Full text : Dudweiler Zeitung

!okales und Vermischtes.
Reform des Nahrungsmittelgesetzes. Ueber die
i. Reform des Nahrungsmikte'gesetzes wird der
es mitocteilt:
J fand, Ende Noveniber unter Beteiligung von
r Reichsänuer, WMeiiniste ien und in Betracht
otporotionen sowie Interessenten ein Kongreß
h mit der bevorstehenden Revision des
elgesetzes beschäftigte. Auf diesem wurde eine
iaßt, in der der Ewarturg Ausdruck gegeben
en Beratungen über einen weu aufzustellenden
Sachoerständ'ge aus dem Nahrungsmittel—
nur von den Handeiskammern, sondern auch
racht konnnenden Zweigen des Nahrungs—
aguge,ogen werden. Diese sollten auch zu
das Reichsgesundheitsamt berufen werd n.
nach ist man demmach in den interessierten
ich daß es in der ubsicht der Reschs—
besondere Sielle zu schaffen, die für
Zuuscheidung tresfen soll, in welcher
der Nahrungs- und Genußmittel
ils begutachtende Behörde zu wirken
auchte gleichfalls die Reldung auf,
Ausschuß des Reichsgesun heitsrat,
zuständig ist, zu einer derartigen
end ihn duͤrch Praktiker zu verslärken
'rite aber kaum zur Verwirklichung
einer besondern Bebörde ilt nicht
nen, die gegenwärtig bei der
vecden Tiese befinden sich, wie
Pressemeldnagen hervorzuheben ist,
u, und Beratungen met anderen Res—
stutgefunden. Beabsichtigt ist eine
»mittelgesehes vom Jahre 1879, wo ei
ienen zweckrähigen Nah ungs ittel—
rzange des Weinasetzes zu erwarten
Crwägunzen zu greifbaren Vorschlagen
die eig nilichen Beratungen beginnen
der Aodsicht der zuständigen Behörde
Wünschen des Nah ungsmittelkongresses
den Konferenzen teiln hmen zu lassen.
Finder. Auch ein ehrlicher Finder kann
Der Cheruffrur Paul Kugelmann, der,
r Automobild oschk einen Schotz von
nden und ihn ange lich jatzt nach einem
czhalten hat, kann ein Lied davon singen,
kes Mächten kein ewiger Bund zu flachten
in, diß ihm eine gebratene Taube in
da kamen Konkurtenten die ihm
rreitig machen wollen. Als einer
. den neugebackenen Reichen au—
sten besuchen und ihn über seine Zu—
wollte, da war nichts von Freude
»itlie Kügelmann zu spüren. Die alle
n Finders“ stad mit Tränen im
daß alles eitel Lug und Trug gewesen
für seine Ehrlichkeit voraussichtlich
Nark abgespeist werden würde. Erst
ekonmen und habe 84000 Mark von
»ur Fund auf hrem Gebiet gemacht
oe die Stadt Chaloitenburg die
gemacht, da der Ehauffeur in
Ter schlimmste von allen sei aber
motils, der habe gleich die ganze
anspruch g nommen, da der Fund in
racht worden sei. Kurz und gut, die
nnf der Charlottenburger Polizei einstweilen
und man habe deshalb das ganze schöne
en. TDa ist natürlich guter Rat teuer und
junior blieb vorläufig nichts anderes üb—
er den Chauffur zu spielen und sich einen
nmeun, der seine Interessen vertreten soll.
hnann schüttelte verzweifelt desi Kopf
e (Ehrlichkeit so belohut werden soll,
keinem Chauffeur verdenken, wenn er
behölt, was er in seinem Wagen findet,
uchen Scherereien aus zusetzen und guter
ßlkosten zu zahlen!“
n. durch das Rodeln und Schlittenfahren
fer nhen Straßen, Wegen und Plätzen die
Hoednung, Ruhe und Leichtigkeit des Verkehrs
Irdet ist, wird darauf hingewiesen, daß den
ergehenden Anordnungen und Aufforderungen
ibeumten oder Gendarmen unbedingt Folge zu
Die Polizeiorgane sind angewiesen jede Zu⸗
tung unnäachsichtlich zur Anzeige zu bringen.
'or Strafe zu schützen, ist daher den Einwohnern
empfehlen, das Rodeln und Schlittenfahren auf
Straßen, Wegen und Plätzen zu unterlassen
erhindern.
ohnbewegung der Ruhrbergarbeiter. Da der
band die Eingabe der dret Organisationsverbände
Vergarbeiterverbandes, des Hirsch Dunkerschen
eens und der posmischen Berufsvereinigung als
»eten klärt hat, die Lohnfrage für die ihm an—
e areaen, jsondern der Ansicht ist, daß
elu Rr einzelnen Grubenverwalktungen
P ten di, da ferner die fiskalische Gru—
Necklinghausen auf demselben Stand—
J die abgräanderten Forderunzen nun—
ij Arbeilerausschüsse in den einzelnen Gru—
un ien zusammengestellt werden. Es soll gleich—
Erfuchen an die Grubenverwaltungen gerichtet
ögl Ast in der zweiten Hälfte des Monats Ja—
ingen des Arbeiterausfchusses stattfinden zu lassen
sen Sitzungen die nachstehenden Forderungen zu

1. Febr ar 1911 soll eine durechsch itileche Lohn⸗
on 15 Proz. eintreten; mindestens aber sollen
der einzelnen Abeiterkatrgorien auf diefelbe
arht werden, die sie im viertel Quartal 1907

erdauen der Strecken usw, soll nicht in
e verrechnet werden, sondern im Interesse der
der Arbeiter und das Verbauen der Stixecken,
gen Nebenarbeiten besonders verrechnet bezw.
rde'
chnverwaltung soll. ersucht werden, beim
ihren Einfluß dahin geltend zu Urachen,
van gsarbeitsnachwweis in einen paritätischen uͤm—
verde.
d. Eingabe an den Zechenverband gestellten
sitssorderungen werden bei den einzelnen Gruben—
zen nicht erhoben, da die Arbeiterausschüsse nicht
d, ihre Forderungen zu vertreten. Die Veir—
rselben wird den Knappschaftsültesten über—
awAunheimgeben, zum Zwecke der Durchfüh—
rEingabe an den Zechenverband verlangten
rötigen Schritte einzaleiten. Es wird den
en aber empfohlen, die Grubenverwaltun—
die Verwirklichung der knappschaftlichen
r zu diesen Zwecke etwa einberufenen
Generalversammlung des Allgemein—
oine oneir Nüdountue

In den drei in ger Lohnfrage zusammengehenden Verg⸗
breiterverbänden wurden heute im Aochumer, Dortmunder,
ssener und Oberhausoner Revier 30 Versammlungen ab—
halten, in denen die Redner von den drei Verbanden
der die Ablehnung der Lohnforderungen durch den Zechen—
erwaltung und die fiskalischen Gruben sprachen. Es wur—
en Entschließungen angenommen, in denen sich die Ver—
immelten mit dem Vorgehen der drei Verbaände in der
'ohnfrage einverstanden erklären. Die Arbeiterausschüsse
derden beauftragt, die aufgestellten Lohnforderungen zur
kenntnis der Grubenverwaltung zu bringen. Fuͤr kom—
nenden Sonntag sind etwa 40 Versammlungen einberufen.
Eingesandt. Am Donnerstag den 12. Januar 1911
inden hier zwei Belegschaftsoersammlungen statt. Morgens
um 9 Uhr bei Matth. Wendel, Saarbrückerstroße, abende
Uhr hei Wirt Fritz Reiter, Bahnhofstraße. Es wird
ebeten um vollzähliges Erscheinen der Kameraden.
D P. Hundert Jahre Mouopol. Am 29. Dezember
oaren, es genau hundert Jahre, (29. Dez. 1810 daß ein
aiserliches Dekret der Regie der indireklen Stéuern den
kinkauf, die Fabrikation und den Verkauf des Tabaks zu⸗
chrieb. Napolcon sagte in der Vegründung der Darleg—
ung der Gründe.en „In Friedenszeilen haben wir nur 600
Millionen Franken uötig, ein Seekrieg erfordert 900 Mill
ind werden 1100 Mill. sein in sehr kritischen und außer—
iewöhnlichen Verhältnissen, in denen das Volk die Unvder—
ehrtheit des Kaiserreiches und die Ehre der Krone auf⸗
echt zu erhalien hat. Um dieses Ziel zu erreichen, be—
ürfen wir weder einer Anleihe, noch einer Veräußerung
och der Einführung neuer Steuern; die einfache Vermeh⸗
ung oder Verminderung der Steuer-Beiträge wird genuü—
jen, um diese graße Resultate hervorzubringen.
*i.⸗Gladbach, 7. Jan. (Straßenraäuber. Dr.
Jant von der Lungenheaͤ stätte ist von vier Sixromern auf
ert Zandsirabe angea.len worden. Der Arzt feuerte im
er Rotwehr mir einem Nevolver. Drei Angreifer entflo⸗
en, der vierte wurde durch zwei Brustschülsse ischwer ver—
tzt
Bochum, 7. Jan. Gergarbeiter-Fragen.)
Da sich der Zechenverband auf die Eingabe der Bergar—
ꝛenr Organisation nicht für kompetent erklärt hat, die
Lohnicage für die ihm angeschlossenen Zechen zu verhan—
»enn, jo sollen die abgeänoerten Forderungen nunmehr
urch den Arbeiter Ausschuß den Gruben-Verwaltungen
inzereicht werden. Gestern fsanden im Ruhrrevier 36 Ve—
egschasfts-Versammlungen statt, die von den drei Verbän
»en gemeinschaftlich einbernsen waren. Tie Versammlun
jen waren durchschnittlich stark besucht. In allen Ver—
amm'ungen wurde eine gleichlautende Refolution ange
icmmen, in der in der Hauptsache 15 Prozent Lohner—
öühung gefordert werden. Den Führern wurde uneinge—
chrankttes Vertrauen ausgesprochen. Die Arzeiter-Ausschüfse
vollen die Forderungen nunmehr bei den Gruben-Verwal
ungen cinreichen
*Mannheim, 7. Jan. (Durchstechereien. In
er Angelegenheit der vielbesprochenen Durchstechereien im
idtischen Schlachthofe ist nunmehr den Beamten, die in
ntersuchung gezogen worden waren, von der Staatsan—
alt chaft eröffnet worden, daß sie Mangels hinreichenden
zerdachts in tat ächlicher Beziehumng außer Verfolgung ge—
»rt worden seien.
* Regensburg, 7. Jan. GErtrunken.) Auf dem
ile des Ludwigskfanals bei Kehlheim sind drei Knaben
eint Schlittichuhlaufen eingebrochen, wovon sich einer ret—
en Lonntie, während die beiden anderen ertcunken siad.
*Ebingen, 7. Jan. (Feuer.) Im Warenhaus Kahr
st cin Großseuer ausgebrochen, dem binnen wenigen Stun—
In zirka 10 Häuser zum Opser fielen, die bis auf den
zrand abbramen. Etwa dreißig Tamilien sind obdach—
»38. Das Rathaus war bedroht.
Murdprozeß. Gegen den Mörder der Teste'schen
heleute n BVerlen, den Arbetter Paut Tippe, ifst jetzt
ncege wegen Doppelmordes und schweren Mordes echo
In worden. Die Ve vandiung jsindet noch in der ersten
hruu gerichtsperiode Les Jahres, Mitte Januar, stati.
Siphiherie. In der Irrenanstalt Herzberge bei Ber—
in st aus Anlaß der Ertransung einer Pegeen ar
diphrherie auf Verantassung der Dire!tion schleunigst ar
niet großen Bnzahl von Pflegerinnen und Krauter ein
Inersuchung durch das städtische Untersuchungsamt für
»Igiene vorgenommen worden, wobei festgestellt wurde,
aß sich in der Anstalt zwei Bazillenträger befanden, die
h zwar des besten Woh seins erfreuen, aber eine umso
Shiere Gefahr für ihre Umgebung biden. Die erforder—
chen Schutzmaßregenn sind sofort erfolgt.
Explosion. In der Spiritus-Fabrit von Ferenczwa—
os in Budapest sand eine heftige Kessel-Erplosion ftatt
ei der drei Arbelter tödlich, 2 schwer verletzt wurden.
Todesfälle. In Klosterneuburg ist die auch in
Zeu schland wohl bekannte ehemalige Opernsängerin Mar—
arehe Bilgeri im Alter von 44 Jahren gestorben. —
Hec Nestor der Wiener alademischen Bildhauer, Fran;
ristoph Erler, ist im Alter von 82 Jahren gestorben
Typhus. Der „Matin“ meldet aus Nanzy: Infolge
»er Ausbreitung des Typhus bei dem 8. und 9. Drago
ier⸗Regiments sind die Reservisten dieser Regimenter nack
Zont-a⸗Mousson gesandt worden.
Nette Zustände. Die A:ademie der Wissenschasten ir
Zaris hat ihren diesjährigen Preis dem verdienstwvollen
Brofessor Severin Ikar in Marseille verliehen und zwar
uf Gruund eines von dem genannten Professor verfaßter
ochsenfaticnellen Buches, das ungeheuersiche istände in
»cun französischen Krantenhäusern aufdeckt. Wrosessor Itkar
z5t festgesiellt, daß es in einem großen Teil der Spitäler
zrankreschs vo gelommen ist, daß Kranke lebendig begra—
ein wurden oder in lebendem Zustande als Leichen auf
en Sezierisch geeracht worden sind. Der Prosfessor fjohri
win 40 Fälle an, die sich in dem großen Krandkenhause
uMarseille ereignesen, in dem er angestellt war, und
vwonach in allen diesen Fälsen Schein'o e seziert wurden
IAnmal soall eine „Leiche“ unter dem Seziermesser erwach
ein, ein anderes Mal sahen Sudensen bei einem Kinde
em die Brust geöffnet war, das Herz schlagen. — Das
zuch dürfle ein gewaltiges Aufsehen erregen.
Verhasteter Anarchisft. Das Pariser „Journal“ be—
ichtet aus Malega: Die hiesige Polizei verhaftete den 23—
ühr'gen Anarchisten Rugas, der sich auch an den Uruhen
in Barcelona beteiligt hat. In seinem Besitz wurden ver—
ch edene kompromittierende Schriften gefunden, sowie auch
eine Nummer eines Anarchissenblattes. Die Polizei glaubt,
Rugas sei nach Malaga gekommen, um dort ein Attentat
uf den König Alfons auszuführen.
Zugeutgleisung. Einige handert Meter vom Bahn
sose Mons Gelg'en) enigleiste ein Personenzug. Der Hei
er und Lolomotivf hrer konnten sich durch Abspringen ret
en, dagegen wurde der Zugführer getötet, ihm wurde der
dopf vom Rumpfe gerissen. Außerdem erlitten 13 Rei—
ende mehr oder minder schwere Verletzungen.
Gestrandet. Der Passagierdampfer „Everton Grange'
yon der Houlder Line ist kurz nach seiner Abfahrt vor
ldelaide nach Melbourne bei der Känguruh-Insel gestran
et und sitzt fest. Man weiß nicht, wie viele Passagier
m Bord sind. Das Schiff kostete über 2 Millionen Mar
indkatte eine Ladung im Werte von 2300000 Mark a
Rord.

Gräfin Tarnowska wahnsinnig. Aus Venedi
vird gemeldet, doß die wegen Mordes zu acht Jahre
derklers verurteille Gräfin Tarnowska wahnsinnig gewor
en ist. Am Samstag traf in ihrem Gefängnis die Nac
icht ein, daß die gegen das Urteil eigelegte Revision ve
yorfen sei. Das dürste der ohnehin ranken und geisti
ninderwertigen Frau den Rest gegeben haben. Wie e
eißt, ist die Gelangene in eine Srreumsan überführ
orden

Uuglücktiche Ebbe. In Olakring in der NMödlgaff
ersuchte, nach einer Maanng aus Wien, eine Schuhma
jersfrau sich und ih e drei Küuder mit Zyankati zu vergisten
Der Mann, weicher schleei, erwachte über dem Vorhabe
zer Frau. Er alarmierte die „ausbewohner, welche einei
Arzt herdve holten, dem es gelaug, die vier Personen wie
er ins Leben zurückzurnjen D43 Motiv der Tat ist in
äuslichen Stresgfe!ten zu suchen.
Fenersbrunst. Durch Feuer vernichtet wurbde de
dauptquartier der chinesischen Vierbruderschafts-Gesellscha
u New-Yort. Wahrscheulich ist der Brand von Rivaler
ngelegt worden. Die Aufregeung war groß, als hunder,
on Chinesen aus den alten Baracken in die eugen Stra
en slüchtete. Die Notleitern waren von einem dich er
zchwarm Chlnesen und ihren Frauen bedeckt. Vermutlich
segen mehrere Tote unter den Trümntern.
Bestrafte Sktlaverei. Der Holzindustrielle Hens, ein
ielacher Millionär, ist wegen Anwendung der Stlaverei
iuf einen Besibungen zu 6 Monaten Gefaͤngnis verur eil
vorden. Das Gericht hat sich geweigert, die Gefängnis
trale in eine Geldbuhe um nwvandeln. In der Beruf
uigsinstanz wurde das Urteil bestätigt.
Zum Erdbeben. Der Bevölkerung von Rurka'tan
at sich abermas eine wilde Panit bemächtigt, als am
zomsteg das schwer heimgesuchte Gebiet durch neue Erd—
öße erschüttert wurde. De bemittelten Bewohner haben
rößtenteils die Flucht ergrissen. Die Zurücdkgebliebenen
erbringen die Nächte un er freiem Himmel. In der Stadt
vierny sind abermals mehrere Häuser eingestürzt und
aben zahlreiche Bewohner unter den Trümmern begraben
jurchtbar ist der Eindruck, den man erh'lt, wenn man die
ielen Obdachlosen in den Strazen der zerstörten Stad
mherirren sieht, die unter dem Einduck der Katastrophe
en Verstand verloren haben. Von den Spitzen des Se
niretschje-Gebirges sind mächtige Lawinen ins Tal ge
ürzt und Felsblöcke habeen die Gesirgsbäche streckenweis
nerschüttet. Die Behörden ind bemüht, die Bevölkerung
u beruhigen Halb ossfiziös wied gemeldet, daß auch die
Zztädte Tokenatich und Nowodmitviewstk durch das Erd—
beben zeistört worden. Aus Wladiwostok wird berichtet
oaß auch die Vulkane auf Javan eine veritärkte Täugkei
tfalten

Spiel und Swvort.
Fahrpreisermäßzigung bei Sportreisen. Schon
or einiger Zeit wurde von offtzieller Seite mitgetellt,
aß die Erhebunzen zwecks Aufftellung der von ihren
stisgl'edern zurückgelegten Kilometer auf Sportreisen, vor
er Deutschen Sportbehörde für Athletik abgeschlossen seien
x*s wurde jedoch damals eine Zahl festgesteltt, die so ge—
ing erschien, daß die Kommission ihte Arbeit wieder auf
iahm und das Maserial nochmals einer genauen Prüfurgç
interzog. Hierbei stelste es sich heraus, daß eine gan;
steihe von Veranstaltungen übersehen worden waren. Di—
dilometerzahl hat sich durch die Korreltur um sast di
»älfte vermehtt. Es wurden 1195 073 Kilometer zurück
elegt und hierfür 40 383. 20 Mark verausgabt. Der
»auptanteil hieran hat der Verband Berliner Ath'etik-Vor
ine, der für 16 241.40 Mack 511 913 Kilometer zurück
egte. Im Vorjahee waren es für diesen Verband 9400
— V
»ingte Genguig'eit, soweit von einer solchen überhaupit
esprochen werden lann, machen allerdings nur die Zah
en des V. D. A. B., da hier vom statistischen Ausschuf
ei den interessierten Veresven genaue Erhebungen ange
ellt wurden. Wie weit die Arbeiten bei den andere
Zportbehörden, dem Deut'chen Fubal-Bund, dem Teu—
chen Schwimm⸗Verband, dem Deutschen HockeyBund usw
zediehen sind, ist nicht besannt. Nach dem „Tag“ werden
die Antworien bis Ansang Febryar erwartet, so da?, wenn
dann sofort die Eingabe an die Königl'iche Eisenbah de—
ektion gemacht wird, die gewünschte Ermäfiging fchon
m nächsten Sommer den Sportleuten zugutekommen
Unnt⸗

Neueste Nachrichten und Telegramme.
5traßburg, 7. Jan. Gegen den Entwurf einer Ver
assung für die Reichslande haben gestern große sozial—
emokratische Kundgebungen in Straßburg, Colmar, Nüll—
sJausen, Metz und einigen kleineren Orten im Elsaß statt—
gefunden. In Mülhausen nahmen Demokraten an der
Versammlung teil. In den Resolutionen wird einmütig
sinspruch erhoben gegen die Errichtung einer erster
kammer, gegen das Alters-Pluralwahlrecht. Geforder!
vird ausreichende Vertretung im Bundesrat. Nach den
Versammlungen fanden große Demonstrationen statt, bei
»enen mit Musik über die Straßen gezogen wurde. All—
Lersammlungen verliefen ohne Störungen.
Duisburg, 8. Jan. Am Niederrhein wurde eine groß
Schmuggleraffäre aufgedeckt. Die Zollbehörden kamen hin
er einen Zigarrenschwindel, der von Holländern und
Deutschen im großen Umfange betrieben wurde. Gestern
vurde das Haupt der Gesellschaft verhaftet. Mehre
zigarrenniederlagen wurden geschlossen. Die Höhe der
„interzogenen Steuern belaufen sich in den letzten Monate—
uf über 100 000 Mark.
Bochum, 9. Jan. Gestern fanden im ganzen Ruhrrevien
31 Bergarbeiterversammlungen statt, in denen zu der Frage
der gegenwärtigen Lohnbewegung Stellung genommen wurde
Der Gewerkverein christlicher Bergarbeiter hatte 13 Ver—
ammlungen einberufen, während der alte Verband, die
).eD. Gewerkvereine und die polnische Berufsvereinigung
;8 Versammlungen veranstaltet hatten. Die Versammlun—
jen nahmen mit einigen Ausnahmen einen ruhigen Verlauf.
In einer von über 1500 Beraleuten besuchten Versammlung
Bottrop kam es zu heftigen Zusammenstößen. Dor!
»rach der Sekretär der christlichen Bergarbeiter, Effert, und
er Altverbündler Löffler je 11243 Stunde. Löffler bezeich—
ete den Streik als die letzte Waffe, die nicht ohne Zwang
ebraucht werden dürfe. Während seiner Rede und bei
»em Schlußwort Efferts kam es wiederholt zu argen Tu—
nulten. Schließlich wurde mit allen gegen eiwa 100 Stim—
nen die Resolution des christlichen Gewerkvereins, die sich
zegen den Streik aussprach, angenommen.
Lattich, O. Jan. Heute wird die Zahl der Streikenden
23 000 betragen. Für Donnerstag wird eine Riesende—
nonstration vorbereitet. In tausenden von kleinen Haus—
tänden macht sich bereits der Mangel an Heizmaterial be—
nerkbar, umsomehr, als starker Frost herrscht.
Breslau, 9. Jan. In Zabrze an der schlesisch-russischer
zrenze drangen 4 bewaffnete Banditen in die Wohnungç
»es Händlers Wachnowjeszki ein, erschossen ihn, seine Frat
ind seine 2 Kinder, raubten das ganze Haus aus und er
zriffen alsdann die Flucht.
Brüssel, 7. Jan. Der Ausstand im Lüttichen Becken
st nach den neuesten Nachrichten noch in der Ausdehnung
ꝛegriffen. Der Misstand soll nun auch auf dem rechten
Maasufer liegenden Zechen übergreifen. Da diese Angaben
edoch aus sozialistischer Quelle stammen, so sind sie mi
Vorsicht aufzunehmen. Im Arbeitsministerium erklärt man
daß die gestern und heute morgen angegebenen Zifferr
ibertrieben seien. Man behauptet, daß die Zahl der
lusständischen nur 10. bis 11000 betragen soll, und
laubt nicht, daß der Streik noch lange andauern kann
auptsächlich deshalb nicht weil er in keiner Weise vorbe—
eitet geweseu und den Gewerkschaftsführern selbst über—
aschend gekommen sei. In der Streikkasse befänden sich
zur gegen 800000 fr. eine Summe die nur ungesähr 16
»is 12 Tage ausreichen würde. Die Gesamtzahl der
Rorasartto“

etw 28000; einschließlich der über Tag beschäfr
ommen 40000 Arbeiter in Betracht. Es ist daher n
inwahrscheinlich, daß man den Generalausstand erklärt. T
don d.n Ausständischen erhobenen Beschwerden betreffer
auch nur Geringfügigkeiten derF„ Arbeitsordnung, die sick
bei einigem guten Willen auch von beidrn Seiten loöich—
beilegen lafsen dürften.
Paris, 9. Jan „Petit Parisien“ meldet aus Nizza
Iswolsky wohnte gestern einem Dejeuner bei, welches von
dem Prinzen Salizin veranstaltet wurde und welchem auch
der Prinz und die Prinzessin von Sachsen-Meiningen bei—
vohnten. Der russische Botschafter reiste abends nach Varie
urück.
Paris,“ 9. Jan. „Matin“ berichtet aus Lille: Gestern
ibend ermordete ein Soldat des 41. Artillerie-Regiments,
velcher in Haubourdin auf Urlaub weilte, seine Geliebte
ine Arbeiterin durch unzählige Stiche mit dem Seitenge—
vehr Der Mörder ist flüchtig. Man glaubt, daß er
iber die belgische Grenze ist.
Wijernyi, 7. Jan. Infolge des Erdbebens sind 700
Familien oddachtlos, die sich tagesüber in Schulen und
dasernen aufhalten und die Nächte aus Furcht vor neuem
Erdbeben bei 10 Grad Kälte unter freiem Himmel zubringen.
In der Umgegend sind Erdrisse, Vodenerhebungen und Sen⸗
ungen entstanden.
Lahora, 9. Jan. Der Kronprinz ist gestern hier ein—
getroffen. Es fand kein offizieller mpfang statt. Nach—
mittags unternahm der Kronprinz in Begleitung des Gou—⸗
verneurs und des gesamten Hofes auf einem Elefanten einem
Ritt durch die Eingebornenstadt und besichtigt das Fort
sowie andere Sehenswürdigkeiten.
London, 9. Jan. „Times“ meldet ans St. Jago d
Chile: Eine Feuersbrunst zerstörte gestern einen Luxuszug,
in welchem sich auch der Präsidentschaftswagen befand
Der Schaden beträgt 3 750 000 Franken.
*8
Thalia Theater Saarbrücken
Direktion W. Viebeg.
Dienstog, den 10. Jan., abends 8.10 Uhr:
Zum letzten Male! Lohengrin, Große Oper in
Akten von R. Waoner

Bekanntmachung.
In der Zeit vom 15. Januar bis 1 Febr. ds. Is.
haben sämtliche im Jahre 1891 und früher gebdrenen.
näunlichen Personen, die letzteren nur insoweit endgültigt
Entscheidung über ihr Militärverhältnis noch nicht erganger
ist, ihre Anmeldung zur Rekrutierungs-Stammrolle, ge—
näß 8 25 der deutschen Wehrordaung, auf dem, Bürger
neisteramt — Militärbüro — Zimmer Nr. 10 per
zönlich zu vranlassen, oder im Falle zeitiger Abwesen
heit durch ihre Eltern Vormünder, Lehr⸗, Brot⸗- oder
Fabrikherrn bewirken zu lassen.
Die außerhalb der Bürgermeisterei Dudweiler geborenen
Militärpflichtigen des Jahrganges 18917 haben J beiJ.der
Anmeldung ihren Geburtsschein, der vom Standesamt
des Geburtsortes auf Ansuchen kostenfrei ausgestellt wird,
vorzulegen. Die Militärpflichtigen der älteren Jahrgänge
haben den im ersten Militärpflichtjahr erhaltenen Lofüngsschein
 vorzulegen. Wer diesen verloren hat, muß fich
rechtzeitig einen Duplikat-Losungsschein beschaffen. Dieser
kann gegen Entrichtung von 50 Pfg. Gebühren bei dem
Zivilvorsitzenden der Ersatzkommission desjentgen Aushe—
bungsbezirkes beantragt werden, vor dem die lekte Muste—
rung stattgefunden hat.
Wer die vorgeschriebenen Meldungen zur Stammrolle
oder zur Berichtigung derselben unterläßt, verfällt in eine
Geldstrafe bis zu 30 Mark oder Haft bis zu drei Tagen
Im eigenen Interesse der Militärpflichtigen ist es er—
forderlich, die Geburts- und evtl. Duplikat-Losungsschein
—
gleich nach dem 15. Januar bewirken zu können.
Dudweiler, den 1. Januar 1911.
Der Bürgermeister.
Jost.

Freibank.
Heute und morgen Nachmittag wird
Rindfl⸗isch
zu 49 Pfa pro Pfund verkauft
Die Schlachthof⸗Verwaltung

— ; x

34
J. Ternig, ð&
⸗ßerrenkleidermacher. —

Empfehle mich einer verehrliche Einwohnerschaft
zur Anfertigung und Lieferung aller ins Fach
einschlägigen
* —
Bekleidungsstücke

bei bester Verarbeitung und bil—
hing st er Preisberechnung. Reichhalti ge
Auswahl gediegener und preiswerter Stoff⸗
Neuheiten gerne zu Diensten. Selbstgebrachte
Stoffe werden auf das bereitwilligste verarbeitet
Um gefl. Zuwendung von Aufträgen bittend
bemerke ich noch, daß sich mein Geschäft nun—
Imehr Brückenstraße 6 gegenüber dem
Rathause, Bergerschen Hause, befindet. 5—
—E

F
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4
—

August Coni⸗
Pdark

—— — —

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⸗ — — — — J.
usι, knochen 44e44Anc
igkeit. Mangel an M Saιααι
r sollten Kranbe ενν.
chüre über den Eια
uen durch alle Arog: Apotn
adenj Qde —

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