gestellten Antrag, den Minister des Reußern wegen der
Ausweisung russischer Untertanen aus dem Bezirk Mäh—
isch-Ostrau zu interpellicren. Die Nationalisten schlugen
vor, der Kommission zur Berichtersta tung Frist bis zum
14. Februar zu gesen Pasaschew (Natinnalist) bemerkle,
ie Austweisung von 118 Nu 'en sei kein Einzelsall. Podo
ische Abgeordnete sesen Zeugen. wie drei Semstwonnze
tellte, welche unvorsichtig auf Fahrrädern eine öster eichi—
che Nachbarstadt besuchten, dort un er Spionageverdach:
zerhaftet und wie gemeine Verbrecher ins Gefängnis ge—
vorfen worden seien. Nur mit gröster Mühe und näack
zer Einmischung des Voischalters sei ihre Befreiung ge
ungen. Solche Vorgänge l'ie'en cuf eine gewisse Plan
näßigkeit der Handlunzen der österreichischen Regizrung
chließen. Beseht eine solche Planmäsig'eit, dann müisse
tuch Rußland erwägen, ob der Aufenthalt der Oesterre;
—V00—
Sozialist) drückte dein Befremben aus, wesha'b die Frage
ticht auch auf die Ruisen in Deitschland ausged hut werde
Schlieblich wurde der Antrag der Matiangliisten ange
tommen
— —— —
Hof und Gesellschaft.
** Die Beisetzung des Grasen Balle
brem fand am Donecsieg in feiersicher Weise in Ruda
O.“S.) statt. Als Vertte!‘er des Kaisers nahm Gral
Trachenberg Fürst zu Hatzfeld am Leichenbe
rng'is teil. Ferner waren Vizepräsident des Reichstages
Zchultz, sowie der größte Teil der Zentrumsabgeordneen
uus Landtag und Reichstcq anwesend.
Aus abber Welt.
Zur Kronprinzenreise. Der Kronprinz äußerte, nach—
em er seine Besuche in den Eingeborenenstaaten beendet
atte, den Wunsch, bei der Weiterreise von offiziellen Emp
ängen außer etwa in Kaltutta abzusehen. Bereits in Agro
erfoigte der Empsang in den einfachsten Formen. Der
ronprinz erschien in Zivil und wurde vom Leutnantgou—
berneur Hewett empfangen. Den Kronprinz estortierte eine
Schwadron Royal-Dragons. Der Kronprinz besuchte gleick
aach seiner Antunst das Fort mit den alten Mogulpalä—
stten und wird den Aufenthalt in Agra dazu benutzen, um
die zahlreichen geschichtlichen Denkmäler kennen zu lernen
Prinz Max von Sachsen. Prinz Max von Sach
sen verließ Rom bereits am Donnerstag Abend. Die Ge
rüchte, daß er zu Kirchenstrafen verurteilt worden sei. be
tätigen sich nicht.
Majestätsbeleidigung. Das Gymnasium zu Schlett
stadt relegierte einen Primaner kurz vor dem Abiturien
tenexramen, weil er in einem Ge'präch mit enem Unterse
sundaner einige starle Acußerungen über den Ka'ser ge
lan haite. Der Untersekundaner erzählte die Ausdrück«
seinem Vater, der Offizier ist. Deser hielt eine Maje
stätsbeleidigung für vorliegend und versosgte die Sach—
weiter, worauf der Primaner non der Stle aewieser
vurde.
Die Margarinevergiftungen. Wie der TCäglichen
Rundschau“ mitgetellt wird, ist aus Kreisen des Marga—
rinegefchäftsbetriebes der Stratsanwaltschat von Altonc
eine Anzeige gegen die „Altonaer Margarinewerke Mohr
u. Co.“ eingegangen. Es wird darin um ein Vorgehen
gegen diese Firma ersucht und angegeben, daß die Vergif—
ungen durch Verwendung eines Pflanzenöls „Mohrwa
hervorgerufen seien, das in Fachkreisen als schädlich be—
lannt sei und in anderen Fabriken nicht benützt werde.
Zum Unfall des Ballons „Saar“. Der Fischerei
dampfer „Senator Mummssen“ fischte am 19. Dezember be
58 Grad 39 Min. nördlscher Breite und 10 Grad 45 Min
oͤstlicher Länge einen grauen Ueberzieher auf.
In den Taschen befanden sich neben anderen kleinen Ge—
genständen zwei weiße Taschentücher gezeichnet O. L. Es
anterliegt keinem Zweisel, daß die Gegenstände Leutnam
Otto Lange, dem Führer des verunglückten Ballons
„Saar—, gehörien.
Die Julisäule wankt. Die Julisäule auf dem Ba—
tilleplatz in Paris ist ins Wanken geralen. Die Behördeé
hat sofort die Ausbesserung des Fundamen:!s verfügt. Auck
werden die Ueberreste der Kämpfer von 1848 an enen an
deren Ort übergeführt.
orn eines Jersinuigen. In der Stadi
Jewisser Talmard
Lurch einen
ꝛinen
uf einen Fefsen au'g Dampfer „Porte-Amarre
settung zu dinthen er „Porle Amarre“ wa
ür die Marite bestimnun, bon deer aser noch nicht ab
gendinnmen rorden. lan befärchtet, daß das Schif
derartige Beshaditeengen erliteen Lat, daß es für Marine
zwecke nicht mehr verwendet werden kann.
Ferersbrunst. Eine Feuersbrunst zerstörte die Le
dersaurik von Gerrüder Leon in London. Die 300 Arge
terlten, die sich in dem Gebäunde befanden, ent?amen, mi
Aussiahme eines bejahrten Krüppels, der in einem hinte,
ren Schlafzemuer verbrannte.
Wirbelsturm. Ein surchtbarer Wirbelsuurm hat die
Insel Gomera verwüstet. Der Schaden ist sehr beträcht⸗
lich. 400 Familien sind obdachlos. Im Tal Hermira ist
ein Haus eingestürzt, in das sich etwa 50 Personen vor
dem Sturm geflaͤchtet hatten. Bisher wurden 22 Tote
und zahlreiche Verwundete aus den Trümmern hervorge—
wogen. Auch nmiehrere andere Häuser sind eingestürzt.
Eine Ehrenrettung des Stinktiers. In manchem
Leser ist wohl aus den Wildwestträumen der Jugendzei
noch. die Erzählung von den Stinktieren oder Sun“s Nord
imerifas lebendig, die durch Ausspritzen eines übelriechen
den Flüssigkeit ihre Feinde in die Flucht trieben. Dies
venig salonfähige Eigenschaft bestimmte wohl bei den
neisten das ganze Bild des Zieres. Dr. K. Floericke gib
iber in einein Bändchen „Süugetiere fremder Länder
Stuttgart, Franckhsche Verlagshand;ung) eine Darsielluen—
ieses Tieres, die man wohl als eine Ehrenrettung be
eichnen kann: Von seinem abscheulschen Sten?geschütz ab
zesehen, von dem es übrigens mur in Fällen der höchsten
stot Gebrauch macht, während es sich gewöhntich dami
egnügt, jeder verdächtigen Erscheinung die Hinterfron
uzukehren und drohend den buschigen Schwanz in di
döhe zu heben, ist das Stiuktier das zierlichste und net
este, das reinlichste und appetitlichste, das hübscheste und
zutraulichste Geschöpf, das man sich denken kann. Seine.
furchtbaren Wafse sich wohl bewußt, bekundet es voi
Menschen wie Hunden, die es meist gar nicht anzugre'fer
vagen, nur wenig Scheu, läßt sich sogar im Freien dazr
zringen, aus dex Hand zu fressen. Bei seiner leichtel
Zähmbarleit liebe sich das durch sein schönes Pelzwer
iuch das Auge entzückende Stinktier leicht zu einem reizen
»en Haustier umwandeln, wenn eben nicht die ewige Furch
vor seinem pestilenzialischen, Erbrechen verursachenden und
aum wieder zu vertreibenden Parfüm wäre. In seiner
zebensart erinnert der recht behäbig und selbstbewußt sich
Re ihn doch, vieltecht mese einn Ie, aS A. Fahre nod
O nveneg brautzen 2,nun. Bor lonit dise Unät
des Linmens in der Neu,arsnacht denn überhaupt her.
Aus g.auer Heidenzeit! Tamats glaurte man, hierdurcht
zie bosen Geister von der Schwelle des Hauses und den
Brenzen des Ortes vertreiben zu können! Für die „auf—
zetlärten“ Menschen des 20. Jahrhunderts waährlich ein
techtes Arumutszeugnis, noch daran festzuhalten, — ode
ollten sie es gar nörig haben, mit Punsch und Laͤrm
nanch böse und unangenehm mahnende Summen in ih
cein Innern zu betäüuben? Da halten wir es doch sü
reicheren Gewinn, am Sylvesterabend im trauten Fami
ienkreise so manchem argßhen „Warum?“ des letzten Jah
es nacsizusinnen
Julia auf der Strickleiter. Vas „Agramer Tage—
latt“ bringt eine Mitteilung, aus welcher hervorgeht, daß
nan sich nicht nur Romeo, sondern auch eine liebende Ju
ia auf der Strickleiter denen kann. Ein Agramer Ehe
„»aar, so berichtet das Blat, hatte ein junges Stuben
nädchen, bei dem die Dame des Hauses, als sie gerad
n die Köche kam, enen Verehrer traf. Dem wurde nmir
das Betreten der Wohnung verboten, worauf das Stu
»enmadchen bei jedem Gange um eine ha!be Stuinde län
zer ausblieb, dann kam aber noch dazu, daß das Möd
hen auch abends oft auf ungebührlich lange Zeit ver
chwand. Als sich nun Herr und Frau eines Aberdz z3r
‚einem Besuch begaben, saerrten sie vorsichtshalber, durdh
oie Erfahrungen çewitzigt, die Außere Wohnungstür ab
Am 12 Uhr nachts kamen die Eheseute nach Hause. Im
Finstern betrat die Frau das Schlafzimmer, als ßFe plötz
ich einen Ruf des Entsebvens ausstieß und gegen den ibe
cachfolgenden Gatten taumelte. Das Fenster war oifen
ind etwas wie ein dicker Strick, der am Bettsuß ange
unden war, hang beim Fenster hinaus. Einbrecher! wa
er erste Gedanke; die Frau wankte in die Küche, um da
idehhen zu wecken, während der Mann nach einer Waff
o. neuer Schrecken: das Mädchen war nicht de
nen icht, um die Sache aufzuklären. Ein
Medchen hatte sämtliche Röck
n Strick zusammengebun
n zweiten Stockwer
Wr nachts läu
dannibali?mus huldigen, überraschten 7. Reisenden durch
hre schmieg'aeme Inteltigenz und durch die Leichtigkeit
uit der sie Zivtlisationsbestrebungen zugängl'ch sind. Ihr«
dörfer bestehen immer nur aus einer einzigen mächt'gen
dütte von 100 Meter Länge und von 25 Wieser Höhe Ir
iesen mertwürd gen langgestreckten Schuppen wohnen di
»is 1500 Eingeborene; sede Familie hai ihre eigene Ab
eilumg. Nahe bei dieser Hütte liegt dann die Plasttorm
nuf der die Menschenopfer ins Werk gesetzt werben Di—
ing ücklichen Gesangenen werden gerösiet, gebraten ode
zekocht; dann teilt man die Körper in Stücke und ledes
Ztammitglied erhält seine Portion. Die verschiedener
ztämme haben ihre Eigenheiten in der Zubere'tung die
er grauenhasten Speise, einige kochen nur, andere bra
en, bisweilen wird auch der Körper des Opfers in zwe
Lagen von Sago eingebettet und so zubereitet. In eim
jen Gegenden herrscht eine besondere Vorliebe sür Kin
erfleisch, wie Wild werden die Kinder gejagt, und man
chaudert bei dem Gedanken, wieviel unschuldige Klein
dieser furchtbaren Sitte zum Opfer sallen. Der Papuec
sst im allgemeinen gleichgültig und faul, aber es ge
lingt verhältnismäßig leicht, ihn zur Arbeit zu zwingen
Sin „schwaches Geschlecht“ ist diesen Inselbewobnern un
ekannt, und wie eine Ironse der Nalur mutet es an
oaß diese Kannibalen zugleinh Wesenszüge tragen, die
auf ein scharf ausgeprägtes Empfinden und eine gewiss
Feinfühligkeit schließken lassen. Ueberall werden drei ver
chiedene Sprachen gesprochen, die Männer haben ihr
igene Sprache, die Frauen eine andere und dann be
teht noch eine dritte, eine Art „Esperanto“, die dazu dient
die Verständigung mit fremden Stämmen zu ermöglichen
In allen diesen Sprachen ist die Zahl 7 verbannt, sie
arf nicht ausgesprochen werben denn nach dem Glauben
er Papuas erregt sie den Zorn und den Rachedurst der
ösen Geifter. Wenn durch einen Zufall das mystisch
zauberwort „sieben“ fällt, zeigen die wilden Geseslen ein
chrankenloses Entsetzen und furchtbare Angst. Im übrigçen
ind diese Stämme durchweg von heroischer Tapferkeit, un
allen sie im Kampfe in die Hände des Feindes, so er
ulden ste gleich den Indianern die gräßlichsten Martern
ind Qualen mit stoischer Ruhe. Ihr Kannibalismus ha
eine bestimmten Regeln und Gesebe; so dürfen z. B—
drieger, die im Kampfe aefallen and. nicht verzeh
werden ————
DO Bum Sylvesterabend. Wenn der Hetilige Abend
der schönste des ganzen Jahres ist, so sollte der Sylvester—
abend wahrlich einer unserer ernstesten seien, um ihn in
einent Edelgehalt zu erkennen und danach zu nutzen. Eine
Abschiedsseier — das ist doch des Sylvesterabends eigent
licher Charalter! Und Abschied weckt und soll wecken all,
frohen wie ernsten Erinnerungen, um das Bild dessen
von dem wir scheiden, klar vor Augen zu behasten und in
der Treue uns zu slählen. Wer ein abgeschlossenezs Le
bensjahr als einen guten, auch in den trübsten Stunder
wohlmeinenden Freund betrachtet, dem hat es fast meh
uu sagen, als in den paar kurzen Stunden des Sylvester
zbends sich ausschöpseen läßt, und wir werden im Kreise
unserer Lieben am traulichen Herd mit jeder Minute gei
zen, um seinen Abschiedsworten noch mit hellem Ohr und
Herzen zu lauschen. Nun sehe man aber hin, wie zumeis
heutzutage Sylvester geseiert wird; ije größer die Stadi
desto toller! Da wird schon auf Wochen voraus in der
sneipen oder Niesenrestaurants ein Tisch gemielet, um
eingepfercht zwischen völlig fremden und teimnahmslosen
Bestalten, die Zeit mit Essen, eisrigem Pokulieren und
noch eifrigerem Schnickschnack totzuschlagen; und wenn von
Turm d Mitternacktestunde den Anbruch des neuen JZah
es kündet, dann hebt drinnen und draukcn auf Gasen
ind Straßen ein wahrer Hölten ve taket ean daßs man of
jenug versucht ist. am gren Berstande drrer u weifeln
gebärdende Skunk lebhaft an unseren Dachs. Kletter
lann er nicht, obwohl dies in vielen Büchern angegeber
wird, aber dafür kommen ihm seine langen Klauen bein
Graben sehr zu statten. Seine Erdbaue sind wahre Muster
an Nettigkeit und Sauberkeit, und auch nicht der leif—
Geruch verrät, welch hölische Geschosse der gemütliche Be
vohner im Notsfalle auszuspritzen vermag. Obst und na—
nentlich Trauben liebt er sehr, aber er verzehrt sie in der
ippetitlichsten und artigsten Weise; Eier trinkt er durch ei
vinziges, selbst gebissenes Loch bis zum leßten Tropser
mis, Mäuse fängt er blitzschnell und ohne jede überflüssig
Quälerei, und Schildkröten schält er aus ihren Panzern
Zchnecken ans ihren Gehönsern so geschickt und sauber hie
us, daß man an eiüen weltmännischen Feinschmecker er
nnert wird, der an der Table d'hbote des feinsten Hotele
afelt
* Köln, 29. Dez. Mordversuche.) Ein 33jähri
er Arbeiter versuchte seine Gesiebte eine Kelluern, in
inem Weinsotos vor Gladbacherürakcne den, wei
evolver
iblausende Wirtschaftsjahr, dessen Verlauf er im ti
neinen als nicht unersreulich bezeidmete. Im 1*
eigien sich aber doch auch ueden der erfrentien wict
ung, wie sie beispieiswesse d'e Eisenindestrie di«
xali udeitrie aufwessen konn en. auh weniger astige
Zeiten des wertichafttichen Lebens die wenigtiedi.
sende Lage des Steinkohsen- und Eroergbaues starke
ßrmaäßigungen der Gewinne dier Erwoerbs w zun
Folge hatte, fe ner der Umstond, daß die derufcodustri⸗
m allgemeinen keineswegs ein einheitliches Biusstei
jender Bewegung bietet, vor allem, wenn md Vreise
zetrachtet, die sür Fertigerze gniste erzielt werdverhin
zere es, dem ablaufenden Jahre ein umneingrünktes
zünstiges Zeugnis erteilen zu können. Der Vod teilte
nit, daz er hensichtlich des Wertzuwachsste ner es, an
zesichts der Vefürcht mgen, daß die Kuse satenz ode
leilweise der Zuwachssteuer unterworfen peantönnten
fich gemeinsaun mit dem Verein der am Kuradel bo
leiligten Firmen Rheinland-Westfalens in einz sprechen
den Eingabe an die Kommission des Reichsc gewand.
habe. Die dem Börsenvorstand über die Erung der
Wünsche unter der Hand gewordenen Mit'elen ließen
den Schluß zu, daß die Gefahren, d'e man fen sturxen
handel aus dem Ge'etzentwurf befürchle, auhne di
don der Börse beantraglen Aenderungen des etzentwur—
es aus dem Wege geräumt würden.
* Düsseldorf, 29. Dez.) (Fernspreckrkehr.)
Die erste direkte Fernsprechlestung Düsseldolmsterdam
s in Betrieb genommen worden.
Unwetter.
Oberhausen, 29. Dez. Infolge starken Nie—
derschläge in den letzten Tagen führt ebenssre de Ruhr,
auch die Lippe Hochwasser. Zum Teil ist Fluß aus
seinen Ufern getreten und hat die niedrigelegenen Ge⸗
zenden überschwemmt.
Meustadit, 29. Dez. Die durch Schneesturm
zervorgerusenen Stoörunzen im Telephomd Telegra
henverkehr halten zum größten Teil uon. Die Tels—
zramme kommen daher mit großen Versfigen an und
zie Telephonverdindungen können nur aumwegen her
gestellt werden Im Eisenbahnvertehr he die Verspät—
ingen etwas nachgelassen. Auf der Se Neustadt—
Zchifferstadt sind sämtliche Telearaphensen umgewor—
en worden
*Aus der Pfalz, 29. Dez. Ga Nacht haben
in der ganzen Pfalz die starken Schneesie große Ver—
ehrsstörungen hervorgerrsen. Zwischen »wigshafen und
Neustadt mußten mehcere Züge stundenn auf offenern
Strecke liegen, da umgeri“ene Telegeaptangen und auch
Schneewehen die Pa'sage versperrten.
Wormes, 29. Dez. Der Schneen hat nicht we—
niger als 450 Telephonan'chlüfsse in Stadt, ebenso
die Telephonverbindungen nach auswi, ausgenommen
die Linie nach Mainz. zerstört. Die isstraße Pfifflighe
m⸗Pfeddersheim, auf der sämtlicheelegraphenstangen
dom Sturm umgelissen wurden, ist ivn der Wiederher—
tellung auf mehrere Tage kür den erkehr bahördlich
esperrt.
Paris,. 29. Dez. Aus St Etie und Douai wird
tarker Schneefall gemeldet. Die Eisahnzüge erleiden
zrroße Verspätungen.
—ZRä——————————ü20öü3
Arbeiterbewegm.
Die italienischen Eisenbahn, Durch den Weih—
iachtsverlehr hervorgerufen? Zugoeitungen haben im
puoͤlikum die Befürchtung hervorgern, daß das Eisen—
ahnpersonal bereits die angedroh costruksion begonnen
aͤtte weil die Kammer in Ferienng, ohne das Gesetz
ber die Aufbesserung der Unterbeten zu beraten. Ein
ömisches Ming ied des Eisen-zahnendikats erklärte einem
edakteur der ,Tribuna“, die Elsechner zeien mit Recht
rbittert über Kammer und Regiag, daher sei der
Momeut kritisch, well die Führer e Bewegung der Mas—
en kaum mehr z'gen könnten. ge wollten nicht mehr
varten, bis die Kamme—s sich he'asse, sich ihrer anzu.
iehmen. Prophezeien wolle er hi, aber die pajsiveé
defistenz koͤnne unvermutet einen. Die sosia—'istische
Zartei mahnt zur Besonnenheit Kan erwartet gespannt
en Ausgang des Reserendums Eisenbahnen über die
Zroteftalkion, das die Eisenbahr nur fragt, ob sie die
ieue zorlage annehmen oder da Verwersimg mit Ob—
cruktfisn, Streit und Sabotage intworten wolien. Bis
etzt st'umen 70 000 Mann 2648 ist die Halite allen
isenbahner.
——BfE
Handel undderkehr.
D0 Eilbestelldienst. Oie Rhspostverwaltung beab⸗
Nan dee cEibestelldienst in dagrößeren Städ'en dahin
Poftanssen auf Fernsprechanriti