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—X togs und Heitere Blätter
-aarbrücken Nr. 69, 259, 269, 1261. Druck u. Verlag: J. Unterkeller, Dudweile Verantwortlich für die Schristilei
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7 aed d uen bei der Nürnberger Lebensversicherungsbank in Nürnberg versichert. Jeder Unfall ist bi iner Woche nach E d — — — 8 * 3 —
”νι, We —— — —————— J⸗ snh innen einer Woche na intritt er Nurnberger Lebensversicherungsbank anzuzeigen, auch muß sich der Verl —
— en tt spãtestens aber in n ritt— g gebrach ute die Voraussetzung der Bersicherung geben Aufschluß, die vom Inenn von ren e
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alschland, RAußiand und die zpoimt zu iun, vei der beide Teile zu imem Reche 3 Kaiser Franz IesDent —
e α Das Kaiser Franz Josef⸗Denkmal upo rntt ue grpezuee peune wownuge
* I — Figur, den Genius der Karlsbader Thermen vorstel⸗
us deutsch⸗russische Abkommen über die nordpersi geliet gratn ee * 5
gen Potsdamer Entrevue vereinbart wordern ee teeen
75* 5 — irrae ireegunddeee gurgäste aars — ———— Awglnst p
e e n A n Erinnerun Geburtsta hagen bei Berlin vorzüglich ausgeführt word
———— —— — es ehrwürdigen Nestors unter den europäischen Mo Schöpfer de 8 r 8
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eeee ree V wW riness von Württemberg übernom ser Sigismund in der Berliner Siegesalle d
Reslerungen darüber einig sind, „sich in keinerle un n e der Spitze des Komitees stehen die Ge Reiterstandbild Kaiser Wilhelms 1 q 8 —
e nd hn keen eimräte Staotsminister Dr. von Studt, Freißerr von ehoben wer — Ain Danzig hervor⸗
eureed hin agstesur wao Inntensen Eigatomimister von Hentig, Geheimer Kom g e 8 wnien, Fresen den Ruf ei—
— — nach einer Gelegenheit gesucht, die— —— Dannenbaum und andere angesehene. Per zweifelsohne durch sein neuestes Werk nndawird agrt
aus der Theorie umzusetzen und sie i ⸗ — n *
F bn eng enen — — Dr nd ae Die Zus ührung des Denkmals ist dem Bildyaue »en Ruf der deutschen Kunst im Auslande zu erbohen
— — Voermel⸗Berlin⸗Grunewald übe tragen wor
enlgegen den seinerzeit in der türkischen Press⸗ Wit — eeals n e
oei e Der von Prof. Boermel in Karlsbad gezeich
e ineue Gueeeen Fieeeepen wurde von Kaiser Franz Jose
— n Ihl gencomigt und der Kaiser gewährte dem Künst
— — er im Herosft ee einstündige Modellsitzung in der Wie
ee eete a duene ier Posnra Die Stadt Karlsbad erklärte sich sofor
ihm die Sicherheit, daß von deutscher Seite kei— — en
ae eee e len Am Beethovenpark, einen der schönsten Plätze
Vee enn n rn es weltleruhmten Kurortes wird sich das Kaiser Fran—
n ee e ie e d eensrne erheben, späteren Geschlechtern als Wahr.
J— du für die innige Verehrung des deutschen Volkes
e en Freund und Verbündeten des Hauses Hohen
harrenden Strecken an das persische Eifenbahn Alern.
zuschließen, so daß auf diese Weise dem deut—
andel ein Einfallstor in Nordpersien eröffnen
Es verpfaichtet sich weiter, diesem Handel durch
Maßnahmen, etwa durch Ausnahmetarife, die
ifuhr oder die Durchfuhr beschränken können
rigleiten zu bereiten. Auf den ersten Blick mag
inen, als ob der Verzicht Deutschlands auf jede
soppolitische Tätigkeit in Nordpersien mit diesem
ändnis zu billig erkauft sei; man darf aber nicht
en, daß deutsche Finanzunternehmungen, die die
linisse an Ort und Stelle studiert haͤben längst
er Ueberzeugung gekommen sind, daß an irgend
e Bahnbauten in Nordpersien ohne die Zinsgaran—
ies Stgates auf absehbare Zeit nicht zu denken
)as Deutsche Reich würde für eine solche natür—
cht zu haben sein, und daß Persien bei der Un—
it seiner politischen Zustände, die jeden wirt—
hen Fortschritt hemmen, solche Lasten nicht über—
kann, leuchtet ohne weiteres ein. Dem recht un—
Gewinn, der da zu holen wäre, an dem aber
teilzunehmen dem deutschen Handel durch die
ing des Anschlusses der etwa zu bauenden persi
dauimen Me de, Bagdadbahn nicht verwehri
ntwicklungsmöglichkeit di ⸗
die euhwmin— — * dieses aroßen deut⸗
izu kommt aber die allgemeine politi ⸗
es Abkommens. Es 8 aeee dn
ermerkt worden, daß dieses Abkommen in einem
blick geschlessen und veröffentlicht wird, wo Frank—
ait Veutschland uber Marokto verhandelt, ꝰ Man
'arin so etwas wie eine Untreue jedensalls eine
ebenswürdigkeit des verbündeten Reiches erblicken
en und verrät deutlich, daß man den Abschluß des
mmens am liebsten gar nicht erlebt hätte Mit
n Ablommen muß man sich in Frankreich jetzt ab⸗
n; aher wenn die Franzosen klug sind, so ziehen
raus uur die eine Folgerung, daß Rußland sich
Bündnisse und Ententen nicht behindern lassfen
seine eigenen Interessen ohne Rücksicht auf diese
bwen Den französischen Interessenten ist es
icher, wenn man in Paris nicht bei jeder Aktivn
auswärtigen Politik, die Dentschland berührt, wie
otisiert nach Petersburg und London —* son⸗
sich direkt zu verständigen sucht. Die Gelegenb a
ist durch die Marokkofrage gegeben. eete
sich dabei nur von der Vorstellung befraen d
eend andnh nd Frankreichs —*
— nlkeine Rede sein. D n Re—
Na ist es um eine ehbrsiche sein. Der deutenen Ve
rohp
Aus einer Gruppierung von Felssiucken erhebt fic
gleichsam aus den Felsen herauswachsend ein hohe
Branitsocker in einfachsten Architelturformen, auf wel
hem das 3.50 Meter hohe Kaiserstandbild steht. De
daiser ist in großer Generalsuniform und in einfack
chlichter Haltung dargestellt. Um das obere Deckstüc
»es Sockels läuft ringsum ein in Kupser getriebene—
rorbeersries, der an der Vorderseite des Denkmals durd
eine Wappenlortuche durch einen österreichischen Adle—
u* nor — ν wird. Darunter —
Ihre ietzte Suhne
Roman aus dem Leben von Erika Riedberg.
Machdruck verboten.
Motto: Ihr führt ins Leben ihn hinein,
Ihr laßt den Armen schuldig werden,
Dann überlaßt ihr ihn der Pein,
Denn alle Schuld rächt sich auf Erben.
er uiige Wctensch, oen ne aus Oreitjahriges zeuno zu nchj
enommen hatte, an seinem künftigen Herrn. Auch ihr
ankte er die Wohltat einer vernünftigen, wenn auch
rengen Erziehung durch Fleiß und nie ermüdenden
flichteifer.
Die Leute freilich hatten ihr nichts als Verdruß und
indank prophezeit, als sie ihn damals aus Schmutz und
lend in ihr Haus geholt, ihn in die Schule schickte und
ogar mit ihrem Sohn zusammen unterrichten ließ und
n allmählich zu einem frischen, gesunden Jungen heraus—
itterte. Sie täuschten sich, die Leute, hierüber wie über
manches, was die Gutsherrin unternommen. „Die
rau“, so nannte man sie, seit sie vor nunmehr zweiund—
wanzig Jahren in diese Gegend gekommen — woher, das
onnte man trotz aller Bemühungen nicht entdecken.
„Aus England“, soll sie einem Gutsnachbarn, den die
deugier zu einer direkten Frage trieb, kurz geantwortei
aben; jedoch auch dem sei unter dem drohenden Blic
brer großen ernsten Augen die Lust am Weiterfragen ver
angent.
Frau Hartmann nannte sie sich, und ihr bildschönes
ierjähriges Bübchen hieß Lothar.
„Sie heißt mindestens von Hartmann“, behauptet
teif und fest ihr Gutsnachbar.
„Diese Frau“ hatte etwas so Gebieterisches, so Befehls
ewohntes in Blick, Haltung und Gebärde, daß in den
lten, allgemach etwas verbauerten Landmann der ehe
nalige Offizier lebendig wuroe und sich von etwas Lang—
ntwöhntem getroffen fuͤhlte.
Er war auch der erste, der den Zweifel aufgab, ob
ine Frau die in Grund und Boden verlodderte Wirtschaf!
iuf Niederloh in Ordnung bringen könne.
„Da steckt Rasse drin“, erklärte er schon nach kurzer
zeit händereibend im abendlichen Honoratiorenklub. „Sc
vas verleugnet sich nicht. Das merken sogar unsere Dick
hädel von Bauernjungens. Und Geschäftskenntnis ha
e! Und Pferde kennt sie! Alle Achtung! Ich sag
zIhnen, meine Herren, wie die heute den Pferdehändler
en Nathan, kleingekriegt hat — zollweise knickte der Lum
zuusammen, als sie ihm so ganz von oben herunter mit der
uhigsten Stimme von der Welt seine Schlechtigkeiten auf
zählte. Meinen Kopf zum Pfande! Das ist reinste;
davalleristenblut.“
Charlotte Hartmann kümmerte sich um all diese Mut
iaßungen nicht. Es ist sogar wahrscheinlich, daß ihr kein
erselben zu Ohren kam, denn auch Spnungen de
mwohnenden Gutskbesiker auf nachharsichent Perkehr er
2sto G Çôö
— ?s. zu lennen: 2boelit von tuq
pät. Kaum ein kräftiger Mann hätte körperlich mi
gleicher Zähigkeit solche, Strapazen ertragen. Unendlie
war die Mühe, die die Bewirtschaftung des gänzlich ver
nachlässigten Grundbesitzes mit sich brachte. Und doc
glückte es. Von Jahr zu Jahr hoben sich die Erträge de—
Bodens. Versumpfte Wiesen wurden drainiert, brach
liegende, verwilderte Ackerbreiten planiert, der Wald durch
forstet, Anpflanzungen gemacht und schließlich zu ab
gemeinem Entsetzen Weizenbau eingeführt.
Das hatte auf dem kalten und meist mageren Bode
noch keiner ihrer Vorgänger auf Riederloh getan, un
hierbei prophezeite der unternehmenden Gutsherrin selbs
hr eifrigster Bewunderer, der Gutsherr von Boltin, der
Untergang. Aber auch das glückte. Sie hatte eben ein
janz besondere Weise der Bewirtschaftung. Wer konnt
vissen, wie sie es anstellte! Kam es davon, daß sie es in
zrößter Ruhe darauf ankommen ließ, daß fie einfach etwa
ristierte? War es die neue Art der Kunstdüngung, di
Benutzung der neuesten Maschinen?
Es glückte eben, Nach einigen Jahren war Niederlol
nicht nur aus dem Gröbsten heraus, es konnte sogar al⸗
Musterwirtschaft gelten, und mancher der alten, ein
gesessenen Herren kam unter diesem und jenem Vorwand
ch von der Gutsherrin Rat zu holen.
Eins der wackligen, strohgedeckten Gebäude nach den
andern verschwand. Stattliche, massive Ställe, un
Scheunen mit Siegeldächern entstanden, nur das Wohn
haus blieb unverändert.
Für die Hebung ihres Besitzes war ihr nichts zu kost
pielig, keine Anschaffung zu teuer — nach Meinung de
derbluͤfften Nachbarn war sie sogar arg, verschwenderisd
damit — aber für ihre Person schien sie keine Bedürfniss
zu kennen und auch keine Bequemlichkeit nötig zu haben
Freilich, was brauchte man den Tand und Flitten
nodischer Toiletten, wenn das schlichte, schwarze Gewani
n so stolzen Falten die hoheitsvolle Gestalt umfloß, went
Wdes Webee Haar eine Stirn nous ftñmialicher Hohei
rönte.
Allmählich gewöhnte man sich an die seltsame Ta.
ache, daß eine Frau die erfahrenen, tüchtigen Landwirte
in Arbeitskraft und Intelligenz und, was für uns Menscher
a ausschlaggebend ist, auch an Erfolgen übertraf.
Nur eins begriff man nicht, warum sie den einzigel
Sohn nicht zum Nachfolger auf dem so vrächtia berars
ewirtschafteten Besitz erzog.
„Ih ließ ihm, freie Wahl. Er wünschte, Offizier 5
perden“ erwiderte fsie ruhia auf eine Frooe v
——
Und der alte Herr erzaͤhlte abends freudestrahlend im
Klub, wie sehr diese Neigung des jungen Hartmann vin
d odohervu von Boltins. stets gehegte Vermutung b
ätigte.
„Rasse! Rasse! Reiterblut! Vererbung, sag' ich Ihnen
neine Herren, so was kommt immer wieder zum Durch
»ruch. Denken Sie sich mal das bildbübsche Kerlchen, der
Jothar, mit seinen geschmeidigen Gliedern auf einem Gaul
Finfach geschaffen ist er dafür.“
„Na, na“, meinte ein anderer, permanent dicht vor
em Krach stehender, bnee Gutsherr. „Daszt
gjehört aber heutzutage was. Wenn Sie wüßten, wads
neine vier Bengels kosten! Da vergehen einem die Reit
zäule, man ist weiß Gott froh, wenn man Pferde vor den
flug hat.“
„DJa, ja, sehen Sie — Dampfpflug wie unsere Nach
darin, da hat man's nicht mehr nötig“, wurde ihm spöttisd
rxwidert.
Von welcher Seite man die Sache auch beleuchter
mochte, man mußte wohl oder übel zu der Einsich
kommen, daß Frau Hartmann vorzüglich wirtschaftete und
alle Nachbarn an Unternehmungsgeist und Erfolg über
roffen habe.
Sie selbst lebte still und unbekümmert um alle dien
Für und Wider dahin. Wer kam, wurde höflich empfanger
und gastlich bewirtet in den zwei großen Zimmern, welcht
die eine ganze Hölste des langgestreckten, niedrigen Hauses
einnahmen. Diese Zimmer wirkten vornehm, nicht durdh
moderne Einrichtung, sondern eben durch ihre saalartia—
Größe und strenge Einfachheit.
War solch ein Gast gekommen, um sich Rat zu holen.
so ging er sicher nicht ohne solchen heim. Dem Hilfe
uchenden war ihre Tür allezeit geöffnet, trat aber ein
steugieriger, ein zudringlich Ausforschender über ihre
Schwelle, so kam ihm unter dem staunenden, kühlen Blich
hrer Augen kaum ein verlegenes Stammeln über die
rippen.
So wußte man nach Jahren noch nicht mehr von der
Vergangenheit der Niederloher Gutsherrin als am ersten
Tage, und schließlich zerbrach man sich nicht mehr der
dopf darüber.
Sie war einmal da, tat Gutes öffentlich und noch
nehr insgeheim, hielt Zucht und Ordnung unter ihren
deuten, wie kaum ein energischer Mann. Mas alio wollte
—
FZreilich, für nachbarlichen Verkehr war fie nicht zu
saben, aber sie konnte sich wohl einige Wumderlichkeitor
—5 H—„Hon fa nmio— DMöartrotilinfoitfen
mm der Veranda ihres Wohnhauses beobachtete die
des Gutes Niederloh, wie ein hochgeladenes duder
die weitgähnende Scheunentür einfuhr. Es war
atnachmittag, die Sonne stand schon schräg über
»of. Die spitzen Giebel der Stallgebaͤude zeichneten
Schatten auf den steingepflasterten Boden. Gan?e
»nmweißgefioderter Tauben saßen auf den Ziegel⸗
gohe Frauengestalt ward noch eben von de.,
enstrahlen getroffen. Ihr Haar schimmerte silbern.
aten Wellen legte es sich um die gerade Stirn.
estand in aufrechter Haltung. Das großgeschnittene
mit den festen Zügen war scharf auf das eifrige
n vor den Wirtschaftsgebäuden gerichtet.
dicht abladen! LKaffen Sie Feserabend machen!“ rief
Hofmeister zu.
ie hatte, obwohl laut, doch sehr ruhig gesprochen.
eigentümlicher Klang lag in der tiefen Stimime:
hütterlicher Ernft, besimmter, ruhafter Nachdruck
er Hofmeister, ein schon bejahrter Mann, der sein
8. rheumatismuskrankes Bein durch einen derben
»vstock unterstützte, wandte erstaunt den Kopf.
AUsspannen lassen!“ hefahl sie nochmals. „Und du,
79. fährst zum Sechsuhrzuge zur Bahn, Nimm die
js.“ Der Befehl galt einem jungen Penschen, der
‚u bei den erssen Worten verständuisvoil aufgehorcht
zdaDer junge Herr kommt!“ seßte sie noch hinzu.
Geoͤrg riß respektvoll und doch mit einem kleinen,
haren Lächeln die Mütze von dem blonden Kraushaar.
„Ich dank auch schön, daß ich den Herrn Leutnart
n darf?“, sagte er und knallte dagu mit der Peitsche
t den Hof hin, daß die Tauben erschroden aufflogen
das Hühnervolk in die Ecen flob.
e Knechte lachten, und über die ernsten Züge der
litt es wie ein Schimmer von Weichheit.
Ag war der unzertrennliche Spielgefährte ihres
ewesen, bis sie den einzigen Sohn fortgab in das
MI SI —— —————6