Nr. 2965.
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*8 0 —8 o 0 0 spätestens aber innerhalb 45 Stunden nach dem Eintritt zur Anmeldung gebracht werden. Ueder die Boraussetßung der Berncherang geben die Bera derun zsocdinzgurgen Adif hliß, bie vo Verlane oder von der Nurndberger »ebensversicherungszBan: zu bezieden ind u0 — 0
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mwieder den alten yerzuchen Ton einander; Großeltern, können. Wie lange wird wohl die Komodie noch dauer:
Fltern und Kinder erkennen auis neue, wie lieb sie sick ind wie wird sie schließlich enden?
haben! Und ost, sehr oft, dirsen unter dem Weihnäachts In Amerika geht auch unter Tafts Regime de
»aum zwei, die innerlich sich längst zu einander sehnien, stampf gegen die Trusts lustig weiter. Der neueste Vor
ich ihre Liebe bekennen und der Eltern Segen empan toß gegen die monqopolistischen Tendenzen im Wirtschafsgen.
Wie fröhlich in der Erinnerung daran werden sie leben, wie sie in den Trustgründungen zum Ausdruck kom
alle Weihnachtsfeste ihrer Ehe fseiern! Ja, Weihnachten men, gilt den Zuckertrust. Es ist ein Verfahren ein
ist ein rechtes Familienfest: auch der Familie im weiteren geleitet worden, ihn aufzulösen, d. h. die in der Gesell—
und weitesten Sinne: der Bürgerschast. der Familie un— chaft vereinigten Einzelunternehmungen wieder auf eigene
seres Vollkes. ja aller christlichen Völker. Friede auf Er— Füße zu stellen. Die mächtigen Trusts ergeben sich na
den! Es geht die Ahnung eines allgemeinen und ewigen türlich nicht ohne weiteres und kämpfen hartnäckig um
Friedens durch die Welt am heiligen Weihnochtsfest. Als eden Zoll des Terrains. Wer der schließliche Sieger sein
Brüder scharen sich die Christen aller Konfessionen um das wird, weiß man nicht; es ist nicht unwahrscheinlich, daß
dind in der Krippe, das die Welt ernenern, die Menschen dieser Kampf Herrn Taft bei den nächsten Wahlen das
elig machen will, und süingen frohlockend: Ebrisft. der Leben kosten wird, denn die Trusts haben viel Geld und
Retter. iff damit läßt sich in Urcle Sams Lande viel anfangen.
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Politische Rundschau.
Deutsches Reich.
* Wie verlautet, ist vom Kriegsministerium an sämtliche
Armee⸗Kommandos eine Verfügung ergangen, neues Ma—
terial zur Revision der Aufruhrakten zu
ammeln und einzureichen. Demnächst dürften dann auch
die bezüglichen militärischen Bestimmungen abgeändert wer—
den. Großes Aufsehen erregte bekanntlich der Korpsbefehl
des Generals von Bissing, der auf dem letzten sozialde—
mokratischen Parteitag verlesen wurde. Der Bissingsche
Korpsbefehl war in Ausführung einer allgemeinen kriegs⸗
ministeriellen Anweisung erlassen worden.
*Der Entwurf über die Privatbeamtenver—
iche rung wird laut „M. N. N.“ Anfang Januar
em Bundesrat zugehen und veröffentlicht werden, nach
dem die Beratungen der preußischen Ressorts über diese
Materie beendet sind und im allgemeinen der Entwurf
chre Zustimmung erhalten hat. Beabsichtigt ist, den Ent—
wurf im Bundesrat noch im Laufe des Januar zu ver—
bschieden, so daß er dem Reichstag voraussichtlich schon
Ende Jamnar wird zugehen können
Wochen⸗Rundschau
In der Woche vor Weihnachten hat, wie alljährlich
as psorirische Leben geschlasen. Ueberall war man damit
neschästigt, sich auf das hehre Fest würdig vorzubereiten
die Hausfrau hatte alle Hände voll zu iun, noch recht
eitig alles in Ordnung zu bringen und der Ehemann wird
vohl nach dem Fest ob der Leere seines Gelddeutels, kein
allzu rosiges Gesicht zeigen. Die Geschenke, ohne die es
aun einmal nicht geht, verschlingen eben eine Menge Ged,
was sich gerade jest, bei den „schlechten Zeiten“ besonders
bemerkbar macht. Die weihevolle Stitle der worweihnacht
ichen Zeit, ist leider durch einen Spionuageprozeß unter—
zrochen worden, der nach eineinhalbtägiger Verhandlr ng
oor dem Reichsgericht zum Abschluß gekommen ist. Die
englischen Marineoffiziere Trench und Brandon haben sich
n der Zeit vom 7. bis 20. August d. J. an der deunt
chen Nordseelüste und auf den ostfriesischen Inseln zu „Er—
olungszwecken“ au gehalten, dabei aber den Feh—
er begangen, die Erholung zu vergessen. Sie haben iw
Begenteil recht fleißig gearbestet und dabei unsere Vertei—
igungsstellen in der Nordsee planmäßig ausgekundschaf⸗
et. In Borkum sind die Sünder, die übrigens mit du.
mnglischen Nachrichtendienst in enger Verbindung stehen —
zieses Bureau sammelt bedanntlich alles erreichtare Ge—
zeimmaterial über die verschiederen Staaten —, schließlich
n flagranti ertappt und nach Leipzig transportiert wor—
»en. Daß es sich um nichts anderes als um Spionagt
zandelt, hat die Verhandlung vor dem Reichsgericht klar
ewiesen, was ja übrigens von den Angeklagien auch nie
zestritten wurde. Die Verürteilung zu vier Jahren Fest
ingshait ist in anbetracht der Schwere des Vergehens au
lenfillig gelende, ader maun wird sich in Leipzig des Fal
es Helm erinnert haben. Und dann war auch zu berück
ichtigen, wie es in der Begründung des Urteils heißt
»aß die Angeklagten Auslinder sind, die im Interesse
hres Vaterlandes gehandelt und keine gemeine Verbrecher
eien. Das ist recht schön und wied sichectich einigen Ein—
ruck nicht versehlen; aber der gutmütige deutsche Michel
st zuguterletzt doch der Geprelste, denn die vier Jährchen
angenehmer Festungshast, wo man die englischen Kolle—
gen selbstverständlich kameradschastlich behandeln wird,
zehen auch herum und dann kann und wird man es der
Engländern nicht verwehren können, in London ihre Wis
enschaft von den deutschen Befestigungen zum Vorte'l un
serer britischen Veltern zu verwersen, wenn nicht gar jetzt
schon alles das, was die Angeklagten ausgekund'chaftet
haben, in allen Einzelheten in London bekaunt ist. Je—
denfalls muß dieser Fall für die zuständigen Stellen ein
doppelter Ansporn sein, für die Folge recht sorg
zältig Obacht zu geben. Das hat mit Sp onagesurcht nichte
zu tun und ist nicht nur unser gutes Recht. sondern ge—
adezu unsere Pflicht.
In Frankreich ist das Ministerium Briand feißig
»abei, aus dem jüngiten Streik der Eisenbahner und dem
Zieg der Regierung die Konsequenzen zu zichen. Die Re—
nerung hat in der Kammer drei von den vier angekün—
digten Gesetzentwürfen bereits eingebracht, die das Koa—
litionsrecht der Eisendahnarbester und -Angestellten regeln.
sach dem letzten Vertrauensvotum für Briand zu schlie
zen, unterliegt es keinen Zweisel, daß die Vorlagen ver—
abschiedet werden, wenn keine Zwischenfäfle eintresen Ror
unserem westlichen Nachbar if hefanua
bhtn D ⏑ ——
Da tun freilich viele nicht mehr mit. Weihnachten
wollen sie feiern, aber nicht bedensen, was denn eigent
lich der Nacht die Weihe gegeben; den Christbaum ün
den sie an und vergessen den heiligen Christ selbst. Und
doch ist die Weihnachtsbotschaft so wunderbar, so lieblick
und tröstlich! Was findet sich da alles zusammen: En
zel, Menschen und Tiere, die alte Davidsstadt und das
»lanke Feld, der mächtige König David, der 1000 Jabré
»orher gelebt batte, und sein schlichter Nachkomme, der
Zimmermann Joseph, die Hirten und die Weisen: der
dimmel neigt sich zur Erde, Gott wird Mensch. Alsfo ha
acit die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn
zab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren ge—
zen, sondern das ewige Leben haben Diese Verkondi—
zung ist so erhaben und gewaltig, daß auch dieienigen,
velche sie nicht zu glauben können me'nen, unter ihrem
Zchall ernst und nachdentlich werden müssen. Durch dicese
Botichaft wird das Weihnachtsfest zum Feste der göttü—
hen Liebe. Gott liebt uns! Er will uns retten aus
Zünde, Not und Tod. Er will uns selig machen. Das
Jesuskind in der Krippe ist die erschienene Gottesliebe und
iegt doch so menschlich und schlicht, so ohne Prunk und
Pracht im Schoße einer lieblichen Mutter. „Euch ist heute
oer Heiland geboren,“ sagate der Engel. Wir hören mi
den Hirten die frohe Botschaft und treten mit ihnen ir
den Stall zu Bethlehem. Wir haben einen Heiland, Got
hat uns seinen Sohn geschenkt, daß wir durch ihn seli
werden sollen. Lobt Gott, ihr Christen, allzugleich!
Noch einmal hat Gott uns das liebe Fest erleben las
sen, o möchten wir es nicht nur äußerlich, sondern auch
imnerlich feiern und so nicht nur ein vergänzliches Ver
gnügen davon haben, sondern einen ewigen Segen! Fröh
liche Weihnachten!
Weihnachten.
Nun ist das Weihnachtsgeschäft vorbei
Gott sei Tan?! Wahrlich ein großes Geschäft bring
Weihnachten mit sich, wohl das größeste im ganzen Jah
e. Aber infsolge davon wieviel Hast und Üeberansitren
qung!
Wohl gibt es zu Weihnachten von alters her eine frohe
veschäft gkeit, und auch in diesem Jahre hat sie auf der
Ztraßen und in den Häusern ihre Herrschaft geübt, aber
ie darf nicht durch ein Uebermaß ihre Erquicklichkeit ver⸗
ieren und zur nervösen Hast werden. Am weniasten lei—
)en darunter die Kinder.
Weihnachten ist ihr liebstes Fest! Ihre blitzenden
Augen, ihre roten Wangen, ihre Lebend'igkeit und Fröh⸗
ichkeit dürsen im Weihnachtsbilde nicht sehlen. Ja, viele
Erwachsene halten Weihnachten geradezu für das Fesi
er Käinder, und die Kinder selbst tun es sicher. Der
zeheimnisvolle Hintergrund der Weihnachtsgeschichte: das
dind in der Krippe, die Hirten auf dem Felde, die Wei—
en aus dem Morgenlande — vermischt sich ihnen mit den
Lrinnerungen voriger Jahre, an den lichtgeschmückten Tan—
ienbaum mit dem köstlichen Waldduft und Harzgeruch, an
sie Lebkuchen und Spielsachen — immer hbänee t die
ẽrwartung, bis sie wieder *—
Lirklichkeit geworder 5
en am Christfest
ingst vergangen;
nd der Gle⸗
——5 —
Rußland.
* Die Stimmung in der Studentenschaft iß
tarkerregtz; täglich sinden größere und kleinere Mee—
tings und Zusammenstöße mit der Polizei statt. Gerüchten
zusolge besteht die Absicht, gemeinsam mit den Arbeitern
z. dere Dempastrationen zu veranstalten. Wohl im Hin—
Alict hierauf hat der Petersburger Stadthauptmann eine
bersfügung erlassen, wonach die Gutheißung verbrecherischer
Handlungen oder die Lobpreisung eines Verbrechers durch
Wort oder Schrift untersagt ist. Un ersagt ist ferner die
Verbreitung von Gerüchten, die eine feindliche Haltung der
Bevölkerung zu Regierungsbehörden oder Beamten oder
Truppen hervorrufsen, Aufreizung der Lernenden zur Ein—
steilarg der Arbeit und alle Zwangsmaßregein in dieser
Richtung, wie auch alle Versuche Streiks in gewerblichen
Unternehmungen herbeizuführen. Zuwiderhandelnde unter—
liegen schweren Strafen. Diese Verfügung richtet sich nicht
iur gigen die Führer der Stödentenschaft, sondern sie lie—
ert auch die Presse in die Hände der Polizei, da jede
dritik an Regierunasmahßnahmen als Erregung einer feind—
igen Hastung ausgeleat werden konn
Sei still und horche! Was Engel singen,
Kann in Jahrtausenden nicht verklingen;
Es tönt durch die Zeiten und die Herzen fort,
Es eilt durch die Lande von Ort zu Ort.
Bis die Menschheit es singet in brausendem Chor
Von der tönenden Erde zum Himmel empor⸗
Ehre sei Gze der Höhe!
du dir Schaden,