Lokales und Vermischtes.
ivilstand der Bürgermeisterei Dudweiler vom 11. bic
Nov. Geburten. Erich, S. v. Ludwig Wagner, Bgm
egfried Joachim, S. v. Ferdinand Prenl, Musiker, F
rmann Valentin, S. v. Konrad Wunn, Bergbote. Marta
Ffie, T. v. Matth. Bruch 1., Bgim. Paul, S. v. Peter
tenwald, Brauereihilfsarbeiter. Heinrich, S. v. Heinrich
ig 56., Grbschl. FuAdolf, S. v. Adolf Wunn, Grbschmd
h. Math., T. v. Peter Donauer, Schuhmacher. Aanes.
v. Gottfried Steinmetz, Rangierer, H. Klara, T. v.
ier Kochems 2., Bgm., F. Robert Johann, T. v. Fried⸗
Bartel, Wagenschmied. Therese Hulda, T. v. Theobald
ankola, Bgm. Lina Amalie, T. v. Chr. Pitz 14. Bgm
jann Jakob, S. v. Jakob Schwarz, Bgm. Hermann,
v. Ludwig Maurer, Bgim. Adalbert Friedrich, S. v.
sann Ruschel, Bgm., F. Gertrud, T. v. Jakob Damm
Bgm., H. Karoline Maria, T. v. Ludwig Triem, Bgm
vert Peter Wilhelm, S. v. Alexander Kronenberger,
uifm. Josef Jakob, S. v. Jakob Zimmer 1., Bgm., F.
er, S. v. Johann Bretz, Bgm. Ludwig, S. v. Jakob
ig 17., Bgm., H. Heiraten. Matth. Koster, Bgm., mit
h. Thiriot verwitweten Hrch. Arzbächer. Philipp Nonniler,
Bgin., mit Cäcilie Wolf. Peter Maus, Bgm, mit
ria Scherer. Johann Becker 23.. Bam., mit Helene
agand. Matth. Barz, Tgl, mit Maria NMußbaum.
lentin Müller, Tagner, mit Luise Wunn, Wwe. Anton
zenburger. Gustav Habig, Hilfsweichenst. mit Luise
sakary. Josef Packe, Bgmm., mit Margareta Makary
xorg Konrad, Grbschm., mit Elisabeth Speicher. Wilh
roß, Bgim., mit Kath. Groß. Sterbefälle. Hrch. Umlau,
agner, 61 J., Bildstock. Friedrich Wöffler, 5 W., J
ch. Neu Ehefrau, 27 J. Joh. Dittlinger, ? J. H
nrich Brutkuhl, 7 J. Albert Schuh, 7 M. Linc
önfelder, 4 J. Karl Poller, 1J. Karl Holzer, 6 M
Wetterbericht. Von Nordosten vordringender hoher
ick hält die über der Ostsee gelegene Depressiom fest
bildet heute mit einem über der Adria gelegenen
sundären Minimum eine Furche niederen Druckes, unter
ren Eindruck die Schneefälle auf unserm Gebiete fort—
uern. Da auch die auf dem Ozean gelegene Depression
re Lage noch nicht wesentlich verändert hat. so ist immer
sch die Möglichkeit einer Vereinigung der beiden Depres—
nen gegeben, was die Wetterlage cber kombliziert
Voraussichtliche Uebersicht: Für Norden ist jedenfalls
cbergang der Schneefälle in Regen zu erwarten, Süden
rdauernde Regen⸗- und Schneefälle.
F8 Konzert. Am 27. d. M. findet wieder ein Konzert der
zubenkapelle im Bergfestlokale am Gegenortschacht statt
»Bürger unseres Ortes sind zu dem Tonzerte freundlich'
geladen.
Abhärtung gegen Erkältung oder Erkältung durch
härtung. Man kann sagen, daß die Frage, ob Er—
ungen durch Abhärtung vermieden oder unter Umstän—
befördert werden, den Menschen von Kindesbeinen an
ffolgt, denn wer hätte nicht schon die jungen Mütter
rüber streiten hören, ob sie ihre Pfleglinge mehr oder
niger warm anziehen oder waschen sollen. Aber auch
den erwachsenen Menschen bleibt dieselbe Frage fortge—
t bestehen, wenn er nicht durch Ausübung seines Be—
es einer gewissen Abhärtung unterworsen ist, die ihm
e Widerstandsfähigkeit gegen Erkältungen gibt. Diese
rm der Abhärtung ist auf alle Fälle die wertvollste und
derste, während ihre künstliche Erzielung mit Bedenken
cknüpft ist. Wer einfach dadurch sich abhärten will, daß
zu bestimmten Tageszeiten kalte Waschungen an seinem
per vornimmt, kann unter Umständen recht schlechte Er—
rungen damit machen. Es kommt, wie ein Mitarbeiter
Blättee für Volksgesundheitspflege treffend ausführt,
mehr an die Gewöhnung an die frische Außenlnst und
oen Einfluß von Temperaturwechseln an. Das ist ja
y der Grund, weshalb die Leute, die durch ihre tägliche
zeit eine solche Gewöhnuug erreichen, sich um eine künst—
»Abhärtung nicht zu kümmern brauchen. Wer nur gar
n bereits chronisch gewordenen Katarrh zu vertreiben
enkt, ist auf gänzlich falschem Wege. Auch sollten blut—
je und sonst schwächliche Leute gewarnt werden, sich
ich derartige Experimente abhäaten zu wollen. Die Vor—
yme von Freiübungen in gut gelüfteten aber sonst nicht
onders stark abgekühlten Räumen dürften namentlich
den Anfang am ehesten gute Dienste leisten. Wenn
m danach. nvch eine Wasserbehandlung vorzunehmen
inscht, so sollte der Körper vorerst mit ziemlich heißem
isser und dann erst mit kaltem von etwa 10 Grad bei
idelt werden. Zu warme Kleidung ist ebensalls bel
ndern wie bei Erwachsenen zu vermeiden, aber natürlich
ch das Gegenteil. Ein Kind wird z. B. auch nicht immer
egeeignete Abhärtung dadurch erfahren, daß es mit
kten Beinen herumläuft, während manche in ihrer Ge—
idheit dadurch geradezu geschädigt werden. Außerdem
ite man den Rat beherzigen, sich vor Erkältung nicht zu
chten, sondern bei jedem Wetter in geeianeter Kleidung
zugehen.
Eine Soldatenlehrerin. Die erste Frau hat in Frank—
hejetzt ihren Einzug in die Kasernen gehalten. Wie der
clair“ nämlich berichtet, ernannte General Dalstein, der
litärgouverneur von Paris, eine Frau Lagardelle zur
Adatenlehrerin und betraute sie mit der Organisation
für die Analphabeten unter den Soldaten zu begrün—
en Schulen. Frau Lagardelle ist die Erfinderin einer
aderen Methode, nach der Erwachsene leicht lesen und
eiben lernen können; es kann daher nicht wundernehmen,
die Wahl des Militärgouverneurs auf sie fiel, als die
und Weise der Unterrichtserteilung an Analphabeten
Erörterung stand. Die Dame hat mit dem Unterricht
its begonnen. Eire von einer Frau geleitete Schul—
Soldaten bleibt über immerhin eine Merkwürdigkeit.
Die sozialpolitischen und volkswirtschaftlichen Un⸗
ichtskurse des Bezirkskartells der christl. Gewerkschaften
der Saar erfreuen sich in diesem Jahre eines besonders
en Besuches. In 16 Kursusorten nehmen rund 1100
ꝛeiterkursisien daran teil, während es im Vorjahre nur
128500 Teilnehmer waren. Es ist dies ein hochanzu—
gendes Zeichen vom inneren Drang der Arbeiterschaf'
Saarreviers nach geistiger Weiterbildung und Erweiter—
ihres Gesichtskreises in volkswirtschaftlicher Hinsicht
christl. Gewerkschaftebewegung, die diese Kurse mi
lichem Geld- und persönlichen Opfern inszeniert, wer—
dieselben sicherlich nicht zum Echaden sein, denn es
den dadurch auch zielbewußte Mitarbeiter herangezogen
jur Warnung für alle, die es angeht, müssen wir
eleider wieder mitteilen, daß die Strafkammer zu
rbrücken durch Erkenntnis vom 26. Oktober d. Is
Fraucn aus Altenkessel-Neudorf wegen Diebstahls im
ffalle zu einer Grfängnisstrafe von je drei Monaten
rteilt hat. Die Betreffenden wurden am 30. Jun
*N1. Juli d. Is. an der Bergehalde am Albertschach
bergwerks Gerhard beim unbefugten Kyhlenraffen be—
en und zur Anzeige gebracht. Die Betroffenen ware
dem Grubenhüter wiederholt verwarnt worden, da
ht mußte deshalb auf diese harte Strafe erkennen
entlich trägt die Bestrafung dazu bei, den Unsug des
enraffens an den Bergehalden gänzlich zu beseitigen
Mramsfrd.
Preisermãßigung für Saarkohlen. Die König liche
zergwerksdirektion Saarbrücken veröffentlichte die neuen für
»as erste Halbzahr 1911 geltenden Richtpreise für den
kisenbahnabsatz. Danach sind gegenüber den Preisen des
aufenden Halbjahres sehr wesentliche Ermäßigungen vor—
enommen worden, die bis zu 1 Mark für die Tonn
»der 10 Mark für den Doppelwaggon gehen.
Ein neues französisches Lufttorpedo. Am Eiffelturm
onnte man in diesen Tagen Zeuge eines ungewöhnlicher
Schauspiels werden; die Offiziere des französischen Luft—
chifferparkes unternahmen am Eiffelturm Versuche wil
»iner neuen Waffe, die der Hauptmann Sazerao de Forge
zur Bekämpfung der Lenkballons entworfen hat. Es ist eine
Art Pfeiltorpedo durch das der Flieger, dem es gelungen
st, seinen Gegner zu „übersteigen“, den Feind vernichtet
Das Torpedo läßt man einfach fallen. Es ist so gebaut,
)aß beim Sturze die Spitze nach unten zeigt. Durch die
Fallgeschwindigkeit und das eigene Gewicht durchdringt es
ofort die Hülle jedes Ballons. In diesem Augenblick ent⸗
teht durch eine selbsttäfige Vorrichtung ein Funke: das
Has entzünde:? sich und der Lenkballon ist verloren. Manr
satte zu den Versuchen am Fuße des Eiffelturms klein«
Fesselballons befestigt, nach denen mit den neuen Pfeil—
orpedos geschossen wurde. Die Versuche, über die der
Aerophile Bericht gibt, brachten über Erwarten aünstige
Resultate.
Eidesleistung. In diesen Tagen haben in Berlin und
Potsdam die Rekrutenvereidigungen dieses Jahrganges 1910
tattgefunden. Regelmäßig um diese Zeit wecden in der
ozialdemokratischen Ptesse Aeußerung laut, die augenscheinlich
»en Zweck verfolgen, dem Schwur auf die Fahne seien Be—
»eutung und Verbindlichkeit zu entkleiden und ihn gewisser—
naßen als eine Formsache hinzustellen, die der Rekrut
nitmache, meil er sie mitmachen müsse, über die man, wenu die
Nachthaber der Soziademokratie solches zu wünschen geruhen,
ich ohne Gew'ssensvorwürfe hinwegseßen könne. Diesmai
st es das sozialdemokratische „Offenbacher Abendblati“ das
ur Nichtachtung des Fahneneides aufgefordert hat. In
iesem sozialdemokratischen Organ war kürzlich zu lesen:
Für einen innerlich frei gewordenen Menschen wird ein
olcher Eid, der seine Unmöglichkeit so sehr in sich trägt,
vie der Fahnenschwur, ein Zwirnsfaden sein, über den er
aicht mehr stolpern kann. Die Sozialdemokratie muß Auf⸗
lärung in die Köpfe der Rekruten bringen, damit der Fah—
ieneid nicht länger ein Fallstrick ist, der immer von neuem
vieder in die Knechtschaft der Machthaber dringt. „Diese
Aeußerung enthält nicht etwa etwas Neues, selbst die Be—
zeichnung „Zwirnsfaden“ ist keineswegs eine eigne Er—
sindung des „Offenbacher Abendblattes“; jenes Schlagwort
st v elmehr in der soziademokratischen Presse seit langem
»eliebt und gelegentlich auch von den parlamentarischen
Vertretern der Sozialdemokratie gebraucht worden. Am
»ekanntesten ist in dieser Beziehung der Ausspruch des ver—
torbenen Sozialdemokraten Auer, der im Reichslage gesagt
jat, daß der von den Landtagsabgeordneten zu leistende
xid ein Zwirnsfaden sei, über den ein zielbewußter Sozial
emokrat nicht stolpern dürfe. Angesichts solcher Aeußerungen
iber die Eidespflicht versteht man ohne weiteres, weshalb
ie Sozialdemokratie so überaus eisrig bemüht ist, die
zrundlagen der christlichen Religion zu beseitigen. Zwar
oll nach dem Programm der sozialdemokratischen Partei
ie Religion als Privatsache bahandelt werden. Aber man
raucht nur an das Gebahren und Auftreten des unter dem
damen „Zehn Gebote-Hossmann“ bekannten Genossen zu
rinnern, und man kann mit voller Bestimmtheit fefistellen,
aß auch diese programmatische Forderung der Partei, wie
manches andere in der Sozialdemokratie nur dazu da
tt, um denen, die uicht alle werden, Sand in die Augen
u streuen und das wahre Wesen und Streben der
eligionsseindlichen Sozialdemokratie zu verhüllen. Die
5pekulation ist ja sehr einfach: sind erst die Grundlagen
er Religion vernichtet, dann gibt es auch keinen Eid mehr
ann ist es vorbei mit aller Autorität und Unterordnung,
ann ist der Weg frei für eine völlig schrankenlose Gewalt
jerrschaft, wie sie von der Sozialdemokratie angestregt wird
Nicht minder verlogen und betrügerisch ist die Vehanptung
er sozialdemokratischen Presse — die auch in der vor—
rwähnten Aeußerung wiederkehrt — daß der Fahneneid
uur dazu da sei, „die Rekruten in die Knechtschaft der
Mochthaber zu bringen“. Die beste und einzig richtige
Untwort auf diese Erbär.nlichkeit hat kein geringerer als
»er Deutsche Kaiser selbst gegeben. indem er bei den
Rekrutenvereidigungen in Potsdam und Berlin die jungen
Soldaten in einer Ansprache ermahnte, sie möchten sich ihrer
pflichten gegen das Vaterland stets bewußt sein und stets
vottesfurcht und Selbstzucht üben.
Saarbrücken, 22. Nop. Man hegt noch immer Hoff—
iung auf die Rettung der Insassen des verschollenen Bal—
ons „Saar“. Cin heute beim Vorstand der Sektion Saar—
Mosel des Niederrheinischen Vereins für Luftschiffahrt ein—
gegangenes Telegramm des Bruders des mit dem Ballon
Saar“ verschollenen Leutnants Rommeler, des Oberleut—
nants z. S. Rommeler in Kiel besagt, daß dieser nachste—
jende telegraphische Anfrage an die Fischerei-Inspektionen
Luxhaven und Geestemünde gerichtet hat: Wieviele Fischer—
ahrzeuge sind' länger als acht Tage nach Island unterwegs,
zie die Insassen von dem Ballon „Saar“ aufgenommen
aben können? Darauf ist die Antwort eingegangen, daß
och zwanzig Fischdampfer auf der Rückrcise unterwegs
eien. Es wird mit der Möglichkeit gerechnet, daß einer
on diesen Dampfern die verfschollenen Luftichiffer gerettet
at.
»o er hoffnungslos darniederliegt. Das Bürschchen sollte
ieser Tage mit seinem jüngeren Bruder gleichen Schlage
adie Erziehungsanstalt gebracht werden.
Dillingen, 21. Nop. Am Sonntag fiel ein Kind
vährend die Mutter für einige Augenblicke inn Garter
veilte, in einen Kübel heißen Wassers und verbrühte sie
derart, daß es vorgestern seinen Schmerzen erlag
Saarburg (Bez. Trier), 21. Nov. Einen selten Fang
nachte dieser Tage der Fischer Feiß Mabekt auf seiner
Fischerei in der Nähe von Niederleuken. In seinem Netz
and er einen kleinen Regenschirm, in dem ein ansehnliche
hecht Obdach gesucht hatte. (Au! Ned).
Von der Saar. In Nalbach brannte Saal, Scheuer
ind Stall der Gastwirtschaft Mayer⸗-Stein vollständig nieder.
— In Pfeffelbach wird die 17 Jahre alte Emma Becker
»ermißt. Man vermutet, daß sie Mädchenhändlern in di
dände gefallen ist.
Bum Fall Crippen. Die Entscheidung des engli—
hen Ministers des Innern, daß Cr'ppens Begnadigungs,
esuch abzulehnen sei, wurde dem Verurteiten mitgetellt.
er verriet dabei kein Zeichen der Bewegung. Fräulein
Leneve besuchte Crippen zusanimen mit dessen Anwall
m Gefängnis. Fräuleinn Leneve erklär'e einem Vertreter
ser „Evening News“, daß sie von der Entsche'dung des
Ninisters des Innern keineswegs üderrascht sei. Bei ihrem
Unblick sei Crippen sehr erschüstert gewesen, habe sich aber
»ald wieder gefaßt. Er habe mit seinem An valt und ht
eine letzten Bestimmungen für ihre Zukunsft besprochen
Die ausgewiesenen Jesuiten. Die Lissaboner Be
örden haben telegraphisch den Gouverneur und Bischot
son Macao aufgefordert, underzüglich das Ausweisungs
dekret gegen die dort ansässigen Jeinisen zur Ausführure
zu bringen. Ein Teil der ausgewiesenen Jesuiten wirt
ich nach Britisch-Aolumbien, ein anderer nach Indock“
und der Rest nach Britisch-Ind'en begeben.
Anschlag. In der Nacht ro' tese sich in Barcelona en
der Straße Cousejo de Cicuto eine Menge zusammen, die
einen Wagen der eleltrischen Straßenbahn umwarf und
eilweise zerstörte, sowie einen anderen mit Steinen be
varf. Die Polizei mußte mehrfach mit der blanlen Waffe
inschreiten. Tie Bewequnq träat keinen volitischen Gha—
alter.
Schneestürme. Aus Norwegen kommen Nachrichter
iber furchtbare Schneestürme. Ein grofßer Dampfer, so
vie acht kleine Fahrzeuge sind geschestert. Die Zahl der
imgelommenen Personen wird auf etwa 100 angegeber
Heftige Regengüsse gingen in der Provinz Quar.
ugai nieder und richteten große Verheerungen an, mehr
ils 1000 Menschen sind umgekommen. Wierhunder
AnJrten dvinnen vwortaron
ch ist, den Erdgasbrand in Neuengomme zu löschen. Es
zurden in schrägliegenden Ausströmöffnungen Wasserstrahlen
nit acht Atmosphären Druck geschleudert, wodurch das Gas
ich mit dem Wasser vermischte, sodaß es unentflammbar
vurde. In den nächsten Tagen sollen Vorkehrungen ge⸗
roffen werden, das Gas zu späterer Verwertuug abzu—
'angen. Bis dahin läßt man es weiterbrennen.
München, 22. Nov. Heute Nachmittag erschoß sich im
Valdfriedhof in nächster Nähe des Leichenhauses eine etwa
Zjährige Frau. Die Persönlichkeit der Lebensmüden konnte
ioch nicht festgestellt werden.
Jüterbog, 21. Noa. Auf dem Truppenübungsplatz
ürzte der als Reserveleutnant zu einer Uebung bei der Ar—
illerie einberufene Gerichtsassesor Nieal aus Göttingen vom
Pferde und erlitt eine schwere Gehirnerschütterung, sodaß er
bald darauf im Lazarett verstarb.
Christiania, den 22. Nov. Aus Vardö in Nord⸗Nor⸗
wegen wird hierher telegraphiert: Der heute in Vardö ein⸗
getroffene russische Postdampfer und andere Schiffe melden,
daß im Eismeer länzs der ganzen Murman⸗-Küste der Halb⸗
insel Kola in den letzten Tagen furchtbare Schneestürme ge—
wütet haben. Ein großer Dampfer sowie 8 kleinere Fahr—
zeuge zumeist russischer und norwegischer Katiorität sind
gescheitert und mit ihrer Besatzung untergegangen. Die
Zahl der Umgekommenen wird auf ungefaähr hundert geschätzt.
Viele Leichen sind bereits an Land getrieben. Die ganze
Küste ist mit Schiffstrümmern und Waren wie besät.
Wien,. 22. Nov. In der Bürgerschule in Alt⸗-Hietzing
wurde heute früh der 12 Jahre alte Sohn des Motor⸗
ahrers Karl Nowak in einem Lichthofe schwer verletzt auf⸗
gefunden. Es ftellte sich heraus, daß der Knabe gestern
Nachmittag von seinem Lehrer wegen eines kleinen Ver—
gehens eingesperrt worden war. Bei Schulschluß hatte der
Lehrer vergessen, den Knaben wieder frei zu lassen. Als
die Dunkelheit hereinbrach, fürchtete ich der Knabe und
versuchte sich selbst einen Ausgang zu verschaffen, wobei er
durch das Fenster des Lichthofes stürzte. Die besorgten
Eltern stellten heute früh Nachforschungen an und es ergab
sich, daß man den Knaben vergessen hatte.
London, 23. Noo. Die „Erening Times“ erfahren,
daß Crippen sein Verbrechen eingestanden habe. Sein Ge—
ständnis sei eine Niederschrift voller kaltblütiger und grau—
enhafter Einzelheiten. Gestern drückte Dr. Crippen den
Wunsch aus, Miß Le Neve noch einmal zu sehen. Diese
vurde darauf benachrichtigt. Der Besuch dauert zwanzig
Minuten.
Newyork, 23. Nov. Aus Eafflepaß in Texas wird
jemeldet daß tausent mexikanische Aufständischen stunden⸗
ang Torreon beschossen haben. Die Zahl der Toten soll
zroß sein. — Torreon liegt nördlich von Zacatecas im
3taate Coahuila.
Gefunden ein Trauring.
Verlierer kann sich auf dem hiesigen Polizeibureau
nelden
Neueste Nachrichten und Telegramme.
Berlin, 22, Nov. Wie aus zuverlässiger Quelle mit—
geteilt wird, wird gegenwärtig über den Auschlnß des
döuigreichs Sachsen an den prußisch-hessischen Eisenbahn—
Verband verhandelt. Wie Hessen eine Eisenbahn-Direk—
ion erhielt (Mainz), so soll das Königreich Sachsen deren
zrei erhalten.
Würzburg, 22. Nov. Aus unglücklicher Liebe ver—⸗
ziflete fich die 20 jährige Conservatoristin Lilie Koch mit
ysol. Das Mädchen wurde in ihrer Wohnung brautlick
zeschmückt tot aufgefunden.
Breslau, den 22. Nov. Ein zur Kur in Ziegenhale
veilender Bergbeamter aus Oberschlesien wurde ploͤtzlich irr—
innig und begab sich Nachts nach dem Hause des Sanitäts—
rats Dr. Michalke. Er weckte den Arzt durch heftiges Klingeln
ind als Dr. Michalke öffnete, erhielt er von dem Irrsinni—
jen mit einem dicken Stock zwei Schläge auf den Kopf
Zwischen den beiden Männern begann ein heftiges Ringe:
uiuf Leben und Tod. Endlich kam Hilfe herbei und der
Irrsinnige wurde überwältigt und zur Polizei gebracht
Dr. Michalke hat schwere Verletzungen erlitten.
Bochum, den 22. Nov. Der vor 14 Tagen auf der
Zeche Prinzregent bei einem unterirdischen Gesteinseinbruch
oerschüttete Bergmann Dembowski ist nach langwierger, ge—
fahrvoller Bergungsarbeit als Leiche zutage gebracht worden.
Berlin, 23. Nov. Die erste Lesung des Schiffahrts
abgabengesetzes wird voraussichtlich am 28. Novenbe!
stattfinden. Der Reichskanzler wird in dieser Beratungç
selbst das Wort ergreifen.
Berlin, 23. Nov. Der Reichsetat wird dem Reichs
tage am 30. November oder 1. Dezember zugehen. Die
erste Etatberatuing wird nicht vor dem 6. Dezember be
ginnen.
Franukfurt, 23. Nov. Wie dem hiesigen Konsula
von Uruguay vom Ministerium des Auswärtigen *i
Montevideo telegraphiert wird, haben die Auiständische
auf Grund eines Vertrages mit der Regierung die Wai
fen übergeben. Der Frieden im Lande ift hergestellt.
Dresden, 23. Nov. Der Rat der Städt Dresde.
hat in seiner letzten Sizung cie nochmal'ge Peition ar
den Reichstag gegen die Schiffahrtsabgaben beschlossen.
Wien, 23. Nov. Finanzminister Bilinsti wird
am Donnersteg dem Abgeordnetenhause das Budget fü
1911 vorlegen. Der Ueberschuß soll eine halbe Mila—
Kronen betragen.
Agram, 23. Nov. Gestern Mittag wurde der Land
tag eröffnet und nach Verlesung des königlichen Restripts
gleich wieder vertagt mangels einer Regierungsmehrheit
Die Opposition protestier'e stürmisch gcgen Fhuen und der
Banus Tomaschitsch.
Genf, 23. Nov. In einer von den Demokraten be
hufs Steslungnahme zuͤm Goithard⸗Vertrag einberu'ene
generalverammlung zu der alle politischen Parteien ge
aden waren, wurde nach einem Reserat von Nationalta
ßeorg und Redakteur Bonnard einstimmig eine Resolu
ion gegen die Ratifizierung des Vertrages gefaßt.
Paris, 2p. Nov. Die deutsch⸗französische Kommisston
velche mit der Abgrenzung der Gebiele von Toao un
Dahomey beauftragt war, hat ihre Arbeiten abgeschlosser
die Teilnehmer vereinigten sich zu einem De'euner, ar
oelchem u a. von französischer Seite teilnahmen der Mi
tister des Aeußern, Pichon, der Kolonialminister Morel
pon deutscher Seite der Botichafter Freiherr von Schör
tebit Gemablin
Berlin, 22. Nov. In einem Hause in der Kanistraß
in Charlottrnburg sind bei einem Wohnungsbrande die
beiden 3- und 2jährigen Knaben des Arbeiters Pagalt ir
den Flammen umgekonimen.
Hamburg, 21. Nov. Die heute von der Hamburger Feuer—
wobr unternommenen Versuche haben ergeben, daß es mög—
8
Wasenhtüder-Hertin
Ddudweiler.
Am Sonntaq den . d. M. abends 8 Uhr
findet im Vereinslokale Gasthaus zur Post eine
Theateraufführung zum Besten
der Kriegerwaisenhäuser
tatt. Es kommt zur Aufführung:
1. Wiedergefunden! Schauspiel in b Akten,
2. Der geprellte Jude, Lustspiel in 3 Akten.
Eintrittspreis pro Person: laß 31
Rachmittags 3 Uhr Kindervorstellung.
Eintrittspreis 10 Pfg.
Um zahlreichen Besuch bittet
Der Vorstand.
8* * *
Bäcker-Innung Dudweiler.
Heute Nachmittag 3 Uhr fiadet im Nassauer Hof, hier,
ine Sitzung der Handwerkskammer Saarbrücken statt, wozu
ie Mitalieder der Innung eingeladen sind.
Der Vorstano.
— t—
—
Nassauer IJof
LDeuto dehlaohtfögt
Ahends Billardmatsch
Herr KleinCöln gegen J. Fr. u. Fr. Hr
Fraulautern, 20. Nov. Ein jugendlicher Gauner von
sier, der sich bereits mehrmals wegen Einbruchsdiebstählen
isw. vor Gericht zu verantworten hatte, wäre gestern bei—
iahe das Opfer seiner Verdorbenheit geworden. Das erst
Zzjährige Bürschchen wußte sich auf diebischem Wege drei
riter Branntwein zu verschaffen. Er lud noch einen an—
dern Jungen ein, mit ihm den Branntwein zu vertilgen.
Der Verführer sprach dem Branntwein dermaßen zu, daß
er wie leblos liegen blieb, während der andere aus Furcht
vor Strafe davon eilte. In diesem Zustande wurde der
Zcheintote von einer Frau in dem Bach liegend aufgefun;
en. Diese nahm sich seiner an und trug ihn in ihr
Vohnung, wo einige Mitalieder der Sanitätskolonne der
igendlichen Trinker mit Erfolg in Behandlung nahmen
dann schaffte man ihn mittels einer Rohre noch Haouse—e
Morgen Abend
3989 7 ?
Wurstpicknick
mit Metzelsuppen. Sauerkraut
humoristische Vorträge mit Klavier
beim
Vetter Ernst am Bahnhof.
— —7 —— 8
——
——
QG Eennig
F —E
Zlütenweisse, duft qe Frische
—D
kinziꝗ durch der reinen, milden
Sunlichtseife Wunderkraft!