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— oeqehtiert
— Landstrasse Noans /
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x sestung beam. belestigter drt
73,0 n
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— ——— — — —
zufammenstoß zwischen Wontenegrinern und Turken 31
ermeiden, obgleich in Montenegro die kriegerische Stim
mung immer mehr zunimmt. Als kriegerischer Gegne
st Montenegro trotz sei es kleinen Gebietes immechin nich
iu unterschätzen, denn jeder einzelne des kampilustige
Bollsstammes verfügt von frühester Jugend an über ein
ingehende Kenninis der Waffe, und dann sind ja de
Berge und Schluchten des jungen Königreiches zu einen
dleinktrieg ganz außerordentlich geeignet. Die Gesamt'opi
zahl des montenegrinischen Heeres, das sich aus alee
waffenfähigen Männern vom 18. bis zum 60. Lebensßh
usammenetzt, wird auf 38 000 Mann Infanterie un
1200 Mann Art llerie geschätzt.
Arbeiterbewegung. —
Der Seemanusstreik. J
Samburg, 8. Juli. Der Seemannsstreik scherm
etzt auch nach Hamburg überzugreisen. Die Sektion der
Schauerleute hat beschlossen, anlommende Schifse, die in
olge des Streiks ihre Ladung in Holland nicht löschen
onulen, auch hier nicht zu löschen.
Cherbourg, 8. Juli. Hier kam es zwischen aus
tänd gen Kohlenverladern und Marrosen, die die von den
ersteren verweigerte Arlen fortenen, zu hestigen 3sam—
meunsteßen Mehrere Matroen wuerben ve wundet. Ein
tarlez VPolizeigufgebot rumte 52 3.. aus.
— Bäckerftreik, In einer in Lespzig abgehaltenen Bäk—
er Versanimlung. di von 632 Gehi sen besucht war, isi
nit 588 Stimmen vbeschlossen worden, in den Et eit zu
reten. Es kommen etwa 1200 Gehilsen in Bet acht. Die
Ztre fursache liegt darin, daz die Bäcker-Innung die For—
erung auf Aufhe ung des Kost- und Logisweiens für alle
Jehilsen abgelehnt hat
— ——O — —
Spiel und Sport.
Die Prinz Heinrich⸗Fahrt.
Zum Empfang des Prinzen Heinrich waren um 12
ühr Mistags in Bremerhafen Vrinzessin Heinrich
ind Prinz Sigis.nund eingetroffen, die bei ihrer Ankunst
on Direktor Pebet vom Nordd u schen Tloyd begrüßt wur—
en All emeine Aufmert amset erregte die große Ver—
adevorrichtung. wodurch de Automobile an Bord des
Groken Kurfürsten“ gebracht wurden Die Wagen wur—
ꝛen auf besonders sür die en Zweck konstruiere Schlitten
ebracht, die dann von vier Ladeträhnen des „Großen Kur—
ürsten“ und ei jem riesigen Schwimm'rahn, der seinen Arm
ber den Dampfer hinweg. 35 Meser an Land streckt, an
jord gehuben An Bord fand en zwang'o es Frihstück
aut. dem am Sams aa abend o»n aroßes Niner sofgte
Landwirtschaftliches.
Sagtenstand im Reiche. Saatenstand des Deut'chen
steschs jer Anfarg Juli 1911, wenn 2 gut, 3 moĩttel, 4
ze ing bedenet: Winterwe zen 2,6 gegen 2,5 Miste Juni
ds Is3.; Sommerweizen 3,0 gegen 2,6; Wi ter-Spelz 2,4
geen 2,5: Winter-⸗Roggen 2,7 gegen 2,7; Sommer-Roggen
27 gegen 2,5. Sommer-Gerste 25 gigen 2,4; Hafer 29
ge en 2,6: Kasteffen 2.5 gesen 2,65 Klee 3,1 gesen 2,9;
Lnerne 2,8 gegen 2,8: Bewässerungswissen 2.2 geren 21:
ande⸗ Rtiesen 2,8 cçceren 25 — An den Bemerunge
B
B
„Pardon, Herr Negterungsrat, wir wissen vom Doktor
ind von den guten Leuten im Chausseehause, daß wir
illein Ihnen und dieser jungen Dame“ — der Baron er—
zriff Helenens Hand und berührte sie leicht mit seinen
rippen — ‚unseres Sohnes Erhaltung schulden.“
„Es war alles Gottes gnädige Fügung, welche uns
dazu beitragen ließ, Herr Baron“
„Wohl, wohl,“ die Herren schüttelten einander die
dände, „vor allem dem Allmächtigen die Ehre, und da—
um fühlen wir uns den Werkzeugen seiner Gnade nicht
um ein Jota weniger verpflichtet.“
.Und nicht wahr, mein liebes Fräulein,“ fügte die
haronin, zu Helene gewandt, hinzu, „Sie lehnen nicht,
vie Ihr Herr Vater, den warmen Dani eines freudig be⸗
deaten Mutterherzens ab“ ——— ——————————
Einem plöhlich warm aufwallenden Impulfe nmchge
hend, zog die Baronin Helene in ihre Arme und lüßte
das in holder Verwirrung errötende Mädchen auf die
Stirn. e
Die Schranlke der kühlen Zurüdhaltung, wie solche üb⸗
ich unter fremden Menschen, welche einander zum ersten
Nale gegenüberstehen, war durchbrochen. Allerdings bil⸗
ete noch eine Weile Leutnant Ewald Rubinskis Eturz,
eine gefährliche Verwundung und Krankheit den Haupt⸗
egenstand der Unterhaltung. Um den Sohn, welcher noch
esonderer Schonung bedurfte, nicht unnötig aufzuregen,
ielten es die besorgten Eltern für besser, ihm die Absicht
hres gegenwärtigen Besuches, der beiden sehr am Her⸗
en lag, zu verheimlichen. Als sie fortgingen, schlief der
ioch sehr schwache Rekonvaleszent; erwachte er inzwischen,
jatte für etwaige Fragen der Diener bestimmie Instruk⸗
ionen erhalten. Binnen wenigen Tagen gedachte Ba—
on und Baronin Rubinski P. in Begleitung ihres Soh—
nes zu verlassen. Er sollte zunächst auf dem Lande —
das große elterliche Gut lag in herrlicher gesunder Ge⸗
gend — einigermaßen sich kraͤftigen und später zur gänzli⸗
hen Wiederherstellung seiner Gofumdboit „in stäriendes Bad
esuchen.
Es ging wie ein Stich durch Helenens Herz, die still
enährte Hoffnung auf ein Wiederfehen mit dem Gelieb—
en zerflotz in nichts; Rubinstis Rüdkehr nach P. —
benn sie überhaupt erfolgte — lag in weiter, weiter Fer⸗
⸗»f Matürlich sliez Helen⸗ nicht mearften mesch hittere
eß „Reichsanzeigerz“ zum Saatenstand heißt es: Von den
Linterhalmfrüchten scheint Weizen etwas mehr unter der
brockenheit gelstten zu haben, als der weter fortgeschri
ene Roggen. Erstere ist verschiedent ich von Rosi befal—
en, letzterer läßt in Stroh und Körneransatz hier und da
nanches zu wünschen übrig. Trotzdem lauten die Be—
ichte über den Stand der Witterung im allgemeinen noch
iemlich günstig. Das Sommergeireide Ett un er der an
al enden Dürre und den kalten Nächten erheblich. Die
früchte sind infolgedessen ost zu kurz im Stroh, besonders
afer, der außerdem häufig stark verunkrautet ist. Die Kar—
yffein sind da, wo genügend Regen gesallen ist, gut ent—
vickelt. Ihr Aussehen ist gesund. In manchen Gegenden
ind die Kartoffeln während der Frostnächte vollstiändig ab⸗
zefroren. Der erste Schnitt der be den Futterkräuter ergab
ast durchweg an Menge wenig befriedigende Erträge, wäh
end die Beschaffenhet des Futters meisiens gut ist. Wie
en litten, abgesehen von Süddeutschland, mehr oder we—
liger stark unter der Trockenheit und den kalen Nächten.
deu wurde wohl me'fst gut unter Dach gebracht, ließ aber
m Menge viel zu wünschen übria.
Aus aller Welt.
Das Fernlenkboot. Das Reichsmarine-Amt hat mi
em Erfsinder des besatzungslosen Fernlenkbootes Verhand—
unçen eingeleitet, die auf die Nutzbarmachung der Er—
indung für die deutsche Reichsmar ne abzielen
Tüdlicher Schußz. In Plauen i. V. hat der Schutz⸗
nann Uhlendorf beim Reinigen einer Pistole, in der sich
ioch eine Patrone besand, den vor der Wache siehenden
MNaurerpolier Beger erschossen.
Frost. In einzelnen höheren Lagen des Thüringer
Wa des santkt das Thermomeier in der Racht von Samssa⸗
mif Sonntag auf 5 Grad unter Null.
Durch Betrügereien einer oberschlesischen Fima sol
en nach einer Meldung aus Breslau große oberschle—
ische Gruben und Hütten bei Lieferung von Oel, Teer ꝛc.
im niehrere hunderttausend Mark geschädigt worden sein
zahlreiche bestochene Werksbeamte seien entlassen worden
ndererseits sol ein langjähriger Angestellter der betrüg
ischen Firma senem Chef waggonweise Waren unterschla
sjsen und dami einen schwunghasten Handel beitrieben ha—
»en. Nach der „Breslauer Zeitung“ hat die Staatsanwat⸗
chast berei s eine Unter uchung eingele et.
Erdbeben. Budapest und Umgebung wurden von ei
em sehr heftien, mit unterir ishhem Getöse begle;teten
irdbeen heimgesucht. Die Erschuterung erfolgte in zwer
üdöst ichen Stsßen mit einer kurzen Unterbrechungund
„ane te et va 15 Sekunden. Der Bevölkerung bemächtigte
ch große Panik, doch wurde kein Schaden augerichte
Feuer au Bord. Wie aus Toulon berichtes wird,
jit auf dein Pan erschiff ‚Brennus“, das sich zur Vornahme
on Reparaturen im äußeren Hafen besindei, Feuer aus
ebrochen, das sich rasch verbrestete und die Einführung
on kolossalen Wassermengen notwendig machte, sodaß das
zorderteil des Schiffes schließlich zu sinken begann.
Explosion. Wie die Bläster melden, ist der im Ha—
en von Sul na angekommene englische Dampfer „Queens—
Prough“ dort ausgefahren. Während der Flottmachung
es Schiffes explodierse ein Dampflessel, wobei 12 Per—
onen auf der Stelle getötet und vier verletzt wurden.
Schiffsunglück. Der Dampfer „Santa Rosa“, von
zan Francisco nach Santa Barbara bestimmt, lief bei
zoint Arguello auf. Der Kapitän behtelt die Passagiere
n Bord, da er an keine Gefahr glaubte. Da erhob sich
in Sturm, die Wellen schlugen über das Schiff. Von
en. Rettungsbooten, die ausdesetzt wurden, wurden drei
jegen den Felsstrand geschleudert und zertrümmert. Es
vird von 35 Toten berichtet; 30 Personen sollen sich noch
ruf dem sinlenden Schiff befinden. —
Vermischtes.
Eine Männer-Verleih-Anstalt. Die letzte Neuheit
»es Jahrhunderts, die uns vorbehalten blieb, nämlich eine
Nänner-⸗Verleih-Anstalt, ist, wie wir in den „Leipziger
e esten Nachrichten“ lesen, durch die Bürgermeisterei von
Rizza jetzt auf allgemeinen Wunsch eingerichtet worden
die Munizipal tät hüt täglich im Rathause von elf vis
ein Uhr eine „wohlassortierte Auswahl“ verett. Da näm
ich anstondige Frauen ohne Herrenbegle'tung neuerdingé
nicht mehr allein in den Nizzaer Cafes geduldet werden
aber immerhin bei der allgemeinen Kul ur des europäischer
ind Reiselebens in Nizza doch einmal Kaffee trinken möch
sen. so hat sich das Bedürfnis nach stundenweis ausleih
haren Begleitherren schresend bemerkbar gemacht. Die Niz
aer Stadtverwaltung, immer bereit, die Wünsche der
Fremden zu erfüllen und ihnen das für Nizza so kostbare
ind wertvolle Behagen zu ichaffen, hat nun diese mo
nernste aller Einrichtungen getroffen.
Flugzeuge der Zukunft. Alfred J. Monsant sprich
ich in einem Artilet über die Entwicklung der Flugmaschi—
sen aus Er glaubt, daß vielleicht schon in zwei bis dre
Jahren eine vollkommene Veränderung des bisherigen
cyps sta tgefunden habe Er siützt seine Behauptung dar—
uf, daß seit Beginn des Fligwesens die Apparate immer
infacher und einfacher gebaut worden seien. In diesem
Zinne schreite auch die Entwicklung fort. Die Tragflächen,
ie Moilanmals eine Art Kaulquappenzustand“ der Flug
naschinen bezeichnet, würden immer mehr verschwinden und
vald alle Teile. auch die wesentlich kleineren Tragflächen
iur noch aus Metall bestehen. Der Motor werde das Pri—
näre. die Flächen 5252 CGerndäre
einttauschungen ihr die leicht hingeworfene Weitteilung be—
eitete; sie plauderte lebhaft und verständig, ihr ganzes
luftreten zeigte die tadellos erzogene gewandte junge Welt⸗
ame. Ihre schöne Erscheinung überraschte den Baron und
eine Gemahlin auf das Angenehmste; während der erstere
äufig das Wort an Helene richtete, beobachtete die Ba—
onin mehr verstohlen, aber nicht minder interessiert des
dädchens Tun und Wesen. Verschiedenartige Empfindun—
en schienen dabei die Dame zu bewegen; jetzt mit nach—⸗
enklichem Ernst, dann wieder mit einem Ausdruck müttericher
Zärtlichkeit ruhte ihr heimlich prüfender Rlick auf
Felenens Antlitz.
Die für einen „ersten“ Besuch übliche Zeit war längst
zerstrichen, als das Ehepaar sich verabschiedete, — freund—
ich, herzlich, wie von alten Bekannten.
„Sagen wir einander Lebewohl in der festen Hofsnung
uf ein frohes, glückliches Wiedersehen,“ lauteten Baron
Abinskis legte Worte.
Helene mußte wieder und wieder ihrer gedenken ‚War
in bestimmter Sinn damit verbunden?“ fragte sie sich,
»rtwährend von froher Ahnung durchschauert; aber je
inger sie dann nachdachte und überlegte, desto trauriger
durde ihr jedesmal zu Mute. Wie töricht, Gewicht zu
egen auf ein paar Abschiedsworte, die doch nichts weiter
ls eine höfliche Phrase waren. Hätte Baron Rubinski
amit Hoffnung erweden wollen, würde er gleich seiner
zemahlin nicht mit auffallender Absichtlichkeit vermieden
aben, der früheren freundschaftlichen Beziehungen ihres
dohnes zur Techmatschen Familie Erwähnung zu tun—
)aß sie darüber in Unkenntnis geblieben, war kaum an—
unehmen. O— es waren sehr kluge und vorsichtige El—
ern, indem sie mit keiner Silbe an Dinge rührten, die
ußer ihrer Berechnung lagen, und das vor der Katastro—
he Bestehende vollständig ignorierten, gaben sie deutlich
u erkennen, daß unter den obwaltenden Verhälmissen eine
Lerbindung ihres einzigen Sohnes mit der armen Helene
on Techmar, der Schwester einer gesellschaftlich Ausgesto—
zenen, gänzlich außer dem Bereich der Möglichkeit lag.
Bettys schmachvolles Vorgehen war der Abgrund, welcher
ie, die Schuldlose, von ihrem Glücke schied und sie Iu
insamem, freudeleerem Leben verurteilte
8.
Das liebliche Fest der Pfingsten war vorüber, mi
n ian⸗ orste wonnenritme Xi llieborrlinfei veetd
Aus Rache. In dem Brünner Vorort Czernowit
zat die Wilwe Anna Trill, e ne älsere, übelbelcumundet:
Frau. an einer junzgen Frau, der Schneidersgatiin Pela
inen Akt brutaler Rache verübt, weil sie auf deren Gat
en ein Auge geworfen und —ch eingebildet hate, daß er
ie heira en werde. Mit Hilfe einer zwe ten Megäre, der
Frau eines Bahnbediegsteten, überfiel sie nachts die jungt
zrau, deren Gate außer Hause weilte, vor ihrer Woh—
tungeter Die beiden Weiber warfen die junge Frau zr
Boden, fesselen sie mit Stricken und tnebel'en sie, so da
ie nicht um Hiefe raisen konnte. Dann schlugen sie mi
Ztöcken solange auf die Unglückliche ein, bis sie aus zahl
eichen Wonden blute e Zuletzt schnit die Trill ihrem
Ipfer die langen Zöpfe knapp am Schestel ab und schleu
derte sie ihr ins Gesicht. Die bedauernswerte Frau wurde
on ihrem he mlehrenden Manne ohnmächtig aufgefunder
ind konnte nach Lösung ihrer Fesseln nur schwer ins Be
vußtsen zurickgebracht werben. Ihr Zustand ist fasst hoff.
tungslos Frau Tril, die sich in ihrer Wolnung verbar—
ikadiert ha te. wäre beinabe der Lynchjustiz der empörtern
Atsbewohner zum Opfer gefallen Sie ist mit ihrer Hel—
ershelferin verhaf et worden und sieht einer exemplarischen
Zestrafung entgegen.
Dite phuorophische wistet Eiim Lndmann in der
Nähe ven Glasgswubesiet set en ese zanme Elsstet,
die jolgende Säte prechen kann Wo kommst di her?“
„Wo gehst du hin?“ „Was sagst du nun?“ An enem
Sonntagnmiorgen begibt sich der Landmann, von seiner El—
ter begleitet, n ssinen Gar en. In der Nähe auigewor—
ener Erdscholhen läßt er sich nieder, während seine Elster
ich damit ver nügt in dem losen Erdreiche herumeuwüh—
en Plößtzlich bleibt sie vor einem vesenders grosen Re—
gennourme stehen und schnarrt: „Wo kommsit du her?“ Der
une Wurm, der die Nähe seiner Feindin ahnen mag.,
vi det sich so rasch wie möglich vorwärts, doch die Elster
züpeurinm nach und fragt weiter: „Wo gehst du hin?“ Aer—
zerlih, keine Antwort von ihm zu erhalten, packt sie den
Wurpi und schluckt ihn hinunter. Dann richtete sie sich
dolzn die Höbe und fraate mit Würde: Mas saast Du
2u*
Neine Lebensgeschichtee. Die Ex⸗-Kronprinzessin
von Lachsen hat ihre Memoiren, an deren Vollendunag sie
sei. niger Zeit ardeitete, Mr. Eveleihh Nash in Lon—
»on übergeben, der das Publikationsrecht für die ganze
West von ihr erworben hat. Das Werk enthält über
30 6509 Worte und führt den Titel „Meine Lebensgeschich—
e“, und soll im September veröffentlicht werden. In einec
Borankündigung gibt die Prinze'sin folgende Erklärung
b: „Ich bin verschiedentlich aufgefordert worden, die vie—
en ungenauen Er lärungen und Berichte, die seit nahezu
zeun Jahren über mein Leben und mein Wirken im Um
laui sind, zu widerlegen. Bis heute habe ich geschwiegen,
»a ich mich nicht dazu hergeben wollte, auf jene beleidi⸗
zenden Beschuldigungen zu antworten. Es ist mir jedoch
tahegelegt worden, daß da meine Söhne demnächst das
Alter erre chen, in dem ihnen möglecherweise jene lügenhaf—
eun Beschuldigungen mitgeseilt werden könnlen, es mene
Pflicht a!s deren Mut er ist, die tatsächlichen Gründe zu
er afsentlichen, die mich veranlaßten, Dresden zu verlassen
ind die zu meiner schließlichen Verbannung aus Sachsen
ührten. Dieses ist der Hauptbeweggrund, daß ich meine
igene Darstellung der Tatsachen bekannt mache. Gleichzei
ig wünsche ich, daß künftige Geschichtsschreiber des saäch
sshen und des habsburgischen Hauses keine Irrtümer ver—
ffentlichen. die vielleicht infolge meines Stillschweigens
ich einschleichen könnten. Bei dieser Gelegenheit will ich
uch gleichzeitig gegen das Gerücht prosestieren, daß ick
ie Verfasserin der „Bekenntnisse einer Prinzessci“ bin.
Ich habe das betreffende Werk weder geschrieben, noch di—
elt oder indirekt irgend welches Materia', das darin ent—
zal en ist, geliefert. Und mir selbst ist es unverständlich,
vie überhaupt eine Frau als Verfasserin eines derartigen
— V
Louise von Toskana, Er-Kronprinze sin von Sachsen.“ —
Vie aus Dresden hierzu gemeldet wurde, bricht Frau To—
e li, falis sie ein Buch über den sächsischen Hof veröffent
icht den Vertrag, den sie eingegangen ist, und der ihr
ine solche Veröffenttichung bei Verl st ihrer 40 000 M.
ährlich betracgenden Bezüge aus Dresden verbietet. Diese
Bezüc,e würden ihr bei einem Vertragsbruch sofort entzo
jsen werden. Daraufhin ertlärte der Verleger der Memo
cen der Er-Kronprinzesin, daß in dem Buche nichts ent
halien sei, was den König von Sachsen herabsetze. Sie
veise im Gegenteit darauf hin, daß sie den Dresdener Hs
nicht inselge von Differenzen mit dem König, den sie
tets hochgeschätzt hat. verlassen habe. — Seit Ottober 1906
st es der Prinzessin nicht erlaubt worden, ihre Kinder zu
ehen, obgleich sie mehrsach dahingehende Gesuche an der
ächsischen Hoj gerichtet hat. Sie erhielt darauf die Ant
vort, daß das Gesuch nicht genehmigt werden könne.
Ein Menschenfreund. Wir lesen in den „Baselen
Rachrichsen“: Von einem idealen Verhältnis zwischen ei
sem Arzt und seinen Paticnten, das in dieser Art wohl
anz vereinzelt dasteht, berichtet der Schriststeler J. G.
Tjarts aus Posada, einer erst vor wenigen Jahrzehnter
zegründeten und rasch emporblühenden Stadt im nördlichen
Chaco (Argentinien). Dort ist vor wenigen Monaten de
panische Arzt Dr. Ramon Madariaga, der set Jahren
daselbst ansässig war, gestorben. Da er auf viele Stun
oen der einzige Arzt und dazu noch sehr tüch'ig war, se
hatte er eine sehr große Praris und hätte ein grodes Ver
mögen erweren können, wenn es ihm darum zu tune
os ι NMsheor —r — e, — 452 44
»ie Wienschen in immer gleiches Staunen versetzt über das
ieue „alte“ Wunder, das vor ihren Augen sich vollzieht.
Der Tag versprach heißt zu werden, gleich seinen letz
en Vorgängern. Schon in früher Vormittagsstunde war
er Aufenthalt in den hohen, kühlen Zimmern angeneh—
ner, als in dem sauber gehaltenen Vorgarten. Unter ei—
er prächtigen Linde, die mitten im Garten stand, bil-»eten
um einen runden Tisch gereihte zierliche Gartenstühle
inladende Ruheplätzchen. Sie wurden auch von Herrn
on Techmar und seiner Tochter gern und viel benußtzt,
venn irgend die Mitteruna das Nerweisen im Troeien ge
tattete.
Doch heute hatte die unerträgliche Schwiile He—
ene bald nach beendetem Frühstück ins Haus zurückge⸗
ührt und eben stand der Regierungsrat im Begriff, dem
egebenen Beispiel zu folgen, als er den Briefboten über
ie Straße kommen sah. In den Gaͤrten eintretend über—
eichte dieser Herrn von Techmar einen Brief.
Der Regierungsrat betrachtete aufmerlsam die ihm
inbekannte männliche Handschrift, öffnete dann rasch den
Zriefumschlag und zog das Schreiben hervor. „Ah, von
dubinski!“ bemertte Herr von Techmar. Beim' Entsalten
iel ein zweiter, an Helene adressierter, geschlossener Brief
seraus. Je weiter er las, desto lebhafter malte der Wi—
erstreit stürmisch erregter Empfindungen sich in seinen
zesichtsziigen. Rubinskis Brief enthielt das Geständnis
einer Liebe zu Helene von Techmar und die Bitte um
hre Hand. Mit offenem Freimut bekannte Leutnant von
ubinski, wie es schon vor Jahresfrist sein heißer Wunsch
ewesen, Helene, von deren Gegenliebe er sich überzeugt,
ie Seine zu nennen — und wie nur wieder und wiedet
üdische Schidsalslaunen ihn verhindert hätten das arklöende
Wort zu sprechen.
Schlieblich wolle er damit warten bis nach seiner
düdkehr vom Manöver, inzwischen weilte Frau von Tech⸗
iar mit ihren Töchtern in Wildbad — und dann — dann,
is er bereits wieder in P. von Tag zu Tag auf eln
eliges Wiedersehen hoffte, brach wie aus heiterem Him⸗
nel das dunkle Verhängnis herein, welches zugleich mit
dem Glück der ihm teuren Familie das seine in Scherben
chlungg.
Farftsoßrung fosot
hm von Gott befohlenen Dienst an seinen le denden —X
neschen auf, für den man ihm deshalb auch nichts schulde
Zo war er denn niemals zu bewegen, irgend jemanden
ine Rechnung auszuste len Die wohlhabenden Leute honn
en ihm ihre Schuld nicht anders entrichten, als daß su
hm von Zeit zu Zeit eine Summe unter Kuvert ins Hau—
andten, den Armen nahm er aber überhaupt nichts ab
ind trobden kam der Mann nicht zu kurz. Denn er
rauchte werter kein Geld als zur Bezahlung seines Die—
ers, fücr die Versorgung seiner nerventranten Frau un
ur etwaige Reisen und Ausflüge außer Landes Aues,
»as er in der Naͤhe brauchte, war für ihn frei. In der
xeschäf en holle er sich unentgel üch, was er an Kleidearn
chuhen und derg eichen brauchte, in den Hotels speiste er
hne daß ihm je eine Rechnung vorgeleg! wurde und wem
rdarnach verlangte, so weigerte man sich, von ihm Gelj
mzunehmen. Selbst die Kellner wiesen das ihnen vo
hin jewellen in der liebenswürdigsten; Weise angeboten
krintgeld hartnäckig ab. Deim sie wußten alle, daß en
zuch keinen Centavo von ihnen abnahm, wenn sie kram
uind elend zu ihm kamen. Armen Familien brachie er Geli
ind Medizin und war siets bereit, auderen mit senen
können zu dienen, ohne je auf Gegendienste zu rechnen
darum begegnete ihm auch die ganze Bevölkerung mit de
rößten Achtung und Liebe, und als er dies Jahr kurj
vor Oftern an einer akuten Krantheit starb, da trauert
janz Posada um den heimgegangenen Wohliäter Am Tage
er Veerdigung schlossen alle Geschäse wie an einem hohen
reiertag und ein immenser Trauerzug folgte dem pracht
oll geschmückten Sarge nach dem Friedhofs.
Das richtige Mittel Zur Eindämmung der Aus
hreitungen der Trunkenbolde hat man in Daͤnemark ein
dirtsames Mit el erfunden. Jeder Betrunkene, der auf der
ztraße gesunden wird, wird nämlich in einen Wagen ge
etzt und zur Wache gebracht, bis zu seiner völligen Er
nüchterung eingesperrt, und dann unter sicherm Gelzii
tach Hause gefuührt, damit er nicht bald wieder von voru
anfange, Da auf mied der Gastsvirt, der dem Trunsen
»olde das let. Glos Bier. Schnaps oder Wein verkaust
jat, unter Anrohung von Strase aufgesordert, die ojff
ehe bewrich ichen Kosen für den Transport seines Kunden
zu bezahlen Zwei Zuwiderhendlungen des Wir es füh⸗
en die Shliekung seines Bier- oder Weinlokales herbei.
— Ein solches Vorgehen würbde auch anderswo mit de
ramisucht au riumen.
Ein neuer dentscher Riesendampfer. Die moderne—
dechnik, die auf allen Gehiesen immer ungeahntere For
chritte niacht, zeizigt besfonders beim Schiffs bau immer
neue Erscheinungen So ist augenblicklich für die Ham—
urg Amecista-Linie ein veuer Schifsskoloß im Bau. der
aach sesner Fert'gstellung dre gewiß nicht kleinen Schiffs
riesen der bekanntesten englischen und amerikanischen Ge
ellschaften noch um ein Beträchtliches überbieten wird
Das Schiff hat eine Länge von 268 Metern und um
blioßt einen Raum von 0 000 brutto Registertonnen
x
Hu moriftisches.
*Ei nwand. Aufseher zu einem Bauern, der eben
en Tieren Futser zugeworien: „Weiß er denm nicht, daß
das Füttern der Raubtiere streugstens verboten ist? Hier
teht es doch auf der Tafel!“ — „Ja, aber von was leben
enn die Viecher nachher?“
*A us d er Instrn t t i o nsstunde. Leutnant:
as ist für ein Unterschied zwschen Ehrenzeichen und
Irden?“ — Einjähriger: „Ehrenzeichen sind keine Order
und Orden leine Ehrenzeichen.“
* Sch meichelhafst. Sie: „Du fühlst dch wohl in
zeine: Pensien wie zu Hause, Schatz?“ — Er: „Al'erdings,
das tet iche einen Tag aab's was O,dentliches zu Minag
— —EECEAäIEECVZ
— 3 5316 — — —
rthiecie
Fische rasch abzuschuppen. Mit ei—
nem gewöhnlichen Küchenmesser läßt sich auf folgende Wei—
je in ein paar Minuten jeder Schuppenfisch rein schuppen
ohne die Haut des Fisches zu verletzen:
Man tötet den Fisch mittels eines Stiches, den man
hinter den Kiemendeckeln führt und so das Rückenmatg
»om Gehirn trennt. Der Fisch wird dann mit einem
Tuch abgerieben und von allem Schleim befreit. Daran]
aucht man ihn 2—55 Sektunden in heißes, beinahe kochen—
»es Wasser von 50-260 Grad Das Schuphon sist dann
n 122 WMeinuten geschehen.
*»Behandlung verstauchter Glied⸗—
Raßen bei Tieren. Won einem praktischen Tier—
arzte wird auf Grund der Erfahrung empfohlen, bei Tie—
ren, welche durch Vertreten des Fußes dienstunfähig ge—
worden, statt der bisher üblichen kalten oder Eisumschlä—
je den kranken Fuß eine Stunde lang in tunlichst erwärm—
em Wasser zu lassen und dann die geschwollene schmerz—
hafle Stelle fest mit einem Leinwanditreifen einzubinden,
velcher vorher in eine aus gleichen Mengen von Wasser,
Arnikatenftur hergestellte weischung gründlich eingetaucht
ind, sobald er wieder trocken, hon neuem mit der gleichen
Aischung angefeuchtet wird. TDie auf dieie Weise behan—
delten Pferde ete. sollen nach wenigen Tagen boeroits wie—
her voliständig dienstfähig sein.
»—Praktische Reinigung von Golpe—
varen: Die beste Methode, unt maügewordene Gold—
zegenstände zu reinigen, ist folgende: Man nimmt 2 Vot
dopporkohlensaures Katron, 1 Lort Chlorkalk und 1 Lot
Zalz und löst dieses nicht ganz inn Liter Wasser auf,
uimmt dann eine reine Bürste, und wäscht den Gegenstand
damit aus, aber nur einige Sekunden in reine, strockene
Zägespäne. Nachdem dies geschehen, kann man den Ge
at feiner Soainde ibhe
zewtgd ape itebhnet gedee thhedtgtehtirre haue —
o wird aus Inneabruck gemeldet, — eine Magd eir
Weinsaß zu reinigen. Sie trug es auf den,Plaß r
die Hütte, ftolperte dierbei, das Faß fiel zu Boden ung
2 Magd mit dem Ropf in darietbe hinein. Das Faß
— a aber sosort ins Rollen und flog mit dem Dirndl
J— Stock und Stein hinab bis zur Stripfenalm, wo
3 irgendwo anschlug und zersprang. Ter Senner, der
den Knall hörte, lief herbei und sand zu seinem Er—
taunen zwischen den Trünmern ein junges, hübsche⸗
Nädchen bewußtlos liegen. Als sie zum Bewußtsei
tam, sagte sie, sie sei vom Jochhaus „aba vurzest“ S
E: BI — -α