Full text : Dudweiler Zeitung

Lokales und Vermischtes.
ind der Bürgermeisterei Dndweiler. Geburten.
tt, S. v Wilhelm Hüttnec, Brgm., J. Alber:
v. Karl Klein, Hilfsbahnsteigsch., H. Math.
v. Bernhard Kreisch, Grubenschl., H. Kath.
ich Gerhard 2. Bgen. Magdalena, T. v. Jak
n. Philipp Theobald, S. v. Phil. Minke 83.
toria, T. v. Julius Staudenraus, Monteur, H.
lnna, T. v. Aug. Jakobs, Weichensieller, J.
Vilhelm, S. v. Karl Luckenbill, Bgin. Marga—
„Karl Hartmann, Bgm. Josef, S v. Jose!
hmd. Paula Luise, T. v. Johann Wolf, Bgin.
in, S. v. Christian Mans 6.. Bgm. Heinz, S
op, 4. Bgm. Karl, S. v. Karl Daud, Bgm.,
S. v. Friedrich Stuhlsatz, Bgm. Karouüne Eli—
.Alwin Harig, Bgm. Gottlieb, S. v. Friedr.
m. H. Frieda Wilhelmina, T. v. Aug. Walter,
Wilhelm, S. v. Philipp Poller b. Bgm. —
Lndwig Aliebenstein, Grubenschmied, mit
rd. Franz Haudt, Bergmann, mit Ch rlotte
ikolaus Monz, Bergmann, mit Christina Schäfer.
ibauer, Postschaffner, mit Berta Paul, Ludwig
gmann, mit Charlotte Pitz. Friedrich Veuter,
r, mit Elisabeth Minnrich, Artur Eli, Berg—
Lina Bleuel. Heinrich Prinz, Bergmann, mit
»au, Jakob Höffler, Mechaniker, mit Maria
Wilhelm Mayer, Bergmaänn, mit Katharina
rl Loero, Backofenbauer, mit Sofie Becker. Franz
ergmann, mit Katharina Schönewolf. Philipp
rgmann, mit Katharina Böcking. — Sterbe—
sohann Jungfleisch, Bergmann. 30 J. a., J.
Nit. Wwe., 69 J. a. H. Berta Ulrich, 8
Poos Konrad Wwe., 71 J. a. Jakob Butz 2.
20 J. a., H. Sillekum Paul, Ehefrau.69

ersammlung. Eingesandt. Wie wir bekannt ge—
i, findet am nächsten Sonntag nachmittag3
ilbau zu Saarbrücken eine allgemeine national—
)lerversammlung statt, in der unser Reichstags—
ssermann sprechen wird. Wir sind überzeugt,
diese Tatsache allein genügen dürfte, um eine
l unserer Parteisreunde am Sonntag in den
ziehen. Denn schon der Name „Baffermann“
olitisches Programm in sich und es gibt wenige
ekannt ist, was Bassermann für die nationalei
 und für unser gesammtes deutsches Vaterhat.
 Wenn noch etwas zu seiner Empfeblung
AUugen dienen kann, so find es die giftigen
Zeutrumspresse gegen unseren Parteiführer,
entblödet, ihn in gehässigster Weise zu ver⸗
Es vergeht kaum ein Tag, an dem die „gute“
ht nit unserem Reichstagskandidaten beschäf—
jat ast den Anschein, als ob das Zentrum
lusgabe gemacht hat, Herrn Bassermamn über—
rfolgen, wo er spricht, um ihn zu beobachten
aützkreditieren. Die beiden hiesigen Zenrumseten
 in diesem edlen Wetteifer einander und
zu sagen, welchem der Preis zuzuerkennen ist.
dort hämisch davon, Bafsermann habe auf der
inem Mandat endlich in Saarbrücken ein
en und man werde alles daran setzen, den
igvogel in die Pfanne zu hauen“. In der
sztue? mißhandelt sogar ein braver Zentrums—
asus. um Bassermann in einem Poem zu
derhöhnen. Derartige Angriffe machen
e dverdienten Parteiführer nur noch lieber
d Irder, der sich ein ungetrübtes Urtei! be—
id sich von einer solchen persönlichen Kampfes⸗
eekelt sühlen. Es gilt daher auch durch eine
tration am Sonntag zu beweisen, daß Basser⸗
erartige Angriffe in unseren Augen nur ge—
und daß die Person derselben viel zu hoch
nisnt dos ihm ein solches Treiben“ etinas

x. Am Sonntag findet im Saale des
Wagner Gasthaus zur Post) seitens des
relia eine Theatervorftellung siatt und zwar
e Drama „Lebendig begraben“ oder „Die
xNMin Szene. Einen Besuch dieser Vor⸗
‚wir nur bestens empfehlen.
uenunst. Ter in Saarbrücken bestens be⸗
Herr Pet. Neuheusel (Saarbrücken 2, Lud,
)atte eine Komposition für Männerchor mit
er deutschen Krieger Fahnenschwur“ heraus—
gut gelungen ist, daß Weneroloberst v.
ihm angetragene Widmung mit Dank an—
mposition wird demnächst im Driuck er⸗
irste dann bei unsern Krieger- und Militär—
tiein in Aufnahme kommen. —
cht. Das gestern vor Island gelegene
egen Norwegen vorgedrungen und hat über
Zentraleuropa ein Sinken des Luftdruckes
ne Furche niederen Drnuckes erstreckt sich
rwegischen Meer durch den Kontinent bis
ater ihrer Einwirkung wird zunächst vor—
netter bei Regen⸗ und Schneesaͤllen herrschen.
Ho Ritterung: Zunäechst noch früh Rerenchimmel⸗Reim

 endlich dahinterkam.
al die Nase hinein, Schimmel-Reim, Ihr
ies Wunder erleben, was Euch da aufge—
iRoheit. Niedertracht, Verbrechertum,
Liebesabenteuern. Und dann stellt Euch
es auf eine Kindesseele wirken muß.“ End—
auer die Sprache wiedergefunden: „Solch
Bengel! Aber ich wills ihm anstreichen
ie Hefte um die Ohren, bis kein Fetzen
ist.“ — „Gemach, mein lieber
»er Lehrer ins Wort: „Das wäre
s Ihr tun könntet. Wem Ihr durch—
Allt, an dem Ihr Euern Zorn auslassen
zuch, sucht die Leute auf, die das elende
ehrieben und gedruckt und verkauft haben
tlichen Schuldigen. Die habens wohl
a ihnen ihre Schundbücher um die Ohren
Zren und Sehen vergeht. Mit Eurem
wir behutsam und fein säuberlich ver—
m geigen, wie albern und verlogen, wie
rlich diese Machwerke sind. Er muß es
rnen, däß wir es gut mit ihm meinen,
n diesem Gift befreien.“
neinen, Herr Lehrer, daß ich ihn nicht
rsperre ich ihn wenigstens zur Strafe
»rwiderte der Bauer.
chimmel⸗Reim, umgekehrt wird ein Schuh
»s freie. Unserer Jugend taugt die
eiten soll der Junge. daß er nicht
'ommt. Aber gönnt ihm auch ein
— Rassschlagen un N—o un*

dendarmen spielen kann. Im Sommer frisches Bad, im
Vinter Schlittschuhlaufen, das werden gute Heilmittel für
zuern Jungen sein. Sollt sehen, wie wir da allmählich
as eingesogene Gift wieder herausbringen, wie Euer
»einrich wieder der alte liebe Junge wird, nur liebevoll
nd verständig müssen wir uns seiner annehmen nach Leib
ind Seele.“
„Aber das sage ich,“ ließ sich nun der Bauer wieder
ernehmen. „außer seinem Kaͤtechismus, seiner Bibel und
einem Lesebuch soll mir der Bengel nichts Gedrucktes mehr
'ns Haus bringen. Ich will's ihm raten!“
„LAehmt's mir nicht für übel, Herr Nachbar“. antwoc⸗—
ete der Lehrer, „wenn ich auch damit nicht einverstauden
in. Seht Ihr, was Ihr da vorhabt, das hieße, das
dind mit dem Bade ausschütten. Euer Junge liest gerne.
ẽr hat einen wahren Lesehumger. Darüber wollen“ wir
ins freuen. Das sind die dümmsten nicht, die von der
'esewut befallen werden. Gerade unsere größten und tüch—
gsten Männern haben in ihrer Jugend mit förmlicher
zier alles verschlungen, was ihnen von Büchern und
chriften unter die Augen kam. Also das Lesen wollen
vir unserer Jugend beileibe nicht verbieten. Nur dafür
vollen wir sorgen, daß sie etwas Vernünftiges und Gutes
u lesen bekommen.“
„Das ist schon gut und recht, aber unsereins versteht
ich nicht so auf die Bücher, daß er immetr wüßte, ob's
das Gutes oder öchlechtes ist.“
„Nun frage ich einen Menschen,“ gab der Lehrer zu—
ück, „wozu sind wir denn eigentlich da? Bloß, daß wir
»en Kindern das Einmaleins und das ABC beibringen?
gch will meinen, daß es auch unsere Aufgabe ist, allen
reuten im Dorfe mit gutem Rat zur Seite zu stehen.
Ind wenn sich's um Bücher handelt dann komint getrost
u uns. Da werden wir schon das Rechte finden. Ge—⸗
ügt Euch der Lehrer noch nicht, so geht meinetwegen zum
Rfarrer; nur sorgt dafür, daß der Junge auf rechtschaffene
Leise seinen Lesehunger stillen kann. — Sagt einmal, ob
s nicht zum Aergern ist: da haben wir hier eine Volks—
ibliothek mit den schänsten, feinsten, neuesten Büchern,
assen nur so drauf, daß wir sie unter die Leute bringen,
ind derweilen geht das junge Volk hin und gibt seine
auer verdienten ader erbettelten, womoglich gar gestohlenen
»„pargroschen dran, um sich mit diesem Schund die Seele
u vergiften! — Die Volksbibliothek — das ist etwas
ir den Heinrich und ich will's offen gestehen; wenn Ihr
uch im Winter auch ein wenig mit den Büchern anfreundet,
»wird es Euch gewiß nichts schaden.“
Der Bauer war nachdonklich geworden und verabschie⸗
ete sich mit ehrlichen Dankesworten von dem Lehrer.
luf dem Heimwege murmelte er ein über das andere
Nal: die vermaledeiten Bücherschreiber! —
Wie er wieder zu Hause am Tische sitzt und eben der
zäuerin von seiner Unterredung mit dem Lehrer erzählt
at, schiebt die ihm, ohne. ein Wort zu jagen, die Zeitung
in und mit dem Zeigefinger deu et sie auf eine fett ge—
ruckte Ueberschrift. Der Schimmel-Reim nimmt das
zatt, setzt sich mit dem Rücken gegen den Tisch, so daß
er schein der Lampe auf die Zeitung fällt, dann füngt er
aut an zu lesen — so pflegte er immer zu tun, wenn er
nernster Stimmung war: „Wieder zwei Opfer der
Schundliteratur! Am Pfingstdienstag wurde im Kölner
Stadtwald die Leiche des neunmährigen Schulknaben Jakob
dammer aus Köln⸗-Lindenthal aufgdfunden. Der arme
Junge war mit einer Hanffchnur erdrosselt, aufgehängt und
ibgeschnitten worden. Das Aufhängen war geschehen, um
en Anschein eines Selbstmordes zu erwecken. Lust⸗ und
daubmord waren ausgeschlossen. Als Täter wurde der
bjährige Laufbursche K. W.., Sohn einer anständigen
jamilie, ermitielt. Er hatte auf dem Titelblatt eines
zchauerromans ein Bild gesehen, wie jemand unter dem
sso den Geist aufgab. Er wollte nach seiner Angabe
in tüchtiger Räuberhauptmann werden und einmal pro⸗
ieren, ob er jemanden, der sich ihm auf seinen Raubzügen
nrgegenstellt beseitigen könnte. Auf Befragen erzählte er,
»aß er viele der berüchtiaten 10-NRfennia-Hefte geseson
ätte“ —
Dem Bauern lief es kalt über den Rücken. Was den
zungen zum Mörder gemacht hatte, waren offenbar die⸗
elben Bücher, die auch sein Heinrich gelesen hatte. Wenn
un sein eigener Sohn — er mochte es nicht ausdenken;
3 wurde ihm siedeheiß. „Gett sei Dank.“ sagte die
zäuerin, „daß wir beizeiten dahinter gekommen sind.“
ANber das sag' ich dir,“ nahm der Bauer das Wort,
aufpassen will ich wie ein Luchs, daß mir von diesem
Dreckzeug nichts mehr ins Haus kommt. Lesen mag der
Funge, soviel er will. Aber wir wollen achthaben auf
as, was er liest. Strafen mag ich ihn auch hicht, seit—
»em mir der Lehrer gesagt hat, daß die vermaldeiten
zücherschreiber die größte Schuld hätten. Aber ernstlich
ins Gewissen reden wollen wir ihm, und morgen muß er
ins die ganze Geschichte aus der Zeitung noch einmal
vorlesen; dann mögen auch der Knecht und die Mädel da—
u kommen und dann will ich ihnen die Bücher da zeigen
ind ihnen sagen, was der Lehrer gesagt: Gift“ uͤnd
zchmutz und Schund ist es uns erstunken und erlogen ist
3 auch; und dann fliegt das ganze Zeug ins Feuer und
»ein Fetzen soll davon uͤberble ben. (Schluß)
Neunkirchen, 1. März. Die Frau des Bergmanns
darl Friisch im nahen Spiesen hat in einem Anfall von
zchwermut ihre 6 Kinder im Alter von einem halben
gahre bis zu acht Jahren durch Halsabschneiden getdtet
ind sich selbst schwer verletzt. Einem der Kinder soll sie
och zuvor Lysol eingegeben haben. Die Frau hat die
at begangen, als der Mann auf Schicht war. Als heute
norgen die Wohnung verschlossen blieb, ließen die Ver—
dandten die Tnre öffnen. Die Frau hat schon im vorigen
fahre in einem Schwermutsan'all versucht, sich zu erträn⸗
en; auch in der letzten Zeit hat sie wieder Schwermut
rkennen lassen.
Illingen, 1. März. Ein bedauerlicher Unglüscksfall
reignete sich in Hosterhof. Der dortige Turnverein hielt
im Sonntag öffentliches Schauturnen ab. Bei den lur—
erischen Uebungen blieb der Bergmann Ludwig Büsch aus
Aterhof mit dem Fuße an der Turnstangk hängen, über—
hlug sich, stürzte zu Boden und blieb besinnungslos liegen.
züsch mußte nach Hause getragen werden. Der Arzt stellte
rhebliche innere Verletzungen fest. Der Zustand des Be—
auernswerten ist ernst. Sofort nach dem schweren Unfalle
yurden die turnerischen Uebungen abgebrochen.
Köln, 1. Mäz. Heute fruüͤh gegen 6 Uhr hat ein 18
ihrlger Hausbursche namens Feypel, der seit kurzem hier
eschäftigt ist, in einem Hause an der Burgmauer den 21
suhre alten Kellner Gehrig im Schlafe überfallen, ermor—
t ujnd berquhbt

steueste Nachrichten und Telegramme.
Berlin, 1. März. Der Gesetzentwurf wegen Zulassung
er Feuerbestattung in Preußen ist dem Abgeordnetenhause
agegangen.
Berlin, 2. März. Messerattentate auf Frauen erregten
or einigen Jahren in Berlin die Bewohner, ohne daß es
amals gelungen wäre, den Verbrecher festzunehmen. Ju
er letzten Zeit hat sich durch einen Zusall der Verdacht
uf, den Maler Richard Bennewitß gelenkt. Der wahr⸗
heinlich geistig nicht ganz zurechnungsfähige Mann stammt
us Magdeburg. Eine Buchhalterin, die seinerzeit über—
illen war, will nach Vorlegung einer Photographie. den
Nesserstecher wieder in der Pholographie erkaunt haben.
Straßburg, 28. Febr. Lin schweres Automobilunglück
rug sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag am
Broglieplatze zu Der dort seit langen Jahren stationierte
Droschkenkutscher Adam Heußner, 61 Jahre alt, zu Neu⸗
»orf wurde von einer Automobildroschke überfahren und
var sofort tot. Das Automobil, das in der Nacht zu den
Maskenbällen möglichst viele Fahrten machen sollee ist all⸗
uschnell gefahren. Der Chauffeur Eamille Pecke, der nicht
innal eine Fahrkarte für den Wageu hatte, wurde verhaf⸗
et. Adam machte mit den 14er Husaren (in Kassel) den
fzeldzug 1870—571 mit und kam später nach Straßburg,
vo er als Droschkenkutscher zum bevorzugten Lieblina des
ahrenden Publikums wurde.
München, 1. März Heute Vormittag wurde in der
Zöchlinstraße die 25jährige Rentiergattin Zimmermann in
hrem Schlafzimmer tot aufgefunden. Ein Dienstmädchen
vurde in ihrer Kammer lebensgefährlich erbrankt angetrof—
en. Frau Zimmermann hatte halte gestern abend aus
her Stadt Wurstwaren mit nach Hause gebracht, welche
iie abends mit ihren beiden Dienstmädchen verzehrte.
Unter den Wurstwaren befand sich auch sogenannte Lun—
zenwurst die anscheinend verdorben gewesen ist. Es ist
inbekannt, wo die Wurst gekauft worden ist. Das zweite
Dienstmädchen, das eine andere Wursisorte gegessen hatte,
olieb gesund.
Zülpich, 2. März. Gestern wurden hier zwei italienische
zahnarbeiter mit Schuß⸗ und Stichwunden tot aufgefunden.
die sind von einem italienischen Bahnarbeiter, der sich
estecn selbst der Polizei gestellt hat, getötet worden.
Münster i. W. 1. März. Pischoͤf Dr. Dingelstadt ist
n einem Unterleibsleiden schwer erkrankt. Sein Zustand
iebt zu den schlimmsten Befürchtung anlaß. Der vVischo
oird morgen 76 Jahre alt.
Imne 1. März. Durch Ausströmen von Gas wurde
ader hiesigen evangelischen Kirche beim Gottesdienst meh⸗
ere Personen ohnmächtig. 20 Personen brachen bewußi—
os zusammen und mußten ins Freie geschafft werden. Di⸗
Arsache des Unfalles konnte noch nicht festgestellt werden.
Berlin, 2. März. Dem preußischen Abgeordne ten⸗
jaus ist der Gesetzeniwsstrf über die srulra
ive Fenuerbestattung zugegangen.
Petersburg, 2. März. Der Kongreß der Ver—
eter des russischen Adeüs nahm eine Resolution an,
mder der bedingungslose Ausssschluß der Juden,
Abst wenn sie ihre Konfesüon wechselten, von allen Sigats
intern gesetzgeberischer Tätigkeit, sowle von der Militdr⸗
flicht gefordert wirb. Der Antrag, die Juden als Aus
änder anzusehen, wurde abgelehnt.
Amsterdam, 2. März. Bei der Zweiten Kammer g
etzt eine Vorlage betreffs einer Verbrauchssteue
uf Tabat und Zigarren eingereicht worden. Di—
teuer wird zehn Prozent des Verkaufswertes betragen.
ihr Erlös wird auf zwei Millionen Gulden veranschlagt
'as Eesetz soll ab 1. Januar 1912 Anwendung finden
abalsverkäufe behufs direkten Versands nach hdem ANus
and werden nicht besteuert.
Athen, 2. März. Ministerpräsident Veniselos
rklärte in der Kammer, das Kabinett werde zu—
üccktreten, wenn die Kammer die von der Verfas⸗
ungskommission an den von der Regierung eingebrachten
Sesetzentwurf zur Revision der Verfassung vorgenommenen
Abänderungen annehmen sollte.
Uesküb, 2. März. Auch von Patschin wird der Ein⸗
all einer bulgarischen Bande gemeldet. Von
zalanka, Katschana und Kumanowo ist Militär zu deren
glockierung abkommandiert worden. Zur Verteilung in
»ulgarische Dörfer trafen 100 Gendarmen ein.
Budapest, 1. Wärz. In Saliua wurde die schwe
ftranke Beamtenfrau Gautz in Abwesenheit ihres Gatten
don ihren beiden Dienstmädchen üderfaͤllen nund mit Cloron
'orm betäubbl. Sodann wurde die Wohnung von den
eiden Mädchen auszeraubt, worauf die Verhrecherinne
ntflohen.
Innsbruck, 1. März. Nächst der Ortschaft Kappl
st eine Lawine niedergegangen, wobei mehrere Personen
»Lebensgefahr gerieten Ein Bauer wurde getötet.
Madrid, 2. Maͤrz. Canalejes erklärte dem Korrespon—
enten des „Matin“: Wir werden unsere Richtung, die
vir mit Uebernahme der Regierungsgewalt befolgt haben,
uch weiterhin unbeirrt festhalten, Man spricht zu Unrecht
on einer Krisis, denn es ist keine Aussicht vorganden, daß
vir die Regierungsgewalt niederlegen. Ich bin mehe denn
e entschlossen, meine Ardeit fortzusetzen und bin keineswegs
ntmutigt. Ich werde auf die Regierungsgewalt nicht ver—
ichten, so lange ich mit dem Parlament einig bin, denn
ch habe bisher kein wirkliches Hindernis auf diefsem Wege
efunden.
Konstantinopel, 1. März. Die griechischetürkischen
zwischensälle mehren sich in besorgniserregender Weise.
hassan Bey, der Bruder des ehemaligen Großvesirs Hilmi
Zzascha wurde auf Mutilene von einem Griechen ermordet
der Tanin teilte heute mit, zwei türkische Nizams seien
iach einem Grenzkonflikt von griechischen Soldaten nach
»em Wachthause geschleppt und dort getötet worden. Das
inswärtige Amt ordnet eine eingehende Untersuchung des
zalles an und versprach, energische Schritte zu tun, wenn
ich die Sache so zugetragen haben sollie.
Konstantinopel, 2, März. Der Weltreisende Konstan—
in Weltschikow, der im Jahre 18903 von Sofia aufbrach,
im zu Fuß um die Erde zu wandern, traf gestern hier ein
achdem er alle 8 Erdteile durchquert hatte.
Kopenhagen, 2. März. Der dänische Frachtdampfe
„Margarethe“, der von Grimsby nach Aaalborg unterwegt
var, ist während der Stürme der letzten Tage untergegangen
Die 18 Mann starke Besatzung des Schiffes ist ertrunken
Newyork, 1 März. Zwei maskirte und bewaffnete
zanditen hielten gestern Abend einen Extrazug bei St.
louis an und plünderten die Reisenden aus. Sie erbeu—
eten aber nur 4000 D., mit denen sie flohen.

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Der Plan für
bei km. 21,4 der Sau.
Bemeinde Dudweiler beleqg
dem Vermessungsregister in d
bis einschließlich 12. März
amt Dudweiler — Zimmer Nr. 8ß — mn⸗
sicht aus.
Während dieser Zeit kann jeder Beteiligte nfang
eines Interesses Einwendungen gegen den Plan erheben.
olche Einwendnngen sind bei dem unterzeichneten Buͤrger⸗
neister schristlich einzureichen oder mündlich zu Protokou zu
erklären.
Dudweiler, den 24. Februar 1911.
Der Bürgermeister amnp standesbeamte.
Jost.

Theater Aufführung
jeater Aufführung.
Sonntag den 5. d. Mts. veranstaltet der „Club
Fidelia“ im Vereinslokal Naffauer Hof einen großen Lust⸗
pielabend. Zur Aufführung gelanat
* 2
Sie weisz etwas
Lustspiel in 4 Akten.
Kassenerbffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr.
Eintritispreise: Res. Platz 75, 1. 60 Pfg., 2. 80 Pfg.
Auf besonderen Wunsch unserer verehrl. Theaterfreund⸗
diesen Lusispielabend veranstaltend ladet hierzu höfl. ein
Club „Fidelia“.
Evang. Frauenverein Dudweiler
(Frauenhülfe)
sSonntag, den 5. März, nachmittags 3 Uhr
General⸗Versammlung
nit Kaffeetrinken im Waisenheim.
Herr Direktor Zarth⸗Saarbrücken wird einen Vortrag
halten über das Thema: „Die Frauen und die Volks
gesundheit“.
Um zahlreichen Besnch bittet der Vorstand.
krlegerVeresn
3238
— —
Budweller.
Am Sonntaq, den 8. März,
abends 8 Uhr veranstalten die
Theaterspieler des Kriegervereins
Dudweiler im Saale der Frau
Witwe Riedschy eine
Wohltätigkeits⸗Theater⸗
Vorstellung.
?s kommt zur Aufführung:
1. Thusnelda, die Tochter des Blinden;
Schauspiel in 5 Akten.
2. Die drei Dorfschönen, lustiges Gesangstück in 1 Akb⸗
3. Der Eierpunsch, Lustspiel in 1 Akt.
Der Gesindeball, heiteres Gesangs-Ensemble.
Preise der Plätze:
1. Platz 75 Pig., 2. Platz 60 Pfa, 3. Platz 30 Vfg
Kassenöffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr.
Nachmittags um 83 Uhr Kindes vorstellung,
wobei das fünfaktige Schauspiel zur Aufführung gelangt.
Eintrittspreis für Kinder 10 pfg.
Wir bitten die verehrten Einwohner, ung in diesem
Anternehmen gütigst unterstützen zu wollen.
Die Theaterspieler des Kriegervereins
dudweiler.
— — ——— 8 —
fir d
Konfirmanden⸗ un
Kommunikanten⸗Hüte
von 90 pfg. an bis Muk. 4.50.
ferner: Kragen, Krawatten,
Manschetten, Hosenträger.
.
J. Schwemmle,
zchneidermeister.
—

— 4
N. Bettingen, Sudstr. 40
Ichneiderei nach Maß
ftür feine
herrenbekleidung und Uniformen
Großes Lager in Stoff⸗Veuheiten
Parade⸗Ausrüstungen
für Beamte u. Beraleunte.

ITEin Herren⸗ Capes —.. —
vurde am Samstag Abend im IVD dipen M
Läcilien⸗Verein verwechselt. se obinonbau Eloktrot schnik,
Abzugeben, bezw. umgutau⸗ Automobiibau, Brlokeonbau.
hen im Gasthaus KRiedschy — —

Sehr gut. Verdiense Sehr gut. Verdiens
Unständ. Mädchen oder Frau ordt. jung. od. ält. Mann (event
event. Ehepaar) zur Ausbildung Ehepaar) zur Ausbildung als Bade
ls Bademeisterin und Masseus⸗ meister und Masseur sof. od. später
fort oder später gesucht. Nach gesucht. Nach d. Kursus Stellung
m Kursus Stellunge Pickert,l Hickert, Kiel Soanilan e

1 — !4⏑

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