Full text : Dudweiler Zeitung

zokales und Vermischtes. Konstantinopel. 6. Dez. Laut auf der Pforte eiage—
ð j aufenen Meldungen ist der Versuch der Italiener, bei
Iurn⸗Verein Dudweiler. In der am letzter Mokka zu landen, von der dortigen Garnison und der be—
dteuweiler tagenden Versammlung der Bezirks- vaffneten Beoölkerung zurückgewiesen worden.
3. Bezirks des Saar- und, Bliesgaues wurde London, 6. Dez. Gestern verübte Sir Tegilby, der
emeinen Turn⸗Verein Dudweiler das nächstjährige Repräsentant einer alten englischen Familie in VPorkehire
est übertragen Damit wird in Dudweiler endlich auf seinem Landsitz Nipley-Castle Selbstmord, indem er sich
crößeres Turnsest stattfinden. Zugleich mi eine Kugel in den Kopf schoß. Er war 87 Jahre alt und
feste wird das 30jährige Stiftunassest des Nuilitt an einer Krantkheit, deren Heilnna kaum noch zu er—
rbunden sein. warten war.
ql. Heute Vormittag gegen, 10einhalb Uhr hat London, 7. Dez. Aus Newyork kommt die aufregende
aufbursche im Alter von 15 Jahren in den Nachricht, daß drei Dampfer, auf denen sich etwa 500
der Milchbolg. Langenbahn in der Brücken. Perfonen, Mitglieder des Vereins amerikanischer Vankiers
dreisten Diebstahl ausgeführt, wobei er aher und deren Angehörigen befanden in einem Wirbelsturme
e. Der Bursche, ein sehr verkommenes Sub⸗ im Karaibischen Meere untergegangen.
Gelegenheit wahr, als das Ladenfräulein sich — pu üchteni Um
nent aus dem Verkaufsraum nach dem dahintet, Wneluen. — Deth vpu eie g iTrg
mer begeben hatte, und betrat den Laden. 1—, wW55 — aüs“ in uünchen
„enkasse stahl er den Inhalt in Höhe von ca. eeee ijd 844 eihoucaos in der Bruder des
aus einer Kiste entwendete er mehrere Käse. dee en e und ha esr gut in seiner elsäs—
denlokal zu verlassen im Vegriffe war, erschien hen diee cenrte E e emt jedeth ausgeichtot
der der verdächtigte Bursche infolge seines sen, daß Freitern von Zorn-Vulach dee Münchener Run
erschreckten Wesens, auffiel und den Kerl feste iatur, desen Inhaber, Aunttus Frühwirth, im nächsten
adenfräulein entdeckte hierauf den Diebstahl Irlihlahre nach Nom bernuiea uud vom edeinreni
o den Bengel einem hinzukommenden Polizisten uni urientarbinal ernannut wird, uͤbernehnen wir
Sahricheinlich jedoch ist, daß wieder ein Deuticher zum
er Gewerkschaftsbewegung Cine Anzah Annnus in anchen ernaunt werden wird, da, Man
en ige elett als mit einem Ausländischen.
Saargruben einbecusen vom christlichen Metal— n 8 e V Anf Grund eingehender Rück—
gerband Deutschlands. fanden am varlossener —* ebede russischen Diplomaien tritt die
mwoerschiedenen Orten statt. In allen Versamm— —— wWerenfa⸗ in einem Enutrefilet sür Entwirxung
urden Referate über: „Teuerung und Arbeiterlöhne her abe in Chüis durch Erkläruna der Schu knerrĩchai⸗
föniglichen Saargruben und Eingabe respektiv Pe- über die Mongolei ein. —
ehalten. Folgende Resulution wurde in allen Ver— ANenen, 7 Dez In ganz Kreta herrscht Ruhe
aen einstimmig angenommen: und Ounung, Alle bewaffneten Gruppen der Auf⸗
ien ee e
die heute vom, christl. Metallarbeiter ⸗Verband une Ihded enie de idte von Kanea.
utschlands einberufene Versammlung der Handwer— befuͤmnu po sich die Abgeordneten und ihr Gesolge
r, Maschint:sten und Heizer der känialichen Saar— wafenlos verscmmeln. Tie Zahl der in das Athener
uben beschließzt: hariament zu entsendenden Abgéordneten wurde auf 24
Durch die Bezirksleitung des genannten Verbandes vorbestimmt. — Vor Kanea antern zwei englische, zwei
ort die vorliegende Eingabe betreffs Lohnerhöhung französische und ein russisches Kriegsschiff.
d eindeitliche und aleichmäßige Festsetzung des Loh— Neiv-ork, 7. Dez. Eine Depesche gus Mer iko
es an den Herrn Minister sür Handel und Gewerbe dethen Go e Singer Drde hdes aut
— Bezirk Juchitan, der e n Präj s⸗
neen z leden ne —e— in der cen auten Jasffe aus der Haupistadt abgereist war, wäh⸗
eberzeuaung, daß die stete Steigerung der Preise für sicie sit fernen achtBe'g eitern
ebensmittel, Wohnung, Kleidung etc. und durch den 8 dezogen und gelyncht worden sei.
mstand, daß infolge der Dürre im verflossenen Som— * A *3
er die Lebens nittel faßt eine unerschwingliche Höhe de * Mu sere e beef —
reicht haben, eine allaemeine Lohnerhöhung unbeding' 3 — ae W —5 — Wedht —
twendig ist. Die Versammlung fordert alle Berufs. den daß eed t arte Riau“ gaubi, daß et
lleden ouf, sich in noch größeren Massen dem christl. fich umeinen Racheatt von Wilderern haudelt.
etallarbeiter⸗ Verband Deutschlands anzuschließen, da * Minden, 6. Vez. GBeilegung der Tabak
durch eine starke leistungssähige Vrganisationen arbeiterAus,ssperrung.) Bie verlautet, leitet
iterwünsche Gehör finden.“ der Landrat des Hreises Minden Unterhandlungen eir
* in d Deh gnedenoennes welches enigen Betriebe beziehen, worin von den Arbeitern
— — — Forderungen auf hoͤhere Löhne erhoben wurden, die
oll ich morgen kochen? so muß sich täglich zamit den dnlen ur Aussperrung gegeben haben. —
u fragen. Das Fortuna-Kuchhuch der Haus— —— — — ñ —
G. Henneking, sehr dandlich, in gutem Ein— Off 8 chs J
Seiten stark, gibt auf diese Frage erschöpfende ener pre a ·
id dute Ratschläge allen denen, die über die 433 r p.
e der Legenmittel zu klagen haben. Leserinnen Nur den vnedie eere Wrten Arttel dbernienw
ttes mögen 45 Pfqg. in Marken an die durch
lver bekannte Firma Dr. A. Oetker in Bielefeld Herr Steiger Flegel. Die Einleitung Ihres Eingesandt
as Buch wird ihnen dann franko zugesandt st wirklich gut. Da kann man eigaentlich sehen mit welch
ahat auch ein Haushaltsbuch zusammenstellen »iserner Willenskraft Sie von anfang an entschlossen waren
enthält nebst vielen nützlichen Notizen auch die Zügel des Ortsinteressen-Vereins zu führen. O glück—
ol bewährter Rezepte. Manche Frau weiß nicht, üch ein Verein zu nennen, der einen solch' idealen Vorstand
deld bleibt. Sie muß ihre Ausgaben anschreiben, uils sein eigen nennen kann. Ob aber der Ortsinteressen—
gZweck soll dies Buch dienen. Es ist ihr dann Verein auf die Dauer sich damit zufrieden stellt, daß seine
chi, eine genaue Kontrole auszuüben. Auck Führer stets einen Ton anschlagen der mit der Zeit etwas
h versendet Dr. A. Hetker, Bielefeld, franke arg mißlich ausgrellen muß, bezweifle ich sehr. Ein der—
sendung von 40 Pfq. in Marken, artiges energisches Vorgehen kann sicher der berühmte
onalliberaler Wahlverein. Die am Sonntag Reitersmann „Marschall Vorwärts“ nicht in seiner Geschichte
J stattfindende Versammlung beginnt um 4 Uhr verzeichnen. Alles gut und recht wenn man der Devisc
» Stunde früher wie ursprünglich festgesetzt war lebt: „Vorwärts immer, rückwärts nimmer“, wenn aber
le des Landtagsabgeordaeten Herrn Dr. Maurer in diesem Vorwärts etwas liegt, was die allgemeine Mein—
er Rechtsanwalt Lanser aus Saarbrücken sprechen ung ara teilt, dann ist es eine flaue Sache und mar
orherige Mitgliederversammlung beginnt eine halbe tut wohl besser, wenn man diesem eingeschrittenen Weg
e früher also um 3,30 Uhr. Näheres siehe Anzeige ꝛine Schranke vorsetzt. Herr Flegel schreibt er sei darar
ussichtliche Witterung. Witterungscharakter unver- vorbereitet gewesen, daß die Hiebe dicht von einer gewisse
leichte Niederschläge und nebelige Trübung. Seite herabfielen. Herr Flegel hat also doch schon an—
dstock, 5. Dez. Große Schäden verursachen die Bo. genommen, daß er auf harten Widerstand stoßen wird
ungen, hervorgerufen durch den Grubenbau der Gru-. Was nun Herr Flegel mit seiner Familie Bößmann will
nitz und Friedrichsthal in einigen hiesigen Ortsteilen. ist mir unverständlich. Was gehen die Leute die Famil—
tlich in dem Viertel zwischen Kaiserstraße und Jo- Bößmann an. Dann schreibt Herr Flegel von Mördern
he machen sich diese Senkungen am meisten bemerk- —Zauflappen und Betrügern. Na, so arg wird es dock
aige Häuser, welche durch den Grubenbau baufällig vohl in der vermeintlichen Familie aussehen. Ja, ja Ser—
waren, wurde von der Grube angekauft und nie- Flegel, wohlverstanden! Sie haben doch auch eine Nas
Einzelne sind seitens der Grube vermietet. im Gesicht. Genieren Sie sich gar nicht und greifen Si—
onleidelheim 4. Dez. Schlagende Wetter. Am Freitag 'est zu. Die Familie die Sie meinen hat immer noch sei
kurz vor 8 Uhr traten in einer Tongrube des ien ehrlichen Namen bewahrt, die Söhne haben noch kein
Nich. v. Recum 11. ganz plötzlich schlagende Wet- Schande auf Ihre Eltern gehäuft. Ein fröhlicher Mensd
„sodaß das Innere derselben auf einige Sekunden »rauch noch lange kein schlechter Mensch zu sein. Ich er—
mmen stand. Während zwei von in der besagten chte es auch als meine Pflicht, die betreffende Familie au
rbeitenden drei Personen unbeschädigt blieben, wur- Verschiedenes aufmerksam zu machen. Der Kampf war bii
in den 30er Jahren stehenden, verheirateten Vor- etzt von Seiten Ihres Gegners ein ehrlicher und sachliche
Franz Held der ganze linke Arm schreklich verbrand jewesen und in keiner Weise ist die Familie des von alle;
8 der Unfall für den Betroffenen nicht nur eine Arbeitern und Beamten hochgeachteten Herrn Bößman
Eboitsunfähigkeit, sondern auch aller Voraussich in irgend einer Weise kompromittiert worden. Aber wo Si
au ade Nachteile zue Folge haä hinaus wollen Herr Flegel, wem Sie die ungezogenen Be—
— merkungen zudiktiert haben, kann jeder auch nur einiger—
* te Nachrichten und Telegramme. maßen auf Bildung ansprechende Mensch, merken. Wenr
irut⸗ 6. Dez. Das türkische Betrama-Fest ist hier jesagt wird, Herr Bößmann solle sich anstatt um den Haus⸗
erdentlich unruhig verlaufen. Die Ermordung eines halteetat doch besser um seinen Haushalt bekümmern, so ifß
danern durch einen Christen verursachte in der mu- meines Erachtens nichts Nachteiliges über Bößmanns Fa—
nischen Bevölkerung eine gefährliche Erregung und milie gesaat. Was für eine Geborene nun Frau Bößman
ir deu energischen Maßregeln zu verdanken. daß ist und was ihr Stammbaum alles gewesen ist, wird woh
»lutvergießen verhütet wurden. recht wenig interessieren; jedoch wenn man es weis, scha⸗
ig 6. Dez. In Chlumec erkrankte gestern die Fa- det es ja auch nichts! Deswegen kosten die Brödchen doch
Gutsbesitzers Horilek nach dem Genuß von Suppe nicht weniger; es sei denn, daß Herr Bößmann wiede
zistungserscheinungen. Die beiden Ehegatten sind einen Brotwagen in Beweaung setzt. Was nun Herr
dem Genuß gestorben, während Sohn und Toch- Flegel von „frechem Schnabel halten“ spricht, könnte e!
m Tode ringen. Es wurde eine Untersuchuncç schließlich für sich einmal in Anwendung bringen. Einer
da man der Ansicht ist doß ⸗s sich im einen recht unchristlichen gemeinen Wunsch läßt der edle Her
—3 — Flegel nunmehr vom Stapel. Er wünscht dem jungen
6. Dez. Wie die heutigen Morgenblätter be. Bürger recht viel Mißgeschick. Was Herr Flegel doch
man, ganz ungewöhnlichen Zuständen auf die für ein gutes Herz hat, wie edel dieser Manr
— die in dem algerische Gefängnis zu Bar- denkt. Haben Sie nicht in der Schule gelernt: „Mar
—— der Strafanstalt warer 'oll seine Feinde lieben“, „Du sollst Böses mit Gutem ver—
ne nnn n Finverständnis und verschafften gelten“ usw. Es ist noch nicht aller Tage Abend und man.
eene und Luxusmitteln das Material, weiß nicht, ob sich das Mißgeschick anders bestimmen läßt,
———— eurd vor dem Gericht brauchten, und anstatt bei mir, bei Ihnen Einkehr hält. Was Sie
—— ean Alibis und besorgten ihnen nun von „Auf hohem Pferde sitzen“ usw. schreiben, sind
*—8 n aMen zu fimulieren. Schließ— recht lächerliche Phrasen. Ich freue mich, wenn es meinen
den Gesenen ereee ein Einverständ⸗ Mitmenschen gut ergeht. Damit können Sie es ja halten
nenee genen un nfsehern bestand, wonach ir vie Sie wollen. Jedenfalls kann ich Ihnen sfagen, daß ie
agen din größerer Ausbruch ans dem Gefäng⸗noch recht fest im Sattel size, bescheiden und angerieeon — F
9 * meinen Lohensmeq ahroeite uss vor allem nicht ehrgeizig vurn —— — — — —7 —— — — — — — — — —— — — — —
Allen Abteilungen (Jg zu ganz besonders Gaerld Oaeron RNoä 79*
Emopfehlenswerte XB b ? illi i VVV—— ib del er
eh I billigen Preisen 3 4BiD.. 2
            
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