Full text : Dudweiler Zeitung

Lokales und Vermischtes.
Wetterbericht. Durch ein Vordringen hohen Druckes
on Nordost⸗Europas ist der Hereinzug der ozeanischen De—
rression nach dem Kontinent verhindert worden. Es wird
»aher unter der Herrschaft hohen Druckes weitere, insbeson—
»ere Nachts sehr starke Abkühlung eintreten.
Voraussichtliche Witterung: Meist Frostwetter.
Thermometerstand heute früh 7 Uhr 3 Grad unter 0.
Hauskauf. Herr P. König, früher Inhaber der Dill—
ofer'schen Wirtschaft, hat die Wirtschaft Kronenberger auf
»em Büchel für 45 000 Mark von der Schloßbrauerei in
Neunkirchen (Gebr. Schmidt) käuflich erworben. Die Schloß—
rauerei hatte das Anwesen kürzlich für 40 000 Mark an—
esteigert.
Gefunden wurden zwei mit Kordel aneinander gebun—
„enen Schlüssel (wahrscheinlich Kassenschlüssel). Eigentümer
ann diese bei der Geschäftsstelle der Dudweiler Zeitung in
eimpfang nehmen.
Personalnachrichten. Die Steiger Adam Neuls des
zergwerks Friedrichsthal und Jakob Altmeyer 1. des
Bergwerks Reden treten vom 1. Jannar 1811 ab in den
Ruhestand. — Die Lehrerin an der bvergfiskalischen Koch—
chule zu Reden (Klinketal), Frau Frohn, scheidet mit Ende
November d. J. aus. Ihre Stelle wird vom 1. Dezember
. J. ab der Ehefrau Fritz Ulmer, Anna geb. Purper aus
zaargemünd. übertraen.
Keine allgemeine Preisermäßigung für Kohlen
eitens des Kohlensyndikats. Obwohl der Wettbewerb
»er außerhalb des Kohlensyndikates stehenden Zechen des
Ruhrbezirks immer stärker fühlbar wird und der süddeutsche
dohlenmarkt sich sozusagen in völliger Verwirrung befindet
cheint die Mehrheit der Zechenbesitzer des Synditats, wie
chon kürzlich angedeutet, doch nicht geneigt zu sein, diesen
Verhältnissen durch Preisermäßigung Rechnung zu tragen.
Wie ein Bericht aus der „Kölnischen Zeitung“ meldet, ist
ielmehr als ziemlich sicher anzunehmen, daß die Zechen—
hesiher⸗Versammlung des Kohlensyndikats im wesentlichen
in den bisherigen Preisen festhalten wird. Bestimmend
ür diese Haltung scheint in erster Linie die Erwägung zu
ein, daß auch eine Preisherabsetzung die außerhalb des
zyndikats stehenden Zechen in ihrer Entwicklung auf die
dauer nicht aufhalten könnte. Wohl bei allen diesen Zechen,
o sagt man, spielt eben der Gedanke eine Rolle, früher
»der später Einlaß in das Syndikat zu begehren. Zu
ziesem Zwecke arbeiten sie mit aller Macht darauf hin, so
rüh wie möglich hohe Förderziffern zu erreichen, um dann
päter mit entsprechend hohen Forderungen in Bezug auf
hre Beteiligang am Syndikatsabsatz hervortreten zu können.
kine jetzt durch das Syndikat erfolgende Preisherabsetzung
vürde die freien Zechen in diesem Streben vermutlich nicht
aufhalten, sonden sie womöglich antreiben, ihr Ziel noch
ichneller zu erreichen. Wesentlich aus diesem Grunde ist
nan gegen eine allgeme ne Ermäßigung der Kohlen- und
dokspreise. Macht man sich aber diesen Gedankengang zu
eigen, so liegt offenbar zugleich das Zugeständnis, daß das
Kohlensyndikat gegen die Outsider überhaupt nicht kämpfen
ann. Der Förderung der Machtstellung des Syndikats isst
dieses Zugeständnis sicherlich nicht zuträglich. Anderseits
pricht aber gegen eine Preisermäßigung vor allem auch
der Umstand, daß die Selbstkosten der Zechen anhaltend
ehr hoch getrieben und eigenlich immer noch im Steigen
zegriffen sind so daß eine Herabsetzung der Preise ganz
aꝛußerordentlich schwere Opfer fordern würde. Da zudem
gerade in den letzten Tagen der Kohlenabsatz eine merkliche
Belebung erfahren hat, ist zu erwarten, daß die Zechenbe—
itzer⸗e Versammlung an den bisherigen Preisen im allge—
neinen festhalten, und nur für einzelne Sorten wie Gas—
'ohle, Gasflammförderkohle, vielleicht auch Stückkohle, kleine
kreisermäßigungen beschließen wird. Gleichzeitig wird auch
iber die Preise für gebrochenen Kols Beschluß gefaßt wer—
»en; ob auch fiir Hochofenkoks, scheint noch nicht gan?
Her.
Der Wegzug der Schwalben ein Winterorakel?
der Vogelschutzkalender setzt den 8. September (Mariä
Hrburt) als Abreiseternin für die Schwalben fest. Die
Schwalben aber fragen nicht danach und ziehen zuweilen
päter, manchmal auch früher nach dem Süden. Man
jat ans ihrem längeren Verweilen oder dem vorzeitigen
Aufbruch einen milden oder harten Winter schließen wollen
deswegen untersucht Henrv de Varigny im „Journal des
Oebats“ die Frage, od) wirklich zwischen dem Winter und
»er Ziehzeit der Schwalben ein Zusammenhang besteht
Wäre dies der Fall so müßte der kommende Winter milde
verden, denn in Frankreich sind die Schwalben dies Jahr
ange geblieben und in England sollen sogar am leßzer.
Oktobertage noch welche beobachtet worden sein. Befragt
nan jedoch die Statistik über Wetter und Vogelzug, so
eigt sich daß die Schwalben keine Prophehten für den
Winter sind. Bouvard, ein französischer Gelehrter, hat
Anfang der 90er Jahre über beide Erscheinungen Auf—
eichnungen gemacht: 1891 folgten in Frankreich ein warmer
Winter auf einen normalen Aufbruchstermin der Schwalben.
Nächstes Jahr blieben die Schwalben länger, der Winter
var ein Durchschnittswinter, dann folgte ein sehr sanfter
Winter auf normalen Aufbruch der Schwalben, 1894 war
»er Winser sehr streng, obwohl die Schwalben lange ge—
lieben waren und das umgekehrte Ereignis, ein sehr milder
Winter nach vorzeitigem Aufbruch der Schwalben, tra—
mn folgenden Jahre ein. Diese Statistik bezieht sich aller—
ings nur auf fünf Jahre, aber ältere Angaben bestäligen
ie. In den Jahren 1741 bis 1770 hat zum Beispiel
Pater Cotte, ein Meteorologe, ganz gleiche Beobachtungen
ungestellt, aus denen ein paar Angaben hier angeführ“
verden mögen: 1743 zogen die Schwalben am 28. Spt
iach dem Süden. Im folgenden Januar war die Seine
ugefroren. 1762 zögerten die Schwalben bis zum 12.
ktober mit der Abreise, aber bereits im Dezember war
ie Loire zugefrocen, und vom 28. Dezember bis zum 1.
februar brachte das Eis die Seine zum Stistst-—w
Ketassee narr —
Veraltete Katarrhe
auszurotten
st eine oft recht schwierige Sache. Jeder der schon ein—
mal mit einem hartnäckigen Katarrh zu kämpfen hatte,
ann davon ein Lied fingen. Mit den gewöhnlichen
hausmittelchen, wie Hustenbonbons und Mineralpastillen
st da nicht viel anzufangen. Bei einem einfachen kleinen
SErkältungshusten, der sowieso schon nach einigen Tagen
»on selbst zu verschwinden pflegt, mögen derartige harm—
ose Mittel ja ganz gut sein. Aber, die Beseitigung eines
Nonisch gewordenen alten, immer wiederkehrenden Hustens,
er bei dazu Disponierten gar oft den Keim der Lungen⸗
chwindsucht in sich trägt, — wenn er nicht schon als
Symptom dieses Leidens aufgefaßt werden muß — erfor—
)ert eine ganz andere Aufmerksamkeit und muß mit
»esentlich anderen Mitteln behandelt werden, die den
jeind sozusagen im Innern seines Lagers aufsuchen und
in dann „von innen heraus“ vertreiben.
Als eines der besten Mittel zur Beseitigung derartie
„onisch gewordener Katarrhe mit ihren Folgezuständer
lter Husten, Verschleimung. Asthma, Bronchialkatarrh
ungenspitzenkatarrh usw) galt den berühmten Aerzter
sltertums und gilt noch heute im ganzen Orient de
Ae Manbische 53

ängsten blieben während dieser Beobachtungsperiode die
5chwalben im Jahre 1749, nämlich bis zum 13. Oktober.
5s folgte jedoch ein ganz gawöhnlicher Wiuter. Es ist
nzunehmen, daß Beobachtungen in den anderen europäischer
zändern kein anderes Ergebnis zeitigen.
Die Heringsfischerei in der Nordsee. Von der
derin zsfischerei in der Nordsee erzählt C. Lund in Heft 4
er „Natur“:
Vie alle Beobachter übereinstimmend versichern, spolten die
raichzüge der Heringe in bezug auf die Individuenzahl oft
eder Schätzung. So erschienen beispielsweise im April
1906 die Heringe im Kaiser⸗-Wilhelm⸗Kanal bei der Stadt
Rendsburg in solchen Massen, daß auf einer Strecke von
11/, Kmu das Kanalbett buchstäblich mit Fischen angefüllt
var, und daß die Bewohner der Stadt die Heringe vom
Ufer aus — eine Befischung des Kanals mit Netzen issl
derboten — mit Körben, Eimern, und Hüten Schaufeln
ja mit den bloßen Händen in beliebiger Menge herausschöpfen
konnten Und doch sind derartige Züge der Küstenheringe
oerschwindend klein im Verhältnis zn denen, die auf der
)ohen See beobachtet werden. Diese Laichzüge sind es nun,
denen die Fische überall nachstellen die der Heringsfischeren
die hohe volkswirtschaftliche Bedeutung geben. Während
der Heringsfang in der Ostsee überwiegend als Zweig der
üstenfischerei betrieben wird, hat er sich in der Nordsee
ängst zum Hochseebetriebe ausgestaltet. Bei uns liegt der
Fang in den Händen einer Reihe von Fische ei-Aktiengesell—
chaften die in Einden, Leer, Nordenham, Bremerhafen Geeste
nünde, Bremen, Vegesack, Elssleth und Glückstadt ihrer
Zzitz haben. EJhre ntwicklang mag aus folgenden Vergleichs
iffern erhellen. Es betrieben den Fang des Herings im
Jahre 1886 eine Gesellschaft mit 15 Loggern, 1901 sieben
hesellschaften mit 124 Loggern, 1910 dreizehn Gesellschaften
nit 230 Loggern. Uuter Loggern versteht man besonders
tark gebaute, kutterartige Segelfahrzeuge von 20-235
Meter Länge, die mit einem (zum Niederlegen eingerichteten)
hroß und Besanmast ausgestatet sind und eine Besatzung
son mindestens je dreizehn Mann führen. Die Fangaus—
üstung der Logger besteht aus 70 bis 90, diejenigen der
Dampfer aus 110 bis 120 rechteckig geformten Netzen, von
»enen jedes eine Länge von 80 und eine Breite oder Tiefe
,on 7—8 Meter besitzt. Beim Aussetzen, das stets abends
jeschieht. werden sämtliche Netze miteinander verknüpft und
»urch ein langes Seil (Reep) zusammengehalten. Sie
verden durch lange Bojenleinen, den Treideln und Zei—
ingen, im Wasser getragen, so daß sie wie eine zwei oder
üuhr Kilometer lange Wand etwa 15 Meter unter der
Neeresoberfläche senkrecht schweben. Die Maschen sind so
»emessen daß die gegen die Wand schwimmenden Fische
rohl mit dem Kopfe, nicht aber mit dem ganzen Köper
sindurch können Sie bleiben infolgedessen mit den Kiemen
»ekeln in dem Netze hängen, so daß sie weder vor—
ioch rückwärts zu schwimmen vermögen. Während der
Nacht bleibt die Netzwand im Wasser stehen, woselbst sie
urch das Reep verbunden ist, vor dem Wind und Strom
reibt. Gegen Morgen beginnt man mit dem Einhieoen
ind Anbordnehmen des Netzes. Dasselbe wird stückweise
iber die Bordwand gehoben, wobei die Heringe einzeiln
ius den Maschen gelöst werden müssen. Ist der Fang
ehr reich, so blinkt das auftauchende Netz wie flüssiges
SZilber, und vom Scheine angelockt, pflegen Hunderte
»on Möven das Schiff zu umkreisen.
Saarbrücken, 24. Nov. Wie erinnerlich, hat der junge
daufmann Frankenhäuser von hier vor einiger Zeit die
Lerkäuferin Valerius an der Saar, angeblich aus Unvor⸗
ichtigkeit, erschossen. Dieser Fall stand vorige Woche vor
der hiesigen Strafkammer und wurde Franjgenhäuser zu
einer Gefängnisstrafe von 2 Monaten vrrurteilt. Infolge
seiner Minderjährigkeit wurde dem Verurteilten ein Straf—
zufschub von 2 Jahren zugebilligt und soll ihm sogar die
Strafe dann erlassen werden, wenn er sich bis dahin ein—
vandfrei geführt habe. Die übet Frankenhäuser verhängte
Strafe erscheint nun zwar überaus gering, doch kamen oder—
schiedene mildernde Umstände, namentlich die Jugend und
die gezeigte Reue des Verurteilten. As ausschlaggebend
inbetracht.
Eine Familie ermordet. In Witischin an der
ch'esisch russischen Grenze wurde der Kaufmann Prager
eine Frau, ein erwachsener Sohn und eine verlobte Toch—
er Nachts von zwei irrsinn'gen Russen, die aus der An—
talt entwichen waren, ermordet.
Bekänpfuung der Entvölkerung. Der Gemeinderaf
n Tulle gibt ein praktisches Beispiel für den Kampf ge
jen die Entvölkerurg Er hat in sein Budget für 1911
ine Zulage für diejenigen städtischen Angestellten und Ar
eiter eingestellt, welche mehrere Kinder besien, und zwar
oll das Gehalt in folgender Weise erhöht werden: fun
wei Kinder um 10 Prozent, für drei Kinder um 1?
prozent und für vier Kinder um 20 Prozent.
Protest gegen die Fleischteuerung. In Wien fand
n der Volkshalle des Rathauses eine von der sozialde
nolratischen Partei einberufene, von etwa 8000 Menschen
zefuchte Protestversammlung gegen die herrschende Teue
ung statt. Nach der Versammlung zogen die Teilnehmer
inter unaufhörlichen Rufen gegen die Regserung am Par
ament vorüber über die Ringstraße. Der Straßenbahn
verkehr stockte eine halbe Stunde.
Donauschiffahrt. Im österreichischen Handelsmini—
terium erfolgte der Abschluß des neuen Subven ionsver⸗
rages mit der Donaudampsschiffahrtsge'ellschaft und die
Unterzeichnung durch den Handelsminister Weiskirchener,
»en Gouverneur der Bodenkreditanstalt Sieghart und den
Bräsidenten der Gesellschaft Schonka. Der neue Vertrag
oll auf 25 Jahre abgeschlossen werden. Die staatliche
zubvention steigt von 1911 ab von derzeit 19 Mitt Mi—
uf 1,5 Mill. M.
Ottenhausen, 23. Noo. Die Arbeiten am Ostschach
Ischbachtal schreiten rüstig vorwärts. Der Schacht, der
inen Durchmesser von sieben Meter hat, ist bereits bis zr
»einer Tiefe von 100 Meter abgeteuft. Verschiedene Koh—
enflöze, allerdings von geringerer Mächtigkeit wurden durch—
4 Dioe Aneν o⏑ schreitet aleich

Harzsaft eines in den Küstenländern des Roten Meeres
wachsenden Balsambaumes. Dieser Arabische Balsam war
»is zur Entdeckung Amerikas die einzige Droge, der man
den Namen „Balsam“ gab, und beziehen sich daher alle
ilteren Literaturstellen, in wissenschaftlichen medicinischen
Werken, in denen von „Balsam“ die Rede ist, ebense wie
iie zahlreichen Hinweise der Bibel auf den Heilwert des
„Balsams“, nur auf ihn. Schon das Wort „Balsam“
eigt uns die Wertschäßzung, in der das Mittel bei der
Ilten stand; das Wort „Balsam“ stammt aus dem Alt—
debräischen und heißt soviel wie „König der Dele“. Erst
päter kLamen aus dem neuentdeckten Amerika weitere Bal—
ame, wie der Perubalsam, der Tolubalsam usw., nach
suropa, und noch später belegte man sogar eine Anzahll
ünstlicher, balsamähnlicher Erzeugnisse mit diesem Namen,
der aber eigentlich nur dem Arabischen Balsam zusteht.
Daß sich dieser echte Arabische Balsam bisher noch
nicht in unserm Heilschatz eingebürgert hat, lag an seinei
Jzroßen Seltenheit und dem dadurch hervorgerufenen, ganz
ungeheuer hohen Preise, der Jahrhunderte hindurch der
Preis des ungemünzten Goldes um das Doppelte überstieg
Die Schwierigkeiten, die seiner Beschaffung im Wege standen,
jelten indessen heute als behoben und heute kann das von
en alten Aerzten so sehr empfohlene Mittel schon zu einen
zreise in den Handel gebracht werden, der seineAnwendun—
Me dorhomiftosteon ori

eitig mit der Abteufung vorwärts. Der angebohrte Schacht
oll gleich den Clarenthaler Schächten eine Tiefe bis an—
iähernd 700 Meter erhalten. Man hofft in leinhall
Jahren mit den Arbeiten fertio »* sĩe Sbr. Vlksz.)
Neueste Nachrichten und Telegramme.
Trier, 24. Noo. Im Walde bei Pohlbach wurde ge—
tern abend der Bierverleger Valerius aus Schweich über
jallen und niedergeschlagen. Der Täter versuchte, ihn zr
erauben; es gelang aber Valerius zu entfliehen. Er wurd
chwer aber nicht lebensgefährlich verletzt; er ist vernehnn
ungsfähig. Der Täter ist entflohen.
Berlin, 24 Nov. Die Leiche des seit dem 1. Oktoben
»eemißten Stunden Paul Rehberg ist heute Vormittag ge
jsen 11 Uhr an Burgwald in Spandau aus der Havel ge—
ogen worden. Die Leiche weist eine Stichwunde im
Nacken auf Trotzdem sind die Behörden nicht geneigt, ar
in Verbrechen zu glauben nehmen vielmehr an, daß Reh—
erg in der Trunkenheit ins Wasser gefallen und ertrunker
t und daß die Verletzung der Leiche etwa durch einen
—chiffshaken beigebracht worden ist.
Stettin, 24. Nov. In einem Restaurant auf dem Königs
latz gab ein Kellner auf die Tochter des Wirtes, die sein,
iebesanträge abwies, einige Revolverschüsse ab und verletzte
as Mädehen schwer. Auch der Bruder des Mädchens wurde
erletzt. Darauf tötete sich der Kelsner durch einen Schuß
a die Schläfe.
Dessau, 24. Nov. Der Fabrikbesitzer August Opitz in
'oswig, bekannter anhaltischer Groß-Industrieller, begab sich
estern auf die Jagd. Als er vom Wagen steigen wollte
ieß er aus Versehen gegen dein Abzugshahn des Gewehres
Das Gewehr entlud sich sund die Kugel zerschmetterte Opih
»en Kopf. Der Tod traf auf dem Transport nach seine
Wohnung ein.
Kiel, 23. Nov. Die nordischen Länder machen de
zersuch, Walfischfleisch nach Deutschland einzuführen. Di
fleischteuerung hat offenbar die ersten greisbaren Erfolg
»ermittelt. Die Haupiabncehmer wohnen in der Provinz
und im Königreich Sachsen. Der norwegische Vizekonsul
in Leipzig berichtete, daß dort 13 000 kg Walfischfleisch
nerkauft oder bestellt worden sind. In Magdeburg seßtzt
ein Geschäft allein täglich ——400 Pfund im Kleinverkauf
ab. Das Walkischfleisch wrd aus Norwegen, Dänemark
und Island. bezogen. Es handelt sich nur um das Fleisch
unger? Wale, das wohlschmeckend und nahrhaft sein soll
Alte Tiere sind ungenießbar.
Essen (Ruhr) 24. Nov. Bei einer Schlagwetter-Explosion
vurde auf der Zeche Viktoria Matthias drei Bergleute
hwer und zwei leicht verletzt.
Hamburg, 26. Nov. Die Norddeutsche Bank hat eine
Depesche aus Rio erhalten, die Meuterei hat bis jetzt
einen nennenswerten Schaden angerichtet. Man erwartet
die baldige Beilegung durch einen Amneftiebeschluß des
dongresses.
All nitein, 24. Rov. Bei dem Eisenbahnübergange nach
Lykusen wurde, wie, die Allensteiner Zeitung meldet,
heute nachmittag ein Wagen mit zwei Insassen aus
Broß⸗Buchwalde von einem Triebwagenzuge überfahren
und zertrümmert. Beide Insassen wurden getätet.
Brüssel, 28. Nov. Die belgischen Grubenarbeiter
jaben einen Kongreß abgehalten, auf den 120 000 Ar.
»eiter vertreten waren. Interessant ist von den Verhand—
ungen der Beschluß, daß in nächster Zeit alle Bergarbeiter
in einem Tage in den Generalstreik treten werden. Der
dag des Generalstreiks ist noch nicht festgeseht worden.
Durch diesen Streik soll die Regierung gezwungen werden
zie Altersversicherung der Bergarbeiter in dem nötigen Um
ange und nicht in halben Maßregeln zu treffen.
Madrid, 24. Nov. Aus Saragossa wird ein blutiger
zusammenstoß zwischen Karlisten und Republikanern ge—
neldet.“ Die Streitenden waren sehr erbittert und ginger
nit allerlei Waffen auf einander los. Eine Reihe der Strei—
enden wurden schwer verwundet. Die Polizei nahm 6 Ver—
—
egung.
Paris, 25. Novp. Der „Courier de Brajile“ versicher
ius Rio de Janeiro: Alle Truppen und die gesamte Po
izeimachten Rio sind in die Kasernen zusammengezogen
Sie erwarten das erste Zeichen vorzugehen; die Munition
st an die Mannschaft verteilt worden. Die Ariillerie ha
Befehl erhalten sich bereit zu halten, um Stellung au
den Höhen von Rio zu nehmen. Die Bevölkerung ha
Vertrauen zu dem energischen Vorgehen der Regierung
die Volksmenge verfolgt mit großem Interesse die Ent—
wicklung der Ereignisse. Man ist erstaunt, wie es möglich
war, daß die Matrosen die Leichen der Offiziere an's
Land schaffen nnd dann wieder zurück an Bord igrer
zchiffe gehen konnten, ohne von den Hafenbehörden be—
nerkt worden zu seien.
Konstantinopel, 26. Nov. Ein Einbruch wurde gestern
m Kriegsministerium verübt. Die Diebe erbrachen zwe
Beldschränke und raubten 7000 M. in var Geld. Vor
den Tätern fehlt jede Spur.
Rio de Janeiro, 24. Nov. Zu der revolutionären Be—
vegung im hiesigen Hafen vird gemeldet, daß die Mann—
haft zweier Kriegsschiffe gemeutert und die Offiziere er—
nordet hat. Sie verlangt Solderhöhung und Abschaffung
er körperlichen Züchtigung. Auf die Stadt sind einige
lanonenschüsse abgegeben worden. Genaue Einzelheiten
hlen noch.
Saigon, 22. Nov. Auch in der Provinzt Quaug-⸗Nan
aben heftige Regengüsse große Verheernugen anagerichtet
o . * dort MensHen ** ———

—

Seit wir den Arabischen Balsam in den Handel gebracht
aben, hatten zahlreiche Patienten Gelegenheit, denselben zu
ersuchen und berichten heute schon Hunderte von Briefen
isw., die ganz unverlangt bei uns eingelaufen sind, von
den gehabten guten Erfolgen. Die Wirkungen des Ara—
hischen — oder Utubalsams, von dem wenige Tropfen
oro Tag genügen, sind in Kurzem folgende: Der Balsam
nacht den Auswurf flüssig und vermindert ihn. Infolge—
dessen hört schon nach verhältnismäßig kurzer Zeit der
zustenreiz und damit auch der Husten auf. Infolge der
Entfernung der in dem Auswurf enthaltenen Zerfallpro—
zukte tritt da, wo Fieber vorhanden war, eine Abnahme
des Fiebers ein. Aus demselben Grunde vermindern sich
auch die Nachtschweiße, die mit der Zeit ganz aufhören.
kin gesunder Nachtschlaf und damit eine Besserung des
Allgemeinbefindens pflegt einzutreten. Außerdem wirkt der
dtubalsam magenstärkend und appetitanregend und bedingt
dadurch eine größere Nahrungszufuhr und dadurch wieder
eine Gewichtszunahme. Der Patient bekommt durch das
Lerschwinden der katarrhalischen Erscheinungen und durch
die Besserung seines Allgemeinbefindens wieder neuen
Lebensmut und größere Lust und Ausdauer zur Arbeit.
Wer auch noch so viel andere Mittel ohne Erfolg be—
eits benutzt hat, der möge trotzdem in seinem eigenen In—
eresse einmal einen kleinen Versuch mit Ultu-Balsar
Fr irh Rioson Morsuch v0

Bekanntmachung.
Dem Polizeisergeant Flegel zu Dudweiler Scheidter—
traße 12 ist ein Hund (deutsche Dogge) Farbe gelb zuge—
aufen. Der Eigentümer kann denselben gegen Erstattung
»er Futterkosten bei dem p. Flegel in Empfang nehmen
Dudweiler, den 24. November 1910.
Die Polizeiverwaltung.
Der Bürgermeister

V,—

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IApn⸗
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/Grünbkern
eismesn

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htehen
Nudeln,

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44

*

*

Wenn die sseher
gehen wollen,

etwas wirklich Gutes zu bekommen,
dann nehmen Sie Kathreiners
Malzkaffee und nicht eine Nach—
ahmung!

t

Der Lehoalt mocktol

161
78 pfq
Jouillon Würfel:
Uonwüurttl
Bouilion-Suppen, 2u Gemüson,
„ Fleischgerichten, /,„ Saucen usw.
Nor ocht mit doam Namen MAGGI und dem kreurstern.

—

Große Auswahl
Rodelschlitten, Kinderschlitten,
Schlittschuhen und Eissporen
empfiehlt zu billigen Preisen
Heinri, Jennew ein,

——558 I 35
224 5288
—55 —37
2233 3 27535
— *2 * 8 — 22 8*
33.55585
5352 R2 325
273 3 522 3*
52538 33 8 522*
— 3528
—3333233838
587 2 28
*
2
85 — 22
— 7 — 2
F — ITATCC.
Vir versenden kostenlos und franko eine Probe des
Balsams an jeden, der uns mit dem beifolgenden Bestell—
zettel (den man ausschneiden und in einem offeneu, mii
3 Psg. frankiertem Briefumschlag uns einfenden möge)
darum ersucht.
Den Herren Aerzten stellen wir zu Versuchszwecken ein
zrößeres Quantum des Balsam kostenfrei zur Verfügung.
Moragenländische Drogen-Import-Gesellschaft
Perlin W. 15.

*

— — — — — —
Senden Sie mir eine Probe Utu-Balsam kostenlos und
portofrei zu.
Name: . ÔÔãινôÊ8e
Beruf od er Stand: ...ôXÊeaäöaMMmMãM
Nähere Adresse:
            
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