Full text : Dudweiler Zeitung

*
Lokales und Vermischtes.
givilstand der Bürgermeisterei Dudweiler. Geburtent
edrich Oskar, S. v. Friedrich Caspari, Bergm. Herta
any, T. v. Johann Nonnweiler, Grubenaufs. H. Katha—
1, T. v. Michel Kannengießer, Lackierer, Lnise Mina,
v. Friedrich Hehl, Bergmann. Anna Sofie, T. v. Jo⸗
u Spang, Bergman. Ernst, S. v. Matth. Zender
r. Luise Wilhelmine, T. v. Heinrich Büch 3., Bergm.
RAAio Bernhard, S. v. Meztzelthin, Gdeförster a. D.
ed, S. v. August Budeuz, Kgl. Forstaufseher. Gertrude
garete, T. v. Johann Schwindling, Bergm. Katharine,
Baptist Fuhr, Wirt. Jakab Johann Heinrich, S. v.
Scyneider, Bergm. Eduard Johann, S. v. Peter
icher 2. Bergmann. Johanna Elise Herta, T. v. Karl
ink Hilfsweichenst. Otto, S. v. Gorg Kamp Milchhdl.
» Paul, S. v. Nikolaus Weiland Fuhrmann. Heei—
.: Wilhelm Rothgerber, Hilfsschaffner mit Marga—
zernady. Karl Straßner, Bergmann mit Gertrude
t. Karl Naumann, Bergmann mit Katharine Bien—
Ludwig Wilhem, Bergm mit Margarete Hoffmann.
n Herbicht Maschinist mit Dorothea gen. Lina
J. Jakob Becker, Bergmann mit Katharina Sattler.
s, Bergmann mit Magdalena Samson. Ster-—
e: Michel Blug, 1 M. a. H Ehefrau Wilhelm
32 J. a. Ehefrau Math. Zender, 36 J. a.
craun, ps. Bergmann 73 J. alt.
zalia-Teater. Am Dienstag 14. November gelangt
male die mit so großem Beifall aufgenommene
e „Vielliebchen“ von Engländer zur Aufführung.
»rickelnde und flüssige Musik sowie die klingenden
zrytmen prägen sich sofort ins Ohr ein, und werden
er wieder aufs Neue verlangt. Die Direktion hat die
cette aufs reizende ausgestattet und ist der Besuch
mstens zu empfehlen. Gleichzeitigsei darauf aufmerksam
acht daß in nächster Zeit „Tiefland“ mit Herrn Ernst
iz Raven neu einstudiert in Scene gehen wird.
zrube Dudweiler. Der Belegschaft der Grube Dud—
r wurde durch Anschlag bekannt gemacht, daß die neue
ängerbrücke über die Eisenbahn beim Camphausen für
zeit vom Sonntag, den 12. bis 19. einschließlich, ge—
t ist. — Die bergfiskalische Industrieschule wurde im
at Oktober d. J. von durchschnittlich 30 erwachsenen
„mannstöchtern besucht. Von denselben wurden wäh—
) des Monats neu angefertigt: 14 Mannshemden, 14
uenhemden, 27 Kinderhemden, 16 Hosen, 6 Jacken, 10
erröcke, 4 Frauenkleider, 7 Kinderkleioer, 30 Schürzen
ettbeziige, 6 Handtücher, 6 Blusen, 6 Toaillen. Repa⸗
vurden: b6 Kleider, 4 Mützen und 1 Mantel. Die
2fkalische Haushallunasschule war von 10 Schülerinnen

zaarbrüchen, 12. Nov. In einer Wirtschaft im Stadt—
ↄt. Johann wurden von etlichen Einbrechern zu nächt—
zeit 23 Stühle aus dem Wirtschaftslokale gestohlen, die
Vertvon 80 Mk. repäsentierten. Vergebens bemühte sich
lizei den Aufenthaltsort der gestohlenen Ware zu ermit⸗
Nun kam am Mittwoch ein in den vierziger Jahrer
der Mann aus St. Johann zu einem hiesigen Alt—
er und bot 3 Stühle zu einem äußerst niedrigen Preise
taufe an. Der Althändler ging scheinbar auf den
ein und bestellte den Mann fuͤr nachmittags wieder zr
Als der Einbrecher nachmittags kam, nahm ihn' eir
ibeamter fest. Der Dieb, der auch den Diebstahl
ingestand, wurde in das Üntανnis n

nersmacher, 11. Nov. Trotz aller Aufklärung in un—
»utigen modernen Zeit hört man doch immer und
vieder von Aberglauben, wie er da und dort in
oder jener Form besteht. Es ist unglaublich, mit
r Zähigkeit in manchen Gegenden an irgend einen
nn oder Hokuspokus festgehallen wird Besonders im
9 ist manchen Orts der Hexenglaube. Da sagt man
iner Person die erschreckliche Eigenschaft nach, daß
en bösen Mächten, mit Hexen in Verbindung stehe
e Person meidet man, verbrennen oder totschlagen
hwarzen Mittelalter kann man sie ja nicht mehr
dann aber auch Personen, die diesen „Hexentaten
Spur zu kommen angeben und den Leuten vorzu
verstehen, daß diese oder jene Person irgend welches
uoch, irgend welches Unglück durch „Verhexen“ ver—
“*, Und die solche „Sehergabe“ besitzen, sind keine
vDümmsten, sie gebrauchen nur die Nutzanwendung
n Sprüchwortes: Die Tummen werden nicht alle!
rde man ihnen nun weiter nicht übel nehmen kön—
In sie mit ihrer „Kunst“ nicht andere vollständig
miligte Leute in falschen Verdacht und in Ungelegen—
rächten. Und diese Tatsache haben wir hier in
cher. Hier soll es so sehr viel „verhextes Vieh“
deshalb läuft man zu so einem Hexenmeister und
Rat. Dies Amt besorgt hier ein junger Hand—
lle. Für schweres Geld hat er sich das 6. und7.
ses besorgt und hieraus schöpft er seine Weisheit.
en „Rat suchenden Leuten“ klipp vnd klar, wann
'elcher Gestalt die Hexen kommen werden. Er
enbar wie weiland Goethe's „Faust“: Es mnöchte
d. so länger leben, drum hab ich mich der Magie
eun, ob mir durch Geistes Kraft und Mund, nicht manch'
mnis würde kund!“ Dieser junge Mann erfreut sich
diesem Jahre besonders starken Zuspruchs. Infolge
ngewöhnlichen Sommerwetters dieses Jahres gibt
ache Krantheit bei dem Vieh, manch' Stück geht auch
ind da läuft man eben zu diesem Hexenbeschwörer.
neiß sehr bald, woher die Krankheit dei den Vieh
einmal hat der, ein anderes Mal jener das Vieh
Nun hilft das zwar dem Vieh nicht, aber man
nch wenigftens, woher die „Verhexungen“ kommen
hat aber bekanntlich jedes Ding seine zwei Seiten
Hhexenmeister“ würde jedenfalls noch lange seine
betreiben, wenn sich die von ihm als „Hexen“ be⸗
sen Per'sonen solche Fähigtkeiten ohne weiteres nach—
ießen. So mancher hat von diesein sträflichen Tun
on der falschen Anschuldigung gehört und läuft nun
nicht zum „leibhaftigen 74“, wohl aber zu einer der
eit entsprechenden zuderlaͤssige ren Stelle, nämlich zum
sanwalt. Da nunß dieser für solche mittelalterlichen
war viel Interesse, aber wohl nicht das richtige
indnis hat, so wird es paffieren daß wir eins schoͤner
Einen richtigen „Hexensabbath“ im Gerichtssaale er—
Wir fürchten, doß den jungen Mann die Weisheiten
ä. und 7. —X Moses daboei o»lon diglich im Stich
werden.
Bewarnt wird vor einem Schwindler, welcher di
Hungen mit der Angabe betritt, er sei beauftragt, die
erleitungshähne zu keparieren. Zu diesem Zwecke
nlaßt er die anwesende Person, im Keller den Haupt⸗
eenen Während dieser Zeit veruübt der Schwind—
TZiebstähle.
vorevach 13. Nov. Schwer verunglückt in der vor—
4 acht auf dem hiesigen Hütlenwert der Rohformer
ich, aus der Pfalz gebürtig. In der Rohformerei
kippte beim Gleßeß eine Gießpfanne mit R0 Qentnee
—— ααXα
ainderssubchen

Inhalt. Das flüssige Eisee ergoß sich über Weimerich und
erbrannte ihn am ganzen Körper schwer. Der Verun—
lsickte wurde sofort nach oem Kaiser Wilhelmhospital ver⸗
racht.
Vom Zuge totgefahren wurde heute früh gegen
Uhr auf dem Bahnhof Sulzbach der Wagenmeister Grote
aus Saarbrücken. Er sprang, als der von Neunkirchen
kommende Zug in den Bahnhof einfuhr, bevor der Zug
hielt, ab, geriet unter die Räder und wurde überfahren.
Infolge Verhörung der Namen war heute früh in hiesigem
Orte die Nachricht verbreitet, daß Herr Maschinenwerk—
neister Große der Verunalückte sc

eim Gouverneur erschienen, um ihren Lovalismus n ber
unden. Die lokalen Blätter verlangen eine Verstärkung
»er Garnison von Tunis. Man glaubt, daß Geld unter
ie Aufrührer verteilt worden ist, enere Verhafteten
»efanden sich im Besitz erbeblicher Geldmittel. .
se ip deht Von e französischeitalienischen
Grenze wird berichtet. daß zahlreiche italienische Reservisten auf
die Nachvicht der Mobilifirung der Jahresklassen 1388
und 1889 sich durch den Mont Cenis⸗Tunnel nach Frank⸗
reich zu flüchten suchten. Andere überschritten den Paß
Frejus, gelangten nach Bordeaur und schifften sich von
»ort nach Südamerika ein. Die Gesamtzahl dieser Reser—
aisten ist sehr beträchtlich.
London, 11. Nov. In Peking laufen ständig die
chlimmsten Gerüchte um. Alle Welt ijst überzeugt, daß die
Nordarmee über Land nach Veking marschirt. Prinzen und
»ornehme Chinesen suchen Schutz im Gesandischaftsviertel,
vohin die Wertsachen und Vaarinittel im Betrage von vie—
ien Millionen Taels gebracht worden sind.
Hongkong, 11. Nov. Matrosen der englischen Kriegs—
schiffe sind in Canton gelandet, um die europäischen
Quartiere vor den Ausschreitungen der Rebellen zu schüten
Außerdem wurden vier Kanoneu an Laud gebracht.
New NPYork, 11. Nov. Carnegie hat 100 Millionen
Mark für Erziebungszwecke in den Vereiniaten Staaten ge⸗
pendet.
Tientsin, 11. Nov. 4000 Flüchtlinge sind aus Peklng
hier eingetroffen. Der Vizekönig von Tientsin beabsichtigt
die Stadt den Rebellen zn übergeben, aber der komman—
dierende General, der über 10000 Mann verfüugt, will sich
n ein Gefecht einlassen. Die Telephon und sonstigen Re—
zierunasbeamten sind in den Streikf getreten und verlan—
gen dreimonatliche Vorauszahlung ihres Gehaltes.
Chiasso, 13. Nov. Der Aranti erhält aus Venedig
über die bevorstehende italien. Flottenaktion folgendes Tele—
gramm: Die Schiffsdivison unler dem Befehl des Herzogs
der Abbrnzzen, beäehend aus? aroßen Schlachtschiffen und
Torvedobooten hat bereits zwischen den Inseln Cergio
and Cantia Stellung genommen. Eine 2. Division, be—
tehend aus 9 Schlacht und 3 Untersebooten unter Admira'
Aubri befindet sich schon bei Lemnos Eine 3. Division is
»on Venedig abaefahren und ebenfalls nach Lemnos gerich—
et. Die Landung auf Mitilene, Chios und Rhodos wird
inter dem Schutze der 83. italien. Divisionen mit Truppen
us Padua, Venedig und Mailand' erfolgen. Geflern abend
st der Onmpféer Leonidas aus dem ägiptischen Meer in
seapel eingetroffen. Der Kapitän berichtete, er habe ir
»en Dardanellen 5 türkische Kriegsschiffe und 3 Torpedo—
»ooten unter Volldampf' fahren sehen, woraus zu schließer
i, daß die Türken mit den Italienern kämpfen wog
zorens, den Jordwind haben die Kömer
C mit Recht geführtet, weit er ihnen Schnupfen und
4 ernste Erkältungen brachte. Jetzt in der schlimmen
Jahreszeit hot nun jeder Ursache, die schädlichen
h Einwirkungen eisiger Winde zu fürchten, und man
muß doppelt auf der Hut sein. Fays ächte Sodener
„Mineral-Pastillen wirken vorbeugend bei Erkältungs—
—* gefahr, und sie bekämpfen jede vorhandene Erkältung
der Luftwege prompt und auf die denkbar bequemst⸗
Weise. Dabei sind sie billig· Ne Schachtel afe
nur 856 Pfa. — —
Wochenspielplan d. Thalia⸗Theaters Saarbrücken
Montag, 13.* Nov., 810 Uhr:“ Der Graf von Luxemburg.
dienstag, 14. Nop. 810 Uhr: Vielliebchen.
Ddonnerstag, 16. Nov. *s810 Uhr: In' der' Fremdlegion.
kreitaa, 17. Nov., 810 ẽUhr: Gastspiel“ des ehemaligen
Hofopernsängerspon Darmstadt Ernst Hein⸗
Raven Tieflland.
zamstag, 18. Novemkor dro Ubr. Mortha.

*

*Cleve, 11. Nov. Gugendliche Brand—
isfterin. In einem hiesigen Hotel war in letzter
zeit viermal Feuer ausgebrochen, ohne daß man die
rsache feststellen konnte. Es hat sich herausgestellt, daß
s sich um Brandstiftung handelte, die ein im Hause
ätiges 16jähriges Diensimädchen verübt hat. Bei der
zernehmung durch die Polizei gestand das Mädchen die
Zrandstistungen ein, weigerte sich aber hartnäckig den
zrund ihrer Handlungsweise anzugeben.
*DZuisburg. 11. Nob. (Zwiei Kinder aus
»em Fenster gestürzi.) Ein schrecklicher Un—
zlücksfall ereignete sich in dem Hause Festsraße 24. Die
eiden 4.0 und 7jährigen Söhne des dort wohnenden
zahnarztes Ruperti waren einen Augenblick in dem im
weiten Stockwerk gelegenen Kinderzimmer allein ge—
assen worden. Der fährige Willy kletterte auf die
zensterbank und öffnete das sorgfältig, noch extra mit
iner Kordel verschlossene Fenster. Beim Hinauslehnen
»ekam der Zunge das Uebergewicht und stürzte auf die
traße. Sein Bruder Heinrich stürzte ihm nach. Mit
chweren außeren und inneren Verletzungen trug man
ie Kinder in das Haus. Der älierée der Jungen er—
ag kurz nach der Einlieferung ins Krankenhaus seinen
Lerletzungen. Das Befinden des jüngeren iit ebentair⸗
bedenklich.
* Duisburg, 11. Nop. ( Kaubmörde r?) Auf
der Zeche „Deutscher Kaiser“ wurde der Bergmann RKo—
lacet verhaftet. Er ist verdächtig, im Jannar in Maͤh—
rischOstrau einen doppelten Raubmord hegangen zu
saben.
* Vom Oberrhein, 11. Nov. Schiffahrt.) Trotz⸗
»em der Wasserstand des Rheins mehr und mehr zuͤ—
ückgeht, konnte die oberrheinische Schiffahrt bisher auf
echt erbalten werden. Verschiedene Reedereien führen
uch regelmäßige Fahrien nach Straßburg und Kehl
Pohl noch nie seit der Hebung der Schiffahrt auf dem
Iberrhein konnte bei einem so niedrigen Wasserstant
vie in diesem Spätjahr gefahren werden, hanptsächlich
danl der weit vorgeschritenen Rheinregulierungsarbei
en. Es ist jeßt schon, obwohl die Regulierung nod
ange nicht vollendet ist, eine Fahrstraze vorhanden, di
hei den derzeitigen niederen Walserstand eine Tiefe von
139 bis 140 Zuun aufweist, so das selbst noch größer—
Dampfer bis Straßburg und Keblefahren können,.
* Nnunbera, 11. Nouw. (Jum Fabrirtbéran d.
Bon dem Braud in e nem Fabrikgebände der Siemens
zchuckertWerke sind längere Betriebsstörungen nicht zu
efürchten, weil die Fabrikation zum größten Teil ir
ndere Räume verlegt werden kann, sodaß auch für die
n Frage lommenden Arbeiter eine nennenswerte Unte
rechung der Arbeit nicht euftstesp—

Den Sesalt mocsito!

Freibank.
Heute und Morgen Rindfleisch,
das Pfund zu 30 Pfg.
Sschlachthof⸗ Verwaltung.
—
Swangs Versteigerung.
Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in Dud⸗
veiler belegene, im Grundbuche von Dudweiler Band 35
Urtikel 1716 zur Zeit der Einiragung des Versteigerungs⸗
sermerkes auf deu Namen des Zimmer Peter, Verginva⸗
ide in Herrensohr, Sohn von Peter eingetragene
ßrundstück Nr. 4 Flur 23 Rr. 711/120 Talstraße Rr. 3
sseb. Rolle 1772, Hofraum und Hausgarten groß 6.77 Ar,
) Wohnhaus mit Abtritt mit 130 Mark Nußungswert am
1. Januar 1912, Vormittags 10 Uhr, durch das unter—
jeichnete Gericht — an der Gerichtsstelle — Zimmer Nr.
2 versteigert werden. W F
Dudweiler, den 30. Oktober 1911. —
Königliches Amtsgericht 11.
Spessekohlrabie
a Zentner 250 Mark am Hause abgeholt.
Muinten,. Luisenstraß⸗

—EP —— ——

—777 — prurv
ailligos Sehweinefleisch
a8öοεnerteα (Dörrfleisch) ohnas tnochen pfu. G5 pf.
esalæen......cohne Inochen) pfu. 30 psj
alles tierũrztlich untersueht, in Postkolli oder Bahnkubel ab hier Nachnahme, offerieri
Wilh. Schwarz, Fleischwaren en gros Hamburg4 M
“indar⸗ Uervderagend bewähese
Nasirung.
nanpunq Die kinder gedeihen
voezuglies qgabei
ranken v ldee
kost. Vertabongsssorunq.
MLageli
Tagelühner such
Vangtschast ich
angeschäst Micha.
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Neueste Nachrichten und Teleqramme.

Berlin, 11. Nov. Das propellerlose Luftschiff hat heut
vom Tegeler Schießplatze aus seine erste Fahrt unternom—
men, die etwa dreiviertel Stunden dauerte. Die Führung
hatte Oberleutnant Maier und die Ingenieure Bufsy und
Schneider. Die Leitung hatte der Direktor Wisnewski von
der Lufischiff Antriebs-Gesellschaft. Der Flug gelang gut.
Sr wurde ausgeführt, um die Schnelligkeit und den ZJleich—
mäßigen Gang des Fahrzeuges zu prüfen.
Berlin, 11. Nov. Der Zeppelin⸗-Kreuzer Schwaber
dehnte heute seine Fahrt bis zum Uebungsplatz VDöberi
wus. Drei Militärflieger umkreisten die Schwaben. Leut—
nant Braun näherte sich demLuftschiff bis auf 5 Meter und
uinterhielt sich mit dem in der Gondel hefindlichen Ober—
eutnant Mackenthun.
Rom. 11. Nov. Die Anspielungen Asquiths aus dem
Bankes des Lord Mayors bezüglich einer Vermittlung zwi⸗
chen Italien und der Türkei haben in Rom sehr befriedigt.
Man erklärt eine Vermittlung jedoch nur für möglich,
wenn die Türkei die Annexion von Tripolis durch Itäalien
anerkennt. Man glaubt, daz die Türkei in diesem Punkte
nachgeben werde, wenn die Mächte einen diesbezüglichen
Schritt in Konstantinopel durch Ueberreichung eines éollek.
'vnote tun würden.
Kiel, 11. Nov. Die Vereidigung der Marine-Rekruten
jat heute Mittag im Excrcierhause der 1. Matrosen-Dipi—
ion statigefunden. Der Kaiser hielt eine kurze Ansprache,
n der er die jungen Soldaten au Treu⸗ und Gehorsam
rmahnte.
Paris, 11 Nov. Aus Marseille wird berichtet, daß
zestern Abend Erdstöße in Lambese wahrgenommen worden
ind, wo bereits vor zwei Jahren Erdbeben großen Scha—
den angerichtet haben. Die Einwohner flüchteten eiligst
auus ihren Wohnungen. Schaden ist diesmal nicht ange⸗
ichtet worden, auch keine Versonen⸗infärso sind zu var—
zeichnen.
Paris, 13. Nop. „Echo de Paris“ meldet aus Rom:
kin Brief aus Jerusalem berichtet über eine lebhafte Er⸗
regung in Palestina gegen bie Italiener. Antiitalienische
Kundgebungen fanden in Java, FJerusalem und Bethlehem
tatt. In Jerusalem keiern die Türken ihre angeblichen Siege
durch Feuer im Konak, und durch religiöse Zeremonien.
Die türkischen Behörden haben alle italienische Einwohner
mit neuen Steuern belegt. Das Kloster der italien. Vale—
iena veispielsweise ist mit 18000 Fr. neuon Steuern he—
egt worden.
Paris, 13. Nov. Matin berichtet aus Tunis: die
5tadt ist ruhig. Die Italiener geben jedoch Zeichen einer
jewissen Agitation. General Pistor hat einen Tagesbefehl
eröffentlicht, worin er dieß Truppin wegen ihrer Haltung
olaEwünschte Einias Ahnrdnungen van Eingeborenen sins

zerr dein Wille gdeschehe!

Gott dem Allmächtigen hat es in seinem uner—
orschlichen Ratschlusse aefallen, unser liebes Schwester⸗
hen und Kind
m zarten Alter von 7 Monaten zu sich in ein kesseres
Jenseits abzurufen.
Im stilles Beileid bitten
die trauernden Eltern:
Ernst Kunkel und Frau Charlotte
geb. Bleicher.
Dudweiler, den 13. November 1911.
Die Beerdiguug findet am Dienstag Nachmittag
1230 Uhr. nom Sterbehause aus ssatt

Jächste Pocho
Ziehung sicher 18. Novp. l
0. —I—
Mbk. Lotterie
Gesamtbetrag i. W.
10 000 Mark
1. Hauptgewinn
10000 Mark
weitere Hauptgewinne
13300 Mark
und 1383 Gewinne
16700 Mark
hos mx. ——
mpfiehlt Lotter. Untern.
J. Stürmer
** Oenuastr 4n

4

Danksagung.
Für die große Beteiligung herzlicher Teilnahme bei
zꝛer Beerdigung meiner geliebten Frau spreche ich hierdurch
neinen innigsten Dauk aus. In Sonderheit den vielen
dranzspendern sowie Herrn Pfarrer Schmidi für die trost⸗
eichen Worte, die er mir gefpendet hat.
Wilhelm Lochner.

X
ꝛewahbren aueh im
——.ã i
Drenee ee
* dureh Leonbardts
Nadfahrer Herein ——
uzweiser —E
heute Abend s Uhr —X
Waalkfahren *

Dje

—
Wird der Wäsche leicht verschafft
inæziꝗ durch der reinen, milden
Sunlichtseife Wunderkraft!

—— — — — — — — — —
VMlüsch Eiebre εů ννο Neuboiten —
            
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