str. 300.
—————
Postschließfach Nr. 14
—⏑⏑, —
oOusioqꝗq, ven aA1. Dezemoer 13333.
28. —D
Postschließfach Nr. 14.
2 *
— * 7 —
833 8337 * 3 * 243 5 A
»J333 177
—7 —41 3
9 72 — 53 F* 3 —— 5 8
—VVV— F 3 543 75— 553 5 —
* * —— * — — — er
—
**
5
Erscheint
täglich mi Ausnahme der Sonn⸗
Feiertage.
—
Anzeigen
kosten 10 3 pro G6spaltig Yertzede
auswärtige 15 4
* r.13
Amfliches Publikafionsorgan
Ab eis ijr FJio Nii istero oil
Nnnementspr tür die Bürgermeisterei Dudweller.
monatlih 70 — frei in's Haus
gebracht,
bel der Post bestellt A 2,25 vierteljährlich. Fernsprech-Anschlußß Saarbrücken Ar. 69, 259, 269 1. 1261. Redaktion, Druck und Verlag von 3 Unlexrkeller Dudweller. Bei Jahres⸗Abonnement „ochste? Rabatt.
æææcu a — — — — F5p—roerrre?töëä—?22———IZDnursßEADVDVVVDEVEEE UIUVVVVVVVVEEEEE — ů——— — —E——— σ απ σSπ ιισιαι πια ι——— ——
deder Abonnent ist mit 30 0 m genen Tod durch Unfall bei der Nürnberger Pebenoversicherunasbank in Nürnbera versichert. Jeder Unẽall ist binnen einer Woche nach Eintritt der Rürnberzer Lebensversicherunzs-Bank anzuzeigen, auck maß sich der Verletzte iunerhalb 1 Standen nad dem Anfall in ärztliche Behandlung begeben. Todesfälle müssen sonn
—R S0 0 R 0 jspütessens aber innerhalbd 48 Etnden nach dem Eintritt zur Anmeidang gebracht werden. Ueder die Soramgjetzang der Berii herung geben die Bersierunasochiaten s dir von Wertaie oder von der Nurnderger Lebeasvergtherungs-Band zu bezienen find. 0 — 0 &
——— —
»e*83] 7331.
Mit zwel Bollagen: Verlamen
——ö⏑— —756 — 2173 —
Sonntagsdialst und Zeitara Zütter. 80 pro Aspaltige Petitzelle.
eid gung geblieben, das die Provinz Seeland und die
Schelde vernachlässiagt, wenn man nicht die Befestigung
zum Gegensiande des Angriffs im Auslande gemacht hätte.
Infolgedessen haben sich zahlreiche Gegner des Projektes
in Holland dahin geeinigt, deutlich ihren Willen zum
Ausdruck zu bringen, sich von keinem Fremden in eine An—
gelegenheit hineinreden zu lassen, die ganz aus'chließlich
die Nederlande betrifsft. Ryland de Uares hat recht un—
diplomatisch gehandelt, indem er unsere patriotischen Em—
»findungen verleßte. Er ging von der Hypothese ans,
daß Holland d'ie Verträge verletzen wolle. Er hat unser«
Loyalität in Frage gezogen. Dies hat bei uns sehr miß—
allen und der schlechte Eindruck ist bei uns in Holland
noch sehr verstärkt worden durch die Tazwischenkunft det
englischen Presse. Es ist un'sere Unabhängigkeit selbst zur
Dissusion gistellt worden. Dürfen wir denn in Wirklich
keit bei uns nicht das tun, was wir wollen? Stehen ron
denn unter Vormundschaft? Man wird wohdhl nirgends
anthaft die Behaupturg aufrecht erhalten können, daf
wir uns gegen Eng'and waßfnen, und doch hat diese Tor
zelt in der Vresse Glauben gesunden, und man ist sowei
zegangen, daß man uns vorwarf, wir wollten uns ver—
eidigen imn Interesse einer fremden Macht. Natürlich wer—
den die bestehenden Verträge eingehaleen; aber die Aus,
egung d'eser Verir?ge ist Aenderungen unterworfsen Wi
verden zu gegebener Zeit unsere Auslegung zu erkennen
seben, aber heute steht dieser Vunftt nicht auf der Tages
rdnung.“
Zum ersten Male gibt nun Dr. Knyper klipyp und
lar zu, daß der angebliche Kaiserbrief niemals existiere
ud existiert haße, und daß niemals irgend wesche aus—
zärt'ge Macht einen Einsflsuß auf Hpfland im Sinne der
lusführung der Küstenverte dizung ausgeübt habe. Kuy—
»ers Ueberzeugung geht dahin, daß der neue Kriegsmini,
ter den Kästenverteidigungzentwurf in der gleichen Form
ibernehmen werde wie er, jeßzt besteht. Das BMuärchen vom
daiserbrief und von dem Drucke, den Deutsch'and ausge—
ibt haben soll, verdeantt seine Enistehung nicht zum ge—
ingsten der zweideutigen Haltung Dr. Kuhpers. Das klare
Demen“i, zu dem sich Kuyper, der damals Minsterpräsi
dent war, nun endlich herbeilißt, wird nicht verseh'sen
xindruck zu machen
rerverkaufs dieses Gelandes m Unterhandungen, die al
lerdings noch nicht abgeschlossen, aber voraussichtlich dem
nächst zu einem besriedigenden Resultat führen dürften.
*An maßgebender Stelle erfährt ein Korrespondent de
„D. G.“: Das deutsche Auswärtige Amt hat aus Anreg
ung hervorragender Persönlichleiten des Wirtschaftsleben
beschlossen, mit der Errichtung von technisch
diplomatischen Vertretungen an den Bo—
schaften und Gesandtschaften des Deutsche
Reiches einem dringenden Bedürinis Rechnung zu trager
Es handelt üch in der Haupfsage.n Schaffung eines ra
schen und cähgise arbeitenden 5. Hendienstes über die
das Wirtschastsleben dez Dertchen Reiches interessierenden
Vorkommnisse des Auslandes und um eine wirksame Ver—
tretung der Inlanda-Interenen bei den auswärtigen Re—
gierungen. Das Auzrärtige mt hat zunächst in Aussich
genommen, den Boschaftern in Paris, Wien, Petersburg
London, Washington, Totio und Konstantinopel zur Be
arbeitung der technisch-minsckinichen Aufgaben Reserenten
zur Verfügung zu siellen. Ebensßo sollen bei den Konsu—
laten, und zwar probeweise auf die Dauer von 2 Jahrer
technisch⸗rommerzielle Vertretungen errichtet werden. Ir
Aussicht genommen sind vorlckufig die Konsulate in Bes
grad, Vularest, Konssansinope. Wien, Ra⸗is, Moskau
Den neuen Referenten ist der Titel eines Legationsrates
zuerkannt. Die Mittel für Errichtung der technisch diplo—
matischen Stellen beabsichtigt das Auswärtige Amt in den
Jahren 1912513 bei Bundeszat und Reichstag fsukzessive
anzusprechen.
*Die Neuwahlen zum Reichstage dürften
poraussichtlich erst Ende Ottober oder Anfang November
1811 stattfinden. Daz dieser Termin in Aussicht genom—
men ist, kann wohl als sicher gelten, da die Armeekorpe
beauftragt worden sind, bei der NAusfstelung des Uebungs
»lanes für 1911 in der Leit vom 15. Oltober bis 15
November tunichst tierne Reservisten jimd Landwehrmänner
ein uziehen. Auch die Bezirkssommandos sind berets dar—
auf hingewiesen worden, daß die Neuwahlen wahrschein
ich in die Zeit der Kontrolsversammlungen, also im No
dember, sallen würden, und daß die Tage der Reichstags—
vahlen nicht mit Kontroallpersammlungçen besetzt werden
dürfen, da an den Tagen der letteren die Kontrollpflich—
tigen unter Milltärgeseß stehen
Frankreich
* Der „Temps“ verolicht die bevorstehende Jag d von
Skiernewice mi: der Dreitzaiser-Zusam—
menkunft, die an berm gleichen Orte vor 26 Jahren
stattsand. Die Sit,ation, schreibt das Blatt, hat sich in—
zwischen geändert.“ Die französisch-russische Allianz besteht
fester als je und Deutschland bequemt sich dem an, statt
diesen Bund als eine Cefahr anzusehen und lebt mit der
Doppel-Alliauz in guten Beziehungen. Oesterreich-Ungarn
hat im Dreibund nicht mehr wie einst eine untergeordnete
Stellung. Ob der Erzherzog Franz Josef nach Sktierne—
wice geht oder nicht, an den bestehenden diplomatischen
Berträgen wird nichts geändert.
England.
* Im kommenden Frühjahr werden auf mehreren eng
ischen Flottenstationen im Auslande enige
nteressante Weränderungen vorgenommen. Die
Stat'onen Gibraltar, Malta und serner Osten erhalten je
drei Unterseeboote der F-Klasse. Nach Ostasien werden
zuch die bisher im Mittelmeer stationierten Schlachtschiffe
riter Klasse entsandt.
J
Portugal.
x* Die provisyrische Regierung hat ein Dekret her—
zusgegeben, gemäß welchem das alte Gesetz, welches Be—
—
zegen die Republik auscedehnt wird. Der Präsident wird
ür unverletzlich erklärt. Jede Bewegung, die auf die Wie—
dereinführung der Monarchie oder die Herbeiführung des
Umsturzes abzielt, wird als Hochverrat dectrachtet
and strengstens bestraft.
* Die provisorische Regierung läßt die über Madrid ver—
breiteten Nachrichten von der wachsenden Unzufriedenheit
im Heer und der Marine, sowie in den Handwerker-Ver—⸗
bindungen dementieren. Die Entfernung von drei
Kriegsschiffen aus den Lissaboner Gewässern wird mit Rück
iichten des Dienstes erklärt. Gleichwohl erhält sich die
Meinung, daß das Ministerium nicht mehr nach
Wunsch bedient wird, um die gegen das bestehende Re
zime gerichteteten geheimen Pläne seiner Gegner im mo
tarchistischen wie im republitcanischen Lager zu vereiteln
Der Regierung fällt es überaus schwer, ihr Haupt-⸗Pro—
gramm, nämlich Ersparungen in der Militär- und Zivil—
Verwaltung durchzuführen, da jeder ernstere Versuch hierzu
einen Sturm in den betreffenden Kreisen hervorruft und
den Mißveranügten neuen Anhang zuführt.
Persien.
*Wie das Reutersche Bureau aus Teheran meldet,
erwäühnt der Minister des Aeußern in dem
Schreiben an den Vremierminister zur Motivierung seines
Rücktritts u a. die fortwährende Nichtbeachtung der
Vertragsbestimmungen seitens Rußlands und führ—
darüber Klage, daß die russische Regierung fortwährendt
üch auf angebliche Präzedenzfälle berufe, um ihr unrecht
mäßiges Vorgehen zu rechtsertigen.
* Man erwarset in Petersburg den Eintritt neuer be
deutungsvoller Worgänge in Persien. Die in Peters
burg veröffentlichtsen Nachrichten besagen, daß die Anarchit
im Lande in beständiger AZunahme begrissen sei. Die Be
hörden hötten jede Autorität verloren. Ueberail herriche
Raub und Unordnung, worunler der Handet leide
Die offiztetlen Bezteyungen zwischen Rußland und Me
werden as gesport
—
—
3
3
*
Eyl!veste in Germany.
„Well, Mister Brandu, uollen nir nicht auf die
ßerechtigfeit in Germany austößen?“ O-yes, Mitr. Trenuch,
Aso auf Uiedersehen niches Jahr in Old-England.“
— — —
Die hollaändude üstenverteidigung.
Der in Brössel encheiende „Soir“ veröffentlicht ein
In ervlew mit dem strahem nolländischen Ministerpräsi—
zenten und antirevosuneneneen Varte'teiser Dr. Kuyper
Dr. Kuyper führt au?:
„Es ist selbstversinnd irh daß die Niederlande, wie
ieder Staat, Fesungen cu ürsfen. Sie haben daher
nich das Recht, in Blis, unr rine Festung zu bauen, vor
allen Dingen schon deshainpeil diese Stadt noch lang
nach 1839 besestigt geolieben ist, in welchem Jahre de
Vertrag abgeschlossen ist, dernach der Aufjassung ver'chie
ener Blätter der Ausführtdagder Festungswerke im Wege
tehen soll. Als Roland de sares im „Temps“ und in
der „Independance Belge“ di Artikel über die Vlissinger
Ungelegenheit schrieb, bestand'in Holland gerade eine sehr
tarke Opposition gegen den Nu der Vlissinger Festung
rit der Absicht, die Aussahrut * Haues zu hinterirei—
en. Man fand, daß der * J
aben mit sich brichte, un
jestung recht zweiselhef
erte Festung, die
zjen Verteida
— — —
242 *
Politische Rundschau.
Deutsches Reich.
Die Einzelheiten, die über die Audienz des Prin
en Marxvon Sachsen beim Poapste verschiedent
ich berichtet worden sind, sind nach einer römischen Meb
zung der „Kölnischen Volkszeitung“ nachgeschriebene Phan
tasie“gebilde italienischer Zestungen. Ter Prinz hatte en
zwe malige Audienz. In der ersten wies der Papst in
bäterlichen Ermahnungen den Prinzen auf seine Irrlüme
zjin. Der Vrinz en schuldigte sich und nahm dieseiben zr
ück. Iu einer zwelten Audienz empsing ihn der Pap,
iebevocsst. Der Prin; äußerle seine große Zufr'edenhe'
iber den herzlichen Empfang anderen Personen gegenüber
den Kard'nal-Staatssekreiär Merrn del Val hat der Vrin
edoch nicht besucht.
*Die Ausssrüstung der Polizeimannschaf
en mit Karabinern wird in der nächsten Zeit ir
en größeren Städten algemein durchgeführt werden. Di
zehguptung, daß diese Neuausrüstung der Polizeimarin
chaften deshalb so schnell erfolge, weit man für Silvesier
acht allerorts große sozialdemokra ische und anarchistisch
tdevollen befürchte, ist unrichtig. Der Grund dieser Ncu
usrüstung liegt sediglich darin, bei größerem Aufruhr und
vorbereitet 2* i
Desterreich⸗ Ungarn.
*Die feierlich Eröffnung der ungarischer
delegationen fand am Donnerstag mit dem üb—
ichen Zeremoniell statt. Der Präsident der österreichischer
Delegation sagte: Erfüllt von unwandelbarer Dankbarkei
licken die Völker zu ihrem Kaiser auf als dem Küter de—
Friedens und dem Beschirmer aller friedlichen Arbeit. Aud
ie Völker Oesterreichs würden die Zeit willkommen hei
zen, wo es gelänge, die Segnungen des Friedens ohn
ede Rüstungen zu erhalten, in denen sich heute die Staa
en überböten. Die Monarchie könne aber, solange da—
johe Ziel nicht erreicht sei, ohne Ansehen, Einfluß und
Zicherheit auis Spiel zu setzen, keine Sondersiellung ein
iehmen. Die Delegation wird deshalb das in Aussich
zestellte, wesentlich erhöhte Erfordernis für die Wehr
nacht unter Bedachtnateme auf die internationale Stel unc
er Monarchie, aber auch auf die Leistungsfähigkeit den
Zolkswirtschaft gewissenhast prüfen. Sie erwartel, daß di—
lotwendigen Opfer für eine einheitliche, auf den
rundlagen beruhende Armee gebracet wat
zeseitigung aller Set