in, ruft „Scheusal!“ und verschwindet. — Auf dem
rastand: „Rechnung der städtischen Gaswerke. Für
gas im Oktober 0,75 Markf.“
Lokales und Vermischtes.
istnachtdienstag. Das Wetter, welches jeden Au—
mit seinen regenschwangeren Wolken, die ab und zu
kleine „Soritzerchen“ herabsandten, recht bedrohlich
hatte doch ein gütiges Einsehen. In buntem
einander wogte es auf den Straßen, Klein und Groß,
und Alt. Masken in recht humoristischem Anstriche
gen unsere Straßen und hielten das Leben und
bis zur Dunkelheit fest. In den Tanzlokafaltete
sich darauf ein munteres, zwangloses und
es Leben. Wie man es hier ja gewohnt ist, sind
me Vorkommnisse nicht zu verzeichnen. — Und nun?
itiwoch! Die Alltäglichkeit, mit der der Ernst des
nnig verknüpft ist, tritt wieder in seine Rechte
wppschaftliches. Vom Saarbrücker Knappschaftsurde
im Monat Sept. an Krankengeld an die Mit—
des Steinkohlenbergwerks gezahlt:
yrinz . 194,15 Mk.
rdt .. 064, 90
der Heyd 2903, 35
eiler 5016
d 005, 63
381589
975.91
989,93
chschal 138,23
orn. 258,34
ausen .. 073,04
hausen .. 678,98
ei, Hafen p.p.. 36,85
uind Wasserwerke 299,10
Zusammen: 67 085345 Mif
ag des Herrn Landrals im Saalbau. Wie uns
bteilung der Deutschen Koloniolgesellschaft mit—
am kommenden Freitag, den 83. März Herr Land—
iquel im großen Saale des Saalbaues einen
vortrag über unsere Kolonie Deutsch-Ostafrika
er im Jahre 1907 zu Studienzwecken 8ß Monate
Der Vortrag war ursprünglich nur für den
reis des Kolonialvcreins bestimmt, dessen Vor—
derr Landrat angehört, weil die Eintrittsbe ding⸗
en Verein so äußerst günstige sind, — für 2
esbeitrag freier Eintritt mit allen Angehörigen
igen — daß man seitens des Vorstandes an—
jand, dem die Bedeutung unserer Kolonial- nnd
itigung klar geworden sei, würde versäumen,
itt zu erklären, um so mehr als die Deutsche
esellschaft neben ihrer Propaganda in Wort und
»edeutendem Maße werklätig fördernd in un—
in eingreift und dafür im Laufe ihres Beste—
viele Millionen Mark aus ihren Mitteln auf ⸗
Da jedoch der in diesem Sinne gehaltene
)en die hiesige Abteilung im vorigen Rovember
scheinbar noch nicht uüberall genügende Ver—
inden hat, ist auf Wunsch des Herrn Redners
nunmehr auch Nichtmitgliedern freigegeben.
lInochrichten. Der Fahrsteiger Braun des
ergwerkes Sulzbach ist auf seinen Antrag vom
l ad in den Ruhestand versetzt worden. —
ausmeister Zimmermann des Bergwerks Reden
April d. J. in den Ruhestand.
emeines Abzeichen der deutschen Turner⸗
ren Ausschuß herstellen lassen.“Es zeigt auf
rotem Schild die Buchstaben D. T. in Gold
auf weißem Grunde zwischen grünen Eichen—
Turnerkreuz.
uerung auf dem Gebiete der Wohlfahrtsein—
dfichtigt die hiesige Grubenverwaltung einzu—
e Kochküche soll bei den Schlafhäusern einge—
in welcher täglich für 400 Personen Mittag—
bird. Zur Versorgung diefer Kochküche mit
he soll auf der Grube eine Meggerei errichtet
veise soll das zu schlachtende Vieh selbstge—
a Leserkreise erhalten wir nachstehende kleine
oder Bitte um Veröffentlichung.
szchimmel⸗Reim endlich dahinterkam.
r Kuckuck, wo der Schlingel, der Heinrich
rief der Schimmel-Reim — so nannten sie
eimann im ganzen Dorfe wegen seiner beiden
abei schirrte er die Pferde an, um aufs Feld
zeit einer halben Stunde suche ich ihn,“ gab
rück, „er ist wie weggeblasen.“
Jungen nur gefahren ist? Reineweg wie um⸗
eit einiger Zeit. Früher brauchte ich nur
rich, wir wollen aufs Feld,“ wie ein Wind⸗
im Pferdestall, und ehe ich's mich versah,
immel angespannt. Der Junge war
der Knecht. Aber jetzt ist nichts mehr
gen. Man kriegt ihn überhaupt kaum mehr
Und dann steht er verdöst da und packt
uui.“
ich nicht, der Heinrich kann einem nicht
Auge sehen und Ausdrücke hat er am Le be,
en Ohren nicht traue.“
el war ja schon immer etwas stark im Halhne,
wird's mir doch ein wenig zu bunt. Der
an, ganz dreiköppig zu werden. Der
uf der Straße angesprochen. „Schimmel—
agt „was hat's nur mit dem Heinrich? Der
r nicht mehr. Er ist set kurzem zerfahcen
.“ Erst wolli' ich's nicht wahr haben.
ußt ich mir selber sagen, mag schon stim—
hrer von dem Heinrich seogt.
der Bauer die Leine in die Hand und fuhr
»x hinaus. „Schick ihn nach, sobald er sich
er seiner Frau noch zu.
ließ sich sobald nicht blicken. Der Mutter
J zumute. — Es fängt schon an dämmerig
IAtnoch einmal durch die Stalle. Von Heinrich
gehe zur Scheune, die ein wenig abseits
genklettert sie jinauf zum Boden. Richke
sizt der Junge, ihr den Rücken zuge—
auf beide ände g stützt. „Heinrich was,
lich du?, Wie da der Junge Zusammen—
ysten Augenblick fliegt etwas in die Ecke
auf und fängt an zu siottern: „Ich, ich
et ihn die Bäuerin nicht kommen. Sie hat
backt und schüttelte ihn etwas unsansft.
ewwas du da weggeworfen hast.“ herrscht
sie überlegt's sich anders, greift selber in
ce und ein Büchlein nach dem andern
ageslicht hervor. Wie ein verstockter
ainge dabei, als sie nun die Hefte be
rachtet und die Titel liest: „Kapitän Morgan,“ „Buffallo
ill,“ „Texas Jack,“ „Nick Crter,“ „Richard Heckmann,
enannt der Würger,“ „Räuberhauptmann Josef Boja—
owsky“ und so geht es weiter. Wohl ein ganzes
)utzend dieser Hefte tauchen aus dem verschwiegenen Winkel
uf. Und jedes ist mit grausigen Bildern bemalt, auf denen
»gend eine Mord- oder Greueltat zu sehen ist. Es war
icht die Art der Bänerin, ihren Kindern Vorhaltungen zu
nachen. Das pflegte sie dem Vater zu überlassen. „Komm
etzt,“ sagte sie kurz. Dann schritt sie die Bücher in der
rinken, voran. —.
Beim Abendbrot fiel kein Wort über die ganze Sache.
zchimmel⸗ Reim und seine Frau liebten es nicht, in Gegen—
vart des Gesindes über ihre Kinder zu sprechen. Wie der
kisch abgeräumt war, Knecht und Mägde sich entfern'
„atten, die Kinder zum Schlafen nach oben geschickt waren,
solte die Mutter die Hefte aus dem obersten Kommoden—
ache und legte sie vor din Bauern hin und erzählte, wo
ie das Zeug gefunden hätte. — Ver Bauer haätte vor
illem, was gedruckt stand, eine sehr große Hochachtung.
Unwillkürlich meinte er, „wenn's gedruckt ist, muß doch was
Wahres und Rechtschaffenes dran sein.“ Auch imponierte⸗
es ihn im Grunde. daß sein Dreizehnjähriger schon so eif—
ig Bücher las. Kurzum, der Bauer konnte mit sich selbs
iicht ins Reine kommen, ob er sich über die Lesewut seines
deinrich freuen oder ärgern sollte. „Das Beste wird halt
ein,“ fing er nach einer Pause an, ich gehe mal zum
rehrer und frage den nach der Geschichte. Der muß fich
och darauf verstehen.“ — Na also, Schimmel-⸗Reim nahm
eie Mütze vom Nagel und ging spornstreichs ins Schulhaus
von langem Aufschieben war er kein Freund.
Etwas umständlich erzählt er dem Lehrer die Sache
Zeigt nur die Hefte her,“ sagt dieser. Der Bauer knöpf
ie Joppe auf und zieht gemächlich die schmutzigen Dinger
us der Tasche. Kaum hat der Lehrer einen Blick auf si«
eworfen, da fährt er auf wie von der Tarantel gestochen
Schimmel-⸗Reim, Wißt Ihr, was das ist? Gift ist es, töd—
iches Gift für Euern Jungen; seine ganze Kiadesseel
ann's ihm zu Grunde richten. Schmutz ist es, elender
immerlicher Schmutz, der die Phantasie Eures Kindes ir
zrund und Boden verderben kann. Erstunken und erlogen
t es, was in den Büchern steht. Schund ist es samt und
inders; der ganze Krempel ist nicht einen roten Heller
ert; eins rate ich Euch: steckt den papierenen Schwindel
us Feuer, ehe er weiteres Unheil anrichten kann.“ — Der
Zauer saß da wie eine Bildsäule und starrte den Lehrer
in, der mit großen Schritten in der Stube auf und abging
ind kaum seine Erregung meistern konnte. Den Bauern
ȟrgte es im Halse, kein Wort brachte er heraus. Schon
ing der Lehrer aufs neue an: „Nun ist mir's mit einma'
lar, was in den Heinrich gefahren ist, was den Jungen
o verwandelt hat. Hier das Gift hat er eingesogen,“ und
‚amit schlug der Lehrer mit der Faust auf die Hefte, als
vollte er einen Feind zu Boden schlagen, „hier das Giff
yat den Heinrich so zerfahren und verlogen, so aufsässis
wemacht
Schluß folgt.
Falsche Zwanzigmarkstücke sind an verschiedenen
Zlätzen in Verkehr gebracht. Sie tragen das Bildnis des
daifers, das MünzzeichenA und die Jahreszahl 1903; das
Netall besteht aus eine Goldlegierung und ist gegossen
die Unechtseit der Stücke ist außer dem nur 6,6 Gramm
etragenden Gewicht an dem körnigen Aussehen dee freien
Flächen, den nicht scharf abgegrenzten Rändern und Buch—
saben der Uaschrist, namentlich der Bildfläche erkenntlich
Camphausen, 27. Febr. Nachstehende Lehrhauer der
vruben Camphausen und Brefeld haben die Hauerprobe
estanden und wurden daher vom 1. Februar 1911 ab zr
Lollhauern ernannt: Andreas Jacobs, Oppen; Karl Wunn
dudweiler; Blasius Schirra, Aschta; Peter Lehberger
Zaierschied; Johann Backes, Quierschied; Johann Reichert,
voldach; Georg Frank, Marpingen; Matthias Weisgerber
Zerschweiler und Christian Schmitt, Eidenborn.
Saarbrücken. 25. Febr. Strafkammer. Der Fabrik—
rbeiter Nikolaus Loues aus St. Barbara gibt zu, in
Differdingen, Eroßherzogt. Luxemburg, am17. Januar dieses
Jahres unter Benützung eines Falschlüssels einen Geld—
»eutel mit 14 Mark, einen Revolber, Kleider und Wäsche⸗
tücke in betrügerischer Absichi sich wiederrechtlich zugeeignet
u haben. Louis, der schon einmal vorbestraft ist, verfällt
n Gefängnisstrafe von 6 Monaten, von denen einen Mo—
tat als in der Untersuchuagshaft verbüßt angesehen wird.
— Die 1886 zu Wiesbach geborene standeslose Katharina
zecker zu Nalbach kam unter die Anklage, am 11. Oktober
910 vor dem Amisgericht zu Leboch einen ihr auferlegten
rid fahrlässig durch unwahre Angaben falsch geschworen
u haben. Es handelte sich um einen Offenbahrungseid.
Die Beweisaufnahme ergibt, daß die Becker in gutem
blauben ihre Aussage gemacht. Es erfolzt die kosten—
ose Freisprechung der Angeklagten.
Saarbrüchen, 28. Jan. Wie die Saarbr. Zeitung
erfährt, ist im Dragoner-Regiment 7 der Typhus ausge—
hrochen. Bis jetzt sind mit Sicherheit drei Typhusertrank—
ingen festgestellt. Die umfassendsten Maßnahmen sind so—
ort angeordnet worden, um eine weitere Ansdehnung der
drankheit zu verhüten. Die erkrankten Soldaten liegen
soliert im hiesigen Garnifonlazarett, während die Mann—
chaften, denen die Erkrankten angehören, streng von den
ibrigen Soldaten abgeschlossen wurden.
Louisenthal, 28. Febr. Im Tanzsaal hat der Allbe—
vinger Tod vorgestern übend die Frau des Glasmachers
erges überrascht. In fröhlicher Stimmung, eifrig tanzend,
ihlte sich die Frau am Schlusse eines Tanzes etwas unwohl,
»daß sie sich auf einen Stuhl sezen mußte. Kurze Zeit
Ȋter sank der Kopf der Frau auf die Seite; man eilte
inzu, fand aber nur noch eine Tote. Der schnell hinzu⸗
ezogene Arzt Herr Dr. Weiller stellte Tod durch Herzichlag
est. Sechs kleine Kinder, von denen erst ein Mädchen aus
er Schule ist, beklagen den Tod ihrer Mutter.
Friedrichsthal, 28. Febr. Am Sonntag abend geriet
in unverheirateter Väckergeselle in betrunkenem Zustande
nter einen Straßenbahnwagen, wobei er so schwere Kopf⸗
erlezungen davontrug, daß er wenige Stunden darauf
erschied.
* Köln, 28. Febr. Oedländerei-Kulturi d
Jeinische Provinzial-Verwaltung beabsichtigt, der Anreg—
ng des Kaisers folgend, große COedländereien zu kulti—
ieren. Zu diesem Zweck haben bereits Vertreter der »te—
ierung und der Vrovinzial-Verwaltunz einen großen
and-Kompler, mehrere tausend Morgen, in der Umgeb—
ag von Malmedy und Montjuie besichtigt. Die Aus—
ihrung der Kultmrarbeiten soll durch die Gefsangenen der
zrov nzial⸗Arbeitsanstalt erfolgen.
* Bonn, 28. Febr. (Rie bes drama.) Der 27 Jahre
lte Porzellandreher Gregor Hauptmann aus Bromuth in
zöhmen hat nach der Rückkehr von enem Maskenballein
einer Wohnung seine Geliebte, die 27 Jahre al'ie Agnes
remer aus Köln, durch zwei Schüsse in die Brust ge—
net und darauf einen Selbstmordversuch verübt, indem er
h zwei Schüsse in den Hinterkopf beibrachte. Er wurd.
bensgefährlich verletzt in die Klinik gebracht.
IN
—
Volklingen, 28. Febr. Der Bergmann Oskar Newi—
er von hier wurde am Samstag abend im Walde zwischer
zölklingen und Altenkessel von drei Strolchen angegriffen
ind mit einem Messer übel zugerichtet worden. Die Täd—
er sind unerkannt entkommen.
* Duisburg, 28. Febr. (Die Kohlendiebtähle.)
Die Kohlendiebstähle im Rubrbafenmagazin der
Firma Schroers stellen sich als erheblicher heraus, al—
nan anfänglich angenommen hatte. Es wurde bis ietz
estgestellt, daß von den beiden verhafteten Meistern 9000
zentner Kohlen unterschlagen worden sind. Die Unier
chlagungen reichen bis 1906 zurück.
*Aus dem Rheingau, 28. Febr (Das schlecht
Weinjahr.) Die Stadtverordnesen von Eltvil'e hab
900 Mark zur Winterbekämpfung der Rebschädinge be
villigt mit der Maßnahme, daß bei den eventrell zurüc
uzahlenden Vorlagen der Gemeinde die stienerzahlende
zürger bis zum Steuerbetrage von 2100 Mark unberüé
chtigt bleiben sollen. — Die Stadtvorordueten von Rü
esheim bewi liaten ebenfalls 3000 M. und nahmen ein
Irtsstatut an, das die Bekämpfung zur Gemeindesach
racht. — Die Stimmung, der Winzer ift in einer auf Ein
adung des Kreisamtes veranstalteten Winzerversammlun
n Heppenheim deutsich zum Ausdruck gekommen. Gleid
ah Gräffnung der Nersommlrna machte sich eine Erreg
inz gegen d'e Rat'chl'ge der Behärde gestend Die Op
osirion werde so star?. das der Notir a des Landwimn
Neueste achrichten und Telegramme.
Berlin, 1. März. An Stelle des verstorbenen sozial—
»emokratischen Reichstags-⸗Abgeordneten und Stadtverodneten
Paul Singer wurde gestern der Krankenkassen-Rendans
Itto Büchner als Reichstagkandidat der Sozialisten im 4
Berliner Reichstagewahlbezirk aufgestellt.
Wesel, 1. März. Hier wurde der Vaumeister Kann
aus Kiel im D⸗-Zuge in dem Wagenabteil 1. Klasse
ichwerverletzt aufgefurden. Er haite sich mit einer Brow—
iingspistole in den Unterleib geschosfen und die Waffe
‚ann aus dem Fenster gewerfen. Er starb auf dem
cranzport zum Krankenhause. Aus den vorfundener
briefen geht hervor, daß er den Selbstmord geplant hat
Nürnberg, 1. März. Der König Ferdinand von Bul—
garien, der sich auf der Rückreise von Koburg nach Sofio
„efand, wurde gestern Abend inn Speisewagen des D-Zuges
n Nürnberg von Erlanger Studenten belöstigt Die Stu—
nenten versuchten maskiert in den Speisewagen bis zum
dönig vorzudringen, um diesem, anscheinend aus Ulk, eine
)wation darzubringen. Bevor aber die Studenten ihr Vor—
aben zur Ausführung bringen konnten, wurden sie aus
Jeranlassung des Königs und seines Gefolges aus dem
S„peisewagen herausgedrängt. Die unliebsame Scene erregte
m Zuge großes Aufsehen. Spätec erfolgte durch Zugbeamte
ie Feststelung der Namen der Studenten. Während König
Ferdinand sich im Speisewagen befand, war dieser für jeder—
nann geöffnet.
Innsbruck, 28. Febr. Infolge Schneesturmes ist der
Wiener Mittags-Schnellzug am Fieberbrunn stecken geblie—
den. Am Finstermunzbach wurde die Straße durch eine
Lawine verschüttet.
Zürich, 28. Febr. Im hiesigen Hauptbahnhof wurde
eine Sacharinschmugglerbande verhaftet, die nachOesterreich
ind Deutschland aroße Mengen Sacharin eingeschmuggeli
aiten.
WMien, 1. März. Graf Aehrenthal war im vergangenen
derbst an Influenza erkrankt, durch die als Folgeerschein—
ingen seiner Gehörnerven stark gelitten haben. Der Arzt
at ein mehrmonatliches Ausspannen aller Arbeit verordiet.
Graf Aehrenthal wird nun seinen Urlaub von 2
Monaten Zin Abbazzia in vollständiger zurückgezogenheit
»cerbringen. Mit der Leitung der Geschäfte det Ministeri—
ims des Aeußeren wird interimistischer Botschafter in Kon—
tantinopel Graf Pallavicini betraut werden.
Charleroi, 1. März. In der Nacht zum Diens—
ag ist in Campremy ein Verbrechen verübt worden. Die
Verbrecher drangen in den Pfarrhof ein und ermordeten
den katholischen Pfarrer und seine 65jährigen Wirschafterin.
Ddie Mörder sind unter Mitnahme einer bedeutende Geld—
ummen und me hrerer kirchlicher Gegenstände geflohen.
ẽs fehlt bisher noch jede Spur von ihnen.
Petersburg, 27. Febt. Heute Nacht wurde eine An—
ahl Arbeiter und Studenden verhaftet. Die Apothek⸗
Abramowitsch wurde polizeilich geschlossen. Der Sohn de
Besizers, ein Student, wurde wegen dem geplanten Ape—
hekersstreik verhaftet.
Petershurg, 28. Febr. Von den 500 auf einer Eis—
cholle in dem finnischen Meerbusen abgetriebenen Fischen
ind bisher etwa 120 auf zwei Eisschollen an Land ge—
rieben worden. Die übrigen treiben auf verschiedenen
Schöollen, in die sich die große Scholle geteilt hat, au
soher See umher. Man hofft, sie noch zu retten. Im—
nerhin find bereits über hundert Fischer und Pferde er—
runken.
Belgrad, 28. Febr. Das vom dem deutscher
Zesandten gestellte Ulttimatum um Genugtuung durch den
Kriegsminister sfollte gestern abend 10 Uhr ablaufen. Un
8 Uhr wurde der Gesandte von der Regierung verständigt
daß der Kriegsminister zurückgetreten sei. Das Ultimatun
wurde der Oeffentlichkeit heute Nechmittag zusammen mi
der Ernennung des neuen Kriegsministers bekannt gegeben
Das Ultimatum forderte, daß binnen zwei Tagen der Kriegs
ninister seine Beschuldigungen vor Skuptschina zurücknehm
und sein Vedauern ausspreche, sowie einen Entschuldigungs
desuch bei dem Gesandten mache, oder wenn er dies uich
volle, vom Amte zurücktrete. Wenn Beides nicht geschehe,
verde der Gesandte nach dem Ablauf der gestellten Frist
abreisen. Durch die Demission des Krieqfsministers ist die
Sache nun geregelt.
New York, 1. März. Die Bubonenpest ist in den
Vereinigten Staaten aufgetreten. Bis jetzt sind 16 Fälle
n der Nähe von Washington festgestellt worden. Es steh.
noch nicht fest, auf welchem Wege die Epidemie in die
Vereinigten Staaten getrungen ist. Alle Vorsichtsmaßnah—
nen sind getroffen, um die Verbreitung der Seuche zu ver—
zindern
Bekanntmachung.
Bei einer um 28. ds. Mts. auf dem Güterbahnhof zu
St. Johann aus Mele (Hanover) und Essen eingetroffenen
Sendung von Schlachtschweinen ist amtstierärztlich Manlind
Klauenseuche, bezw. der dringende Verdacht dieser
Zeuche festgestellt worden. Die nötigen Schutzmaßregeln
ind angeordnet.
Saarbrücken, den 24. Februar 1911.
Königliche Polizeidirektion.
J. A.: gez. Schlesinger.
Vorstehendes wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis
ebracht
Dudweiler, den 26. Februar 1911.
die Polizei⸗Verwaltung:
»Buüurgermeist⸗er. Jost
vlbehtunde
E
—UI
ttatt, in welcher
Herr Reichstags-Abgeordneter
Ernst Bassermann.,
uinser Reichstags-Kandidat, sprechen wird.
In dieser Versammlung sind alle Mitglieder, Partei—
reunde und auf nationalem Boden stehenden Wähler ein
geladen.
Der Vorstand des nationall. Wahlvereins
für den Wahlkreis Saarbrücken.
4 Heute eintreffend frische Schell⸗
ekriert: Fische per Pfund 20 Pfg.,
große Kieler Bucklinge 28Stuck
1s Pfg. frisch gewass. Stocafisch Pfd 264. 30 pfa
Barpues, Brückenstraße 13.
Besunde, iuc
Sspeisekartoffel
etwas klein, per Zentner M. 3.00. Bei Mehrabnahmt
illiger.
Gebr. Kruchten, Kartoffelgroßhandlung.
Erstklassige Dudweiler
24 —8
* Sahnpraxis.3
Hichtig für Arm und Reichl!
Gesunde Zähne sind unentbehrlich für das
Wohlbefinden des ganzen Körpers. Gut gekaut
ist halb verdaut.
Beginne mit der Zahnpflege im frühesten
Jugendalter.“ Gesunde Milchzaͤhne haben für
das Kind noch höheren Wert als gesunde, blei—
bende Zähne für den Erwachsenen.
Reinige Deine Mundhshle besonders abends
vor dem Schlafengehen. Wer nur morgens
putzt, deckt den Brunnen zu, nachdem das Kind
hineingefallen ist.
Kranke Zähne und Wurzeln, die nicht mehr
zu füllen sind, müssen unter allen Umständen
ausgezogen werden. Hüte Dich davor, künstliche
Zahnplatten auf fanlen Wurzeln zu
tragen, da schwere Gesundheitsschädigungen
hei solcher Schmutzerei unausbleiblich sind.
Zahnpraris Orepyfuß.
Nurn Cundstrafro 2
m
——
Emaille und Guss
in grosser Auswanl.
Ofenschirnie, Ofenvorsetzer, Kohlenkaaton
Kohlenfüller mit hübschen Dekors
ompfiobalt zu billigen Proison
Cisenhandl. Jonnewein.
Nächste Tage trifft ein
Waggon
Diekwurzeln
ein. Bestellungen nimmt
ntgegen
Cudwig Maul,
Bäckermeister.
Feinste französische
Raͤhmkäse
myfiehlt ——
Aug Karcher.
Isz0 gZenimer gutes
Wiesenheu,
owie ein großer Haufen
Kuhdung
dVe e hafthhr