Full text : Dudweiler Zeitung

Lokales und Vermischtes.
d. Vor einigen Tagen wurde im Walde be
wei Frauen, die daselbst Holz rafften, von einen
i, welches unzüchtige Handlungen an sich vornahm
Welche Frechh it diese Person noch bseaß, gehl
Amstande hervor, daß sie sich keineswegs von
chaben abneigen ließ, trotzdem ein in Begleitung
n besindliche 173ährige Bergmann sich gegen ihn
1s mehrere Bergleute sich der Stelle näherten
Unhold die Flucht. Er in jedoch erkanst unt
demnach für seine Handlung noch mit dem Straf—
nunt machen.
deitung des Knappschaftskrankenhauses im
sal hal an Stellen des Herr Professors Dr.
er: D. Drüner, bisher Oberstabsarzt in Trier
Ads Is. übernommen.
urung. Irrtümlicherweise wurde von uns im
le berichtet, daß der Schulbeginn auf 10. Mai
Wir berichtigen dies hiermit uuter Hinweis
se in unserer Samstagnummer, daß der hgeu—
„mn Beträaͤcht kommt.
Zaufe. Auf den Geburtstag des leider auf so
e auf der Nordsee geendeten Ballons „Saar“
die Ta fe dessen Nachfolgers des Ballons
en vorgenommen. Dieser neue Ballon in sei—
en Kleide mit der Inschrifen,„Saarbrücken“ ge—
„rächtigen Anblict. Der Korb war ankäßlich
es reich mit Grün und Blumen geschmückt.
ung der Taufe, welche in üblicher Form statt—
sich der neue Sprößling majestätisch und in
öhe dem Westen zutreibend. Es folgten dann
nons „Essen“, „VRochum“, „Trier“, „Prinzeß
ktoöria“ und „Augusta“ in gleicher Richtung.
bekannt, soll die als Fuchs jagd gedachte Fahrt
erhältnisfen entsprechend in Straßburg enden.
det sind „Saarbrücken“ bei Deme (MetzCha—
s) „Augusta“ bei Oriocourt, „Trier“ bei Cha—
es, „Essen“ und „Viktoria“ bei Toulen. Die
solgte bei vorstehenden Ballnos glatt. Von
»chunt“ foniten wir bis jetzt nichts in Erfahrung

Lheater. Am Dienstag den U1. April ziehl
Ensenible des oberbayrischen Bauerntheaters
ee zu einemn karzen Gastspiel in das Thalia—
und bringt uns neue Voksstücke mit Gesang
is seiner Heimat mit. Als GEröffnungs-Vor—
»R, Die Leni von Oberammergau“ gegeben, ein
herausgegriffen auis dem Leben der Bauern.
»as kernige Gebirgsvolk bei der Arbeit, beim
ei der Rauferri. Das Einsemble kommi von
id macht auf der Reise nach Brüssel einige
ai. Die Preise sind ermäßigt
rsmittel. Um einer schnellen Besorgung von
Silbriesen usw. bewerkstelligen zu können, hat
int ein Fahrrad erhalten und wird uunmehr
na genannten Postdienstes auf schnellstem Wege

chaftliches. Vom Saarbrücker Knappschaftsim
 Monat Sept. an Krankengeld an die Mit—
Zteinkohlenbergwerks gezahlt

2901,56 Mk.
7036,00
3134,17 d
636988
5128,41
2146,51
1434,68
7462,00
3566,26
3742,12
37654
sen oia ⸗
Hafen p.p.. 19,05
d Wasserwerke 339,45
Busammen: 776868 77 97
icken, 8. April. Am Samstag kam es zu
‚wischen einem Manne namens Levi, der in
aft bediente und einem dort wohnenden Schuh⸗
hatte mit der erst 14jährigen Tochter des
ein Verhält is angeknüpft, was der Vater
dollte. Jufolgedessen kam es am Samstag
tzterer seine Tochter deswegen züchtigen wollte,
Levi hraktierte dabei seinen Gegner mit den
dieeser vorgestern an den erlittenen Verletzun⸗
ist. Levi wurde aus seinem Bette von'der
aft gcnommen. Ein weiterer Mittäter stellt—

icken, 6. AMpril. (Strafkammer). In der Nacht
ptember 1910 versetzte der Schachtmeister Niko—
zu Saarbrücken nach Verlassen einer Wirl—
tlingen dem Peter Altmeyer mehrere Stock⸗
en Kopf. Das Schöffengericht Völklingen er—
Wochen Gefängnis. Die Berufung des Brenner
a, daß er mit zwei Wochen Ge'ängnis davon
Führug eines falschen Na.nens beschwin⸗
rarbeiter Peter Ruhle aus Pirmasens die
Ewald und Oito Minar. Während die
Angeklagten bei Ewald beim Versuch blieb,
mit dem Namen „Joseph Weber“ einen
5 Mark. Er gibt zu, daß er mit den
den wollte. Ruhle hat mit 6 Monater
d 128Woche Haft zu büßen, von denen ein
e Woche angerechnet werden. — Der Händ⸗
er, geboren 1880 zu Gerolsiein, der im
ter wegen Betrugs beeits mit Zuchthaus
und nach Verkündignng des Urteils den
ielte, soll nach der vorigen Verhandlung
ängnis einen Selbstmordversuch verübt
at er sich wegen weiterer Betrügereien zu
n September vorigen Jahres schädigte
lise Merx zu Kirn um 10 Mark ebenso
cich Nonwetler, ebenda. Von der Ehefrar
Quierschied lieh Völker sich 20 Mek
Vnn FJorster, Sattler in Landau
Limmer erhielt der Angeklagte
Zwetschen. V. reiste ab und
Zwetschen. Vom Gesicht wird
und Uute schlagung aui Gesamt—
—hr und 6 Monaten erkannt. —
rx Albert Gleiter, hierselast nahm
em Fouragehändler Knopp zu Saar—
Nund lud den Sack, der einen Wer!
»te, auf das Fahrwerk eines ge
er hat mit Gesamtgefängnis vor
Lochen kommen von dieser Straf
dem Begünstigung zur Last fällt
BDnarf genommen.

Fvln, 8. April. GBusammenstorßz.) Heute Vor
nittag fand zwischen zwei Güterzügen auf der Strecke zwi
chen Südbrücke und Kalk ein Zusammenstoß stat. Trei
zehn Wagen entgleisten. Zwei Beamte vom Fahrpe. soug
vurden verletzt Beide Gleise sind gesperit.
* Elberfeld, 8. April. Betrügereien bein
ombardverkehr.) Wegen Betrüge eien em Lom
ardverkehr, wodurch die Bergisch-Märtische Bant einer
Veclust von 58 000 Mart erleidet, haite fich heute de—
Se denhändler Ernst Krüger, Inhaber der Roh- und Kunst
edenhandung C. E. Krüger u. Comp. von hier vos der
hiesigen Strafkammer zu verantworten. Ter Angeklatzte
dessen Schuldenlaft auf meheere hunderttaufend Mark auß
ze.aufen war. hacte der Beraiich-Märtiichen Banr o2*
Ballen Seide verpfändet, die er als echte Rohßeide be
zeichnet hatte und deren Wert auf 40 Mark pro Kilo—
gramm geschätzt wurde. In Wirklichkeit hatte er aber
größere Mengen Rohseide umtergeschoben, die nur 9 Mart
pro Kilogramm kostet. Die Bergisch-Märkische Bank —X
Krüger auf Grund des Pfandes einen Kredit von etwa
69 600 Mark eingeräumt. Dese Summe ist aber durch
den in zwischen erfolgten Konkurs verloren Die Straf
lammer verurtelhe Krüger zu 14 Jahren Gefängnis. Der
Staatsanwalt haste 83 Jahre Gefängnis beantragt.
**Siegen, 8. April. (GAusschreitungenStrei
kender.) Zwischen den Ausständigen der beiden Gru
ben „Cizilia“ und „Siegena“ und den Beamten ist es zu
schwecen Zusammenstößen gekommen, die bedrohliche For⸗
men annahmen. Telegraphisch wurde Gendarmerie her.
beigerusen. Zwischen den Ausständigen und der Polize
kam es zu einem Kampf, bei dem die Ausständigen von
ihren Nevolvern Gebrauch machten. Die Villa des Direl—
tors der Grube wurde durch ein Stein-Bombardemen⸗
schwer beschödigt.
*Vom Hunsrück, 8. April. (Werhafteter 3 i⸗
geunerd), Einer der Zigeuner, die bei Erbach ein Maͤd—
— gefesset in
das Gefängnis von Simmern gebracht.
* Vom Rhein, 8. April. (Schwindler.) In El—
erseld, Vohwinkel und Verden uͤnd noch an anderen
blätzen Rheinlands ist ein Schwindler unser dem Namen
Car! Biste und Wilhelm Vanhousen aufgerreten, der sich
bei dort gen Fleisschern einführ‘'e und ihnen vorschwindelte
aß er einen sesr grosen Transport Schlachtvieh im Aus
ande gelkauft hätte, und daß sie bei ihm preiswürdig kau
en könten. OEOn zwei Falsen gelang es ihm, je 1200 M
zu erschwinden.
Der Mörder Griehl. Ter Ha,tentta sungsantrag de“
Verte vigers des n der Vossmanu shea Widedsuche verhat
eten Kranienwariers Geieel ist von der Beschluptammer
es Vandaeciches 2in BVer in zur akgewiesen wocden. vtach
Ansicht der Strafiammer ist der Tatoerdacht gegen Grieh
o dringend, da, ene Auztecy e hactang der Unteruchungs
aun gerehaertent er;cheint.
Threaterun fülle. Gegen der Direitor des Deutschen
Thearers zu Beln, Nea, Aeinhardt, und de,en Oberin
peltor wurde von seiten der ol zei Untersuchung einge
eitet wegen der Unsalle im Aheaer, in olge deren es zu
yöchsi reulist scheit Szenen gerommien ist.
Einhritliche Kurzschreft. In Len ersten Tagen des
Juni wird in Ber in der 2er⸗Aus echu;, der von den See
iographen chusen als Sachverständigen-Ausschuß gewähl
worden ist, zu einer Konferenz einerufen werden, um die
Frabe der Schafsung einer einheittichen Kurzichrist erneu
zu ecörterni.
Vorn gestraudeten Passagierdampfer. Die Passa—
ziere des augelausenen Dampfess des Norddeutschen Lloyd
‚Prinze sin Irene“ wurden bei startem Seegange auf Bran—
ungsbooren und Schleppoampsern auf den in einer Ent.
sernung von einer eaglischen Melle veranterien Lloyd—
ampfer „Prinz Friedrich Wi heim“ über ührt. Nach einem
Telegramm des Kapitäns der „Prinzessin Irene“ waren
Nachmit ags sanit iche Passag ece auf dem „prenz Freed—
rich Wilhelm“ untergebracht.
Den Sohn erwürgt. In Nieder-Aehrenberg in
Böhmen kam der 65ijährige Hausbesiter Franz Liebisch
mit seinen 23;ähr gen Sohne wegen dessen leichisi antgen
Lebensnandel in Streit. Als der Sohn seinen Valer
angriff, schlag ihn dieser mit einem Beil nieder und er.
würgate ihn dann. Darauf sellte er sich selbst der Volizei.

Neueste Nachrichten und Telegramme.
Berlin, 8. April. Die Ankunft des Kronprinzenpaares
'n Potsdam erfolgt am Dienstag Adend mittelst Sonder
uges auf dem Potsdamer Hauptbahnhvs. Die öffentliche!
ßebäude in Potsdam werden am Tage des Eintreffen—
des Kronprinzenpaares Flaggenschmuck anlegen.
Berlin, 10. Apris. Wie die Welt am Montag meldet
st gegen den Krimsnalkommissar von Treszkow 2 eir
Antersuchungsverfahren eingeleitet worden. Ein Berlinen
Bankdirektor soll den Nachweis erbracht haben, daß vor
Treszkow für die „Wahrheit“ die Artikel geliefert hat
vegen der serner Zeit der verantwortliche Redakteur de
„Wahrheit“ Weber in Zwangsrerfahren genommen wurde
Essen, 10. April. Der Bund der westfälischen Vieh—
häsdler hatte an den Landwirtschaftsminister eine Eingabe
zerichtet, und um Erlaubnis gebeten, dänisches Magervie!
u Mastzwecken einzuführen. Gestern ist die ablehnende
Antwort des Ministers eingetroffen.
Hamburg, 8. April. Beim Abbruch eines alten Ge—
häudes in Homburg-Neustadt fanden Arbeiter drei Beutel
nit Silber und Goldstücken im Werte von 25,000 Mk
Die Münzen die aus dem 16. und 17. Jahrhundert
stamreen sind wahrscheinlich während einer Belagerung
Hamburgs versteckt worden.
Stuhlweißenburg, 8. April. Unbekannte Diebe er—
brachen nachts die Regimentskasse des 69. Infanterie—
Regiements und raubten fie vollständig aus.
Paris, 9. April. Wie dem Herold aus Lissabon ge—
neldet wird, hat die religiöse Erhebung der nördlichen
Provinzen VPortugals bereits große Ausdehnung angenom⸗
nen. Die Erkläruug des Justizministers, daß die Trennung
von Kirche und Staat durch ein besonderes Gesetz, daß in
»en nächsten Wochen eingebracht wird, vom 1. Juni ab
urchgesührt werden würde, hat eine bedenkliche Erregungç
nden nördlichen Provinzen hervorgerusen. Die Londonet
Daily Mail berichtet aus Oporto, daß dort große Neigung
yorhan en sei, die Monarchi wieder auszurichten und
nan tatsächlich einen Schlag gegen die Republick erwarten
Hune.
Paris, 9. April. In Fabourg Montmatre hob die
Polizei gestern Nacht abermals ein internationales Ver—
brechernest aus, Anarchisten, Falschmünzer und Diebe, di
beiden Griechen Horaze und Adilon Vegetti sowie des
Ersteren Geliebte, die Russin Iwanokow, in deren Woh⸗
nung zahlreiche gestohlene Schmucksachen sowie eine groß
Falschmünzerwerkstätte entdeckt wurde. Die Russin schuldigt!
die Mitverhafteten an, diese hätten sie gewaltsam zum Dir
nentum genötigt und die Männer, die sie zuführen mußte
hetäubt und ausgeplündert. Auf Grund ihres Geständniffes
'onnte noch ein viertes Mitglied der Bande, der Levantiner
Feotie, dessen Spezialität die Falschmünzerei war, verhafte
verden.
Paris, 9. April. Aus Mukden meldet der Herold
aß ein japanischer Offizier, der dem Generalstab der
hinesisch-mandchurischen Station zugeteilt und im Haupt—
uartier von Chang⸗Chun stationiert war, an die japanisch

in qgrösstör Auswahl, ale

Negierung für 15 000 Mark wichtige Papiere verkauft
habe. Der Offizier wurde sofort in Haft genrmmen und
zu 20 Jahren Gesängnis verurteilt.
Wien, 10. April. Das deutsche Kronprinzenpaar ist
zestern nachmittag mit dem fahrplanmäßigen Extrazuge
um 4 Uhr 20 Minulen hier auf dem Südbabnhofe einge—
troffen. Zum Empfange war Kaiser Franz Josef auf dem
Bahnhofe erschienen. Mit ihm waren gekom nen, die Erz⸗
herzöge, die Erzherzogin Maria Annunziata, die höhrren
Militärs von Wien und d'e Vertreter der Behörden. Die
Begrüßung der Fürstlichkeiten war eine sehr herzliche. Der
Kronprinz küßte dem Kaiser die Hand. Die Gemahlin
des deutschen Boͤtschafters überreichte der Kronprinzessir
Cälilie einen prachtvollen Blumenstrauß. Nach der Vor—
ßellung des beiderseitigen Gefolges schritten der Kaiser und
der Kronprinz die Ehrenkompagnie ab. Sodann erfolgte
die Fahrt nach der Hofburg. Wien prangte im Flaggen—
schmuck Die zahlreiche Menge auf der Straße begrüßt
das deutsche Kronprinzenpaor sehr begeistert, namentlic
wurden den Gästen des Ka'sers in der Nähe der Hofbur—
große Ovationen gebracht.
Rom, 8 April. Das deutsche Kronprinzenpar is
heute Mittag 12 Uhr 40 Min. nach Wien?abgereist. Der
dönig und die Königin hatten sich zur Verabschiedung au
)em Bahnhofe einsefunden. Eine“ große Menschenmeng
jubelte den kronprinzlichen Herrschaften begeistert zu.
Londsn, 8. April. Aus Soranton wird telegraphier
daß bisher 62 Leichen aus der brennenden Grube geförder
wurden. Unter den Toten sind 2 Mann vom Retltungs
Corps. Man glaubt nicht daß sich noch viele Tote in de
Grube befinden. Die Umgekommenen larbeiteten in einen
blinden Gange, anderthalb zilometer vom Schachteingang
entfernt. Das Feuec breitete sich rapid durch die mit O
getränkten Gänge aus und schnitt den Opfern jede Mög
ichkeit des Entrinnens ab. Der Feuerwächter der Grube
wurde 2.30 Uhr fast erstickt von dem eingeatmeten Rauch
in die Oberfläche gebracht. Er erklärte, daß er selbst nur
nit knapper Noat entkommen ist. Die eingeschlossener
Bergleute müßten stundenlang vorher umgekommen sein
Die Rettungsmannschaften drangen mit Sauerstoff-Appa—
len bis zu dem blinden Gange vor. Sie brachten zuersi
zwei Männer und einen' Knaben tot herauf. Nach ihrer
Beschreibung ist die Grube ein Flammenmeer. Der
erstickende Rauch macht jede Rettungsarbeit fast unmöglich
Neapel, 10. April. Hier hat sich eine? furchtbare Tra—
gödie abgespielt. Vor einiger Zeit erkrankte die Braut des
berühmten und begabtesten Malers von Neapel, „Esposito“
Die Dame beging gestern aus Lebensverdruß Selbstmord
Als Esposito hiervon Kenntnis erhielt, geriet er in solch
Verzweiflung, daß er seinem Leben ein Ende machte. Dies
Tragödie macht hier großes Aufsehen, weil die beiden Be—
tciligten bekannte Perfönlichkeiten waren.
Nancy, 10. April. Der deutsche Ballon „Mainz“
velcher in Wiesbaden aufstieg, ist im Walde bei „Port?
Mousson“ gelandet. Insassen waren die Prinzen Augus—
und Christian von Stollberg und ein? deutscher Artillerie—
hauptmann. Die Luftschiffer glauben noch in zimlicher
Enifernung von deir französische Grenze sich 'zu befinden
Cettinje, 9. April. Um einen Beweis seiner friedlichen
Absichten zu geben, befahl der König allen montenegrini—
schen Grezwachen, gegenüber der Türkei völlige Neutralität
zu deobach en. Weiter gestattete er den auf der Bojano
verkehrenden mo itenegrinischen; Schiffen, Truppen und
Munition für die türkische Armee zu transpartieren.
Konstantinopel, 9. April. Wie der Tanin meldel
wird Tuzi und Castrati von den Aufständigen wieder be—
drängt und eingeschlossen. Dies beweise, daß die Kämpft
der Zeider letzten Tage zwischen den Truppen und den Re—
bellen für die Türken nicht so günstig verlaufen sind.
Newyork, 10 Bpril. Die Blätter melden heute, daß
dei den beiden Grubenunglücken die in den letzten Tagei
in Pensyloanien sich ereignet haben, die Zahl der umge
kommenen Personen größer ist, als man ursprünglich ange
ommen hat. Irn ganzen sollen über 200 Personen um—
gekommen sein. Bii der Katastrophe in der Vanner-Grube
war die Luft so erstickend, daß die Rettungsmannschaft nicht
bis zur Upfallstelle vordringen konnte. Ein Mitglied der
Regierungs-Rettungsmannschaft erlag dem tödlichen Qualm
Zein Apparat war sehlerhast. Die Presse behauptet, daß
iberhaupt die Ausrüstung der Regie ungs-Rettungsmann—
schaft eine mangelhafte kei

Trier, den 25. März 1911.
Der Regierungs⸗Präsident.
gez. Baltz.
Vorstehendes wird hiermit zur öffentlichen Kenntnie
gebracht.
Dudweiler, den 1. April 1911.
Die Polizeiverwaltung.
Der Bürgermeister: Jost.
— — ——— — — — ⏑
Bekanntmachung.
Nachdem das Erlöschen der Maul- und Klauenseuch
in Püttlingen amtstierärzlich festgestellt ist, werden hiermi,
die polizeilichen Anordnungen von 16. v. Mts. (Kreisblat
5. 32) über die Bildung eines Sperrbezirks aus den Ort—
schaften Pütelingen nnd Ritterstraße und eines Beobacht⸗
ungsgebietes, bestehend aus den übrigenz Ortschaften der
Bürgermeisterei Püttlingen und den sämtlichen Gemeinden
der Bürgermeisterei?Völklingen und Riegelsberz vom 27
März 1911 ab aufgehoben.
Saarberücken, den 24 Män 1911.
Der Königliche Landra!.
J. V.
gez. von Hartmann⸗Krey.
Vorstehendes wird hiermit zur Jöffentlichen Kenntn:.
gebracht.
Dudweiler, den 2. April-1911.
Die Polizeiverwaltung:
Der Bürgermeister: Josi.
,luiiccdàr t 00 ĩ4ñü4«, el

9 p F *
D Sg zaaus Interftühungs
iasen-Herein
eler eerensaar⸗Flichbach
A nwset.

Nachruf
Am 7. April verstarb nach kurzem Krankenlager, ia
Alter von 66 Jahren, unser Mitgliied, der pens. Bergmann
Herr Johann Müller 22
aus Dudweiler.
Dem Vereine seit Gründung angehörend, war ern
demielben, in Liebe und Treue zugetan. Bescheidenheit 'und
Ehrenhafltigkeit des Charakters waren Eigenschaften, die ihr.
auszeichneten und werden wir seiner stets ehrend gedenken
Er ruhe in Frieden.
Der Vorstand.
Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 11.* April, nachm.
Uhr statt. Antreten 41,, Uhr an der Wohnung des 2. Vorsigenden
Herrn Johann Lorenz.
—RZCU — —7 ————æ— —“öä“—&

—A

—855
ürleger-Vereln
78 F
Dudweiler.
Oie Beerdigung des Kamerader
Veteran
*
Johaun Müller
indet morge. 8rtag, aachmittags, 5, Uhr sto
Antreten halb 6 Uhr Saarbrückerstraße 296.
Der Vorstand

—e

—

Bekanntmachungq.

Infolge der bevorstehenden Rückkehr der landwirtschaft—
lichen Saisonarbeiter aus den von der Maul— und
dlauenseuche heimgesuchten außerdeutschen Ländern droht
inserer heimischen Landwirtschaft die Gefahr einer weiteren
Sinschleppung dieser leicht übertragbaren Tierkrankheit.
Ich mache daher die landwirtschaftlichen Arbeitgeber
darauf aufmerksan, daß es sich in ihrem eigensten Interesse
dringend empfiehlt, die Kleider, das Schuhzeug, die mitge—
brachten Gerätschaften usw. dieser Person fofort nach ihrem
Sintreffen vor Betreten der Arbeitsstätte einer gründlichen
Reinigung und Desinfektion etwa in folgender Weise zu
unterziehen:
Häude und Füße der Arbeiter sind mit warmen
Seifenwasser zu reinigen. Das Schuhzeug ist nach gehöriger
Säuberung mit 30igec Lösung von Liquor
Cresoli saponatus, einem guten und billigen desinfektions—
mittel, abzuwaschen. Leinene Kleidungsstücke sind in
heißei Seisenwasser zu waschen, sonstige Kleidungsstücke
insbesondere Ardeitskleider, sind gut auszuklopfen und mit
der genannten Desinfektionsflüssigkeit abzubürsten. Etwa
mitgebrachte Gerätschaften sind mit dieser Flüssigkeit abzu—
waschen. Der Platz, auf dem die Reinigung usw. stattge—
funden hat, und der zurzAbholung der Ausländer etwa
denutzte Wagen sind mit, dein Desinfoktiansmittel stark 30
heshpronge;

Freunden und Bekannten die traurige Nach—
richt, HIdaß meine liebe Frau, Mutter, ZSchwester
Schwägerin, Schwiegertochter Tante uͤnd Nichte
Caroline Caspari
geborene Thomas
im Alter von 42 Jahren heute Nacht nach
kurzem Krankenlager gestorben ist.
Die trauernden Hinterbliebenen
Philipp Caspari
nebst Kinder.
Die Beerdigung findet am Dienstag Nach—
mittag 4 Uhr vom Sterbehause Ackerstraße 12
aus statt.

greibank.
eute und Morgen Rindfleisch,
das Pfund zu 35 Pfg.
Die Schlachthof⸗ Verwaltung.
„Glympia“
G. v. B.
Montag Abend 8 Uhr
6. P.
im Vereinslokal.

Ir. Nue . vurtshelfer schreibt:
Ich erfülle zunächst die angenehme Pflicht, Ihnen für die bereit—
willige Zusendung Ihres Kindermehles meinen verbindlichen Danß
abzustatten. Das Resultat der damit bei drei Kinder angestellten
Versuche hat in mir schon jetzt die Ueberzeugung erweckt, daß G
Stempfle's Kindermehi jedenfalls den besten Milchsurrogaten eben
bürtig an die Seite zu steilen ist. Ich freue mich Ihr Präpara
kennen gelernt zu haben, und nehme deshalb Ihr freundliches Dar
dieten, mir durch ein abermaliges Quantuin Gelegenheit zu eingehen
der eigener Kenntnis desselben zu geben, gerue an. Von meine
aisher an den 8 obigen Kindern, welche saͤntlich unter einer
Jahr zum Teil stark atrophisch waren, gesammelten Erfahrungen
zann ich heute Ihneu vorläufig soviel mitteilen, daß selbige mich un
die Angehsrigen durchaus hefriedigt haben. Has Mehl ist schmack
haft, wurde von den Kindern gerne genommeun und gut vertragen
ie Zubereitung ist einfach und, was die Hauptsache — das Gedeihen und die Zunahme des Körper—
jewichtes war evident. Außerdem hatte ich den erfreulichen Eindruck, als ob“mit Ihrem Mehl be
Berdauungsstörungen, sowie schon in frühesten Monaten, wo die meisten derartigen Surrogate of
jenug im Stiche zu lassen pflegen, günstige Wirkungen erzielt wurden. Ich bin überzeugt, daß weiter
üErfahrun en mit Ihrem Präprat den bisherigen entsprechen und mich veranlassen werden, dasselb
ewissenhaft und überzeugungsvoll den Eltern solcher Kinder, welche auf ein Ersatzmittel der Brus
ilch angewiesen sind, zu empfehlen. Hochachtungsvoll Dessan. Dr. Ruebensohn.
eberall erhästlich. Proben und Prospekte durch G. Stempfle, Kgl. Hoflieferant, Oberstdorf bayr. Alpen

Der Vorstand.
eine Klapp⸗
Verloren ,α
Inhalt von Neuhaußerweg bis
Bahndamm. Da der Finden
erkannt ist, bitte um Rückgabe
Mädchen oder Frau
die kochen kann, für vormittaggesucht.
 Wo sagt die Expd.

i

—
            
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