Full text : Dudweiler Zeitung

Lokales und Vermischtes.
Bismarck⸗Nationaldenkmal auf der Elisen
ingerbrück haben sich allerorten in unserm
IArisausschüsse gebildet oder sind zur Zeit im
griffen. Die Stadt und der Kreis Saarbrücken
rf nicht zurückbleiben, dem großen Werke die
J und Vollendung zu sichern, so heißt es in
versandten Rundschreiben. Es ist daher an
eihe von Persönlichkeiten und Vereinigungen
t⸗ und Landkreises die Bitte gerichtet worden,
idem Aufrufe die Zuftimmung erteilen zu
1. April 1915 feiert das deutsche Volk den
sstag seines unvergeßlichen Altreichskanzlers
n Bismarck. Unter dem Ehrenvorsitz des
berrn Reichskanzlers seiner Durchlaucht
on Bülow hat sich ein Reichsausschuß zum
Errichtung eines Bismarck-Nationaldentkmals
ses Denkmal soll, würdig des großen deut⸗
der so wunderbnr die Kräfte seines Volkes
d zum höchsten nationalen Ziele geführt hat,
chöhe bei Bingerbrück, einem der schönsten
sein, exrichtet werden. Wir richten an unsere
Vitte, dieses unserem Ehrenbürger geweihte
kujeder nach seinen Kräften unterstüßen und
ie demnächst zu bezeichenden Sammelstellen
vollen Ver Ortsausschuß für die Errichtung
cck⸗National-Denkmals.“ Da nun dieses
selbstverständlich nicht jedem Bismarckver⸗
t werden kaun, so ist es in der Expedition
aufgelegt. Die Sammelstellen für freiwillige
in demnächst besonders bekannt gegeben wer—
ge Auskünfte erteilt der Schristführer des
iusschusses, Herr Bergwerksdirektionssekretär
brücken 1, am Grafenhof 7.
der Bürgermeisterei Dudweiler vom 1. bis
Geburten. Valentin Christian, Suv.
x 2., Bgm. Rosa Erna, T. v. Michael
Ernst, S. v. Friedrich Neuschwander, Gru—
Gertrud Sophie, T. v. Johann Michely,
tdosa und Gertrude Elise, Zwillinge von
„Moaurer. Paula Charlotte Sofie, T.v.
3., Bgm. Peter Georg, S. v Peter Prinz,
ath., T. v. August Morsing 1., Bgm, H.
v. Matth. Ludigs, Bgm. Johann, S. 6.
dilfsbahnw, J. Wilhelm, S. v. Wilhelm
Steiger. Heinrich, Sav. Peter Hahn 3.,
erg Karl Julius, S. v. Georg Goß, Bgm.,
v. Jakob Probst, Bgm., H. Charlotte, T.
iger. Susanna, T. v. Valentin Neufang,
Tuv I—kob Blatter, Bgm. Olga, T. v.
Ber, J. Maria, T. v. Karl Brutkuhl,
Veter Wittig, Bgm. Alfons, S. v.
chli er. Heinrich Johann, S. v. Peter
Helene, T. v. Peter Rödel 2., Bgm.
vig Brückner, Bgm. mit Wwe. Margareta
Peter. August Stilhack, Schriftsetzer mit
ert. Hernann Kammer, verw. Sekr. mit
Sterbefälle. Heinrich Hafner, ? JHilda
Ludwig Lang Ehefrau, 27 J. Maria
Flisabeth Welter, 2 J. Johann Schuler,
zlinn 27 9 Ram Iohann Borboven
5.
Nilitär unterdrückten deutschfeindlichen
des französisch-gesinnten Vereuus Locrain
ß werden das reichsländische Verfassungs⸗
lten, trotzdem sie nicht nur bei den Ve—
auch bei der elsaß-loihringischen Bevölken—
ung hervorgerufen haben. Der anti—
st aufgelöst, und die Rätselführer werdeu
densbruchs zur Verantwortung gezogen
Demonstranten stnd ausnahmslos junge
istand mildert die Sache, entschuldigt aber
en nicht. Die Behauptung franzbsischer
er Polizei sei gegen die? jugendlischen
ri oros vorgegangen, widerlegt schon der
a den Widerspenstigen nur zwei verletzt
r Wiederherstellung den Ordnung die
ntert werden müssen. „Im Reichstage
Tinge zur Sprache kommen; sie koͤnncu
berfassungswerk nicht aufhalten, sollten
ung sein. Die Franzosen sprechen von
cElsaß-⸗Lothringer an die „alte Heimat“.
»es Guten für diese Exzedenten. — Aus
Hauptstadt wird noch über Einzelfälle
rawalle zeitigten zum Teil recht häßliche

t. Die Tepressiͤn, welche gestern mit
Ausläufer von Nord-akandinavien über die
ritischen Inseln Leichte, hat sich erhalten.
mkreist das Hauptzentrum und hat heute
und Frankreich / erreicht. Die in seinem
n kleinen selbstäändigen Teilminima werden
er ostwärts ziehen.
itterunga: Tauwbeter, dann wieder Schnee—

noder Degradation von Chargierten des
reift die Militärbehörde seit einiger
Anen. Wähztend bisher nur Unteroffiziere
Landwehr oder des Landsturmes wegen
e Vergehesins bestraft, zum Gemeinen
wird jetzt sin ähnlicher Weise auch gegen
rlaubtenssandes eingeschritten, die wegen
ung, Urkundenfälschung usw. im Zi
eideyn. Von einigen Kriegsger chlen
on Unteroffizieren des Beurlaubten⸗
rdsen, die sich als sozialdemokra—

ehn sehr schwerer Rodelunfall, dem
den zum Opfer fielen, ereignete sich
denfn abschüssigen Wege zwischen hier
unsge Bergleute aus Neuweiler nah—
sudqhlf Becker aus Neuweiler seinen
lafften den Jungen, sich zu ihnen
»ers, was letzterer auch tat. Der mit
21Schlitten raste nun mit solcher
ilen Neuweilerweg hinunter, daß
ung über den Schlitten verloren.
r Wucht gegen eine Telegraphen⸗
in weitem Bogen zur Erde ge—
verletzt wurden. Dem armen 12
arden durch den Unfall beide Beine
Wade zerrissen. Der Bergmann
jestigen Sturz eine schwere Schädel—
Mitfahrende einige leichtere Ver—
dauernswerte Junge wurde, nach⸗
ippschaftslazarelt ein Notverband
ort in das Dudweiler Krankenhaus
letzte Bergmann Huppert wurde
nappschaftslazarett eingeliefert,
tliche Hilfe zuͤteil wurde. Die
ditfahrenden waren gluͤcklicherweise
dieser uicht in das Knappschafts⸗
werden brauchte. Dieser schwere
dauerlicher. da zꝛur Zeit quck Ma

n

13—

Vater des schwer verletzten Jungen krank im Krankenhause
arniederliegt. (Friedr. Gen.⸗Anz)
* Drisburg, 12. Jan. (GBie man die Wurj.
nachet.) Appetittiche Wurste und Fleischwaren erh'elte;
ange Zeit hendurch die Funden des in einem Vorort von
duisburg wohnenden Wie germeifters Vernhard Aps. Er
st am 7. Jui v J. vom Landgerichte Tuisburg wegen
kergehens gegen das Nahrungsmitielgesetz zu 500 Mari
ze oftrafe verurent worden, waähreud seine Frau freige⸗
prochen worden ist. Es war bei ihm üblich, in demsel—
ꝛen Kessel einmal die schmuge Waͤsche der Familie und
der Gesellen. ein audermal vie Wurst und verschiedent
Fleischwaren zu kochen. Der Gemse Wanders, der dieses
venig appet'tliche Verfatzren der ehörde angezeigt hat,
var gerade derjenige, der den Kecel nach dem Wäschetko
hen zu reinigen hatte. Er hat die; nur oberflächlich und
rit kaltem Wasser getan. Aps ha dies aber gewußt und
eshalb wurde er dafür verantwor lich gemacht. Das Ge—
icht hat die Wurst usw., die in jenem Kesset gekocht wor
en ist, für gesuncheitsschädlich erklärt, da sie mit Krani—
eitsbalterien aller Art insiziert sein könne. Auf die Re—
ision des Ange?agten hob das Reichsgericht das Urteil
uf und verwes die Sache an das Landgericht zurück.
der Zeuge Wander ist vereidigt worden, obwohl gegen ihn
er Verdacht der Teilnaßme vorlag. Daß der Staatsan—
alt ihn nicht un er An lage gestellt hat, schließt den Ver—
acht der Teilrahme nicht aus Der Zeuge durfte nicht
ereidigt werden und seine Aussage ist zu unrecht als eid
eich gegen den Angeklegten verwertet worden.
* Hagen i W.e 12. Jan. Rodelunfällt e.) In
zhmert rannte eine 14jährige Schülerin beim Rodeln ge⸗
en einen Baum und erlittenne schwere Schädelverletung,
ie ihren sofortgen Tod herbeiführte. — In Warnsdorj
erunglückken vier Personen beim Rodeln. Ein Werk—
neister wurde dabei getötet.
* Essen, 12. Jan. Bergarbeiter-Beweg—
Ing Die ungefähr 700 Mann starte Belegschakt der
vestjalischen Erzgrube Siegona und Cäcilia bei Meggen
aben, nachdem ihre Forderung auf eine 15proz. Lohn—
rhöhung abgelehnt wurde, beschlossen, in den Aussiand
u treten.
* Kaiserslautern, 12. Jan. (Berhaftung.) Der
iach bedeutenden Unterschlagungen flüchtig gewordene so—
ialdemokratische Stadtverordnen Wolf wurde in Hamburq
erhaftet.
* Metz, 12. Jan. (Aufgelöst.) Der Klub Sportive
vurde vom Bezirkspräsidenien aufgelöst. Heute Mitiag um
Uhr wurde der Vorfitzende der „Lorraine Sportive“, de
en Auflösung die Regierung verfügt hat, wegen Flucht⸗
erdachts verbaftet. Er steht unter der Anklage, zum
andsriedensbruch aufgereizt zu haben. Die Verhaftung
eschah, wäbrend Samain mit seiner Familie das Mittags
nahl einnahm.
Mädchenhändler verhaftet. Der langgesuchte Mäd⸗
henhändler Schneidermann, der zahllose junge Mädchen
ius Oberschlesien an Freudenhäuser nach Südamerika ver—
aufte, wurde auf galizischem Boden verhaftet.
Vom Erdbeben. In Zentralasien fand ein zweites
arkes Erdbeben statt, das viele Tole und Verwundete an
Ipfern gefordert hat. In Werny ist kein Haus unbeschä—
igt geblieben. Während des Erdbebens trat das Flü ß⸗
)en Almatyr aus den Ufern Im Gebirge verschwand
urch das Erdbeben der Schnee von den Bergen. Die
zahl der Opfer ist im Gebirge besonders groß.
Die Cholera. Nach der amilichen Statistit sind seit
3. September in der Tuͤrkei 1309 Cholerafälle vorgekom⸗
ien, von denen 788 tödlich verliefen. —— *
Hinterlegungsscheine für Handgepäck. Die Num—
iern 6, 8, 66, 86, 88 und 99 uͤsw. auf den Hinierleg—
ngsscheinen für Handgepück gaben bisher häufig zu Vei—
echselungen und Zweifeln über die Lesart der Nummerry
nlaß. 6 wurde als 9, 66 als 99 usw. gelesen. Um die
araus resultierenden Mißstände zu beseitigen, hat die Ei—
nbahnverwaltung veranlaßt, daß alle Zahlen mit einem
zunkt versehen werden, fodaß Irrtümer in Zukunft aus
eichlossen sins

Neueste Nachrichten und Telegramme.
Berlin, 12. Jan. Das Komite der Carnegiestiftung
eschloß, daß die Einweihung des Friedenspalastes im
daag 1813 stattfinden soll. Man wisg die Feierlichkeit
ach Möglichkeit mit der Errichtung anderer internatio
ialer Institute zusammen fallen lassen, namentlich mit der
krrichtung einer internationalen Völkerrechts-Hochschule,
der Einweihung eines Gekäudes für die internationalen
dongresse und der internationalen Landwirtschafts⸗Ausstell⸗
ung. Man beaobsichtigt, die Einweihung des Friedens—
dalastes zu einem großen Festtage zu gestalten.
Hannover, 12. Jan. Wie der Hannoversche Anzeiger
neldet, ist gestern abend ein beim Bahnbau an der Strecke
Vunstors-Haste beschäftigter Arbeiter Fischer verhaftet wor—⸗
en, der seinem Schachtmeister das Geständnis abgelegt
atte, daß er vor 10 Jahren den Rithmeisier von Krosigk
m Kasernenhof zu Gumbinnen erschossen habe. Fischer
ehauptet, in der Schwadron des Rittmeisters von Krosigk
„ei den 11. Dragonern gedient zu haben und im Herbst
1902 als Gefreiter entlassen worden zu sein. Fischer ist
seute früh dem Amtsgericht in Rodenberg zugeführt wor—
»en und soll dasselbe Geständnis vor dem dortigen Amts—
ichter wirderholt haben. — Wie geringer Wert der Selbst
eschuldigung des Arbeiters Fischert den Rittmeister von
krosigk erschossen zu haben, beizulegen ist, geht aus der
luskunft hervor, die der Lok.Anz. auf telegraphische An—
rage beim Bürgermeisteramt Rodenberg erhalten hat. Dar—
ach hat der ins dortige Gefängnis eingelieferte Arbeiter
rischer inzwischen sein Geständnis schon widerrufen und
rklärt, er habe sich zwar dritten Personen gegenüber mit
»er Tat gerühmt, aber das sei im Delirium geschehen
ind alle von ihm gemachten Angaben beruhten nicht auf
Vahrheit. Die Angelegenheit ist jezt zur weiteren Ver—
olgung der Staatsanwaltschaft in Hannover übergeben
vorden, die nachgeprüft wird, ob die angeblich in der
Trunkenheit gemachten Angaben des Fischer nicht doch auf
iner tatsächlichen Unterlage des Fischer beruhen. Jeden—
alls steht nach den Ermittelungen des Amtsgerichts in
dodenberg fest, daß Fischer in der Tat während der in
zetracht kommenden Zeit beim Dragoner-Regiment Nr 11
aGumbinnen gestanden hat.
Blankenburg a. H. 12. Jan. Der millionenreiche
daufmann Sidneh Jofef aus Cincinatti in Ohio, der sich
eit längerer Zeit in einem Sanatoriun im Blankenburg
ufhält, sprang gestern von einer steilen Felswand des
degenstein in einen Abgrund, wo er tot liegen blieb.
osef hat die Tat in einem Anfall von Irrsinn begangen.
Schwerin, 12. Jan. In dem am Scaalfee in Mea.
enburg gelegenen Orte Zarertin wurde in letzter Zeit ein Gas—
berk errichtet, das gestern in Betrieb genommen wurde.
deftern früh fand man nun die Familie des Schuhwaren⸗
ändlers Penschow in ihrer Wohnung in berwutztlosem
zustande auf. Die 66jährige Multer, die imit einen drei—
ährigen Enkel zusammen geschlafen hatte, war schon tot,
ie übrigen Personen gaben noch Lebenszeichen von sich,
och schweben sie noch in Lebensgefahr. Es ist mit Sicher⸗
eit festgestellt, daß die Vergiftung durch die neue Gas—
inrichtung herbeigeführt worden ist.
Elberfeld, 12. Jan. Direktor König von den Bismarck—
fahrrad-Werken in Bergerhof ist unter dem Verdacht, in
en letzten Jahren 80,000 M. unterschlagen zu haben, ver—
aftet worden. Er wurde ins hieside Amtsgerichtsqgefängnis
innoliofes

Fraulautern. 10. Jan (Ertrunken.) Der Fabrikarbeiter
Leter Mayer-Speth von hier begab sich gestern morgen 6
ihr, nach Schichtschluß, von der Arbeit“ in eine hiefige
Wirtschaft, die er gegen halb d Uhr, warscheinlich angetrunken,
»erließ. Gegen 9 Uhr vernahmen Arbeiter Hilfrufe von
»er Saar her. Sie eilten auf die Hilfrufe herbei und sahen,
»aß Mayer am sogenannten Keilchen, wo die Saar sehr sief
st, ins Wasser gegangen und am Ertrinken war. Den
Bemühungen der beiden Herbeigeeilten gelang es zwar, den
Körper des Ertrinkenden der bereits fortgetrieben war, aus
dem Wasser zu ziehen, doch alle von einem schleunigst her—
»eigerufenen Arzt angewandten Rettungsversuche vermochten
nicht, den Sterbenden dem Leben zurückzugewinnen. Nach—
em ihm noch die letzte Oelung gespendet worden, verschied
»er Verungklückte.
Metz, 13. Jan. Der Präsident der L'orraine Sportive
S'amain ist gestern verhaftet und ins Untersuchungsgefängeis
 gebracht worden.
Posen, 18. Jan. Wegen Raubmordes an dem Flei⸗
cher Koscielskti wurde der Künstler Kunzle zum Tode ver—
irteilt.
Bremerhaven, 18. Jan. Vorgestern Abend um 10 Uhr
am bei furchtbarem Sturme der Dampfer „Marie Ruß“
n die Nähe des Leuchtschiffes bei Norderney. Er hatte
chon bedeutende Havarie erlitten und die See hatte dic
Ladung über Bord gespült. Auf die Notsignale ging eir
Lotsenschoner in See, konnte aber an den Dampfer nich
herankommen. Drei Mann des Dampfers konnten schließ
ich noch gerettet werden, die übrigen zwölf gingen mit der
Schiffe unter

Berlin, 18. Jan. Die „ARordd. Ailgem. Ztg.“ be
nertt ant Schlasse einer Ausassung über vas ürteil n
rsten Moaouer Krawal prozeß: Im Gegensatz zu de
lunfassung in dee sozialistisrzen Vresse und emiger libe
alen Blater behaup.en wir, daß oas Ergebn.s des Pro
esses und das Urteil geeignet sind, die Unschauung de—
Reichslanzlers. über das Gesamtbind der Moabiter Vor
zünge zu bekräftigen. Das Gericht hat sowohrt die Jan
zageltheorie, sowie auch die provozierende Tyese, die vor
er Sozialdemotratie aufgesteilt wurde, verworfen, genan
vie es der Reichskanzler getan hat. Die Beschuldigunç
»urch den Reichskanzler über de moralische Mitschuld de
Sozialdemelratie sei nicht zu ent?rästen.
Berlin, 13. Jan. Die von den „ünchener Neuesiten
Nachrichten“ gebrachte Notiz, wonach der Kaiser in Ge—
meinschaft mit dem Kronprinuzen eine Operette „Liebes
raum“ verfaßt haben soll, wird von der Generalintendan
ur der Hofoper energisch demeutiert. Auch an amtliche
Ztellen ist von der Sache nichts bekannt.
Fölu, 13. Jan. Unter den russischen Aus—
wanderern, die jetzt bereits echs Tage in Oldendaa'
n Holland auf ihre Weiterbeförderung warten, kam es
zu einer Revol⸗e. Die Leute trasen mit Sack und Pac
uuf denm Perrton ein und erklärten, den ersten einlaufen
en Zug mit Gewalt besteigen zu wollen.˖ Die hollandi
sche Polizei wurde verstärkt und es gelang ihr, die Leut.
ur Ruhe zu bringen. Sie ertlärten aber, nicht mehr in
die Baracken zurückzukehren, weil sie sich nicht als Gefan—⸗
ene behandeln lassen wollen. Die holländische Regierung
at generell verfügt, daß in Zukunft nur dann noch Aus
oanderer anzunehmen sind, wenn vorher eine Verständ'g
ing mit der preuß'schen Regierung uͤber die Weiterreise
erzielt worden ist. Wie von privaler Seite verlautet, hat
ie preußische Regierung die Erlaubnis zur Durchreis⸗
rteilt.
Wien. 13. Jan. Graf Franz Thun wurde von
daisser empsangen. Man glaubt, daß in dieser Audien
oie Ernennung dos Grafen zum Statthalter in Böhmer
erfolgt ist.
Brüssel, 13. Jan. Der König, der im vorigen
Fahre die ihnt aus der Ueberlassung des Kongostaates an
Belg'en altjährlich zustehenden 3 Millsonen Franks haupt⸗
ächlich zu Pensionen für alte Beamte und Militaͤrs des
dongostaates verwendet hat, läßt in diefem Jahce für
iese Sumnme drei Dampischiffe nach neuestem System an—
ertigen, die zum Verwaltungsdienst im inneren Kongo
zerwendet werden sollen.
Lüttich, 13. Jan. Die gestrige Demonstrationen der
reikenden Bergarbeiter nahmen einen günstigen Verlauf.
doch ist es zu Ruhestörungen nicht gekommen.
Brüssel. 12. Jan. Im Kohlenbecken von Lüttich ist
er Ausstand jetzt nahezu vollständig. Im Distrikt von
)erve ist die Belegschaft sechs weiterer Zechen zu drei⸗
»iertel in den Ausstand getreten. Die Gesamtzahl der
Ausständigen beträgt über 25,000. Die Zufuhr von
dohlen hat in den letzten 24 Stunden außerordentlichen
Imfang angenommen. Man besürchtet, daß die für morger
rigekündigten großen Kundgebungen der Streikenden
lusschreitungen im Gefolge haben werden. Die Trupper
»erden sür alle Fälle bereit gehalten. Das Streitkomite
eorderte Streikposten an die Züge um darüber zu wachen,
b fremde Bergleute im Lütticher Gebiet eintreffen.
Paris, 12. Jan. Nach einer Depesche aus Buenot
syres ist in einer im Beiriebe befindlichen Feuerswerks—
fabrik eine gewaltige Explosion entstanden. Das Fabrik⸗
iebäude wurde durch den entstandenen Brand vollständig
ingeäschert und 8 Nachbarhäuser arg beschädigt. 35
talienische Arbeiter blieden unter den Trüminern liegen
wurden als verkohlte Leichen hervorgezogen. Die üb—
igen noch nicht aufgefundenen hat ficher das aleich⸗
S—schicksal ereilt.
Paris, 13. Jan. In der gestrigen Sitzung der Deputa⸗
ionkammer erwähnte unter große Spannung des voll be—
etzten Saales der Minister des Aeußern, Pichons die Pots⸗
amer Kaiserentrevue und sagte darüber imgesamtlichen,
Frankreich habe keine Ursache, sich über die Zusammenkunft
ind eine russisch-deutsche Annährung irgendwie zu beun—
uhigen. Frankreich habe gegen Nieinand aggreffive Ab
ichten nnd wünsche nur die Erhaltung eines ehrenvollen
Friedens.
London, 13. Jan. An der Südostküste des Aermel⸗
anal herrscht heftiger Sturm, der zahlreiche Schiffsunfäll.
jervorgerufen hat. Der Passagierdampfer manövrierte⸗
Stunden, ehe er in die Ihemse einlief, 3 Martrosen wur;
den während des Manbveriens über Bord gespült. De
große Dampfer „Flores“, nach Brasilien unterwegs, stran—
dete bei Walmer, die Mannschaft konnte gerettet werden
Sin unbekannter Dampier trieb steuerlos bei Northdeal
nan konnte ihm nicht zu Hilfe kommen.
London, 138. Jan. Die „Times“ meldet aus Bom—
ay: Blutige Zusammenstöße kennzeichneten gestern die
rzestlichteiten, welche in Bombay anläßlich der großen
zritual-Prozession stattgefunden haben. Die Truppeu
nußten zusammengezogen werden und die Lage nahm einen
o gefährlichen Charakter an, daß das Militär mit blanker
Vaffe vorgehen mußte. Hierbei wurden 18 Personen ge—
ötet und 24 verletzt.
Petersburg, 12. Jan. Meldungen aus Wiernvi be
'agen, die Zerstörungen durch das Erdbeben glichen dener
im Jahre 1887. In Wiernyi, Prschewalsk, Tokmak und der
unliegenden Dörfern sind mehrere Tausend Häuser einge—
türzt oder beschädigt. Die Zahl der Toten wird trot der
‚eringen Bevölkerungsdichte auf 400 geschätzt. Die Be
ölkerung nächtigt in Zelten und Schlitten bei einer Kälte
on 15 Grad Der Gouverneur *»tn ganz 8rand
Z„ammlungen zu veranstalten. enate
junschunski erläößt bate oin—«

44444441145*

Bürgermeistereiratssitzung.
Am Freitag den 20. Jannar d. Irs. nachmittags «
Uhr findet im Sitzungssaale des Rathaufes zu Dudweilen
eine Bürgermeistereiratssitzung mit nachstehender Tagekord.
nung statt:
1. Haushaltsplan für 1911
2. Endaültige Anstellung von Bürgermeistereibeamte
3. Verschiedenes.
Dudweiler, 11. Januar 1911.
Der Bürgermeister.
Jost.
—— ——
Bekanntmachung.
Die Schweineseuche in dem Gehöste d Weichenstellers
Albert Scheidthauer in Herrensohr, Bru enstraße Nr. 370
ist erloschen.
Die Gehöftssperre ist —
Dudweiler, den 11. Januar 1911.
Die Polizeiverwaltung.
Der Bürgermeister.
Jost

*8
Thaliad Thegtetf Saarbrücken
Samstag, den 14. Jan, abends 8.10 Uhr:
Die lustige Witwe, Operette in 3 Alten von
Lehar

J

Nodelshitten
in jeder Preislage.
schlitten leihe bei bill Berechnung aus
Aug. Couis.

—

— — —

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Bäcker⸗Junung ——
Dudweiler. seiegcai
Einladung ,
dde an Husténtropfon
d. J., abends 8 Ufrstgttfin denden P mit asorꝛem ——
crt mit Morke „edioo“.
Jahresversat lung pf.
beim Mitglied Kat Hornberge 6
Tages nung
wird in der Ve mlung bekanr
gegeben. 2
Auf 8 22 der Statuten wird au sor natcsen Haghanmungen
nerksam gemacht. — ssi dringond gowarnt. —
Der Vorstand. Otto Reichel, Berlin 80
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tag 27. Januar
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