Full text : Dudweiler Zeitung

A d . ⸗un ανν A—,lugen vorge
mmenen rödlichen Anfälle und Ausschreitungen erheben
iele Blatter scharfen Einspruch gegen die Wessfliegen E,
ei unverzeihlich, daß man am Montag eine Million Zu
chauer nach dem Rennplatz von Vincennes gelockt habe,
ihne dafür zu sorgen, daß diese Menschenmasse in Schran
en gehalten werde. Nur einen Wunder sei es zu verdan—
en, daß kein Flugzeug in die Menge stürzte und so un—
rmeßliches Unglück verhindert wurde Was die Zlieger
anlange, so könne man dieje waghalsigen Leute nicht hin⸗
dern, ihr Leben aufs Spiel zu setzen; aber es solle nicht
gestaͤttet sein, daß sie durch derartige, gewissermaßen offi⸗
zielle Veraͤnstaluungen in den Tos icenlich bineingehetzt
werden.
Weitere Unfälle: Drei Tote hat der europäi⸗
sche Rundflug gefordert. Die drei Toten sind jedoch nicht
die einzigen Opser des Fluges geblieben, auch von den
Zuschauern büßten drei ihr Leben ein. Ein 19 jähriger
Maschinist stürzte von einem Baum, den er erbklettert hatte
ind brach den Hals, ein junges Maädchen, das ebenfalls
inen Baum erkle tert hatte, stürzte gleichfalls ab und zer—⸗
chme!terte sich den Schädel, ein 20,ähriger junger Maͤnn
zerset unter die Hufe der das Flugfeld räumenden Rei—
er und erlitt einen Schädelbruch durch einen Hufschlag.

Spiel und Svort.

9 Kieler Woche. Bei der ersten deutsch-amerikanischer
Segelwe tsahrt auf der Kie ei Föhrde um den Kaiser Wil
e m⸗Pokal und den Prinz Heinrich-Pokal wurde die ame.
tilanische Jacht „Beaver“ erste. Den zweiten und dritten
Platz beleg en d'ie amerikanischen Jachten „Fima“ und „Bi⸗
elot“; dann folg!en die deutchen Jachten „Tilly“, „See
Amd“ und „Wannsee“ Die Ergebnisse der internationalen
Zegelwe tsahrt des kai erlichen Jachttlubs Glücksburg⸗-iel
sind: den ersten Preis der A⸗Klasse erhielt „Momet“,der
3wölfmie erklasse „Skeaf“, der Zehnmeterklasse „Tesa“, der
zeonme'sertklasse ‚Tesa“, der Achtmeterklasse „Taifun“.
* Neuer Weltrekord im Gehen. Ein neuer Welt.
elord im Gehen wurde von dem bekannten Geher Her—
nann Müller-Beslin auf dem Meeing in Hannober auif⸗
zetellt. Er verbesserte über 1500 Meter seinen eigenen,
nit 6 Minrtmn 11.8 Sek. aufgeste l en We trekord auf 5
33,4. Ueber 3000 Meser gewann Müller in der früheren
Kelordzet von 12:37. Er ging dann weiser bis 832186
de er gleich zwei englischen Meilen und verbesserte über
iese Distanz den von dem Engzlinder Lerner mit 13:113
jehaltenen Wel reford mi 13:8,3. Da Müller an dven
nglischen Meisterschaften am 28 Juni teiln mmit, so hat
⁊ nach diesen Leistungen gute Gewinnchancen.

Handel und Verkehr.
Oꝛ Die deutsche Ausfuhr nach Frankreich. Ueber
e Gestaltung unferer Ausfuhr nach Frantkreid
eit dem Inkraftte en des neuen französischen Zolltarife
yird geschrieben: Nunmehr liegt ein volles Jahr zum
zergleich vor seit dem Inkrasutteten des neuen französi⸗
hen Tarifes am 1. April 1910. Nach den französischen
sonatsheften hat sich die Einfuͤhr Frankreichs aus Deutfch
and in den letzten drei Jahren folgendermaßen gestaliei:
308--09 613 Mi lionen, 1909 10 700 Millionen, 1910
is 1911 894 Mellionen Franks. Die Zunahme der Ein
uhr aus Deuitschland beträgt also im letzten Jahr nich!
eniger als 27 Prozent gegen das Vorjahr und sogar 46
rozent gegen das Rechnungsjahr 190809. Gegen das
oriahr ist die Einfuhr gestiegen: bei Kartoffeln und ge⸗
odnetem Gemüse von 7,3 auf 20,4 Millionen, bei rohem
uitschuk von 13 auf 16,8, bei Zellulose von 8,3 auf
inkohlen und Koks von 87,4 auf 112,9, be
dDe n i, bea henicienahn —
—und Glaswaren von 32,4 auf 383.6
oeben von 27,7 auf 28,6, bei Sei dengewo
auf 14,9, bei Leder und Pelzwaren von
241. be unech!en Schmucksachen von 3.7 auf 6.
aschinen von 86,3 auf 118,3 Millionen Frs.; das
unahme um 37 Prozent. Die französische Ein
9 scher Kautschukwaren hob sich von 19,3 auf 29,2
i Franks, die Zunahme betrug also über 50 Pro—
— sie gegen das Jahr 1908 09 sich mehr als
eel hat.
—2 — ——— —
Vermischtes.
Der beliebte Bürgermeister. Der vor einiger Zeii
eingesetzte Landrat eines Taunustkreifes besucht die
ijchiedenen Bürgermeister der umliegenden Dörer. Ern
lauch einen solchen in e'nem nahegelegenen Dorf auf
hen und erlkundigt sich auf der Straße bei einer Frar
h isen Wohnung. Da oben lints in dem Back“ ein⸗
Wohnt der ‚rote Spitbub“ war die An won. Aud
'agt er noch anuherdem einen Mann. der aeradi
ause steht. „Genen Sie nur heer hinein zu den
GBaune:?“. Der Landrat findet dann endüich das
t, unterhält sich mit ihm und fragt ihn im
prächs nach seinem Gehalt. „Ein bischen
der Landrot, als er den Betrag erfährt.
der Bürgermeister, „schätze Se dann mei

— — — — —
n Sorge velreien, ja ihm seiner Laufbah
vie.
Leutnant bei seinem Eintritt ihn etwas e
ute, jragte Freiherr von Thannhausen li
1* mich wohl nicht erwartet ? ——
aber —“ nane
weiter — hier ist das Geld·
K Stern schaute eine Weile ganz sprach
Aenscheine, welche der Leutnant mit eine
ene auf den Tisch gelegt hatte, als han
z, eine kleine Summe. Plötzlich bedeckt
mit beiden Händen, als wolle er ein
x Träne verbergen.
Himmelswillen, was ist Ihnen 2* fragt⸗
verwundert.
Pie mich einen Vugenblick, Herr Kamerad
nich für keinen Weichl ing, aber es ist eit
gendes Gefühl, nach“ so langen, bange
ich dem Ringen um die Existena, mit einen
eine so edle Weise von dem drohenden Ab—
agerissen zu werden.“
arlehen, lieber Freund, welches Sie mir zu⸗
sobald Sie können. Was dürfte es Ein⸗
schen Kameraden geben?“ entgegnete Frei⸗
annhausen.
von Stern hatte sich endlich gesammelt;
dem Adjutant mit Wärme die Hand und
Ihre großmütige Hilse an, lieber Ka⸗
Darlehen natürlich, das ich sobald wie
atten werde. Sterbe ich vor der
d, wer wicd denn in Ihren Jahren
ich ein EAtündnis machen, wel he
rscheinen iassen. Ich habe rhon
meiner Versetzung bierher, mich
und erwarte täghehe meine
weren Kämpfen, weiche uenie⸗
oionien bevorstehen, kann
⸗chen,. “

o *
In * — Aarh
tichser dringt , mu J woran sich
rschungen die man recht eift.. prientiert sind
eute beteil gen, die gut in de. Gyrunermuͤdlichen
ud jeden Schlupfwinkel lennen, trie von den Raͤu—
ät'gkent der türlischen Behörden, ist jeutigen Tage
ern noch von dem Entührten bises geheißen hatie.
ine Spur gefunden worden. Odbg der Behörden voll—
aß die Versolgung der Räuber muin sich nur da⸗
andig eingtzesteslu worden sei, unhend zu umistellen,
nit begnügt habe, die betrefsendrhindern, ist das Ab—
m ein Entweichen der Räuber Ai und Livadia fort
reifen der Umgebung von Kosmag wohl dazu bei—⸗
esezt worden. und dieser Umicht zu eriennen gege⸗
ragen, daß sich die Räuber nich dieser Streifungen
en haben. Man konnte gellemente an der Entfuhr—
dieder feststellen, daß zahlreiczriechischen Räuberhaͤupt
ing beteiligt waren. Wer der im Walde ge funden
iann namens Janni Arvanir, getötet hat, dessen
nd mit Baumwolle zugedecich Wunden auf der Brufl
dopf zerschmettert war und delären. Indessen nimmt
rug, kann man sich noch nicht zu dem Raͤuber L
nan an, daß er auch Beziehungechters in Szene sotzte.
ios unterhielt, der die Entführung Arvanitis von einer
ẽs ist nicht ausgeschlossen, daß de worden ist oder
er ausgesandten Patrouillen erschfspürung der Räu—
on den Freiwilligen, die man zur ichkeit vor, daß er
er ausgeschickt hat. Auch liegt die Miwurde.“
m Streite mit der Bande Lolios getorr chinesischen
Räuberunwesen in China. Ausa Lloyd in
zrovinz Knangtung wird dem Ostasiiatiracht sich in
changhai geschrieben: Das Räuberunwesen her war
eradezu beunruhigender Weise bemerkbar. den ersten
jan wenigstens nach Chinesisch-Neujahr und iat, di⸗
Nonaten so ziemlich sicher; das hat jetzt aufge eintre—
äuber haben keinerlei Pause in ihren Ueberfaͤller We
n lassen. Ueberall klagt das Volk, und auf allen —
en und Stegen herrscht Unsicherheit, Raub und Plüna
ung. Wie grausam die Räuber sind und mit welcher Drei
igkeit sie auftrelen, zeigt folgendes Beispiel: Bei der gro
en Stadt Fat⸗shan, hinter Canton, liegt ein großes rei
hes Dors. In einer Nacht wurde dort ein überaus küh—
er Ueberfall von den Räubern ausgeführt, wobei es hucu
elang, acht Kinder, Soͤhne von reichen Eltern, wegzu⸗
chleppen. Bald fand man eines der Kinder geschlachtei
m Vahndamm wieder. Dazu traf ein Brief, von den
äubern geschrieben, bei den jammernden Ellern ein, in
em stand: „Wir, die Röuber, wollten eigentlich nur 2000
ollars Löfegeld für Eure Kinder verlangen; aber wei
zhr so töricht gewesen seid, auf Anraten Eurer Nota
eln hin, den Raub Eurer Kinder dem Mandarin zu mel—
en, und weil Ihr lieber Euer Geld dem Mandarin als
us geben wollt, so erhöhen wir die Summe jetzt au
ebzigtausend Dollars. Löst Ihr nicht schnell Eure Kin
er ein, so muß ein zwe tes von ihnen in derselben Weise
erben, wie das erste gestorben ist.“ Aber nicht nur qa
en gewöhnlichen Sterblichen vergreisen sich die Raͤuber
e fallen auch obrigkeitliche Personen an. So wurde dein
zorsteher des Provinziallandtags beim Gräberanbeten ver
däubern angefallen und ausgeplündert. Dann Falt ein
zrief von dem König der Räuber, Lukclan⸗shen, auf des
en Ergreifung ein außerordentlich hoher Preis sieht, be'n
eneralgouverneur selbst eingetroffen fein, in dem es hein
Du verlangst von der Bevölkerung sechs Millionen Doll.
iene Steuern für Peking, um das Spielen in der Provin,
interdrücken zu können; ich will billiger in: gib mir da
»älfte, nur drei Millionen, und das Räuberunwesen in
er ganzen Provinz hört mit enem Schlage auf meir
Wort hin auf“

F
Humor des Auslands.
Gasft: „Hier, Ke!lner! Ich fand das Stück Holz in der
Vurst.“ — Kellner: „Ja, Herr? Aber ich bin sicher, daß
—E. Gast: „Wissen Sie, ich habe nichts dagegen, mal
in Stück Hundefleisch zu essen, aͤber der Kuckuck soll mich
olen, wenn ich auch die Hundehütte verzehre.“
Metzger (zu einer alten Frau): „Warum kaufen Sic
ein Ochsenfleisch mehr von muͤt⸗ Alte Frau: „Mit dem
eten, was ich gekauft habe, hätte ich meine Schuhe be⸗
ohlen können.“ — Metzger: „Warum talen Sie es denn
icht?“ — Alte Frau: „Ich wollte es ja, aber die Nägel
ingen nicht hindurch.“ Ohnmachtsanfall des Metzgers.
Ein Kompanie-Kommandant, der seit 25 Minuten den
ergeblichen Bemühungen eines Einjährig-Freiwilligen den
zug in die richtige Front zu bringen, mit wechsendem In—
eresse zusieht. fährt endlich den unglücklichen Dottor ju is
nit folgenden Worten an! „Sie, Freiwilliger, eines sage
h Ihnen, unterstehen Sie fich nicht, im Zivil etwa zu
eiraten, damit mir nicht am End' in 28 Jahren wieder
o ein Kerl daherkommi und die Kompanie versaut!“
Es war ein sehr schönes Zeiger-Barometer. Ganz
ien und in einer prächtigen Holzumrahmung, die deut ich
uf den dafür gezahlen hohen Preis hinwies. Sein En
entünmer war mit Recht stolz darauf. Aber es haste einen
jehler — es wol te nicht gehen. Seit es gekauft worden
var, war es auf „Schön We ter⸗ stehen gebl'eben, wie das
Petter auch sein mochte. Und die Witterung war gerade

CSDer Adjutant schaute erstaunt und beemdet —
nant von Stern. F
„Wie sind Sie denn — hm — gellinde gesagt, auf die⸗
en ubenteuers hen Gedanken gekommen ?“
„Nicht Anenicuecuit hatmich u diesem Futsehlee
ewogen, sondern wirkliches Interesse daran, Land und
deute in Jungdeutseh and hennen zu lernen, da ich schon
ängere Zeit an einem umgpagieichen Werk über unlere
dolonien arbeite uno e— uor nur mönßnich ist, aus ei—
ener Anschauung diese urie er gepend zu bearbei—
en. Ich hoffe nun. dad r dies durch den Uehoerirett
ur Schutztruppe migit den 3
3,„Alles andere hätte ich erwartet, nur daß Sie un
ild verlassen und sich zu unseren schwarzen Landsleute
ich Afrika versetze n laͤsen wuͤrden, nicht.“ e ntgegneh
er Adjutant. —— a rp
Es war vielleicht Unrecht don mir,“ erwiderte Leu
nt von Stern, „Ihnen dies gestern zu verschweiger
her kann ich auch das Geld nicht annehmen, den
e sehen selbjt, Jhr Guthaben ist' bei mie sehr gefähr
„wienn ich nicht zurückkehre ist es gar verloren.“
„Unsinn !“ plaßzte der Adjutant heraus. „Können Si
jren Entschluß nicht änderu⸗ 2
„Nein, dazu ist es zu späͤt. Mein Antrag hat be
ts Genehmigung gesunden und wenn auch der An
ang von Offizieren zur Schußtruppe ein großer ist, si
es doch nicht angängig, vor der Einberusung ohn
nügenden Grund wieder zurückzutreten.“
„Aber eine wenig verloncende Gegend, die ses Afrika.
ber Stern. Ich erhielt kuͤrzlich einen Brief von einen
meraden, der seit einem halben Jahr bei der Schutz
ppe sich befindet. Die Berpflegung ist schlecht, di
rapazen furchtbar.“
„Das glaube ich, aber ich werde es ertragen,“ ent
nete Leutnant von Etern bestimmt. Ueberlegen Si
sich daher noch einmal, lieber Kamerad, ob Eie unte
wihnen jetzt bekannten Umständen mirt ein o hohe⸗
rlehen gewähren wollen.“
„Hier gibt es nichts zu überlegen; was bedeutet dem
ese Summe auch? Für Sie allerdings im gegenwär
jen Augenblick Besreiung aus unang en ehmer SEifuation
r mich? Nichts, selbst wenn Sit nicht gleich in de
age sein sollten sie 2uriickauaublen. Hufientlich azieh.

teut⸗

al
» es
—* oel. Dann, alse
ie Regenttopfen die Glasschelbe zu trüben begannen, kan.
e zu einem Entschluß und bewegte sich langsan vorwärts
us: Sehr trocken ·...

deber die Vererbuug der Immunität.
von Prosesor De Paul Ehrlich (Frun furt a. M.)*
Das Problem der Vererbung hat seit jeher einen gro
zen Reiz auf die naturwissenschaftüchen Forscher ausge
ibt. Die Vearbeitemg dieses sowohl theore isch hochinteres
anten als auch praktisch außerordentlich bedeutsamer
Forschungsgebietez irat mit der Auffindung der Antikör
»et, d. h. der im Organismus sich belaenden Schutzstoffe
imcine neue Phase. Sehien deoch hier ein aussihtsreiches
Feld erösfnet zu scn, aufj dem siih de grundlegende Frag
ach der Vererdung erworbener Eigenschaf en bearbeiter
ieß. Denun die Antitörper sind Stosse. die der unierische
n) menschliche Organizmus in mehr oder minder hohen
jrade für kurze oder läͤngere Zeit prodnziert, wenn er 3.
3. von einer Infektionstrantheit befallen war. Den Zu
and in dem sich cin selcher Organismus dann befendet
ezeichnet man befanmtlich als den der Immunität. Dief
zimmunmläßt sih darch das Blut'erum der immunern
Indvidaic ech zorre: auf anere übertragen und erzeug—
ei diesen cocnt.ss ene wenn auch nur passagere Immu—
utet, jo, man kann mit den immunisierenden Schußztofsen
uch Heilwirlungen erzielen.
Das Diphtherichei serum ist der bekannteste und aner—
annteste Typus dieser Antikörper. Ich konnte aber nach—
vessen, daß sich die Schutzstoffe nicht nur im Blute, son
ern anch in der Milch immunisierter Tiere finden. Die
zrkenntnis dieser Tatsache hat nun Licht in die Frage der
Lererbung der Immunität von Vater oder Mutter auf
ie Nachlommenschaft bringen können. Es ist hier nicht
er Plabß, auf die Möglichkeiten einzugehen, durch welche
e Immunität der Kinder, die von immunen Eltern stame
un, bedingt werden kann.
Ich habe vor langen Jahren die Lösung der Frage
riff genommen, dadurch, daß ich an Mäuse Gif—
in Ve aus dem Rizinussamen und der Jequiritybohne
toffenn waren, das sogenannte Ricin und Abrin ve—
zgewonnd die Tiere durch langsame Steigerung der
fütterte iminen hohen Grad der Immunität gebrach
Menge auf Mun Männchen von hoher Immundiät mi
abe Ich 8 gepaart und umge ehrt hochimmun
tormalen Weibchehen Männchen. Während nun di—
Weibchen mit normaͤezen Gruppe keine Immun tät auf
Nachkomme. schaft de adie Keimstosse Tes Vat.rs ein
vies, woraus erhelie, vaßht imstande sind, konn!e ar
Immuni'ät zu uübertragen nNü ter Immunilät nachge
den, Jungen der immuniße teut hiet während der gan
viesen werden. Diese Immunid SZeit dar über hinau⸗
en Säugungsperiode und noch e nltter geborenen Jun
in. Wurden die von der immunen Pal trat te ne Im
len von einer normalen Munser —8 Junge duro
nunität ein. und umgesehrt konnten nornne Immun tä
Nugung an einer immunen Mutter sich . daß weder
rsäugen Durch diese Versuche war tkonla A
ie va erliche noch die m ller iche Keimgene Mdaß dee
ehertragung der Immumitet vewirtt, sondern u die
Nilch der immunifierten Mutter die Schustoffe *
dachlommenschaft ůberträgt. ꝛ
. Diese im Tiererper ment gewonnen u
nüssen auch für die menschliche —
ung sein. Ich wies schon in meiner Arbeiß dactu
nd betonte, daß die siillende Mutter ihrem Kinde F
e los e ne wenn auch nicht exakt nachweisbare Men ⸗
Schutzstoffen mit auf den Weg gibt, denn anders g e
vir uns die Tatsache nicht erklaͤren daß die Brust ä ne
von gewissen Kraucheiten vahrend vobe dnrustäugling
erschont bleiben. augungsperiod
‚euerdings hat die Uebe —
deilstoffen durch —I — un
»hilitisch gelorener Kinder eine besondere urs
vonnen. Es hat sich nämlich herausgestenlt, daß ———
on mit Salvarsan behandelten Muͤtsern voraus
aß diese selbst Zeichen der Ertrantung darben dane
——— auf die Krankheit des —S
Frage i im F —
diehe gertine doch noch im Fluß und miß noch naher
Jedenfalls dürten wir anne
a mit so großen Finessen spem ide Fobr de
rlaubt ist, der Muttermilch Eigenschaften verleiht de
huend uf den lindlichen Organismus wlenn id du
s der Mut er zur Pflicht machen, ihr Kind —* a
nur irgend angängig, selbst zu stillen

*) Wir entnehmen den vorstehenden Aufsatz des Frank⸗
surter Gelehrten der Franksurter Sondernummer der emp⸗
ehlenswerien Zeitschrift Unser Weg“, Blätter für
wesundheit von Muter und Kind, illustrierte Halbmonals
rift für Haus und Familie, des Organes der Preußi⸗
Landeszentrale für Säuglingsschutz, Berlin W. 9,
nerstraße 1344, Verlag Elsner und Dr. Salomon

ch Iir Hert Druder eine kieine Teyre aus die ser Ber
genheit, in die er sie gebracht hat und lüßt seine Fin
er von dem unseligen Spiel. Ich habe mir auch zu
schworen, nie wieder eine Karie anzurühren, insofern
at die ganze Affäre ebensalls eiwas Gule— für mich
eun ich muß bekennen, ich bin nach dieser Richtun
n bisher auch nicht immer srei von Schuld geblie
n.“
„Darf ich meinem Bruder mitteilen, wem ich die
zilse zu danken habe? Ich habe sein Ehrenwort. da
nie wieder spielen wird und soweit ich ihn kenne
ält er sein Wort.“
„Nein, Herr Kamerad, lassen Sie die Sache vollstãär
g., unter uns bleiben; es würde mir u nangenebm seir
och mehr Mit wisser in diese Angelegen heit eingeweil
seben.“ —W
„Wie edel — J
„Apropos, lieber Kamerad.“ unterbrach der Adjutan
eutnant von Stern. „Jch sagte Ihnen gestern schon
uiß es Zeit sei, Sie ein werig aus Ihrer Einsomke
erauszureißen und in heitere Ge se llschaft einzuführer
n einigen Tagen gedenke ich zu mehrtägigem Aufen
aAlt nach unseren Majotatsgut zu verreisen, ur
ich einmal ganz ungezwungen wije der den Reizen de
ind lebens hinzugeben. Kommen Sie ebenfalls ur
claub ein und begleiten Sie mich. Für Sie um
ehr zu empfehlen, wenn Sie wirklich uns verlasse
id sich den harten Strapazen da unten in dem schwae
n Erdteil aussetzen wollen.“
„Wie kann ich Ihre Gastfreundschast noch in An
ruch nehmen, wo ich so tief in Ihrer Schuld siehe.“
„Keinen Widersrruch — ich verlange Ihr Wor
ie sollen einige Tage mein Gast in Thannhause
„Sie erdrücken mich, den Ihnen bisher ferngest ande
n Kamerad, mit Ihrer Güͤte. Werde ich Ihnen auch
ht unbe quem. Reisen Sie alleine 2*
Bewahre. nicht im Geringsten Ehre Gesell schaf

rd anr mur angen⸗ jm sein . Ob Mama und Pap⸗
uit auf, das Land gehen werden. bezweifle ich, abe
nein liebes Schwesterchen wird mit von der Partei sein
or der Sie sig nicht zu Jürchten brauchen. denn e u
anft wie ein 26 ibchen —

5yech;[ —
auft hat, einen Beag ur
värtiger Fobrikant wegen Fuhrwerks
— Ein Rottenarbeiter. welcher einen
Zortemonnaies mit Inhalt entwendet h
tann, der einen größeren Geldbetrag
ich behalten hat. — Ein Fuhrknecht, weichen
interschlagen haben foll. — Ein Ehepaar
ind Beleidigung einer Familie, sowie wenn
zung. — Eine Frau, die sich in der Wohnun
nannes des Hausfriedensbruchs schuldig qe
cine Tirne und ein Schreinergeselle,
ztraße durch gegenseitiges Schlagen und —
roben Unfug verübt und dem Poliz
Viderstand entgegengesetzt haben. — E
Wäschedebstahl. — Eine Frau, weil sie
ind deren Tochter mißhandelt hat. — Ein
dem Verkaufslokale eines Kaufmannes 62
densbruchs, der Bedrohung und Beleu—
machte. — Eine Person wegen Mißhandl
ender wegen Unierschlagung. — Eine Pe
verbevergehen. — Ein Händler wegen
Zonntagsruhe: — Eine Person, die aus e
enen Waschküche Wäschegegenstände en
Arbeiter, welcher Erdarbeiter bei Ausführu
dindertes und dedrohte. — Eine Person,
zachbeschädigung schuldig gemacht hat. —
lokal waren untergebracht 8 Personen, festge
nif Grund richterlichen Hastbefehls 3 Persi
satten sich 5 Personen gemeldet. — Vern
zerson, — Als verloren gemeldet wurde;
»Adenes Vollier
Der Verschönerungsverein Dudweilein
em Arzeigenteil zu ersehen ist, heute aben
virtschaft Riedschy seine diesjährige Haupive
jalten. Ta u. a. auch die neuen Arbeiten
ind beraten werden sollen, so wäre es doch
venn sich alle Mitglied er an dieser Versamm
damit die ein elnen Wünsche bekannt werd
euen AÄrbeitsplan aufgenommen werden könm
eine solche rege Beteiligung aller Mitglieder
Lereine erst möglich gemacht werden, seiner
Kufgabe gerecht zu werden, Ort und Umgebun
agen zu verschönern, den Besuch des Vereins
hes den Bann der Bürgermeisterei Dudweile.
Aufstellung von Wegweisern, Verbesserung und
von Pfaden, Herstellung von Aussichtspunk
»lätzen zu erleichtern und angenehmer zu m
Rheinisches Sängerbundesfest in Ki—
rüheren Exerzierplatz vor dem Aachener T
»on fleißigen Händen mit der Errichtung di
hrer Nebenonlagen beschäftigt, und in den
chüssen herrscht eine fieberhafte Tätigkeit,
eitungen zur gastlichen Aufnahme der aus ge
zu Tausenden zusammenströmenden Sangesb
vürdigen Durchführung dieser großzügigen
Die von dem Kölner Architekten L. Pakfendor
Festhalle ist von imposanter, künstlerisch bedeu
ung, in der sich auch die übrigen Aufbauten des m
in glücklichster Weise einfügen. Bei einer Lär
einer Breite von 60 Meter zeigt das Mitte
schiffigen Festhalle die außerordentliche Span
und eine Fristhöhe von 18 Meter. Die ẽ—
usschließlich des versenkten Raumes fü
4000 Sänger, im Zuhörerraum sind
y hen, sodaß die dalle im ganzen üb
Snehmen vermag. Eine Pergola v
zeseost und Telegraphie mit der H—
aufzier maͤchtigen Linde üderfschatte
tr * n sich rückwärts das große
on —— zur Erfrischung
Jebi, delcend ausgeslatteten Festplas
ige I der Festhalle ist in weitem
em entzü enständen und einem Musir.
— eine Kolossalstatue der Co
de dehen Festprogramm wird das
ie Mitte zied Samslag den 1. Juli mit
etzt vorliegendgauptrestaurant erdffnet; au
undesfest am hemin ags die Generalprorv
Zommers im FFefthalle statt, nachmitto
Juli finden vhnarkt aus durch eine Reh
denlonzert in dohadt zum Festplatz bewge
der sich vom Neus unt um 6 Uhr nachnit
der Alt⸗ und Neup Meistersingvorspiel uite
erste Festkonzert besektors Frißz Steinbadd
eingeleitet mit den MPumel ruühmen“ anschließ.
derrn Generalmun dFes wird die offizielle Be—
machtvolle Chor, Di Nes durch die Spitzen
Beendigung dieses Chopsgesikonzerte wird u. a.
Rheinischen Sängerbun der schwierigsten Werke
erfolgen. In dem ersten c, das allergrößte Ir
nahl der Apostel“, eines s mit“Begleitung de
en Männerchor-Literate zu Vortrag gelan
ösen. Das Werk, welchplner Männergesan
Musiker starken Orchester! igverein Polyhyr
die Männergesangvereine KEiafel und Männe
Liederkranz, Männergesa Fe Männerg sangver
Sängerkreis, Kölner, Liedshaus de Höhe
Germania als Jüngerchöre, Feins
und Theobromina als CThörche von
es Kölner Mannergesangvaͤß wird
verden Der Schlußchor, defe n.e—
ülle und Klangschönheit ist, Fehru⸗
nischen Sängerbund gesunge
a cappella von Silcher zur
estages des Komponisten, de
»on Max Bruch, unseres rhi
Lieder im Volkston der rhei
deuser und Mathieu Neuman.
derländischen Volksgesänge von
bietungen des ersten Tages dar
Montag. der' 3., Juli, seht am'.
aus dem Rheinischen Sängerbu
ein. — Es rüsten sich zum edlen
Bergischen Landes, die in einer
)en das deutsche, traute Volkslied
vährend die Geireuen des rechts—
Anterbundes durch die Chöre M
Frühling am Rhein von Breu
Meyer⸗Olbersleben den Beweis s
ungen im Kunstgesange erbringe
zelegene Unterbund Bonn, dem pre
ingehören, wird mit Chören von
»em Rahmen in würdiger Weise anr
köln, dem eigentlichen Träger des
weiten Tag dankbare, wenn auch
jewiesen, indem er einen Festgesang
nd einen dem Rheinischen Saͤngerb
Das? Lob Gottes“ von August von
r Aufführung bringen wird. »*
mit dem Kaisermarsch vo
Artund des Junzen Bundes

3
            
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