ual Magdeburg erhalten. Der Abstieg des Mittellands
kanals zur Weser oberhalb Min en, welcher durch zwe
5coleusen von je 5,9 Mir. Gefälle erfolgen sol, ist so be
cein, daß hier ein größerer Sammel-Sicherhe ishafen ein
rrichtet werden kann Bei Hannover, dem Haupfplatz der
Ntiellands⸗Kanals, ist dieser so geführt, daß zwei Häfen,
m Wesien und im Osten der Stadt angelegt werden können.
Der Ems-Weser-Kanal allein erfordert 188 Straßen⸗
rücken. i5 Eisenbabnbrüclen und 3 Brücken-Kanäle, mit
els deret der Kanal die Weser und die Leine überschrei
et sowie 153 Dücker zur Abführung der gekreuzten Was—⸗
erläuse miter dem Kanal erbaut. Während der Haupt⸗
anal von Bevergern bis Hannover ohne Schleusen durch—
gesührt wird, sumo im Zweigkanal nach Osnabrück zwei
kchleitsen, beim Abstieg zur Weser und zu dem geplaunten
hindener Hafen je eine Schleuse, sowie beim Aufftieg
rmach Linden und beim Abstieg zur fOoive hei Linden ie
ne Schleude geblant
Aus West⸗ und Süd⸗Deutschland.
⸗Solingen, 8. März. (Falschmünzer.) Hier
vurde eine Falschmnzergeselischaft entdeckt. Im Gewert
chaftshause versuchte der Kaufmann Karl Rieß, der in der
etzten Zeit mit Manufakturwaren hausierte und vordem
Ungestellter der Barmer Straßenba,n war, ein falsches
kinmarkstück in Zahlung zu geben. Er wurde angehalten
ind der Polizei übergeben, die im Besitze des Mannes
inen Beutel mit falschen, anschenend gegossenen Ein⸗,
zwei⸗ und Füns-Markstücken fand. Rieß behauptet, das
alsche Geld von einem Unbekannten in Remscheid erhal⸗
en zu haben. Die Pobizei fahndet nach seinen Helfers—
elfern.
* Arnsberg, 8. März. (Schwierigkeiten einer
zantk.) Der Konkurs der Arnsberger Gewerbebank dürfte
oraussicht ich abgewendet werden. Es sei zu hoffen, daß
je in den nächsten Tagen stattsindende Generalversamm.
ung die Liquidation beschließt. Der verhastete Vorsitzende
zinholt und Direktor Bodenstedt sind inzwischen wieder
us der Untersuchung entlasfen worden. Der stellvertre—
ende Vorfitzende der Ban' wurde in seinem Bett tot auf—
esunden. Es heißt, daß er einem Herzschlage erlegen ist.
* Darmstadt, 8. Mäͤrz. (Der Tod auf den
Schienen.) Heute morgen warf sich die 70jährige Frau
Winter unter die Räder des Eisenbahnzugs Frantfuri
Zabenhausen und wurde sofort getötet. Die Frau soll in
»er letzten Zeit Spuren von Trübsinn gezeigt haben.
*Wiesbaden, 8. März. (Selbssten or d.) In einem
infalle nervöser Ueberreiz heit hat sich der 84jührige Reute:
Franz Heydrich aArschossen
Aus aller Welt.
Der Frauen⸗Messerstecher entdet. Jener Uahold,
er vor zwei Jahren, in den Wonalen Februar und März
909 in Berlin und einze nen Voror en et:va 30 Wesfe.an
entate auf Frauen und Madehen verübt hat und woßg
er größten Anstrengungen und Vorsichtsmaßregenn nicht
rgrifsen werden konnie, ist ermit'elt. Es isi der 28 Jahre
lte Maler Richard Bennewitz, der im Heroͤst vergangenen
zahres wegen einiger ähnlicher Messerstechereien fesig nom⸗
ien worden ist und seitdem in Untersuchungshaft« fitzt.
durch 10 Zeugen ist Bennewitz als jener Mann re'ognos—
iert worden, der vor 2 Jahren, wenn auch nicht alle,
o doch sicher die meisten Refsser-Attentate verübt hat. Der
dewei ist so lückenlos, daß Bennewitz, der alles in Ab—
ede fstellt, als überführt gelten darf.
Die Tat einer Wahnsinnigen. In einem Anfalle
on Geistesgestörtheit hat die 30jhrige Frau dez Schl vs⸗
ecmeisters Schlotfeld in Hannover ihr zweijähriges Söhn
hen im Bett erdrossest und dann versucht, fsich mit ihren
urnd 8 Jahre alten Mädchen in einem tiesen Graben zu
rtränken. Passanten bemertten rechtzeitig das Vorhaben
er Frau und retteten sie und die beiden Mädchen.
Vom Sechstage-Rennen. Im Dresdener Sechstage
dennen siegte das Paar Lorenz-Saldow mit 31 369 Run
en (3314,3 Kilomelen).
Einsturg eines Nenbaues. In Samocz in Ober
hlesien stürzte ein Neubau ein. wobei vier Personen, dar
nter ein eben erst getrautes Paar, getötet wurden. 5*
zersonen wurden schwer verletzt.
Schwerer Unglücksfall. Aus Paris wird berichten
zun Tunnel von Vincennes wurden mehrere Streckenachbei
er von zwei en'gegengesetzt kommenden Zügen überrascht.
zwei von ihnen wurden ge'ötet, sieden schwer verwunden
Erdbeben. Ein Erdbeben in den Bezirken von Orp—
homenos und Livadia (Griechenland) hat großen Schad er
ingerichtet. Die Bewohner wurden in Schrecken gesetzt.
Srotz Regen und Schnee kampieren viele Menschen im
Freien.
Massenvergiftung. Aus Kopenhagen wird gemel⸗
det: In Delsbo (Provinz He'singland) sind nach einem
roßen Festessen über 200 Perfonen an Vergiktungserschei⸗
ungen erlranst. Der Zustand einer Anzahl Erkren'ter iß
efargniserregend. Das Essen war in einer Wir shatt ba
lell worden. Die Resfte der Sveisen werden chemisch un⸗
eriuche
——
—XWBVXWwE
Gerichtszeitung.
F. Die Verurteilung Bocks. Der Angeklagte Bock
wurde wegen vollendeten schweren Sitilichteitsverbrecheue
ι ——————S——
6— Gewitter war vorüber. Draußen war es still ge⸗
borden.
Friedrich trat ein um den Teetisch zu decken, und Cle—⸗
nens wandte sich, fast erschreckt. gegen ihn, um, wie es
chien, ihn wieder hinauszuschicken. F
Elva legte rasch die Hand auf seinen Arm. „Nein,
Jemens, Ruhel Bedenke, was nicht unumgänglich nötig
st, laß nur zwischen uns beiden blesben
Er zuckte die Achseln, und ein truübes Lächeln glitt über
ein blasses Gesicht.
Endlich war auch das überstanden. — Die Gaätten
aßen sich allein gegenüber. Die Stirn in die Hand gelegt,
ie Augen zu Boden gerichtet, saß Clemens an feinem
Schreibtisch und erzaͤhlte mit leiser, tonloser Stimme, wie
illes gekommen war, wie alles kommen mußte. Jene Möge
von der Elba gesprochen, jene Chance des Glücks,
reihm vom Kommerzieurat Rötel, der Freunde Wende—
ins, geboten worden. Es war natürlch ac Spekulation
ewesen, aber eine ganz fichere Sache, die gar nicht miß—
lücken konnte, wenn ein so erfahrener, gewiegter Geschäftsnann
sich darauf einließ. Durchaus reid. Clemens könne
cch absolut darauf verlassen und ihm vertrauen. Schon
vendelins Freundschaft garantierte für Rötel. Außerdem
oͤnnte und sollte sich Clemens nach ihm erkundigen. Dies
at er auch, aber in beschränktem Maße, soweit es ihm mög⸗
ch war, ohne seinen Namen, feine Stellung bei der Sache
u ristieren. — Wenn sie glückte, und ganz mißglücken
onnte sie gar nicht, so gewannen die Interessenten, die
hr Geld hineingesteckt hatten, ein Vermögen. Ein kleines
dapital war freilich dazu erforderlich — so an zehn- bis
wölftausend Mark! Soviel halte Elemens wohl bar zur
berfügung. Soviel konnte er fich auch verschaffen. Es war
as letzte, wie er auch grübelte und überlegte; die Aus—
aben für seine Stellung, die er mit einet Art verzweifelter
cugst sich zu wahren suchte und unter allen Umständen fest⸗
elten wollte, auch die Ausgaben für den Haushalt konn—
en nicht beschränkt werden. Sie wurden veftrten von
em Kapital, welches Elva für die Reute der Perlewitz sich⸗
elegt und nun doch losgelöst hatte, mit bedeutenden Opf
ie Rente selbst mußte fortgezahlt werden. EClemens fürch
ete die böse Zunge der Frau MNan hatte schon entsetzliche
zeispiele erlebt, wo die Ehre ganzer Familien durch solche
emeinsam mit schurkischen Personen geführten Verhand—
ungen vernichtet worden war, wo Erpressungen auf immer
ie Beteiligten in Sorge und große Angst gestürzt hatten
Zeine Vorstellungen waͤren überttseben ohne Zweifel, aber
ckonnte nicht dagegen an. Kurz, er war selbst für die
etaablund dor Won“—
x 3Wweil Fallen und versuchten schweren Sittlichke tsverbr⸗
hens in einem weiteren Fall zu einem Jahre ind drei
Ronaten Gefänznis unler Ancehnung von sechs Mona en
er er ittenen Unter uchnngshaft verurteilt Außerden ift
hm das Recht zur Bekleidung öfsentlicher Aemter arf Die
dauer von drei Jahren aberkannt. Mit Rücksicht auf den
on den Sachverständigen bekundeten kranken Zustand Bocks
vurde vom Gericht der Faftbefehl aufgehoben und er auf
Fien Fuz gesetzt. Der angellagte Lehrer Knöfel wurde
reige prochen. Der Staatsanwalt hatte mit Rücksich auf
as überaus gemeingefährliche Treiben zwei Jahre Zucht
aus und gegen den Lehrer Knöfel ein Jahr Gefängnis
eantragt. — In der Begründung des Urteis wird aus⸗
esührt‘, es sei sebr vinte ernienp Aen In zwölj
on den fünfzehn zur Verhaudlaeng legenben Fällen
nußte Freisprechung erfolgen, da in diesen Fällen Un
üchtugleit bei der Berührung der Maͤdchen nicht mitzu
prechen brauchte. In drei Fällen habe der Angeklagte fich
trafbar gemacht. Die betroffenen Mädchen seien seine
schülerinnen und noch nicht vierzehn Jahre alt gewesen.
bod sei stark erotisch veranlagt, habe auch unzüchtige
deden geführt, ebensolche Handlungen begangen und einige
einer Schülerinnen Personen zugesührt, die später mit den
Ichülerinnen in unzüchtigen Verkehr getreten seien. Boͤ
ei degeneriert und in äußerstem Grade minderwertig und
b*selen ihm mildernde Umftände zugebilligt worden. Er
abe nur noch neun Monate zu verbüßen, daher liege
zluchtvedacht nicht mehr vor. Der Hastbesehl wurde aus
ie em Grunde aufgeyoben. Bezügkich des Lehrers Knösel
vird in der Urteilsbegründung hervorgehoben, daß dieser
a zwei Mädchen unlittliche Handlungen begangen habe
caseit aber nicht ihr Lehrer und die T. chen seien über
erzehn Jahre alt gewesen. Daher liege nur digung
or und es manzele an dem ersorderlichen afantrag
. Aufgehobenes Urteil. Das Reschsgericht hat da
ürteil des Schwurgerichts Beuthen (Oberschlessen) aufgé
oben, durch das der Grubenarbeiter Panor zum Tode
erurteit worden war. Die Aufhebung des Urtels er
olgte weren Ablehn ng e'nes Beweisantrages.
FJ Preßbeleidigungs-Prozetz. Vor dem Schöffenge
icht Ber inMitte wurde eine Privatklage des Thea—
er·Direktors Hagen gegen den Verleger der ‚Großen Glode“
Davidsohu und den verantwortlichen Redaͤtteur Stein—
hal verhandelt. Das Urteil lautete gegen Davidfohn
nif einen Monuat Gefängnis, während bei Sieinthal 866
Nart Seldlirase ür ausreichend erachtet wurden
Arbeiterbewegung.
— Streik der Milchkutscher. Gemäß einem Beschluß
»es Arbeiterrerbandes ist ein Generalstreit der
bilchkursscher in Paris ausgebrochen. Infolge des⸗
en waren nur wenige Wagen zur Abfahrt der auf den
zahnhösen lagernden Milch zur Stelle. Sämtliche Pa—
iser Bahnhöfe find von starken Polizeiposten besebt. Au
em Mont Parnasse-⸗Bahnbof sind von 180 Wagen nur
'd angesahren, auf dem Batignole-Bahnhof nur ein ein
»ger, auf dem Osivah ihof von 120 nur zwei. Auf dem
xleans⸗Bahnhosf und dem Nordbahnhof sind üborhaupi
eine Wagen zur Milchabihr eingetroffeu.
Bon der Luftschiffahrt.
*Um dem MichelinPreis. Der Aviatiker Re
iaux ist mit einem Passagier an Bord von Paris nach
zuy de Dome geflogen. Die Landung erfolgte ohn
wischenfa l bei Nevers. Renaur hat damit den Michel in
ßreis von 100 000 Fr. gewonnen. Er legte 380 Kilo
neter in 53 Stunden 10 Minuten 37 Selunden zurück.
Vermischtes.
SEin Siellvertreter sürs Gefängnis. Ein kausmßn
rischer Agent, der sih fcüher in Bremen Verlehlunzen hatt,
u Schulden kommen lassen, war dort zu einem Mong
de äng is verurteilt worden. Vor Verbüßung se ner Strase
rhiern ner in Breslau eme gute Stetlung, und es war m
aher böchft peinlich, als er nach einiger Zeit vom Gerich
ufgefordert wurde, seine Strase anzuͤrreten. Er suchte iĩich
edoch zu helfen. Mit e nem Gelobeusel ging er in eim
»essere Kaschemme und freundete sich mit einem eben zuge
eisten Handwer ssburschen an. Er nabhm ihn n ene Woh
mung mit, versorgte ihn mit Essen und Trinen und ließ
hu schliezlich bei sich übernachten. Durch so viel Gür—
ind durch das Anerhieten von baren 200 Mart brachte ei
oen Handwer'sburichen, der Mayer hieß, dagu, daß e
ich bereit erkläre, die Strase für einen neuen Freund ab
usi zen. Am nächsten Tag me dele sich denn auch Maqher
intr dem Namen des Agenten bei dem Gesängnis nspet
or und ließ sich enlochen. Der Agent war ihm bis ar
e Pforten des Hauses gefolgt und ging nun, seelenver
müg? über seinen gelungenen Streich, seinen Geshästen
lach. Aber das d'cke Ende kam nach. Dem an ein frei⸗
Vanderleben gewöhnsen jungen Mann gefies es nach e—
ner Zeit in seiner Zelle nicht meyr. Vierzehn Tage —
ielt es der Brave aus, dann hate er genug von dem
raufamen Spiel. Er meldete fich wieder bei dem Gefing
isinspektor und erzähte ihm die ganze Geschichte. Wenn
r fseeslich geglaubt hatle, sosort in Fre hein gesetzt zu wer
en, se batte er sich getäuscht. dein durch das Eintregen
es fallchen Namens in das Kontrollbuch hate er eie
rrundenfässchung begangen. Er wurde in Untersuchungs⸗
Elva horte schwergend zu, wie er wortschweifig über
Dinge, die ja gar nicht zur Sache zu gehören schienen, wie
rabwich, bald hier⸗ bald dorthin, nur um dem furchtbaren
dern der Sache nicht näherkommen zu messen. Sie sah,
die Röte und Blässe auf seinem Gesicht wechselten, wie ab
und zu ein schwerer Atemzug kurz und jäh seine Brust hob,
ind wieder faßte tiefes, heißes Etbarmen ihre gangze Seele.
Lein — neins So ging es nicht — so sollte er sich nicht
uälen. Wissen mußle sie es ja, wie jsollle sie sonst raten,
elfen können! Sie stand auf und trat zu ihm, den Arm
eicht auf seine Schulter legend, so daß sie, nur ein wenig
ber ihn geneigt, sein Gesicht nicht sehen konnte.
„Lieber, lieber Mann,“ bat sie schüchtern, „ich brauche
»as alles nicht so genau zu wissen Saͤge mir kurg, was ich
wissen muß, damit wir überlegen können —*
Er schüttelte sich wie im Fieberschauer. F
„Was du wissen mußt! Ja — murmelte er gequält.
„Und dann, Clemens — sieh, es ist wirklich ganz
leichgültig, ob ich es höre oder memand es hört, ob ich esß
veiß oder niemand es weiß. Vielleicht haft du einen Mord
egangen und jemand im Walde verscharrt,“ scherzten ihre
lassen, bebenden Lippen, „was mein Mitwissen beträfe,
o bedeutet das eben weiter nichts, mein Clemens, als
neine Mitschuld für dich Komm, gib deiner Elva ihren
Teil. Wir tragen es zusammen, daunn ift es leichter, und
)u weißt ja, du hast es selber einmal gesagt, ich habe viel
iatürlichen Verstand, wir wollen darauf bauen, damit rech⸗
ien. Wir werden Hilfe finden. Nur allein, Ciemens, ganz
illein,“ ihre Stimme wurde angstvoller, beklommener, „wir
eide ganz allein müssen wissen, denken, handeln.“ Wie
igenartig beruhigend mußte die tiefe, weiche Stimme auf
hn wirken! — war es Zufall — wohte er 82 — war es
nstinktiv? Sie fühlte, wie sein Saupt, sich ein wenig wen⸗
end, an ihrer Brust ruhte — nur ganz leise, ganz wenig
- aber doch da Ruhe fand.
Mit einem Dankblick zu Gott fuhr sie freier fort: „Ist
s Larssen, dem du — dem du es schuldest? Ilf es Wende⸗
in?“ flüsterte sie bange.
Ihre Augen verdunkelten sich vor Schreck bei diesem
zedanken.
Ach, nein! Nein! Was wollten die bedeuten? Das
ind doch Menschen — wenn nicht Freundel“
Nicht Menschen? Nicht Freunde?“ J
Viel furchtbarer — Entsetzlicher!“ hauchteer.
ꝛ 9.nein. — Für mich gar niht!“ dersherie sie. —
”ie hielt ihn ja in ihren Armen, sie fühlte ja sein SFaupt an
ver —— konnte ihr da denn so Unerträgliches ge
at werden? ——
Abat inmz Mechsp.) bringt Verkehraô wunsche vor, v
eßner Waitdre Tclegrabben. vnd Televhen
abeln.
ei eselr.tar v. Krätke: In der Frage der Wob
ungs dzuschuen sind die Untersuchungen im Gangel
Beife) Was die Froge einer neuen Overpofldirelu ov
ian so müssen wir bei unseren Finanzverhältnifse
iln bishe iten Behörden auskommen. Der Staat
e erklärt zum Schluß. daß er für die Wünscho d
oft⸗Prattifanten eint eten werde.
AerdiagUdr: a⸗n rberaung. Schluß gegen 7 Ub
—
Ans den Kommissionen.
Berlin, 8. März. In der Versicherungsklommissi
ichten heute de Vertre er der Mehrheitsparteien
Nes Kompromiß in der Aer ztefrage. Danach si
ese Materie vore st durch ein Provisorium und ersi sp
er einmal endgeiltig durch en besonderes Gesetz gereg
rden. Die Beziehungen zwiichen Krankenlafsen u
lerzien werden dur h schristlichen Vertrag geordnet. 8
gezahlung anderer Aerzie kann die Kasse ablehnen. S
veun'es die Kasse nicht erheblich mehr belastet, doll
hren Mitg'iedern die Auswahl zwischen mindessens 3.
nerzten sreilafsen. Kommt ein Vertrag zwischen Krank
assen und einer ausreichenden Zahl von Aerzien nicht
unde vder wird ein Vertrag von den Aerzten nicht e
zehalten, so kann die Kasse ermächtigt werden, eine 6
Le stung bis zu zwei Drittolu des cesetzlichen strankeng
des zu gewähren. Obwohl ein Teil des Zentrums die
dompromiß gegenüber noch eine schwankende Haltung
immi, erwariect man doch seine Aunahme schon in
norgigen Sitzung, und falis sich auch das Plenum die
tompromiß anschließt, dürfte das augebliche Provisori
RWlsektsichtein wohl den enrautigen Zustand darstellen
haft genommen und gemensam mit dem Agenten unter
Anklage gestellt. Letzerer wurde zu zwei Mouaten Ge—
sängniß verurteilt, Marer erhielt unter Zubilligung mil—
dernver Umstände sechs Wochen Gesöengnis, die durch die
Untersuchungshaft als verbüßt erachtet wurden. Die 209
Mart hat er sich also nicht ganz leicht verdieut
—LÆASE
— Preußischer Landtag.
Berlin, 8. Maͤrz.
Das Abgeordnetenhaus setzte heute zunachst die aluge⸗
me'ne Besprechung des Kultus-⸗Etats fort und zwar
wurde das Kapitel „Gesandtschafien“ im Etat des Mini
eriums des Aeußeren zur Beratung gestellt. In der De—
datte ertlärte der Kultusminister Trott zu Solz: Die
Zorge um die Erhaltung des konfessionellen Friedens ver⸗
nlaßte uns, bei der Ansiellung von katholischen Geistlichen
m Staatsdienst Vorsicht walten zu lassen, solange wir nicht
bie Zuversicht haben, daß die Kirche ebenso wie der Staat
as zwischen ihr liegende Grenzgebiet mit derjen gen Vor—
icht und Zurückhaltung beachtet, die zur Erhaltung des
yriedens und zur Vermeidung von Konflikten nötig ist
Lebhafter Beifall rechts und links.) Die Erfahrungen de
ehten Zeit haben uns deutlich vor Augen geführt, w
ahe eine solche Konsliktsmöglichkeit liegt bei den katho—
hen Geistlichen, die zugleich im Staaisdienste stehen. 8
ann sich leicht ein Konflikt der Pflicht einstellen und dun
ommi fehr leicht eine Meinurg?n« schiedenheit, und scheß⸗
ch iteht der Konfliu vor der TLüßrßrßrßr.
Siaatsfelretar v. Ktderlen⸗Wacht er nimm der
veußischen Gesandten beim Vatiken, v. Mühlberg, geser
— aus dem Hause in Schutz. Der Gesandf habi
oli und ganz seine Pflicht erfüllt.
Harauf wird die allgemeine Aussprache boenet uud
e ahel ehac und Gesand jchasten bewillige — KNee Neueste Meldungen.
on wind die Beralung des Kultus⸗Etats fortgedht. Berlin, 9. März. Der Zhadtnnordniesehn
ßorbereitung der Wahl eines Oberbürgen n
Deutscher Reichstag. ders —— beschlofsen, der Staditverordue
142. GSiung. ersammlumg die Wiederwahl des bisherigen Oberbur
muiage1 Uhrr. Berin, 8. Maͤn. geifiers guür schner auf zwölf Jahre vorgeschia
Vv Wehenommng henn bu vehen eeeee e
r Absicht, noch einig ß —
Pofte Etats. —5— dwee Zweckverbandsvee handlun
Abg. Grubeer (Itr.): Woenn die Bomten imm em hewrsen Abschluß zu kuhren.
toch innufriedend sind, jo liegt die Schurd auf seiten der M zu der Frage der rusläges
egterung. Sie Vat unseren wertergern Bunschen ein s asdevl d eim Anschiutß an die Ertlä
iienatathe Nar entgegengeset. Auf dem Gebiete zden i e hen vn vn
es VBechmenrechis Reat noch vieles im argen. Redner be⸗ pe anpsen —* Eiuigdungs zwäichen
ruünder einen Amra seiner Partei, den alsbaldige Vop ä bö dahin zu arwarten, daß sogen⸗
gung eines Geseendwurses zur Reuregelung der Dienst * affe die bieher gesorderten Grenzpässe, die
erhaltnise der Reichsrdkamten fordert. Dadurch soll das ree oe —— ausgegeben —** ex
disziplinarverfahren ¶n den ausreichenden Garanuseen v asnlarpaffe werden von den Vertr
nerehen und ßbesonder Rdas Wiedetaufnahmeverfahten. Zulen ad Rdne Fauerxa esrelun Rußland verpflichte
etegelt werden Ferner sondvbei Eintragumgen in die ee J diese —— aufweison,
—— den vean dxr 8* Aden ——— 8 aufzumehmen. Die Fraage der *
iur dann ie Einzeichnung ergen, er Aus wanderer durch Deutschland würrde
velegenheit zur Reußer ng gegebetr J. Weitet fordert der ahr ru sischer Auswand zungen Plagz greisen, nich
Intrag eine Siaistit enverhältnifse der z3enn micht andere Bestimmunsen 2**
Ve e Ve die I Biederholung der der vreubischen eene reee y
ia 8 ehrreeederit ng. dem An⸗ deinone 3 de *8 nea Vurean
Arbg Eickhoff (F. Pp.): Wir werde? ———
rage rnh Im adn der Beift wo iser Spar⸗ oreitete Nachricht, daß r Thin⸗ zeand 338
amleit, aber berechtigte Resormen sollie der Stad setreta. An du hen auscebrochen jeren, beruh e
achl ablehnen uns den verlehr nicht tugsthe ver Berlin, 9. Matz. Die Rachwadt fur den ven
ledner bringt dann die Beschwerden der Eilbrief-⸗An —— en sozialdemotratischen Reichstags⸗Abgeor dneten
ur Sprache und fordert weiler Eintühruna von Mies⸗ zer, wurde aus Montag, den 10. Apriĩ fesigesebt.
clegrammen. Priersburg, Warae. Rach Meldungen aus
Abg. Eichhorn Goz.): Die Poft soll nicht ꝛrxin dauern die chinesischen Zruppenzusau men ziehung.
—— — sondern in erster Linie Verkehesin er erscen Grenze 75 In Hear it zahz
ut sein edner fordert eine Herabsetzung des Ortspor inesische Axtille ie eingetrofsen. νια
g — apd PostscheciGebuhren. Der geplante wNnuehnh Vermuschtes. —
hotendienst der Post wird sich nicht bewähren, da er ansun ver
u teuer ist. Tüchtige untere Ane mittlere enie sollle Mar Sie Re deg ede vn d ee
ian gauch in höheren Stelhngen ufcüden lasen Rch ise adie adt heso ded dewes
Abg. v. Oröͤscher (kons.): Der Etat bietet ein er— b poinchen —* Natuxlich wurden auch mug
euliches Bild. Wir danken dem Staatssekretär, daß er v perapuceee und die gensoren hatten unumter!
aram gewirtschaftet hat. Redner erörtert dann die Be— cher v ee assiche Wochenschrisß mitteut, b
mienverha misse eingehend. unerstüthr den Sigaisfeircia an ir i Ptee tdier Vorjail creign
n der Aufrechterhaltung des Monopols gegenüber den gun ge r eineni Büchlein sämiliche Ah
rivaten Eilbotenanstalten und volemisiert ichließlich gegen ition hatte in Thronbesteigung im Jahre 18
ie Sozialdemokratie 78 y Miiprachen oo
Staatssekresäre v. Krätke: Die Frage des Diszip wengesie it de u einer Seite. Diese Rede
inarrechts wird jetzt geprüft. Wir hoffen bald zu einem e F und Widersprüche, un
krgebnis zu kommen. Eine Wiederholung der Poft un— Io dorge der Schrift, daß diese benrrk
kelegraphensekretär⸗Prüfung zuzulassen, erscheint nicht an de pe auch die Zenur wurde der Abs
ebracht. Ich glaube nichi, daß beim Zusammentritt det en. ehnne dae vud e ut Za
Velwoste Kongresses die Finanzlage aller Länder so gu d e 8 Reiche ein verbotener
ein wird daß nian ein Linheitt ches Welipoft Porto wi W een v
zeschließen können. Diee Schikanen der russischen Postver
valtung bedauern wir lebhast und versuchen, Abhilfe her
eizufülhren. Die Privat-Eilboten Anstalten tragen uns die
kinnahmen in den großen Orten fort. Der Einführung
vn Briestelegrammen stehe ich sympa hisch gegenüber, abe
pie Erwägungen sind noch nicht ab geschlossen Zur Rege⸗
umg des Postschech-Verlehrs wird im nächsten Jahre ein
vese tzes⸗ Vorschlag gemacht.
Abg. Stresemann inl.): Wir sind bereit, die
essrichenen neu angeforderten höheren Beamtenstellen wie
⸗er einzustellen. Die PrivauEilboten⸗Anstalten machen der
Pol leine Konkurrensz.
AsDe ꝓaupujache allo iu:·
Wanen Bis dahin müssen
der Kasse sein. Dann aden
H nicht mehr darin sein — dann ka
*a schafft. — Unter der Hand alles, a
vesihen — meinen Echmuch — ach
n verkäuflich — der sieht ia nur
Ales nicht. — alles nicht,“ jagte
yNach dem Mandver muß ich
xIch weiß das. Rötel hätte dafi
sich verpflichtet —
ensch? fuhr sie totenbleich auf.
CS nichts davon. Bei Gott nicht.
Man weiß nicht weshalb.“
mand noch Berlin, die Sache klarl⸗
taa? Heute ist Mittwoch? Wer?“
J. Ich bin in diesen letzten Tagen
en Kommandeur gefesselt von früh
ist auch das Weniglte. Verloren
ist der Gerissensten einer. Das
ziweite Sorge. Die erste —“
nterbrach sie ihn schaudernd.
v —
Aber als er es dann sagte, als sie das Unfaßliche finden
ollte, da wich sie doch unwillkürlich zurück, da ließ fie sein
haupt fahren, und ihre Augen starrten ihn an, als habe fie
den Mann da mit der schandegeaeichneten Stirn noch nie
zesehen!
„Unterichlagene Regimentsgelder?“
„Es gab einen Fonds im Regiment, aus einer Erb⸗
chaft stammend, Darlehnskasse für jüngere Ofsiziere. Der
Kegimentsadjutant hafte zeitweilig die Verwältung der
dasse — ganz allein. Niemand anders durfte Einsicht neh
nen. Niemand anders zahlen, als er allein, wenn Dar⸗
ehnsgesuche an die Kasse kamen. Der Fonds war nicht
roß — nur fünfzehntausend Mark. Dreitausend ließ ich
arin.“
„Und die Darlehen, wie hoch dürfen sie sein?“ hauchte
Elva mit belebendem Blick.
„Bis hundertundfünfzig Mark.“
„Ah — Clemens — dann, dann könnte man vielleicht
Teinzeln die gelorderten Summen — guszahlen. Das
Fapital allmählich ersetzen,“ stürzten die Worle von ihren
Lippen.
Wenn die Revifion nicht wäre.“ J
„Herr Gott im Himmel! Und wie dachtest du? Wie
konntest du? — Wenn du wußtest — —.“
„Rötel wollte mir, wenn die Sache doch gen alle
ẽrwartung fehl ginge, zu dem bestimmien Tage die zwölf⸗
ausend Mark vorschießen. Ich sollte sie Montag in Sänden
aben — Mittwoch sollten ie — müssen fie in der Kasse
ein.“ —
Sie taumelt ächzend auf ihren Stubl nieder.
„O — ol des Jammers!“
„Da kommt die Depesche,“ fuhr er fort, das Blatt in
den zitternden Händen ballend —Roötel verhaftet. — Ver⸗
lorene Sache. Warum verhaftet? — JIch weiß nichts da⸗
von! Ist es unmöglich, daß mein Name genannt wird —
ist es möglich?“
4MAuch das nochl“
Wie er da sitzt und vor sich hinstarrt — und die Mernen
ꝛippen lautlos bewegt, als zähle er. Da datte i
Traft, ihre Fassung wieder. Da breitet die Liebe we
Flügel aus — ihn zu schützen — zu entschuldigen
s in Menschen Macht liegt zu retten
Noch weiß sie ja nicht wie! Noch ahnt it
mit was! — Aber sie wird ihn retten — wird
— wird eine Entschuldigung vor Gotte;
ind der ihres eigenen Herzens für ihn kn
„So —, mein Clemens, mein liebe,
nir die Last aeteilt — nun werden
ch
vied
nüůft·
aiß
n.
tte
w
D
sel'
vög
lusrüecten an
Das w Jer“
Der dc“ ri
päter — 3*
„Ich weiß,
Er schwieg.
Er schwieg.
Eine Paus⸗
nit Gedanken
chaffen, die sickh
iberstehen — u
Dann hobee
aß mit dem G⸗
Zzügen — die
Ekel in den Lin
senkten gegen d
Er stand a
Nerkte sie es ni
oer Hand ihren
ie wieder finken
„Elvpa, i⸗
reilich nicht ford
AUber ich kann
er Last mein⸗
retion dawn
du dift wagh
Freund, —
8 —
wie sie Ratlosigkeit, Nichtwei
und Kräften wischen zwei
Todesnot und drohender Gefal
wo noch die Minuten so kostban
den schweren Blick gegen sie — w
m und Schmerz in den starken, d
ppen zusammengepreßt — Bitte
. die sich scharf von den Winkel
siartke, volle Kinn.
f und trat zu ihr hin, gan⸗
st oder wollte sie nicht? — Er v
Ehilen, blonden Scheitel berühren
oͤchte dir eine Erklärun gebern
rst. Ich müßte e nun
oͤt, dir gegenüber nicht, und n
rigen Schuld legen, wenn ich ei
che/ aber ich kann mir nicht hel
mir ietzt mehr als das — Ac
ink für dies Wort! Ich kann
ihle. Sagen aber sollst duen
bersprachst, mir am allerletzt
u, dein Kamerad, dein Fre
ne — keine Erklaärungen zu g
r Ansicht, denn mir liegt an d
r sie rasch und rauß. Du
die alerniedriguen Grün
d und Sorge allein für m
warisstiehen, das Unseligite
e Hand ergreifen, die siun
donte wieder sagen, daß
ig sei, —ä— er sich ihretwen·
Nin Mi aε
J
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