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Amtliches Publikationsorgan für den Mit zwei Beilagen:
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Bürgermeisterei-Bezirk Dudweiler. Sonntagsblatt und Heitere Blätter.
Saovxuön Nr. 69, 259, 269, 1261. Druck u. Verlag: J. Unterlosser, Dudweiler Verantwortlich für die Schristleitung Arthur Unterkeller, für den Anzeigenteil Karl Unterfeller
Aift mit 500 M. gege Tod durch Unfall bei der Nürnberger Lebensvert: Kerungsbank in Nürnberg versichert. Jeder Unfall ist binnen einer Woche nach Eintritt der Nürnberger Lebensversicherungsbank anzuzeigen, auch muß sich der Verlehle innerhalb 20Stunden nach dem Unfall in ärztliche
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IÿI ι ———— ———— —— — ———— — ————— — — — ———
Donnerstaa, den 18. Mai 1911. 24. Jahrgang
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Zeppelins Pech.
reue stolze Zeppelinsche Passagierluftschiff Ersal
»“Nist nun ebenfalls wieder ein Trümmerhaufen
Beim Herausbringen aus der Düsseldorfe
de es von heftigen Windstößen erfaßt und au
over Luftschiffhalle geschleudert, sodaß es in dre
ellte. Das ist nunmehr die fünfte schwere Kata—
er Zeppelin⸗Luftschiff heimgesucht hat. Nochk
rei Fahre vergangen, seit dem Unglückstag bei
18 das „Zeppelin“⸗Schiff nach seiner dent
Asahrt durch Feuer zerstört wurde. Jedem isi
innerung, wie damals, in den ersten Au—⸗
ahres 1908, Trauer das ganze Volk er—
vie ann die große Nationalspende zusammen⸗
en rasen Zeppelin in den Stand setzte, sein
enswerk fortzusetzen. Am verhängrüsvollsten für
in“Schifse war das vergangene Jahr. Am 25.
entfloh der Militärballon „3. 2* von seinem
ei imburg und zerschellte am Webersberg bei
Aun 27. Juni wurde „V. Z. 7, die „Deutsch-1
des3 sie in Düsseidorf stationiert war, um vor
Passagiersahrten zu unternehmen, im Teutobur—
vernichtet. Am 14. September zerstörte in we
u?en Feuer den „L. Z. 6“ in der Halle bei Ba—
ind jetzt ist als fünftes Opfer die zweite
d“ zugrunde gegangen. Wiederum wird sich
ert Streit über die Vorzüge der verschiedenen
heben und wiederum wird er nicht entischieden
m bei dem nexesten Düsseldorfer Beispiel zu
kann man, ohne eingehende fachtechnische Kennt⸗
tzen, ruhig behaupten, daß der Unfall mit dem
en nicht geteilt, die im Abrigen die Vosung des Problemẽ?
»es lenkbaren Lustschiffs als eine der größten Tater
nenschlichen Ersindergeistes anerlannt haben. Die Erfah
ungen der letzten Jahre, nicht allein mit dem ganzstarren
Zzystem. bestätigen immer mehr, daß der Ballon von den
Ideal eines wirklichen Verkehrsmittels noch weit entfern
st, ja man neigt sich, auf Grund der gewaltigen Entwick
ung der Aviatik, eher der Ansicht zu, daß der Flugappa
at hierzu besser geeignet sein mag, als das Luiftschiff.
Venn aber auch die Fliegekunst dereinst die Hauptherrsche—
tin im Reiche der Lüfte sein sollte, so wird man doch
lets derer gedenken, die sich dem Problem des „Lenkba—
en“ gewidmet haben, und als den Ersten von allen den
Yrafen Zeppelin nennen
Ueber das Unglück, von dem das Luftschiff „Deutsch
and betroffen wurde, gibt Eckener, der Führer des Lust
chiffs, folgende Darstellung: Um 94 Uhr war der Lust—
reuzer zur Absahrt bereit, und die Bedienungsmannschaft:
ind die Feuerwehr zogen das Luftschiff aus der Hall
seraus, nachdem man sich vorher überzeugt hatte, daß die
igenblickliche Windstärke drei bis vier Sekundenme er be
trug und d'e Windrichtung im Längsschnitt der Halle ver
ief. In der Gondel haiten Platz genommen: Kommer
ienrat Pseisser und Gattin, Herr Alfred Poensgen un
svattin, Frau Aposheker Schweling, Fräulein Hedwig Wül
sing, Frulein Häser und Frau Gräfin von Spee. Scho
war das Lujftschiff fast aus der Halle gebracht und hatt
mui seiner Spitze die Hälste der Schutzwand erreicht, da
saßte plößlich eine heftige Seitenbode das Fahrzeug. Da—
zahlreich anwesende Publikum eilte sofort hinzu, 120 bit
150 Personen versuchten das Schiff zu halien, trotzdem is
es gegen die Schutzwand getrieben worden und erhielt i
»er Nähe der hinteren Gondel einen leichten Knick. J
»emselben Augenblicke wurde die Spitze des Luftschiffes
ie sich inzwischen emporgehoben haite, gegen die Kant
»es Daches geschleudert, geknickt und legte sich über da
dach selbst. So war das Lufischiff fesigepreßt. Man wa
a hera u vu iruung der Passagiere vedach
Die m der OHatm, keñindiiche Magtrusleiter der Feuerwe.
vurde berra ε. um minn ihr die Baijagtere s d
Vondel, dae Ab in etwa 15 bis 20 Weier Höh. befand
ms ihtere gefabrlichen Noce zu befreien. Inzwischen be
ruhigte bie iechnische Mannichaft die Passagtere und gal
heen Verhaltungsmaßregeln. Zwei Personen wurden m
dilse der großen Leiter zur Erde befördert, während di
uderen. daruiter die Damen, von der Bedienungsmann
chaft mittels des Lauisteges auf das Dach der Halle ge
eitet und von da zur Erde geschafft wurden. Inzwischei
var·Milzan. das von der Uebung zurückkehrte, zu Hilf
eerilt und beteiligte sich mit Eiser an der Rettung de‘
dufuchtißes. Es wurde alles daran gewandt, es durch de
aue mederzubringen. Dies gelang auch schließlich, abe
er Echaden ist doch so groß, daß das Luftschiff völli,
etriebsunfahig ist und seine einzelnen Teile zum Neuauf
au nicht mehr zu verwenden sind. — Das Unglück, s
agte Dr. Edener weiter, sei auf höhere Gewalt zurückzu
ühren. Es hätte nicht eintreten können, wenn nicht au
er Golzbeimer Heide ganz anormale Windverhältnisse ge
errscht hätten. Es lomme vor, daß bei ganz stetigen
Vind plötzlich seitliche Boen auftreten, die man nicht in
zen Kreis der menschlichen Berechnung ziehen könne. Do
zurch sei ein Gefühl der Unsicherheit entstanden. und die
es unsichere Gefühl habe ihn, Dr. Eckener; vor jeder Fahr
ergriffen, obwohl er schon 64 Fahrten mit glücklichem Au
ieg und ebenso glücklicher Landung mitgemacht habe. E
abe die verschiedensten Lustichiffe in Friedrichshafen selb
leführt, und man sei bei viel stärkerem Wind aufgefahre
oie in Düsseldorf. Aber man habe dort nicht mit so un
erechenbaren Windverhältnissen zu rechnen gehabt wie i
der Golzheimer Heide. Sofort nach dem Unglück am Kar
reitag habe Graf Zeppelin bei seiner Anwesenheit in Düj
eldorf sich dahin geäußert, es beständen auf der Golzhe
mer Heide schlechte Wind- und Wetterverhältnisse, und be
dieser Sachlage sei es nicht ausgeschlossen, daß sich nocd
inmal ein solches Unaglück ⸗reiane
8
Die verunglückte Deutichland“
nichts zu tun hat und daß ganzsiarre, Fer
unstarre Ballons mitunter machtlos gegen heim
indstöße sind und erst recht nicht geseit geger
r. Die wissenschaftliche Großtat des Grajfer
er als Erster in der Luft einen zz e bewußten
legte, nicht zufällig und vom Glück begünstigt
Geschichte an und kann durch keine Mißgefchich—
rem genialen Erfinder und Erbauer benannter
us ihr gelöscht werden. Etwas anderes abe,
nicht die anfänglichen Hoffnu gen zu über
waren, als man mit einem Male Herr der
na glaubte. Auch in den Kreisen der Zeppelhen
in jetzt zu manchen Konzessionen bereit. So if
t unwidersprochen geblieben, daß in Fr'edrichs
iche angestellt werden, um die bisherigen Di
der „Zeppe in“⸗Schisse herabzusetzen, und zwa
damit Wünsßhen der Heeresverwaltung entge
die mehr Gewicht auf erhöhte Schne lig'ei
uj das Verlanzen, möglichst viele Personer
nge Zeit zu befördern. Auch sind die vor
anguinikern gehegten Erwartungen, daß nun
en Lenkballons eine neue Aera des praltischer
ugebrochen sei, nicht in Ersüllung gegangen
inse wurde ührigens von Anfang an von Vie
—EEIEEXCEEEXCEEAAF
G öttin Daämon und seine Augen traten aus ihren Höhlen. Es vedurfte nu
ines 3— Blickes sur —8 5 — ahre
j — jatte, daß ich gelogen habe, und daß jetzt die Abrechnung kam
Roman von Richard Marih. Ich weiß nicht, ob er sah, daß eine Dame bei mit war
Nachdruck verboten Jedenfalls nahm er keine Notiz von ihrer Anwesenheit, nich
inmal durch Lüften des Hutes. Sobald er mich sah, kam «
mit kleinen, eckigen, hastigen Bewegungen ins Zimmer, die
wie ich aus Erfahrung wußte, unweigerlich Vorläufer eine!
maßlosen Wutausbruches waren! Iq toöte Dich! Ich töt
Dich! Ich töte Dich!“
Er wiederholte diese drei Worte unaufhörlich, als spräch
er mehr zu sich selbst als zu mir; mit einer heiseren Stimme
die schon an und für sich unangenehm klang.
Mein erster Gedanke war: Die Göttin!“
Als hätte er von Anfang an ein Auge für die richtigen
)ramatischen Effekte gehabt, so riß Lawrence, als er vi⸗
ierher gekommen war, mit einer raschen Bewegung den roten
Schirm herunter, so daß er polternd zu Boden fiel. Die Arm⸗
veit ausstreckend rief er:
„Sebet! Die Göttin!“
zlück für mich. Venn, was ich vor mir sah, wa
nde Erscheinung im Strahlen⸗Mantel mit einen
einem Gesicht, das einen Glücklicheren als mich
rde. Es war eine recht späte Stunde für ein
fende Erscheinung, um einen ersten Besuch be
nen Herrn zu machen. Aber als ich erfuhr, do
wester des talentvollen Tom sei, wußte ich genu
hr noch mehr als die Zunge der, Dame erst ein
war, denn selbst bezaubernde Visionen haben bis
gen“ Der teure Tom hatte seine Geschichte au
ar so wahr wie die Bibel, jedes Wort, das ich ih
Das will ich beschwören.“
wollen Sie ohne Zweifel. Aber so, wie die Er
v die Lippen der Dame kam, erschien sie mir über
sch hatte keine Ahnung, bis sie es mir sagte, das
alter Sünder sei, und Tom unerfahren wie ein
hien, daß ich die Unschuld dieses Knaben zerstör
ch hn sogar schreiben gelehrt hatte — besonder
»mmen. Mir klang das verwunderlich. Jd
nage Tom getroffen, und fragte mich verwundert
hwester je mit ihm zusammen gewesen sei; id
s von seinem Leben, und konnte nicht annehmen
nur eine Ahnung davon hätte. Jedenfalls wa
hören, daß eine so reizende Dame einen folch vor
uder hatte, wenngleich er —ãE solch
Gefährten hatte. Ueber einen derselben gab si
zändeweise, gerade ihr Urteil ab, als die Tür sic
ꝛte, diesmal glaube ich wirklich ohne vorherige
nn ich kann unmöglich annehmen, daß die Stimm
zin Klopfen übertönt haben sollte. Mein Bruden
terbrecher — der ungeladene, unerwünschto Unten
ces têto-àtéêto.
ßte, das Ende war gekommen; das Spiel wan
mete es im selben Moment; es stand auf seinen
Wenn er in Wut war, schien er förmlichk
wenn der Sturm der Leidenschaft ihn auf
hatte ich ihn so groß gesehen. Er bebu
Mnast. Seine Fingoer äüffneien und schlosse
Ich weiß nicht, wäs vie andern, noch was ich zu seher
rwartet hatte. Mir hatte unklar etwas von etwas Entsetzlich
zrausigem vorgeschwebt; von etwas Aneee n
veder Toten noch Lebendigem. Was ich tatsächlich sah, mächt
nich momentan starr vor Staunen. Aber schon im nächster
Noment sah ich meine eigene Dummheit ein. Vieles vor
em Vorhergegangenen hätte mich gerade hierauf vorbereite
saben können. Nur meine geistige Schwerfälligkeit hatte mic
erhindert zu sehen, worauf Lawrence' Worte abzielten. Un'
‚och lieferte das, was ich sah, auch keine genügende Erklärung
varf absolut kein Licht auf das, was ich in meinor nächtliche
Hision gesehen hatte.
Der umfallende Wandschirm hatte ein Götzenbild enthüllt
ugenscheinlich eine Hindu-Göttin. Sie hockte scheinbar aus
inem Ebenholz⸗-Piedestal, etwa vierzig bis fünfzig Zentimeten
dom Boden entfernt. Die Figur war fast anderthalb Meter
Joch. Sie stellte eine Frau dar, die mit untergeschlagenen
Füßen sitzt.“ Ihre Arme waren über die Brust gekreuzt, —2
Finger verschränkt. Zweierlei fiel mir auf, Erstens, daß diede
Janze Figur leuchtend rot war; zweitens, daß ihr Verfertiger
hacte, ihr einen täuschend lebensvollen Ausdruck zu
Jeben. Hieräuf machte Lawrence selbst uns aufmerksam.
„Sehen Sie, wie lebensvoll sie ist? Es bedarf nur eines
Druckes, um sie mit glühender Leidenschaft zu erfülson Au
iese Berührung lauert und wartet sie nur.
Es war genau das. was mir selbst auffie Es hodieft
Düsseldorf. 17. Mai. Graf Zeppelin ist h'er
von Stuttgart aus eingetroffen und begab sich sofort ar
die Unfalistelle der „Deutschland“.
Düsseldorf, 17. Mai. Die Anwesenhet des Grafer
Zeppelin gilt in erster Linie der Frage, ob Düssel
dorf wegen seiner Lage auch in Zukunft Standquar ier ei—
nes Luftkreuzers sein kann. Graf Zeppelin machte dies
von einem vollständigen Umbau der Hall«
abhängig. Er verlangt zwei Einfahrten, ein Gleis, au
dem das Lujstschiff auz- und engeführt werden kann unf
eine Verbreiterung der Tore. Es soll, wenn die Stad
diesen Wünschen entspricht, Mitte August das neue Luft
schiff, das zur Zeit in Friedrichshafen im Bau ist. nack
Düsseldorf gebracht werden.
Volitische Rundschau
Deutsches Reich.
* Die im Reichstage zwischen den in Betracht kommen
den Parteien und Vertretern der Regierung forigeführter
vertraulichen Besprechungen über die elsaßhbothrin
zischen Verfassungsgese stze scheinen zu einen
Verständigung über den Sprachenparagraphen zu führen
Die in dem Wahlgesetz liegenden Schwierigkeiten aber sind
wohl noch nicht überwunden, weil der Reichskanzler nich
in der Lage ist, auf das im Entwurf enthaltene Plural
timmrecht ganz zu verzichten.
Aus dem Vatikan.
* Wie die „Tribuna“ schreibt, lesdet der Papsst schon
eit einigen Tagen an einem leichten Gichtanfall
er ihn am Gehen hindert. Das Allgemeinbefinden is
leichwohl sehr gut. Der Papst hütet nicht das Beit, son—
dern geht seinen gewohnten Beschäftigungen nach. Di
derzte verordneien ihm Ruhe. Am Dienstag empfing der
Papst den sardinal Vives y Tuto und einige Prälaten
die allagemeinen Andienzen sind abgesagt worden
Serbien.
* Entgegen allen Ableugnungen erhält sich in Belgrad
das Gerücht, daß der Kronprinz Alexrander nack
den Londoner Krönungsselerlichleiten nach Petersburg rei—
en werde, um sich mit der Tochter des Großfürsten Keo w
tautin Nikolajewiitssch., eines Onkels des Ka—
»·n ꝛu verloben.
Türkei.
* Gelegentlich der Beraung des Etats des Minisie
iums des Inuern wiesen die Abgeordneten von Jerusa
em und Damaskus auf die Gefahr des Zionismus fär di
kürkei hin. Der armenische Abgeordnete Vartkes erwi—
derte, die ganze Art der Behandlung der Frage ziel—
darauf ab. die Massen zu erregen, die man zu Meheleler
genen die Juden verleiten wolle.
Amerika.
* Präsident Taft hielt mit den Miigliedern des Ka—
binetts eine Beratung ab, die die künstige Poletit geger
die Trustes mit Rücksicht auf die Entscheidung gegen die
Standard Oil Company zum Gegenstand hate. Es ver
lautet, daß ein Strafsversahren gesen die Oil-Magnaier
nicht ausgeschlossen ist. Dem Senat l'egt bereits ein Ge
setzentwurf vor, der eine Verschersung des Shermanscher
Antitrustgesetzes bezweckt und es gilt als sicher, daß di
Progressisten unser den Mitgleedern des Kongresses da
Sherman-Gesetz so zu ergänzen versuchen werden, da
ünftighin eine Unterscheidung zwischen billigen und un
hbilligen Kombinationen, wie sie die jüngste Entscheiunç
enen die Standard Oil Company trifft, unmög ich ⸗ nm'oll
Marokko.
* General Moinier meldet, daß ein erneuter An
zriff der vereinigten Zemmur- und Dajna-Reiter am Vor
mittag des 14. dss. Mis. bei Lalat erfsolgte. Die fFran
oͤsische Artillerie konnte nicht eingreifen. Ein
Angriff der Franzosen erwies sich als genügend wirksam
die französischen Verlnste sind gering. Auch die vom Ge
ieral Toutee geführte Kolonne wurde bei Taurirt von
Zztamme der Beni Urain angegriffen. Eine Verprovian
erungs⸗Viehherde, die für die französischen Truppen be
immt war, fiel den Angreisern zur Beute. Vier franzö
asche Herbdenmßßchter murder schmor
———— — —
wirklichen Lebens zu geben. Ich konnte nicht herausfinden,
woraus sie gemacht war, densaus nicht aus Holz oder Stein
„Als Philipp quer durchs Zimmer auf mich zukam,
aäherte ich mich der Göttin. „Nimm Dich in Acht!“ sagte
ich. „Sei kein Narr! Siehst Du nicht, daß hier eine Dame
ist? Er sah sie nicht; oder schien sie nicht zu sehen. Ich be—
weifle, ob er selbst die Göttin sah. Das war so seine Art.
In seinen Wutanfällen glich er einem tollen Stier; er hatte
nur für den Gegenstand seiner Wut Augen. Ich töte Dich,
uhr er fort zu murmeln, heiser vor Wut.
„Sei kein Esel!“ schrie ich. Aber er war ein Esel
Plötzlich erfolgte der Ausbruch, auf den ich gewartet hatte
Wie ein Stier auf den Torero, so schoß er auf mich los
und statt auf mich, prallte er auf die Göttin. Das sollte se
ß würde ich nicht mehr leben, um diese Geschichte zu
erzählen.
Zufällig stand die Göttin zwischen uns. Ich hatte dies
kleine Schnur in der Hand — Sie sehen, so wie jetzt. Meine
rote Schönheit war ein Hindernis, daß er garnicht weiter in
Betracht zog. Er rannte darauf los, als wolle er sie in
Atome zersplittern. Aber die Göttin ist nicht so bei Seite zu
schieben. Als er auf sie zustürzte. sprang sie auf ihn lae
aerade sol“
Plötzlich schrie er, die Arme ausbreitend, mit lauter
Stimme: „Nimm mich hin, ich bin Dein! Oh Gattin mi
den blutroten Händen!“
Wie es genau zuging, kann ich selbst jetzt noch kaun
sagen. Als Lawrence nach vorn sprang, erhob die Figu
sich auf ihre Füße und war in derselben Sekunde lebendig
Sie öffnete die Arme; aus ihren Fingerspitzen kamen Messet
— Vorwärtsschreitend packte sie Lawrence mit ihren stahlbe
waffneten Händen, mit einem Griff, aus dem es kein Entrinnen
ab. Aus jedem Teil ihres Körpers sprangen blitzende Klingen
— und gegen diesen Messerwald preßte sie ihn wiede
und wieder, drehte ihn um und um, hob und senkte ihn, so
daß die Waffen ihn vorne und hinten durchdrangen un'
zerhackten. Selbst aus ihren Augen, aus Mund und Nas
waren Klinhen hervorgesprungen. Sie warf den Kopf vo
And rückwäris, so daß sie ihm Gesicht und Kopf zerfleischer
konnte. Und während der ganzen Zeit ertönte von irgend
wo her Frauenlachen — jener entsehliche Klang, den ich in
Traum vernommen 38 JF
M ——
— a apitel 26.
Das Vermächtnis der blutrnten Hände
4
*
—— — —
— Die Strasprozeßnovene.
Der „Reichsanzeiger verichtet: Die Strafrechtskom
nssion berziet in den leßten Sivungen über das Strafen
züenn (Abschuite des Vorenwurjs: „Sirasen, sichernd—
daßnahmen, Schadensersah“;. Die Todesstrase ist grund,
zzlich beibehalien, bdabei aber für die Beratung des be—
„ad ren Teile die Priifung der Frage vorceha ten wor
ea, innoieweit etwa das unwendungsgebiet der Todes,
rase einzuschränten ein nöchte. Die Vorschläge des Vor—
Uuuris hinsichslich der Frethe tsstrafen (Paragraphen 14
6. 19 sind im wesentlichen gutgeheißen worden. Bezüg
ch dar Ddaft, deren Anwendungsgebiet noch nicht feststeht.
at siceh die Kommisston dahin schlüssig gemacht, daß sie
zehr als nach dem Vrrentwurse den Charalter einer custo
ia hersta tragen müsse. Die Mindest- und Höchstdauer
er hthaus⸗ und Gefängnisstrafe ist in gleicher Weise
oie izt geltenden Rechte und im Vorentwurfe geregelt, so
aß rrchthaus entweder lebenslang oder zeig von einem
is zu fünszehn Jahren, Gefängnis von einem Tage bis
u fünf Jahren erlannt werden kann. Die Haitstrafe iss
ach einem vorläufigen Beschluß entweder lebenslang oder
eitig. Die zeitige Haftstrase geht von einem Tage bis zu
infzehn Jahren. Die Beseitigung der lurzzeitigen Frei—
eitsstrasen hat die Kommission demnach ebenso wie der
zorentwurf abgelehnt. Die Beschlüsse über den Vollzug
er Freiheitsstrafen (Paragraphen 15, 17, 20) entsprechen
leichsalls im wesentlichen dem Vorentwurf. An Aender—
ngen ist herrorzuheben, daß die im 8 18 des Vorent
vurfs für gewisse Fälle vorgesehenen Strafen dem An—
vendungsgebiet und der Dauer nach enger begrenzt wor—
en sind, und daß die Dauer der Einze!haft, mit der
Juchthaus- und Gefängnisstrafe beginnen müssen, fün
eide festgesetzt worden ist. Hinsichtlich der notwendiger
lusführungsbestimmungen über den Strafvollzug ist die
dommession bei der Beschlußfassung über den F 23 des
Borentwurfs davon ausgegangen, daß sie in erster Linic«
ueinem Strafrt -22gesetz 2u treffen sein werden
— ⸗ —
Das Kaiserpaar in Englaͤnd
In Gegenwart des deutschen Kaiserpaares vollzog sich
ie feierliche Enthüllung des gegenüber dem Buck
naham-Palast errichteten imposanten Denkmals für die
dönigin Viktoria. In seiner Enthüllungs-Ansprache hieß
er englische König auch das deutsche Herrscherpaar herz
ich willkonmen. Kaiser Wilhelm legte am Fuße des
denkmals einen prächtigen Kranz nieder. Nachmittags
zahm der Kaiser an einem Gartenjest und Abends an ei—
zer Tafel im Buckinaham-Palast eil
*
Zur Enthüllungsfeier.
In Erwiderung auf die vom Viscount Esher über—
teichte Adresse hielt der König eine Ansprache, in
zer er zunachst auf König Edwards Anteil an der heuti—
jen Gedenkfeier hinwies, der Königs, der heute mehr als
e in dem liebenden Gedächenis der Engländer lebe. Der
dönig wies auf den Anteil hin, den die Dominien und
dolonien an der heutigen Feier hätten und hob hervor
as Denkmal stelle einen Tribut von Rassen und Ländern
zrößerer Verschiedenheit in Charakter und Lebensweise
zar, als sie jemals zuvor zu gemeinsamem Zweck vereint
sewesen seien. Es ist für mich und meine Familie eine
Quelle tiefer Besriedigung, daß mein lieber Vetter, der
eutsche Kaiser, begleitet von der Kaiserin, bei der histo
ischen Feier anwesend ist. Der Kaiser ist der älteste En
el der Königin Viltoria, die er immer mit natürlicher
zuneigung geliebt und verehrt hat. Seine Anwesenheit
ind die Sympathie, die er uns in den letzten Tagen ihres
Lebens und später entgegengebracht hat, werden von mi
und meinem Vollke niemals vergessen; starke lebendigt
bande der Verwandtschaft und Freundschaft vereinigen um
ere Throne und Personen und mein Volkl freut sich mi
nir, daß er heute hier ist, um an der Enthüllung des
Ddenkmals teilzunehmen. Ich bitte Gott, daß das Denlbt
nal in London immerdar den Ruhm der Regierung der
Königin Viltoria künden und zukünftigen Gefchlechtern die
iebe und Verehrung dartun möge, die das Volk für su
ind ihr Andenken hegte. — Der König schloß, indem er
mnit warmen Worten der Hingehung gedachte, die die Kñ—
tigin ihren äüffr rt3 —
— — — ⏑⏑⏑⏑⏑⏑ ——
nqueo ꝙ pauun pyuuocrn 3buavaaq aↄq uauʒaoqꝛour
uiduis uoa (pijuꝛospsaqvat ?nvꝛab oqhvyj ; ui tpynuiaoao
—A
spubunadlan Noaicpvrg; sorq goq uaqubao uabunbiqunjaꝙ
uabnaguoq sbuvbaog; uabnvab ualuvt
soq —RXXx uioo nẽ uaꝝl bꝛuoat uuv qpu oↄaꝛq qun uabuvi
auuuiuanvaßL aaui uospog; svq aꝛu diq uoqanai qIpvaq
ↄbaoaaoaq ↄaug aao 310 (panq Vr deg un 2ꝛau juqꝝ
otaauspv ss; ↄur avar scoꝛę, uuoq uG avat uonvjobqv gaↄauasꝑ
zvq siq aol nutvq bisspjquun uoaqn. qun Aoaaoq aocpog ↄo
panoq uobuiy aiq uabuvadl. ↄdanai qalob Buvꝙ uii Jaꝛauatn
sva qvqo saollaug; sauia agid ↄaig aauuu qvs aatpon
ꝓlaiq gool Ppanq gqun vopapu ↄ2bjhysun u⸗ↄavei aↄooꝗ
m⸗ꝛg us hvj sujuty snvaaqu saon une souis anbi·poqoꝛq
ꝛoq g2 dvq oj vjnqas aↄqag sapoa uꝛ avca ↄbeuvb sv ——
unbzauog; uJ uobuniaę qun aolla; uolluaqalada aaↄq ↄbuaui
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osppsuaut u aqplobun Polloabjv g apiaj sasovluia uia avai
9.vam uoqaoci jaamailuoʒ Iig aꝛplunoaj vhahvai nu s⸗
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dun uoduutouoabaↄquvuꝛsnv vbuꝛ svq ↄqanai uiqaappd⸗ꝰ
umoꝙq aꝛq ꝙpꝛso uoq inv vvj ujosppg Sojbiqon
ↄq uꝝ oↄica — us⸗luza uid pijquꝝ; aenocsusgqolzus u
— nhal aꝛlag unl qubß qun ↄno ai snv uivbuv. s 2yõ5
ol mules zanqunjg ul go g3n s60jqoj a⸗ↄqgoꝛat aqanc⸗
vq nn uonoq uaßunvdoauag; aiq : jn sa oavau sqjc;
un onquogog sva lm
pug; anoa quu ↄppr; ↄad2aqom nuivq qoi qun jqnjluotpiq
— udun (pꝛ uihvu olj uoloj nẽ bunuiavum aↄq snv aliogꝭ
aoquv Inv aoldcq; udl avcu tnjbauiun sↄ gvq vluꝝ cy v
ꝛuqoj apru so gvꝗ uoasidabaq ne uinvz avai s Cujoiuuinilaoc
3 aoqpiojb nẽ uanunc; aoqunq uv vbunbↄatog —8* q aoldq
uol qaos uabunjuↄaaog uospugoquo uoujo u poq ahn dunũ
os uoqoqgn uiv uqi so ↄꝑgaꝛcꝭ o uolppua⸗a ↄʒiai uiq
nut ququagagq svq uadog nꝰ jau agqꝙ uin bui ↄeuvb gvo
anu qu gia Nilpnlaoda ae uhꝛ uꝛ s; uollnut uogꝛa:
pnao ui nꝰoovaab uqꝛ a uanpq uolqj ne bunuiavuij a⸗aat
znv uqr un, goidlabliv uajjoj quagnð uid suojsoquiu
uv uqn yoih oↄddnqhz ↄquabↄataq pi 2dquaoe cpjaohsnur
un 22 nqoqꝙpanq avs qun Lnvb uaspupijvun usq oↄjjvt
avai uabunacd abadaaaq quababuabvꝛ; aↄq snv ↄiq buvj aajpu
& Bbigiaad sv aqout abuijq ↄavsphavvtj ↄaur qvqob tpo
lcgspsoc; Svq ↄanvq noabitaogutavc Pia ol. bjolas no ao
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