Full text : Dudweiler Zeitung

Lokales und Vermischtes.
ss. Der Militärluftkreuzer „M. 3.“ welcher am
orgen 6 Uhr in Gotha aufgestiegen ist, berührte
Uhr unseren Ort. In majestätischem Fluge
Ben gegen Saarbrücken und ist um 6.10
Metz gelandet. Dieser so elegant fahrende
hätte ganz schön eine Schleifenfahrl
ein Orte ausführen können!
mem an der Rehbachstraße hierselbst wohn—
ist in der Nacht von Samstag auf Sonn—
Väsche entwendet worden. Die Wäsche—
»em hinter dem Wohuhause befindlichen
nen aufgehängt und über Nacht im Freien
Mit großer Sorgfalt wählten die Diebe
stricke aus, während ve die schadhaftern

Bestern Abend wurde in der hiesiger
wengen Hehlerei sieckbrieflich verfolgter
rkershöhe durch den Polizeisergeant F
Anrede des letzteren nahm L. die Flucht
Polizeisergeant eiligst folgte Durch der
ef: „Halt den Schorch“ glaubte er durch—
aber der Polizeisergenn mit Schießen
Lerfolgte stehen, worauf er von F. ver—
hiesige Verwahrlokal untergebracht wurde
Rolt vorbestraft sein
»1 Tie Steuern für das letzte Virteljahr
Hälfte dieses Monats fällig. Man tu
brzahlen, um langes Warten bei dem
eintretenden Andrange zu vermeiden.
it⸗ Wirte⸗ und Hotelfachausstellung zu
zr schnell ppopulär geworden. Schoön
war der Besuch außerordentlich stark,
eite Tag brachte, hauptsächlich in den
endstunden, einen Riesenandrang, sodaß
tellungsröumen ein erhedliches Gedränge
iltlspreis beträat bekanntlich nur 55
Ausstellung ersolgt am 15. Februar.
stellungsbureau mitgeteilt wird, betrug
onntag 281610, aen gestrigen Toge
zweifeln niht, daß auch in den
Ausstellung von der Bürgerschaft
wird.
b der technischen Berg⸗, Hütten- und
ute der preußischen Staatswerke hält am
en 2. Februar im „Tannhäuser“ zu Saar—
Gerralversammlung ab, in welcher über die
er Sterbegelderversicherung beraten, und eine
essekommission gewählt werden soll.
heater. Ein Lustspiel aus guten bürgerlichen
hweht von einem gemütvollen Humor, der uns
den Eharaktere bald lieb gewinnen läßt, wird
Donnerstag Abend geboten werden in E. v.
„Die Kinder der Exzellenz.“ Die Vorstellung
telpreisen gegeben.
richt. Die nördliche Depression, die heute
inrland vorgedrungen war, wird wie ihre
er leßzten Tage die Bahn nach dem Schwaͤr—
gen. Dabei wird ein Ausläufer, der üher
ripreckte, unser Gebiet von Nordosten her
stärkere Bedeckung und vorübergehend—e
rz2zunahme bringen.
niche Witterung: Abmilderung des Frofstes
te Schneefälle.
Jionenstiftung. Für ein neues israelitisches
in Frankfurt q. M. haben israelitische Bürger
*tiftung von mehr als 1 Million Märf

nd Klauenseuche ist wie uns vom Konigl.
arbrücken soeben telephonisch mitgeteilt wird
er Hof amtlich festgestellt worden. Ueber
quf weiteres die Sperre verhängt. In
Rzeise ist in Saarbrücken, sowie in den
ler, Brebach und Neunkirchen die Maul—
auszebrochen. Bereits an 76 Ochser
ugen vorgneommen werden. Auch soll
im Eschberger Hofe eine Massen schlach—
werden.
ꝛlehrung über Maul- und Klauen—
Bekämpfung bringt mit Rüchsicht
große Gefahr der Einschleppung
J dieser Scuche im Regierungsbezirk
erungaspräsident zur öffentlichen Kennt—
und Klauenseuche ist eine ansteckende
r. Schafe, Ziegen und Schweineé
minderte oder aufgehobene Freßlust,
ibsonderung, Speicheln aus dem Maule,
nheit auf mehreren Füßen, Blasen im
Klauenspalt. Die Blasen platzen
man meist nur die abgestoßenen,
huut- bezw. Hautfetzen und darunter
ellen sieht. 3. Ansteckung: Diese
h leicht und schnell von Tier zu Tier
enstände die mit dem abfließenden In⸗
eichel) in Berijhrung kommen, wie
ger, Stallgeräte, Milchgeräte, Kleider
„uhwerk. Hunde, Geflügel. 4. Schädig—
»lötzliche Todesfälle, stets Abmagerung
nicht selten Verkalben und Notschlachtgerter
 Tiere wegen Klauenleiden (Aus—
e: Weiches Futter, Tränke, trockene
wdes Stalles, Reinlichkeit und öftere
AUgassen und -Rinnen. Bii schweren
herankheit ist tierärzliche Hilfe zu
nzeigepflicht: Bri Vermeidung
eder Besitzer zur Anzeige verdächtiger
verflichtet. 7. Die kreistierärztichen
Feststellung der Seuche und der Ab—
Abnahme der Desinfektion erfolgen
zte Abheilung bei allen Tieren des
von schweren Klauenleiden als Nach—
dem Besitzer der Polizei zu melden.
ingerabfuhr erfolgen nach besonderer
ng. 8. Maßregeln: a) !. Kennzeich—
——
ederkäuer und SchweinedJunterliegen der
» Plätze vor den Stalltüren und den
sowie die gepflasterten Wege an den
m Hofe sind mehrmals täglich durch
ker gut dekender Kalkmilch zu desin—
Betreten der verseuchten Ställe ist nur
nit der Wartung und Pflege der Tiere
»n und Tierärzten gestattet. 53. Händ⸗
olAehkastrierern und anderen in Ställen
ehrenden Personen ist das Betreten des
6. Die Abgabe roher Milch ist ver—
ilt sich, die Milch zum menschlichen Ge—
ochen, da Menschen, besonders Kinder
nen; aus dem gleichen Grunde ist die
Gehöft befindlichen Schweine zu kochen
äftigte Personen haben sich jedes Mal
des Stalles und des Gehöftes, 850
*aAt masehen. fowie —— NHNlseide«

—
rüft

Ni⸗

i

reinigen. Beim Melken und Stallreinigen sind zweckmäßig
desondere Röcke oder Schürzen anzulegen, die im Stall
»erbleiben. 8. Der Besitzer, seine Dienstboten und Haus
jenossen dürfen seuchefreie Stallungen anderer Gehöfte
richt betreten. 9. Die Ausfuhr von Stroh, Rauhfutter
uind Tünger ist verboten. 10. Fremde Wiederkäuer und
Schweine dürfen das Gehöft nicht betreten. 11. Felle ge—
chlachteter und gefallener Tiere dürfen nur im getrockneten
Zustande ausgeführt werden. 12. Das Geflügel ist einzu⸗
perren, die Hunde sind festzulegen, Vogelnester auf den
Hehöften insbesondere in den Ställen sind zu beseitigen.
) Für den Sperrbezirk: 1. Sämtliche Wiederkäuer und
Schweine unterliegen der Stallsperre. 2. Das Geflügel ist
o einzusperren, daß es den Hof nicht verlassen kann. Die
Hunde sind festzulegen. 3. Tie Aus- und Einfuhr von
Klauenvieh aus dem bezw. in das Sperrgebiet ift ver—
boten. Nur zur sorfortigen Abschlachtung und unter der
Bedingung, daß die Einführung auf Wagen oder mit der
Sisenbahn bis zur Schlachtstätte erfolgt, ist die Einfuhr
von Klauenviey in din Sperrbezirk gestattet. 4. Das
Durchtreiben von Klauenvieh durch das Sperrgebiet ist
—— Versammlungen, Tanzbe—
ustigungen usw. nicht abzuhalten. 6) Für das Beobacht—
ingsgebiet: 1. Der Auftrieb von Klauenvieh aus dem
Beobachtungsgebiet auf Märkte ist verboten. 2. Die Aus—
uhr von Klauenvieh ohne Erlaubnis des Landrats ist ver—
boten. Die Erlaubnis wird nur für Schlachtvieh und
aach kreis ierärztlicher Untersuchung des aanzen Besftandes
auf Grund eines kreistierärztlichen Attestes das nur 24
-ztunden Geltung hat, gestattet. 3. Der Durchtrieb von
Rlauenvieh aus Ortschaften, die nicht im Beobachtungsbe—
irk liegen, durch den Beobachtungsbezirk ist verboten
h) Für den ganzen verseuchten Kreis .1. Aus den
zammelmolkereien dürfen Magermilch, Buttermilch und
Nolken nur nach vorheriger Abkochung oder 1stündiger
krhitzung auf 900 C abgegeben werden. 2. Das Verfuͤt—
ern von Milch- und Molkerei-Rückständen an das Vieh
»er Molkereiinhaber ist nur unter der gleichen Bedingung
zestastet 9 Strafbestimmungen: Zuwiederhandlungen
jeaen die obige, durch die Landespolizeibehörde vorge—
chriebenen Maßnahmen werden nach 8866, 67 des Reichs⸗
piehseuchengesetzes und 5 328 des Strafgesetzbuches bestraft
Sulzbach, 6. Febr. Der junge Bergmann Heinrich
doffrnann aus Schnappach wurde heute in das hiesige
tnappschafislazarett eingeliefertr Er wurde in Grube Al—
enwald von einem Pferde derart an die Seitenwand einer
Strecke gedrückt, daß der Schlüsselknochen gebrochen wurde.
Saarbrücken, 4. Febr. (Strafkammer). Im ver—
zangenen Jahre arbeitete der Reisende Karl Hermann Erkes
ür den Kaufmann Jakob Monreal zu Frankfurt in ver—
chiedenen Orten des Kreises Saarbrücken. Monreal be—
issert seinen Verlust an diesem Reisenden auf 201 Mark,
ie Erkes für sich verbraucht hatte. Das Gericht erkennt
begen Untreue im einheitlichen Zusammenhange mit Unter—
chlagung auf Gefängnisstrafe von 3 Monaten. — Der
Fürsorgezögling und jetzige Bäckergeselle Peter Kreutz zu
Steinfeld ist überführt, sich zu Ludweiler eine Brieftasche
nit Legitimationspavieren und zu Hülsweiler einen Revolver
und 80 Mark bares Geld in rechtswidriger Weise angeeig—
net zu haben. Er wird wegen Diebstahls zu einer Gefäng—
nisstrafe von vier Monaten verurteilt. — Wegen
Fälschung eines Krankenscheines wird der Hüttenarbeiter
Michael Reiter zn Pachten in Gefängnisstrafe von einer
Voche genommen. — In der Nacht zum 22. August 1920
eintspann sich auf der Ortsstraße zu Quierschied unter Berg⸗
euten eine tolle Schlägerei, bei der das Messer eine große
dolle spielte und die leicht unabsehbare Folgen hätte nach
ich ziehen können. Zur Anklage stehen die Bergleute Wil—
)elm Kaspar, Jakob Schaum, Josef Trenz aus Bettingen
und Nick. Klein aus Humes. Das Urteil 1. Instanz lau—
sete für Kaspar und Jakob Schaum auf Gefängnisstrafe
von je 6 Monaten, während Trenz und Klein freigesprochen
wurden. Auf die Berufung der Königl. Staatsanwaltschaft
erhoͤhen sich die erkannten Freiheitsstrafen bei Kaspar auf
ein Jahr und bei Jakob Schaum auf 8 Monate Gefäng⸗
nis. Inbezug auf Trenz und Klein bleibt es bei der Frei—
prechung.
Neunkirchen, 6. Febr. Gelegentlich des Bestechungs—
drozesses wurde ein hiesiger Fahrsteiger zu 2 Monalen
»erurteilt Die eingelegte Revision fand Verwerfung und
der Bestrafte verbüßte seine Strafe und wurde seines Amtes
ntlassen Jegtzt hat das Disziplinargericht diesen Beamter
reigesprochen und versieht derselbe seit einigen Wocher
vieder seine frühere Stelle. Wie man hört, soll eine neu
gerichtliche Untersuchuna erfolgen. Es ist begreiflich, das
nan in Laienkreisen diesen Gang der Dinge nicht versteht
Neunkirchen, 6. Febr. Die „Saar- u. Bliesztg.“ mel
»et: Auch von weither kommen Diebe hierher, um ihr un—
auberes Gewerbe auszuüben So trafen am Samstag vor
Tudweiler zwei männliche und zwei weibliche Personen hier
in, die Schuhe, Gardinen, Handschuhe, Unterröcke, gestrickt
Jacken usw. stahlen. Drei der Personen begaben sich imme!
n die verschiedenen Läden und einer spielte den „Schlepper“
Mit Hilfe des Bahnpersonals in Reden gelang es dem hie—
igen Gendarmen Kließ, eine Person dingfest zu machen, die
inderen wurden in Dudweiler festgestellt. Die Sachen konn—
en beschlagnahmt werden. Die Kaufleute seien vor der
Dieben gewarnt, zumal dieselben Personen bereits vor Weih—
iachten ihre Räubereien hier ausführten, denn sie wurder
»on einigen Kaufleuten wieder erkannt.
Auersmacher, 7. Febr. Ein eigenartiges Mißgeschic
jat den hier allerseits beliebten und geachteten Ackerer P
dektor aufs Krankenlager geworfen. Während er in der
Scheune mit Umsetzen von Frucht beschäftigt war, sprang
hm, als er sich in gebückter Stellung befand, eine ausge—
bachsene Ratte durch das auf der Brust offenstehende Hemd
uf den Körper. Da das Tier keinen Ausweg fand, lief
s mehrmals auf dem nackten Körper auf und ab und
etzte sich schließlich auf dem Rücken fest. Auf das Hilfrufen
ilte der Bruder herbei, der ihn auf dem Boden liegend und
ich in Krämpfen windend vorfand. Diesem gelang es als—
ald, die Ratte unschädlich zu machen. Der auf diefe eigen
rtige Art und Weise Ueberfallene wurde zu Bett gebracht
oo er nun schwer erkrankt darniederliegt. Durch den aus—
estandenen Schrecken ist die eine Seite des Körvers ge—
—

*Duisburge 7. Febr. (Die fünfte Erkrank.
ung an Pocken:; Gesitern nachmittag ist wieder eir
neuer Pockenfall, der fünfte, festgestellt worden, und zwa.
auch diesmal wieder in dem Hause Am Schlick, in wel
chem der erste Fall vorgekommen ist. Die Anwohner der
benachbarten Straßen lassen sich zu Hunderten impien7
Familien sind völlig isoliert. Das Befinden des ertrank
ten Arztes ist verhälmismäßig gut. In Mülheim (Ruhr
ist der Garnisonbefehl ausgegeben worden, daß wegen der
Pockenerkrankungen vorläufig Beurlaubungen von Solda
ten nach Duisburg nicht stattsinden.
Worms, 7. Febr. (Bermißt.) Der Maschinen
ne ter Wilhelm Faber des zur Zeit hier liegenden Schif
es „Main“ wird seit Sonntag vermißt. Aus vorgesun
euen Gegenständen, die Zaber gehören, wird geschlossen
aß der Vermißte, als er an Bord seines Schiffes awn
onntag Abend zurücklehren wollte 'n der Punkelbeit
ean Mhein .. 8

Neueste Nachrichten und Telegramme.
Trier, 7. Febr Durch den Bruch der Deichsel eines
hweren Steinsuhrwerks gerieten die beiden Fuhr werks⸗
esitzer Maas bei Wallerfangen unter das Fuhrwerk. Ciner
vurde sofort getötet, der andere schwer verletzt.
Metz, 8. Febr. Das Mititär-Luftschiff W. 3, dessen
Ankunft für gestern mittag angezceigt wurde, traf um 6,20
Ahr hier ein und landete um 6,40 Uhr glatt von der
Halle, nachdem es 10 Minuten lang uber dem Vorübunas—
platz auf einer Stelle in der Luft gestanden hatte. Es
herrschte klares Frostwetter. Die Insassen schienen von
dem Frostwetter angegriffen zu sentn. —
Frankfurt, a. O 7. Febr. Die hiesige Strafkammer
»erurteilte einen Gastwirt, der einem Arbeiter so viel
Schnopps eingeschenkt hatte, daß er am nächsten Tage an
Alkohol-Vergiftung starb, wegen fahrläßiger Tötung zu
einem Monat und seinen Keillner zu einer Woche Gefängnis.
Gladbeck. 8. Febr. Gestern nachmittag wurde von
nehreren Männern der Versuch gemacht, einen Wagen,
»er 270 000 Mark Lohngelder von der Reichsbank-Nebrntelle
 in Gladbeck nach dem fiskalischen Möllerschacht brin—
zen sollte, zu überfallein. Es wurden mehrere Revolver—
chüsse aquf die aus vier Schichtmeistern bestehende Ve—
zleitung des Wagens abgegeben, doch wurde niemand
„erletzt. Die Schichtmeister, die mit Revolbern bewaffnet
varen, gaben mehrere Schüsse auf die Räuber ab, die
odann die Flucht ergriffen. Die Verfolaung blieb erfolg—
—BR
Vochum, 8. Febr. Das hiesige Schwurgericht verur⸗
eilte gestern die Ehefrau Uhlenbruch aus Hulst bei Reckling—
sausen wegen Gattenmord zu 12 Jahren Zuchthaus und 10
Jahren Ehrverlust. Der Staatsanwalt hatte 15 Jahre
Zuchthaus beantragt.
Dunisburg, 7. Febr. Die Strafkammer verurteilte heute
en sozialdemokratischen Gewerkschaftssekretär Otto Hanke
us Berlin wegen Majestätsbeleidigung zu 4 Wochen Ge—
ängnis. Der Angeklagte hatte in Duisburg in einer Volks—
ersammlung, in der ein Vortrag „Keiser und Volk“ ge—
alten worden war, in die Erörterung eingegriffen und an⸗
nüpfend an eine angebliche Aeußerung des Kaisers, „ein
roßer Teil des Volkes sei englandfeindlich“, den Kaiser
inen bewußten Lügner genannt. Der Staatsanwalt hatte
3 Monate Gefänagnis beantragt.
Wiesbaden, 7. Febr. Das Wolffsche Telegraphenbureau
tellt seine in Nr. 139 der Kölnischen Zeitung veröffentlicht
Nachricht über die Unterschlagungen des frühern Kassierers
er Ortsaruppe Wiesbaden des Buchdruckerverbandes, Ber—
ina, dahin richtig, daß es sich um 200600 Mk. (nichi
.20 000) handelt.
Langenberg, 7. Febr. Der Schuhmacher Vögel. der
seinen Wohnsitz von hier verlegen wollte und seine Möbel
verkauft hatte, wollte die letzte Nacht in der Werkstatt zu—
br'ngen. Er hatte seine Ruhestät?e vor dem Ofen aufge—
chlagen, wo anscheinend durch glühende Kohlen, die aus dem
kost heraussielen, seine Kleider in Brand gerieten. Am
Morgen fand man die verkohlte Leiche. Ter Mann war
Witwer und stand allein.
München, 7. Febr. In der vergangenen Nacht wurde
»ie große Metallwaren-Fabrik Schuler Nachfolger durch
zine Fenersbrunst teilweise zerstört. Die Feuerwehr arbei—
ete drei Stunden an der Bekämpfung des Brandes. In
der Fabrik wurden hauptsächlich Badeeinrichtungen herge—
tellt. Maschinen und Fabrikeinrichtungen sind teilweist
»ernichtet worden. Der Schaden ist bedeutend.
München, 7. Febr. Wie die Münchener Neuesten Nach—
richten hören, sollen demnächst zwei neue päpstliche Erlasse
ericheinen, wonach verordnet wird, daß Geistliche keine an—
dere Kleidung tragen dürfen als goutane und Cingylum
Ferner wird der Besuch von Theatern und Restaurants ohne
hischöfliche Erlaubniß verboten Endlich sollen nunmehr
die geistlichen Beiräte für Zeitungs-Redaktionen, die als
Aufsichtsbebörde dienen, eingerichtet werden.
München, 7. Febr Die Polizei verhaftete in der Person
des 32jährigen Schmiedes Wend! das Oberhaupt einer etwa
4köpfigen Einbrecherbande, deren Mitglieder größtenteils
chon verhaftet sind. Diese Bande hat im Loufe des letz—
n Jahres zahlreiche Villeneinbrüche, sowie Einbrüche in
Eisenbahnstationsgebäude begangen. Dem Wendl werden
der Münchener Zta. zufolge 60 Einbrüche zur Last gelegt.
Mülheim, 8. Febr. Nachdem nunmehr acht Personen
in Duisburg an den schwarzen Pocken erkrankt sind, finden
aut Garnisonbefehl vorläufig keine Beurlaubungen nach
Duisburg statt. Es wurden insgesammt neunhundert
Personen, darunter über 300 Kinder geimpft. Insgesamt
ind sieben Familien in Jiolierbaracken untergebracht
vorden.
Paris, 7. Febr. In St. Denis fiel eine junge Ar—
»eiterin in den Kanal. Ihr Bräutigam, ein Arbeiter,
prang ihr nach, um sie zu retten. Er hatte auch das
Nädchen bereits am Rock erfaßt, als beide unterzugehen
»rohten. In diesem Augenblick sprang ein Passant ins
Wasser und es gelang ihm, beide ans Land zu ziehen.
Als die hinzugekommene Polizei den Namen des Lebens—
retters feststellen wollte, um ihn für eine eventuelle Be—
sohnung in Vorschlag zu bringen, ergriff er schleunigst die
ẽlucht. Dies regte Verdacht. Er wurde eingeholt und
s stellte sich heraus, daß man es mit einem zu 2 Jahren
Hefängnis und 5 Jahren Verweisung aus Paris verurteil—
en Menschen namens Dompartin zu tun hatte. Er hatte
ich seiner Strase durch die Flucht entzogen und war nach
Paris zurückgekehrt.
Petersburg, 7. Febr Unter der grusinischen Bevöl—
erung des Kaukasus wurde eine weit verzweigte revolu—
tionäre Verschwörurg entdeckt, welche auf eine Losreißung
der Provinz vom Reich hinarbeitet. In Tiflis und Kataie
vurden zahlreiche angesehene Persönlichkeiten verhaftet,
velche an der Spitze der Bewegung standen. Außerdem
»urden geheime Waffen und Munitions-Depots entdeckt.
xs geht daraus hervor, daß eine hewa“*nete Sahohun- qde—
T

In Camphausen heute abend 7 Uhr
⸗
Bibelstunde.
im Schulhause. Dudweiler fällt aus
— VVVVV—————2—2—2———————————————— ———————„— ea æ
Für den redaktionellen Teil verantwortlich Arthur Unterkeller
o»n Anzeigenteil Karl Unterkeller.

—
⸗
arsame hrauen
ckel nur Sternwolle
— — — —ü —r
Aangestern jeinste Sternwollen
laustern
otstern
ern hochfeine Sternwollen
irünstern beste
raunstern Konsum-Sternwollen
trũümpfe und Socken aus Stern wosse
ad die hbiüigsten, weil an
aArkeit im Ic.n unöübertroffen!

ltwerden

W82

können wir nicht verhindern, wohl aber können
wir dafür sorgen, das dem Körper Stoffe
zugeführt werden, welche ihm nützlich sind und
velche seine Widerstandsfähigkeit fördern. Eine
wichtige Rolle spielt dabei bei alt und jung
schon am Morgen das erste Frühstück. — Warum
jeden Tag Kaffee trinken, der erregt ohne Nähr⸗
stoff zu enthalten? Viele tun es aus Gewohn—⸗
heit, ohne an die Folgen zu denken. Van
Zoutens Cacao bücgert sich infolge seines Wohl⸗
zeschmacks, seiner leichten Verdaulichkeit und
seiner großen Nährkraft immer mehr als täg—
liches Getränk ein. Gerade die unerreichte, edle
Qualität von Van Houtens Cacao macht ihn
zu einer ständigen Delikatesse, und stellt sich
kein Verlangen ein wieder zu einem anderen
Betränk zurückzukehren. Man lasse sich aber
nicht durch sogenannte „billige“ Cacao-Ange—
bote verlocken. Im Gebrauch stellt sich Van
Houtens Cacao sehr billig. Versuchen Sie!

ASCAIECC.
Fgrisch eingetroffen:
Grüne Heringe
Pfund 13 pfg· —
Frisch gewässerte Stockfische
7 psd. 20-30 pfg.
Franz CLonis Ww.,
Troeger
5* —X
cünstliche
—* *
“une V
Xu 9
helskunde — *
9mben.
—
—
tir. aaꝙ 35F e
— 78

—J
ie; —J
zruunkohlenbrikets Unlon
aind T Heizen und Rochen
Nleru.bezzerulg Kohlen
lein Puss Lein kaucht Leine Schlacken
Verwendhar in allen Oelen
—IXIL
Beweis: Ein Versuohil
Preis 90 Pfg. d. Ztr. ab Wg. od staqe
Alex. Rronenberger,
Dudweiler-Saar.

0
waschen ꝰSie spielend
rasch und ohne Anstrengung,
 ohne Zusate
von Seise und Waschnulvor
 nur —*

Bandels- dehule
—XXGBb I
St. Johann, Saar,
— Sulzbachsstrasse 15 —
Saarlouis, Marxktplau 16.
Soit 24 Jahren mit bessstom Brsolg
 wvitig.
Buchführung
Stenographie
Korrespondenz
kechnen
Schönschreiben
Rechtschreiben
Maschinenschreibon
kKundschrift
Wechsel- und
Effektenkunde
u. s. W.
Monats-uvræse
vòο M-. Io, — an.
.- . Mi seα_νige Xuroe
nach Debey ciaιιν

wenn Sie Zeit, Arbeit
und Geld sparen wollen.
dein Reiben u. Bürsten
nur —!/ Stündiges
Kochen, sorglaltiges
Nachspülen und die
Wasche ist blütenweiß
Garantiert unschadlieh.
HENRKELS Co. DOSSELDOR.
Alleinige Fobrikanten auch
der weltherühmc

Mileh

gat noch abzugeben
P. Schmitz,
2 X

bestehend
aus 4 Zim⸗
D um mern und
*. Küche.
Balkon, Eingang Veranda, Wasch⸗
nüche und, Keller, nach Wunsch
Inteil am Garten, bis zum 1. Apris
zu vermieten.
Daselbst sind auch 2 Zimmer zu
vermieten.
Saarbrückerstr. 87.
————— — —
Wir suchen einen ordent—
ichen, sauberen
Anecht
ofort oder später.
Pfeiffer, Herrensohr.
j — rve
Renstmädchen
inpfo·

Schlüterbrot
und
Kommißbrot
mpfiehlt
P. Jennewein.
Zuche eine zuver—
lässige Person
tall⸗ u. Magazinarb
unerrichten.

34
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.