men wir zu Die sozialdemokratischen Aneräge lehnen wir ab.
Abg. Sachse (Soz)) spricht gegen die Zu assung
cener Knappschafis⸗Kranlkentassen.
Die Anträge der Sozialdemokraten und der Fort⸗
chrittlichen Vollspartei werden abgelehnt, der Kompro⸗
mißantrag Echulz angenommen.
s* 2509 trifft zu Gunsten der Saisonbe riebe eine Er—
leichterung. in dem die vorge'chriebene Mindestzahl vor
Nitgliedern nur für zwei Monate verlangt wird.
Abg. Buchholz (Goz) spricht für den Streichungs
mirag seiner Partei.
Abg. Fegter FGortschr.) bekämpft gleichfalls schar—
e Bestimmungen dieses Paragraphen und polemifiert leb—
jaft gegen die Rechte.
Die Kommissionsbeschlüsse bleiben unverändert.
Die Paragraphen 260— 268 werden zusammengesaßst.
kach kurzer Debatte werden die sozialdemotratischen Am
räge auf Streichung abgelehnt und die Paragraphen nu
xm sompromißantrag Schulz angenommen.
Etwa 40 Paragraphen werden ohne Wortmeldung er⸗
edigt. Nach Annahme des 8 339 vertagt sich das Haut
ur Weiterberatung auf morgen 12 Uhr. — Schud
47 Ubr. —V —
* —858 dů
Ernst von Possart.
(Zu seinem 70. Geburtstage am 11. Maid)
rber unzerer glänzendsten Vortragskünstiler, Ernst v
o art, se ert am 11. d. M. seinen 70. Geburtssag. Der
ünstler, welcher ein Berliner Kind ist, sollte ursprünglich
en Buchhandel erlernen, bildete sich durch den Unterricht
es Hoöfschauspielers Kaiser für das Theater aus. Mii
O Jahren trat er am Breslauer Staditheater sein erstes
ngagement an, machte dann schnell Karriere und war
acheinander in Berlin, Hamburg und München tätig; 1862
is 1863 spielte er in Berlin bereits erste Charatterrollen.
zett 1873 war er Oberregisseur an der Münchener Hos⸗
ühne, 1878 wurde er zum Professor und Kgl. Schau—⸗
zieldireltor ernannt. Seine zahlreichen Gastspiele mach—
en seinen Namen weit über Deutschlands Grenzen hin—
us belannt; auch die von ihm 1880 in München veran—
glieten Gesamtgastiviele Dgessttedts Muster fanden
Corns von POoSsSat.
nußerordentlichen Beifali. 1887 verlteß er den Zerband
der Münchener Hofbühne, um sich ganz seinen Gast—
pielreisen zu widmen.“ Nach Persfalls Rücktrit wurde
Possart 1894 Generaldirektor und 1905 Intendant der
Nünchener Hofbühne; kurze Zeit darauf wurde er gradelt.
901 gründete er in München das Prinzrezenten-Theater
ls Festspie haus für das Wagnersche Musitdrama; 1905
tat er von seinen Aemtern zurück und betätgte sich seit—
em nur noch auf Gastepielreisen. Besonders auf melo—
rama!ischen Gediet hat Possart als Vortragskünstler stets
mzerordentliche Erfolge gehabt; sein' Spiel fesselte stets
urch die geistvo le Art der Charakteristit; als Regisseur
rbeitete er mit großem szenischem Geschick. Auch als
zprecher Schil erscher, Goethescher und Heinischer Balladen
at Possari in vielen Städten und auf seinen Gastspielrei—
en, die ihn bis nach Rußland, Amerika und Holland
uührten, Beifall und Anerkennung gesunden.
Dr. Heinrich Braun *. Der berühmte Chirurg, o.
Brofessor Dr. Heinrich Braun, ist im 64. Lebensjahre
n Göttingen an Lungenschlag geslorben. Am Dienstag ha te
r noch operiert und ein Examen abgehalten. Proff Braun
var in Veerfelden (Großherzogtum Hessen) geboren unr
rüher in Heidelberg, Mannheim. Jena. Marburg und in
stön arberg tätig aemotn
— —
Vermischtes.
Der Polizeichef als Erpresser. Wie aus Peters—
urg gemeldet wird, hat der Chef der Geheimpolizei von
Archangel, M. Raskaltow, Selbstmord verübt. Die lokale
Zresse erklärt die Gründe zum Selbstmord wie folgt: Vor
aicht allzulanger Zeit erhielt M. Kostogorow, ein Bürger
ind Millionär von Archangel, einen anonymen Brief, in
velschen ⸗ im Me—en oiner Arituno notit fchar Morknear
„Sie meinen, daß man mich im Verdacht hat, ihn er
nordet zu » Das ist nichts Neues.“
Ja aber ich fürchte, es bleibt nicht bei dem Verdacht.
zVIleibt nicht dabei? Meinen Sie, daß man es beweisen
ann?“
gringin Moore! Seien Sie nicht so strengl Ich mein
- daß man versuchen wird, Sie zu verhaften!“
„Mich verhaften? Mich verhaften?“
Sie richtete sich auf, ihre kleinen Hände ballten sich
Aber Sie mich nicht verhaften. Sie müssen es ver
zindern.“
„Das will ich auch!“
„Aber wie — wie können Sie es?“
„Ich werde nur zu gern Ihr Beschützer sein, wenn Si
ine kleine Reise unternehmen wollten, bis sich Ihre Schuld
osigkeit herausgestellt hat.“
„Eine Iße nach auswärts — mit Ihnen?“
Die Bedeutung der Worte, so wie Pe sie betonte, wal
neinem dicken Schaͤdel bis dahin entgangen. Ich stand wi
om Donner gerührt.
„Oder — ich — ich könnte zurückbleiben; oder mit den
rächsten Zuge folgaen —
—— sehe nicht, wie Sie mir dann nützen könnten!“
aIch würde aufpafsen, daß man Sie nicht anzurühre;
zagte.“
„Ich wüßte nicht wie — wenn Sie nicht da sind!“
Ich stampfte im Fener umher. Ich hatte ganz ver
ressen, daß sie ein weibliches Wesen war, eine — di
eine ganzen Pien über den Haufen warf. Die Situatio
oar noch viel ee als ich gedacht hatte.
Ithnem oore, ich bin ein Schafskopf!“
a?
In der Art und Weise, wie sie diese Frage betonte, lag
was, das ihr jeglichen Stachel raubte.
„Aber in mancher Hinsicht bin ich doch nicht ganz se
umm, wie Sie vielleicht annehmen.“
Oh!“ F
Dies klang nach verhaltenem Lachen. F
Können Sie mir trauen?“
Mit meinem Leben, und dem was noch tenerer ist.“
Wollen Sie tun, was ich Ihnen sagen werde?“
Uhodν
—0
einiges in eine Pandtase
a8, wieviel, und wie groß
soz ne nm nacn
5
t und Mantel an und
e2
3447*
wausgesorvert wurde, an ernem vdestimmten Orte ein⸗
umme von tausend Mark zu hinterlegen, widrigenfai
ine einzige Tochter durch Vitriol entstellt werden würde
inzugefügt wurde noch, daß es vollständig zwecklos fein
ȟrde, zur Geheimpo izei zu gehen. Kostogorow eille nack
mpfang des Briefes nach dem Hauptquartier der Gen
armerie, die für das bezeichnete Rendezvous einen Hin
rhalt legte. Kostogorow war pünktlich zur Stesle und
eponierte an der bezeichneten Stelle ein Kuwert. Ein
ermummter Zivilist lief rasch auf die Stelle zu, doch
je er das Kuwert in die Tasche stecken konnte, sprang ein
zendarm hinzu, der ihn am Kragen faßte und nicht ge
ide zart behandelte, bis seine Identität sich herausstee.
x war das FHaupt der geheimen Polizei. Der beselsha—
ende Gendarmerieoffizier versuchte, seinen Leuten das Da—
wischentreten des Polizeichess als harmlos darzusiellen,
»daß Raskaltow nicht sofort verhaftet wurde. Ehe jedoch
gend welche offizielle Nachforschungen stattsinden konnten,
rschoß sich der Polizeigewaltige. J
Alljährlich im Frühjahr kehrt die rohe Tierquä—
erei wieder, lebenden Fröschen die Schenkel auszureißep
ind die Tiere eines langsamen sehr qualvollen Todes ster
en zu lassen. Da es unmöglich ist, die vielen roher
Nenschen, die sich in der Einsamkeit diese Greuel zu schul
en kommen lassen, abzufassen, endlich aber doch ein End⸗—
nit dieser grausamen Quälerei gemacht werden muß, si
hitlen wir die Hausfrauen: Verbannt von Eurer Miliagsafel
so lange das Froschschenlelgericht, bis das Ausreißen
er Schenkel lebender Tiere allenthalben scharf bestrafi
vird. Auch die Männer bitten wir, in den Wirtshäusern
as Froschschenkelgericht durchaus zu meiden. Für den
utgangenen Tafelgenuß wird jeden anständigen Menscher
as Bewußtsein entschädigen, so vielen Geschöpfen die
rausamen Todesqualen erspart zu haben. Dies ist der
jnhalt eines Rundschreibens, welches der Polize'chef und
Itadisyndikus a. D. Hellmuthhäuser München) der weiie—
ien Verbreitung übergibt. F
Opfer des Gewitters. Das Dienstag über Ber.
inn niedergegangene Gewitter hat mehrere schwere Opfern
eforbert. In der Nähe des Kaiser Friedrich Kranlenhau—
es wurden zwei Kinder vom Blitz getroffen. Ein 12jäh,
iiger Knabe war sofort tot, sein Spielkamerad wurd«
zollständig gelähmt. Ein weiteres Opfer war eine Frau,
nie in einer Lauben Kolonie durch Bliztzschlag getötet wor.
en ist. Ferner schlug der Blitz in der Nähe einer Gruppi
pielender Kinder ein, von denen eins betäubt wurde
vährend die anderen mit dem Schrecken davonkamen. Be—
turzung erregte eine eleltrische Entladung in einem Ver—
hand'ungssaal des Landgerichts 1 in Moabit wo gerade
ine Beleidigungsklege des bekannten Grafen von Pfei
gegen den Fabrikbesißer Alfred Wulff zum Austrag kam
Sin Donnerschlag erschütterte das ganze Gerichtsgebäude.
Der Blitz hatte in einen Turm des Gerichtsgebäudes ge—
chlagen, war vom Blitzableiter in das Lichinetz des Kri—
ninalgerichts übergesprungen und hatte sich in dem weil
erzweigten Netz verteilt, ohne jedoch irg nd welchen Scha—
en anzurichten. Nach Beendigung der elektrischen Entlad
ing in dem genannten Gerichtszimmer wurde die Ver
andlung fortgesetzt und endete mit der Verurteilung des
abrikanten Wulff zu 100 M. Gesdsirafe.
Bergmaunslos. Rach der „Bresl. Ztg.“ ist auf de
Concocdiagrube der Aktiengesellschaft Donnersmarckhütt
as Andreasflöz in hundert Meter Länge eingestürzt. Sech
zergleute wurden verschüttet. Zwei wurden ausgegraben
ie schwer verletzt waren und von denen einer starb. Spä
er wurden zwei weitere tot geborgen, während die letzie
wei, die hinter die Einsturzstelle geflüchtet waren, unver
ehrt aufgesunden wurden.
Johann Orth für tot erklärt. Das Wiener Oberst
ofmarschallamt hat den verschollenen Johann Orth, ge
vesenen Erzherzog Johann Salvator von Oefsferreich. fün
ot erkläri.
Subskription für Polizeibeamte. Aus Paris wir⸗
erichtet: Der „Figaro“ hat eine Subskription eröffnet, de
en Ertrag zur Ergänzung des vom Seine-Präsekten ge
rundeten Spezial-Fonds zur Unterstütung der Angehöri
en im Dienst Verwundeter oder getöteter Polizeibeamten
eftimmt ist. Der Polizeipräsett Lepine ver!angte ein
zumme von einer Million Franks und hat bereits drei
sunderttausend Mark durch verschiedene Schen ungen ge
ammelt. Die Subskription des „Figaro“ ergav bereit?
im ersten Tage 250 000 Franks.
Frauzösische Verwaltungs-Skandale. Der „Ma
in“ teilt mit, daß neue Verwallungs-Skandale vor der
En hüllung stehen. Der Skandal im Ministerium des Aeu
zeren scheint einen Widerhall in anderen Ministerien zu
sinden, wo das Beispiel Hamonds nachgeahmt worder
fi. Das genann e Blatt stellt auf Grund eigens anzgzestell
er Ermittelungen sest, daß im landwirtschaftlichen Mini
terium bedentende Geldsummen veruntreut wurden, die fü
Liehzucht und landwirtschaftliche Untersuchungen bestimm
varen. Andererseits wurden schwere Unregelmäßigkeiten
ei Verkaufsabschlüssen sestgesteslskt. Der Umfang der ver
mtreuten Summe wird auf mindestens 1 Million veran
ylagt. Jedenfalls wird die Untersuchung hierüber Klar
eit schassen. denn der Berichterstatter für das Budget,
zrous. hat sich der Angelegenheit mit großer Energie an
enommen.
Sabotage. In St. Malo ESrankreich) und einem
sachbarten — van ausständigen Bauarbeitern
α
nan braucht mich im Lheater; sie verlangen dort nach mir.“
„Lassen Sie sie. Wollen Sie 8 gut sein, und tun, was
hy Ihnen sage? Entschuldigen Sie mich einen Moment,
rräulein Moore. Darf ich einen Mann hier hereinbringen
ind es ihm bequem machen, bis wir fort sind?“
„Bitte, erklären Sie sich näher.“
Nun, dort auf der Straße steht ein Mann, der dies
daus beobachtet, wie ich glaube.“
„Wird er mich zu verhaften suchen? Hat er einen Haft⸗
efehl in der Tasche?“
„Nichts derart. Er mächte nur versuchen, uns zu folgen,
em zu sehen, wohin wir gehen, und das paßt mir nicht.“
„Wollen Sie ihm was tun?“
y „Kein Haar werde ich ihm krümmen, das verspreche ich
ihnen.“
„Wollen Sie ihm denn vernünftig zuzureden versuchen? Sie
aben vor anderen Männern eine gewisse Ueberredungskunst
orcius. Vielleicht können Sie ihm die Sache im rechten Lichte
orstellen. Wenn Sie es für nötig halten, bitte versuchen
e es.“
Ihre Worte erinnerten mich an das, was 'der alte Morley
esagt hatte. Und ich empfand den Sarkasmus etwas hart.
Reh eins, Fräulein Moore. Wieviele Dienstboten sind
m Hause?“
Seblictich nur eine. Die Köchin ist ausgegangen.“
„Könnten Sie diese dann vielleicht auf eine Besorgung
ortschicken, die sie eine gute Stunde fernhält? Es ist besser,
»enn sie nicht weiß, daß wir das Haus zusammen verlassen
aben, noch sonst irgend etwas.“
„Sie denken auch an alles. Ich merke schon, daß ich
zieder ein Abenteuer erleben werde. Wenn Sie eine Viertel—
unde lang spazieren gehen wollen, so werden Sie niemanden
nehr vorfinden. Ich werde Hut und Mantel anbaben, und
neine Tasche gepackt.“
„Gut. Wenn Sie fertig sind, gehen Sie so leise al
röglich fort, ohne hier hereinzukommen und ohne sich überhau
m mich zu kümmern. Lassen Sie Ihre Tasche auf der Di—
ehen; die trage ich. Biegen Sie in die Fulham-Straße r
hlendern sie nach den Parkanlagen zu. Ich komme Ih
obald als möglich nach.“
„Sie werden ihn nicht verleken?“
Nicht im geringsten.“
Ich öffnete ihr die Tür um sie hinauszulassen.
nauf; ich auf die Straße. Der Mann stand no
te und musterte mich scharf. Ich beachtete ihn we
Ich schlenderte gemütlich die Straße entlang *
————— —E
tehrere int Bau besind iche Häur abvotiert und die
däuser arbeits will ger Maurer mit Steinen beworfen. Die
Ztaatsanwalischaft hat eine Untersuchung eingelei e.
Flüchtiger Bankier. In Casteggio bei Pavie
st der bekannte Bank'er Eufebio Piella unter Hinierlaß
enschaft von 2 Millionen Schulden flüchtig geworden. Deir
Staa sanwalt eließ einen Steckbrief gegen den Flüchtiger
ind erhob Anklege wezen betrügerischen Banterotts.
Feuer. Das Empire Palace-Theater in Edinburgt
England) ist nach Schluß der Vorstellung vom Feuer zer
lört worden. Mehree Per'onen sind umgekommen. Sie
zꝛen Leichen wurden geborßen. Das Feuer wurde auf der
hinteren Teil des Gebäudes beschränlt, der zusammenftürzt
und mehrere Personen unter seinen Trümmern begruüb.
Gerichtszeitung.
Der belgische Erbprozeß. Im Prozez der Prinzes—
in Louise contra Königreich Belg en machte der Advotail
er Prinze sin, Jasper, Mittei ungen, die in in eressau
er Weise erlauterten, wie sehr dem König daran gelegen
var, seine Toͤchter zu enterben. Nachdem er durch der
zerlauf der Möbel und Bitder der Schlösser, der so weil
zjing. daß sogar die Bilder des Vaters und der Mutle
es Königs unter den Hammer kamen, die'sen Teil aus—
er Erbschast entfernt hatte und die übrigen Vermögens—
tücke wie er glaubte, durch die Gründung von Stistungen
or der Errbschaft durch die Töchter gerestet hatte, kehrt
r⁊ am 1. Dezember nach Laeken zurück. Am 5. Dezember
efiel ihn eine Lähmung. Die drei Töchter des Königs
gerieten in große Erregung. Sie hofften, daß der König
ich wieder erhole und sie machten alle Verfuche, ihn zu
ehen. Aber sie erreichten nichts. Nur einmal habe der
dönig noch serner Töchter gedacht, nämlich, um fie vol l
om men zu enterben. Am 12. Dezember 1909, an.
Zage vor seiner Operation machte der König ein sechstes
Testament und überwies in diesem Testament der Niever
üllbacher Stiftung alle seine großen chinesischen Porzel
ane, die noch nicht verlauft waren. In einem Brief ar
»en Baron Goffinet beauftrag'e er die Testamentsvol stret
er, seine Kunstwerke genau u klassifizieren. Im Augen
lick, in dem ex den Chirnea cwartete damit mil de
Rperation begonnen wer e billte, sagte er dem Baro
offinet: „Inventarisierer e alles, was hier noch übri
st. Oeffnen Sie die S ne und die Bureaus, gehen Si—
elbst bis in die Küche rmmunter und in die Stälie Fü
e (seine Töchter) darf iichts übrih bleiben.“ An demfel
en Tag beschäftigten n auch noch andere Gedanken. ES
jab dem Baron Snoy und dem Notar Pochez en Befehl
rei Koffer der Societe Generale zu überbringen, und diese
rürsorge scheint doch dafür zu sprechen, daß die —XD
icht etwa Parfümflaschen oder Konfekt enthielten. Kurz
arauf starb König Leopold 2. Alle seine Handlungen wa
en von dem Charakterzug bestimmt, sich selbst zu über—
eben und nichts, oder doch fast nichts für seine Töchten
ihrig zu lassen
Von der Luftschiffahrt.
*BallonErplosion. Dienstag Nachmi'tag pas
jerte ein Freiballon die Höhen nördlich von Göppin
en. Er senkte sich rasch und ging unmittelbar vor dem
techberghauser Riedwald nieder. Plötzlich sah man eine
jlamme aufzüngeln und dichten Rauch auffieigen und kur—
arauf erfolgte ein Knall. Beim Näherkommen entdeckt,
nan, daß der Ballon mit Ausnahme des Korbsa tola
erbrannt war. Die drei Insassen waren ohne Verletzun
jen davongekommen. Die Urfache der Katastrophe ist nich
echt aufgeklaäͤrt. Zuerft glaubte man, das Seit habe die
lettrische Hochbahnleitung berührt, aber die Explosion er
olgte, als der Ballon die Leitung schon etwa 300 Mete
inter sich hatte. Der Ballon war Eigentum des König
ich Bayrischen Automobilllubs Munchen und führte der
Amen n
ι
V l
—— 8
— — — —
Die Temperaturdes Mondes. Die Frage
velche Temperatur auf der Oberfläche des Mondes herr—
chen mag, beschäftigt die Astronomen dauernd. Unlängss
zat Coblentz eine neue Berechnung der Mondtemperatur
orgenommen, und zwar auf einem eigenartigen Wege, in⸗
zem er den Refler von Wärmestrahlen an verschiedenen Mi⸗
jeralstofsen erperimentell beobachtete. Er schloß aus sei—
sen Untersuchungen. unter der Annahme, daß die scheip—
zare Tempetatur der Mondoberfläche hauptsächlich von z
üchgeworfenen Sonnenstrahlen heire auf eine wirt⸗
iche Temperatur des Mondes von — 226 Grad Celsius
AIuch der berühmte jüngst verstotbene Physiker Langley har
einen ähnlichen Wert bestimmt. Jetzt behauptet aber Very
im Astrophysikal Journal, daß der Mond die Somnen—
trahlen nicht einsach zurüctwirst, sondern auch in sich auf
saugt und daß seine Temperatur danach einen Höchlib⸗tag
von e!wa 100 Grad erreichen könne
v
— — E
inem Seiler kaufte enn ri⸗ int — ues end
danftau. Ich sah nach oAue Ahceit derselben Gemächlichken
ehn Minuden unterwegs w r Mann staudn 486
zing ich dann wieder ——
5 J *3
einerzetre für eingn Lalurecht drohinuktttrüins Futß
ehn Zoll; breit u? meinung e esin wrhie
Aber Fluckucherw un genz;ede verriet sFin Gesich
keinen Ueberfluß Vyel st sgingien mir e r nmn
inasJie emer ziemlich strenger
Miene auf ihn förer. zu den Detekt
Inenn micht zu erkenn Warum in aller Wel
»Sie gen 6 ie ich vorhin an Ihnen
zaben Sie aieS hen, daß ich Sie on
horbeifuhr? Jaun stbarste Zeit vegenug anstarrte Ich
habe hiet verden Hoch ve, kur wegen Ihren
—E an sein. Hut. „Ich komt sren Er grif
rußend 7 Vnsper or Symonds selbst e e e
ertragen. r
inn. ertragen Hat irgend jeman ne
— Ein Fräulein, Herr.“
„Ere Jräulein. Und Sie lassen sie
r nur das Diensimädehen.“ i7
rdas Dienstmädchen! Wohing 2
Deing hier die Straße hinunte?“
y⸗Omnibus. Meine Instr bestieg danr
Dame im Auge behallen. lautete, ich
4? Na, Sie scheine
X —8 schen was Nettes
Alten Sie Augen daus; ich
hren gui
zögerte, kam aber
in meine
yr würden Sie mi
nich Ihres Gesicht Ihren
mehr
eNihn zu hören.
iken Sie an das
n halten, gesagt, ich
Fräulein M
elassen. ar
cie ich. „Das si
Ht wundern, woͤr
Sie sagten es s
Am⸗ VM 245
FVII 8X
SGedankenperlen
A vLedanbenperen
eSanftmut muß die Strenge mildern; die ⸗
nicht der Zorn muß strafen.
*Gib den Hindernissen nicht nach, so müssen zue
bie Hindernisse dir nachgeben.
Ob einer manches Gute tu,
Kommt eine Missetat dazu — *
Die Guttat wird vergessen,
Die Missetat gemessen.
Sich'rer Freund, versuchtes Schwert
Sind in Nöten Goldes wert.
Freunde hab' ich immer viel,
Wenn ich sie nicht braucen will.
VSuraa* A
2 06 Der Wihbold 000 5—
R ¶3 vgàäz ÿäI ääzàä uà s
Heimgeschicht. Ich gratuliere, Herr zt
nerzienrat! Schon wieder einen Orden bekommen? W
verden da Ihre Neider sagen?“ — ‚Das wollt' ich ẽ
zerade fragen, Herr Doktor?“
Lehrer: „Fritz, wandle mir Schwur abl“
Fritz: SSchwur, Geschwür, Geschworenerl“
e»Der gehorsame Pepi. Mama, darf
etwas sagen?“ — „Du weißt, daß es dir verboten ist,l
Tische zu sprechen!“ — „Darf ich auch nicht ein Wi
agen?“ — „Nein, Pepi! Wenn Papa die Zeitung
esen hat, dann kannft du sprechen!“ — (Papa legt n
Tisch die Zeitung fort und sragt den Pepi): Nun, Pe
vas wolltest du denn sagen?“ — Ich wollte sagen, d
im Badezimmer das Wasserleitungsrohr geplatzt istl“
*8arter Wintk. Der kleine Robert: „Liek
Broßpapa, wir gratulieren dir herzlich zu deinem
hurtstage, und die Mama hat gesagt, wenn du jedem v
uns einen Gulden gibst, sollen wir ihn ja gut aufhel
ind am Rückwege nicht verlieren.“
*Bei Tisch. Hausserr: „Frauchen, wesho
eufzest du?“ — ‚Sieh 'mal, wir sind dreizehn Personen
— Aber meine kluge kleine Frau wird doch nicht ab
zläubisch sein!“ — Keine Spur, aber ich hab' nur
ehn angerichtetl“
— *Unmsoglich ZbLieber Freund, Sie findet m
ruch in jeder Kneipe. Sie werden sich noch den Tod
den Hals trinken.“ — Junger Dichter (chägt an se
Brust): Ich bin unsteroͤlicht“
e
Verwendung und Reinigung de.
en Medizingläser. Es ist ungerechtfertigt, w
nan die alten Medizingläser deshalb wegwirft, weil sie
ingeblich von dem starken Geruche der noch anhaften
Irzneireste nicht reinigen lassen. Dies geschieht näm
anz leicht, wenn man die fraglichen Gläser wiederholt
hwarzem Senfmehl und lauwarmem Wasser. aussp
Man kann nachher die Gläser umbedenklich zur Aufbew
ung von Limonaden, Oelen ꝛc. verwenden. Bei dieser
egenheit sei darauf aufmerlksam gemacht, daß sich st
verüche von den Händen durch Waschen vin Senfmebl
ernen lafsen J J
Eingutes Wasserzur Verschöneru
»er Gesichts haut soll nach der. „Gaz. medica“
olgendet Mischung erhalten werden: Botax raff. 10
lyzerin pur. 20 Gr., Rosenwasser 150Gr., Benzoetin
5 Gr. Nachdem diese Mischung einige Tage gestan
at, wird fie filtriert und gut verschlessen aufbewahrt.
iesem wohlriechenden Wasser werden die Fleden im
ichte täglich zweimal beneßt, ohre daß es abgewischt w
xn wenioen Tooon sosson alle Tleton ersniden
— — — *
— * 8 —
—A Der Wien —
—— s — I
Genugtuung. Wernm es den Franzosen wir
‚elingen sollte, mittels der zucerheltigen Melinitbomber
en Deutschen ihre Revonche auszuüben, dann würden
venigsiens mit Sus und Recht sagen können: Rach
uß.
b gerstreut. „Ah, freut mich, daß ich Sie tr'
nädige Frau, wie gehts dem Herrn Gemahls“ — „A
berr Professor, ich bin doch noch gar nicht berheiratet.
isch so, so, dann ist Ihr Herr Gemahl wohl auch
8 IιαινO
Sne s ha reerernneru ne Nin wemn
desern dürfte es bekannt jein, wie der verstorbene So
Nugzaffte⸗Eddin über die innerpolitischen Verhälmisse in
Jabsburgischen Monarchie dachte. Nachfolgende kleine E
sode gibt darüber deutlichen Aufschluß: Während sei
klufenthaltes in Marienbad hatte der Schah die Bekan
ichaft eines deladenten österreichischen Würdenträgers
nacht, der das Gluͤd hatte, eine reizende junge Vollbl
nagharin zur Frau zu besitzen. Es währte nicht lange,
nunkelte man bereits in der Umgebung St. perstschen Me
tät von gewissen intimen Fäden, die sich zwischen d
Berserkönig und der schönen Ungarin gesponnen hätt—
Einige Zeit hernach vera Ataltete der Schah ein grof
ziplomatisches Souper, an dem auch das obenerwähnte:
leiche Ehepaar teilnahm. Als nun während des Desse
zie Sprache auf das gegeisjettige Verhältnis zwischennl
Jarn und Oesterreich gebracht wurde, da räusperte sich
zis dahin schweigsame Muzaffr⸗Eddin zur allgemeinen V
vunderung, und das ihm gerade gegenüber sitzende E
»aar fest ins Auge fassend, erklärte er lächelnd: Meine r
ehrten Gäste, nehmen Sie mir es nicht übel, aber mir!
sönlich ist die ungarische Gälit⸗ entschieden lieber wie
öster⸗
FEREVXCSEASA—5 — —
Fluchtlinien⸗Festseßung
Auf Grund des 8 8 des Gesetzes, betreffend di⸗
egung und Veränderung von Straßen und Plätzen
Städten und ländlichen Ortschaften, vom 2. Juli 1
vird die Straßen- und Baufluchtlinie für einen Teil
Sudstraße vom Hause der Erben Kleber Nr. 38 bis
Hause Bettinger Nr. 41 hiermit förmlich festgestellt.
Der Plan liegt vom 12 bis einschließlich 18. Ma
Is. auf dem Gemeinde-Bauamt, 1. Stock Zimmer N
zu Jedermanns Einsicht offen.
Dudweiler, den 10. Mai 1911.
Der Gemeindevorstant
Di⸗eRolizeiverwaltu
woister Jost.
— — — —— —
Bekanntmachung.
Laut Mitteilung der Polizeiverwaltung Sulan—
. Mai 1911 ist die Menl- uͤnd Klauonseuche in
rloschen.
udweir—