlungen treten alsdann, da Herr Cambon den
atungs-Entwurf aus Paris mitbrinat, in ihr entschei—
» Stadium.
zerlin, 29. Aug. Kaiser Wilhelm hat den Prinzen
zium Statthalter von Pommern ernannt.
rrankfurt a. M., 28. Aug. Wegen eines Erpresser—
den er an seinen früheren Prinzipal geschrieben
wurde der 27jährige Gärtner Dörter aus Offenbach
tet. In dem Schreiben verlangte der Gärtner 100
unter einer Chiffre-Adresse, andernsalls würde er Rache
en Kindern des »dressaten nehmen.
ena, 25. Aug. Richter befindet sich in Elassona. Die
Beitz erhielt folgendes Telegramm: Saloniki, 17.
Richter ist in Elassona, hat mich telegraphisch nach
Aufenthalt seiner Frau gefragt. Er scheint diese in
rkei oder Griechenlaud zu glauben und sie in Elassona
varten. Richter kann von Elassona nur in türkischer
ache und daher nicht nach Deusschland telegraphiren.
*, Konsul.
replitz i. B, 28. Aug. Der Eisenbahn-Inspektor der
ige Teplitzer Bahn, Karl Tucha aus Teplitz, war am
astag seiner in Reizenheim weilenden Gattin gereist.
uge Stationen vor seinem Reiseziel stieg er aus, um
Iußlour durch das Erzgebirge zu machen. Unterwegs
He er von einem Unbekonnten üherfallen, ermordet und