Full text : Dudweiler Zeitung

„Du,“ sagte er, ‚höre mich an, hler stnd wir ganz un—⸗
gestört.“
Leopold blickte auf, er begriff nur nicht, warum der Va—
ler mit einemmale so laut sprach.
„Ich habe einen Plan,“ sfuhr dieser fort, „Gras Düren be—
itzt eine reizende Entelin, ein Prochtniädel, — die sollst
Du heiraten! Nun. — nun, — sieh mich nur nicht so ent
— n, is hältte ich von Dir verlangt, Sun nieft auf den
Blocksberg steigen in der Walburgisnacht! Sieh Dir das
Mädchen erst einmal an, ehe Du den Kopf schüttelst, ich sage
Dir, die Kleine wird Dir sicher gefallen. Ich habe nicht
leicht etwas Hübscheres gesehen, und wenn Du sie willst,
meinen Segen hast Du!“
Leopold schüttelte den Kopf.
Du scheinst meinen Brief, den ich Dir vor meiner Ab—
reise schrieb, ganz falsch aufgefaßt zu haben,“ sagte der tröu—
rig. „Ich hoffte, Tu würdest mich versiehen, ohne nähere Er—
klärung. Dies ist jedoch nicht der Fall, sonst würdest Du
nicht in der ersten Stunde mit eincin derartigen Plan an
mir herantreten. So wisse denn, die Liebe wa es, die mich
forttrieb!l Ich wollte den Gegenstand meiner unsinnigen Lei—
denschaft fliehen, um vielleicht, — in der Ferne, — weit wee
von derjenigen, die ich liebte, vergessen zu lernen! Ich schrieb
Dir ja, ich brachte Dir dieses Opfer, denn ich — ich hätte
das Mädchen zum Weibe begehrt, und wäre es als Bettlerir
von Haus zu Haus gezogen!“ Aber um Deinetwillen ent—
sagte ich und floh. Freilich sah ich mich in meiner Hoff—
nung bitter getäuscht! Draufen, wo ich Genesung zu finden
glaubte, wuchs die Sehnsucht nach dem unerreichbaren Glüd
immer mehr, sie trieb mich von Ort zu Ort, — ich sah end—
lich ein, daß ich umsonsu kämpfte, und darum, Vater, ent—
schloß ich mich, Dich zu bitten: „Laß mich gluͤcklich werden,
gib mir das Mädchen zum Weibe, das ich liebe, mag die
Welt nach ihrem Sinn urteilen!“ —
Leopold streckte dem Vater die Hand hin, die dieser
warm drückte. Dann spielte wieder ein eigentümliches Lächeln
um den Mund des Fürsten.
„Du hast mir aber noch nicht gefagt, wie Deine Aus—
erwählte eigentlich heißt?“
„Ach — Vater; daß Du das nicht erraten hast; Ich
meinte, alle Wett müßte das bemerkt haben, — sie ist, —
sie heißt — Erikal“
Vater und Sohn standen noch inmer auf demselben
Platz vor der Jasminlaube; sie konnten nicht sehen, wie
drinnen ein erglühendes Mädchen die Hände vor das glücklich
lächelnde Gesicht schlug und wie zwischen den weißen Fingern
Tränen hindurchliefen, — es waren Tränen des reinsten,
füßesten Glückes. Schon bei den ersten Worten, die so deut
lich an ihr Ohr schlugen, war Exika aufgesprungen. Sie
lauschte mit angehaltenem Atem auf das, was draußen ge—
sprochen wurde, und immer heftiger pochte ihr Herz, immer
schneller wunden ihre Atemzüge. Es war ihr plötzlich klav
geworden, warum der Fürst ihr heute aufgetragen hatte, in
der Laube zu warten, bis er kommen werde, sie zir rufen.
Es handle sich um eine Ueberraschung, sie möchte ihm die
Freude nicht verderben.
Wie eine süße Ahnung durchzog es nach diesen Worten
des Mädchens Herz. Geduldig saß Erika wohl schon eine
Stunde auf der Bank, mit einem Buch in der Hand. Sie
gab sich Mühe, den Inhalt zu erfassen, aber immer wieder
sehweiften ihre Gedanken weit ab, träumerisch starrte sie vor
sich hin, bis sie endlich das Buch zusammenklappte, und es
mit einer fast ärgerlichen Bewegung auf den Tisch legte.
Was war nur heute mit ihrs Wollie das rebellische
Herz garnicht zur Ruhe kommend Sie schalt sich selbst eine
Zin ein einfältiges, dummes Ding, und doch, was half es
r
Daa schreckte sie plötzlich ein draußen laut werdenden Ge—
räusch nahender Schritte aus ihrem Sinnen auf.
Und dann, — diese Stimme, — die sie aus tausenden
heraus erkannt hätte, — sie ließ ihr Herz in schnellen Schlä—
gen pochen. — — —
Draußen herrschte, nachdem Leopold ihren Namen ge—
nannt, sekundenlanges Schweigen. Plötzlich fiel ein Schatien
in die Laube und am Eingang derselben stand — Leopold
— der noch immer nichts begriff. Der Fürst schob den leise
Widerstrebenden vollends hinein:
„Da drinnen — in der Laube — da wächst auch das
Kräutlein, das Dir Heilung bringen soll für alle Zeit!“
lachte er dabei.
Dann wandte er sich zum Gehen. Noch einme! sah er
zuvück nach der Jasminsaube, dann schritt er dem Schlosse
Zu, um das graͤfliche Paar von den bevorstehenden Verlo—
bung seines Sohnes mit Erika in Kenninis zu setzen.
Man hatte schon längst alles eingehend besprochen, aber
noch imer zeigte sich nichts von dem jungen Paare.
Die chronische 8tuhlverstopfung der Ssäuglinge wird
meistens dadurch bewirkt, daß die Kinder in zu frühem
Alter zuviel Kuhmilich erhalten, welche sich im Magen de⸗
sKtindes zu großen festen Klumpen zusammenballt, und die
der Verdauung viel mehr Widerstand leistet, als die Mutter—
milch. Durch Zusatz von
Kufeke
zur Kuhmilch wird die Gerinnung derselben im Magen des
Kindes eine feinflockige, leichter verdauliche und der Nähr
wert der Milch durch die in Kufeke enthaltenen Mineral
und Eiweißstoffe bedeutend erhöht
—

Statt jeder besonderen Nachricht.

Heute morgen entschlief sanft unde
gottergeb
aach längerem Leiden im Alter von 161, ——
unser lieber unvergeßlicher Sohn, Bruder und
Schwager

Ernst Wolf

was wir hiermit Verwandten, Freunden und
Bekannten anzeigen mit der Bitte um stille
Teilnahme.
sm Namen der trauernden hinterbliebenen
der tieftrauernde Vater
Mmax Wolf.

Dudweiler, den 17. April 1910.

Die Beerdigung sindet statt am Dienstag, den 19.
d. Mts., nachmittags 280 Uhr vom öSterbehause
Saarbrückerstratze 194 nach dem Friedhofe in Saar—
brüchen

A

dachfuf.

Am 15. ds. Mts. abends 8.30 Uhr, verschied nach
längerem Leiden im Alter von beinahe 39 Jahren der
Königliche Steiger

dérp dabob Bach.

Die Verwaltung verlor in inm einen tüdhtigen und
ofliatgetreuen Beamten, die Beamtenschaft einen werten
Mitarbeiter und Freund.
Wir werden ihm stets ein chrendes Gedenken
bewahren.

cebe Dudweiler, 16. April 1910.

Hhamens der Beamten der
Königliehen Berginspektion IVU:
H 7f, bergrat.

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Verschoönerungs-Jerein
Dudweiler.

Mittwoch, den 20 ds. Mtis., abends deinhalb Uhr findet in d
Gastwirtschaft Riedschy die diesjährige
Hhauptversammlung
statt, wozu alle Vereinsmitglieder dringend eingeladen werden.
Tagesordnunq;
1. Jahresbericht des Vorsitzenden
2. Rechnungsablage
z. Ergänzungswahl des Vorstandes.
l. Feststellung des neuen Arbeitsplanes.

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ALROBCEFREI
in nuon
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—

Der Vorstand.

Vaterländischer Frauenverein.,
Ortsgruppe Dudweiler.

Morgen, Dienstag, den 19. April, abends 8.13 Un
Theaterabend
im „Nassauer Hof“ zum Besten des Vaterlandisch—
Frauen Vereins.

Zur Aufführung kommt:
Großstadtluft
Sustspiel in 4 Akten von Blumenthal und Kadelburg
Yreise der Plätze: 1. Platz Mk., 2. Platz 60 Pe
Zu zahlreichem Besuche ladet ergebenst ein
Narstand des Vaterländischen Frauen-Veren.
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Uudweiler
Die Beerdigung des Kame—
Jak. Bac
findet heute nachmittag 3 Ur
treten halb 3 Uhr

mit Garten
t aus freier Hand zu verkaufen.
Beinrich Holzer. «

I I Eshorfeld i
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P 8
21M. M8t. iO M. S e
Uberall zu haben, wo aicht,
ersand durch: General-Debit
Fertl. Schãfer,
Bankgeschaft.
cocdorf, Königsallee 52
der Dudweilor Zicç
Meine Frau wasr ihr Lehen lang
iber 50 Jahre mit einer häßlichen
—
Flechte
behaftet. Kein gesundes Fleck
chen hatte sie auf dem Leibe
Nachdem sie Zucker's Patent
MNedizinal-Seife angewendet hat,
ühlt sie sich wie neugeboren und
n drei Wochen waren die
ỹLlechten befseitigt. Zucker's
Patent Medizinal⸗Seife ist Tau—
ende wert. E. W. in Langenfeld“.
a Stüch 50 Pfennig
(15035ig) u. 150 Mk. (350)ig
stärktee Form). Dazugehörige
Zuckeheßreme 75 Pf. u. 2 M.
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MNedicinal⸗Zrogerie Dudweiler
u. Garl UAuler, Atler-Dro gerie

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koangenscher
4. —
Zie Beerdigung unseres verstorbenen Mitgliedes
—
Hherrn Jakob Bach
Kal. Steiger
findet am Montag, den 18. April, nachmittags 3 Uhr
reten am Sterbehause Neuhauserweg 25
Um zahlreiche Beteiligung bifte,

Rol.

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aringrt sich die Gn

Wene ver
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Würfeln zu 10 Pfg. sur 223 Teller Suppe. In ki
ind nur mit Wasser zuzubereiten. Angelegentlichst am—
raut Garcher. Sgaarbrückherstraße 228

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Pas Geld aber ungehoben zu Tausenden und Abertau
iegt nicht Wiese, Feld und wald. Jeder lese: „Die Voik⸗
T70 zucht auf nsusr Grundiagetia Gegen vorei
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Nächste Probe Donner-Aina.
            
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