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an Amtliches Publikationsorgan für den Mit zwei Beilagen:
5. Mark —3 — 3 3 7 3 * .8 d 2 Blatt
Bürgermeisterei-Bezirk Dudweilet anntagsblatt und Heitere Blätter.
An oAnb Saorhycden Nr. 69, 259, 269, 1261. Drucku. Verlag: J. Unterkeller, Dudweil⸗ terantmovtich für die Srictieitung Arthur Unterkeller, für den Anzeigenteil Sarl Unterkeller
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nent ist mit 500 M. gegen Tod durch Unfall bei der Rürnberger Lebensversicherungsbamt in Nürnberg versichert. Jeder Unfall ist binnen einer Woche nach Eintritt der Nürnberger Lebensversicherungsbank anzuzeigen, auch muß sich der Verletzte innerhalb 24 Stunden nach dem Unfall in ärztliche
begeben. Todesfälle müssen sofort spätestens aber innerhalb 48 Stunden nach dem Eintritt zur Anmelduno oekracht werder her die Voraussetzung der Versicherung geben die Versicherungsbedingungen Aufschluß, die vom Verlage od. von der Nurnberger Lebensversicherungsbank zu bezieh sind.
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112. Montag, den 8. Mai 1911. 24. Jahrgang
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Deutscher Reichstag.
Vorm. 11 Uhr. Berlin, 6. Mai
(168. Sitzung)
Auf der Tagesordnung steht die zweite Beratung de
Neichsversicherungsgsrhuung.
Die Weiterberatung wird fortgejetzt beim 8 92, der
von den Koösten der Oberversicherungsämter handelt. Da—
mit wird der zurückgesette 8 69 verbunden betr. die Ko
sten der Versicherunggsämter. Die Kommission hat die
Kosten der Versicherungsämter den Gemeinden auferlegt
solern das Versicherungsamt bei einer Geme'ndebehörd
errichtet wird. Die Versicherungsträger sollen die Bezüge
der Worsicherungsvertreter und sonstige Auslagen des Ver—
fahrens ersetzen,
Die Sozialdemotraten und Fortschrittler beantragen
die Kosten nicht den Gemeinden, sondenm in allen Fällen
dem Staate aufzuerlegen.
In Bezug auf die Oberversicherungsämter hat die
dommission den Versicherungsträgern die Hälfte der staat
lichen Kosten auferleat, bis auf die Bezüge der Mi glie
der und ihrer Stellvertreter, sowie bis auf d'e Gebühren
Abg. Gyßling Gortschr.) begründet den Antrag
einer Partei.
Rinistexialdirettor Casspar ersucht um Ablehnung
der Antraͤge.
Abg. Hil den brand GSoz.): Der Bundesstaai
Württemlberg steht auf dem Standpuntte, daß die Ge
—
Beamte ausgesührt werden.
Aba. Trimborn (Zitr.): Wir würden gein für
eine Entiasung der Geme'nden stimmen, aber die feste
Ertlärung der verbündeten Reg'erungen nötigt uns, es bei
dem bisherigen Ziistande zu belassen. Der Redner be
gründet im Anschluß hieran einen Kompromi ßantrag
Schulz, wonach d'ie Bezüge der Versichernugsträger nich
yon den Gemeinden zu tragen sind.
Der Kompromißantrag zum 8 69 wird schließlich
ingenommen Die übrigen Anträge abgelehnt.'
892 wied mit den Kommisüonsbeschlüssen ange
iommen.
Beim S 105 wird einstimmig ein Kompromißantrae
Schulz angenommen, der auch für die Wahl der Beisi tzeꝛ
heim Reichsversicherungsamt die Verhältmiswahl einführt.
Die Paragraphen 135 und 136 handeln von der
ärztlichen Behandlung. 8 136 betrifft Zahnkrantheiten.
Diese Paragraphen werden auf Grund eines Kom—
promisoantrages Trimborn einer redaktionellen Aenderung
interzogen
*8172 handelt von den Orslöhnen. Die Sozialde
mokraten verlangen Festsetzung für erwachsene mannliche
Arbeiter auf mindestens 3 Mark, für weibliche auf minde⸗
tene 2 Mark pro Tag.
Abg. Brey (Soz.) begründet den Antrag unter An—
zrissen auf die Rechte.
Abg. Molkenbuhr (Sozr.) bearündet den Antrag
in sachlicher Form.
S 169 betrifft die ausländischen Arbeiter. Nach dem
donimissionsbeschluß können die Bestimmungen über die
Rente vusw. auf die Arbeiter aus soschen Skaaten Anwen.
dung finden. die in ihrer Versicherungsgese; gebung Ge
genseitigkeit leissen. Die Sozialdemokraäten beantragen ob⸗
igatorisch durchweg alle ausländißhen Arbeiter den Deus
chen gleichzustellen, falls in dem betr. Staate die Aus—
änder nicht schlechter behandelt werden als die Inländer.
Der Antrag wird nach längerer Aussprache abgelehnt, so⸗
vie die sonst noch von den Sozialdemotroten um erste
Buch gestellten Anträge.
Mit 8 177 beginnt das zweite Butch ũber die Kran
euversicherung. Neu in die Krankenversicherung einbez0
en werden die landwirtschaftlichen Arbeiter, sowie die
Dienstboten. Betriebsbeamte, Werkmeister und andere Au
gestellte in gehobener Stellung sind sämtlich versicherungs
pflichtig, wenn die Beschäftigung ihren Hauptberuf bildet.
Die Versicherungsgrenze ist wie bisher 2000 Mark. dvi⸗
Sozialdemokraten beantragen, die Versicherungsgrenze auf
50090 Mark zu erhöhen, sowie alle gegen Lohn oder Ge
halt beschäftigten Personen, ebenso die selbständig Gewerbereibenden
innerhalb dieser Grenze der Verucherung u
— —— —
Ver edle Herr begann zu nottern. Er fühlte sich augen⸗
licklich garnicht sehr wohl.
„Ich —, ich weiß garnicht, wie Sie dazu kommen, so
u mir zu sprechen, mein Herr. Ihr Betregen ist wirklich
ehr ungewöhnlich. Bitte merken Sie sich, daß ich nicht dulde
aß, Sie so zu mir sprechen. Ich kam im gewöhnlichen
heschäftswege in den Besitz dieser Wechsel.“
„Wieviel haben Sie dafür gezahlt?“
„Ich zahlte — einerlei was ich dafür zahlte! Was gehl
is Sie an?“ Bis dahin hatte er seinen Cylinder gauf
halten, jetzt nahm er ihn ab, um den Schweiß abzuwischen
Wie ich sagte, ich bin ein weichherziger Mann, und wenn
Herrn Lawrenece nicht paßt, alles auf einmal zu bezahlen,
) will ich gern mein möglichstes tun, um ihm entgegen
ukommen; aber ich — ich dulde nicht, daß Sie so zu mn
wochen — ganz bestimmt nicht.“
„Geben Sie sie her.“ r
Was soll ich hergeben???
Die Wechsel.“ ——
„Gegen Geld?“
„Geben Sie die Wechsel raus!“
„Ich habe sie nicht bei mir. Sie sind auf meinem Kontor
mn Sase hinter Schloß und Riegel. Glauben Sie, daß ich se
hertwolle Papiere bei mir herumtrage. Man weiß nie, was
ür Menschen man treffen kann.“
Dies mit einem vielsagenden Blick nach mir hin.
„Geben Sie die Wechsel heraus!“
„Hilfe! Mörder! Diebe!“
Da, er Neigung zeigte, Lärm zu schlagen, nahm ich ihn
zei der Kehle,. Ich hob ihn auf einen großen Eichentisch, legte
hu flach auf den Rücken und hielt ihn ruhig, während ich
eine Taschen durchsuchte. Wie ich erwartet haͤtte, fand ich in
er inneren Brusttasche seines Rockes ein ledernes Taschenbuch.
In diesem besanden sich fünf Wechsel über je zwanzigtausend
Nark, die angeblich von Philipp Lawrenze gezogen und von
inem Bruder Edwin giriert waren. Ich ließ ihn aufstehen
„Ich hoffe, ich habe Sie nicht weiter beläftigt. Da Sie
ie Wechsel in Ihrem Geldschrauk unter Schloß und Riegel
eßen, so werdei Sie sie bei Ihrer Rücklehr ohne Zweifel
nch noch unter Schloß, und Riegel vorfinden.“
Geben Sie mir diese Wechfsel zurück!“
Sie sind ganz gut bei mir aufgehoben.“
to fid voine Tahowiobartascho
„Joe.“
„Nun Emmg, das tun wir doch. Unsere Nerven halten
as nicht aus. Wir — sind schon ganz kaput davon. Wir
nd nicht mehr so jung, und wir find gewohnt, daß alles
rinen regelmäßigen Gang geht, und dies — dies geht über
nsere Kräfte. Bei jedem Klingeln fahren wir zusgmmen
Ver — wer ist das?“
Während Herr Morley redete, ertönte ein Läuten an der
austür, daß das ganze Haus förmilich zitterte. Ich glanube
h hörte noch nie zuvor solchen Lärm von einer einzigen Glocke
aß sich die Nerven des alten Paares in einem seltfamen
ustand befanden, war ganz klar; der Angriff hätle gerade
gut auf sie selbst gemacht sein können, als nur auf die
ausglocke. Sie schmiegten sich enger aneinander, als suchten
e gegenseitig nach Stütze; ihre ganze Haltung drückte aller
rößte Bestürzung aus. Sie benahmen sich nicht gerade wic
enschen, denen ich eine große Verantwortlichkeit hätte auf
rlegen mögen; besonders nicht in einem Falle, wo Geiftes
egenwart und Ruhe erforderlich waren.
Der Besucher schien Eile zu haben. Es war kaum Zei
ewesen, um die Haustür überhaupt zu erreichen, da beganr
as Klingeln von neuem — Klingelingelingeling! Ich dacht
oirklich der Draht würde reißen. VDie Gesichter der eigentlicher
düter des Hauses wurden noch weißer, ihre Glieder zitterken
„Wollen Sie nicht lieber hingehen und nachsehen wer d
st? Oder soll ich es tun?“
Sie ließen mich gehen. Auf der Haustreppe fand ich ein
Individuum das seine eigenen Ansichten über Anstand hatte
Ohne viel Zeremonien, und ohne, ein Wort der Erklärung
nersuchte es, seinen Eintritt in das Haus zu erzwingen. Abe
chh, bin nicht der Mann, bei dem es leicht ist, derartig
Scherze zu machen. Wenn ich gedrängt werde, dränge ia
vieder. Ich stemmte meine Hand leicht gegen seine Bruft
ind in der nächsten Sekunde stand er mitten aus dem Fahrdamm
„Immer manierlich, wenn ich bitten darf“! bemerkte ich
Er schien überrascht — wie ein Mensch es meistens ist
der statt andere zu überrumpeln, selbst überrumpelt wird
Sein Hut war abgefallen; und er selbsit wäre beinahe auch
zefallen.
„Wer zum Teufel sind Sie, Herr?“
„Die Frage möchte ich Ihnen zurückgeben.“
Er nahm seinen Hut auf und näherte sich wir mit auf
hlosener Miene.
ech wünsche Philipp Lawrence zu sehen — aber sofort.“
lich. Das trifft sich unglücklich. Da sind Sie u
Ichen Ort geraten“ Sorr MNiilinn Kamrenee ist zufälli—
z7mw — wenn er es tat, tut es das. Und wo
P3 finden, groß genug und abgelegen genug
erbargen? Alle Welt wird es nächstens wissen, und
ird auf der Suche nach ihm sein. Er wird nicht
en, hierher zu kommen, er wagt es jetzt schon nicht
vir er nicht mehr wagen, mir zu schreiben. Die
beobachten, wie die Katze die Maus. Er
»ener sein und die Plätze meiden, die er
nde die ihn liebten; und dabei war er der
en man sich denken konnte, der es nicht
in; mit einer Schaar von Freunden, ohrie
IAa was sollen 5 An — meine
alie. seme Awern
en um Hee, um Rat, um B'fehle!
uns schon fast hier zu bleiben; es is
zier. Ueberall meinen wir ihn zu sehen
Wist
sche wurden, un
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vissen, daß sie ge
atten ihren Finge—
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