Full text : Dudweiler Zeitung

Lokales und Vermischtes.
Magaretentag. Der gestrige Mageretenrag in Saar—
icken erfreute sich eines außerordentlich starken Besuches.
erall appelierte man an wohltätige Herzen und es
den ihrer wohl wenige gewefen sein die nicht mit den
igeretenbhlümchen geschmuͤckt gewesen sind. Ohne Zu⸗
aglichkeit, auf vornehme Art, boten die Verkäuferinnen
Blümchen an uͤnd jeder kaufte. Hoffen wir,
mit dem Ertrage manche Träne gestillt wird.
Iruppenbeförderung. Die Beförderung der 32. In—
erie⸗Brigade nach Jünkerath bezw. Sourbrodt erfolgt
10. ds. Mts. in fünf Sonderzügen. Das Regimeut 70
in Gersweiler verladen, woselbst die Abfahrt der Züge
8. 12, 8.38, und 9.08 vormittags erfolgt. Im ganzen
den gegen 100 Offiziere und 4600 aktide unds Reserve⸗
nnschaften mit der Bahn befordert. Die Verpflegung
Mannschaften findet in Trier West und in Gerolstein

Varnnng den Auswauderern. Die Zentenarfeier
Argentinien hat die La Plata-Länder seht in den
epunkt des Iniere'es für Auswanderer gerückt, und
ge der überaus rührigen Propaganda und der hohen
prüche. die man Argentinien gevendet hat, ob se nez
chri tes, einer Fruchtbar eit und se nes Woh standes,
vergangenen Jahre eine sture Einwanderung nach
Baa ge'ommen. Resonders waren es Handwer—
bester, de während der Zenenar eier wohl auch
Beschästigeung gesunden haben. Aber nun sind
v*Nage vorüber und die da⸗auf'olgende Ernte, auf
au große Hoffwengen geseßt hatte, ist seheg schlagen.
olae davon ift eine große Arbe isnon Da die Leute
Lande leine Beschäftigung finden, ziehen sie sich
hen Steden zufammen und führen h'er ein
ttlerdascin, das, wenn erft der Winter komm
ind ärger werden wird. Die Einwanderer, di—
hsten Ernte (November 1911) h'er ankommen,
Yen Zeiten entgegen und ist es deshalb rat—
eutte darauf aufmer sam zu machen. Uruguay
ills unter der Trockenheit und außerdem noch
beständig drotzenden Ausbruch einer Revolut' on
2daß eine Auswanderung hierher unter den ge⸗
bwaltenden Verhältnissen auch nicht rat'am st.
'as nur ein vorübergehender Zustand, unter
ian'ommenden zu le den haben, die sich erst
eld suchen müfsen. Die drüben Anse sigen
dieen Plagen wenier berührt, die ja nur
R. um zu verhindern, daß dee Bäume in den
⸗achsen Wer drüben feine Verwande hat. m
. vor dem November 1911 nicht nach den La
ündern zu gehen, es sei denn, daß er über genu
Nit:el nerfüat.
Wendel, 6. Mai. Ein mutiger Junge. Das 3
Söhnchen eines Maurers von hier spielie mit meh⸗
indern am Bliesufer in der Nähe der Brücke in
ynhofstraße. Plötzlich rutschte der Kleine aus und
ie Blies. Sein 7jähriger Bruder, der mit ihm
hemerkte sofort den Vorfall und sprang nach. Es
dem jungen Lebensretter auch, den kleinen Burschen
iteren Schaden auf das Trofene zu bringen.
jmisheim, 6. Mai. Die Bremse versagt. Der
e alte Sohn des Ackerers Daniel Diener von hier fuhr
nit eintm schwer beladernen Wagen den siteilen
hinab. Oberhalb der Villa Hanenwald versagte
se un in rasendem Tempo sauste der Wagen mit
Pferden den Berg herunter, wobei ein Pferd
o von dem nachfolgenden Wagen zur Seite ge—
wurde. Der Wagen mit dem aͤnderen Pferd
mnoch in wildem Tempo bis vor die Schule,
zferd gegen einen Baum rannte und sich schwer
Sin Vorderrad des Wagens löste sich und lief
ng nach Schafbrücke herunter. Das 2 Pferd er⸗
ds starke Verletungen bei dem Sturz. Nicht
lecht erging es dem Führer des Fuhrwerks, wel⸗
der rechten Hand schwer verwundete Als ein
es zu bezeichnen, daß zur Zeit des Vorfalls
oer Schule leer war.
slautern, 7. Mai. Angeregt durch Schund⸗
atte ein 16jähriger Knabe und ein gleichalteriges
sich im Walddickicht eine Räuberhöhle errichtet
Ausstattung mit Hilfe eines Einbruchsdiebstahls
löbelfabrik erwirkt. Das Mädchen begleitete ihren
n Männerkleidung und hielt Wache. Acht Tage
ihrten sie dieses Räuberleven, dann wurben
vächtlihoen HSoinkoehbre hatt

tte Nachrichten und Telegramme.
6. Mai. Der Nordd. Allgemeinen Zeitung
der Antrag auf Beisetzung der Leiche des Kardi⸗
owskti im Posener Dom zurückgezogen worden.
6b. Mai. Heute Vormittag entftand durch
»n im Laboratorium der Tierärztlischer Hochschule
»enstrake ein Brand. der aroßen Schaden an—

6. Mai. Heute Vormittag erschoß sich in der
2. Garde Ulanenregiment der Ulan Genieser.
behörde leitete Untersuchung über den Grund
norde ein.
6. Mai. Kriminal-Kommissar von Treskow
m Amte suspensiert worden. Diese Maßregeln
sammenhange mit Streitigkeiten, die von Tres—
gerer Zeit mit dem Baufdirektor Winterfelde

rt a. M, 6 Mai. Die Berliner Reise⸗ und
zstellung soll im Monat Juli nach Frankfurt
Festhalle verlegt werden. Der Dircklor der
esellichaft, Dr. Modlinger, hat sich nach Berlin
die schwebenden Verbhandlungen zum **
6. Mai. Das Bezirksgericht in Liebau in
den Professor Friedrich vom Rigaer Polytech⸗
ngeklagt war, in Tukkumehof eine einem Ver—
rige Schneidemühle und ein Sägewerk in Brand
ben, zu 6 Jahren Zwangsarbeit verurteilt.
Mai. „Die Kölnische Zeitung“ meldet aus
er die Haltung der deutschen Regierung ge⸗
Vorgehen Frankreichs in Marokko läßt sich
eie Presse“ in Wien Mitteilungen machen,
richteter, diplomatischer Seite stammen sollen.
gabe, daß man in Berlin eine schroffe Hal⸗
h gegenüber nicht annehme, wird weiler be—
deutsche Regierung keinen Anlaß habe, da—
n. daß Frankreich in der Lage sei. seine Ver⸗
halten, und daß der Ton, in dem die Au—
schen den beiden Mächten erörtert werde,
sei, daß vertrauliche Pourparler begonnen
m aber in Deutschland einer nruen Konfer—
»kko nicht mit Sympathie entgegensehe. So—
abe über die Haltung der deutschen Regier⸗
alt geben sollen, sind sie ebenso müßig, wie
re„Wiener Allg. Zeitung.“
h., 6. Mai. Der Reichskandidat Freiherr
schaffenburg »t **8heute J—.
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bram darüber, daß er gestern zum zweiten Male beim
deferendar⸗Examen nicht bestanden hatte, durch einen
schuß in die Brust tötlich verletzt.
Wien, 8. Mai. Es heißt, daß anläßlich der bevorste⸗
enden Hoffestlichkeiten in Budapest eine neue Rang⸗Erhö⸗
ung der Herzogin von Hohenberg, der Gemahlin des Erz⸗
erzogs Franz Ferdinand stattfinden werde.
Zürich, 8. Mai. Gestern nachmittag 130 Uhr erschien
lötzlich über den Schießständen von Buchs in Canton
zürich ein Freiballon, der infolge widriger Winde abwärts
zetrieben wurnde. Die Schühen mußten das Feuer ein⸗
tellen. Der Führer warf Ballast ab, worauf der Ballon
vieder in die Höhe ging. Dabei verwickelte sich das
zchleppseil in die Hochspannungsleitung einer Fabrikanlage.
Im Nu schoß ein elektrischer Strahl von 26000 Volt hnach
»em Korb. Der Ballon stürzte aus einer Höhe von 40
Meter ab. Ein Insasse, namens Ultermann, angeblich
in Berliner Offizier wurde schwer verleßt. ebenso ein
weiter Offizier.
London, 8. Mai. „Times“ meldet aus Tanger:
lus Fez sind Briefe vom J. Mai eingetroffen, welche saͤmt⸗
ich sehr pessimistich lauten. Es bleibt nur noch Munition
ür 2 Gefechtstage. Der Korrespondent der Times ver—
chert, er habe Anlaß zu glauben, daß Briefe, worin Muley
ir seine Proklamierungen gewissen europäischen Ministern
aitteilt, heute in Europa eintreffen werden. Der Brief
ẽl Omrani, welcher die erste Hilfskolonne befehligt, hat eine
rroklamation an die Rebellen gerichtet, worin er ihnen ihre
daltung vorwirft und sie ersucht die Ordnung wiederherzu⸗
tellen.
London, 6. Mai. Nach einem Newyorker Telegramm
st in Cordowa, einem Hafen im Südwesten Alaskas, eine
rnste Revolte unter den Kohlenarbeitern dieses Bezirkes
usgebrochen. In der Umgebung von Cordova besitzi der
Zuggeheim⸗Trust ungefähr 13 000 Acres Kohlenländereien,
eren Ausbeutung noch nicht in Angriff genommen ist. Da—
jegen werden von benachbarten Juseln Kohlen nach Alaska
ingeführt. Infolgedessen hat sich der arbeitslosen Gruben—
irbeiter eine große Erreguͤng ermächtigt. Gestern wurde
ein Kohlenschiff, welches von der Insel Vanvouver kam,
'on der aufgeregten Menge überfallen und die Kohlen über
zord geworfen. Die Bergleute erklären, daß einem heute
Norgen erwarteten Kohlenschiff dasselbe Schicksal beverstehe.
der Bürgermeister von Cordowa hat in Washington rele⸗
zraphisch um Entsendung von Truppen gebeten, da die
kevolte sich von Stunde zu Stunde weiter ausdehne.
London, 6. Mai Die Times meidet ans Tanger;
Ibgleich durch das Eingreifen der Kolonne Bredmoni die
ahl der Verdeitiger in Fez gewachsen ist, so besagen die
vom 30. April eingelaufenen Melduugen doch daß die
Lage in der Stadt sich aufs neue kritisch gestaltet, zumal
alle Stämme des Nordens frei geworden sind und sich an
er Belagerung der Stadt beteiligen können. Andererseits
st die Haltung der in Fez eingetroffenen Truppen, die
isher als befriedigend zu bezeichnen war, eine schlechte
—DDD daß die Kolonne Bredmond
lle Vorräte an Gewehren. Patronen und Artillerie—
Nunition wegen der viertägigen ununterbrochenen Kämpfe
ühezu verbraucht hat und es auch an Geld fehlt den
Zultanstruppen den Sold zu zahlen. Die Proklamation
»es Sultans Muley Sins hat zur Einigung alle auf—
ährerischen Stämme geführt. Muly Sins hat von Me—
inez, seinem Aufenhaltsorte aus, eine Proklamation an
ie Stämme gerichtet, welches das Siegel seines Sultanats
rägt und die Stämme aͤuffordert, die Köpfe der getöteter
Feinde und alle Gefangenen nach Mekinez zu senden
lußerdem verspricht er in der Proklamation die Stämme
nit Artillerie zu versehen. In Fez nimmt der Mangel ar
ebensmitteln zu.
Paris, 6. Mai. Im Ministerrate gab heute Minister
zruppi folgendes bekannt: Der“ Sultan Muley Hafid
dandte sich an den französischen Konsul in Fez mit der
ringenden Bitte —7 — zu berichten, daß für mög—
ichste Beschleuniguñng Ves Marsches der Hauuptkolonuͤ
ßrulare gesorgt wird um den Ausbruch iner aefährlichen
evolte zu verhindern.
Lüttich, 6. Mai. Gestern abend ereignete sich in der
ähe von Serging ein schwerer Unfall. Auf der Spitze
iner großen Schlackenhalde der Cockerill'schen Werke erhob
ich ein 30 000 kg. wiegender eiserner Mast, welcher die
kabelleitung trug. Gestern stürzte plötzlich aus nicht auf⸗
zeklärter Weise dieser Mast um. Eine ganze Anzahl Ar—
eiter⸗Frauen und Kinder waren, als der Mast stürzte, mit
em Einsammeln von noch brauchbaren Schlacken bhe'chäfigt.
 53 Frauen wurden von dem stürzenden Mast erschla⸗
jen und 2 Kinder schwer verletzt. An ihrem Nufkommen
vird gezweifelt. Die Aufregung unter der Arbeiter-Ve.
»ölkerung wegen des Unfalles ist groß. Man vermutet,
»aß die starken Regengüsse der letzten Tage ein Sinken
»es Hügels verursacht' haben, wodurch der Mast sein
Hleichgewicht verlor uͤnd umstürzte.
Kopenhagen, 8. Mai. Der belgische Flieger Coril ist
estern abende6 Uhr in Malme mit einem Zweidecker auf⸗
estiegen und nach glänzendem Flug über den Sund auf
»em Flugplatz bei Kopenhagen gelandet. Der Flug über
den Sund dauerte 48 Minuten.
Madrid, 8. Mai. Der Entschluß Frankreichs in Marokke
»urch dick und dünn zzu gehen, macht hier gewissen Ein—
Nnuck. Anderẽrseits wird Spanien nicht einfach zusehen,
ondern es beschleunigt sein Vorgehen gegen Tetuan.
ßestern früh erhielt der Imperial von seinem Sonderbe—
icht⸗Erstatter eine Drahtung aus Tetuan, wonach eine
dompagnie Ingenieure mit 250 Riff⸗Schützen augerückt ist,
ind die Anhöhe, die den Weg zwischen Jeuta und Teluon
eherrscht, besetzt hätte. Die Besetzung sollte bereits am 1.
Nai erfolgen, der Machsen sollte zu diesem Zweck eine Ko—
onne nach dort entsenden. Da der Machsen dies unter—
assen hat, will Spanien ohne sein Zutun die Besitzergrei—
ung vollziehen. In französischen Kreisen hält man jene
dorbereitungen für den Beginn einer weit ernsteren Aktion.
Tanger, 6. Mai. Ein hiesiges französisches Blatt will
urch Radio⸗Telegramm erfahren haben, daß es die Absicht
iner im Mamorgawald gesehenen Truppe von Beni Snassen
ei, die franzöfischen Truppen auf ihrem Marsche zu belästi—
jen. Wahrscheinlich wird man dieser Absicht zuvor⸗
ommen, um den ersten Zusammenstoß abweisen zu koͤnnen
DRRXNXICCS —
Landesvolsizeiliche Anordnung.
Mit Rücksicht auf die große Gefahr der Einschleppung
er Maul- und Klauenseuche, die gegenwärtig fan in allen
reußischen Regierungsbezirken und in den meisten deutschen
jundesstaaten herrscht, ordne ich mit Genehmigung des
)errn Ministers für Landwirtschafi, Domänen und Forsten
nuf Grund der g8 18 und ff, insbesondere des F W Ab—
atz 2 des Reichsgesetzes über die Abwehr und Unterdrückung
on Viehseuchen vom 23. Juni 1880 1. Mai 1884 (R.
. Bl. 18894 S. 409), des 5 1 des Preußischen Ausfüh—
ingsgesetzes vom 12. März 188118. Juni 1294 (G. S.
⁊ꝛ 7 128 1294 2 148 .

— N
* —*— —

atsinstruktion vom 21. Juni 1805 (R. G. Bl. S. 357)
ür den Umfang des Regierungsbezirks Trier und die Dauer
er! Seuchengefahr folgendes an:
8 1. Zu den im 82 meiner landespolizeilichen Anord⸗
iung vom 8. Februar 1911 (Amtsbl. S. 46) und 81
neiner landespolizeilichen Anordnung vom 21. Februar
911, (Amtsblatt S. 88) genannten Bezirken, nämlich:
Provinzen Ostpreußen, Westpreußen, Brandenburg, Pom—
nern, Posen, Schlesien, Regierungsbezirke Magdeburg und
Merseburg, Großherzogtümer Mecklenburg⸗Schwerin und Meck—
lenburg⸗Strelitz, freier und Hansastadt Lübeck, Herzogtum An—
jalt, Königreich Sachsen, Bayern, Württemberg, Groß
)erzogtum Baden und Reichsland Elsaß⸗Lothringen, treten
„inzu die Provinzen Schleswig⸗Holstein, Hannover, West—
alen und Hessen⸗-Rassau, die Regierungsdezirke Erfurt, Cob⸗
enz, Düsseldorf. Köln und Aachen, die Großherzogtümer
essen, Sachsen-Weimar und Oldenburg, ausschließlich der
xürstentümer Birkenfeld und Lübeck, die Herzogtümer Braun—⸗
chweig, Sachsen⸗Coburg-Gotha, Sachsen⸗Meiningen und
achsen⸗Altenburg, die Fürstentümer Reuß j L., Lippe und
S„chaumburg⸗Lippe sowie die freie und Hansastadt Bremen.
demzusolge sind alle in den —2 bis 8 und 11 bis 13
neiner eingangs erwähnten Anordnung vom 8. Februa
s. Is. getroffenen Vorschriften auch auf alle aus den in
ersten Absatze genannten Bezirken eingeführten Klauentier
inzuwenden.
8 2. Diese Anordnung tritt sofort in Kraft. Ihre
lufhebung wird erfolgen, sobald die eingangs bezeichnet
Seuchengefahr beseitigi ist.
Trier, den 18. April 1911.
Der Regierungs⸗Präsident.
J. V. Alsen
Vorstehendes wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis ge—
racht.
DOndweiler, den 30. April 1911.
Die Polizeiverwaltung.
Der Bürgermeister. Joft.

Landespolizeiliche Anordnung.
Mit Rückficht auf die Gefahr der Einschleppung de
Maul- und Klauenseuche aus dem Großherzogtume Luxem—
»urg, wo diese Krankheit in eine.n für den inländischen Vieh—
hestand bedrohlichen Umfange herrscht, ordne ich auf Grund
es 837 des Reichsgesetzes betr. die Abwehr und Unter—
rückung von Viehseuchen vom 23. Juni 1880 —1. Ma
894 (R. G. Bl. 1894 S. 409) und des 8 3 des Preußi⸗
chen Ausführungsgesetzes vom 12. März 1881 in der
rassung des Gesetzes vom 22. Juli 1905 (G. S. 1881
5. 128, 1905 S. 318), für den Umfang des Regierungs⸗
»ezirkes Triee und für die Dauer der Seuchengefahr mi
venehmigung des Herrn Ministers für Landwirtschaft Do
nänen und Forsten folgendes an:
F 1. Die Ein- und Durchfuhr von Rindvieh, Schafen,
Ziegen und Schweine aus dem Großherzogtume Luxembur(
st mit dem im 8 2 bezeichneten Ausnahnien verboten
82. Das BVerbot (61) findet keine Anwendung au—
»as Vieh, das im kleinen Grenzoerkehr zu Feldarbeiten und
zur Beförderung von Waren und landwirtschaftlichen Er—
zeugnissen verwendet wird.
Auch ist die Einführung von Schlachtvieh mit der
kisenbahn in öffentliche Schlachthäuser gestattet, wenn die
Polizeibehörde des Bestimmungsortes dazu die Erlaubnis
erteilt.
Auf dem Landwege dürfen nur Tiere eingeführt werden
die in den Schlächtereien der an der luxemburgischen Grenze
zelegenen Ortschaften binnen 24 Stunden aboeschlachte!
verden sollen.
8 3. Bei der Einfuhr mit der Eisenbahn (52 Abs. 2)
jat der Einführende ein Ursprungs⸗ und Gesundheitszeug⸗
uiis der Gemeindebehörde und des beamleten Tierarztes
vorzulegen das für Rindvieh die genaue Beschreibung nach
Beschlecht, Alter, Farbe, Abzeichen und Hornstellung sowi⸗
iach besonderen Kennzeichen, wie Ohrmarken und dergl.,
jür die übrigen Wiederkäuer und die Schweine die Angabe
»er Stückzahl, des Geschlechts und der Farbe und gegebenen
Falles anderer besonderer Kennzeichen enthalten muß Fer—
ier muß durch dieses Zeugnis bescheinigt sein, daß die
Naul⸗ und Klauenseuche in der betreffenden Gemeinde nich
jerrscht und daß die Tiere sich seit mindettens 14 Taaen
hort befanden.
84. Die mit der Eisenbahn einzuführenden Tiere«
8 2 Abs. 2 und 8 3) sind auf dem Bahnhofe Karthaus
amtstierärztlich zu untersuchen. Ihre Weiterbeförderung in
das öffentliche Schlachthaus ist nur gestattet, wenn sie als
rei von den Seucheverdächtigen Erscheinungen und die
Arsprungs und Gesundheitszeugnisse 6 3) sowie der Er—
laubnisschein der Polizeibehörde des Bestimmungsortes (52
Abs. 2) als richtig befunden worden sind. Andernfalls find
die Tiere nach Wasserbillig zurückzuweisen.
Die zur Weiterförderung zugelassene Tiere sind, ohn
ingestellt zu werden oder mit anderen Wiederkäuczn oder
Schweinen in Berührung zu kommen, ————— plom⸗
gierten Eisenbahnwagen nach ihrem Bestimmungsorte zu
bringen, um dort nach höchstens 4 Tagen geschlachte:
u werden. 3*
z,6 . Die amtstierärztliche Untersuchung auf dem Bahn.
zofe Karthaus (g 4) findelsjeden Montag, Mittwoch und
Freitag mit —— der gesetzlichen Feiertage von 6 bie
Uhr nachmittagsstatt.
Außerdem erfolgt die Untersuchung auf dem Bahnhofe
darthaus nach einer mindestens 24 Stunden vorher zu
rlassenden Benachrichtigung des Kreistierarztassistenten Dr.
kenfers in Trier zu jeder anderen Zeitamit Ausnahme der
“onn⸗ und gesetzlichen Feiertage.
86. Für die amistierärztliche Untersuchung der Tiere
8 ist von den Einführenden folgende Vergütung an den
vdebührenerheber in Karihaus zu zahlen:
Für Kühe, Stiere, Ochsen. .1BMOM. das Stück,
ür Jungvieh.. ... 1000
ür Kälber und Schweine020 ,
ür Ziegen und Schafe040“
ür Ziegen u. Schaflämmer und
Spanferkel..... 0.05 —W
Erfolgt die amtstierärztliche Untersuchung zu anderen
ils den im F 4 Abs. 1 angegebenen Zeiten, so haben die
kinführenden außer den an den Gebührenerheber zu ent—
ichtenden Gebühren an den beamteten Tierarzt die diesem
ustehende Reisevergütung zu zahlen.
87. Wer Vieh mit der Eisenbahn einführt (62 Abs.
M hat die. Polizei-Behörde des Bestimmungsortes von der
evorstehenden Ankunft der Tiere zu benachrichtigen und
ofern das öffentliche Schlachthaus dieses Ortes keine un—
aittelbare Eisenbahnverbindung besitzt, die Beförderung der
Tiere vom Bahnhofe zum Schlachthause auf Wagen zu be—
virken, auch den polizeilichen Erlaubnisschein (62 Abs. 2
wie die Ursprungs⸗ und Gesundheiteraus ? x Mα
soiter ru 1*6

8 8. Bei der Cinfuhr auf dem Landwege (532 Abs.3
at der Einführende ein von der Gemeindebehörde des Ur
prungsortes ausgestelltes Zeugnis des im 83 angegebene;
Inhalts beizubringen und es dem zuständigen Fleischsbe—
chauer auszuhändigen, der es an die Ortoͤpolizeibehoͤrd.
veiterzureichen hat.
8 9. Zuwiderhandlungen gegen die vorstehenden Be—
timmungen unterliegen, sofern nicht nach den bestehender
Besetzen eine höhere Strafe verwirkt ist, den Strafvor—
schriften des F 328 des Strafgesetzbuches, sowie der 88 66
und 67 des Reichsviehseuchengesehes vom 23. Juni 1880
— 1. Mai 1894.
8 10. Die landespolizeiliche Anordnung vom 29.
März 1911 (Amtsblatt S. 109) wird aufgehoben.
8 11. Diese Anordnung tritt sofort in Kraft. Ihre
Aufhebung wird erfolgen, sobald die eingangs brzeichnet⸗
Zeachengefahr beseitigi ist.
Trier, den 20. April 1911.
Der Regierungs-⸗Präsident.
J. V. gez. Älsen.
Vorstehendes wird hiermit zur öffentlichen Kenntnie
gebracht.
Dudweiler, den 30. April 1911.
Die Polizeiverwaltung.
Der Bürgermeister.
——ö——— — — —
Brockensammlung.
Den verehrten Cinwohnern der Bürgermeisterei Dud
veiler bringe ich hiermit meine Brockensammlung wiedt
in Erinnerung. Es werden daselbst zum Wohle unsere
irmerer Bevölkerung alle jetzt abgelegten Wintersache
ingenommen. Jede auch die kleinfte Gabe, wird
Dank angenommen. Alle abgetragenen Kleidungsstück
leberzieher, Mäntel, Wäsche, Schuhe, Strümpfe, Kinder
leidchen, Erstlingssachen, Bettzeug, alte Möbel, Küchen
geräte, überflüssige Vorhänge usw,. finden gute Verwendung.
Wo vorbezeichnele Gegenstaͤnde eutbehrlich sind, wird ge—
beten, dieselben auf dem Armenbüro Zimmer Nr. 6 —
im Rathause abzugeben oder dasselbst Mitteilung zu
nachen, damit sie abgeholt werden.
Im vergangenen Winter war es mir möglich gewesen,
21 Familien und 12 alleinstehende Personen mit Kleid—
ingsstücken und dergleichen zu versehen.
Ich bitte daher ebenfo herzlich wie dringend, dieses
Internehmen im Interesse unserer Armen durch rege Be—
ätigung weiter unterstützen zu wollen.
Dudweiler, 53. Mai 1911.

Kammer
Sekretär der Armenverwaltung.
— ——————eluung
7 7
Letztes Gastspiel
des Opern⸗Ensembles 191011
vom
Thalia-Theater Saarbrücken
Mittwoch den 10. Mai 10911 im Saale der
Frau Ww. Riedschy:
der Freischüß
Romantische Oper in 3 Akten von Weber.
Mufikalische Leitung Kapellmeister Ludwig Kuckartz.
aassenöffnung 713 Uhr. Anfang 813 Uhr. Ende gegen 11 Uhr
Preise der Plätze:
. Platz nummeriert im Vorverkauf M. 1.650, Abendkasse M. 1.75
2. „unnummerierte, F „1.00, —
J. ⸗ 59 O.ßõO, — „B0.60
Stehplatz nur 30 Ppfennig.
Die Billets sind im Vorverkauf bei Ww. Riedschy und in der
dudweiler Zeitung zu haben.
Zu vermieten:
Hhaus, St. Ingberterstraße 100. 3 Simmer
und Küche, Fischbacherweg 116120. ver—
sehiedene Wohnungen, darunter murn
Simmer.
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Dudweiler. —*
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diesseitigen Vereins, die dew Haftpssuicut-Verein
 v9er zu Saarbrücken bei— iInfalI Lehbens,
getreten sind, werden hiermit' 2538
auf F2 Abfeneder Slatute viCchos r
aufmerksam gemacht. “
Der Vorstand Vssv e
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Ve ——
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