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*. Amtliches Publikationsorgan für den it zw eilagen:
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ae Bürgermeisterei⸗Bezirk Dudweilen Sonntagsblatt und Heitere Blätter.
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r.Anschluß Soarbrücken Nr. 69, 259, 269, 1261. Druck u. Verlaa J. Unterkeller, Dudweiler Verantwortlich für die Schristleitung Arthur Unterkeller, für den Anzeigenteil *arl Unterkeller
TXDXEIALDVS;)SVT ĩ ũ i i i ist bi i —itri ü i bank anzuzeigen, auch muß sich der Verletzte innerhalb 24 Stunden nach dem Unfall in aͤrz iche
onnent ist mir 500 M. Tod dur Unfall bei der Nürnberger Lebensversicherungsbant in Nurnberg versichert. Ider Unfau ist binnen einer Woghe nach Eintritt der Rürnberget dedensversge o⸗ zuzeigen, en nachd
————— —— 48 Stunden nach dem Eintritt zur Anmeldung gebracht werden über die Zoraussetzung der Zersicherung geben Zersi herungsbedingungen Aufschiuh die Verlage *. Lon der Pürnberger Lebensversi vIbank zu beziehen sind.
9ö Dienstag, den 25. April 1911. 24. Jahrgang.
— — — — ————
— we erung gebeten hat, ihm die im Schaujagebiet vorhande⸗
——— gemegee iwene leni —* Sultaiistruppen zur Hilfe zu schicken, und daß die
vie Mestschersty, Narvschein, Durnowo, Alimow, Wi tanzoͤstsche Regierung im Begriff ist, diesem Wunsche zu
Taganzew, Gutschkow, Stachowitich, Kowalewski, Mitjuson mtsprechen.
p Fegetschtori ankämpfen? Auf wen wil er sich da noch
utzen?
**
olypins verbleichhender Stern.
Zähig?eit, mi der Stolypin an seinen Premier—
ch autlammert, bringt ihn in seinem Vaterlande
leßten Rest von Achtung und Sympathie. Wenn
ein stard ausgeprägtes Ehrgefühl verfügte, nach
drückenden Niederlage im Reichsrat, müßte er nich.
ein, sondern in Wirklichkeit abdanken. Namentlich
Rücksicht darauf, daß seine Position bei Hofe
unterhöhlt ist. Was ihn dort, zur Zeit der letz⸗
Nnoch ausfrechterhalien hat, ist, wie jetzt bereis
»loß bas Trägbeitsgesetz, eine gewisse Aengstlich—
oie von Stolypin angeblich geschafsene Ruhe zu⸗
ikn schwinden könnte. In der Anbringung die⸗
akeus besteht ja seine Hypnotisierungskunst, eine
emt Ge'chicklichkeit aus den eigenen Sünden Ka—
schla,en weiß. Was im Lande an Mißmut über
erb he Politik sich angesammelt hat, erklärt Sto⸗
nn ihm paßt, als verhaltene Revolution, die
n sofort ihr Haupt erheben würde. Und die
ige 8 den Jahren 1905 bis 1906 schreden gar
Ein⸗ea welteren Resonanzboden für seine Versiche—
at doch Stolypin nicht mehr. Die Gruppe de—
iste vermag kaum ihre Mannen zusammenzu—
d vcliert gerade ihre einflußreichsten Mitglieder.
ch charakteristisch, daß der alie Fürst Mesischersky
olypins Diktatorpolitik Lärm schlägt.
der berühmten Reichsratssitzung vom 14. Apr'l
»UAypin seine ganze Redegabe zur Entfaltung ge—
xr. hatte sich mit mann'g'altigen historischen Be—
stilutioneller Praxis verlehen, die ihm von dem
r des offiziösen Organs „Ro' sija“ Gurljand zu—
worden waren, und ohne die Echtheit der Be—
intersuchen, ging er nur darauf aus, seine Geg—
egebenen Moment zu verblüffen, zu überrumpeln,
echende Manieren und elegante Redewendungen
wirklichen Sachverhat hinwegzutäuschen. Das Er—
ir das kläglichste Fiasko, das je einem Minister—
zuteil geworden ist. Denn außer der achtzehn
lenden Gruppe seines Schwagers Neidhardt und
Ministern hatten sich kaum noch etwan2 Dutzend
für den Mächtigen zusammengetan. Was für
hrheiten bekam daneben Stolypin zu hören! Sein
egtes und hochaufgetürmtes Beweisgebäude zer
dem kritischen Einwendungen des berühmten Ge
owalewski und senes Mitkämpfers, des Profes
m. in nichts. Der hervorragendfie russische Ge
Rechtswissenschasft Taganzew, zerpflückte die ju
rundamente der Stolypinschen Ausführungen wi
der auf der äußersten Rechten sitzentde Olsuflew
ne Rede mit den Worten: „Mir scheint es, das
feiner Jurist zu sein braucht, um zu erkennen
kechte der gesegeberischen Körperschaften verletz
einfach russisch: Karaul! (Zu Hilfel) auszuru
er Redner war es übrigens, der davon Prach
kaum eine frechere Verlogenheit und Verleum
fich zu denken vermöge, als sie in den Regrte
en zutage getreten sei, und auf die „fiktive⸗
ung der parlamentarischen Session hinwies; das
beruhigte Land sei durch die Taktik der Re—
einen Abgrund von Besorgnissen um dem mor—⸗
und von allgemeiner Mißstimmung gestürz
id alle Parteien seien deshalb in der Verdam
Stolypinschen Handlungen einig. Der russisch
momentan keinen staatlichen Apparat mehr, e
Gesetze mehr. welche die Ordnung behüteten
r noch allgemeines Schwanken, und ein ein
»s herrsche vor. *
in. der sich in seiner Verlegenheit vergebent
one berufen haste, ward bald korrigiern un
seiner äußerlich glänzenden Rede, nach jede
in als Geschlagener aus dem Reichsrat. Seit
nalle poliischen Faktoren damit, daß er balt
ein Amt niederlegen wird, und die Frage lau
elche Spanne Zeit der verhaßte Mann sich nock
r halten wird. Wie soll er sich überhaupt noch
at zeigen, nachdem dieser ihm mit 9 Srn
53 (einschließlich der Minister sein Mißtrauens.
T.asit und der Regierung übermittelt, worauf der am e—
ikanische Flottenbesuch becclossen worden sei.
Nan dürfe nach dem Besuch einen starten Zufluß ame,
itbanischen Geldes in die russische Industrie er—
varten. In der Tat soll Hammond wertvolle Zusicherungen
rhalten haben.
— — ———— — —
Volitische Nunodschau—
Deutsches Reich.
*Die Reisedispositionen des Kaisergz
ind für die nächste Zeit folgende: Am 1. Mai er'olgt die
Abreise von Korfu, am 45 Mai trifft das Kaise paar mi
der Prinzessin Vikioria Luise zum Besuch ves Großher
oas von Baden in Kar!sruhe een, am 53 Man fuhrt v
daiser mit der Prinzessin nach Potsdant, am 6. Mail triff
der Kaiser in Straßburg ein und stalttet am darauffolgen
den Tage der Hohkönigsburg einen Besuch ab. Nach der
Straßburger Paͤrade am 8. Mag fährt der Kaiser nag
Netz weiser. Am Abend des 9. Mai fährt er nach Wies
aden, wo er um 10 Uhr vormittags eintrifft. In Wies
aden ist ein dreitägiger Ausenthalt geplant.“ Der Reichs⸗
anzler wird von Ber in nach Wiesbaden reisen, um dem
kdaiser Vortrag zu hallen Am vend des14 Mai er
olgt die Abfahrt nach England zu den Krönunagsfeierlich
eiten.
Die Errichtung von SchifferKinderhorten
st in der Provinz Brandenburg heplant die Königliche
degierung in Potsdam hat mit eint Anzahl Geme nden,
ie in der Nähe von Wasserläufen liegen, Fühlung ge
ommen. Diese Horse sollen entweder selbständig einge—
ichtet oder den bestehenden Kindergärien angeglieder!
verden.
* Nach Ankündigung im Berliner anarchistischen Lese—
lub sollen sich die Anarchisten diesmal in große;
Jahl geschlofsen an der Mial-Dem o neee n betei
igen, um den Gedanken des Generalstreils zu propagie
en. Eine rote anarchistische Maizeitung wird erscheinen
Die sozialdemokratische Maifestzeitung ist bereits erschlen.
ind bei dem Leichenbegängnis des soaldemo? ratischen Ab
—VV
* Ueber den Wahltermin des neuen Neichsta—
ges schreibt die „Post“: „Die in der liberalen Presse aus—
gesprochene Besorgnis eines „onstitutionellen Vatnums⸗
ind einer reichstagslosen Zeit für einige 1912er Monae
»arf durch die anscheinend endgültig gefaßte Entschließung
er Regierung als gegenstandslos bezeichnet werden, daß
iämlich der 25. Januar n. J. als der Wahltag des neuen
steichsparlaments akzeptiert ist. Bur Unterstützung dieser
Angabe ist auf die Gepflogenheit früherer Waͤhlen hinge⸗
viesen worden, wo auf Grund des Ar.ilcls 24 der Ver⸗
assung (und des Arndischen Kommentars dazu) der Wahl⸗
ermin genaun5 Jah e nach dem bketz en angesetzt worden
st. Nur im Jahre 1881 wurde von die em Brauch abge—
zangen.“ — Eine gghiziesle Best itizung dieser Meldung
wird abzuwarten sein. Vorläufig hasten wir auch die
Mitteilung für eine Kombination. J
*Der verstorbene sozia!demolratische Landtagsabgeord—
tete und Stadtverordne e B oor gmmann wurde Sonniao
dachmittag in Berlin auf dem stüd ischen Friedho
eigesetzt. Der Berliner Magistrat und die Siadtveror one
enversammlung hatten Delegierte ent andt. Reichstagsab
seordneter Zubeil hiet eine längere Rede am Grabe.
Landtagsabgeerdneter Paul Hirsch widmete dem Ver—
torbenen im Namen der sozialdemokratischen Landtags—
raktion einen längeren Nachruf.
Rußland.
* Das amerikanische Geschwader, das anfang Juni in
ribau eintreffen wird, wird von der „Nowoje Wremja
beraus warm begrüßt und aufgefordert, nach Kron—
tadit zu kommen, wo ihm der wärmste Empfang sicher
ei. Ein amerilkanischer Diplomat erklärte einem Mitar bei⸗
er der „Birschewija Wijedomosti“, daß der Besuch eine
zroße Bedeutung für die Annäherung der beiden Völker
jabe. Der Besuch sei vom Finanzmann John Hammond
orbereitet worden, der in Petersburg in finanziellen und
ndustrieilen Angelegenheiten weilte und die beste Aufnahme
and. Seine Eindrücke habe er dem Mräftidenten
England.
*Prinz Arthur von Connaughtitrat, nachdem
er sich auf dem Bahnhof von dem König von Ztalien in
jerzlichster Weise verabschiedet hatte, die Rücckhre i se vor
tom nach London an.
Serbien.
mDie Mißsstaämmung über den bevorstehenden Köö
tigsbesuch, die durch dje Ausfälle einzelner ungari
cher Blätter gegen den Kömig Peier wesent iche Steiger
ing erfährt. bereitet dem Kabinett Pasitsch sehr grof
Zchwierigkeiten. Wiewohl die Geruͤchte über den Aus
ruch einer Ministerkrise zurzeit noch unbegründet sind, be
teht nun die Gefahr, daß die Haltung der Regierung in
lerhalb der beiden radikalen Parteten nicht die einmütige
Billigung finden wird, in welchem Falle der Rückrilt dee
dabinetts unvermeidlich werden dürite
Paris, 24. April. Unter den neuen Truppen, die die
Regierung zur Enisendung nach Cafablanca bestimmt hat,
befinden sich Eingeborenen-Truppen qus Algier, und zwar
elitige Truppen aus der Faupistadt und 1800 Schwarze
uus Dakar.
Cafablauca, 24. April. Der Kalif von Casablanca
ẽl Mrani zog 500 Reiter zusammen und bricht am 27.
April nach Rabat auf, sobald die von den Dukkala und
»en Beni Meslin gebildeten französischen Kontingenie hier
ingetroffen sind.
Cadigz, 24. April. Der Kreuzer „Rio de la Phalax⸗
oll Befehl erhalten haben, sich zur Abfahrt nach Casa—
lauca bereitzuhalten, um die spanische Mitilärkommission
in Bord zu nehmen, die das Vorgehen Franblreich in Ma—
otto untersuützen soll.
Madrid, 24. April. Der Kreuzer „Rio de la Plata“,
der angeblich den Auftrag haben sollte, d'e spanische Mili—
ärkommission nach Casablanca zu bringen, erhielt ledig⸗
ich den Vesehl, für eine Kreuzfahrt längs der Küste von
Narokko klarzumachen, um in Erfüllung der Spanien und
Frankreich übertragenen NAufgabe auf Kontrebande zu
ahnden.
Paris, 24. April. Die Regierurg erhielt RNachrich—
en aus Fez, die besagen, daß die Berbér infolge der
die derlage vom 12. April entemuti git scheinen. Gleich—
ohl wird befürchtet, daß die Hyaimna und Scheraja ab—⸗
alen, wenn Bremond nicht bald nach Fez zurückkehrt. Der
ranzösische Geschäfisträger in Tanger erhielt von Bremond
stachrichten vom 18. Aprilr Bremond rechnet darauf, daß
»ie Regengüsse ihr Ende erreicht haben und d'e Truppen
urch den Ersolg vom 12 April besonders ermutigt sind.
Ninisterpräsident Monis und die Minister Cruppi und Berx—
eaur hielten eine Besprechnng der aus Marokko eingegan⸗
enen Nachrichten ab, der der Chef 'und der Un erchef des
sgeneralstabes und die Generäse d'Amade und Dubail bei—⸗
wohnten. General Möeinier, telegraphierte, daß die le ichte
Kolonne, die dazu besümmt ist, die scherifische Mahalla zu
unierstützen, von nun ab bereit sei. vorzurücken.
London, 24. April. Wie ver Korrespondent der
„Morning Post“ aus Tanger meldet, soll er erfahren ha—
ben, daß die Expedition nach Fez nicht allenn eine
vorühergehende Besetzung von Fez, sondern eine perma⸗
nente durchführen soll. Es solle zu einer Aufteilung
ganz Marokkos kommen. Frankresisch würde das Ge—
biet in Zentralmarokko von Casablanca bis Algier er hal⸗
ten, Deutschland als Kohlenstation Mogador sami
dessen Hinterland und G roßbritannien Tanger
nit Nebenland. n
Tauger, 25. Aprik Ein Telegramm aus Mazagan
neldet, daß dort Offiziere der französischen Militärmiffion
in Bord des Kreuzers „Forbin“ eingetroffen und an Land
zgegangen sind. Bei der Ausschiffung kam es. zu Zwi—
chenfällen zwischen dem französischen Konsulat und
n Pascha. Nähere Nachrichten über die Zwischenfäll⸗
ehlen. ⸗
—
rurtei.
Der Präsident des Zentralkomitees in Salonik Hadj
Ali Beh, der von der Inspektion der verschiedenen Ko
niteesitze heimgekehrt ist, erläßt eine Protlamation
die festsiellt, daß von einer Spaltung des Zentralkomitees
mit der Partei für Einheit “'und Fortschrit
anicht die Rede sein könne. Der Präsident weist die Ge—
lüchte von einer Sezession auf das entschiedenste zurüc
und weist darauf hin, daß nach der Verfassung des Zen⸗
rallomitees die von der Partei für Einheit und Fort⸗
— Generalkongreß
ur desinitiven Beschlußsassuung überwiesen wirden.
Amerika.
* Wie man jetzt von autoritativer Seite erfährt, ist der
Rücktrittt des Botschafters Tr. Hill tatsäch—
ich eine Folge des Kalikonfliktes. Es wird ver
—DDDDDDD Abberufsung des Bot—
chafters veranlaßt hat, weil dessen Verhallen in der Kali—
rage nicht befriedigt hat
Mexiko.
* Der Führer der Aufständischen, Mader o, und der
Regierungsvertreter Ra varo unterzeichneen einen sünf⸗
ägigen Waffenstillstand, der am Sonntag seinen
Anfang nahni. Die Friedensverhandlungen werden sofor
mfgenommen. Die Bedingungen, die die Regierung stellt,
ollen aufßerordentlich liberal dein. Die Frage des Rück
ritts des Präsidenten Diaz wird nicht aufgeworsen.
Marokko.
SDrotz des unverkenndaren Drängens eines Teiles der
tranzösischen Presse nach einer Aeußerung von deutscher
Seite über die deutsche Auffassung der gegenwärtigen Lage
n Marokto hat sich die offiziöse Presse bis jetzt durchaus
urückgehalten, und diese beabsichtigte, der deutschen Po i—
ik im augenblicklichen Stadium der Marolkkofrage entfpre—
hende Zurückhaliung bewahrt auch etzt noch die „Nord⸗
veutsche Allgemeine Zeltung“, die fich in ihrer Wochenrund⸗
schau auf folgende Sätze beschranst:
Die Lage in Marotto ist noch sehr unllar. Inso'ge
Untersundung der Wege zwischen Fez und der Küste is
nan seit einer Reihe von Tagen ohne Nachricht aus —X
dauptstadt. Es ist unerfreulich, daß diese Situation vor
einem Teil der ausländischen Presse benutzt wird, um al
erlei ausregende und vlelfach einander wider prechend
Nachrichten in die Wet zu setzen. Bei einigen französischer
Blättern spielt dabel der Wunsch mit, die französische Re
zierung zu einem miltärischen Einschre'ten zu drangen Di
verüchte über Einnahme und Pluünderung von Fez, Sr
nordung von Europäern und Flucht des Sultans haber
on keiner Seite eine amt iche Bestat gung erha ten. Rich
iger scheint zu sein. dah de Sultan die frauxßösische
Warum bevorzugt der Mensch stets
die rechte Hand?
Auf diese Frage hat die Wissenschafz bis in die letztl
Zeit keine befriedigende Antwart gesunden. Erst jüngf
bildet sich hierüber langsam eine jeststehende Anficht heo
aus, der L. Katscher in der „Natur“, Zeitschrift der Deut
chen Naturwissenschaftlichen Gesellschaft (Geschäftsstelle Th.
Thomas, Leipzig. Preis 1.d0 M vierteljährtich), folgen⸗
en Ausdruck in einer sehr anziehenden Betrachtung ver⸗
leiht: „Der Mensch bevorzugt bei allen wichtigeren Ver—⸗
richtungen die rechte vor der linken Hand. Mit der rech
ien hält er das Schwert, die Werlzeuse, die Feder, mit
hr schüttelt er anderen die Rechte, sie benutzt er zum Ge⸗
tikitlieren, zum Segnen, bei alierlei Zeremon'en ꝛc. Als
hrenvlat galst der Platz zur Rechtlen' Dder Deutsche und
——— —
7* * r
Göttin Dämon
Roman von Richard Marsh.
Nachduck verboten
twortei. „„ „das ist Lawrence — oder was
rig ist.“
te neben dem toten Mann auf dem Boden nieder,
ahiges Gesicht, war ganz Eifer und Gespauntheit.
t dies zugegangen — uͤd wann?“
tuß eben gerade noch entdeckt werden.“
ind ihn?“ 3
und ich.“ 7
in dieser Stellung?“ ——
zuf dem Gesicht: wir drehten ihn um.“
dann ist in Stücke zerschnitten.“
heint es eher, als wenn er in Fetzen zerrissen wäre.“
ingernägeln können diese Wunden nicht herrühren
zu tief. Es sieht aus, als wenn viele schimal⸗
aucht worden wären, die in einer Art von Rahmen
vie Gabelzinken in einer Reihe. Das Fleisch ist
aer. Zwischenräumen aufgerissen. Dies ist inter⸗
dies waren genau die Bemerkungen die ich
hätte, er tat sie halblaut.
it einiger Zeit tot; er ift ganz kalt. Sehr
en hau it geschicten Fi di
Ner sprach, hatte er mit geschickten Fingern die
Toten geöffnet, und Hals und VBruft entblößt.
mit einem Anflug von Argwohn zu:
hun Und sah daß der Körper fast ebenso ent⸗
ie Kopf und Gesicht; daß er bedeckt war mi
unden.
jez der arme Mensch ist mit einer Wut getötet,
Morde genügt hätte.“
alles, was Sie sehen?“
hrach ungeduldig. „Sehen Sie nicht daß irgend
harfes Instrument durch den Körper des Mahnes
rch dNnn ist, von vorne nach hinten und von
orn, daß er also von hinten und von vorne an⸗
den ist? Wenn aber ein Mefsfer oder dem n
und wieder ganz durch ihn hindurch getrieben
ie es geschehen ist, wie istes dann möglich, daß
inen Rock. alle seine Sachen nicht mit zer⸗
* — ⏑2d —
)nn ich Sie da durchoohrte wo Sie stehen, mußie
doch das durchbohrende Instrument durch Ihre Kleidung
hindurch, und würde da ein gichen hinterlassen. Man sollte
rwarten, die Kleider dieses Paunes in Fetzen zerschnitten zu
inden, aber Sie können sich selbst überzeugen, daß sie außer
Blutflecken, kein Merkmal aufweisen; sie find absolut heil, ohn⸗
Schnitt ohne Riß. Sollen wir annehmen, daß die Angriffs
vaffe nicht durch sie hindurch ging? In diesem Fall war der
Mann unbekleidet als er angegriffen wurde, und feine Kleider
vurden ihm angezogen als er schon tot war.“
„Jetzt sehe ich, was Sie meinen.“
„Es freut mich, daß Ihre geistigen Fähigkeiten sich wieder
cegen. Ich nehme an, daß dies Lawreutes Kleider sind.“
h.⸗Ich kann bezeugen, daß er sie trug, als ich ihn zuletzi
ah.
„Oh, so, trug er sie. Wann sahen Sie i n zuletzt?“
„Gestern Abend.“ sah kn giheh
Humie warf mir einen schnellen Blick zu.
„Gestern Abend? Um wieviel Uhr?“
Ich dachte einen Augenblick nach.
„Ich habe nicht genau darauf geachtet, aber ich möchte
agen, es mußte ungefahr halb zwölf Uhr gewesen sein als ich
hn verließ, vielleicht noch etwas später.“
„Halb zwölf.“ Daun würde ich sagen, daß er eine
Stunde danach bereits tot war, vielleicht schon eher. Das isi
jehr seltsam.“
„Was ist seltsam?“
„War er allein, als Sie ihn verließen?“
„Ja wohl.“
ESchieden Sie als gute Freunde?“
Die Frage kam mir verquer; sie war nicht leicht zu
beantworten.
„Darf ich fragen, weshalb Sie sich danach erkundigen?“
„Mein lieber Ferguson, das ist eine Frage, die Ihner
eder vorlegen wird. Sie follten sich auf eine Antwort. vor
zexeiten. Es ist ein unglückuches Zusammentreffen, daß Sie
ich just eine Stunde vor seinem Tode mit ihm erzürnten.“
„Ich habe mich mit ihm nicht erzürnt.“
„Nicht? Was taten Sie dann? Ihr Zögern zu ant—
worten beweist, daß Sie nicht gerade im besten Einvernehmen
von ihm schieden.“
„Ich, bin bereit, jedem, der zu fragen Recht hat, Antwori
zu geben.“
„So, also können Sie Bescheid geben? Ich ver tehe
Ind Sie meinen, ich habe kein Recht zu —5 Oh! 33—
oürde Ihrer Ansicht nach zu diefer Frage berechtigend Em
Lerhaftungsbefehl? Sie wiffen nicht zufällig, ob jemand 5
ach Hhnen gesehen ha
— — ———
Wieder wars er mir einen schnellen sorschenden Buck zu
„Wer war es?“
IIch glaube, fein Bruder besuchte ihn.“
8 glauben. Warum glauben Sie es?“
Der Nacht⸗Portier Turner erzählte es mir.“
„Wann?“
iese Nacht; oder vielmehr heute Morgen früh. Ich
enutzte den Aufzug. Turner erzählte mir, daß er den Brudd
»on Lawrence hätle hinauf gehen sehen, und daß er gerade
vieder hinunter gekommen sei.“
„Wann war das?“
Zhrischen zwei und drei Uhr.“
„Meiner Ansicht nach war der Mann ehe es zwei schlug,
ija, noch vor eins, bereis tot⸗
r „Dies fand ich auf dem Fußboden, gerade ehe Sie ein⸗
aten.“
Ich reichte Hume den blutgetränkten Kragen.
„Was ist es? Ein Kragen? NAls er ihn umdrehte, sah er,
was ich auch gesehen hatte. Hier steht ein Name — Philipp
Lawrence.“
„Ich glaube, daß sein Bruder Philipp heißt.“
Er waͤrf mir einen eiwas unfreundlichen Slick zu.
„Was schließen Sie daraus?“
hi Ich mache garnicht den Versuch irgend etwas daraus zu
ießen.“
„Aber in Ihrem Ton liegt eine Vermutung. Meinen
Sie, daß Philipp Lawrence, als er seinen Vruͤder besuchte,
einen Kragen abnahm, und ohne Kragen wieder fortgingk
Warum?“
„Weil er blutig gewesen sein muß.“
„Dann nehmen Sie also an, daß Philipp Lawrenee
seinen Kragen da ließ, weil er mit Blut getränkt war.“
„Ich nehme garnichts an. Ich sage, daß ich ihn auf dem
Bodege sah und ihn Afheb das ist aad
Hume stand auf.
¶Was haben Sie sonst noch gefunden?“
Ich umging die Frage. Tenn ich hatte durchaus MRue
kust von den Haͤndschuten“ und der Photographie zu sprexden.
da ich wußte, daß Hume sehr unangenehm werden HDang
venn sich eine Gelegenheit dazu bot.
Ich habe mich nicht weiter umgesehen. Der Kragen auf
dem — mir geradezu in die Augen, ich mußte
hn sofort sehen.“
„Dann wollen wir uns zusammen umsehen. In solchem
Fall weiß man nie, vas für „federleichte Klemigkeiten⸗
zentnerschwere Beweise“ abgeben. Hier ist ein Papierkorb
nal ehen, was parin i »als einer ist schon d
———— — ———
zier Icheint ein Brief — nicht besonders sorgfältig geschrieben
An? sehen, was wir daraus machen können. Halloh, wa
st dies?“ Er las von dem Briefbogen⸗Fetzen den er in di
döhe hielt: „Einen solchen Menschen wie Sie, sollte es nich
mehr erlaubt sein, zu leben.“ „Das ist eine starke renn
und noch dazu von einer festen energischen Frauenhand. ð
glaube die Handschrist wuͤrde ich sofort wiedererlennen, Si⸗
tnicht auch?“
Er wahte mir das Fragment. Die klaren charakte
ristischen Schristzuge waren zweifellos die einer Dam d4
ühlte, daß ich sie auch sofort wiedererkennen würde, falls i
iie noch einmal sähe. Die Worte lauteten so, wie er sie ver
esen hatte. Er fuhr fort.
„Wenn die Person, die dies zerriß, beabsichtigte, ihren
Zweck zu verheimlichen, ist sie wenig e vorgegangen
dier ist noch ein Zettel, der deutlich genug redet. Heult Nach
will ich Ihnen eine letzte Chance geben.“ Heut Nacht! Ol
das gestern Abend, war?, Dann hat er fane letzte Chanck
gehabt — seine allerletzte! Hier, aͤuf diesem Stückchen, iß
ꝛin Teil der Unterschrift. „Vessie“. Das heißt ganz deutlich
Bessie. Ich kenne eine Befsie.“ Er lächelte, pin allzu ver
mügt. „Mich wundert, ob — es ift aum wahr
cheinlich, aber es würde mich garnicht überraschen, wenn hie
veibliche Finger im Spiel waͤren. Mir scheint, ich witler
zier irgendwo eine Frau.“
„Das ist undenkbar,“ rief ich. „Wie könnte eine Frar
oviel Kraft besitzen?“
„Wie können Sie wissen, ob viel Kraft nötig war!
leich es Frauen gibt, die eben so viel Kraft besihen wie du
Mäͤnner. Aber in diesem Fall beweist vorläufig nichts, das
diel Anstrengung erforderlich war. Die Frage ist, was für en
Instrument angewendet wurde. Augenscheinlich ein gan
ußergewöhnliches und von besonders kötlicher Art, und dins
»aß, wie ich mir einbilde, gerade so gut im Besitz einer Frar
wie eines Mannes fein knntel Ja ich möchte sagen, noc
eher bei einer Frau, weil ein NRann vorziehen würde, sich «u
seine Faust zu verlasfen. Lassen Sie mich Ihnen dies gen
Ferguson. Sie irren sich gewaltig, wenn Sie Philipp Awreno
iermit in Zusammenhaug zu dringen dersuchen Ich keum
hn genau. Er ist ein Mann von hohem Rege und edien
Charakter; einer solchen Tat so unfaͤhlg wie Sie selbst. Jꝛ
der Tat, ich kenne ihn genau genug, r Hu wissen, daß e
sen —— fähig ist ich — Sie —— um mi
estimmtheit zu sagen, wessen Sie fe m
Ihre Sprachẽ ist bn u⸗ bantu Ich hah
derartiges herausgeforder Si
d Sie 48 deSind Sie icher, das
icht ganz, was Sie meinen.“
eber Ferguson fürchte ich, sind Sie noch
ls emöhnlich — was ich unglug