Lokales und Vermischtes.
Civilstand der Bürgermeisterei Dudweiler vom 11
is 20. Sept. 1910. Gertrud Sofie, T. v. Josef Paulus
bgm. Rudolf, S. v. Rudolf Schminke, Grbschl. Eduard
deinrich, S. v. Hrch. Altpeter 2. Bgm. Karl, S. v. Jat
Scheidt 3., Bgni. Karl Ludwig, Suv. Karl Nonnweilen
2. Bgm., H. Anna Johanna, T. v. Matth. Schäfer,
Bzgm. Peter, S. v. Christian Petry, Bgm. Rosa Minc
Maria, T. v. Franz Jost, Bgm. Kath. Wilhelmine, T. v
Karl Pitz 15. Bgm. Hedwig, T. v. Peter Scheidt 7. Bgm
Marta Johanna, T. v. Johann Meisberger 2,. Bgm
Georg, S. v. Georg Kraus, Bgm., F. Otto, S. v. Joh
Poller 3, Bgm. Ludwig Eduard, S. v. Walter Luginbuhl
Montageschlosser. Michael, S. v. Johann Georg Hoffman
Bgin. Max Hreh., S. v. Max Klein, Metzger. Elisabeth
d. v. Josef Quirin, Schuhmacher, H. Otto, S. v. Fried—
rich Möhring, Bgu. Heiraten. Johann Thiel, Bgm.,
nit Maria Schädler. Johann Grasmüller. Maler, mit
5harlotte Maul. Wilhelm Weiß, Bgm, mit Magdalenqa
Jung. Christian Franz, Bani, mit Kath. Mohr. Ster—
efälle. Ludwig Maul, Gemeindearbeiter, 63 J. Jo
sanna Alt, 2 M. Lydia Brutscher, 2 M., H. Schmidt
Nik. 32. Ehefrau, 27 J. Spang Johann s. Ehefrau, 28
J. Wilhelen Keller, 4 M., H. Kath. Fitcher, d J. Joh
John, 1 J. F.
Eingesandt. Donnerstag, den 29. Sept. 1910 finde
wei Belegschaftsversammlungen statt, und zwar vormittag
ei Wirt Reiter um 9 Uhr, nachmittags bei Wirt Balde
im halb 7 Uhr.
In den Ruhestand getreten ist Herr Stationsvorste⸗
er Mang in Dudweiler. Herr Mang ist 51 Jahre im
dienste, darunter 40 Jahre bei der Königl. Eisenbahn.
diese 40 Hahre hat er, mit einer Unterbrechung von etwa
Jahren, während derer er bei der Eisenbahn in Sim—
nern tälig war, auf der Strecke Saarbrücken-Neunkirchen
»erbracht, und zwar in Saarbrücken 2, in Neunkirchen 15
n Reden 2, in Friedrichsthal 9 und in Dudweiler 7 Jahre.
derr Mang wußte bei großem Pflichteifer und bei Wahrung
der fiskalischen Interessen sich auch die Sympathien
»es Publikums in weitgeheudsten Maße zu erringen
Möge es ihm vergönnt sein, noch viele Jahre wohlver—
dienter Ruhe zu genießen!
Diebstahl. In der Nacht vom 26. auf den 26. Sept
ind zwischen Quierschied und Bahnhof Brefeld zwischen
»en Stangen 21 und 2Z am Bahndamm ungefähr 70
Meter 2 Millimeter- und 280 Meter leinhalb-Millimeter
tarker Bronzedraht gestohlen worden. Die bisher gepflo
senen Ermittelungen haben noch zu keinem Resultat geführt.
Lor Ankauf des Drahtes wird gewarnt. — Es wäre zu
vünschen, daß die Diebe recht bald ermittelt würden und
war wegen der Wichtigkeit der gefährdeten öffentlicher
berkehrsinteresseu, wie auch der fiskalischen Interessen.
Dieser Diebstahl ist in kurzer Zeit der dritte, der an Tele—
zraphen⸗ und Fernsprechleitungen ausgeführt wurde.
Schlechte Scherze. Ein Spezereiwarenhändler schreibt
ins: Ein Wisbold scheint hier wieder sein Spiel zu
creiben, indem er das Gerücht verbreitet, Kochsalz würde
in nächster Zeit so gewaltig aufschlagen, daß das Pfund
30 Pfg. koste. Ganz aufgeregt und angsterfüllt kommen
daher die Hausfrauen in die Geschäfte, um sich darnach zu
erkundigen. Verschiedentlich wird einem, wenn man sagt
man wisse von nichts, nicht geglaubt, sondern die Frauen
sagen, wir sagten jetzt nur so, wir möchten gern den Vorteil
nusnützen. — Dies ist wirklich ein schlecht angebrachter
Witz. Vou einer Erhöhung des Preises für Kochsalz ist
jar keine Rede. Die Hausfrauen künnen dieserhalb beruhid—
ein.
Urteil betreffs des früheren Bürgermeisterei-Sekretärs
derrn Stein. Verschiedenen Anfragen gegenüber: das Urteil
autet dahin, daß Herrn Stein die Hälfte der ihm geseßlich
zustehenden Pension 3 Jahre als Unterstützung ausbezahlt
werden soll. Diese Unterstütßung wird aus der Pensions—
'asse bezahlt. Der Gemeinde fällt somit hierbei keine
Zahlung zur Last. Das betr. Urteil ist sofort rechtskräftig;
in Einspruch hiergegen gibt es nicht!
Merkblätter. Gegenwärtig werden vielerots unter die
Schutjugend Merkblätter ausgeteilt, welche die fettgedruckte
Aufschrift tragen: „Kinder, pfleget eure Zähne!“ Di
Schüler werden aufgefordert, ihre Zähne sorgfältig zu pflegen
und sie als ein kostbares Gut zu erhalten. Bei Zeiten
sollen zahnkranke Kinder den Arzt besuchen. Es wird in
dem Merkblatte darauf aufmerksam gemacht, daß faule kranke
zähne allerlei Krankheitskeime verbreiten und ein schlechtes
hebiß den Magen und,überhaupt den Menschen krank machen.
Täglich mindestens einmal sollte ein jedes Lind seine Zähne
reinigen. Hoffentlich befolgen unsere Schüler die wohlbe—
neinten Belehrunngen.
Strenger Winter in Sicht. Von meteorologischer
Seite wird mitgeteilt, daß der Winter 1910—11 sehr streng
werden dürfte. Die Annahme stützt sich hauptsächlich da—
rauf, daß das Polareis schon in der zweiten Hälfte des
Juli so weit nach Süden vorgedrungen war, daß die
Westkuͤste Spitzbergens von den Touriftendampfern nicht
mehr erreicht werden konnte. Im Anfang des besonders
milden Winters 1897-98 kam z. B. noch im November
eine Expediton ungehindert nach Spitzbergen und konnte
dort bis zum 21. November verweilen. Daß schon in de
weiten Hälfte des Juli das Packeis die Fjorde Spitzbergens
besetzt hat, wie in diesem Jahre, in kaum ie zuvor da—
rewesen.
Die ungezogene Merziger Schuljugend. Herr Bür—
jermeister Thiel als Vorsißender der Schuldeputation schick
»en Merziger Blättern folgende Bekanntmachung mit der
bitte um Veröffentlichung zu: „Die städtische Schuldepu—
ation hat in ihrer Sitzung vom 24. März d. J. einstimmig
hre ernste Mißbilligung darüber geäußert, daß das Ver—
halten der Schulkinder auf der Straße fortgesetzt zu Klagen
und Veschwerden der Bürgerschaft und auch Freinder An—
aß gebe. Bevor ich zu diesem Treiben der Schuljugend
olizeilich Stellung nehme und zu strengen Maßnahmen
chreite, richte ich hiermit an die Eltern und Vormünder
»er Kinder im Namen der städtischen Schuldeputation die
ringende Bitte, mehr wie bisher dem Verhalten der Kin—
er auf der Straße ihre Aufmerksamkeit zu schenken. Dem
Schreien und Lärmen, dem Werfen mit Steinen, dem
Spielen auf der Straße anstatt auf Spielplätzen, dem An—
angen an Wagen usw., sowie dem Umhertreiben der Kin—
der in den Baumgärten, besonders aber auf der Straß
bei Einbruch der Dunkelheit müssen energisch Schranken
Jesetzt werden. Sollte diese wohlgemeinte Warnung er—
folglos bleiben, so bin ich gezwungen, mit polizeilichen
Zwangsmitteln einzuschreiten, was ich gern vermeiden
nochte. — Sollten es die Schulkinder gar so arg treiben,
ok man sogar die Polizei gegen sie mobil machen will?
Die Schnelligkeit des Vogelflugs. Auf dem Natur—
orscherkongteß in Königsberg hielt gestern in der Abtei—
ung für Zoologie Dr. J. Thiemann-Rossitten einen be⸗
gertenswerten Vortrag über „Untersuchungen betreffend
SEchnelligkeit des Bogelfluges“. Positive Angaben da—
wie schnell unsere Vögel tatsächlich fliegen, gibt es
ndet noch recht wenig. Man war bisher meist au
Hutzungen angewiesen und konnte die Windstärke nich
vii i ν — i ie bean —
»arte Rossitten eine eigene Methode angewendet, um die
rigengeschwingigkeit der Zugvögel möglichst genau festza
ellen Auf einer abgesteckten Strecke von einem halbei
dilometer wird mittels Feldtelephon und Sekunden-Stopp
uhr zunächst ermittelt, wie viel Zeit die Zungvögel zun
Durchfliegen der Strecke brauchen. Daraus wird dan
inter Berücksichtigung der jeweiligen Windstärke die Eigen
geschwindigkeit der Vögel festgestellt. Der Zuflug der
Vögel zeichnet sich nach diesen Beobachtungen durch groß
Stetigkeit, aber weniger durch große Schnelligkeit aus. Di
Nebelkrähe erzielt eine Durchschnittsgeschwindigkeit vor
13,9 Meter pro Sekunde mit vier Flügelschlägen, d. i. ir
»er Stunde etwas über 50 Kilometer, also ungefähr die
-chnelligkeit eines gewöhnlichen Schnellzuges. Daraut
zeht hervor daß Heinrich Getke, der nach Beobachtungen
auf Helgoland die Geschwindigkeit der Nebelkrähe au
200 Kilometer in der Stunde schäßtte, sich sehr stark geirr.
)at. Die größte Eigengeschwindigkeit von allen bishe—
eobachteten Vögeln zeigt der Star mit 74,1 Kilomete
pro Stunde. Die als hervorragende Flieger bekannten
Raubvögel, z. B. Wanderfalk und Sperber, zeigen ein
weit geringere Schnelligkeit. Bemerkenswert erscheint es
»aß innerhalb derselben Vogelspezies die Eigengeschwindig—
eit nicht immer gleich ist. Die zunehmende Stärke des
Windes scheint die Eigengeschwindigkeit qünstig zu beein—
luĩũ⸗
n
Saarbrücken, 26. Sept. Schwerer Unfall an der Kaiser—
Friedrich-Brücke. Am Samstag vormittag gegen 10 Uhn
reignete sich an der im Bau begriffenen Kaiser-Friedrich
Zrücke im Zuge der Dudweilerstraße ein schweres Un—
zlück. Etne Nietkolonne von 4 Mann arbeitete in einer
höhe von ungefähr 15 Meter an den äußeren Bogen aui
»er St. Johnner⸗-Seite stromaufwäris. Ohne daß es jemand
nerkte, löste sich an dem Gerüst eine KKlammer. Plötzlick
türzte das ganze Gerüst mit den 4 Mann, samt der Feld—
chmiede und dem übrigen Werkzeug in die Tiefe. Ein
Mann fiel in die Saar und kam mit dem nassen Bad da—
von. 2 Mann erlitten Verleßzungen an den Armen, während
der Vierte, ein Junge namens Müller von St. Arnual,
dessen Vater auch bei der Firma Seibert tätig ist, recht
ichwere Schädelverlezungen davon trug. Er stand an der
Feldschmiede und kam so unglücklich bei dem Sturz mit dem
Besicht in die Glut zu liegen, daß ihm Gesicht und Angen
furchtbar verbrannt wurdeu. Aerztliche Hilfe war gleich in
ausreichendem Maße zur Stelle. Nachdem ihm ein Ver—
hand angelegt. wurde der unter fürchterlichen Schmerzen
eidende Junge in das Krankenhaus gebracht.
Sbr. Lokalanz.
Neunkirchen, 24. Sept. Heute morgen gegen halb
»Uhr ist der Schaffner Becker auf dem hiesigen Bahnhof
yon einem Arbeiterzuge überfahren und getötet worden. Der
Unglückliche hinterläßt eine Witwe mit 8 Kindern.
Neunkirchen, 26. Sept. Schwer verletzt ins hiesige
dnappschaftslazarett gebracht wurde der Hauer Heinrich Boß—
ett auch Erbach der in Grube Heinitz beschäftigt war. Er
rlitt durch niederg ehendes Gestein schwere Verlekungen im
dreuz.
Altenwald, 26. Sept. Durch einen Dummenjungen—
treich ist am Freitag nachmittag hier ein Unglück passiert.
kinige junge Burschen hatten sich Karbid verschafft, den ge—
ährlichen Stoff mit Wasser vermifcht und in eine Flasche
jebracht welche sie nachher verschlossen und in einen Was—
ertümpel an der oberen Roteweiherstraße legten. Als nun
der Steiger Paulus an der betreffenden Stelle vorüberging
explodierte die Flasche mit lautem Krach. Herr Paulus
vurde von mehreren-Glassplittern im Gesicht getroffen und
zrlitt dadurch schwere Verlezungen. Er mußte sich schleu—
nigst in das Knappschaftslazarett nach Sulzbach begeben
Am Samstag war die Polizei an Ort und Stelle um die
Kntersuchung einzuleiten. (Fr.⸗-B.«G.⸗A.)
*Kölu, 26. Sept. Erfinderschicksal.) Der
xühere Schifser Lens aus Wellen hat Selbstmord began
sen. Sein Leben war insofern interessant, als L.als
iner der ersten Deutschen eine Flugmaschine konstruierte
ie auf der Frankfurter Ausstellung ausgezeichnet wurde.
ss bildete sich sogar eine Fluggesellschaft, die sich jedoch
»ald wieder auflöste. Aehnlich erging es dem Manne mi
der Erfindung eines Wasserrades. Die Mißerfolge haben
den Bedauernswerten nun in den Tod getrieben.
* Kölu, 26. Sept. (Aufgehobene Spielhöl
en.) In vergangener Nacht hob die Kriminalpalizei zwe
zpielhöllen auf, die eine in derx Lesehalle am Friesanulas
Sie war von 25 Herren besucht; es wurde ein hohe
Seldbetrag beschlagnahmt. In der zweiten, an der Pfeil
straße, wurden 45 Spieler, darunter mehrere agewerbs
näßige, überrascht.
*Mörschbach (Hunsrück), 26. Sept. (Unglücks
alI.) An dem Neubau der hiesigen Wasserleitung wa
en Arbeiter auf der Strecke zwischen dem Orte Siebs
zausen und hier mit Ausschachtungsarbeiten beschäftigt
ils plötzlich eine Wand des beinahe zwei Meter tiefer
inabgesprießten Schachtes einstürzte. Alle konnten sich
retten bis auf den Arbeiter Breit aus Schnorbach, der
die schwere Erdmasse bis an den Hals verschüttet hatte
xhe die übrigen Arbeiter ihn befreien kannten. war da
d4242 3
Neueste Nachrichten und Telegramme.
Saarbrücken, 26. Sept. Gestern suchte der Brau—
rührer Wellinger der hiesigen Unionbrauerei den Tod in
der Saar. Ein entlassener Bureaugehilfe hatte ihn aus
Rache unsittlicher Verfehlungen beschuldigt. Obwohl die
Untersuchung nichts Positires ergab, hatte er sich die Sach—
zu Kopf gezogen.
Saargemünd, 26. Sept. In der gestrigen Nacht is
in das Metzer Munttionsdepot eingebrochen worden. Der
Täter, in dem man einen Spion vermutet, konnte noch nich
rmittelt werden.
Metz, 26. Sept. Gestern nachmittag explodierte bein
zerbrennen von Pulverresten auf der Friedhofinsel ein
Zzulverkiste, wobei ein Feuerwerker schwere Vrandwunden
rlitt. Auch zwei in der Nähe weilende Mädchen trugen
chwere Brandwunden davon. Das Unglück ist dadurch ent—
tanden, daß eine neue Kiste auf den Platz gestellt wurde,
rachdem ebon ovrst or n Gv êöerhranut morden
var.
Trier, 25. Sept Bei prächtigem Wetter und großen
Menschenandrange nahm der heutige erste Tag der Flug—
voche Trier-Metz einen gläazenden Verlauf. In der Zei
on 4—61,, Uhr wurden zwölf Flüge ausgeführt. Thelen
———
gewann einen Ehrenpreis des Trierischen Luftschifferklubs
vr stieg noch dreimal auf und erreichte mit fast 25 Minuten
zie längste Fahrtdauer. Hady hatte Mißgeschick. Bei einer
zu kurz genoimmenen Kurve fiel sein Apparat in einen Kar—
toffelacker und wurde leicht beschädigt. Jeannin errang mi—
einem ganz neuen Apparat, der nur einen Motor hat, einen
großen Erfolg, er flog über die Stadt Trier. Enalhardt
kam bis ins Sauerthal.
Trier, 27. Sept. Gestern begannen die Flüge bei
ünstigem Weiter erst um 5 Uhr nachmittags. Thelen
egann mit einem Aufstieg und flog sodann mit einem
Zassagier 12 Min. 39 Sek. Nach einiger Zeit sah man
engelhard, Thelen, Jeannin und Moosner zugleich mi
v Isiromasfecvinon 1280 Dae ⸗2:osfrinen Slirézeifor
hetrugen Thelen 44,8 Min. (37,83) Jeannin 22,16 (22,15)
ẽͤngelhard 26,33 (26,33) Moosner 9,22 Min. (O, O0h)j. Die
Zahl ist dadurch daß der am Sonntag und gestern am läng
ten in den Lüften weilte, Gewinner des Ehrenpreises de
Stadt Trier. Heute Nachmittag beginnt das Fernmfliegen
von Trier nach Metz.
Koblenz, 26. Sept. Bei dem Pionier-Bataillon Ne
z sind zwei neue Karabiner-Schlösser verschwu nden. Man
vbermutet, daß die Schlösser an ausländische Interessenten
»erkauft worden sind. Mit Genehmigung des General
dommandanten werden sämtliche Reservisten des Bataillon
rrst entlassen werden, wenn die Sache aufgeklärt ist, au
einen Fall vor dem 1. Oktober.
Dortmund, 25. Sept. Im benachbarten *Holzwickede
zurde der Wirt Pforr als er einen zwischen den Gästen.
usgebrochenen Streit schlichten wollte, von ꝛeinm Berg
nann erschossen. Der Täter wollte nicht den Wirt, son
ern einen der, Gegner treffen; die Kugel ging jedoch fel—
ind tötete den Wirt.
Kiel, 27. Sept. Nach einem bei der ersten Torpedo
hoot⸗Division eingegangenen Funkenspruch des Kreuzers
„München“ sind die beiden Torpedoboote S. 67 und S
39 aufgelaufen. Die Werft ist benachrichtigt worden Hilf
uu leisten. Einzelheiten überZden Unfall fehlen noch.
Norderney, 26. Sept. Als Fürst Bülow gestern Nach
nittag seinen gewohnten Spazierritt auf, den Dünen unter
nahm, ftürzte er mit dem Pferde und zog sich Quettschunger
an der linken Schulter zu. Nach ärztlichem Gutachten is
die Verletzung nur geringfügig. Der Fürst dürfte nac
einigen Tagen wieder hergestellt sein.
München, 26. Sept. Das Jubiläums-Oktoberfest hat
iber München einem Festtrubel gebracht, wie er noch nie
u verzeichnen war. Zum gestrigen Hauptsonntag hatte
»ie Bahn von auswaͤrls etwa 100000 Personen nach
München gebracht. Die Veranstaltungen auf der Festwies
waren von 3—400 000 Personen besucht. J
Preußisch⸗Stargard, 26. Sept. Die Familie des hie—
sigen Stadtraͤte Arudt hat versucht, durch Gasvergiftung
ihrem Leben ein Ende zu machen. Während der Stadtral
und seine 22jährige Tochter durch die giftigen Gase ge⸗
tötet wurden, sind seine Frau und ein 18jähriger Sohn
der als Primaner das städtische Gymnasium besuchte
schwer erkrankt dem städtischen Krankenhause zugeführ:
worden. Es besteht der Verdacht, daß Stadtrat Arnd—
ihm anvertraute Gelder unterschlagen hat und aus diesen
Brunde im Einverständnis mit seiner Familie den Tot
gesucht und gefunden hat.
Kattowitz, 26. Sept. Ungeheueres Aufsehen erregt
anter der Bebölkerung ein Doppelmord, begangen an der
beiden 10 und 11 Jahre alten Brüdern Woroz. Beide
dnaben verschwauden Mitte voriger Woche plötzlich. Alles
uchen nach ihnen blieb erfolglos. Gestern fand man die
zräßlich verstuͤmmolten Leichen in einem neuen Teich. Die
Untersuchung hat ergeben, daß beide nachdem sie in besti—
alischer Weise ermordet worden waren, vom Mörder in de⸗
Teich geworfen worden sind.
Paris, 25. Sept. Aus der Artilleriekaserne zu Angou
eme wurde in vergangener Nacht das 32kg schwere Ver⸗
chlußstück des neuen Feldgeschühes gestohlen. Die Mili—
ärbehörde stellte sofort umfassende Nachforschungen an; in—
jolge der von den Dieben zurückgelassenen Fußspuren wurde
das Verschlußstück in der Rähe der Festungswerke in einem
Vebüsch versteckt aufgefunden.
Belgrad, 26. Sept. Die Christen-Verfolgungen in der
Türkei dauern noch inmer an. Nach neueren Meldungen
sind in Eripalanka wieder 5 Geistliche verhaftet und zi
Tode geprügelt worden.
Petersburg, 27. Sept. Chinesen überfielen ein rus
isches Schiff auf dem Sungari, einem rechten Nebenfluß
»es Amor, 20 Kilometer von Carolin entfernt. Sie er
vordeten die Besitzer, raubten das Schiff aus und verschwanden
Reworleans, 24. Sept. FHier ist heute ein Automobi
ut sechs Personen in einen Kanal aestürzt. Alle sechs sind
rtrunker
— MN — — — —
dahen Sie so was von hHromptheitschon erlebt
Gestern anscheinend todkrank; erbärmlicher Husten
Atemnot; Halsschmerzen und Schlingbeschwerden
Uud heute? Alles fort — weg, erledigt. Und wieso
Eine einzige Schachtel Fays ächter Sodener Mine—
ral⸗-Pastillen, die man für 86 Pfg. in jeder Apo—
theke oder Drogerie kauft hot das aanze Munder—
morfk f -
Fluchtlinienfestsetzung.
Auf Grund des 8 7 des Gesetzes betreffend die Anlegung
und Veränderung von Straßen und Plätzen in Städtern
und ländlichen Ortschaften vom 2. Juli 18786 wird der festge—
gesetzte Fluchtlinienplan der Pfählerstraße in Dudweilen
hiermit zu jedermanns Einsicht offen gelegt, und zwar
zom 26. Sept. d. J. ab bis einschließlich 23. Oktober d
J. auf Zimmer 2 (GGemeindebauamty) „n RPathaus z3u
Dudweiler.
Einwendnngen gegen den Plan sind innerhalb der vor—
bezeichneten Frist bei dem unterzeichneten Gemeindevor—
tand schriftlich oder mündlich zu Protokoll anzubringen.
Dudweiler. den 23. September 1910.
Der Gemeindevorstand.
Des Rürgerme:er Jo st.
Bekanntmachung
betreffend Ausführung des Reichsweingesetzes vom 7. Apri
1909, Reichsgesetzblatt S. 393.
Auf Grund von 8 25 Abs. 3 des Reichsweingesetzes
vom 7. April 1909, Reichsgesetzblatt Seite 393, bestimmer
wir zur Ausführung dieses Gesetzes und der dazu von
Bundesrat beschlossenen Ausführungsbestimmungen Ge—
anntmachung des Reichskanzlers vom 9. Juli d. J.
deichsgesetzblatt S. 349) hinsichtlich der Zuständigleit de—
rachgeordneten Behörden folgendes:
J. Der Gemeindepvorstand ist zuständig zur Entaegennahmé
on Anzeigen
a) der Absicht, Traubenmaische. Most oder Wein zi
zuckern (4 3 Abs. 4 des Gesetzes);
b) der Herstellung von Haustrunk seitens solcher
Personen, die Wein gewerbmäßig in Verkehr
bringen (4 11 Abs. 3, Halbsatz 1 des Gesetzes)
2. Der Landrat, in Stadtkreisen die Ortspolizeibe—
örde, ist zuständig
Mefuͤr die Anordnung einer Beschränkung oder einer
besonderen Beaufsichtigung der Herstellnng von
Haustrunk seitens solcher Personen, die Wein ge—
werbsmäßig in Verkehr bringen (85 11 Abs.
Halbsatz 2 des Gesetzes);
M für die Genehmigung der Veräußerung von Haus—
irunk bei Auflösung des Haushalts oder Aufgabe
des Betriebs (6 11 Abs. 4 Satz 2 des Gesetzes)
für die Genehmigung der Verwendung von Ge—
ränken, die nach 8 13 des Gesetzes vom Verkeh'
usgeschlossen sind (G15 Satz 2 des Gesetzes)
für die Entscheidung, ob die Buchführung seiten
dor 322 Gosab Mopryfsäütoto 7ndore
Weise als nach den vom Bundesrat beschlossener
Muster erfolgen darf (6 19 Abs. 4 des Gesetze⸗
und Ausführungsvorschriften des Bundesrates
dazu Absatz 9);
für das Verbot der Verfahrung anderer Stoffe
als Wein obder Traubenmost in Räumen, in dener
Wein zum Zwecke des Verkaufs hergestellt oder
gelagert wird (F 20 Abs. 3. des Gesetzes).
3. Der Regierungspräsident, im Landes—
volizeibezirk Berlin der Polizeipräsident, ist zuständig
a) 8 für die Genehmignng von Gesuchen, die bei der
Kellerbehandlung des Weines mit anderen als
der vom Bundesrat dafür gestatteten Stoffen
angestellt werden sollen (G4 Abs. 2 des Gesetzes),
»für die Entscheidung über Beschwerden gegen die
Zurückweisung von einzuführendem Wein usw
durch die Zollbehörden (K 14 des Besetzes Aus—
führungsvorschriften des Bundesrats dazu Abs. 6
Weinzollordnung vom 17. Juli d. J. Zentral—
blatt für das Deutsche Reich S. 333).
Ferner bestinmen wir, daß für die Untersuchung von
Wein, Traubenmost und Traubenmaische, die in das Zoll—
nland eingeführt werden, — 8 14 des Gesetzes Ausführ—
ingsvorschriften des Bundesrats dazu Abs. 3, Weinzoll
»rdnung 8 2 Abs. 2 — zuständig sind die mit der polizei—
ichen Nahrungsmitteluntersuchung betrauten staatlichen
Anstalten und die als öffentlich in Sinne von 817 des
Besetzes vom 14. Mai 1879. Reichsgesetzblatt S. 146, an
»rkannten Untersuchungsanstalten für Nahrungsmittel usw
Berlin, den 31. August 1910.
Der Finanzminister. Der Minister für Landwirtschaft,
J. B. Domänen und Forsten.
gez. Michaelis. J. A. gez. Küsster.
Der Minister des Innern, Der Minister für Handel
J. V. und Gewerbe
gez. Holtz. J. A. gez. v. d. Hagen
Der Minister der geistlichen Unterrichts- und
Medizinal⸗Angelegenheiten.
J. A. gez. Förster.
Vorstehende Bekanntmachung wird hiermit zur Kenntnie
gebracht.
Dudweiler, den 24. September 1910.
Der Bürgermeister.
Jost.
Bekanntmachungen.
Am Montag den 83. Oktober d. Is. nachmittags
1 Uhr werden auf dem Vieh-Ausstellungsplatz (Volksgarten
in St. Johann) im Anschluß an die Prämierung der aus
gestellten Tiere eine Anzahl aus Belgien eingeführter Zucht:
tuten und Zuchtfohlen im Alter von 18-830 Monaten durch
den Gauverband für Pferdeschauen an Landwirte der Kreifé
Saarbrücken, Saarlouis und Merzig versteigert, was ich
den Züchtern hiermit bekannt gebe.
Dudweiler.' den 26. September 1910.
Der Bürgermeister.
Im Anschluß an die inm städischen Sualban zu Saar
rücken stattfindende Ausstellungsverlosung werden am
Dienstag, den 4. Oktober d. Is.
nachmitags 1 Uhr
ine Anzahl Simmentaler Zuchttiere und Rinder seitens
»es Kreifes in Malstatt-Burbach bei dem Gasthaus Chris
ini Saarhafen versteigert.
Die Versteigerung erfolgt unter den bisheriann Be
ingungen.
Dudweiler, den 26. September 1910.
Der Bürgermeister.
— — — —
Dem Aufseher Peter Groß zu Dudweiler, Hirschbach—
traße 1ist am 24. d. M. ein Hund, Rattenfänger (Farbe
Jelb) zugelaufen. Der Eigentümer kann denselben geger
Sörstallung der Futterkosten bei dem v. Groß in Empfanc
ehner
— — —
Dem Bergmann Joh. Dörr zu Dudweiler, Scheidterstr
166 ist am 17. Sept. d. J. ein Hund (Farbe grau) zuge
aufen. Der Eigentümer kann denselben gegen Erstattun«
der Futterkosten bei dem betr Dörr in Empfang nehmen
— ——— —
erFr Der hentigen Auflage liegt ein Prospekt de—
Lookt Smart Bell Company, G. m. H.. Blankenes
Schleswig-Holste“bha
A
Wörfeln zu 10 Pfg. sor 2-3 Teller Suppe. Ohne weitere Zuit
nur mit Wasser in venigen Minuten zuzubereiten. Angé
legentlichst empfohlen von Franz Louis Wwe., In. Our
Fröger. Provinzialatr. 276
Tüchtige Maurer
ofort gesucht.
Baugeschäft Weber
Nudweiler
scιν
wenn auch geschäftlich ohne Erfahr
ung aber mit Bekauntschaft und
zulritt invornehmeren Kreisen wird
um Verkauf von Spezial-Weinen
Jzegen Fixum und hohe Provision
dudweiler und Umgebung sofor
aufgenommen.
Reflektanten wollen ihre Offert
an die Gesellschaft Tokajer Wein
produzenten A.“G. Vertriebs-Ab
teilung Budapest. V. Lipot-köru“
5 ——
— *27
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Unfall⸗, Sterbe⸗,, Wöchnerinnendienstboten⸗Vers.
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