Rom und Drieiut Gedanten noer Srnißungzbesrevungen
er beiden Kirchen gesußert. Nun erklärt, wie die „Tägt.
adsch.“ berichtet der Herausgeber dieser Jeitschrift. Ab:
ßellegrini von Grotta Ferrara, im Namen der Re
aktion im „Osservatore Romano“, daß der Artikel des
rinzen historische und doktrinäre Irrtümer enthatte, de—
ien kein Katholik, geschweige denn ein kirchliches Lhramt
miftimmen könne. Die betreffenide Nummer der Zeschrift
„‚eKom und Orient“ ist aus dem Buchhaandol und durch
Privatbriefe an die Bezieher auch aus den Händen der
Abonnenten zurückgefordert worden. Der Irctum des Prin
zen soll darin beftehen, daß er aufforderte, bei Unions.
bestrebungen von allen Dogmen abzuseben, die nach den
achten Jahrhundert entstanden sind. Seine Maßregelungç
—
der Zustimmung der Kurie. Wie die „Nene Freie Prefse
noch mitteilt, hat der Prinz sich dem Urteil unterworfen
Der Prinz soll in den nächsten Tagen nach Rom reisen.
Desterreich?-Ungarn.
* Im Abgeordnetenhause wurde erzählt, daß mit dem
hekannten Wiener Internisten Professor Neußer Ver—
handlungen wegen Uebernahme des Unterrichtsmi.
nist e ri um s schwebten. Im Falle der Nebernahme des
Unterrichtsministeriums durch Professor Neuder würde der
derzeitige Unterrichtsminister Graf Stür gkh das Mi—
nisterium des Innern übernehmen.
England.
»Daily News“ schreibt über die deutsch-enali—
schen Beziehungen mit Bezug auf die Rede des
Reichskanzlers folgendes: Ein Einvernehmen mit Deuitsch⸗
land muß das Einvernehmen zwischen Rußland und Frank—
reich vervollftänd'gen. Die logische Folge davon maꝛiß
eine Verbesserung der Beziehungen zwischen England und
Deutschland sein.
*Bis Freitag Abend 411 Uhr waren gewählt: 264
Unionisten, 259 Liberale, 42 Vertreter der Arbeiterpartei,
67 irische Nat'onalisten und 9 Arh'nger O'Briens. Die
Liberalen haben somit eine große Zunahme erhalten.
Die Liberalen gewannen Leek, wo Pearce mit 5742 Stim—
men den Konservallven Davenport, der 5152 Stimmen er—
hielt, schlug. Dagegen gewannen die Konservativen Higt
Peak mit 5813 gegen 5629 liberale Stimmen. (Im Ja—
nuar betrug in Leel die konservatire Mehcheit 10, in Hiet
Peak die überale 106 Stimmen.) Kriegsminister Haldan«
wurde in der Grafschaft Heddington wiedergewählt.
Geschaßftsvereinfa sung.
Den „M. N. M.“ wird geschrieben: Bei Nachprüsune
der von dem Amtsgerichte F. ausbezahlien Zergen epiig,
ren kommt die Regierungsfinan,iammer zu B. in Zwei—
fel darüber, ob einem Zergen an Gedbührten nicht viel—
leicht um 25 Pfg. zu viel angewiesen wurden Tar Ler
nimmt sie nun ein Protosoli auf, das von drei der dRie he
nach mit der Sache vbefaßten Beamten unierzeichnet wird
Dieses Protokoll geht nun nicht etwa en das Aintege
ticht zu F., das allein Aufschluz zu geben vermeg, es
macht vielmehr einen Umweg über das für F. zustand ge
Rentamt G. Die Leitungsverfügung dahln trägt nich
nur nacheinander die Unterschriften der drei vom Proso
kolle selbst her bereits bekannten Beamten, es ist nun nock
bdie eines vierten dazugekommen! Beim Rentamte zu G
wird zunächst von dem gesamten Protokolle eine Ab
ichrift gemacht und diese dem Gerichtsschreiber des Amts—
gichn zu F. zur Aeußerung übermiltelt. Nachdem die' er
ie nötigen Angaben auf die Protokollsabschrist gesetz
hat, leitet er sie an das Rentamt G. zurück, das wiede
rum die Rückäußerung des Gerichtsschreibers auf das Pro
lokoll der Regierungssinanzkammer setzt und an diese zu
rückschickt. Hierbei treten zwei rentamt iche Beamte in Tä—
ügkeit. Ob nun wohl der Einlauf des Protokolls bei der
Finanzkammer wiederum nur von den vier Beamten un
serzeichnet wird, oder ob in der Zwischenzeit nicht doch
zoch ein fünfter dazukommt? —
Noch ein Fall: Bei der örtlichen Kassenvisitation des
Amtsgerichts F. durch einen Reg'erungskommissar ergibi
sich ein Kassaüberschuß von 2 Pig. Die Folge davon ist
die Aufnahme eines Protokolls und die Uebersendung des
Schriststücks an die Negierungsfinanzkammer. Die dort er—
gehende Entschließung lautet: Im Namen Seiner Majetä
des Königs von Bayern! Es ergeht auf die im vorbe
zeichneten Betreff gepflogenen Verhandlungen nach kol'egia
ier Veratung folgender Bescheid:
Nr. 1: Der k. Sekretär wird zur Herbeiführung de'
kassarichtigkeit ermächtigt, den in der Gebührenkasse vor
sesundenen Ueberschuß zu 2 Pfig. abzuheben, da nach
ommisßoneller Konstalierung d'iese Disserenz vom Wech
seln bei Zahlungsleistungen entstanden ist. Es wird ge—
wärtigt, daß in Zusunft derarlige Versehen unterbleiben
— Ur. 2: Die auf gegenwärtige Verhandlung erwachse
ien Kosten werden auf die Staatsfasse übernommen.
Unterzeichnet ist dieser Bescheid vom Regierungspräsi
denten, auf den — in resvekwoller Entsernung natürl'ch
noch — 2 5* — 2
RAus aller Welt
Lrinßzenexamen. Prinz August Wilshm, der seiner.
eir nach vrer Semestern sein juristisches Dolinee anm
funima eum laude“ machte, unierzrg sich nun auch dem
deserendareramen, das er ebenfatls besand.
Afjsäre Metiernich. Tie Auslicfeen eve hand u'gen
ind bereits so weit gediehen, daß der verhaftete Graf cm
biontoqg oder Diens ag nach Berhen befördert werden dücfie.
Peof. Meyer F. Professor W. Mever, der Gröünder
der Berf'ner „Urania“, ist in Berlin gestorben. Prof-sor
eg!er hat sich auf dem Geblete der Sternkunde grobe Ver—
dienste erworben. Er lebte seit längerer Zeit krankttets—
halbe im Süden.
Ausläundische Offiziere in Berlin. Zurzen sind
pon ausländischen Offizieren zu militärischen Bidungsan—
tallen in Berlin kommandiert: zur riegzakladentie der
griechische Hauptmann Valettas vom 1. Pion'erbataillen
und die kürkischen Leutnants Tewsik Bey (Ismael und
Ali), a la suite der Armee. Zur Militärechnischen Aka—
denme: die chilenischen Majore Ernesto Medina und Pablo
Bennet, der cinesische Oberleutnant Li Nai und d'e chine—
sischen Leuinants Liu Tsching En und Warg Ohz; schließ—
lich zur Militär-Veterinärakademie: der chenesische Veut—
nant Gau-Kong-Sche.
Zur Schiffskollission. Das deutsche Linien- und
Artillerieschusschiff „Schwaben“ stieß Miltiwoch abend auf
er Fahrt ven Kiel nach Sonderburg auf der Kieler Au—
enföhrde in dichtem Nebel mit dem dort übenden Li—
has beim Zusammensfoh mit dem linienschiff.klssb“
sochwer hvgrierte deuftsche bHnienschiff, dehwaben“,
ienschifsf „Elsaß“ zusammen. Der Zusammenstoß konm
urch Ausweichmanöver beider Linienschiffe etwas abge
hwächt werden, war aber doch sehr heftig. Die „Schwa
en“ ist an Backbordseite sehr beschädigt worden, auch di
zZackbordschraube hat Schaden gelitten. „Elsaß“ ist an
Zieuerbord getrofsen, hat aber weniger Schaden erlitten
ls „Schwaben“. Es sollen zwei Geschütze gebrochen sein
Automobilunfall. Aus Wien wird gemesdet: Die
ZSchauspielerinnen Marta Clemens vom Jo efstädter Thea
er und Lilli von Ferron, die früher im Wiener Burg
hea'er engagiert war, unternahmen mit einem russischer
Brundbesitzer eine Automobilfahrt. Dabei rannte das Au
omobil gegen einen Baum und die Insassen wurden her
ausgeschleudert. Fräulein Clemens brach ein Bein, Fräu
ein Ferron erlitt lebensgefährliche Verletzungen.
Massen-Erkrankungen. In Protivin erkrankten nach
einer Meldung aus Prag dieser Tage 115 Personen nack
denn Genuß von Spedwurst unter Vergifnungs-Erscheinun
gen. Es wurde eine strenge Untersuchung etngeleitet.
Das Enude des LAlibertisfkandals. Das Kopenha—
gener Krimmnalgericht verurteiste den ehemaligen dänischen
Justizministe Alberti zu acht Jahren Zucht—
daus. Das Verfahren gegen Alberti, der im Kabinet
hrisiensen Justizminister war und sowohl bei dem Pre
nerminister a'ss am Hose das größte Vertrauen genoöß
chwebt seit zwei Jahten. Alberti war als Minister vor
»r rad kalen Presse scharf angegrifsen, aber stets vom
premierminister Christeneen, der mit seinem persönlichen
Ansehen für Un eintrat und die Einsetzung eines parla
nentarischen Untersuchungsausschusses verhinderte, gedeckt
vorden. Als Alberti im Sommer 1908 seinen Abschied
ahm, wurde er vom König zum Konserenzrat ernannt,
ine Auszeschnung, d'e sonst nur abtretenden Ministerprä
denten widerfährt. Um so größertes Auflehen erregte
3, als Alberti kurze Zeit später, Ansang September 1908,
ich selbst der Polizei als Fälscher und Betrüger zur An—
eige brachte. Bei der nun folgenden Unlersuchung stelsten
ich große Unterschleg ngen, Fä'schungen und Betrügereien
—
J — — * 7
A
rsampf mit Einbrechern. Bei oem Versuche i
einem Juwelierladen in London, die dort eingebrochen:n
kinbrecher zu verhaften, wurden fünf Polizisten ducch NRe
olverschüsse schwer verwundet. Einer von ihnen elo
»ald darauf seinen Verletzungen. Die Einbrecher sind ent
ommen.
Schiffsunglück. Ter englische Flottendampfer „El
in“, der 100 Mann Marinetruppen nach dem Kriegsschif
Thames“ brachte, kollidierte bei Harwich mit dem Tauch
oot „C. 8“, das nach Felirtown dampfte, um Benzin ein
uholen. Der Tender ging in 5 Minuten unter. Das
dauchboot hielt bei dem „Elfin“ und die Leute von die—
em spprangen zum Teil auf das Tauchboot, zum Teil auf
inen Kahn. Man glaubee zuerst, daß alle gerettet wor
en seien, doch erwies eine abgehallene Musterung, daß3
Vtann fehlten die jedensalls ertrunken sind.
SturmeNachrichten. Die Sturm-Verheerungen in
London nehmen immer größere Dimensionen an In Som—
nersetshire sind die Fluten soweit über die Bahxzigleise
veg gedrungen, daß d'ie Züge nicht mehr fahren kannen
Dadurch ist die Ortschaft Lamport von jedem Verkehr ab
zeschnitten. In Wales ist ein Gebiet von mehreren Qua
dratmeilen überschwemmt. Viel Vieh ist verloren Das
Hochwasser steigt andauernd. In Gwabach mußten die
Leute in die oberen Stockwerke flüchten. Im Kanal wüte;
der Sturm weiter. Das Hochwanler hat bisher für meh
ere Millionen Mark Schaden angerichtet. In An?low sint
zwei Fischerboote untergegangen, wobei 6 Personen er
tranken. Der Dampfer „Galiteo“ mesdet, daß ein Matro
und ein Schifssiuge über Bord gespült wurden. Infolg
des heftigen Sturmes ist der französische Schoner „Blanche
⸗on Lissabon nach Dünkirchen unterwegs, in der Näh
der Hayling-Inseln gestrandet. Sechs Personen der Be
atzung konnten Dank des Eingreisens eines Rettungsboo
estes gerettet werden. Ferner wird der Verlust mehrere
inderer Schiffe gemeldet, deren Besatung aber glücklicher
veise gerettet werden konnte. Der Wind weht mit eine
Stärke von 120 Kilometer pro Stunde.
Die Eholera. Der Umstand, daß die Lissabone!
ßresse auf Wunsch der Regierung über die Vorgenge au
MNadeira spricht, veranlaßt terroristische Gerüchte, die wie
erzugeben zwecklos wäre. Aus zuverlässiger Quelle ver
autet, daß die Choleraepidemie täglich gegen 200 Opfe
tordert. Das Volk protestiert gegen die Maknahmen de
stegierung, so daß ernste Zusammenstöre von Volk unt
Militär ersolgten. Eine ausgegebene of izielle Nose be
agt, die Epidemie sei in Funchal und anderen Bezirke
tationär, nur in Camara dos Lobos schwerer, der Nor
den der Insel sei cholerafrei. Die Ruhe wird allmährick
vieder hergestelit.
Ausgeranbtes Postbureau. In einer Meldung des
Echo de Paris“ aus Tanger ist das deutsche Posiburear
n ZRez in der Nacht vornn 3. zum 9. djs beraubt und aus
Jeündert worden. Ter deutsche Konsul ist der Anzsicht
daß ein Schadenscr!ab von 80 000 Mark vom Machse
iu fordern sei.
Eineun tollen Streich von Icsentz Qatuz er h'
der Wiener Schertste ser Ftanz Zweyricken perenichen
Erinmnerungen an den großsen Künstler, die „Westermann
Monatsheste“ in ihrem Hest (ARir. 651) verössen licher.
Kannz pflegte gern von seinen Gastspietreisen zu erzählen
die ihn früͤher weit im Lande herumwicbelten und mi
hrem goldenen Segen die schweren Sorgen entdehrungs.
reicher Jahre vertreiben hallen. Er charatterisierte Städ—
und Bühnen in feiner launigen Art und schonte keines
wegs sich selbst und seine sorzlose Manier. So hat er ei
nem Wiener Stammtisch von Künstlern und Kunsifreunde.
einmial erzählt, wie er dazu gekomimen, den Posa zu spee
sen. Ihm, dem besten Carlos, hatte der edle Maltese
mmer sern gelegen. Da habe er aber auf einer umfas
senden Gaästsprellournee nach dem nordöstlichen Deutsch
sand sich einer ärgerlichen Vergeßlichkeit schuldig gemacht
uind zwei Bühnen die gleichen Abende für sein Auftreten
zugesichert. Agenten und Sekretäre zerbrachen sich den
Kopf, um zu helfen, doch vergebens, bis end'!ich ein er
rahrener Impresario ausrief: „Es ginge, wenn Sie in v
um 10 Uhr abends schon den durchgehenden Eilzucç
henuten könnten.“ — „Aber was sp'elen?“ fragte Kainz
— Man riet hin und her. Keine der großen itragischen
Rollen vertrug so srühen Aufbruch. Da siel einem der
Posa ein. „Habe ich nie gispielt“, meinte verdrießrich der
dünstler. — „Aber um Himmels wilsen“, wurde ihm er
vidert, „das können Sie' doch fertigbringen. Die Schlag
vorte kennen Sie ohnedies durch den Carlos. Auf der
Fohrt memorieren Sie. In L. langen Sie mittags an
estellen sich eine Probe und werden recht gut um neun
ühr fertig, da man im 53. Akt den bereiis toten Posa nicht
nehr benötigt.“ Und nun erzählte Kainz weiter: „Ich
villigte ein, aber mein Rech walste dck auf der Facr—
der großen Szene mit dem König Lam die Wechseltkeve
Staclen, und ich versichere euch, daß mein überräsch
ch agserriger Partner melnem Versagen an onsshetoeen⸗
Zterle damt aushals, daß er mit durchbohrendem Bit
mich die Worte richte e: „Ihr wollt —
luchh der Abschiad von der Kön'igin ging sehl. ——
5533 * *— J d
Vorte „O Königin. das Lei ist doch schön!t“ warenn
entfallen, dann ich wußte, bdaß es bereits 410 Udbr
worden war. Ich riß das Kostüm vom Leibe, wan *e
Pelz um und stürzte zum Schlitten hinunter, der mi
auf die Bahn führte. In D. fand ich bereits ein ginu
gramm des Direktors vor, der mich warne, inena,
zeit irgendwie L. zu berühren, denn die wüsenden *
naner hätten geichworen. mir etwas anzutun.“
Ein Elefant, der tiansend Leven rettete. 9—
jüngsinersolgte Ueberschwennmiungs ataströphe am Ganges,
der bei Sorori zahlreiche indische Pilger zun Opfer ge
gesallen sind, würde ohne die Klughest eines Elesanten
weit grözeres Unginck angerschtet haven. Während Tau
tenbe von Pilgern in den heillgen Fluten des Gange—s
»adeten, stieg plötzlich das Wasser und 200 der Frommery
ertranken Der Elefant aber, der einem gewissen Jung
Bahadur gehört, rettete mehr als tausend Pilger aus dem
Flusse. Au seinem Geschirr wurden lange Seise befestigt,
mmer wieder schwamm das waclere Tier in die Fluten
zinaus und an den Seilen ließen sich die bedrängten Pil—
ger ans Ufer zieben.
Drrhwabische Ueberlandflug. Fu
»en im Früh'ahr nächsten Jahres stattsindenden schwäbi
chen Ueber!andflug nach Fricdrichshasen bat die Daimler
Notorengesellschaft einen sehr wertvollen Ehrenpre's ge
tiftet, der der besten deutschen Flugzengkonstruktion zuge
eilt werden soll. Wenn die nötigen Geldmittel zu am—
nenkommen, soll der Flug bereits in Stuttgart beginnen.
die Techniker haben allerdings noch erhebliche Bedenken
vegen der auf der Schwäbischen Alb regelmäßig herrschen—
den stärkeren Luftströmungen und wollen deshalb den
Flug erst jenseits der Alb, in Ulm beginnen Um den
Bodensee sollen dann von Friedrichshafen aus noch Rund—
fahrten unternommen werden.
Aeroplane für die Kolonien. Der fran—
zösische Kolonialminister hat einen Kredit von 400 000
Franks verlangt, um Versuche mit einem Dienst von Aero—
olanen im Westen Afrikaß zu machen. Die verlange
Summe ist zum Ankauf von vorläufig sieben Aeroplanen
destimmt.
Handel und Verkehr.
Konkursstatistik. Nach der vorläiusigen Mitteilung
»es Kaiserlichen Statistischen Amts zur Koncursstatistik ge
angten im 3. Vierlel'ahr 1910 im Deutschen Reich 249
teue Konkurse zur Zählung, gegen 2313 im 3. Vier ellabr
1909. Es wurden 568 Antraͤge auf Konkurseröffnung we—
gen Massemangels abgewiesen und 1929 Ronkursverfah
cen eröffnet; von letzteren hatte in 1153 Fällen der Ge—
meinschuldner die Konkurseröffnung beantragt. Beende
wurden im 3. Vierteljahr 1810: 1980 6. Vierteljah
1909: 2047) Kontursversahren, und zwar durch Schluß
—D
emeiner Einwilligung 38 und wegen Ma'semangels 166
zn 9837 beendeten Kon'sursverkaähren war ein Gläubiger
usschuß bestellt. Von den 2497 neuen und den 198
eendeten Konkursver'ahren betrasen: Natürliche Personen
1785 (1002), Nachlisse 459 (2309, Handelsgesellschaflen
121 63), Genossenschafen 18 (20). andere Gemeinschuld—
ter 114 1457
—KsÆKkü—
Humoristische Ecke.
*Fataler Doppelsinn. Schüler: „Herr Pro
fessor Sie wollten uns doch einmal einen Vortrag über
das Geh'rn halten!“ — Professor: „Ja, nächstens! Jetzt
habe ich etwas ganz anderes im Kopfl“
*Stoßseufzer. Dienstmädchen: „Herr Finlkelstein,
Dritlinge sind angekommen!“ Finkelstein: „Alles übertreib—
—A
*Probe. „Peperl, pass' auf, daß Du Dich nicht be
trinssil“ — Mach einiger Zeit.) „Vater, wie merkt man's⸗
denn, wenn man betrnnken ist?“ — „Das will ich Di.
sagen. Siehst Du da hinten in der Ecke die zwei Her—
ren? ... Wenn Du meinst, es wären vier, bist Du be—
trunsen.“ — Aber, Vater, dort sitzt ja nur einer!“
*zFein heraus. Inspektor (nach einer Produktion
des Eescengquartetts, zum Strafhausdirektor): „Das finde
ch selr hübsch, daß hier die Sträflinge auch im Gesang
zerstreuung finden — macht denn nicht die Besetzung
— —-Dirrettor: „O — jetzt sind wir versorgt.
Jührer: „Jetzt kommt aber die ge⸗
Arist: Soi? Dann will ich vor
n Iwartemagen essen!“
Episode aus der Ar
-Schenklellner: „Sv, Hr
Wiennig hinge