Full text : Dudweiler Zeitung

Lokales und Vermischtes.
Wetterbericht. Die Wetterlage hat sich im Ganzen.
—A— Die westliche Depression ist auf nordoͤft—
verg r abgezogen und kleinere Restgebilde, die über
i ueee sind dahen . der Pfalz weiterhin
en nla eben, ä ich i
den Föhna erhalten wird. 38 während sich im
Voraussichtliche Witterung: Norden leichte Störungen,
helig, Trübungen, Süden noch Föhn.
Gedenket der Armen! Jetzte in der seligen Zeit
Vorbereitungen auf Weihnachten, möge dieser Ruf an
n, Herzen aller, die vor Not geschützt sind, nicht ungehört
rübergehen. Nicht großer Opfer bedarf es, um auch in
r ärmsten Hütte, da Krankheit, Sorge, Hunger und Elend
ohnen, einen Schein vom Strahlenglanze des schönsten
ler Feste dringen zu lassen, den Armen und Notleibenden
R deren Kinder eine Weihnachtsfreude zu bereiten. Ent—
iehe sich keiner diesem Rufe und gebe ein Jeder gern und
meudigen Herzens sein Scherflein. Am wirksamsten betät—
een kann ein Jeder seine Nächstenliebe, wenn er die von
rerrn Armen-Sekretär Kammer eingerichtete Brockensamm—
ing bedenkt. Hier ist alles angenehm und angebracht!
eld, Kleidungsstücke, Möbel usw. Seine Gaben dorthin
wenden bietet die Gewißheit, daß das Gespendete auch
keine unwürdigen Hände kommt. Herrn Kammer steht
Schwester Cäcilia zur Seite, die allüberall mit dem
h und Weh der Armen und Notleidenden bekannt ist!
ijo, ihr lieben Hausfrauen, einmal gründlich Umschau
alten, und an die Brockensammlung abgeführt, was ent—
ehrlich ist — was so manchen Bedürftigen die Lage er—
ichtern kann:
Auf den Vortrag über Tleinwohnungswesen im Saale
Frau Wwe. Riedschy sei nochmals an dieser Stelle hin—
viesen. Im übrigen verweisen wir auf die Bekannt—
chung unseres Herrn Bürgermeisters.
Eingesandt. Am Sonntag den 11. Dezember veran—
ltet der Theaterclub Cornelia im Gasthaus zur Post.
ihaber Wagner, einen Theater-Abend. Zur Aufführung
langt „die unterirdischen Mühlen oder die letzten Stun—
in des Heidentums in Rom“, Kostümstück in 5 Akten
in Schlutz ein Liebesdrama: Försterstochter und Grafen—
in als Geschwister. Nachmittags 4 Uhr Kindervorstellung
dieses Stück einen sehr lehrreichen Inhalt hat, so bitter
die Eltern, ihre Kinder diese Vorstellung besuchen 33
sen. Näberes durch Zettel.
„Alte Leute“ und Rekruten. Eine bemerkenswerte
*xxfügung, die sich gegen die Uebergriffe der Mannschaften
s älteren Jahrganges Rekruten gegenüber wendet, hal
eben der kommandierende General des 16. Armeekorps
Prittwitz und Gaffron erlassen. Sie lautet nach der
ölnischen Zeitung“ folgendermaßen: Aus Gerichtsver—
idlungen habe ich ersehen, daß es während des letzten
ienstjahres doch wieder zu einigen Versuchen der Mann—
jaften älterer Jahresklassen gekommen ist, auf die Rekru—
mweinen unzulässigen Einfluß auszuüben. Ich unterschätze
e Bedeutung gegenseitiger kameradschaftlicher Erziehung
rchaus nicht. Ich halte die Forderung auch für völlig
rechtigt, daß der junge Soldat mit Achtung auf den älte—
im Waffendienst durchgebildeten Soldaten blickt; eben⸗
wie es richtig ist, daß der alte Mann dem jungen mit
em Beispiel vorangeht und hierdurch wie durch kamerad⸗
aftliche Teilnahme an seiner Ausbildung mitarbeitet. Wo
er diese Einwirkung die gebotenen Grenzen überschreitet,
sie zu quälerischen Foppereien oder gar Mißhandlungen
womöglich unter Vereinigung mehrerer alter Leute ge—
meinen einzelnen — führt, muß mit äußerster Strenge
ngeschritten werden. Indem ich die Aufmerksamkeit aller
orgesetzten, im besonderen der Rekrutenoffiziere, Kompag⸗
e⸗pp. Chefs auf diese Frage lenke, bin ich überzeugt,
ßees in der Regel ausreichen wird, deutsche Soldaten
Ausschreitungen der beregten Art abzuhalten, wenn
nmihnen klar zeigt, daß solche Verstöße fast immer den
dacht feiger Gesinnung des oder der Schuldigen entste—
lassen.“
der Berband der technischen Berg-, Hütten- und
linenbeamten der preußischen Staatswerke richtete nach—
zende Bittschrift an das Haus der Abgeordneten:
„Das hohe Haus der Abgeordneten bitten wir unter
rücksichtigung nachstehender Gründe dafür eintreten zu
ollen, daß die mittleren und oberen Werksbeamten der
atlichen Berge, Hütten- und Salinenverwaltung in Zu—
ift die Höchfipension nach 30 statt bisher noch 40 Dienstren
 erreichen.
Die mittleren und oberen Werksbeamten, die in ihrer
ißten Mehrzahl täglich 6 bis 8 Stunden im Innern
Bergwerke beschäftigt sind, unterliegen großen körperlichen
strengungen. Besonders ist es die tägliche ungünstige
wirkung der Geubenverhältnisse, die dazu führt, daß
2Rearmdten friüher als alle anderen pensionsbedürftio

Wirre
die Steinkohlengruben müssen, um überhaupt befahrzu
 bleiben. um die gefährliche Einwirkung der schlagen—
Wetter möglichst fern zu halten, kräftig ventiliert
rden. Dadurch entsteht in den Grubengebäuden ein
er Unterschied zwischen Wärme und Kälte, ein heftiger
tzug in vielen Strecken.
Die mittleren und oberen Werksbeamten kommen in—
edessen während ihrer Tätigkeit in den Bergwerken
sehr heißen in sehr kalte Strecken. Diese ungünstigen
chältnisse haben besonders auf die Respirationsorgane
nachteiligsten Einfluß und bedingen, daß fast alle Ve—
en an Gicht und Rheumatismus laborieren. Es ist
B. im Saargebiet festgestellt, daß die mittleren Werks—
mten (Steiger) durchschnittlich bereiss mit 48 Jahren
sionsbedürflig werden oder sterben. Ganz zweifelsohne
de diese Zahl noch niedriger sein, wenn nicht die Ver—
ung in anbetracht der bestehendenWVerhältnisse viele
elnden Werksbeamten länger im Dienste“ behielte und
iber Tage mit leichteren? Arbeiten beschäfrigte.ESolange
echnischen Werksbeamten noch der Knappschastskasse
ebeon — vor ihrer Anstellung als Staatsbeamte —
ihnen im Saarbrücker, Revier? durch ein“ besonderes
eutent die Höchstpension von 8/. des Gehaltes nach
wiger Dienstzeit gewährt.
a inzwischen die Verhältnisse in den Bergwerken sich
edeutend verschlechtert haben und sich mit der zu—
aden Teufe der Bergwerke noch immerg mehr ver—
— werden. erscheint unsere Bitte umsomehr

u bist verrückt, mein Kind!“ Diese liebensmüeigen
unter ein Schuͤlzeugnis gesetzt, kosteten jüngst einem
q veranlagten Valer eines Schulkindes zirka 60 M.
Nann warzmit derZZensur einer Schularbeit seines
erchens nicht zufrieden und setzte deshalb das obige
unter die Zensus. Die Lehrerin vermochte jedoch
eigenartigen Begutachtung ihrer Zensus keinen Ge—
ack abzugewinnen undzerstaltete gegen den Vater der
lerin Anzeige. Die Sache kam vor das Gericht und
averurteilter den?, Poeten“ Itrotz seiner Versicherung, er
mit Ider Lehrerin?; nur einen Spasß machen Lwollen,
Mart Geldstrafe, wozunoch etwa 80 Mark Koster
ien. Ein teures Späßchen!
ahnpflege in der, Schule. Durch eineJ soeben er⸗
GErlak des Kuftusnißitariums werden die Krejs

chulinspektoren darauf hingewiesen, der Zahnpflege in den
Schulen erhöhte Aufmerksamkeit zu widmen. Nebeu der
gelehrung und Aufklärung, in erster Linie der Jugend,
veitergin der gesamten Bevölkerung über die Bedeutung
ziner rationellen Zahnpflege wird da, wo geeignete Kräfte
vorhanden sind und die erforderlichen Mittel zur Verfüg—
ung gestellt werden können, zur rechtzeitigen Beobachtung
und Bekämpfung des Uebels die regelmäßige Untersuchung
und Behandlung zahnkranker Kinder in die Wege zu leiten
sein. Die Kreisschulinspektoren sollen daher im Einvernch—
men mit den anderen maßgebenden Körperschaften die An—
zelegenheit in Fluß bringen. Der Erlaß spricht es aus,
daß es als eine wesentliche Förderung des Volkswohles
zu begrüßen sein wird, wenn bei gegebener Moöglichkeit
wenigstens die allgemeine unentgeltliche zahnärztliche Unter—
suchung der Schüler eingeführt werden möchte.
Altenwald, 3. Dez. Nachdem unser Ort längere Zeit
»on Einbrechern verschont blieb, versuchten heute Nacht
nehrere lichtscheue Gesellen in dem Geschäftslokale der Ge—
chwister Jolas ihr Glück. Durch Eindrücken einer Glas⸗
cheibe an der Ladentüre gelangten sie in das Innere des
Ladens. In diesem Moment wurden sie jedoch durch einen
nach dem. Gegenortschachte gehenden Lampenanfseher gestört,
vorauf die Burschen schleunigst Reißaus nahmen, WPeide:
E

Neueste Nachrichten und Telegramme.
Essen, 5. Dez. Die Geschäftsführung des Zechenver—
»andes hat auf die Eingabe des Gewerkvereins christlichen
Bergarbeiter mit folgendem Schreiben geantwortet
„Wir teilen Ihnen ergebenft mit, daß die dem ersten
borsitzenden des Zechenverbandes, Herrn Bergrat Radebrock,
zugestellte Eingabe an die unterzeichnete Geschäftsführung
mit dem Ersuchen weitergegeben ist, die gestellten Anträge
gelegentlich der nächsten Vorstandssitzung zum Vortrag zu
bringen. Glück auf! Die Geschäftsführung des Zechenver—
bandes. Gez. v. Löwenstein.
Thorn, 6. Dez. In der Ortskrankenkasse zu Culm
wurde heute Vormittag ein frecher Raubanfall versucht.
Sin etwa 26jähriger Mensch drang in das Kassenlokal ein
und schlug der Kassierer mit einem Hammer zu Boden.
Er verletzte ihn so schwer, daß an seinem Aufkommen ge⸗
zweifelt wird. Wahrscheinlich hatte es der Täter auf eine
Beraubung der Kasse abgesehen, doch konnte er dieses Vor⸗
haben nicht ausführen, weil er überrascht wurde. Es ge⸗
iang ihm, zu fliehen. Er soll dem Vernehmen nach in
der 3. Klasse eines Zuges der Strecke Thorn⸗-Posen um IC
Uhr 50 Min. gesehen worden sein. Die Polizei ist au
ver ganzen Strecke aufgeboten, jedoch konnte der Täter noc
nicht ermittelt werden.
Graudenz, 6. Dez. Hier ist der Schmiedegeselle Matzat,
eine beiden Kinder und drei weiteren Familien-Mitglieder
im Krankenhause an Vergiftung gestorben, zwet andere Per⸗
sonen schweben in Lebensgefahr. Es liegt Nahrungsmiitel—
fälschung vor. Wahrscheinlich hatten die vergifteten Per—
sonen verdorbenes Schmalz genossen. Die Erkrankung er⸗
solgte gestern abend, ohne daß ihr zunächst Bedeutung bei—
zelegt wurde.
Berlin, 6 Dez Der Rechtsanwalt Dr. Wohlfarth in
Benthin ist gestern aufs Neue verhaftet worden. Er war
erst vor wenigen Tagen vom Schwurgericht in Magdeburg
von der Anklage des wissentlichen Meineides und der Be—
jünstigung ete. freigesprochen worden.
Köln, 7. Dez. Die Kriminalpolizei verhaftete einen
twa 40 Jahre alten Kutscher, der verdächtig ist, im Jahre
907 in Hannover eine Verkäuferin ermordet zu haben.
Essen, 7. Dez. Der 16 jährige Schlosser Kraut hat dem
zetriebsingenieur einer hiesigen Firma vor dessen Wohnung
inen lebensgefährlichen Messerstich beigebracht. Bei der
Polizei erklärte der Täter, er habe sich an dem Betriebsin—
gzenieur rächen wollen, weil dieser seine Entlassung veran—
aßt haben sollte
Breslan, 7. Dez. Mach VWeittellung der sürstlichen
zrubenverwa tang flaut der Ausstand auf der Don—
rersmarckGrube ab. Von der Tagesschicht, welche
und 400 Arbeiser zählt, fuhren gestern 109, heule 156
Nann ein. Der Ausstand ist aber nach der „Breslauer
zeitung“ auf die benachbarte Rybnit-Grube übergesprun
gen, wo etwa 30 Bergleute streiken.
München, 7. Dez. Das Amtsblatt für die Erzdid—
ese München⸗Freisiug veröffentlicht in seiner letzzen Num—
ner das motu proprio des Papstes vom 1. September
nit der Eidesormel in la seinischer Sprache und eine Be—
anntmachung des Ordinariats über die Ableistung des
Nodernisteneides, die in den Tagen vom 12. bis 31
ezember erfolgen soll und zwar werden zunächst die Ka
pit lare ind Detane den Eid vor dem erzbischöflichen Ge
ieralv'kar am 12. Dezember in der erzhischöfftichen Kuri—
n München ablegen.
Innsbruck, 7. Dez. Die gesamte deutehfreiheitliche
und katholische Studentenschaft der hiesigen Universität hän
einstimmig beschlossen wegen der fortwährenden Verzöge—
rung des Universität zneubaues zu streilen, bis die Reg'e⸗
ung bindende Zusagen gibt. Der Reltor veranlafßte die
ofortige Sistieruna der Vorlesungen
Zürich, 6. Dez. Hier ist eine große Notenfälscherbande
ntdeckt worden. Der Photograph Muͤller aus Zinten in
Istpreußen verhaftet, nachdem er den Angestellten einer
Bank in einem Restaurant mit dem Tode bedroht hatte,
venn er nicht helfe, falsche Banknoten in den Uinlauͤf zu
etzen. Gestern gelang es, die sechs übrigen Mitglieder der
zande in, Basel zu verhaften und die ganze Werkstätte auf—
uheben, in der eine Menge falscher Noten der Schweizerischen
Nationalbank angefertigt worden war. Müller hat erst vor
urzem in Bozen 21, Jahre schweren Kerkers wegen Falsch
nmünzerei verbüßt.
Graz, 6. Dez. Lawinenstürze richten jetzt viel Unheil
ain. Auf der Koralpe wurde ein Wirtspächter aus Wolfsberg
 verschüttet; nur Schneereifen und Hut wurden gefun⸗
den, da die Leiche tief im Schnee begraben ist. Auch der
önig von Sachsen hat sich bei der Gemsjagd im Raibler
Revier in der Nähe von niedergehenden Lawinen befunden,
doch haben ihn die Jäger rechtzeitig in Sicherheit gebracht.
Paris, 6. Dez. Die von dem französifchen Kriegs⸗
ninisterium angestellte Russim, die den Analphabeten im
heere die Elementarkenntnisbeibringen sollteistabbe rufemvorden
weil fie sebst des Französischen nicht genügend mächtig war,
ihre einflußreiche Stellung bei den Soldaten aber dazu
henutzte, um ihnen ihre eigene revolutionäre Gesinnung bei⸗
ubringen. Diese eigentümliche Befähigung für das wichtige
Amt ließ sich wohl auch vorher nicht fefststellen. Merkwürdig!
Paris, 7. Dez. „Matin“ berichtet aus Toulon: Gestern
vurde dem Marinesoldaten Larouse die Summe von 8000
Franks ausgezahlt, die Kaiser Wilhelm dem Soldaten aus—⸗
gesetzt hatte für seine Beteiligung an den Löscharbeiten bei
dem Brande der Waldersee-Kaserne.
Paris, 7. Dez. Wie das „Journal“ meldet, ist spät
abends im Kolonialministerium ein Telegramm eingelaufen.
daß am 19. v. M. in der Gegend von Drijele ein schweres
Gefecht zwischen französischen Truppen und Eingeborenen
stattgefunden habe. Eine Kolonne Schützen, kommandir“
von Oberstleutnant Moll, wurde von den vereinigten Streit
räften der Eingeborenen angegriffen. Die Angriffe wur⸗
nen scharf zurückgewiesen. Der Feind flüchtete unter Zu—
cklassung von zahlreichen Toten unter denen sich iß

zultan Padiadir befand. Der Sultan Doudmoura, einer
der längsten französischen Feinde, ist verwuündet worden.
das Telegramm besagt, daß auf beiden Seilen zahlreiche
Tote und Verwundete zu beklagen sind. Nach Gerüchten
oll Oberstleutnant Moll bei dem Gefecht den Tod gefunder
saben. *
London, 7. Dez, Um 1 Uhr morgens waren gewähl
145 Unionisten, 107 Liberale, 20 Mitglieder der Arbeiter—
hartei und 26 Nationalisten, insgesamt 135 Ministerielle
gzegen 145 Unionisten. Die Regierungsmehrheit beträg'
nithin augenblicklich 8 Stimmen. Insgesamt haben die
lnionisten bis jetzt 11 Sitze gewonnen, die Liberglen 10
ie Arbeiter 3.
Cardiff, 6. Dez. Die bereits stark notleidenden
26 000 ausständischen Bergleute der Cambriau— und
Aberdare-Gruben hatten die Friedenskommission angerufen.
Diese hat indes gestern nicht die geringste Annaͤherung
erzielen können; immerhin besteht? die Hoffnung, daf
wenigstens die 13 000 Bergleute der Aberdare⸗Grube
zegen die Jahreswende wieder einfahren werden.
Petersburg, 6. Dez. Auf der zentralasiatifchen Bahn
sind etwa 20 Güterzüge nnterwegs von einem furchtbaren
Unwetter überrascht worden und auf der Strecke liegen ge—
blieben. Einige Lokomotiven sind eingefroren und vollstän⸗
dig unter Sand begraben. Einige Personenzüge liegen seit
dielen Tagen an verschiedenen Stationen und können nich
veiter. Die Passagiere leiden Mangel an Nahrungsmitteln
Die Arbeiter weigern sich, die durch Sand und Schnee ver⸗
wehte Strecke auszuschaufeln, da sie keine Kleidet haben.
Es sind infolgedessen Truppen requirirt worden. Längs
der Taschkent-Vahn in den Kreisen Petrowsk und Kasalinst
ind über hundert Kirgisen und 8000 Stück Pferde, Kühe
und Schafe erfroren. In der Steppe herrscht eine Kälie
»on 35 Grad R. Die Lage der Nomaden ist eine ver—
weifelte. Beim Durchgehen der Steppe findet man über—
all erfrorene Menschen und Tiere. In Andishau fiel rofa—
'arbener Schnee.
Astrachan, 5. Dez Von den vom Sturme im Kaspischen
Mecre ereilten Schiffen sind insgesamt 23 gesunken und
314 Menschen ertrunken, darunter 184 persische Schiffs:
rbeiter. 8 Leichterschiffe sind im Eise siecken gebliehen
eren 2e bedrobsic
TT.AAXECIXEES.. —— — —
)aaschönste der Feste wird uns verdotben
—— wenn ein Glied der Familie krank, oder auch nur
8 erkältet ist, und doch ist gerade der Dezember der
— Gessundheit besonders gefährlich. Mann muß also
— gerade jetzt besonders vorsichtig sein, und da ist
man am besten, wenn man Fays ächte Sodener
Mineral-Pastillen als ideales Hausmittel immen
zur Hand und im Gebrauch hat. Fays ächte So
dener, die man für 85 Psg. in einschlägigen Ge
chäften kauft, versagen nie und für Kinder besonders
8cS —

Advents⸗Wochen⸗Gottesdienste
Mitlwoch, den 7. Dezember 1910.
Dudweiler.
b.— Uhr. Pfarrer Trommershausen.
Herrensohr.

Uhyr

Einladung.
Mittwoch, den 7. Dezember d. J. abends punkt 830
ühr wird Herr Diplom⸗Ingenieur Hacke, Architekt der
Lentral-Bauberatungsstelle des Saar-Moselvereins zur
Förderung des Kleinwohnungswesens einen Vortrag über
leinwohnungsbauten im Saale der Frau Wwe.
C. Riedschy hierselbst bei freiem Eintritt halten.
Zu diesem Bortrage, der durch zahlreiche Lichtbilder
belebt werden wird und an den sich eine Diskussion an
schließt, ist jedermann herzlichst eingeladen. Frauen sind
willkommen.
Dudweiler, den 20 November 1910..
Der Bürgermeister.
JInst

— —

— —— — — — — — — — — — — —
Zur maschinellen Ausrüstung des Sschiedeborn.
schachtes des Bergwerks Dudweiler sollen vergeben wer—
den:
Los 1. Erd⸗, Maurer- und Steinmetz-Arbeiten ein
schließlich Materiallieferung (Fördermaschi
nengebäude, Maschinenfundament, Schacht
halle und Seilscheibengerüst) M1,90
Los 2. Schmiede- und Eisenarbeiten EGeilscheiben—
gerüst und Fördermaschinengebäude) M,0,40
Die besonderen Bedingungen und Angebotsformulare
önnen auf dem hiesigen Bauwerkmeisterbureau eingesehen
ind letztere auch gegen Erstattung der oben in Klammern
ingegebenen Selbstkosten vom Baubureau — nicht von
der Kasse — bezogen werden.
Angebote sind bis Donnerstag den 8. nächsten Monats
bends 6 Uhr, bei der unterzeichneten Kasse einzureichen,
voselbst die Eröffnung desselben am Freitag, den 9. De—
emben d. J., vormittagn 10 Uhr, stattfinden wird.
Zuschlagsfrist bleibt vorbehalten.
Brube Dudweiler, 21. November 1910.
RRnSι!ααι Ñenhotriebskasse.
Vie Lieferung der für die Gruben Camphausen und
Brefeld im Etatsjahr 1911 erforderlichen 298,04 chm
richenschneidhölzer, 786,280bm Buchenschneidhölzer, 269,40
bm Nadelschneidhölzer, 540 chm Mauersand und de
Bezähegegenstände soll im Wege der öffentlichen Ausschei
bung vergeben werden.
Die Bewerbungs- und allgemeinen Vertragsbedingungen
sind in Nr. 8 des Amtsblattes der Königlichen Rgieruͤng
zu Trier vom 25. Februar 1910 Seite 686—76 bekanm
gemacht.
Die besonderen Bedingungen und Angebotsvordrucke
önnen bei unserer Materialienverwaltung eingesehen, so—
vie gegen vorherige Erstattung der Selbstkosten von je
60 Mk für die Schneidholz- und Gezähebedingungen, so—
vie O,40 Mk. für die Mauersandbedingungen von dor
bezogen werden.
Die Angebote sind unter Benutzung der vorgeschrie—
benen Vordrucke, mit entsprechender Aufschrift versehen,
versiegelt und postfrei bis Mittwoch, den 28 Dezember
d. J. nachmittags 6 Uhr an unsere Materialienverwaltung
hier einzureichen.
Die Eröffnung der Angebotet findet am Donnerstag,
den 28. Dezember d. Is. vorm. 8—–12 Uhr im Geschäfts—
zimmer des Materialienverwalters statt
Die Zuschlagsfrist endigt Donnerstag, den 19. Januar
1911, nachmittags 6 Uhr.
Tamphausen, Kreis Saarbrücken, im Tezember 1910.
5*Aode Berginspektion XI.
175 25 Wer schnel u.onne Operation
6 von diesem Leiden betteit sein
will, lasse sich vertrau e
1431 encgteine ens voll meln Mittel tur M —8
23 per Nachn. schicken. — Etfol
garantiert. Unbemittelte Rabat
⁊ikenhers's Snezie nran KBön. Kasoerstransaa

DuMonts Sorgenbrecher
ein ges under, vorzuꝗglioher Rauchrabak
Grobschnitt in Blau-feinschnift in Braundruck
das Viertelpfundpaket 30 Pfꝗ. ges-· besch,

areger⸗Reresn
.
Dudweller.
Beerdigung des Kame.
raden Heinrich Kopp
Donnerstag Nachmit—
zag 4 Uhr. Antreten eine Viertelstunde
horber.

Der Vorstand.

——

Hergmanns-Unlerstühnngs-Kassen-Derein

Dudweiler⸗Herrensohr; JIischbach
Neuweiler.

— DD— — — —
Nachruf.
Am Montag, den 5. Dez, verstarb nach langem, schweren
deiden im Alter von 45 Jahren unser Mitglied, der
Bergmann
Herr Heinrich Kopp
aus Dudweiler.
Seit Gründung dem Verein angehörend, war der Ver—⸗
storbene demselben in Liebe und Treue zugetan und wurde
er von uns allen wegen seines lauteren Charakters geehrt
und geachtet.
Er ruhe sanft!

Der Vorstand.
Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 8. Dezember, nachm.
buUhr statt. Antreten eine halbe Stunde früher an der Wohnung
»es 2. Vorsitzenden, Herrn Johann Lorenz am Rathaus.
v F 44,
7 7
National-⸗44 9ugendliberaler
 Vaerein.
Am Donnerstag, den 8. Dezember adens 7.30 Uhr,
findet im Lokal zum Krokodil am Marktplatz GHerrn
Dröschel) eine
* *
Mitglieder-Versammlung
rit folgender Tagesordnung state:
1. Beratung betreffend der am Svnntag, den 11. d. Mie
statttindenden Vertreterversammlung hierselbst
2. Weihnachtsfeier
3. Kaisersgeburtstagsfeier
4. Fesisetzung des Winterarbeitsplanes
Um zahlreiche Beteiligung, speziell, daß der Vorstand
‚ollzählig erscheint, bittet
der Vorftand.
Donnerstag Abend 8 Uhr Theaterprobe im Lokale
Baldes.
Um recht zahlreiches Erscheinen bittet
der Vorstand

Zahn-Praxis Dreyfus
— nur Sudstraße 2. —
Man lasse sich nicht irreführen!
Nicht der Preis spielt eine Rolle!!
sondern die Arbeit. Alle Arbeiten werden garantiert
in unserem Laboratorium naturgetreu angefertigt.
Garantie in den schwierigsten Fällen. Wir offerieren
immer noch künstliche Zähne zu den bekannt billigen
Preisen. Zahnziehen nach schmerzlosester Art 1 Mk.
Sie werden erstaunt fein, fragen Sie Ihre Bekannten.
Langiähbriage Fewtatigkeit. Teilzohlung gestattet.
Zahn⸗-Praxis Dreyfuk nur Sudstraße 2

—A
—
J .
D. R. P. 100922 besitzt alle Vorzüge feinster Molkerei—
butter, à Pfd. 90 Pf. zu haben bei:
Frz. Louis Ww., Inh. C. Tröger.

135344

57—,
11— —8 5538
2 S8 3 8—523335
3 73337
00 — — — 21853523232
235 7 * —258 335383F
* 5 —528.2 3323527
—ãA — * 2351 5135533
a, z35 53835
38* 5588533 3535337
8 443. 553, 2353853
2
8 ——23
28 53358:0 3 3
— — 32 5
—J 235* * 582 S
28 33
bnsy*»41

— *
——3
—
*4 — ——— *
I A— A4 ð 8

e

3—
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.