Full text : Dudweiler Zeitung

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str. 290. Montag, den 19. Dezember 1910. 23. Jahrgang.
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Posischließfach Nr. 14 * * aF. * 6 ⸗ Postschließfach Nr. 14.
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Verkehr“ am starren Prinzip sest. Die Post kasssert dien Wer das Reichsiand zusteyt, vee Siaatsgewalt ausüben. zu vringen, ihn eher weiter radikalisieren durste, müssen
Wochen⸗Mundschau Zeitnugsgelder im voraus e und zahlt sie, abgese⸗ Die Statthalterschaft mit teils landesherrlichen, teils m'i⸗— wir damit rechnen, daß die ————— de 8 in e
Her stille Frieden des Weihnachtsfestes wirft seine — tisteriellen Befugnissen bleibt unveräudert. Die Ernennung Jahrzehnten infolge so mancher Mifgriffe und Fehler de
en voraus. „Ueber allen Wipfein ist Ruh“, nach eifieen ach Quutals chluß aus Einer Depuitan on der es Statthalters bedarf als ein Aklt der Reichsgewalt der Reglerung so wenig innerlich eigen geworden sind, einen
eun es kurz vorher noch in verschiedenen Gegenden unse- Werleger gege nuber Lebanerte⸗ der Herr Minisier natür, begenzeichnung des Reichsanzlers. verhangntevollen Abschniun ihrer Enmwidelung enigeger
aàBPlaneten noch etwas rauh hergegangen war. So 3. ch. Rurig ke nen sraschen Lust;ug, Herr Min fter! Wenn Sobald der Statthalter ernannt ist, sind alle weite— gehen.
in dem sonst doch noch ziemrich gesit. eien hohen daß Volt Würden zu vergeben hite, würde Serr Kraut⸗ en Alte, insbesondere die Uebertragung landesherrlicher — — — W
ause“ am Königsplae in Berlin. Den tleinen „Broßen sicherlich den Amtsusel: „Minister gegen den Vertehr⸗ er Besugnisse des Kaisers auf ihn, Atte der dem Kaiser zu Politische Rundj ch au.
zchweiger“ von Hohenfinow hatten die letzten warmen halen. Wir konnen es mdis aus prechen. das die Han— tehenden landesherrlichen Hoheit und werden vom Statt F
lage vor dem Begenn der Weihnachtsserien aus seinem Zelswelt Trleichter aufgtmen wünde wenn endlich elunman alter selbst gegengezeichmet. der damit die Verantwortt ch Seusches Reich
zuchsbau gelockt Er ssprach wogar. Vegie öffentlich Dere Kretie sein Buündei schnuren würde Ter vene eit übernimmt. Der Statthalter wird, soweit es sich nich Der Vundesrat hat dem Enwurs der daut
zeugnis ab von seinem heißen Bemühen, den Roten den ettae ee enen ne von Dideqnt im die Ausübung landesherrlicher Befugnisse handelt schen Arzneitare 10911, sowie der Vorlage, betref
Rind aus den Segeln zu nehmen, die feindlichen Brüder suͤhnne sich mit nen seht ehenden, nach mnhenn durch einen Staatsfekretär ver reten. send anderweite Festsetzung der Gefamtmenge des Ab
ber auf den bürgerlichen Baͤnken friedlich unter seinen Geschmack zu ausgedehnlen Vorlcag über Gegenwart ünd Die weitgehende Selbstbest'mmung, die der versas fatzes von Kalisalzen für die Zeit vom 1. Ma
rusgebreiteten Fimichen zu „sammern', gleich der gackern⸗ eene aee e er lgen n mgsentwur' den Reichslanden verleiht, äußert sich in de his 31. Dezember d. J. die Zuftimmung erteilt. Annahm⸗
zen Mutter Henne. Und der trockene Bethmann sand die ngen bezůguch ihier Verwaltun 8 dat uͤbaa Bestimmung, daß Landesgesetze von Elsaß-Lothringen janden die Vorlage betr. Aenderungen der Zündwa;
luclfendsten Lochtoͤne. Aber alle kamen nicht. Auf der dort wo nan noch eimgen Siun fůr grechte und sach ünftighm nur vom Kaiser mit Zustimmung des aus rensteuerausfährungsbestimmungen, be
inten Seite will man von dem großen Sammeltopf nichts liche Beurie lung hat ompatdisch berühtt Ersprach wei Kammern bestehenden Landtages erlassen werden iehungsweise der Zündwarenkontingentierungsordnung, d
fen und die Nolen“ dar Die wurden bitlerbose und iehene be die Gnetne der etzender Ht? uand in der Vorschrift, daß zu jedem Geses die Ueberein— Vorlage, betrefsend Aenderung der Zu dersteue rAus
nige von ihnen kramen aus dem Leri. on einet ewas mien nber die Loge der einzeinen Vahneu“ inde Vahsnn. kinumurg des Katers und beider Kammern erforderlich ist n run gs best im mung ein, und die Vorlage we
wveiselhaften Kultar, die mit Knigges Lehren nichts ger hauten, bekaunte sich zu einer menschlichen unde gerochtn. Zowohl der Reichsstag wie der Bundesrat scheiden al— zen Aenderung und Ergänzung der Branntwein—
iein hat, de schönsten Redeblüten ans Vicht. War das üaber festen Behandlung der Eingeborenen, drohle aclen Faktoren der Landesg se!gebung aus und damit die In beuerbefreiungsordnung. Der Vorlage, be—
in dustiger Strauß! Beinahe aromatisch wie die „be— n Jede “ 78 duf. truktion der Bundesratsstimmen durch die einzelnen Reg'e— reffend Herabserung der von der Vergällungspfli
n n none Beamten und Ansiedlern, die gegen sie grausfam sind mit or e,— ff Herabse zung g gspflicht be—⸗
ühmten“ Spriehen der drerreichischen Reichsratslammer. der Schärfe des Gesebes, und“ loble den Segen der Mis, Ungen in elsaß-Jothringischen Angelegentze ten · Das Reichs- reilen Brauntweinmenge für das Betriebsjahr 1010211
Frecher Bengel war schon die harmloseste der Titu atio⸗ fionen. Fur die Rotwendigkeit der Herangiehung des Ka— and erhält die Verfassung, wie sie die größeren Bundes— ind der Vorlage, betreffend die Verwaltung der Betriebs—
en, die da hinüber und herüber slogen. Ein Höllenlärm ditals fur die Entwicklung der Kol onien hat er volleg taaten ausnahmslos besitzten. ruflage von Branntwein, stimmte die Versammlung zu.
var Herrscher der Situatlion, die auch die in Permaneuz Verfländnis, und so brachte sene Rede jedem eiwas, wie Bei der Bildung der Ersten Kammer wird an * Wie der „Reichsanzeiger“ meldet ist den Regierungen
ätige Glocke des Herrn Schulze lar ge Zeit nicht zu mei⸗ einem deschickten Programmredner nicht schwer wird en zurzeit bestehenden Staatsrat angelnüpft, indessen dem der Bundessigaten vom Reichskanzler der Entwurf des
sern vermochte. Ein unschönes Bild! Ein unverlennba D . 69 herechtigten Gedanken einer berufsständischen Vertretung in Gesetzes betreffend den Patentausführungs—
es Zeichen fadenscheiniger Allgemeinbildung bei gewisser In Oesterreich ist man kurz vor dem Wehnachtsfefst jewissem Umfange Rechnung getragen. Der Ersten Kam- wang mit dem Ersuchen um Prüfung mitgeteilt wor⸗
chraderndie die Vante der Voltsreprasen anon derbatt. docd mit einer Zegemechten Jab metnmrise übertgcht wrt er sotten enne IAnzahl hoher jtaatticher ind kirchlicher Ber den. Der Hnteichs an esger bringt den ucwurf nebst gr—
ornen. Und es war wenig schme schelhaft für sie, daß sie en Früher war das nichts neues aber nachdem Bie— mten kraft ihres Amtes und eine Anzahl berufsftandischer anlerungen zum Aboinck, um auch weneren Kreisen Ge—
he vom Prastvenen die moralische Ohrfeige verab vegen ierth schon über zwei Jahre das Steuer gefchickt geführt herlreter angehoͤren, die aus indirekten Wahlen hervor genheit zur Meinnngsaußerung zu deben
esedeee enhe Vine unge en enn die. slts bie Keise aulerdengs auf. Der gie se, Faisen. endluhe den holt der Raiser benht nt ft en s wen 30 —
rt deiprochen, lassen Sie nun auch den erslen Beam— »er auf dieses „Christlindchen“ wohl auch nicht vorberei— schlag des Vundesrats die gleiche Zabdl von Mugliedern *Die „Nordd. Aulgem. Zig.“ meldet, daß der perenen
 des tiae in Rude edenGEs wale bete ibend und et gewesen sein mag, hat notgedrungen die Demission u berufen, welche die beiden erssen Gruppen umfäffen. dge andtag auf den 10. Januar 1911 ein.
em Ansehen unseres Parlaments wenig dientich, wenn ngenommen, daß Kabineit aber mit der Welterführung Die Zweite Kammeer soll aus allgemeinen und ce ist, eines Nierenleidens die Rivi
saeeeeeeeneher uß etn urern wrr der Geschäfte bis Januar beauftragt. Inzwischen wirs direben Wahre de mite geheimer dlbstinning ung eine e hen ——— ———
en.“ Der Reichskangter sprach zuerst über die innere Po- derr Bienerth versuchen, ein neues Ministerium zusam. Maßgabe des gleichzeitig zur Vorlage gelangenden Wahl i ien e — Zus 8 gen n
iut. Er fand manch' gites Wort und der Beifall war Nienzuflicken, was ja nicht sonderlich schwer fallen wird. zesetzes hervorgehen. Der Wahlgese zentwurf erklärt in vol wor r spnn uicht meny V cde
echts und in der Mitte nicht karg. Daß er sich auf einen Aber ob es unter den gegebenen potitischen Gegensätzen ler Uebere nstimmung mit dem bestehenden Gemeindewahl — 53 — ꝓe F e * — 3
e unler dan Gefihlspunte ftrengstet Sparsamt .. d vdfierreichischen Poriamenn, auch arbeisa sähig fein wirde echt für wahlberechtigt die männlichen Cinwohner Cifaß ——
fgestellt war, stützen konnte, erleichterte ihm wesentlich zas ist eine andere Frage, die wohl eo ipso verneint wer— Lothringens, sofern fie im Vesih ver Reichsançehörigtei * Die alademische Untersuchungskommisfion, die sich mi
esen üde ie Fratictiche der Simnaten. Wenn en uee end e der Zu chenfattin Desterreich ind das 25. Lebens ahr zuruücgelegt haben, in der WBee em Proreorn en srethesaßt, rat un der W
—E richt sonderlich gefährlich, weil dort für den schlimmster neinde oder in dem Wahlkreise, zu dem die Gemeinde ge iner Universität zu einer neuerlichen Beratung zusammen
ich damit der Amtstradition seit Bismarcks Zeiten. Man zall noch der berüchtigte 8 11 besteht. Ein Beamtenmi— hört, entweder drei Jahre wohnen oder bei einjährigen lußer den Mitgliedern der Kommission und Prof. Berm
mag sich zum Kanzler stellen wie man will: er hat dies— ifterium tut es im Notfalle auch. Also geht die Wnur— Wohnsitz ein Grundstück besitzen oder ein stehendes Gewerb zard nahmen an derselben auch Geheimrat Elsser vom
mal enischieden besser abgeschnitten, als man glaubte vor- felei weiter, derweil der Nationalitätenhader vrachvwolle 'der eine Landwirtschaft selbständig betreiben oder eir ultusminisier ium teil.
msse zen zu müssen. Auch im Auslande hat der, die äu— dnospen treiben kann. zjffentliches Amt bekleiden oder die Rechtsanwälte sind oder mIn einer Versammlung in Braunschweig hieh
ere Poliuüt beirefsende Teil der Kanzlerreden dieser Woche In Eungland hat die Wahlkomsödie, wie vorauszu- um Schul⸗ oder Kirchendienst tätig sind. Wahlberechtigter „er Führer der Nationalliberalen, Abg. Bassermanr
in nicht unfreundliches Echo gesunden. Was der Kanz- ehen war, keine Ueberraschungen gebracht. Es bleibt al— m Alter von mindestens 35 Jahren stehen zwei, im Al. ine Rede. in der er über die innere politische Lage u. a.
nber die Kercenheit unferer Beziehungen zu allen 7 beim Alien. Die wengen um omistischen Siege sind er von mindestens 45 Jahren drei Stimmen zu. Die dlgendes sagte: Wir müssen unter allen Umständen au
Machten, dem warmer gewordenen Ton im Verkehr murn edeutend, und so wird 'endich einmal etwas anderes Zahl der Mitglieder des Landesgusschufses, gegenwärtig das allerschärfste Front machen gegen das Anwachfen der
Rußiand, das unveränderlich herzliche und unbedingt ver— eschehen müssen. Entweder bewilligt der König die For— 58, wird auf 60 festgesekt roten Flut, anderersets aber bemüht sein, mit der Fort⸗
rauensvolle Verhälin s zu unsern Verbündeten, besonders erung Asquiths nach einem Peersschub, um so die Macht chritilichen Volklspartei uns über die Aufstellung der Kan⸗
Oesterreich sag!e, kann jeder Deutsche und jeder uns ehr »es reniteneen Oberhauses zu brechen, oder aber Herr didaten zu einigen, weil bei Aufstellung von zwei libera
ich gesinnte Ausländer unterschreiben. Die Ergänzungs⸗ Asquith packt sein Bündel. Was dann werden wird, das en Kandidaten vermutlich keiner in die Stichwahl gelan
tede, die hierzu der neue Staatssekretäͤr des Aeußern, v. nögen die Götter wissen. Eduards Nachfolger weiß es jen wird. Volles Vertrauen bringt Herr Bassermann dem
siderlen⸗Wächter, anschloß, bildete ein sympathisches De edensalls selbst nicht. Also abwarten. Viellescht findet steichslanzler entgegen, der jetzt durch seine scharse Absag
züt des angeblich kommenden Mannes“. Inhaltlich konnte ich auch sonst noch ein Ausweg, denn es wirs bedannklich in die Gefolgschaft des Herrn von Heydebrand gezeig
eine Rede natürlich das nur unterstreichen, was vorher icht immer so heiß gegessen wie gekocht wird habe, daß er nicht gewillt sei, sich nicht von der schwarz
seln Chef gesagt hatte. — Die eeen ÿâx ;- nnnn zlauen Mehrheit lediglich ins Schlepptau nehmen zu laf
ȟhrenordnung trifft auch in den rechtsstehenden Kreisen, 3 3 245 en, auch die Schulmeisterei von dieser Seite sich verbitte
re bei den Konfervativen auf heftigen Widerspruch. Die Der elsaß⸗lothriugische Verfafsungs⸗ Allerdings fügt Bassermann hinzu, daß von jetzt ab de
Verschlimmbesserung“, um dieses reizende Kuppelwort zu entwurf seichskanzler ganz andere Wege einschlagen müsse. In er
zebrauchen, die die Reg'erung unserm Telephonwesen an— a ter Linie musse die Regierung dafür sorgen, daß die
gedeihen lassen will, könnte leicht die AAt am Baume Der Bundesrat hat in seiner letzten Sitzung dem Ent— rinmischung der Verwaltungs- und Staatsbeamten in d'
»in. Seit Krät'e Nostminister ist. kat der Verkehr. rf eines Gesebes über die Verlaissune Gltadnreahringens Vahlgeschäfte ein für a“lemal unterbleibe. Bassermanr
ieht in dieser Einmischung einen Hauptgrund dafür, dai
die Sozialdemolkratie einen so ungewöhnlichen Zuzug vor
Misläufern betomme. Ferner müsse sich die Regierung un
er allen Umständen dazu verstehen, wenn sie über den
Parteien steber natarbeiten

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Pretzstimmen.
Zu dem vom Rreichs-Anzeiger“ mitgeteilten Ver—
fassungs-⸗Entwurf für Elfaß-Lothringen äußern sich erst
einige Blätter und zwar in abfälligem Sinne.
Das „‚Berliner Tageblatt“ schreibt: Der Reichstag wird
n dem Entwurf wahrscheinlich mancherlei Aenderungen
vornehmen. Den preußischen Reaktionären wird der Ent
wurf sicherlich zu weit gehen. Aber es ist nicht anzuneh—
men, daß der Kanzler sich ihnen in dieser Frage so be—
dingungslos zur Verfügung stellen wird wie bei der Fi—
nanzrefornt. Wir gönnen den Elsaß-Lothringern von Her—
zen das allgemeine, direlte und geheime Wahlrecht und
freuen uns aufrichtig, daß sie wenigstens so viel erreschen
77Männer die diese Rechte vom Reichs
Lern, sie uns Preu—
als bluti
Moert
            
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