Lokales und Vermischtes.
Wetterbericht. Der hohe Luftdruck hat noch weiter
Jenommen. Bei ziemlich tiefen Temperaluren wird das
ls heitere, teils nebelige Wetter fortdauern.
Voraussichtliche Witterung: Keine Veränderung des
tterungs⸗Charakters.
Allerseelen. Wir machen darauf aufmerksam, daß nach
12 der Polizeiverordnung des Oberpräsidenten vom
. November 1907 am Vorabende des Allerseelentages
November) und an diesem Tage selbst (2. Rovember)
„eder öffentliche, noch private Tanzmusiken, Bälle und
hnliche — also ballähnliche — Lustbarkeiten veranstaltet
oerden dürfen. Dieses Verbot bezieht sich nicht auf Ver—
instaltungen im Familienkreisen außerhalb von Wirtschaften
ind öffentlichen Lokalen.
Ein Kopfschußz. Unter dieser Ueberschrift eezählt ein
»rieger von 1866 in der Veteranen-Festnummer des
Kölner Lokalanzeigers“ vom 8. Oktober folgendes: Im
feldzuge von 1866 gegen Oesterreich wurde ich durch einen
chuß in den Jopf schwer verwundet. Die Kugel draug
n der linken Schläfe ein und ging durch bis in den rech—
en Wangenknochen, wo sie sißzen blieb. Drei Tage habe
h in der Nähe des Schlachtfeldes in einem verlassenen
ause gelegen, ohne Verband und Pflege. Ich fand glück—
cherweise dort Wasser und die Wunde mit Wasser
ekühlt. Am vierten Tage kam ich ins Lazarett und am
inften Tage wurde die Kugel herausgenommen. In allen
azaretten — Königinhof, Dresden, Leipzig, Magdeburg,
Ninden — muß en sämtliche Aerzte den Schuß sehen, und in
llen Lazaretten gab man einstimmig der Verwunderung
lusdruck, daß ich nicht auf der Stelle tot geblieben sei—
Lie sehr auch anderwärts darüber gesprochen wurde, be—
zeist, daß beim Einzug der Truppen, die ich am Eigel—
einer Tor in Köln erwartete, mein Hauptmann, als er
iich da stehen sah, mit den Worten begrüßte: „Da steht
as Wunderkind, treten Sie ein und marschieren Sie mit!“
50 habe ich mit verbundenem Kopf den Einzug mitgemacht
zierzehn kleinere Knochensplitter sind nach und nach durch
ie Nase zu Tage getreten. 1867 hat Geheimrat Dr.
„ischer, Vorgänger des Geheimrats Dr. Bardenheuer, die
echte Wange geöffnet, da sich noch Knochensplitler gelöst
atten. 26 Jahre lang habe ich oft Schmerzen im Kopf
ehabt, daß ich nachts nicht schlafen konnte. Nach 26 Jah—
en zeigte sich in der linken Augenhöhle ein Fremdkörper.
zeheimrat Badenheuer förderte ein Stück Blei, das sich von
er Kugel abgelöst hatte, zutage. Zuweilen habe ich noch
„chmerzen im Kopfe, doch nicht mehr in dem Maße wie
üher. Die Kugel, wodurch die Verwnndung entstand,
abe ich im Besitz; ich trage sie an der Uhrkette.
Postmarkenheftchen wird die Reichspost im Laufe des
Nonats Oktober zur Ausgabe vringen. Vor längerer
zeit hat die Postverwaltung die Absicht, zwei Arten von
Narkenheftchen auszugeben, solche, die Marken zu 53 Pfg
ind solche, die Marken zu 10 Pfg. enthalten sollten.
sedes der Heftchen sollte 1 M. kosten und die entsprechende
zahl von Freimarken enthalten. Von dieser Mbsicht ist
e zurückgekommen. Es wird nur eine Sorte von Heft—
jen ausgegeben. Diese enthält zwölf Freimarken zu 10
zäFenig und sechzehn Freimarken zu 5 Pfennig, so daß sich
in Verkauftspreis von 2 M. ergibt. Zwischen den ein—
elnen Markenblättern befinden sich Lagen von Seiden⸗
apier, um das Ankleben zu verhindern. Fast alle Posterwaltungen,
die Markenheftchen bisher ausgegeben haben,
rheben sür die Herstellung der Heftchen einen Zuschlag
uf den Neuwert. Die Reichspost wird die Heftchen ohne
zuschlag verkaufen. Ein Teil der Kosten wird durch Ge—
chäftsanzeigen gedeckt. Diese befinden sich auf der zweiten,
ritten und vierten Seite des Umschlags, sowie auf den
zlättchen dünnen Papiers, die zwischen den Marken sich
efinden. Zunächst wird eine erste Serie von einer Million
eftchen hergestellt und ausgegeven Nach Bedarf werden
eitere Serien folgen.
Von der Köllertalbahn. Mit der Eröffnung der
euen Eisenbahnstrecke Volkingen — Lebach kann wohl,
enn keine besonderen Hindernisse eintreten, mit dem 1.
sjanuar 1911 gerechnet werden. Nachdem bereits die
zerlegung einiger Straßen und Baͤche erfolgt ist, hat man
uuch mit der Verlängerung der Unterführung in der
zchulstraße begonnen. Die Fundamente werden aus
Nauerwerk, die Brücke aus Eisenbeton hergestellt; der
Rößte Teil der Schienen ist bereits eingetroffen.
Saarbrücken, 26. Okt. Der 27jährige Schiffer Wag—
er aus Saarburg, mit seinem Schiff in Saarbrücken lie—
jsend, gerit am Sonntag abend gegen 11 Uhr mit drei
ungen Leuten aus dem Krankenhause am Rastpfuhl in
ztreitigkeiten, die in Tätlichkeiten ausarteten, Die 8 Leute
erletzten den Schiffer so schwer, daß er am Dienstag vor—
nittag verstarb. Es wurde ein Schädelbruch festgestellt.
die Verüber der Tat wurden verhaftet.
Brebach, 27. Okt. Frau Geh. Kommerzienrat Anna
zäcking ist Allerhöchst die Rote-Kreua-Medaille 3. Klasse
rliehen worden.
sulzbach 26. Okt. Verschwunden ist seit Samstag
bend die Leiterin der Altenwalder Filiale des Herrn Metzermeisters
Heinz von hier. Seit dieser Zeit ist auch die
liährige Tochter des Herrn Heinz nicht mehr zu Hause
ewesen, so daß angenommen wird, daß die Beiden ge—
neinsam irgend ein Vorhaben ausgeführt haben Da sich
ie Polizei der Sache angenommen hat, wird es hoffent—
ch bald gelingen, der Ausreißer wieder habhaft zu werden,
a die Eltern um ihr Kind in großer Sorge sind. (Slzb. A.)
Fraulautern, 24. Okt. Bei dem vor einigen Wochen
uuf der Arbeitsstelle von einem Hirnschlag betroffenen
maillebrenner J. P. machten sich in letzter Woche haͤufige
heistesstörungen bemerkbar. Am Samslag früh von s bis
Uhr gelang es ihm, sich während eines derartigen An—
alles durch das Fenster seiner Wohnung zu entfernen, und
st seitdem spurlos verschwunden. Trotz eifrigen Suchens
onnte bis jeßt noch nichts von dem Vormißlon gefnnden
erden.
Kleinblittersdorf, 22. Oktober. Ein bedauernswerter
infall passierte hier bei der Firma „Kalkwerke Klein
littersdorf.“ Bei den Unterführungsarbeiten eines Weges
el einem Maurer ein Stein auf den Kopf und spaltete
hm den Schädel. Der Bewußtlose wurde nach Anlage
mes Notverbandes nach Saargemünd ins Spilal verbracht.
in seinem Aufkommen wird gezweifelt.
Trier, 26. Ott. Bei einem Einbruch in das Pfarr—
us zu Habscheidt bei Trier erbeuteten die Diebe 15 000
uk. in Zwanzigmarkstücken, etwa 70 Goldstücke trugen
ildnis Kaiser Friedrichs.
Trier, 25. Okt. Um ein zuverlässiges Gutachten über
chießverfnche mit der Browning-Pistole und Nitropulver
rsucht, hat Professor Dr. Straßmann, Vorsteher der Staats⸗
tzmeischule in Berlin, an das hiesige Gericht telegraphiert,
in zuverlässiges Gutachten sei nur durch Versuche an
senschenleichen möglich; um Uebersendung der bei der
at gebrauchten Waffe und um Angabe der Pulverladung
ird gebeten. Das Gericht beschließt, die Sachverständigen
lajor v. Berger⸗Berlin, Dr. Rehberg⸗Trier, Dr. Loock⸗
sseldorf und Dr. Wellenstein-Trier teilnehmen zu lassen.
eber die heute vormittag in Gerolstein vorgenommene
atersuchnna der Sehkrafl des Zeugen Shend dunß dvr
zachverständige bekundet der Augenarzt Dr. Brandenburg—
drier, daß Schends Sehkraft noch jeßt bei mangelhafter
immerbeleuchtung zwei Drittel beträgt, bei der selbst die
zisenbahnverwaltung ihre Beamten noch im Dienste läßt—
es ist kein Zweifel, daß Schend auch vor zwei Jahren
nindestens dieselbe Sehkraft hatte und imstande war, die
ekundeten Wahrnehmungen zu machen. Nach einer Er—
lärung des Sachverständigen Dr. Lungwitz-Berlin leidet
5chend an einer hochgradigen Arterienverkalkung, die be—
eits bis zum Hirn vorgeschritten ist. wodurch sein Wahr—
iehmungsvermögen geschwächt sei, so daß man seine Aus—
agen mit Vorsicht aufnehmen müsse, da das Erinnerungs—
ind Wahrnehmungsvermögen möglicherweise Lücken auf—
veise. Der Sachverständige Dr. Roller-Trier tritt dieser
Insicht entgegen; auch Dr. Brandenburg hält Schend nicht
ür geistig geschwächt. Ein Antrag des Verteidigers Dr
Verthauer, Professor Dr. Dessoir von der Univerfität Ber—
in die Aussagen Schends prüfen zu lassen, daß Schend
nseinem Erinnerungsvermögen kein Bild der Sachlage
on Anfang bis heute hatte, wird vom Gerichtshof abge—
hut. Eine Anzahl weiter vernommener Zeugen läßt sich
ber die Aussagen des neuen Zeugen Uhren aus, die da—
ials im Gasthof genau so wie vor Gericht lauteten. Fa—
rtkdirektor Weckler gibt dem Packer Uhren das beste Zeug—
is. Aus den Geschäftspapieren habe er festgestellt, daß
hren am Mordtage tatsächlich mit Verpacken von Wäsche—
rocknern, wie angegeben, beschäftigt war. Die Verhand—
ing wird bis Freitag vormittag 10 Uhr veriagt.
Bochum, 24. Okt. Der in der heutigen Verhandlung
unächst als Zeuge vernommene Steiger Stons sagte aus,
»aß er wiederholt den kleinen blauen Lichtkegel über der
Zicherheitslampe bemerkt habe; es habe sich aber nicht um
zefährliche Schlagwetteransammlungen, sondern um Gruben—
as gehandelt. Mehrfach habe er Leute wegen ungenügen—
en Beibauens der Wetterlutten bestrafen müssen. Einen
Zergmann habe er wegen betrügerischen Bergeversahzes mit
er Entlassung bedroht. Auch auf das Berieseln hälten die
Arbeiter oft erst mit der Nase gestoßen werden müssen.
Der Bergmann Kiekuth hat am Tage vor der Katastrophe
iach dem Abtun eines Schusses glimmende Funken im
heklüft gesehen, die er auslöschte. Dieser Vorfaäll ist sehr
ufgebauscht worden. Ein Zeuge hat von einem Feuerschein
esprochen. Direktor Andree: Thomas hat in Verlin von
lichterloh in Flammen stehen“ gesprochen. Zeuge Kiekuth
leibt dabei, daß es nur Funken gewesen seien.
Der Schießmeister Schroth hat immer genügend Wasser
um Berieseln gehabt. Es wurden dann drei von der Zeche
n den Arbeiterausschuß gewählte Arbeiter vernommen, von
enen der erste, der Zeuge Friedrich Horn, bekundete, er
abe bei den Aufwältigungsarbeiten keine besondern Wahr—
ehmungen gemacht. Auch der Zeuge Fr. Borgfried hat
richts gefunden, was ihm ordnungswidrig erschien. Er war
iach dem Unglück in der Grube, als der Spalt auf der
weiten Sohle gefunden wurde. Ueber diesen Spalt ent—
vann sich eine längere Erörterung. Nachdem der Zeuge
zorgfried auf Befragen bestätigt hatte, daß die Zechenver⸗
altung den Mitgliedern des Arbeiterausschusses die weitest—
ehende Möglichkeit gegeben habe, die Aufwältigungs- und
jergungsarbeiten zu überwachen, erläuterte Berginspektor
ꝛollender an der Tafel die Art und die Bedeutung des
z5palts, von dem man annimmt, daß er die Quelle eines
roßen Gasausbruchs gewesen ist, der die Katastrophe ver—
huldet hat. Dieser Spalt, eigentlich ein parallel verlau—
ender Doppelspalt, der bei der Aufräumung bloßgelegt
ourde, klaffte 20 em breit, war sehr tief und schluckte bei
er Nachprüfung 18 —519 cbm Wasser. Eine uͤber dem
zpalt befindliche charakteristische Gebirgserhebung gibt der
lnnahme Raum, daß ein plötzlicher Gasausbruch bedeuten—
en Umfangs stattgefunden hat.
Das Ausschußmitglied Roose ist 4286 mal zur Beobach⸗
ung der Aufwältigungsarbeiten in die Grube eingefahren.
ürdnungswidriges hat er dabei nicht feststellen können.
der Zeuge wurde über die Beschwerden der Arbeiter be—
ragt, die durch den Ausschuß der Zechenverwaltung unter—
reitet worden sind. Diese Beschwerdeu betrafen fiets den
Betrieb und die Einrichtungen über Tage und wurden von
er Zeche in entgegenkommender Weise erledigt. Eine in
iner Eingabe der Bergarbeiterverbände geforderte 15 proentige
Lohnerhöhung wurde in der beantragten Form vom
lrbeiterausschuß selbst als undurchführbar erklärt; ebenso
estätigte der Ausschuß der Zechenverwaltung, daß auf
dadbod eine Sperre nicht gehandhabt werde. Der Zeuge
toose erwähnte, daß mehrere in der Kolonie Radbod au—
ässige Geschäftsleute wegen ihrer der Zeche günstigen Aus—
agen im Kolonieprozeß von Altverbändlern bonkföttiert
vorden seien.
Lewandowsti, der damit in Verbindung gebracht wird,
vußte sich einer solchen Sache nicht zu entsinnen. Direktor
Andree fragte den Zeugen Lewandowski, ob er sich nicht
n einem Brief an Generaldirektor Jansen über „permanenie
brutale Handlungsweise“ beklagt habe. Der Zeuge be—
tätigte das und gab zu, daß er dem Generaldirektor bei
der Rücksprache nur einen Fall solcher Handlungsweise
angeführt habe. Er meinte, wenn er noch mehr Fälle ge—
nanut hätte, wäre er hinausgeflogen. Direklor Andree:
die beiden anderen Miiglieder der Deputation sind noch
eute in unsern Diensten. Lewandowski; Die gehören auch
um christlichen Gewerkverein, während ich Altverbändlet
in. Der Fuhrmann Kaminski bestätigte, daß er nach
einer Aussage im Kolonienprozeß boykottiert worden sei.
dadurch sei er geschäftlich sehr zurückgegangen.
Der kgl. Einfahrer David aus Hamm, Ler als neuer,
on der Nebenklage benannter Sachverständiger heute er—
chienen ist, äußerte sich über die Staubentwicklung auf
sadbod. Es gibt im allgemeinen, so führte er aus, in
er Fettkohlenpartie Flöze mit sehr reichlichem Kohlen—
taubfall. Diese Flöze kennzeichnen sich durch eine müͤrbe,
tückarme Kohle; der aus ihnen entfallende Kohlenstaub ist
ein und von sammetweicher mehliger Beschaffenheit;
vegen seiner Flugfähigkeit ist er bei Explosionen gefährlich.
zZesonders viel Kohlenftaub entwickelt fich, wo diese Kohle
teil fällt. Diese Merkmale treffen aber auf die Radbod—
ohle nicht zu; sie ist zwar eine Fettkohle, aber der Gas—
ohle benachbart, die auf vielen, von der Berieselungs⸗
flicht teilweise befreiten Ruhrzechen gewonnen wird. Die
dadbodkohle ist hart, stückreich, entwickelt nur geringe
taubmassen, und der Staub ist körnig, dem Aufwirbeln
deniger ausgesetzt. Die Lagerung der Radbodflöze ist
ach. Im Auschluß an dieses Gutachten kam es zu weit—
äufigen Auseinandersetzungen zwischen dem Gutachter und
nehrer Zeugen, die reichlichen Kohlenstaub beobochtet
aben wollen. Es wurde dann auch das Ergebnis der
Leichenschau mit in die Erörterung gezogen, uͤnd hierbe
rklärte Berginspektor Hollender, die Leichen der verun—
zlückten Bergleute seien kohlschwarz gewesen. Der Sach⸗
erständige Mantel fragte, ob bei der Untersuchung der
Irube sich verkokter Kohlenstaub gefunden habe. Bergin⸗
peltor Hollender: Es fanden sich nur ganz gering
Nengen; wenn man alles zusammenkratzte, würden viel—
eicht 10 Liter herauskommen; das entspricht theoretisch
»er verhältnismäßig gerin zen Gasentwicklung von den
rei Kubikmetern, die sich auf die Hauptexplosion und drei
achexplosionen verteilt. Es kann also hiernach wohl ge⸗
at werden: der Kohlenstouh hat meder die Erylosijon he⸗
moch bei ihr mitgewirkt: bei der Katastrophe hat es
i am eine reine Schlagwetterexplosion gehandelt.
Unter Dienern. „Warum gibst Du denn Deine
Stellung auf ?*
„Mein Herr raucht nicht!“
Aus „Großes illustriertes Witze und Annekdotenbuch
kin humoristischer Hausschatz für lachlustige Leute. Heraus—
egeben von Hermann Seyffert 16—20 Tausend, 172
veiten. Preis nur 1 Mk. Verlag J. Gnadenfeld und
Jo., Berlin W. 30, Schwäbischestr. 25
seueste Nachrichten und Telegramme.
Berlin, 26. Okt. Durch einen Schuß ins Herz ha—
»er 62 Jahre alte Rittmeister a. D. Halmar von Eschwege
einem Leben ein Ziel gesetzt. Der Rittmeister entstamm
inem alten hessischen Adelsgeschlecht und gehörte 24 Jahre
em Heere an. Er bereitete sich für eine Postdirektorstelle
n Tegel vor.
Berlin, 26. Okt. Die Berliner Morgenblätter melden,
ei Sterzing in Tirol ist man beim Betten von elektrischen
eitungsmasten auf gold- und silberhaltiges Quarzgestein
estoßen, das einen reichen Gewinn erhoffen läßt. Das
Neiall weist einen Goldgehalt von 2 Gr. auf ein Kg. Ge—⸗—
ein auf.
Wiesbaden, 26. Okt. Der Landtagsabgeordnete
kommerzienrat Bartling, der sich im 2. nassauischen Wahl⸗
reis als Reichstagskandidat wieder aufstellen läßt, hat
em Wahlfonds der nationalliberalen Partei 1560000 Me.
berwiesen.
Düsseldorf, 24. Okt. Am 31. März war ein Maschinen⸗
leiger der staatlichen Bergwerksgrube Velsen bei Saar—
rücken auf einem hiesigen Röhrenwerk anwesend, um eine
rieferung von 3000 m Spülversatzrohren abzunehmen. Der
vrubenabgesandte beanstandete jedoch die Lieferung, worauf
hm der Betriebsführer Schlizkowski mit den Worten „hier
jaben Sie ein Andenken!“ einen geschlossenen Briefumschlag
inzubleten suchte. Der Betriebsführer hatte sich deshalb
vegen Beleidigung und versuchter Beamtenbestechung vor
er Strafkammer zu verantworten, die ihn unter Annahme
nildernder Umstände zu 100 M. Geldstrafe verurteilte.
Edesheim, 26. Okt. Gestern nachmittag wurden hier
3Artilleristen von der 2. reitenden Batterie des 5. Feld—
Art.-Regts. in Landau, die sich seit einigen Tagen von
hrem Truppenteil ohne Urlaub entfernt hatten und sich
sier bei ihren Eltern aufhielten, von der Gendarmerie
estgenommen und zur Bahn transportiert. Dortselbst ge—
ang es jedoch den beiden Fahnenflüchtigen fich zu befreien
ind zu entfliehen.
Bochum, 26. Okt. Nach der soeben erschienenen Rech—
ungs⸗ und Vermögens-Uebersicht des allgemeinen
nappschaftsvereins zu Bochum bezifferte sich das Gesamt—
zollvermögen des Vereins am 31. Dezember 1809 nach
em Bilanzwert auf 150 388 344,531 Mk. Da es am
inde des vorhergehenden Jahres 128 672 202 71 Mek. be—
uug, beziffert sich für das Jahr 1808 der Vermögenszu—
»achs auf 21613 141,80 Mk. Von diesem Sollvermögen
iffallen nach dem Bilanzwert auf die Krankenkasse
656 210,67 Mk., aus die Pensionskasse 96 346 900 26
Nk. undZauf die Invalidenversicherunaskasse 48 292233,68
Nark.
zchweidnitz, 26. Okt. Der Arbeiter Pizelt aus Rudolfs—
valdau, der im vorigen Jahre seinen eigenen Vater mit
er Axt erschlagen hatte, ist heute früh durch den Scharf—
ichter Schmietz auf dem Hofe des hiesigen Gerichtsgesäng—
nisses hingerichtet worden.
München, 26. Okt. Wie die Münchener Zeitung mel—
hdet, wurde das Reisegepäck des Prinzen Heinrich von
zayern während seiner Italien-Reise zwischen Mailand
ind München von Eisendbahndieben geöffnet und geplündert.
ẽs wurden Pretiosen von großem Wert gestohlen, die zu m
leil Andenken sind. Die Täter sind unbekannt.
Brüssel, 26. Okt. Kaiser Wilhelm, die Kaiserin und
srinzessin Viktoria haben heute Vormiltag die Ausstellung
ür Kunst des 17. Jahrhunderts besucht.
Paris, 27. Okt. Gestern ist auf dem Flugplatz von
Nourmelon der Aviatiker Blanchard mit seinem Flug⸗
pparat aus einer Höhe von 30 Meter gestürzt. Er kam
inter den Motor zu liegen, der ihm den Brustkorb ein—
rückte, so daß der Arzt nur noch den Tod feststellen konnte.
Das Unglück ist auf den Bruch eines Steuerteils der
hinteren Stabilierungsfläche zurückzuführen.
Rom. 27. Okt. Großes Aufsehen erregt hier ein Ar—
ikel der „Praeparatione, worin der Bau von 10 Dread—
naughts für die österreichische Marine kommentiert wird.
Er weißt darauf hin, daß diese Schiffe nur gegen Itolien
gebaut sein können, da Oesierreich im Falle eines Krieges
nit Rußland oder Serbien noch bei Verwicklungen mit der
derzogewina die Dreadnaughts verwenden könne. Diese
düstungen seien nicht in Einklang zu bringen mit den
iedlichen Versicherungen des Ministers und des Kaisers.
Newyork. 27. Okt. Der seither vermißte Ballon
Armerika“ ist am 19. Oktober in Peribonka am Bonuka—
luß nördlich von Chilonksee gelandet. An Bord befand
ich alles wohl. Die Amerika landete 60 Meilen im
znnern des Urwaldes und ist daher Sieger oes Gordon
— Bennetrennens der Lüfte
Port:au⸗Prinee, 26. Okt. Das haitische Kanonenboot
iberte ist infolge einer großen Explosion bei Port de Paix
esunken. 70 Personen sollen getoöͤtet worden odrr ertrun—
en und 20 Personen gerettet sein. Unter den Toten be—
uden sich auch zehn Generale, die sich aaf dem Wege zu
runr NMorbdonnartommont hofon vo
— v 5 v
Die Gewinnliste
»om 30er Denkmal in Saarlouis lieat bei Serrn Gostwir
Fries zur Einsicht offen
Grösser
oekerer. leijechter verdaulich
erden Kuchen und Mehlspeisen mit Dr. Oetker's
zackpulver. Man versuͤche solgendes Rezept:
Dr. Metker's Hufferchen.
Zutaten: 3—4 Eßlöffel (100 9) Zucker, 4 Cier
00 g Mehl, 1 Päckchen Dr. Oettker's Backpulver
Liter Milch, /, Pfd. Rosinen oder Korinthen.
Zubereitung: Man nimmt 1 Pfund Mehl, mischt
iieses mit dem Backpulver fügt Eier, Zucker, Milch und
Kosinen oder Korinthen hinzu und rührt, bis man einer
llatten Teig erhält. Hiervon formt man kleine Püfferchen
sie man in Nierenfett, Vntter oder Palmin hellgelb baͤckt
Diese Püfferchen kann man warm essen oder auch kalt.
nit Zucker bestreut, zum Kaffee geben.
Ein sehr wohlschmeckendes. leicht herzustellendes un'
issiges Gebäück
2 3
Frauen-Verein „Frauenhilfe
Dudweiler.
— *
Am Sonntag, deu 30. Oktober, nachm. 3 Uhr, sindet in
Waisenheim Versammlung mit Kaffeetrinken statt, in welcher Fräulein
A. Stier, Saarbrücken, einen Vortrag über das zeitgemäße Thema
„Der Alkohol und die Frauen“
alten wird.
Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand.
TodesAnzeige.
Dem Herrn über Leben und Tod hat es
gefallen, unsere innigst geliebte Tochter, Schwester
Schwägerin und Tante
Marie Faul
nach kurzem, schwerem Leiden im Alter von
16 Jahren in ein besseres Jenseits abzurufen
Im stilles Beileid bitten
die trauernden Hinterbliebenen.
Dudweiler, den 26. Oktober 1910.
Die Beerdigung findet am Freitag, uach—
mittags 4 Uhr, von der Brückenstraße Nr. 4 aus statt.
Danksaͤgung.
Füc alle anläßlich des Hiuscheidens unserer unvergeßlichen
euren Gattin, Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Tochter.
5chwester. Schwägerin und Tante
Frau Sophie Charlotte Rumpf
ins erwiesene Teilnahme sagen wir allen Beteiligten, besonders
ioch den verehrl. Kranzspendern, innigsten Dank.
Die trauernde Familie.
Dudweiler, den 26. Oktober 1910.
—
*
glatt lud PerlBräönzs
mgeher auewg he
Oonnerstag eimreffend:
Frische Fische
Kochschellfische.. Pfd. 35 Pf.
Bratschellfische.. 20 ,
Franz Conis Ww.
Auf der projektierten Straß
ieben dem Neubau der Apotheñe
iann
Schutt
bgeladen werden.
Baugeschäft Micka.
2 Tagelöhner
Setzen von eisernen Zäunen
u
Ph. Litzenburger.
Ein schönes großes
Zimmer
vermieten.
Bon mem sagt die Erp. d. Bl.
te nachmittag von 5 Uhr ab
hausgemachte
Blut⸗ und
Leb erwurst'
sowie
Metzelsuppe.
Metzgerei Wunn.
2 — behandelt mit Erfolz — Hundert⸗
Jmplice dert n
ctor Wiringen,
6, —