Lokales und Vermischtes.
Badeanstalt. Die Badeanstalt bleibt heute nachmit—⸗
ag von 4 Uhr ab wiederum geschlossen dafür wird die⸗
elbe morgen Freitag bis abends 10 Uhr geöffnet sein.
Bekanntmachung. Wir machen auf die sich in heu⸗
iger Nummer befindliche Bekanntmachung unseres Herrn
Buͤrgermeisters besonders aufmerksam.
Der Kaiser und das Turnen. Der Kaiser hat laut
Z8lättermeldungen angeordnet, daß ihm von allen größeren
urnsportlichen Veranstaltungen Mitteilung zu machen ist,
»amit er für die Hauptsieger Preise bewilligen kann. Die
rsten Preise dieser Art Lamen anläßlich des 50jährigen
Ztiftungsfestes des Kreises 1 Nordosten der deutschen Tur⸗
ierschaft in Elbing zur Verteilung. Für die beiden ersten
—ieger hatte der Kaiser je eine Blankette mit seinem und
er Kaiserin Bildniß gestiftet.
Wetterbericht. Die über Nord-Europa noch vorhan—
enen Störungen sind im Abzuge begriffen und gleichzeitig
ritt hoher Luftdruck von Südwesten und Süden nach den
rontinentalen Lagen vor. Ver Fortbestand des vorwie—
gend heiteren und warmen Wetters erscheint damit ge⸗
ichert.
“ Voraussichtliche Witterung: Fortdauer des heiteren und
varmen Wetters.
Wieviel Scherenschnitte muß ein Haarschneider aus—
ühren, um einem normalen Männerkopf die Haare zu
chneiden? Diese Feststellung hat kürzlich in Soeft ein Herr
gemacht, um sich die Zeit während dieser Prozedur nicht
lang werden zu lassen. Er zählte 1119 tatsächliche Schnitte,
ohne das übliche „Reklamegeklapper“, eine Zahl, die wohl
mancher selbst in Fachkreisen nicht für moͤglich gehalten
hätte, und deren Feststellung wohl dem betreffenden Herrn
»eschwerlicher gefallen sein dürfte als die Arbeitsleistung dem
Friseur. Obs stimmt? Bitte nachzählen!
ssaarbrücken, 18. Juli. Ein schwerer Unfall durch
ein eigenes Verschulden erlitt am gestrigen Nachmittag
zegen 5 Uhr die ca. 15jährige Arbeiterin Anna Weben
von hier, in der Saardruckerei beschäftigt. Das Mädcher
var mit dem Reinigen des Glasdaches der Druckerei be⸗
chäftigt und ging in unvorsichtiger Weise auf dem Glas—
dache auf und ab. Plötzlich brach das Mädchen ein und
fiel durch das Dach auf eine darunter befindliche Eisen
ireppe, wo es mit schweren Verletzungen liegen blieb
Nach Anlegung eines Notverbandes brachte man das be
auernswerte Möädchen miltelst eines herbeigerufenen
Automobils nach dem Krankenhaus. Die Verletzunger
des Mädchen sollen sehr ernster Natur sein.
Heinitz, 18. Juli. Gestern Morgen wurde der Buch⸗
halter der Firtma Gebr. Sinn aus Neunkirchen Herr
Jungfleisch von Elversberg bewußtlos neben seinem Fahr⸗
rad aufgefunden. Jungfleisch, der sich anscheinend etwas
jerspätet hatte, wollte einen Waldweg fahren, wobei er
türzte; er wurde nach Neunkirchen ins Schwesternhaus
ransportiert. Nach ärztlicher Unsersuchung soll er Verletzungen
nnerer Organe davongetragen haben.
Louisenthal, 18. Juli. Vom Tode des Crtrinkens ge⸗
ettet wurde vorgestern abend ein italienischer Arbeiter, der
ach oberhalb der Brüke, obwohl des Schwimmens unkun—
ig, in die Saar zum Baden begeben hatie. Als er fast
aie Mitte erreicht hatte, verschwand er plötzlich in der Flut.
Auf sein Hilfegeschrei eilten mehrere Arbeiter hinzu. Dem
Arbeiter Wilhelm Keßler gelang es schließlich, den Mann
echtzeitig zu fassen und an Land zu bringen, wo die
ofort angestellten Wiederbelebungsversuche einen Erfolq
atten.
Baumholder, 18. Juli. Ein dem Alkohol ergebener
„Zjähriger Maurer aus Ruschberg schnitt sich am Sams.
ag früh in einem Anfall den Hals bis zur Schlagader
purch. Ins hiesige Krankenhaus verbracht, starb er noch
im selben Tage. Er hinterläßt eine Frau mit sieben,
ilweise noch kleinen Kinder.
5t. Ingbert, 16. Juli. Ein schwerer Unfall ereignete
q am Samstag im VBetriebe des Eisenwerkes Kraemer.
r Pfannenarbeiter Paul Woll wollte an der Blockschere
er dem elektrischen Krahn durchgehen. In diesem Augen—
brach die Zange, an welcher die geschnittenen Blöcke
gen, durch, und Woll wurde von den fallenden Blöcken
Nlinken Bein getroffen. Die Verletzungen waren leider
schwerer Natur, daß das Bein untechalt des Knies am⸗
utiert werden mußte. — Von der Grube. Die Hand—
erker der hiesigen Grube dürfen nunmehr keine größeren
ebenarbeiten ausführen bezw. aussühren helfen. Zuwider⸗
andelnde haben Beftrafung eventuell Ablegung zu erwar
n. Diese Maßnahme soll auf Antrag einiger Handwerks
eister erfolgt fein, die sich geschäd'gt fühlten.
*Köln, 19. Juli. (gusammen st o ß. In ver—
angener Nacht kam es hier zu einem scharfen Zusam
ienstoß zwischen Schutzleuten und Raufbolden. Meh
ere Personen wurden so schwer verletzt, daß sie insé
rankenhaus geschafft werden mußten. Auch zwei Poli
isen erlitten schwere Verletzungen. Die Haupträdels
hrer konnten verhaftet werden
*Köln, 19. Juli. NiedrigerWasserstand.
Infolge des ungewöhnlich niedrigen Wasserstandes de;
heins und seiner Nebenflüsse ist die Schiffahrt außer
ordentlich zurückgegangen. Auf der Mosel und de
Lahn ist der Frachtverkehr völlig eingestellt. Das Was
er hat einen so niedrigen Staud erreicht, wie seit 50
Jahren nicht. Auf der Waal wird der Dampferverkeh—
noch aufrecht erhalten, doch kommen die Dampfer mi
mehreren Tagen Verspätung an. Wenn der Rückgan(
»es Wassers noch einige Tage anhält, wird der Damp
erverkehr eingestellt werden müssen.
*Duisburg, 19. Juli. (LCiebesd ramen.) Ein
iebesdrama zweier junger Leule hat sich hier ereig
et. Der 18jaͤhrige Eisendreher Bieber verfolgte sei
angerer Zeit ein bei einem Bäckermeister in Diensten
rfindliches 163ãhB udchen mit Liebesanträgen, di
ber von diesem zuruugewiesen wurden. Jetzt erschier
Bieber im Laden und gab mehrete Schuͤsse auf das dor!
mnweseude Mädchen ab, das tödlich getroffen zusammen.
rach. Ihr Zustand ist hoffnungslos. Bieber jagte sich
ann selbst eine Kugel in den Ropf.
*Bingen, 18. Jus. Die Nebrrau 8.) In unse.
r Gemarkung, die bis jetzt noch von der Reblaus ver⸗
hout blieb, ift nun ein Reblausherd gefuͤnden worden
ud Iwar auf dem Rochusberge
*Mainz, 19 Juu. Unredliche Verkäumfe—
Aen e u.) Große Unterschleife wuͤrden im Warenhaus
etz eutdecki. Eine große Anzahl von Verkäuferinunen
Al Waren von mehreren tausend Mark bei Seite ge
hafft haben Heute Morgen wurden 15 bis I6 Ver
auferinnen durch die Kriminalpolizei fistiert.
* Augeburg. 19. Juti GGine häistorisch
lbihteist GEine distorifche Persönlichteit
t. Oheraufseher a. v. Heinrich Funt, der im dentfch
ranzösischen Kriege bei der Batterie Anselm Baue
eh August 1870 bei Weißenburg den erften deutschen
Anecuschuß des Krieges gelöft hat, ist 73 —X
olgenschwersten Katastropyen heraus, von denen
Deutschland seit langer Zeit heimgesucht wurde. Bis
etzt sind 15 Tote und 35 Verletzte festgestellt, von de
en einige sich noch in einem so bedenklichen Zustande be
inden, daß man befürchten muß, die Zahl der Todes
pfer werde nicht auf 15 beschräukt bleiben. Als Glüc
»ei der schweren Katasirophe darf angesehen werden
»aß an dem Augenblick des Unglücks sich memanda
er Unte s brungsstelle besand. Die Arbeiter machter
zerabe Veipcecrpauf⸗ dor Kellner des Speisewagen⸗
— ————
irbeiten die vor etwa 2 Jahren Hauptmann Streitwolf be
jonnen hat, fortzusetzen.
Berlin, 19. Juli. Die heute Morgen aus der Spre.
gezogene Leiche eines jungen Mannes, die zahlreich
Lerletzungen aufwies, wurde die des Monteurs Erick
Thönert aus der Mirbachstraße rekognosciert. Die Eltert
erkonnten ihren Sohn der 1882 geboren ist, wieder. Wa
den Unglücklichen in den Tod getrieben hat, ist nicht an
zugeben. Die Leiche hat, wie weitere Recherchen ergeber
haben, 4 bis 9 Tage im Wasser gelegen. Es ist möalich
daß sie zunächst unter einen Dampfer oder einen Kahr
geraten ist und daß ein Bootshaken, der sie in die Bruf
traf, ie empor brachte. Die Nachforschungen nach
den fehlenden Kleidungsstücken haben bisher zu keinem
Resultat geführt.
Berlin, 19. Juli. Der Kreuzer Berlin ging gefsterr
von Teneriffa nach der afrikanischen Küste ab. Er nahn
Kohlen an Bord. Das Kanonenboot Eber liegt noch in
afen.
o Breslau, 20. Juli Die hiesige Industriellen versucher
gegen die organisierten Glasarbeiter einen gewaltigen Schlag
zu tun. Am Samstag, den 15. Juli, ist allen organisierter
Glasarbeitern, die in Betrieben des Arbeitgeberschutzverban
des der Glasfabriken arbeiten, gekündigt worden. Am 29
Juli soll die Aussperrung in kraft treten, die sich auf ganz
Schlesien und Sachsen erstrecken wird. Von der Aussperrung
dürften 10000 Arbeiter betroffen werden, darunter viel,
unorganisierte.
Friedrishafen, 18. Juli. Das Luftschiff Schwaben
stieg heute Mittag gegen einhalb 2 Uhr zu einer Probe⸗
fahrt auf und landete gegen 2/.3 Uhr wieder vor der Halle
Während der Fahrt, die sich aur über dein See bewegte
ging das Luftschiff zweimal für kurze Zeit auf den See
nieder. Morgen früh 5 Uhr wird die „Schwaben“ einé
Fernfahrt nach Luzern antreten und von dort nach Fried—
cichshafen zurückkehren.
Schwerin, 20. Juli. Geslern nachmittag exerzierten au
dem großen Exerzierplatz die zu einer Uebung einzezogenen
Landwehrleute des Mecklenbuͤrgischen Artillerieregiments
Nr 16. Plötzlich wurden die Pferde einer gleichzeitig auf
dem Platze manöverierenden Abteilung des Mecklenburgi—
schen Dragonerregiments scheu und rasten in die Landwehr—
leute hinein. 14 Soldaten wurden verletzt, darunter 4
chwer, die ins Lazarett gebracht werden mußten.
Amsterdam, 19. Juli. Unler dem Verdacht des Doppel⸗
mordes wurde in dem holländischen Orte Odlemarkt⸗Ober—
Ysel ein angesehener Kausmann verhaftet. Er wird be
schuldigt, seine Frau vergiftet und eine andere Frau, zru
der er intime Beziehungen unterhielt, bei einer Bootsfahr
ins Wasser geworfen zu haben. Die Leiche seiner Frat
wurde ausgegraben.
Paris, 20. Juli. „Echo de Paris“ schreibt: Es wird
einige Zeit dauern, bevor wir uns vor ernsten Ratschlägen
definden werden, aufgrund deren die endgiltigen Unter—
handlungen zwischen Frankreich und Deutschland begonnen
werden können. Der deutsche Botschafter Herr von Schön
begab sich gestern zum diplomatischen Empfang im Quaid'
Orsay, um sich mit dem Minister des Aeußeren de Selves
über die laufenden Unterhandlungen zu unterhalten. De
Botschafter erklärte, daß Staatssekretär von Kiderlen⸗Wächte
nehrere Konferenzen mit dem deutschen Kolonialsekretä—
Jehabt habe, bezüglich der verschiedenen Gebiete, welch
Deutschland in Aussicht nimmt als Kompensation für seine
territoriale Uneigennütßigkeit in Marokko De Selves ha
dem Botschafter gegenüber nicht verhohlen, daß es schwierit
ei, die Vorschläge der deutschen Regierung bezüglich de
französischen Kongo anders als Versuchsballon aufzufassen
Er fügte hinzu, wenn die übrigen Signatarmächte de
Akte von Algeciras ähnliche Forderungen aufstellen würder
wie Deutschland, so würden sämtliche französische Kolonie
nicht genügen, inn deren Ansprüche zu befriedigen. Her
v. Schön drückte dem Minister des Aeußeren gegenuͤber di
Hoffnung aus, daß die Grundlage eines billigen uud ge
rechten Abkommens, welches die Würde Frankreichs und
die Interessen Deutschlauds wahre, gesunden werde und
daß es der wirkliche Wunsch seiner Regierung sei, eine ge—
rechte Lösung für beide Länder zu finden.
Paris, 20. Juli. „Matin“ berichtet, daß Delcasse Ro—
gues 2 weitere Marineoffiziere zur Verfügung gestellt habe
um als Piloten für Flugzwecke ausgebildet zu werden. Es
handelt sich um die Offiziere Reynaud und Fournier. Hier—
durch wird die Zahl der franzbsischen Luftschifferpiloten au
7 erhöht.
Paris, 20. Juli. „Journal“ berichtet aus Madrid
Canalejas hat Befehl gegeben, daß Instruktionen an Oberst
Sylvestre, an den spanischen Geschäftsträger in Tanger und
an den spanischen Konsuß in Larasch gesandt werden, da—
mit dem französischen Konsularagenten Boisset völlige Ge⸗
rugtuung erteilt werde
Danksaqung.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hin
scheiden unseres teuren Entschlafenen sagen wir allen au
diesem Wege, besonders den verehrlichen Kranzspendern
insern herzlichsten Tank.
Familie Braun.
Vor Anzeige!
Meinen werten Gästen zur defl. Kenntnisnahme, daß
die allerseits beliebte
4
Braunsche Rünstlerkapelle
Sonntag, den 23. nnd Montag, den 24. ds. Mis. wieder
bei mir konzertiert, unter Leitung des konkurenzlosen Uni⸗
versalkünstlers Louis Braun.
Nur erstklassiges Programm kommt zur Aufführung.
Es ladet ergebenst ein
Restaurateur Goeretz⸗Rektenwald, Bahnhofstr.
— RRERE——ÜE—S— Q—,S22
Sattler⸗ und Polster⸗Arbeiten
sowie Neulieferung von
Betten und Sophas
hält sich bestens empfohlen
Fr. Reiter, nhugn
α
9
—
ö
—
*
*
8.
*
9 *
Was verlangen Sie?
eine gute Arbeit zu mäßigen Preisen.
2
Was bieten wir Ihnen?
Guten Sitz und natürliches Aussehen der künstlichen
Zähne, billigste Preise, langjährige, schriftliche Garan—⸗
tie, auch in den schwierigsten Fällen, schonendste Be⸗
— handlung, erleichterte Zahlungsbedingungen. —
Zahnziehen nach schmerzlosester Art Me⸗
—— thode nach Ir. Prf. Schleich
childert, daß er im Moment des Unglucks an der Tü
tand. Ploͤtzlich neigte sich der schwere Wagen stark zu—
Seite, die Tür wurde aufgerissen und der Kellner un
weitem Bogen herausgeschleudert. Als er sich erhob
ag nur wenige Schritte von ihm entfernt eine Frar
auf dem Bahnsteig, der beide Füße fehlten. Die Fra
lebte nur noch wenige Minuten? Andererseits wurde.,
wieder einige Reisende ganz wunderbar gerettet. Zwi
schen den Trümmern sahen die Arbeiter plötzlich ein
Hand, die sich bewegte. Sie rissen die Holzteile weg
und fanden einen Mann, der völlig unverletzt bei Be
wußtsein war. Ein anderer Reisender mußte mit an
sehen, wie vor seinen Augen nahesitzende Personen zer
queischt und getötet wurden, er selbst blieb unverletzt
Es liegen heute noch folgende Meldungen vor:
Karlsruhe, 19. Juli. Staatsminister vor
Breitenbach und der württembergische Ministe
der öffentlichen Arbeiten v. W ei zsäcker haben den
badischen Finanzminisier ihre wärmste Teilnahme a
dem Eisenbabnunglück in Müllheim ausgesprochen. Fi
tanzminister Reinboldt hat dem zurzeit in Königstei
m Taunus weilenden Großherzog telegraphisch einen
Bericht erstattet, in dem er als Ursache des Eifenbahn
inglücks vorschriftswidrig rasches Fahren über die Bau
lelle in stark gekrümmtem Gleise innerhalb der Station
Itwelm in Verbindung mit plößlichem Bremsfen an
ibt
Müllheim, 19. JZuli. Die Verletzten hat—
en eine gute Nacht. Im Befinden des schwerverlebten
lrchitekten Nürnberger List eine Wendung zum Besserr
ingetreten. Die Aerzte hoffen auf Erhaltung.
Müllheim, 19. Juli. Der Trümmerhaufer
vird langsam weniger; vor heute abend wird dei
etzte Rest schwerlich beseitigt fein. Die durchgehender
züge fahren nach wie vor durch ein Gütergleis. Allein
er Materialschaden beträgat gegen 200 000 Mart
4
Sahnpraris befindet sich vom 1. Aug.
im Hause Ww. Schwarz Ssudstr. 2451.
—Z
Zweigniederlassung Mainz.
General⸗-Vertretung für Dud—
weiler und Umgegend
J. Schnittke
Keine Essenzen, sondern echten
Weinbrand. 42-45 Prozent.
Flaͤschen⸗ und Faßzweile.
ei meinem Abschied aus den
schönen Dudweiler rufe ich al
len Bekannten und Freunden, be
sonders noch den Herren Stamm
8 des Herrn Peter Bayer, eir
Heute Singen. herzliches Lebewohl
*7 zu. Auf frohes Wiedersehen!
sce Curner- geinrich Izkorwi
7— 5 Bund 9 Ie z
JX Hudweiler! —————
—E
Heue Abend Lurnen 23
So wenig Vertrauen? Verreise ca.
Tage, erbitte Hauptpostlagernd
Nachricht. München.
— ——— —
Dudweiler.
Wohne von heute ab
Saarbrückerstraße
bei Metzgermeister Wunn
gegenüber Wirt valdes.
Frau Schuler. hebamme
Neueste Nachrichten und Telegramme.
Berlin, 19. Juri. Im Prozeß gegen den Dragoner—
leutnant Freiherrn von Gumpeuberg, der im Dezember
1910 vom Divisionsgericht der Berliner Komandantur we.
gen versuchter Notzucht zu 7 Monaten Gefängnis verurteil—
wurde, wurde heute vom Oberkriegsgericht der Berlinel
ommand antur zu derselben Strafe unter Anrechnung vor
1 Monaten auf die Untersuchungshaft verurteilt. Die Be—
Berufung des Gerichtsherrn und des Angeklagten wurde
»erworfen. Die Verhandlung fand wegen Gefährdung der
ffentlichen Sittlichkeit unter vollem Ausschluß der Oeffent—⸗
ichkeit statt. Nur das Urteil wurde in öffentlicher Sißung
»erkündet. Der Verhandlungsleiter, Oberkriegsrat Glase—
wald bemerkte, in der Urteilsbegründung: der Gerichtshos
hat angesichts des Verhaltens des Angeklagten bei der Ta
einen Zweifel an der vollen Zurechnungsfähigkeit des Be—
schuldigten gehadt und durch die Beweisaufnahme die Ueber
eugung erlangt, daß der Angeklagte in vollem Umfange
„er Anklage schuldig ist. Die medizinischen Sachverständiger
timmten vollständig überein, daß der Angeklagte in einen
dämmerrausch-Zustande gehandert habe.
Berlin, 19. Juli. Wegen Zweikampf mit tödlichem
Ausgange wurde der Leutnant der Reservde, Freiherr Os—
wald von Richthofen vom Kriegsgericht der Landwehr-In
pektion Berlin zu 2 Jahren Festungshaft verurteilt, Ir.
der Begründung stellte das Gericht fesi, daß die Geldge—
schäfte von Gaffron nicht einwandfrei waren. Das Gerich!
st auch nicht der Ansicht, daß noch eine Nebenverabredung
zetroffen worden ist, dahingehend, daß eiwa 15 000 Mar
Differenzen der Angeklagte Heinz zurückerhalten sollte
Wenn der gute Ruf des Herrn von Gaffron Schaden er
litten hätte, so hat nach Ansicht des Gerichts der Ange—
klagte dazu nichts getan, sondern dies ist lediglich durch
die Brüder geschehen. Auch das Gericht hat sich auf den
Standpunkt des Anklägers gestellt und als richtig ange
rommen, daß der Angeklagte die scharfen Bedingungen des
Duells möglichst zu mildern suchte, was aber an dem
Widerstand des Herrn von Gaffron scheiterte
Berlin, 20. Juli. Der Lakalanzeiger meldet aus
London: Dem Reuterschen Büro wird aus Livingston
aus Rhodesia vom gestrige Tage gemeldet: Der Ver
waltung von Sescheke an der Grenze von Deutsch⸗Süd
westafrika geht die Nachricht zu, nach Gerüchten, die unte
den Eingebornen dort umlaufen, sei eine Streifwache be—
stehend aus dem Distriktkommissar von Frankenberg 2
weiße Sergeanten, 14 schwarzen Polizisten und 20 Trägerr
von Leuten des Okawango-Stamnies im Nganiland nieder—
dneh worden, von Frankenberg sei auf einem Maulese!
F entkommen. Die Nachricht sei bisher unbestätigt, ar
datn Gihenbannun gina bei Müllheim. hiesiger Stelle liegt noch keine Meldung vor. Richtig ist
— nnnia vor dem Bahnhof von Müll daß Herr von Frankenberg sich nach dem sogen. Gapriv⸗
ei naberer Betrachtung als eine der gipfel begeben solte, um die schwierigen Vermessungs
9 —— — — —α—— TTIILLLII TT TFRC
Mein Sommerwaren-Außberhn e Wer
— ——— — — —
*
suten⸗ s! B suu ungen oroßo Norteiso!
Berlin, 18. Juli. Der Entwurf eines preußi
schen Wassergesetzes ist in diesen Tagen nad
nehr denn 20jähriger Arbeit soweit fertiggesiellt wor
den, daß er alsbald dem preußischen Stagis uiiisteriun
zut endgültigen Beschlußfassung zugehen kautn.
Puehla (Mexiko), 18. Juli. Der deutiche Gesandle
v. Hinmte ist hier eingetrossen, um über den Tod der
vier Deutscheu Erhebungen anzustellen, die bei den
letzten Kampfe getötet worden sind. Made r o, der sie
ebenfalls hier befindet, besuchte den Gesandten auf den
deutschen Konsulat.
Teneriffa, 18. Juli. Der Kreuzer „Berlin“ ist aus
Agadiir hier eingetroffen, um Kohlen und Proviam
einzunebmen
—* Donnerstaq abend 7 uh
Turnratsitzung
im Vereinslokale.
Heute abend fällt das Turne
m Saale aus.
Auf den Kitten
volkst. Turnen sow. Spie!
J ——
InstrumenfalVerein
Hucmeilser.
Donnerstag abend 7 Uhr
Blasprobe
im Probelokal Ww. Detempl
der Vorstand.
Empfehle mich im
vo
Buͤgeln
mit Maschine von Herrenwäsch
Sophie Lichtenberg,
J Herrensohr, Johannesstr. 12 esuch
Ciebevolle Lheleute Gebr. Kruchten
l in Kind i — — — —
—— Neben· veschasigung
Figen anzunehmen wünschen, be—
eben ihre enn eneern Junger Mann ocser
2Pifg,/ für Rückantwort an das 2. in dauernde Stell
Institu Charitae vein ig (Getian Denstonär ne
eingetr. Firma) einzusenden. Hilleft Konktrollent
T aP 0 b 0n s sofort gesucht.
uree eentiainema en Zemn
e— 75—
2 —. F v
bad hc he tehenne uner, Dienstmädchen
Gebriider Ziegler, fur den ganzen Tag gesucht.
Lüneburg. Wo sagt die Erped.
Tc—— —— — — —e —— —— ——— — — —
igeSitige
handlanger
tort gesucht.
Baugeschäft Fischer.
züngerer nüchterner
Kneeht
Proiveilliges J h
dorps Dudveiler.
Sonntag, den 23. Juli Abfahrt der Teilnehmer an
der 100jährigen Jubelfeier in Saarlouis, vormittags
7.30 Uhr vom Bahnhof Dudweiler (Uniform und Mütze:
Sonntagskarte).
Monlag den 24. Juli Abends 6.30 Uhr für die
Löschzüge J, II, IIl, IV
v
Gesamtübung.
Im Anschluß hieran Generalversammiung im Lo al—
Fritz Reiter betreffs „Jnaktiv-Mitglieder.“f
Kerger, Brandirektor