Full text : Dudweiler Zeitung

gestcBucht, vesouders der Luübecker Bucht, sowie in
Fend der Insel Rügen ahbgehalten werden. Das
Aptquartier das Kassers soll sich in Neu-Sieelitz befin—
den. Die Kaiserparaden werden die Armeekorps getrenn
abhalten, und zwar heißt es, daß das 9. Armeelorps di
saiserparade bei Lübeck, das pommersche Armeedorps au
dem Kreckower Felde bei Stettin abhalten werde. Auch
oll ein Landungskorps der Hochseessotte vor dem Kalsen
daradieren

der Aufstand auf Vonape.
te „Nordd. Autg. Ztg.“ schreibt: In der Presse wurde
er Annahme Ausdruck verliegßen, daß die Nachricht über
»en Aufstand in Ponape bereiis seit längerer Zeit an amt—
icher Stelle bekannt gewesen und der Cefsfentlichkeit vor—
enthalten worden sei. Demgegenüber wird festgestellt, daf
die erste Nachricht durch ein am 26. Dezember in Berlhx
ingetroffenes Telegramm des stellvertretenden Gouverneurs
uus Jap nach Berlin gelangte. Am gleichen Tage wur—
zen die Angehörigen der Ermordeten durch behördliche
bermittelung benachrichtigt und am folgenden Tage der
Inhalt des Telegramms veröfsentlicht. Ein aus Rabaul
ber Sidney abgesandtes Telegramm über die gleichen
Borgänge ist erst am 27. Dezember eingetrofsen. Das
Päte Eintreffen der Nachrichten erklärt sich daraus, daß
veder Ponape noch Rabaul irgendwelche telegraphische
berbindung besitzen. Der einzige Ort im ganzen Schutz
zebiet, der Kabelverbindung besitzt, ist Jap GWestkaroli—⸗
ien). welche Insel von Ponape über 1000 Seeme len ent—
ernt ist. Der Postdampfer „Germania“, welcher die regel—
Aäßige Verbindung der Hauptplätze im Inseigebiet unter—
inander mit Hongkong einerseits und Sidney anderseits
ermittest. trai im November in Ponape ein. Bis dahlr

12*
—

*
— M————— ôσστα
atte jedenfalls irge idwelche öglichreent für Konape ge
xhlt, eine Verbindung mit der Außenwelt herzustellen.
Die „Germania“ lief nun, als sie die bedrohte Lage der
kuropäer auf Ponave erkannte, angtatt ihre Reise sortzu—
etzen direlt von Ponape nach ReLaul, dem Hauptlort des
Schutzgebietes, um Hilse herbeinholen. Darau' begab sich,
vie das Telegramm gemeldet hat, der siellverrretende
ouverneur mit den verfügbaren farbigen Polize so daten
viederum auf direstem Wege nach Pongpe und requirierto
jzleichzeitig den in Neu-Guineg vesind nuen zercuzer „Cor—⸗
moran“ zur Unterstützung. Nachdem die Pozeisoldaten
n Ponape gelandet worden waren, begab sich die „Ger—
nania“ nach Jap, und nunmehr war erst die Absendung
des am 26. Dezember hierher gelangten Kabeltelegramens
nöglich. In Ravaul ist das Telegramm und die Nach—
icht mit der „Germania“ am 30. November eingetroffen
Die erste Verbindung mit einem Orte, der Kabelverbind—
ing besitzt, siellte der am 17. Dezember v. Rabaul nack
Sidney abfahrende Lloyddampfer her, wercher fahrplan—
näßig am 26. Tezembes in Sidney eintreüen sollte.
Von der Anetidisfahrt.
*zUm h den de Forest-Preis. Der Apialiker Lo
aien startete von der Insel Sheypey aus, um als Be
verber um den Baron do Forest-Preis den Kanal zu über
liegen. Sein Versuch endo e mit der Zertrümnmietung sei
ies Howard-Wright-Zweldeckers. Er machte einen kurzer
Probeflug, mußte aber schnell landen, da die Maichine
mßer Ordnung geriet. Hierbei stieß er so heftig an einer
Erdhügel, daß sich der eroplan überschlug. Lorain kam
um Glück ohne Verlenangen davon. Der Zweidecker ist
o schwer beschadigt, A5 er für die Preis-Bewerbung nich!
nehr in Frage kommt

—

deinitz ist der Charakter als Bergrat mit dem persfönlichen
Range der Räte 4. Klasse allerhöchit verliehen worden
Dem Bergimnann Heinrich Heck 1 in Clarenthal, dem Auf
eher Karl Stötzer in Krughütte, dem Bergmann Johan:
deßler in Dudweiler, dem pensionierten Bergmann Jako
Siegel in Quierschled, dem Berg. Peter Klär in Heiligonwale
dem Auffeher Jakob Lehmann 3. in Neunkirchen und den
Tagearbeiter Friedr. Meyer in Saarbrücken wurde das
Allgemeine Ehrenzeichen verliehen. — Tem Steiger Alt—
meger des Steinkohlenbergwerkes Reden ist aus Anlaß
seines Scheidens aus dem Amte der Titel „Königlicher
Fahrsteiger“ beigelegt worden. Nachstehende Hilfssteiger
find vom 1. Januar 1911 ab bei den in Klammirn bei—
zefügten Bergwerken ernannt worden: Georg Gierend
Von der Heydt); Friedrich Schörnack (Tudweiler); Jakob
Schmitt (Camphausen), sowie Friedrich Collet und Aug.
Hübner (Reden).
Besitzwechsel. Das dem Bergmann Herrn Friedrich
Bach gehörende, große Kirchenstraße belegene Anwesen
Wohnhaus mit Garten) ist zum Kaufpreise von 7000
Mark von dem Vergmann Herrn Philipp Weber erworben
vorden.
Saarbrücken, 30. Dez. Ein verwegener Einbruchs—
iebstahl wurde am Mittwoch abend im Kirchenpfad im
ztadteil Malstatt in einen Wohnwagen. der dem Karussel—
esitzer Bode gehört, veribt. Der Besitzer des Wagens
atte sich, um Einkäufe zu besorgen, auf kurze Zeit von
einem Wagen entfernt. Die Abwesenheit des Hausherr'
enutzte der Täter, um einzubrechen; er öffnete die Tü
nit einem Brecheisen und gelangte so in den Wagen
Dort wußte er auch genau Bescheid. Denn Herr Bode
satte unter der Bettstelle ein Kästchen befestigt, worin er
ein Geld aufbewahrte. Der Einbrecher riß das Kästchen
ab und nahm das darin liegende Geld (etwa 500 Mark)
an sich. Noch hatte er seinen Raub nicht ganz in Sicher—
heit, da kehrte Herr Bode zurück Er sah zu seinem Er—
taunen die Türe des Wagens offen stehen nnd das Innere
»rhellt. Sein Staunen steigerte sich noch, als er in den
Wagen eintrat und dort einen Mann mit geschwärztem
Besicht gn der Arbeit erblickte. Als dieser sich entdeckt
ah, warf er dem Ankömmling die brennende Lampe ent—
zegen und machte sich dann, so schnell ihn die Beine
ragen konnten, aus dem Staube. Herr Bode, ein
chon älterer Mann, verfolgte den Einbrecher, doch leider
gelang es ihm nicht, den lichtscheuen Gesellen wieder ein—
zuholen. Zweifellos handelt es sich hier um eine Person,
die die Verhältnisse genau kannte, so daß es wohl nicht
chwer halten dürfte, demselben auf die Spur zu kommen.
Andere Angaben, die zur Ermittelung des Täters führen
önnten, konnten noch nicht gemacht werden.
(Srbr. Volksztg.)
Saarbrücken, 30. Dez. Am Montag, den 9. Januar
1911 beginnt die 1. Schwurgerichtsperiode des nächsten
Jahres. Den Vorsitz hat Herr Landgerichtsdirektor Magnus.
— Vom 9. bis 11. Januar kommen solgende Fälle zur Ver—
jandlung: Montag, den 9. Januar 1911: Franz Reining,
Taglöhner zu Saarbrücken. Derselbe hat sich wegen Körper—
»erletzung mit Todesfolge zu verantworten. Als Verteidi—
ger amtiert Herr Rechtsanwalt Dr. Scheur. — Dienstag,
den 10. Januar: Ehefrau Wilhelin Daub, Anna, geb. Be—
ckendorf aus Hostenbach, der Brandstiftung zur Last gelegt
wird. Verteidiger: Herr Rechtsanwalt Weiler. — Am 11
Januar richtet sich die Anklage gegen den Bäckermeister
Ludwig Frey zu Dudweiler wegen Meineides. Die Ver—
eidigung liegt in den Händen des Herrn Rechtsanwalts
August. (Sbr. Volkszt.)
Einsdorf, 27. Dez. Die Gemeinde hat das an der
Hauptstraße gegenüber der Kirche gelegene Mädchenschul—
haus nebst der angrenzend Lehrerinnendienstwohnung wegen
der geräuschvollen Lage für den Schulbetrieb verkauft.
Aäufer ist der hiesige Kaufmann Reinsbach, der das Ge—
häude zu einem der Neuzeit entsprechenden Geschäftshaus
uimbauen will. Der Kaufpreis beträgt 14000 Mk. Da
das Gebäude zwei Schulsäle enthielt und keine anderen
freien Säle zur Berfügung stehen, muß ein Erweiterrungs—
dau der bestehenden Schulhäuser errichtet werden. Mi—
den Arbeiten soll im kommenden Frühjahre begonner
werden. (Srbr. Volksztg.
Neunkirchen, 29 Dez. In der gestrigen Sitzung des
dr r erCThüringer Gas—
weiteres Viertel—
Mocht behal—

w* Essen, 39. Dez. Karam oolagen Auf der Strech—
Wer den-Velbert ersolgte ein schwerer Straßendahn-gusam
mensoß. Viete Personen wurden verletzt, davon schwer
*Moselweiß (Koblenz), 29. Dez. (Werbrüe t. ) Ju
einent unbewachten Augenblick siel hier ein dreizährige,
Kind in ein Gefäß mit kochendem Wasser und vordbrüht
sich so schwer, daß es lkurz darauf starb.
* Riederlahnstein, Z1. Tez. (Messerstecherei in
Zuge.) Zwischen einem Trupp heimfahrender Maure
eitestand zwischen hier und Friedrichssegen im Eisenvohn
wagen vierter Klasse ein Streit, der zu einer wütendel
Messerstecherei ausartete. Die Notbremse wurde gezogen
und der Zug hielt 20 Minsten auf offener Strecke, Li
das Zugpersonal die 5. lenden auseinandergebrach
und zwei Messerhelden ins Gefängnis abgeführt.
* Mainz, 30 Dez. (Pferdekrankheit) Die
Pferdeinfluenza uit hier mit immer größerer Hefiigkeit
iuf. Sie hat 9 nunmehr auf die Vferde aller Reginien
er verbreitet. Bei den Pferden des 6. Dragoner-Regi⸗—
nents tritt die Krankheit am bhzartigsten auf, nahezu alle
Pferde sind ertrankt und berzits her 20 Tiere sind der
Zeuche erlegen.
* Franksurt, 30. Dez. (Schlachthofsperre.)
Ddie über dem hiesigen Schlachthof wegen des Ausbruches
der Maul- und Keuenseicke erhängt gewesene Sperre ist
wieder aufgehoben worden.
* Straßburg, 30. Dez. StrafkammerUrteil.)
Die hiesige Strafkammer vernrteilte den früheren Eisen—
ahn-Supernumerar Kluschach wegen mehrfacher Fälsching
 von Zeugnissen und Ablegung der Abituriensen- und
Sinjährig-Freiw'sligen Exramens für andere Personen zu 3
Jahren Gefängnis

Aus auer Welt.
Die Florabüste. Die vielgenannte und umisteittene
dlorabüste in Verlin ist jetzt von ihrem prodizorischen
Ztandort in den Sasl fer größere und kleinere Bronce—
ildnisse gebracht uns dort aufgestellt worden.
Falsche Nachricht. Ein Patiser Fachblast verbreitet
ine Rachricht von enem angestichen Todessturz eines
Niliiärsliegers auf dem Flagßlatz Ihannstal. Wie an
ustindiger Stelle ertlört wird, ist an dieser Vachr'cht kein
vahres Wort. In leszier Zeit sind in Johannistal leiner,
ei Unfälle vorge ommen.
Explosions-Unglück. Im königlichen Artillerie-Bepoit
in der Albert-Stadt in Dresden ereignete sich eine folgen—
schwere Explosion. Waihrend Depotarbeiter mit der Füll—
ung eines Geschosses heschäfligt waren, erxplodierte auf
bisher noch nicht sestgestellte Weise der Zünder. Durch de—
starken Luftdruck wurden 5 Depotarbeiter zu Boden ge—
scchleudert und erlisten schwere Verletzungen. Sämtliche Tü—
ren und Fenster der Werkstätie wurden zetrümmert.
.Das Haus Tolstoi. Tolstsi's Sohn Les, der in
Jasna Pohana weile, ist nach Paris zurüdge“ehrt. Er
hat erklärt, er sei angeekest von aslem, was er im Eltern—
hau'e gesehen habe. Nicht cine Erinnerung wo'le er dar—
an behalten.
Apachenschlacht. In der Rue du Faubourg in Paris
kam ses zu e'ner förmlichen Schlacht zwischen Polizisten
und einer Apachenbande. Schon seit geraumer Zeit liefen
bei der Polizei fortgeseht Klagen ein, daz in dieser Ge—
gend Apachen ihr Unwesen tresben und zu nachtj hlafender
Zeit Passanten überfallen, denen sie ein Lafsfo über der
opf wersen und zuschnüren, um Hnen die Taschen 31
teeren. Den Machforichungen der Polizei gelaug es end—
ich, herauszubelommen, daß eine Spelunke in der be ref—
enden Straße das Hauptquartier der Apachen darsiellt
ind so begaben sich zahlreiche Polizisten beg'eitet von ei—
uigen Opsern der nächtlichen Ueberfälle, die sich die Züg
er betreffenden Apachen gemerkt hatten, nach der Spe
unse. Das Haus wurde umzingelt, und die Polizister
zraͤngen in die Kneipe ein, wo vier Kerle um einen
Tisch saßen, d'e sofort als Apachen erkaunt wurden. Wäh—
end die Poltzisten sich anischickten, sie sestzunehnten, er—
chien unter der Tür, die zum Nebazimmer führt, eint
dirne, die sofort Rlarm schlug. 4. nächsten Momen!
taͤrzten noch acht Ahachen heren und begannen sofort aus
hren Revolvern auf die Polizisten zu feuern, Diese ichos—
en zurück, und es entwickelte sich ein förmliches Feuerge,
echt. Als aber die Apachen die Ueberzahl der Polizei
emerlkten, versuchten sie zu entfliehen, und rannten in die
beren Stockwerke des Hauses h'nauf. Sie fanden jedoch
einen Ausweg und mußien sich schlie lich ergeben. Dic
Zolizei nabm alle zwölf fest.
Chauffeurstreik. Sainuliche Kopenhagener Droschlen
hausseure haben erklärt, den Automobil-Betrieb in der
hlvesternacht einzustellen. Als Grund für den nächt icher
ztreik geben sie an, daß sie sich e ner Benzin-Explonor
zrer Fahrzeuge nicht aussetzen wollen. Diese Gefahr be—
ehe aber für sie, da die Polizei erlaube, daß währen?
r Nacht Feuerwerkskörver auf den Strahen abgebrann
Mutonodishesinc 2

Niederlahnstein, 20. Dez. Din heftiger Kampf fand
gestern zwischen fremden Arbeilern in einem Eisenbahnwa—
gen statt, wobei zahlreiche Verwundungen vorkamen. E«
vurde die Nothremse gezogen. Das Zugpersonal brauchte
einige 20 Minuten, um die Kämpfenden auscinander zu
bringen. Mehrere Personen mußten im Krankenhaus un—
ergebracht werden.
Wiesbaden, 39. Dez. Der ungarische Student der
Landwirdschaft, Alerander Baumann, aus der Nähe von
Budapest, hat sich gestern nachmittag in einem hiesigen
Sanatorium erschossen
Liegnitz. 30. Dez. Bei einem hier ausgebrochener
Stubenbrande verbrannte die verwitwete Mühlsenbesitzerin
Stelzer und ihre drei Monate alte Enkelin.
Danzig, 30. Tez. Die Opfer einer Vergiftung wur—
den die beiden Söhne des Besitzers Ammer in dem Dorfe
Ohra bei Danzig Die Knaben litten an Magenschmerzen,
worauf ihnen die Mutter eine „Arznei“ eingab, die sie
von einer umherziehenden Frau gekauft hatte. Die Kinder
starben nach dem Genuß der Arznei unter Vergiftungser—
scheinungen

Röln, 31 Dez. Wie die „Koin. Vol 83tg.“ melbdet,
st Prinz Mar vor seiner Rücdreise nach Fleiburg noch—
sials, vom Dommikanergeneral Pater Cornter begleitet,
n einer dritten Audenz vom Papst empfngen worden.
In einer Dresdener Meidung desselbven Bleites wird es
iss Erfindung bezeichnet, daß Bischof Dr. Schäfer der
Gersasser der im „Dresdener Jonrnal“ vom 24. Dezember
ir?o glen Betanntmachung sei. Die Bedannmachung sei
zuem Wunsche des Königs entsprungen, Klarhbeit und
Wahrheit in die wirren Nachrichten über di Prinzen zu
ringen. Bischof Dr. Schafer sei allerding; in der Ange—⸗
egenheit gehött worden, weil Prinz Mar als Priester dea
atbelischen Vikariats Sachsen, dessen Juristiktion unter
teht.
Brüssel, 31. Dez. Die chinaofsiziöse Igenee diEx—
reme Orient“ meldet aus Peking vom 24. Dzember: Mau
erfährt, daß der alte Prinz Chena, das broorragendsie
Plisglied des Grokßen Rates, das Opfereines At«
bentates geworden ist, a's er die Sißzug der Natio—
nalversammlung verließ. Ein Unbekannter gab auf ihn
tinen Revolverschuß ab; aber die Kugel sog am Kopf
zes Ministers vorbei und berührte ihn nick. Der Schul⸗
dige wurde verhaftet. Den Zeitungen mirde verboren,
iber den Vorfall zu berichten. Man glaub, daß das At—
entat den stevolutionären zuzuschreiben ist
Madrid, 31. Dez. Die Lage in Barcelona ruft
tinige Beunruhigung hervor, da zu dem Streik der Ha—
senarbeiter und Fuhrleute noch die politisg Agitation hin—
zuukommt, die gesteigert wird durch die eiolgte Annullie—
tung des Vertrags der Stadt mit den Zenenthändlern, der
bei der kürzlichen Interpellatinn in der Kammer eine
Rolie gespielt hat.
Konstantinopel, 331. Dez. Priizz Dolgoruky,
ein wegen seiner Exzentrizitäten bekaine russischer Poli—
tiker, hat sich von Salonik an den Gyswesir und den hie—
sigen russischen Botsichafler in offenen Regrammen ge—
wandt, um die Leiden des Gefangenmnsin dir Villa Ala—
tin: zu schildern, Er schlägt vor, daß dem Ersultan ein⸗
Retse nach Abazzia gestaltet wird.
Bareelona, 31. Dez. Deritshe und amerikanische
——
ken ungefährdet aus dem Haten zu seafsen.
Mexiko, 34. Dez. Die Regirngstiuppen nahmen
Malpaso, den Stützpunkt der Revoßronären, ein. Man
nimutt an, daß die Sache der Instrgenten dami
einen tödlichen Schlag erlitten habe.
NewsNork, 31. Dez. Neuerdius sind aus Merxikz
Beorichte eingetroffen des Inhalis: Daz biete den Insur
genten Amnestie an und verspreche le Absetzung mehrere!
Gouvernenre und Steuerreformen. die geschäftliche Stochk
ung in Mexiko scheint sich auszudenen.
Chicago, 31. Dez. „75 000 otomotivführern und
Zugbecmten der Bahnen nördlich, üdlich und westlich vor
Chicago wurde eine Lohnerhhung ven 10 Prozl
bewilligt, die sogleich in Kraft itt. Die Zugbeamten
der Canadian Northern Railwan vurden in qleicher Weis,
bedacht.
Rom, 80. Dez. Der Papst apfing heute im Thron—
saal das beim Hl. Stuhl beglaubte diplomatische Korps
zur Entgegennahme der Glückwüche zum neuen Jahr, die
der österreichisch-ungarische Botschter als Doyen aussprach.
Der Papst dankte uͤnd spendete n Anwesenden und ihren
Angehörigen den apostolischen Sen.
Rom, 31. Dez. „Osservaton Romano“ veröffenilicht
folgende Rote: Wir wissen,)aß der Prinz Max von
Sachsen, der gestern unser Borwerlassen hat, eine eigen—
ndiae Erklärung unterschrien hat, in der er alle Ir—
»oa irban unüberle geschriebenen und in der
tchten Artikels, aner⸗
bedingunags-
            
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