oales und Vermischtes.
anfall. Ein Unsall, der den Tod eines
zur Folge hatte, ereignete sich geftern nach—
Uhr auf dem Bahnhofe Sulzbach Der 34
eichensteller Schäfer aus Sulzbach war mit
zeiche beschäftigt, als er das Herannahen eines
bemerkte. Als er im Begriffe stand, diesem
ind zu diesem Zwecke ein anderes Gleis be—
hr gerade ein Güterzug ein, den Schäfer
hRon der Lokomotive des Güterzuges wurde
Boden geworfen und eine Strecke weit
orrfahren wurde er nicht. Doch hatte Sch.
Verletzungen davon getragen, die seinen Tod
port zum Lazarett herbeifuͤhrte. Eine Witwe
Auern an der Bahre ihres so jäh aus dem
ncn Ernährers. F
sches. Dem Vorfahrer Ph. Greif von hier
suibe Kamphausen, wurde dieser Tage ein
uf einen selbsttätigen Bremsbergverschluß
ingere Zeit ist ein solcher Verschluß ver—
n Bremsberg eingebaut und erfüllt seinen
me. Dieser Verschluß kann sich demjenigen
iger Escher, der schon seit Jahren in Grube
ausen in Betrieb ist, (sog. Klapptüren)
n. Große Vorteile hinsichtlich Wetter—
cube Camphausen durch allgemeine Ein—
telrutschen erfahren. Von Schlagwettern,
aAfig in den sehr schwer zu bewetternden
ansammelten, weiß man heute nichts
Temperatur vor den Arbeitsstößen feit
iche erheblich gesunken. Das System
sich bis heute am besten bewährt hat
HNist, sind die S-Haken-Rutschen von
truiert. Dieses System erfordert fast
„im Ein⸗ und Ausbauen, geht fast ge—
vird von allen Arbeitern mit Vorliebe be—
inlegen der ebenfaas von Herrn Escher kon—
om deutscheu Patentamt geschützten Schall—
Betriebsmotore ist das Geraͤusch der Schüttelvunden
und die Arbeiter können jeden Vor—
rge und Zimmerung leicht vernehmen. Be—
und demzufolge Gedingezusätze wie dies bei
die unter großem Kosten-Aufwand aus
“cft werden, kennt man bei den 8-Haken⸗
ger Stenographen-Berein. Ein Anfänger—
cKurzschrift Gabelsberger beginnt in den
im Gasthaus „zum Krokodil“, woselbst, so⸗
ser Vereinsleitung Anmeidungen entgegenge—
rsammlung in Herrensohr hält der Berg⸗
itzungs⸗Kassen-Verein am Sonntag, den 14.
e Britz zu Herrensohr ab.
und. Seine Jahresversammlung hält Tur—
ächsten Sonntag ab. Eine höchst wichtige
wird seine Erledigung finden und wäre es
u eine recht zahlreiche Beteiligung bei der
einzelnen Punkte ware.
n⸗Aufführung konnte mangels Absatz der
tattfinden.
igerung. In der Gastwirtschaft Jakob Kraus
adet am Freitag, den 19. Mai. vormittags
»olaversteigerung der Oberförsterei Fischbach
e Quittungskarten in Ordnung! Dieser
»n wir an alle diejenigen, welche im Marken—
rück sind. Zur Zeit findet durch einen Be—
leitung eines Polizeibeamten im Landkreise
ine diesbe zügliche Revision der Quittungs—
Wer sich also in einem eigenen Interesse
»ewahren will, der bringe die Quittungs—
diee nach nicht geschehen ist sofort in Ord—
eicht. Die Lufdruckverteilung hat sich nur
rt. Die über der BiscayeSee gelegene De—
acht fortdauernd leichte Störungen, doch
gemeinen der hohe Druck und damit die
mung die Oberhand. Das nördliche Hoch—
lagert sich mehr und mehr nordwestwärts,
öalichkeit der Ausbildung von Nachtfrösten
iche Witterung: Nur leichte Störungen
Niederschläge.
q der Vogelwanderungen. Die Vogel⸗
Kurische Nehrung, eine ornithologisch⸗biolo—
ungsstation, betreibt seit einer Reihe von
forschung der Vogelwanderungen das Mar—
gvögeln. Die Tiere erhalten dabei einen
iumring ums Bein gelegt. Mit dieser neuen
»ode hat die Vogelwarte schon überraschend
erzielt. Sie beabsichtigt jetzt auf diese Weise
crungen der westdeutschen Storche zu erforschen
iesem Zwecke unentgeltlich und portofrei
orchennestbesißer ab. Die Ringe werden
ungen Neststörchen oberhalb der Zehen um
kine Störung der Brut durch das Mar—
i keiner Weise statt, ebensowenig droht
Gefahr von seiten der alten Störche.
Ringe mit entsprechender Anweisung
der Vogelwarte Rossitten aus an die
die sich daher an die genannten Benhach—
nen wollen.
er Garnison. Am Montag stellten sich bei
zezirkskommando etwa 800 Reservisten des
ücken zur Ableistung einer mehrwöchigen
em 8. Rhein. Infanterie-Regimeni Nr. 70.
jogenen Reservisten wurden 480 Mann für
en. Am Sonntag morgen rückten die Unter—
die eingezogenen Uebungsleute wurden vor—
einzelnen Kompagnien verteilt und wurden
vom Bahnhof Gersweiler aus in drei Son—
dem Truppenübungsplatzz Elsenborn befördert.
en die Mannschaften gesßeift. die Fahrt ging
ünkerath. Der 48 Kilometer weite Weg bis
ager Elsenborn wurde in Fußmärschen zurück—
lsenborn wurden die Regiments- und Bri—
mabgehalten und die Rückkehr nach Saar—
t am 3. Juli. Gleichzeitig mit dem Regi—
ist auch das Infanterie-Kegiment Nr. 30 aus
Elsenborn gefahren.
en, 2. Maei. Auf dem großen Exerzierplatz
ne Flugmaschine, eine Abart des von dem
and gebauten Zweideckers. Ein Konsortium
igen Bürgern hat die verbesserte Erfindung
enieurs angekauft und das Flugzeug
Lernächster Zeit, schon in nächster Woche,
die Lüfte steigen. Der Motor war
daraü⸗ k.aso daß einem Aufstieg
aufen des Moiors ein Benzintank Feuer, das sich leider
uf den Aeroplan übertrug und ihn zum Teil vernichtete.
das Propellerpaar, sowie die Steuerung wurden ein Raub
er Flammen.
Wehrden, v. Mai. Aufgefunden wurde vorige Woche
mn Bann Geislautern, in einer Ackerfurche liegend, eine alte,
»öllig hilflöase und erstarrte Frau. Ueber ihre Personalien
äßt sich nichts verlauten. Sie sagt nur, daß sie von Merlen—
bach sei. Alle anderen Fragen beantwortete ie mit dem
Zatzt „Ich weiß es ja nicht“. Dem Aussehen nach gehört
sie Frau dem Arbeiterstande an und dürfte 65—70 Jahre
ilt sein.
Güdingen, 9. Mai. Gelegenilich der Ausschachtungsirbeiten
zu einem Neubau am hiesigen Bahnhof wurde in
iner Tiefe von etwa 76 em. ein guterhaltenes menschliches
5kelett ausgegraben, über dessen Vorgeschichte bis jetzt nichts
at ermittelt werden können. Eine Vegräbnisstätte ist nie—
nals an dieser Stelle gewesen und kann daher nur ange—
ommen werden, daß vor langer Zeit ein Verbrechen ver—
ibt und das Opfer hierher begraben wurde. Die aältesten
zeͤwohner unseres Ortes können sich jedoch nicht eines Vor—
»mmnisses erinnern, welches über den Skelettfund Auf—
hluß geben könnte.
Ensdorf, i. Lothr., 10. Mai. Ein gräßliches Unglück
reignete sich gestern nachmittag bei dem Kleinbahnbau in
er Nähe von Ensdorf. Eine auf einem provisorischen
damm unter Dampf stehende Lokomotive stürzte, da das
erdreich nachgab, um und begrub 4 Arbeiter unter sich
ziner davon, ein Deutscher, war sofort tot, ein zweiter, ein
staliener, wurde tötlich verletzt, während die beiden anderen
nit schweren Knochenbrüchen und gräßlichen Verbrühungen
nter der Lokomotive hervorgezogen wurden.
Scheidt, ꝰ. Mai. Neben den bekannten Hühnerdieb⸗
tählen verlegen sich die Spitzbuben in letzter Zeit auf die
lutomaten, welche nach verkehrsreichen Tagen immerhin
ares Geld spenden. So wurde in der vergangenen Nacht
ser vor dem Hause des Bäckermeisters und Posthalters
Verner hierselbst aufgestellte Warenautomat gewaltsam
rbrochen und seines Inhaltes beraubt. Die von der Gen⸗
armerie sofort aufgenommene Spur führt vermutlich nach
5t. Ingbert.
Hasborn, 9. Mai. Das dreijährige Kind des Berg—
iannes Nik. Heckmann von hier lief auf der Straße einem
unde nach der sich unter einem mit Kies beladenen Wagen be—
and. Die Pferde zogen plötzlich an, und der schwere Wagen
sing über den kleinen Körper hinwea. Das Kind wurde
etötet.
* göln, 10. Mai. (V or d.) Heute früh hat im Hau'e
rsulastraße 11 der 26jährige Goldschmied Hild seine 53
zahre alte verwitwete Muster mit er Schlinge erdrosselt.
zon einer Hausgenossin wurde die Frau vor ihrem Beti
segend tot aufgesunden. Der Mörder hat jedenfalls den
nschein erweclen wollen, als habe die Frau sich selbsi
as Leben genommen, denn er hatite die Schlinge, die al
erdings riß, am Beiltpfosten befestigt. Nach der Tat hat
er Mörder das Haus verlassen, um seiner Beschäftigung
ils Goldschmied nachzugehen. Infolgedessen konnte er au
einer Arbe tsstelle verhaftet werden. Das Verhältnis vor
stutter und Sohn war in der ietzten Zeit häufig dadurck
etrübt worden, daß der Sohn, um heiraten zu können
on seiner Mutter Geld verlangte.
* Durtmund, 10. Mai. Codesurteil) Das
5chwurgericht verurteilte nach zweitägiger Verhandlunz«
en 23iährigen Kolksarbe ter Franz Jakubowsky aus Wen
nar bei Bochum, der am 24. Januar den Koksarbeite
zber aus Wiemelhausen ermordete und beraubte. aum
code
*Coblenz, 10. Mai. (Unterschlagungen.) Di
tiesenunterschlagungen an der Mittelrheinischen Bant —RX
Liährigen Bankbuchhalters Opale, der das Couponwesen
ber sich hatte, beschäftigt auch die Berliner Kriminalpoli
ei. In einem Berliner Bankinstitut wurden von seiter
»er Berliner Polizei 20 000 Martk beschlagnahmt, welch
Hankbuchhalter Opale dort angelegt hatie
* Marburg, 10. Mai. GBom Blitz getötet.) In
Frohnbausen bei Gladenbach wurde ein junger Bursche
nit seinen zwei Pferden vom Blitz erschlagen.
* Ludwigsburg, 10. Mai. Unfall im Man X
Ner.) Gestern früh ereignete sich hier bei einer Uebung des
Feldartillerie-Regiments ein tödlicher Unfall. Beim Ueber—
ahren eines Grabens schlug e'n Geschütz um. Der Ein
ährige Arnold aus einer Stuttgarter Familie, geriet un—
er das Geschütz und wurde so schwer verleßt. daß der T
uf der Stelle eintrat.
* München, 10. Mai. (Po stwertzeichen) Das
zerkehrsministerium hat auf vieifach geäußerte Wünsche di⸗
*ültigkeitsdauer der bayerifchen Postwertzeichen älterer Ar
vis Ende 1911 verlängert. Die nach Ablauf dieser Frij
ioch in den Händen des Publikums besindlichen Stück
ind von allen bayerischen Postanstalten während des Mo
nats Januar 1912 auf Verlangen gegen neue Wertzeicher
mzutauschen Aeltere Freimarsen und ältere gestempelte
formulare sind nach dem 31. L.ai d. J. auch bei den
boftämtern München 1, Nürnberg und Ludwigshafen nich
aehr zu verkqufen; der Verkauf von Portomarken ist bei
iesen Posianstalten schon seit einiger Zei eingestellt.
*Mürnchen, 10. Mai. (W agenunfall.) Bei der
isenhahn⸗Unterführung am Münchener Süd⸗Bahnhof scheu—
in die Pferde eines Fabrik⸗Fuhrwerkes vor einem heran⸗
mmenden Zuge und gingen durch. Die auf dem Fuhr⸗
ert Sitzenden wurden im Tunnel herausgeschleudert und
egen die eisernen Pfeiler geworfen. Der Kutscher wurde
hwer verletzt, einem mitfahrenden Gesschänar send
er 2 w⸗
steueste Nachrichten und Telegramme.
Berlin, 10. Mai. Im Spieler⸗Prozeß Matiske er—
innte die 3. Strafkammer des Lapdgerichts Berlin 1
egen den Angeklagten Matiske auf 3 Monate Gefängnis,
»ovon 1 Monat auf Untersuchungshaft angerechnet wurde.
zegen 5 der Beihilfe zum gewerbmäßigen Glücksspiel An—
eklagten auf je eine Woche Gefängnis. Ein Mnaeklaater
zurde freigesprochen.
Berlin, 11. Mai. Gestern früh hat in der Jungfer—
nide in der Nähe der Schießstände ein Duell zwischen
em b61jährige Offizier a. D. und jetzigen Maler Wichelm
on Gaffron und dem 25jährigen Freiherrn Oswald von
tichthofen, Sohn des verstorbenen Staatssekretärs stattge—
unden. Beim zweiten Kugelwechsel sank Herr von Waffron
a die Brust getroffen wieder. Er wurde nach dem Paul—
ßerhard-Stift verbracht wo er bald nach seiner Einliefer—
ing starb. Die Ursache des Duells waren kompromitirendoe.
ber gänzlich grundlose Gerüchte, Die Herr von Richthofen
ber Herr von Gaffron in Umlauf geseßttt hatte.
Berlin, 21. Mai. In der Frage der Zusammensetzung
er ersten Kammer für Elsaß-Lothringen ist bei den geftern
»rtgeführten Verhandlungen zwischen der Regierung und
en Parteisführern eine Einigung zustande gekommen. VDanach
ollen in der ersten Kammer sitzen: 6 Vertreter der Land—
emeinde, 2 Vertreter der Handwerkskammer und 4 Ver—
reter der Handelskammer, während der Entwurf nur 3
hertreter der Landgemeinde, 1 der Handwerkskammer und
der Handelskammer vorsieht. Im übrigen basiert das
Vorschlägen der Regierung. *ae stehen
XX 3
—
J
10
omit 23 Mitglieder gegen 18 des Entwurfs. Dazu kom⸗
nen noch die vom Kaiser zu ernennenden Mitglieder. Wenn
nan sich auch in parlamentarischen Kreisen nach den jüngsten
ẽrfahrungen von übertriebener Zuver'ichtlichkeit fern hält
o glaubt man doch, daß die Parleien an dieser Grundlage
der Verständigung nunmehr festhalten werden. In diesem
Falle dürfte das Gesek die Kommission ohn Schwieriake
assieren.
Höchen, 9. Mai. Als heute Nacht um 11.30 Uhr die
Bergleute der Mittagschicht der Grude Frankenholz nach
dause gingen, fanden sie in der Nähe der stillgelegten
ßrube Nordfeld im Walde am Wegerand einen Mann
eblos liegend vor. Nach genauer Untersuchung erkannter
ie Leute, daß es der Bergmann Diehl Johann vor
ẽ„chmittweiler war, der an Epilepsie litt. Offenbar hat
diehl unterwegs einen Anfall von Fallsucht gehabt und ist
in den Krämpfen, da keine Hilfe nahe war, gestorben.
Trier, 11. Mai. Beim Tunel⸗Neubau der Bahnstreck
eimbach-⸗Baumholder hat sich wieder ein schwerer Un—
lücksfall zugetragen, indem fich von der Tuneldecke Steine
oslösten. Ein Arbeiter wurde getätet, zwei schwer ver⸗
etzt.
Köln, 10. Mai. Der 26jährige Goldschmied Hild hat
heute früh in ihrer Wohnung seine 1532 Jahre alte verwit—
wvete Mut er mit einer Schlinge erdrosselt. Der Täter, der
in seine Mutter fortgesetzt Geldforderungen stellte, die diese
berweigerte, wurde verhaftet.
Straßburg, 10. Mai. Etwa 30 bis 35 Abgeordnete
neist Vertreter des Ooberen Elsaß und Lothringen, hatter
ich zu einer Abschiebsversammlung zusammen gefunden, in
er folgende Resolution gefaßt wurde: Die zum Abschied
nersammelten Mitglieder des Landes-Ausschusses sind über
eugt, daß angesichts der Haltung der elfaß-lothringischen
egierung, die der Volksvertretung Schweigen auferleg'
as Interesse des Volkes es mehr als je erfordert, der vor
er Regierung geplanten Verfassung den energischen Wider
tand entgegen zu setzen und ersuchen die elsaß-lothringischen
bgeordneten im Reichstage, zum Wohle ihres Landes
„iesem Sinne zu wirken.
Kassel, 10. Mai. Durch die Presse geht folgende Mel—
»ung: In Straßburger politischen Kreisen tritt erneut das
»estimmte Gerücht auf, der Statthalter Graf Wendel hab
zen Kaiser bei seinem Besuch im Statthalter-Palais gebeten
n Ruhestand treten zu dürfen, sobald die elsaß-lothringisch—
Verfassungsfrage unter Dach sei. — Die Kasseler Neuefter
Nachrichten wandten sich mit einer darauf bezüglichen tele—
zraphischen Anfrage an den Grafen Wendel und erhieltern
von diesem folgende Antwort: Melduna ist alatt erkünden
Hraf Wendel.
München, 11. Mai. Eine Steuerhinterziehungs-Affäre
hei der Millionen in Frage tommen, beschäftigt zur Zei
zie Oeffentlichkeit Die Erben des verstorbenen Reichsgrafer
Dr. Ritter von Klemm sollen jetzt Steuerstrafen im Betrag
on 3 Millionen 600 Tausend Mark bezahlen, weil Herr
on Klemm 9 Jahre hindurch sich nur mit 2einhalb Milli—
men Einkommen versteuert hat, während er von rechtswegen
n 11 Jahren rund 40 Millionen und vorher rund 8
Nillionen hätte versteuern müssen. Als Ritter von Klemn
tarb, hinterließ er nachgewiesenermaßen ein Vermögen von
rund 40 Millionen.
Hamburg, 11. Mai. Gestern schlug der Blitz in den
bohrturm ein, der über der Gasquelle von Neu-Gamme
rrichtet ist. Der Blitz zündete, sodaß der Bohrturm bis
iuf den Grund niederbrannte. Die Erdgasquelle brennt
eit dem wieder in alter Stärke.
Breslau, 10. Mai. In der katholischen Kirche zu
dörnitz dei Neustadt brachen Diebe ein und raubten Kirchen—
geräte im Werte von 1200 Mark.
Breslau, 11. Mai. Beim Zuwerfen von Geldsäcken
vurde der Posischaffner Klai von einem Geldsack auf den
Unterleib getroffen und tödlich verletzt.
Zabrze, 10. Mai. Durch den Einsturz eines Flötzes
iuf der Konkordia Grube der Aktien-Gesellschift Donners—
nark⸗Hütte wurden 6 Bergleute verschüttet. Nach ange—
rengter Rettungsarbeit konnten drei tot uud einer schwer
erletzt zu Tage gefördet werden. Zwei jugendliche Berg—
irbeiter erlitten leichere Verlethungen. Die Ursache des
Unglücksfalles ist auf Grunderschütterungen zucückzuführen,
durch die das Grubenfeld niederging.
Bremen, 10. Mai. Die streikenden Straßenbahner,
etwa 250, veranstalteten heute einen Demonstrationszug
durch die Stadt. Am Dom⸗Tor trat ihnen Fein Pozizei—
aufgebot entgegen, das den beabsichtiaten Weiterzug nach
»em Marktplatz verhinderte.
Straßbüurg, 11. MNai. Etwa 3035 Abgeordnete,
nesst Vertreter des oheren Eljaß und Lotqyringens, haben
ei e ner Abschiedsversammlung solgende Resotution gefaßt:
die zum Absched versammelen Migg ieder des Landes—
nsschuses sind überzeugt, daß es angesichts der Ha tung
er etsaß-dothringischen Rezierung, die der Vollsrertretung
zchweigen auferlegtr, das Intresse des Voles es mehr
enn je erfordert, der von der Regierung geplanten Ver—
assung den energischsten Widerstand entge enzusetßen und
rsucht die elsaß-le hingischen Abçeordneten im deichstage
um Wohle ihres Landes in desem Sinne zu wirlen.
Vetersburg, 11. Mai Der Justizminister prachte in
zer Reichsduma einen Gesetzentwurf ein, nach we.
hem diejenisen, welche in Staats- oder Gemeindedienst
Zlehende durch Geld und Geschenke oder auf andere Weise
est ech enn, bestraft werden.
Loudon, 11. Mai. Es fällt auf, daß seit mehreren
—agen die Nachrichten für die englische und französische
zresse aus Portugal ausbleiben. Nach einer zuver
ässigen Me:dung herrscht zurzeit in Portugal eine strenge
depeschenzensur, wobei viele Nachrichten nicht durchaelas
n werden.
Lissabon, 11. Mai. Zwischen Jtalien und Por
Uugal isft ein Abkommen unterzeichnet worden, der die
igensestige Meistbegünstigung festsetzt, wobei aber die
zrenzländer und Brasilien, die besondere Vergünstigungen
rnießen, nicht in Betracht gezogen werden.
Konstantinopel, 114. Mai. Nach Depeschen des Wa
is von Kofssowo wurden bei den Zusammenstößen an
er türlisch-montenegrinischen Grenze zwei Soldaten getö—
t, ein Korporal verwundet und gefanagen genommen. Di⸗
bantenéegriner haftfen Zzwei Jite
Paris, 11. Mai. Bei einem Manöver der Landwehr—
ruppen bei Dijor verweigerten einige Mannschaften nach
inem anstrengenden Tagesmarsch den dienst. Sie legte sick
neinen Graben und sangen die Internationale. Es gelang
»en Offizieren nur mit großer Mühe und unter Vergün—
tigungen die Ordnung wiederherzustellen.
Piris, 11. Mai. Matin berichtet bezüglich der Mel—
ung aus spanischer Quelle über ein Gefecht 3 Kilometer
on Salg, daß weder im Ministerium des Auswärtigen
inch im Kriegsministerium eine Bestätigung dieser Meldung
ingetroffen ist. Der französische Konsul in Rabat berichte!
ur über ein kleineres Gefecht, welches er als Scharmühtze!
zeichnet. Matin schreibt weiter, daß die freundschaftlichen
chritte, welche England und Rußland gegenüber Deutsch—
agefuhrt babon sowie die Unterredungen de
chafters Cambon mit dem deuschen Reichskanzler und dem
ztaatsse retär von Hiderlen-Wächter ebenfalls dazu beitragen
verden, die Lage zu verbessern. Was Spanien berrifft,
o haben die Unterredungen, welche in den letzten Tagen
zwischen dem französischen Gesandten in Madrid und dem
spanischen Minister des Auswärtigen stattgefunden haben,
einen äußerst herzlichen Charakter gehabt.
Paris, 10. Mai. Im Louore Seging heute Vormittag
ein Individium zwei Akte von Vandalismus. Gegen 11
Uhr erschien ein ungefähr 30 Jahre alter, einfach gekleideter
Mann in dem Antike-Saal des Louvre und riß die am
SFingange des Saales aufgestellte Aesculapstatue vom Sockel,
die in drei Stücke zerbrach, namentlich wurde der Kopf
stark beschädigt. Der Mann wurde festgenommen, Er gab
in, Eduard Vigonrourx zu heißen, 32 Jahre alt, früherer
Zuchhalter gewesen und gegenwärtig beschäftigungs- und
boachlos zu sein. Er geftand auch ein, in einem anderen
Zaale ein Bild mit einem Rasiermesser aus dem Rahmen
zu schneiden versucht zu haben.
London, 10. Mai. Der Direktor der Lofayetie-Truppe,
Mr. Lafayette, der während des Brandes im Einburger
Theater außerhalb des Theaters weilte und in seinem
Potel vermutet wurde, kehrte anscheinend unbemerkt in das
brennende Gebäude zurück. Seine verkohlte Leiche wurde
neben seinem Pferd, das er mit seinem Hunde retten
wollte, gefunden. Die Zahl der Toten wird jetzt auf 10
zeschätzt. Viele Personen erlitten Verwundungen. Infolge
der großen Hitze stürzte der eiserne Vorhang mit furcht—
barem Krachen. alles zerschmetternd nieder.
London, 11. Mai. (Times meldet aus Tanger.)
kunste Gefechte haben am 4. Mai in der Nähe von Fez
tattgefunden. Die Rebellen mußten sich unter großen
Verlusien zurückziehen. Aber auch die Truppen des Mach—
en haben schwer gelitten. In der Stadt war am 5 Mai
alles ruhig.
Tanger, 11. Mai. Der Postverkehr in Tanger ist
eingestellt da die Aufständigen einigen Postläufern die Ohren
abgeschnitten haben und infolgedessen aus Furcht vor dem
zleichen Schicksal kene Läufer mehr nach Fez aufbrechen
vollen.
Madrid, 11. Mai. Gestern begann der Prozeß gegen
den Anarchisten Posa, welcher wegen des im Jahre 1909
auf den Premier Minister Maura verübten Altentats.
Die Anklage beantragte 17 Jahre Zuchthaus.
Freibank.
Freitag u. Samstag Rindfleisch
roh das Pfund zu 40 Pfg.
Die Schlachthof⸗Verwaltung⸗
Je
Maxris—
Josef!
Todes-Anzeige.
Dem Herrn über Leben und Tod
hat es in seinem unerforschlichen Rat—
schlusse gefallen, meinen innigstgeliebten
Gatten, unsern guten Vater, Schwieger⸗
vater, Großvater, Bruder. Schwager
und Onkel
* vy
Heren Valentin Bönig—
versehen mit den hl. Sterbesakramenten
der katholischen Kirche, im Alter von
59 Jahren 3 Tagen zu sich in sein Jen—
seits aufzunehmen.
Um stilles Beileid bitten
die trauernden Hiunterbliebenen.
Dudweiler, Tholey, Eschenau, den
10. Mai 1911.
Die Beerdigung findet Freitag Vormittag 81, Uhr
vom Sterbehause Sagarbrückersträße 186 aus stait
E
Danksagung.
Für die vielen Beweise herz!. Teilnahme beim Hinscheiden
unserer teuren Verstorbenen sagen hiermit allen Beteiligten,
nsbesondere den verehrl. Kranzspendern sowie dem Gesang—
verein Eintracht herzlichen Dank.
Familie Dal. Baldes
3
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Dienstmädchen
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Wo sagt die Exped. n permietor
—100 Zentner Neuweilerstraße 32.
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Siilabach⸗·Soc Fischbachstraße b
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