ales un Vermischtes.
Konzert findet am Sonntag in dem Vergnügungs—
okal der Grube Dudweiler am Gegenortschaft statt. Die
Bürgerschast Dudweilers ist zu diesen Konzerten willkommen.
1.) Diebesermittlung. Im Januar d. Jahres sind
dem Zäpfer Dröschel hierselbst bei einem Diebstahle aus
dem Keller für annähernd 19 Mk. Getränke entwendet wor⸗
oen, ohne daß damals die Diebe ermittelt werden konnten.
Jetzt nach Verlauf von dreiviertel Jahren ist es einem hie—
figen Polizeisergeanten gelungen, Licht in die Sache zu
bringen und die 4 junge, 14 und 16 Jahre alte Bürschel—
chen der Tat zu] überführen. Es handelt sich um solche
Burschen, die bereits mehrmals mit dem Strafgesetzbuch in
Konflikt geraten sind und daher auch strenge Strafen, wo—
nöglich auch Unterbringung in Fürsorgeerziehung zu ge—
wärtigen haben. Den Diebstahl sollen die jungen Burschen
bereits zugegeben haben. So bewahrheitet sich wieder das
alte Sprichwort: „Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt
doch an die Sonnen!“
Zugattentat. Von einem solchen wird der Saarbr.
Volksztg. berichtet: Auf den um 10,42 Uhr auf der Strecke
Zaarbrücken —Bingerbrück verkehrenden Schnellzug wurde
zwischen den Stationen Dudweiler und Sulzbach ein dickes
Stück Eisen geschleubert, wodurch ein Mann des Zugdienst—
personals am Kopfe getroffen wurde. Derselbe erlitt eine
ichwere Kopfverletzung und mußte sich nach Halten des
Zuges in Neunkirchen sofort in ärztliche Behandlung be—
geben. Trotz der sofort aufgenommenen Ermittelungen und
der heute morgen in sämtlichen Schulen des Ortes erfolg—
ten Recherchen konnte der unbekannte Täter noch nicht er—
nittelt werden.
Die Zustände in Paris. Die Zustände in Parie
potten jeder Beschreibung. Der Bahnhof Saint Lazare, der
augenblicklich umgebaut wird und ein enger Schlauch ist,
nußte vollständig gesperrt werden, weil mit einer einzigen
Maschine sämtliche Gleise blockiert sind. In einzelnen
Zügen stieg das Publikum aus und prügelte die Zugführer
ind Beamten. die den Dienst einstellten, durch. In Paris
»eginnt die Lebensmittelteuerung sich außerordentlich fühl—
zar zu machen. Einzelne Artikel weisen Zuschläge bis zur
Verdoppelung des seitherigen Preises auf. Die einzige Er—
verbsgruppe, die gut Geld verdient, ist augenblicklich die der
Automobildroschkenführer, die selbst für kleine Fahrten Be—
räge bis zu 100 Franes und für Fahrten nach außerhalb
Paris bis zu 1000 Franes mühelos erhalten. Im Gefolge
zer Arbeiterschaft rührt sich aber auch gleich das Apachen⸗
um, das die Ordnung und das Eigentum bedroht. Täg—
lich erweitert sich das Gebiet des Ausstandes, und jedesnal,
wenn er proklamiert ist, besetzt formell der Stadtkom⸗
nandant von Paris den Bahnhof und die Gleise. Aber
die Züge kann er nicht in Bewegung setzen. Die Einbe—
rufung der Truppen hat sich als nutzlos erwiesen. Ein—
jselne Wagen wurden von Ingenieuren geführt. Die arme
Bevölkerung muß ihre Wege zu Fuß zurücklegen. Auch be—
ginnen bereits starke Volksmassen aus der Stadt auszu—
wandern, weil sie der Lebensmittelteuerung auf dem Lande
entrückt zu sein glauben. Kurzum, die Zustände in Paris
sind unbeschreiblich und sie gewinnen an Gefahr von Tag
zu Tag. Der Versuch der Regierung, auf dem Wasserwege
bdurch die Seineschiffahrt Lebensmittel herbeizuführen, hal
sich als unzureichend erwiesen, wenn auch anerkannt werden
nuͤß, daß immerhin ein Stück Notlage gemildert wird
Ein deutsches Kriegerdenkmal in Champigny. Der
draht meldet aus Paris: Heute nachmittag fand die Ein⸗
veihung des Denkmals zu Ehren der in den Kämpfen bei
Lhampigny vom 30. November bis 15. Dezember 1870
zefallenen Württemberger statt. Das Denkmal besteht aus
inem hohen Obelisken, der in deutscher urd französischer
Zprache die Inschrist: , Württemberg seinen tapferen Söhnen!“
ind das wuͤrttembergische Wappen trägt. Unter Führnng
des Generals Frhr. Marschall gen. Greiff war eine Ab—
ordnung der wuͤrttembergischen Kriegervereine erschienen
velche von den in großer Zahl erschienenen Bewohnern
dom Champigny respektvoll begrüßt wurde. Der der deut—
schen Botschaft als Attachee angehörige Rittmeister Frank
dankte in einer kurzen eindrucksvollen Ansprache dem Bür—
germeister von Champigny und der französischen Regierung
sfür die dem pietätvollen Werk gewährte Unterstützung und
übergab sodann das Denkmal der Gemeinde, in deren Na—
men es der Bürgermeister Pouillet in treue Obhut zu neh—
—0
Mitglieder der Veteranen⸗Abgeordneten die von dem würt—
tembergischen Königspaar, der Herzogin Wera, dem Herzog
Albrecht von Württemberg und von mehreren Regimentern
ind Kriegervereinen gewidmeten Kränze nieder. Im Na—
nen des Denkmalausschusses überreichte hierauf Major
Frhr. von Valois der Gemeindeverwaltung für die Schulen
von Champigny eine größere Geldspende. Zum Schluf
Zzegab fich die Abordnung zu dem in der Nähe gelegener
jranzösischen Kriegerdenkmal, in dessen Nähe auch zahl—
reiche deutsche Soldaten begraben sind, und legte daselbst
für die gefallenen französischen und deutschen Kamerader
wei Kränze nieder. Die Jeier nahm einen würdigen Ver—
auf.
Saarbrücken, 18. Okt. Wegen wissentlich abgegebenen
Meineids stand die 1890 zu Engelfangen geborene Tag—
löhnerin Marg. Zeitz neben der Ehefrau des pens. Berg—
manns Wilh. Diehl zu Herchenbach vor den Geschworenen
Die Angeklagte Diehl hat sich wegen Anstiftung zum Mein⸗
eide zu verantworten Das Objekt: um eine alte beinahe
verbrauchte „Bütte“! Die Zeitz kam seit einigen Jahren fast
äglich in die Wohnung der Eheleute Diel zu Herchenbach,
jalf den 7 Klndern der Diehl und ihr selbst bei den Ar—
zeiten, wofür sie beköstigt wurde und auch Schuhe 1 Hut,
Schürze, ein Umschlagetuch usw. von der Diel empfing.
In der Neujahrsnacht 1909 auf 1910 wurde dem Berg—
nann Michael Daub zu Herchenbach eine Bütte entwendet,
zie Daub selbst aus einem Faß hergesiellt hatte. Der Ver—
dacht lenkte sich auf die Familie Diehl. Durch Recherchen
»es Gendarmerie⸗Wachtmeisters Eduard .Lier wurde der
Verdacht bestärkt. Nach beendeter Voruntersuchung hatte
ich die Diehl am 12. April vor dem Schöffengericht zu
»erantworten. In diesem Termin machte sich die noch
nicht 19jährige Zeitz, wie sie selbst zugesteht, des Meineids—
erbrechens schuldig. Von der Diehl war sie veranlaß
vorden, auszusagen: Die Bütte sei schon anfangs Herbs
1998 in der Familie Diehl vorhanden und im Gebrauch
zewesen. In Todesangst machte die Zeitz vor dem Gen—
harm, dann vor dem Bürgermeisteramt diese Aussage. Dis
Diehl machte ihr allerlei Versprechungen, damit die Zeih
hei ihrer falschen Aussage beharre. Die Diehl behauptet
etzt, ihre Kinder hätten die Bütte gestohlen. Von den
heschworenen werden die Schuldfragen auf Meineid und
Anstiftung bejaht. Außerdem befürworten die Herren Ge—
chworenen für die noch so jugendliche und bisher unbe—
choltene Zeitz, die in ihrer Beschränktheit den Einflüster—
ungen der Diehl zum Opfer fiel, ein Gnadengesuch an den
deutschen Kaiser. Analog mit dem Strafantrag des Herrn
Staatsanwaltes erkennt der Gerichtshof gegen die Zeit
auf ein Jahr Zuchthaus und gegen die Diehl auf Zucht—
sausstrafe von 2 Jahreu, 8 Jahren Ehrverlust und douernd
Anfähigkeit, als Zeuge oder Sachverständige auftreten zr
iunnen. Die Sitzung wurde um 2 Uhr geschlossen.
Saarbrüũcken, 13. Okt. Dem Vorstande des Saar
rücker Knappschaftsvereins ist vom Herr Regierungsprä
identen Dr. Baltz in Trier folgendes Schreiben zugegangen
„Nachdem die am 6. ds. Mts. ersolgte Abnahme des
Ar ⸗arton Gnannschaftätfrankonhausoe im Tischhochta!
ergeben yat, daß die Anlage in allen Teilen ptanmaßig
jergestellt ist, erteile ich zur Inbetriebnahme der Anstal'
siermit die landespolizeiliche Genehmigung. Gleichzeitig
»eehre ich mich, dem Knappschaftsverein meine wärmsten
Vünsche für, den Erwerb und das Gedeihen dieser hervor—
ragenden, mustergiltigen Anlage zum Ausdruck zu
zringen.“
Herrensohr, 15. Okt. Schwer verunglückt ist kürzlich
zer 49jährige Maschinenführer Jak. Schumann von hier
Sch. befand sich auf dem Wege zur Grubenarbeit nach von
der Heydt. Bei starker Dunkelheit und Nebel geriet er
dom Wege ab und irrte im Walde umher, bis er schließ⸗
ich von einer steilen Böschung auf den Bahndamm der
Fischbachbahn hinabstürzte, wobei er einen Bruch des rech—
ten Armes und Hautabschürfungen erlitt. Der Unfall isr
umsomehr bedauerlich, da Schumann dadurch völlig arbeits⸗
infähig wurde, da sein linker Arm seit längerer Zeit ge—
ähmt ist.
Ottweiler, 13. Okt. Die Wahl des Herrn Bürger—
neisters Ludwig Blank aus Niederliederbach, Kreis Höchst,
um Bürgermeister von Ottweiler hat die Bestätigung der
cöniglichen Regierung erhalten. Da Herr Bürgermeister
zchüle bis zum Schluß seiner Amtsperiode, Februar 1911
»eurlaubt ist, wird der neu gewählte Bürgermeister das
lint bis zum genannten Zeitpunkt kommissarisch verwalten
„er definilive Amtsantritt erfolgt im März 1911.
Trier, 14. Okt. Im Mordprozeß Breuer sagte der
Zenge Mechaniker Werder aus: Ich lernte den Angeklag—
en 1906 in München kennen. Einnahmen aus Rennen
sjatte er nicht, er gab aber viel Geld aus, verreiste oft
ind kehrte dann mit reichlichen Geldmitteln zurück, einmal
nit einem ganzen Paket Papiergeld. Er sagte: „Ein
olches Geld könntest du auch leicht verdienen, man muß es
iur verstehen. Wenn es dann schief geht, schießt man sich
eine Kugel durch den Kopf.“ Die Wirtschafterin Martha
dör, die in den Diensten des Angekagten stand, hat zwei
Waffen bei ihm gesehen, aber keine Browningpistole. Ebenso
sjat die Frieda Valentin, Kassiererin im Cafe Ernst, we
Zreuer viel verkehrte und große Zechen machte, nur einen
kevolver aber keinen Browning bei ihm gesehen. Im Cafe
ẽrnst zündete sich Breuer, nach der Bekundung der Zeugir
Jesephine Ponnes, einmal eine Zigarre mit einem Hnndert⸗
narkschein an. Frau Breuer, jetzt Kassiererin in Baden
Baden, verzog nach ihrer Verheiratung mit Breuer im Jahre
1903 nach Lüttich. Sie erhielt von ihrem meist abwesen—
den Manne nmonatlich 200 Mark. Von Mattonet wußte
sie nichts. Von den drei Kindern ihrer Ehe sind zwei ge—
torben. Breuer war stets gut zu ihr. Die Zeugin Char—
otte Schmidt, die Geliebte Breuers, wohnte von Mai bis
Iktober 1908 mit Breuer zusammen in Berlin. Die Woh—
ungseinrichtung kostete 14 6000 Mk., die Miete betrug
ährlich 1600 M. Breuer sagte ihr. das Geld bekomme
revon einem reichen Onkel. Er reiste mehrere Male nach
köln. angeblich um dort von der Bank Geld zu holen. Sie
rhielt monatlich 1400 M. Kurz vor der verhängnisvollen
Reise nach Gerolstein wollte Vreuer an Nobl im Spiel
5000 Mark verloren haben. Tatsächlich hatte er nur noch
100 Mark, obwohl kurz vorher in seinem Besitz 10 000 M.
varen. Bei der Abreise nach Gerolstein hatte er keine
Waffe bei sich. Die Zeugin hatte ihm geholfen, den Ueber—
ieher anziehen, es war nichts Schweres darin.
rauinz, 14. Oklt. (SStreikexrzesse.) Aus Anlaß
des Ausstandes der Küfer einer hiesigen Weinhandlung
finden seit zwei Tagen grobe Ausschreitungen und be
deutende Menschenansammlungen in der Kaiferstraße statt,
an denen sich vielfach untätiges Volk und junge Burschen
heteiligen. Da weitere Ausschreitungen befuͤrchtet werden
st ein außerordentliches Aufgebot von Schutzleuten ange
irdnet worden, denen aber zur befonderen Wilicht gemach
vurde, maßvoll aufzutreten.
* Lindau, 14. Ott. (Jug-Fusammenstoß,.) Hier
st der von München kommende Schnellzug 126 aͤuf der
szüterzug 2125 aufgefahren. Ein Packwagen des Güter
uges, die Lokomotive und der Postwagen des Schnell
uges sind beschädigt. Fünf Personen wurden leicht ver
etzt, schwer verletzt wurde niemand. Der Schnellzu—
satte drei Sumden Verspätung.
* Aachen, 14. Olt. Ausgrabungen.) Bei den
Ausgrabungen im Aachener Münster wurde das Grab
Ottos 3. bloßgelegt und der Sarkophag geöffnet. Es
zdürfte dies seit dem Jahre 1414, wo der Sarkophag aus
dem Achteck in den gotischen Chor überführt wurde, die
erste Oeffnung dieses Kaisergrabes sein. Die Ueberreste
des Kaisers zerfielen bei der leisesten Berührung zu
Staub. Der Sarkophag besteht aus rotem Eifeler Sand—
stein und ist aus einem einzigen Block gearbeitet, desglei—
hen der Deckel; er ist ungefähr 2 Meter lang und
30 Zentimeter breit. Im Sarkophage fanden sich zahl—
ceiche Goldföden, sowie vermoderte Reste von Seidenstoff
woraus geschlossen wird, daß die Leiche in kostbare, gold
durchwirkte Stoffse e ngehüllt war. In der Nähe des
Sarkophages lagen silberne und kupferne Münzen aus der
Zeit der ersten französischen Revolusion und Kaiser Jo
ephs von Oesterreich. Sie dürften bei der Verlegung des
Brabes aus dem Achhteck an die jetzige Fundsielle dor.
hingelegt worden sein. Die Grabstätte Ottos 3. befinde
ich in der Mitte des Chores vor dem Hauptaltar. Di
Wiederverschließung des Sarkophags Ottos 3. fand im
Beisein der Spitzen der Behörden statt. Stiftspropst Prä
at Dr. Bellesheim hielt hierbei eine Ansprache. In den
Zarkophag wurde eine Urkunde über die Oeffnung des
zrabes eingelegt. Die Versiegelung des Sarko
»hags findet noch statt. Seit der im Jahre 1906 stattge—
undenen Oeffnung des kostbaren Karlsschreins im hiesigen
domschatz, der die Gebeine Karls des Großen mit dem
»erümten Elephantenstoff enthält, hat wohl kaum ein Er
eignis der Stadt so sehr das Interesse der wissenschaft
cichen Welt hervorgerusen, wie die Ausfindung des Gra
hes Ottos 3. Die augenblicklich mit großer Gründlichkei
hetriebenen Ausgrabungen im Inneren des Münsters, die
den eigentlichen Zweck verfolgten, die ursprüngliche Stelle
des Grabes Karls des Großen aufzudecken, haben für den
Archäologen bereits überaus wichtige Funde zur Folge
gehabt. Nicht nur hat man große römische Bauresie, son
dern auch die beiden durch Otto 3. von Rom nach Aacher
iberbrachten großen Bleisarkophage mit den Reliquien des
A. Leopardus und der hl. Corona aufgefunden. Zwa'
war die Stelle des Grabes Ottos 3. bekannt, nicht aber
vas das Grab enthielt. Als man vor dem Hochaltar der
Fußbodenbelag entfernt hatte, stieß man auf ein aus Zie
zelstein gemauertes Gewölbe. Nach dem Aufbruch diese
hewölbes kam der Sarlophag zum Vorschein.
* Velbert, 14. Okt. (Gin Brandunglück.) Di
zjährige Ehefrau eines Maurers war am Herde beschäf
igt, als sie plötzlich von der Fallsucht befallen wurde
Ihre Kleider fingen Feuer, und sie lief brennend die
dreppen hinunter. Sie erlit fürchterliche Brandwunden,
o daß die Ueberführung ins Krankenhaus erfolgen mußte
Nan z3weifelt an ihrem NRufkammen
seueste 555 5ten und Teleqramme.
Saarbrücken, 15. Okt. Das Schwurgericht verurteilte
esteau abend unter großem Andrang des Publikums der
dellner Ulrich Rist, der im Mai seine Geliebte durch Durch
chneiden des Halses tötete, zum Tode. Der Verurteilt
iahm das Urteil sichtlich geknickt entgegen.
Trier, 14. Okt. Die zweite Tochter des Landwirtchaftsministers
Frhrn. v. Schorlemer-Lieser, Baroness
Naria, wird am 8. November auf Schlok Lieser mit den
zrafen von Kleinegg vermählen.
Berlin, 14. Okt. Auf dem Bahnhof an der Fried
ichssstraße wurde einem russischen Staatsrat aus Moskar
ou Taschendieben eine lederne Brieftasche mit einem au
t:—n M—e srfondon Gresithriof wornf vhbor schn 7430
Nk. abgehoben waren, gestohlen, serner 100 Mark in
zcheinen und wichtige Papiere.
Berlin, 13. Okt. Gestern sind beim Kentern eines
Zootes des Kanonenbootes Panther in Kamerun ertrunken
ie Obermaschinistenmaate Ehrenberg und Renner, die Ma
hinistenmaate Müller und Frank, der Wachtmeistermaal
Zzimmermann und der Matrose Wilde.
Kiel, 14. Okt. Ein schwerer Nordoststurm suchte die
Iftseeküste heim. Das Wasser stieg um 1,60m. Dle Bade—
äuser und Landungsstege sind weggerissen. Das Segel—
chiff Antje aus Westerhanderfehn ist im Kriegshafen un—
»emannt gesunken. Das Fährboot der Dampffähre ist im
dleinen Belt gekentert, der Fährmatrose Jespersen und seir
Zohn sind ertrunken
Königsberg, 14. Okt. Gestern nachmitlag fiel einen
olötzlich einsetzenden Sturm in dem nahen Ostseebade Kranz
ein mit fünf Fischern besetztes Fischerboot zum Opfer. Heute
rüh wurde der Mast des gekenterten Bootes und die Leiche
eines der Insassen in der Nähe von Rosehnen an Land ge—
pült.
Paris, 15. Okt. Das Komitee der Bauarbeiter⸗-Syn—
dikate hat sich gestern für den allgemeinen Ausstand ent—
schieden. Eine Versammlung der Arbeiter der elektrischer
Industrie war für die Fortsetzung des Ausstandes.
Paris, 15, Okt. In den meisten Direktionen der Eisen—
hahnen verspricht man für heute die fahrplanmäßige Wie—
zeraufnahme aller Züge der großen Linie. Gestern vollzo—
ich der Verkehr nach Talais, Brüssel, Bologne und Lille
mit einigen ganz unbedeutenden Verspätungen. Im Mini
terriat teilte der Minister der öffentlichon Arbeiten mit
daß auch auf der staatlichen Westbahn der Verkehr allmä—
ich ein normaler würde.
Paris, 15. Okt. Die Grubenarbeiter in Courieres hiel—
ten gestern 2 Versammlungen ab, worin die Revolutionäre
ind die Reforminstern für und gegen den Ausstand sprechen.
deine Tagesordnung gelangte zur Annahme, trotzden
rachten die Anwesenden Hochrufe auf den Ausstand aus.
Havre, 14. Okt. An Bord des Paketbootes „La Pro
»ence“ wurde gestern die Amerikanerin Love Fifers in
n ihrer Kabine von einem vermummten Individuum über—
allen und erwürgt. Der herbeieilende Steward überwältigte
zen Burschen, der als der 17 jährige Lahure erkannt wurde
St. Naßaire, 16. Okt. Von der Mündung der Loire
vird gemeldet: Gestern nacht verließ der spanische Damp—
fer „Peveril“ den Hafen. Kurz nach der Ausfahrt brach
ein furchtbarer Sturm aus. Der „Peveril“ wurde gegen
den Dampfer „Ville de Rocheford“ geworfen. Der Anprall
war so heftig, daß die „Ville de Rocheford“ nach einer
Minute sank. Die Besatzung von 20 Seeleuten ertran
Der „Peveril“ konnte, obwohl stark havariert, St. Neßair
noch erreichen.
Kopenhagen, 15. Okt. Die Barke „Prinzessin Maria
ist auf der Fahrt von Nordamerika nach Australien mi
ihrer gesamten aus 40 Mann bestehenden Besatzung unter—
zegangen.
Rom, 14. Okt. Infolge der Lebensmittel-Teuerungç
türmte gestern eine erregte Volksmenge den Markt in der
Lerugia, stülpte den Händlern Körbe über die Köpfe und
etzten die Eierfrauen mit Gewalt in ihre Eierkörbe und
»erfolgten und verprügelten die Fliehenden. Die Polizei
nußte die Ordnung wieder herstellen.
Budapest, 14. Okt. Infolge politischer Angriffe fand
wischen dem früheren Abgeordneten Barnabas Buza und
zem Obergespan des Zemplener Komitats ein Säbelduell
inter schweren Bedingungen statt. Bei dem dritten Gang
erlitt ersterer eine tiefe Stirnwunde und wurde kampf:
unfähig.
Lemberg, 14. Okt. Die Galizische Landesbank wurde
neuerdings das Opfer eines Betruges, bei welchem
20,000 Kronen anf Grund eines gefälschten Briefes von
hr herausgelockt wurden. Der Urheber des Betruges ist
der seit 10 Tagen abwesende Bankbeamte Kalischer, der
»eim Direktor um einen Krankenurlaub nachgesucht hatte
In seiner Wohnung wurden Zettel gefunden, auf welchen.
er sich in der Nachahmung der Unterschriften des Direktors
ind Sekretärs der Bank geübt hatte.
Belgrad, 14. Okt. Kronprinz Alexander ist nach seiner
Rückkehr aus den Manövern gestern bedenklich erkrankt
Außer dem Leibarzt des Königs wurden noch zwei Aerzte
in das Krankenlager berufeu, welche nach eingehender
Antersuchung Unterleibs⸗Typus feststellten. Der König hat
ofort Befehl erteilt, einen Wiener Spezialisten nach Bel—
grad kommen zu lassen. Das heute früh veröffentlichte
Zulletin besagt, daß der Zustand des Kranken stationär ist
London, 15. Okt. Der furchtbare Sturm, der sei
Mittwoch an der Küste Englands wütet, hat bedeutende
Verheerungrn angerichtet und Opfer an Menschenleben ge—
'ordert. Es bestätigt sich, daß der Dampfer „Cranford“ be
hartlepood gescheitert ist. Die Besatzung von 22 Personer
Jing, wie man glaubt, auf die Boote, kam aber um. Sech—
Zeichen wurden bereits ans Land getrieben.
London, 14. Oklt. Während des Sturmes der letzter
Nacht ist der Dampfer Cranford von Hartlepool gesunken
20 Mann sind ertrunken.
London, 15. Okt. Der Verkehr zwischen Frankreich
ind England ist in vollem Umfange aufgenommen. Einé
ztörung wird nicht mehr befürchtet.
Konstantinopel, 14. Okt. Der Osmanische Lloy erhielt
us Ueskueb folgendes Telegramm: Auf der Strecke Ues—
ueb⸗Zibeftscha entgleiste Nachts infolge der Explosior
weier Bomben ein Güterzug. 7 Waggon wurden ꝛ2er
rümmert, ein Bremser verletzt. Der Attentäter ist entkommen
Warschau, 14. Okt. In Kobylki im Kreise Rylek war
vroßfeuer. Bei einem weiteren in Paplowka ausgebroch
men Feuer haben 10 Personen den Tod in den Flammie
zefunden
Newyork, 14. Okt. Der Antiquitöten- und Kunsthänd—
ser Benjamin Duvoen wurde unter der Beschuldigung ver⸗
jaftet, in den letzten Jahren Zollhinterziehungen im Be—
rage von einer Million Vollars begangen zu haben.
Newyork, 14. Okt. Wie aus Havanna gemeldet wird,
jat ein Orkan auf Kuba große Verheerungen angerichtet.
die Ortschaft Casilda wurde zerstört, auch sollen viele Men—
chen umgekommen sein. Auch die Vinos-Insel hat schwer
gelitten.
Havanna, 14. Okt. Ein Orkan hat die Städte Casil
da und Santa Clara zerstört. Es sollen viele Menschen da—
hei umgekommen sein.
Berlin, 15. Okt. Die vom Kaiser angeregte Errich
ung der Gesellschaft zur Gründung von Instituten für
reie Forschung wird den offiziellen Titel führen: Kaiser
Wilhelm⸗Gesellschast zur Förderung der Wissenschaft. Da
zurch soll ausgedrückt werden, daß sich die Gesellschaft
liicht auf Preußen beschränken, sondern über das ganz
—
aͤtel wird dem Kaiser durch das Kultusministerium üher—
eicht werden.
Hanau, 15. Okt. Für die Kreise Schotten und Fried—
erg ist das Abhalten von Viehmärkten, sowie der Han
zel im Umherziehen mit Klauenvieh, wegen der Gefahr
ʒer aschleppung der Maul- und Klauenseuche verboten
orden.
Petersburg, 15. Olt. Die offiziöße „Rossta begrüß
n der bevorstehenden Zusammenkunft des russischen und
es deutschen Kaisers in Potsdam den Ausdruck freund
haftlicher Bande, die von alten Zeiten her Rußland mi
deutschland verknüpfen.
Belgrad, 15. Okt. Kronprinz Alexander, wel
her in der vorigen Woche den Manövern bei Nisch bei
ewohnt hatte, ist unter Typhusverdacht erkrankt ⸗ein NMi
2Xe No Lorartr
* 2* *
Es aibt im Menschenleben Augenblicke
in denen man verzweifelt nach Hilfe Umschau
uud keinen Rat mehr findet. Namentlich dan.
wenn man schwer erkältet ist und doch nicht Ze
hat, fich ins Bett zu legen. Aber dann kauft mar
sich einfach eine Schachtel Fays ächte Sodenen
Mineral-Pastillen, gebraucht sie nach Vorschrift und
wird gesund, ohne Arbeitsunterbrechung und in de—
bequemsten Weise. Fays ächte Sodener kauft mar
für 85 Pfg. in allen einschlägigen Geschäften, acht
jedoch streng darauf, daß man keine Nachahmun
erhält
4 Arun
Was ist das beste Gewürz
für Milch- und Mehlspeisen, für Kakao und Tee
Nur Dr. Getker's Vanillinzucker.
Derselbe ersetzt die teure Banilleschote vollsiändig und
ausgezeichnet durch seine Billigkeit und Ausgiebig'
kin Päckchen für 10 Pfg. (3 Stck 26 Pfg.) entsp
2—3 Schoten guter Vanille.
Mischt man /, Päckchen Dr. Oetker's Vanillin
zucker mit 1 Kg feinem Zucker und gibt hiervon 10
) Teelöffel voll auf eine Tasse Tee, so erhält man
726 vollmundiages Getränk
—
—
I rtuuun—
————e—
Paus Schneestern-Mosle
interessante Beschãftisung,
ꝛ: auch sür Ungeübtel
edem Schneestern- und Golfstern-Paket Iiegt
eine genaue Strickanleitung nebssst Zeichnungen
bei, umsanze Kostüme. Jackets, Kock, Sweateérs.
⸗ Muff und Mũtzen etẽ. selbst zu Stricken.
Billig, modern und elegantt
Sternwoll-Strumpf-u. Sockengarne
ln allon Prolslagon. *
Vo nicht erhãltlich weist die Fabrik Grossisten
und Handlungen nach.
nmere Sanmgatconitastel Mona· Bahrentel
Evangelischer Gottesdienst.
Sonntag, den 16. Oktober 1910.
Kollekte für den Rheinischen Verband der Herbergen
Heimat.
Dudweiler.
8.30 Uhr. Pfr. Uhrmacher.
10.— Uhr. Pfr. Trommershausen.
11. 15 Uhr Kindergottesdienst.
Herrensohr.
1,10. — Uhr.
101/, — Uhr. Christenlehre.
Steinbruceh Verpachtung
Am Dienstag, den 25. Oktober ds. Is
nachmittags 5 Uhr,
berpachte ich an Ort und Stelle den im Diftr. 30 ben
Begenortschacht Dudweiler gelegenen bislang von Johan
Wunn-Zeitz zu Dudweiler betriebenen Steinbruch auf
Jahre an den Meistbietenden.
Fischbach, den 14. Oktober 1910.
Der Königliche Forstmeister.
* F 38
ThaliaCheater Saarbrücker
ODirektion W. Viebeg.
Sonntag, den 16. Oktober, nachmittags 42/, Uhr:
Des Meeres und der Liebe Wellen, Scham
in 5 Akten von Grillparzer.
Abends 8,10 Uhr:
Miß Dudelsack, Operette in 3 Akten v. Nelson
Dienstag, den 18. Okt., abends 8,10 Uhr:
Der Veilchenfresser, Lustfpiel in 4 Akten v. M-Mittwoch,
den 19. Oktober, abends 8,10 Uhr:
Glück im Winkel, Schauspiel in 3 Akten v. Sud
mann.
donnerstag, den 20. Oktober, abends 8,10 Uhr:
Novität: Miß Dudelsack, Operette in 3 Akten —
Nelson.
Freitag, den 21. Okt. abends 8,10 Uhr:
Wilhelm Tell, Schauspiel in b Akten von Sceh
Zamstag, den 22. Oktober, abends 8,10 Uhr:
Ein Malzertraum, Operette in 4 Akten von Sta
An die rechtzeitige Bestellung
von
Thomasmehl
zur Düngung der
Herbstsaaten und Futterfeldæ
sei hiermit eéerinnert.
Wir garantieren sür reines und vollwertiges Thomasme'
and liesern ausschliesslich in plombierten Sãcken, mit Schpmarke
und Gehaltsangabe versehen.
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3 I fabriken I .
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Gm.b. H. Berlin Wa5.
Wegen Offerte wende man sieh an die bekannten Verken
oder direkt an die vorgenannte Firma.
Geld—
eld-Darlehen
an Beamte, Kaufleute und Privatpersonen ioden Stc
auch ohne Bürgschaft, vermitte!
wetew A. Pütz in Dudweiler, Scheidterstr.-Sandkaul.
ioslo Moforonzon Micher sind über 400 000 nan der Rankfirm
sqezaklt