ngen wird die Reichsvankthau
illein zu tragen agae Maupment ur damdurq wor
Erschlagen. Auf dem Schützenfest in Triptis be
krfurt wurde der Gastwirt Nied 8 —— F
Stein nach kurzem Sireit erschlagen. Der Taäter —X
perhaftet.
*Großfeuer. Ein großes Feuer wütete in den
Dorfe Przejorken im Lreife Lyck. Es brannten zwei
Scheunen und drei Stallgebäube niever. Eine Fraur
schwebte in Lebensgefahr. An den Löscharbeiten be
teiligten sich russische Soldaten mit besonderer Bravour
Fleischnot. Das argentinische Fleisch ist bereit
in Triest in einem Dampfer angekommen. Bürgermeisten
Dr. Neumayer begab sich deshalb ins Ackerbauministe
rium, um die Aufhebung des Verbotes der Ausschiff
ung des Fleisches zu bewirken, damit die in Oesterreich
herrschende Fleischnot gemildert würde. Dr. Neumayei
mußte unverrichteter Dinge aus dem Ministerium gehen
da man ihm sagte, die maßgebenden Beamtenseien
aicht anwesend.
Frauzösische Deserteure. Wie der „Matin“ aus
Reims berichtet, sind in der letzten Zeit von den
Militärbehörden in Chalon⸗-sur⸗Marne zählreiche Deser⸗
tionen unter den dort stationierten Truppen festgestellt
worden. Es wurde sosort eine eingehende Untersuch—⸗
ung eingeleitet, die zur Verhaftung eines Soldaten
führte in dem Augenblick, als dieser auf dem Bahnhosl
ein Billett nach Batillyh an der deutsch⸗französischen
Grenze lösen wollte. Er wurde sofort einem Verhör
unterzogen, in welchem er schließlich ein umfangreiches
Geständnis ablegte. Er habe das Geld für das Bil⸗
lett von einem gewissen Schmidt, der ebenfalls in Cha
lons ansässig und wegen seiner revolutionaären Propa
zganda bekannt ist, erhalten. Dieser Schmidt ist eir
wandernder Zuckerbäcker. Eine Haussuchung, die be
ihm vorgenommen wurde, führte zur Beschlagnahm
einer umfangreichen Korrespondenz, die für Schmidt sa
beslastend war, daß er sofort in Haft genommen wurde
rĩr wird sich wegen Aufreizung von Soldailen zur De
jertion zu verantworten haben, Man ist überzeugt, daß
nman es mit einer weitverzweigten Bande zu tun hat
die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Soldaten zur De
Rtion zu veranlaen.
Die Hitze.
Berlin, 10. Aug. Mit dem gestrigen Tag wa
ten 19 aufeinander folgende Sommertage zu verzeich
ien, an denen das Thermometer über 25 Grad Celsiu
tieg. Eine solche Anzahl von aufeinander folgender
Zommertagen ist seit Beginn der amtlichen Beobachtum
jen im Jahre 1848 noch niemals 2u verzeichnen ge
vesen.
Nüdes heim, 10. Aug. Der Wasserstand des
Rtheins ist jetzt soweit zurückgegangen, daß die so—
zenannten „redenden Steine“, Wahrzeichen, die seit
Jahrhunderten bei außergewöhnlich niedrigem Wasser
tand gesetzt wurden, erscheinen. Zwischen Bacharach
und der Pfalz bei Kaub sind die Fieben Jungfrauen“
spitze Felsen, weit über dem Wasser sichtbar. Zwischen
Rüdesheim und dem Binger Loch ist der „Weinstein⸗
rschienen, dessen Erscheinen zuletzt im Jahre 1811 31
einem Feste Veranlassung gab, bei dem ein ganzer Ochse
gebraten und nach altem Brauch die Jahreszahl 1811
zu den bereits vorhandenen Zahlen in den Felsen ge
hauen wurde. Vor St. Goar üegt ein Siein mit der
Jahreszahl 1704. Das Sichtbarwerden dieser Steine
oll für die Landwirtschaft Dürre und schlechte Ernte,
sür den Weinbau einen Qualitatswein erflen Ranges
vedeuten.
Trier. 10. Aug. In der Umgegend der Mosel—⸗
ortschaften Poltersdors und Enkirch haben starke Brande
weite Waldstrecken vernichtet.
Karlsruhe, 10. Aug. Bei dem Kurort Horn—
berg ist durch Funken einer Lokomotive ein großer
Baldbrand ausgebrochen, der nach vielen Siun—
den und großer Mühe von der Feuerwehr lotalifier
werden konnie.
Mannheim, 10. Aug. Die Hitze verursacht in
der Pflanzenwelt manche aufsallende Erscheinungen. An
vielen Bäumen, die ihre Blätter zum größten Teil ver—
loren haben, sieht man junges Laub ausschlagen. Die
Magnotten, deren erste Blüten dem Frost zum Opfer
fielen, blühen zum zweiten Male und auch der Flieder
zeigt neue Blütenansätze. Ganz besonders wohl fühl
sich bei der tropischen Temperatur dieses Sommers der
Oleander, der in einer Fülle und Farbenpracht blüht
wie sie noch nie beobachtet wurde.
Dresden, 10. Aug. Die anhaltende Hitze unt
Trockenheit haben einen Tiefstand des Elbewasserspie
gels herbeigeführt, wie er bisher noch nie zu verzeich
8 8 Die Schiffahrt ist nunmehr vollständig ein
gestellt.
Panris, 10. Aug. Die große Hitze, die wieder
gekehrt ist, hat eine eigentümliche Folgewirkung gehabt
die Angestellten der Leichenbestattung drohen mit den
lusftand, da sie sich mit der Arbeit überlastet fühlen
Seit 14 Tagen sind täglich 220 bis 250 Todesfaͤlle in
baris zu verzeichnen, waͤhrend der Jahres⸗Durchschnit
im Juli per Woche 700 beträgt.
Brüssel, 10. Aug. Die für Brüssel einen Re
ord darstellende Temperatur von 36 Grad Celsius im
Schatten. die am 25. Juli jestgestellt wurde, ist gestern
nit 36,5 Grad noh irossen worden. Ver vurch die
anhaltende Dürre im Lande angerichtete Schaden iß
angeheuer. Die Bäche sind vertrocknet, die Brunnen
ind Quellen versiegen. Eine allgemeine Teuerung steh
evor.
— —
Gerichtszeitung,.
J Soldateumißhandlung. Das Kriegsgericht der
5. Division it Darmstadit verurieilie“den“ Leud.
iant Hans Waldemar Brandenburg vom Artillerie⸗Ke—
ziment Nr. 61 wegen Mißhandlung seiner Burschen zu
9 Tagen Stubenarrest. Bie Mißhandlung ersoigte
nittels einer Reitpeifsche
93 Personen ertruüken. Ter französische
Fmir“, der von Gibraltar nach der marokkanischen
bging, ist füns Meilen östlich von Tarifa gesunken. 93
zersonen sind dabei ertrunken. Eine weitere Meldung
esagt: Jusolge dichten Nebels stieß der englische Damp
er „Silverton“ mit dem „Emir“ zusammen, letzteren
ank. Von den Passagieren wurden 15, von der Be
atzung 12 Personen gerettet.
Hotelbrand in London. Im Carlton⸗-Hotel in
London entstand ein Brand, der sofort sehr große Di—
nensionen annahm. Es heißt, daß das Feuer in einem
ur Küche führenden Lift ausbrach. Es verbreitete sich
apide in die oberen Stockwerke und entzündete das
dach. Es bestand schwere Gefahr, daß von hier aus
»as Dach des anstoßenden His Majestys Theatre vor
Bbeerbohm Tree ergriffen würde. Bisher ist es indessen
»er Feuerwehr, die aus der ganzen Siadt herbeifaährt
zelungen, dies zu verhindern. Wie man sagt, habern
ie Gäste des Hotels, bekanntlich eines der ersten Lon—
dons, das Haus sämtlich verlassen. Eine genaue Fest—⸗
tellung hat aber noch nicht fiattfinden können. Auch
das Personal hat sich nach bisherigen Angaben gerettet.
Masseustreik und Hungersnot. Eine unheiniliche
Stimmung hat fich ganz Londons bemächtigt. Infolge
»er Massenstreils droht eine große Hungersnot über
zie Millionenstadt hereinzubrechen. Die Preise schnellen
zewaltig in die Höhe. Die Arbeiter nehmen dem Pu—
blikum gegenüber eine aggressive Haltung an.
Raubinord. In der Nacht haben in Turin zwei
Bersagliert einen in der Kaserne beschäftigten Kaͤnti—
nengehilfen auf das Anstiften seines eiferfüchtigen Hys
legen im Schlaf erdroftat
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Vermischtes.
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3
44
—8
2 4 4
Amstanven nicht vor und die Frau wurde wieder auf
treien Fuß gesetzt.
Eine Rossini⸗-Anekdote wird in italienischen Dlät
ern erzählt. Rossini, der als Feinschmecker einen nich
ninder großen Ruf genoß denn als Komponist, war
ein Todfeind aller schlechten Köche. Eines Tages tra
er in Bologna hungrig in ein Restaurant, wo er mi
allen Zeichen der Ehrerbietung empfangen wurde. In
die Freude über den Besuch des berühmten Gastes
nischte sich freilich bei dem Wirt wie bei dem Koch ein
iefes Grauen; es war nicht leicht, Rossini zufrieden zu
tellen. „Guten Morgen, Freund, ich habe Hunger, als
chnell.“ Es dauert nicht lange und der Meister sitz
»ei seinem Frühstück. Er ißt, ohne ein Wort zu sagen
ohne einen Schluck zu trinken — ein schlimmes, unheil
nerkündendes Zeichen! Bald ist er fertig, und de
dellner eilt herbei, reicht ihm Hut und Siock. „Danke!
Und plötzlich bricht Rossini in ein lautes Schluchze
ius. „Wieister, was ist denn?“ „Komm her, teunre
zreund, umarme mich!“ „Nie würde ich das wagen.
Umarme mich, sage ich dir“, wiedecholt der Meiste
chluchzend. „Ja aber was ist denn?“ „Wehe, wehe!
Ja . aber warum umarmen Sie mich denn?“ „War
im? Und das fragst du noch?! Wir beide werden un
ile wiedersehen!“
„Zehn Toiletten pro Tag“. Wenn man Miste
Lharles C. Kurzmann, der es als Inhaber eines ton
mgebenden Modemagazins der Fifth-Avenue in New—
Hort füglich wissen muß, Glauben schenken darf, fin
et die elegante Pariserin mit Bezug auf das Luxus
edürfnis in Sachen der Toilette nicht ihresgleichen in
nternationalen Reich der Mode. Wechselt sie doch, wi
er von seiner Europatour eben nach New-York zurüch
gekehrte sachtundige Kritiker den heimischen Preffever
retern gegenüber behauptete, zehn mal am Tag ihr
koiletten, und da man die Kosien für jede derselben in
durchschnitt auf 1000 Mark berechnen muß, so repräsen
iert diese Tagestoilette den Kapitalaufwänd von rum
10 000 Martk. „Sie brauchen ein Kostum für den Mor
senritt im Bois de Bologne, ein zweites für das De
euner, es folgen die entsprechenden Toiletten für di
kaufbesorgungen in der Stadi, das Diner, den Fünf—
ihrtee, die Visiten, die Oper, das Souper, ausschließ
ich das kostbare Negligee, das sie vor dem Zubettge⸗
jen anzieht,“ führt Herr Kurzmann an zum Beweis
einer Behauptung. Das bedingt für die Pariserin, di
etwas auf sich hält, den Besitz von etwa 60 verschiede
nen Kleidern, wenn anders sie in standesgemäßer Wei—
e all den Verpflichtungen gerecht werden will, deren
Erfüllung ihr erst die Existenzberechtigung in dem wir
beluden Strudel des Pariser Gesellschaftsleben gibt.“
Die „rechte Hand“ des Petroleumkönigs. Johr
Rockefeller, der als der reichste Mann der Weü
gelten darf, hat jüngst Gelegenheii genommen, in be
geisterten Worten das Lob der kaufmännischen Tüchtig
keit seiner Gattin zu singen, der er neidlos den Haupt
teil seiner Erfolge zuerkenni. Von den frühesten An
fängen seiner Geschäftstätigkeit an, als die bescheidenen
Einnahmen noch nicht die Anstellung eines jungen Man—
nes gestatteten, führte Frau Rockefeller die Buücher unf
unterzog jede geschäftliche Transakttion einer eingehen
den Prüfung, deren Ausfall für die Entscheidung des
hatten von ausschlaggebender Bedeutung war. Und aud
ils ihre direkten Dienste im Buregu nicht mehr nom
vurden, blieb sie die vertrauliche Beraterin ihres Man
ies in allen geschäftlichen Angelegenheiten. Ihrer kaus
nännischen Klugheit und ihrem untrüglichen Blick su
ille geschäftlichen Dinge“, gesteht der Petroleumkönig
habe ich es allein zu verdanken, daß ich heute len
rmer Mann bin. Oft genug siand ihre Ansicht in
hroffem Gegensatz zu der von mir vertretenen, abe
ie Entwickelung der Dinge hat ihr ausnahmslos rech
egeben und bewiesen, dak ihr Urteil ein zutreffende?
*
Scyleisenrayrt, so oatßz man das Vorf Wahs
zu Gesicht bekommt. Es hat eine schöne, a.
sohen Fels gebaute Kirche. Als wir das er
elbe sichten, fraat ein Münchner: „Wos ist
dirch?“ Ein mitfahrender Schweizer antwor—
„Das ist die Kirche von Wassen.“ Wir passi
zweitemal Wassen, unser Münchner fragt
Und wos is denn dös für a Kirch?“ Der
Nnigegnet prompt: „Das ist die Kirche von
der Münchner, der sich diese Antwort nicht
ten kann, bedankt sich und verfällt weiter i,
ungen. Jetzt machen wir die dritte Rundfahr
von einer beträchtlichen Höhe die Kirche vo
nochmals. Mein Reisegefährte wundert sich
zahlreichen Kirchen und fragt abermals: „Wo
nu für a Kirch?“ Der Schweizer Herr antw,
belustigt: „Das ist die Kirche von Wassen.“
ist mein Münchner beleidigt, er meint, eren
Narren gehalten, und stellt sich in Positur
wutentbrannt. „Mei Name is Franz Steinh
nir aus san's a R—dv—mch.“ Die anwesend
nere brüllien förmlich vor Vergnügen,
Zchweizer und Münchner nicht. Letzterer ha
Zzeleidigung durch eine Flasche Wein gesühn
Lokales und Vermischtes.
Wetterbericht. Die Furche niedrigen
gestern über England und Frankreich sich
westwärts abgezogen und hat den ho
nach Nordosten gedrängt. Ein weiteres tiefes
ist über der südlichen Adria entstanden. Dieses
nächst keinen Einfluß auf unser Gebiet gewinnen
verursacht das Teilminimum über Belgien e⸗
witterneigung.
Voraussichtliche Witterung: Im Allgeme
dauer des trockenen warmen Wetters, jedoch
Gewitterneigung.
Militär-Luftschiff „Groß“. Heute früh
Minuten passierte das in Meg stationierte Milite
„Groß“ unsern Ort. Es fuhr am Rande de
Waldes vorbei nach St. Ingbert zu.
Polizeibericht. Vergangene Nacht wurde
in verdächtiger Weise herumtreibende Burschen,n
seit längerer Zeit arbeits- und obdachlos sind
mehrere Personen angehalten hatten, mit Zaun
waffnet von hiesigen Polizei⸗Sergeanten betri
Burschen sträubten sich ganz entschieden, ihre
anzugeben. Als jedoch einer von ihnen sich
seines Namens endlich bequemte, ergriffen die beit
eiligst die Flucht. Die Polizeihündin „Hella vor
wald“, dem Polizei-Sergeanten Hever gehörig,n
ofori die Verfolgung auf und stellte auch die
Dem Vernehmen soll es sich um drei herüchtiat⸗
handeln.
sstiftungs⸗Feier. Wie aus dem Anzeigente—
ist, feiert der nationalliberale Jugendverein am
in den Gartenanlagen von Herrn Jos. Kuhn sei
riges Gartenfest, verbunden mit einer Sedans
dieses Fest imposant zu gestalten, hat der Vorstand!
ein Preisschießen zu veranstalten, wozu nur Mil
Vereins und Mitglieder des Nationalliberalen R
Zutritt haben. Als erste Preise kommen wertvol
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