Full text : Dudweiler Zeitung

Lokales und Vermischtes.
Unwahre Nachricht. Die Nachricht, der Bergmann
akob Schuhmacher aus Aubersweiler sei auf Grube Dud⸗
eiler infolge Kohlenfalles verunglückt, beruht, auf irriger
luffassung. Schuhmacher erlitl in der Grube einen Schlagnfall.
 Er wunde ins Lazarett nach Sulzbach verbracht,
oselbst er an den Folgen dieses Schlaganfalles verstarb.
personalnachrichten. Dem Berginspektor Fromme des
zteinlohlenbergwerks Gerhard ist die nachgesuchte Ent ⸗
assung aus dem Staatsdienste vom J. September 1910
beerteilt worden. — Dem ehem. Bergschüler Karl Zim—
ermann ist vom 1. September d. J. ab beim Bergwerk
doltelborn zum Hilfssteiger ernannt worden.
Frauenhũlfe. Auf dem in der vorigen Woche zu
dopenhagen stattgehabten Kongreß für öffenlliche Fürsorge
ind private Wohltätigkeit wurde an erster Stelle die Kran—
enpfiege auf dem Lande behandelt. In dem die diesbe—
uüglichen Bestrebungen aller Länder zusammenfassenden
gericht des Chefs des Königlichen Civilkabinetts, Herrn
J. Krieger wurde der Arbeit der Frauenhülfe eingehend
ind anerkennend gedacht. Im Rheinland beginnend, hat
ie Frauenhülfe die Versorgung unserer Landgemeinden
nit freiwilligen Helferinnen allmälich über die Provinzen
Westfalen, Hessen⸗Nassau, Sachsen, Brandenburg und
stpreußen ausgedehnt und in 36 Kursen 534 Pflegerinnen
wsgebildet.
Diese Ausbildung geschieht für Mädchen und Frauen
uus den Landgemeindeu der betreffenden Provinz völlig
nentgeltlich.
Fuͤr die Rheinischen Landgemeinden sei mitgeteilt, daß
er nächste Kursus am 5. November im Auguste-Viktoriaseim
 zu Barmen beginnt und bis Ende Januar dauert.
z56 sind noch Plätze frei. Meldungen mit Lebenslauf,
irztlichem und pastoralem Zeugnis sind an die Rheinische
frauenhülfe zu Barmen zu richten.
Die kleinen Diebe hängt man. An das bittere
Port wird man jetzt lebhaft erinnert! Nur daß man es
vörtlich variieren kann und zwar dahin: die kleinen Mör⸗
er hängt man, die großen sperrt man in eine Irrenanstalt
ind dann läßt man sie laufen. Mit maßvollem Erstaunen
vird die Kunde vernommen, daß der wegen seiner Grau—⸗
amkeiten ursprünglich zum Tode verurteilte Prinz Prosper
. Arenberg aus dem Sanatorium Olerode, wo er hoffent⸗
ich angenehme Tage verbracht, nun glücklich entlassen wor⸗
en ist und sich zur Bewirtschastung einer Farm nach Ar—
entinien begeben wird. Es ist also eingetroffen, was man
iemlich allgemein vorhersah: der für geistesgestört erklärte,
ann in ein seinem Familtenbesitz zufällig benachbartes
Zanatorium einquartierte Prinz hat sich von der geistigen
ẽrkrankung, die ihn zur scheußlichen Ermordung von Ne—
sern und Negerkindern geführt, ve hältnismäßig schnell
rholt und kann nun — fern von jedem Zuchthaus und
ogar von jedem Sanatorium — nach dem interessanten
Irgentinien gehen. — Da, im Weederaufnahmeverfahren,
eine geistige Umnachtung konstatiert worden ist und da
reerst nach dem Prozesse, dank der ärztlichen Kunst, die
olle Geistesklarheit wiedergewonnen hat, so liegt natürlich
ine Gesetzwidrigkeit nicht vor und der Prinz, der „zu
athologischen Grausamkeiten neigt“, kann leben. wo und
nie er will.
süddeutscher Kohlenhandel. Je näher wir an den
herbst herantreten, um so größer gestaltet sich die Nach—
rage nach Hausbrandkohlen. Schon die jüngste Zeit brachte
ine unverkennbare Neigung der Verbraucher zur Eindeckung
in den Taq, weil heute die Preise ohne Zweifel günstig
jegen. Und gerade dieser Umstand dürfte dem Markt in
sausbrand in nächster Zeil erhöhten Verkehr bringen. Die
zorräte an Hausbrandkohlen sind in allen Sorten vollkom⸗
nen ausreichend, in manchen sogar fehr reichlich. Weitere
zufuhren von der Ruhr waren auch neuerdings zu ver—
cichnen Und da die Beifuhr nicht stockt, dürften die Be—
ände vorläufig beträchtlich bleiben. Weniger günstig ließ
ich der Berkehr nach Industriekohlen an. Dadurch, daß das
zroßgewerbe selbst nicht immer in befriedigendem Maß be—⸗
thäftigt ist, hat es auch keinen in die Augen springenden
rheblichen Konsum an Brennstoffen. Und die Folge hier—
on ist, daß die Dispositionen relativ nicht umfangreich sind.
derade bei diesen Industriekohlen tritt das Mißverhältnis
wischen Angebot und Nachfrage drastisch in Erscheinung.
don dem Kohlenkontor nicht angeschlossenen Firmen, die
ich die Lage des Marktes zunutze machen, werden fortgesetzt
Nferten vorgelegt, die durch ihre Billigkeit großen Anreiz
uin Kaufe haben müssen, und die es auch den betreffenden
Firmen ermöglichen, in das Geschäft hineinzukommen. Man
chtet augenblicklich gar nicht so sehr auf beste Qualitäten
ie man beispielsweise bei den englischen Provenienzen auch
icht findet, sondern mehr auf billige Preise. In Gaskoks
urden die Osserten von Pariser Herkünften seltener, und
ie Preislage hat sich dadurch auch etwas heben können.
zrechkoks wurden ebenfalls mehr verlangt und batte auch
in besseres Geschäft.
Das sinkende Nordamerika. Die Ostküste der Ver⸗
inigten Staaten sinkt scheinbar unaufhaltsam mehr und
nehr unter den Spiegel des Atlantischen Ozeans. Während
n anderen Erdgegenden, beispielweise an der deuischen
dordseeküste, die Anzeichen für eine Senkung des Landes
echt ungewiß sind oder nur auf eine sehr langsame, viel⸗
eicht auch schon zum Stillstand gekommene Senkung deuten
ind die Merkmale an der Küste Neu Englands unverkenn
ar und in einer ganzen Reihe von Erscheinungen gegeben.
da gibt es fjordartige Bildungen, weite vom Meen ins
zeschlag genommene Flußmündungen. alte Flußtäler, die
ich in den Meeresboden hinein verlängern und Beweise
ür das Fortschreiten von Strandlinien nach dem Innern.
das sind aber nur einige der großzügigen geographischen
tatsachen, die in diese Richtung weisen. Zu ihnen kommt
ine große Anzahl anderer. Wenn das Meer sich wäsrend
»er Ebbe zurückzieht, so tauchen an vielen Orten die Restie
on Bäumen auf, die ohne Zweifel an der Stelle gewachsen
saren, wo sich ihre Ueberbleibsel befinden, aber durch das
adringende Meer zu Grunde gegangen sind. Auch ganze
orflager, die bekanntlich nur ͤm Süßwasser abgegriffen.
Lin besonderes Kennztichen sind dann endlich noch die
usgedehnten Salztrümpfe, die sich längs der Küste anei—
anderreihen, wo nur immer das Land mit schwerer Nei—
ung zum Meere abfällt.
—— 27. Aug. Gestern vormittag wurde der
eahe Hilfsbremser Johann Koch von hier beim
gubers reiten der Hauptgeleise in Remelfingen von der
MNaschine des einfahrenden Schnellzuges 151 erfaßt, zur
e geschleudert und tödlich verleßt; er verstarb auf dem
ransport nach Saargemünd. Die Leiche des Verunglück—
rpurde bereits mit dem Personenzug nach hier über—
—* Koch, der ledig war, bediente nebst anderem Saar—
ane Bugpersonat einen Güterzug, den er für einen Au—⸗
Ann pderassen hatte, als von ihm unbemerkt, im Neben⸗
* 4 F Straßburger Eilzug die Stelle passierte und
ofück nicht mehr verhindert werden konnte.
8 (Sbr. Volksz.)
as arbrücten. 27. Aug. Vorgestern nachmittag stürzte
astign is zum Dach fertiggestellte Haus des Maurer⸗
armitt Pontius, Alte Metzerstraße 23, ein. Bereits am
ag hatten die Maufer benett 36663Bouœu

iach der einen Seite senkte. Das Haus bekam Risse, des⸗
zleichen auch die Querträger an der Haustüre. Hierdurch
sewarnt, verließen die Maurer schnell ihre Arbeitsstelle, so—
»aß bei Eintritt der Katastrophe niemand auf dem Neubau
dar und Menschen nicht verunglückt sind. Die genaue Ur—
ache des Einsturzes ist noch nicht bekannt, doch ist zweifel—
os, daß das große Unwetter in diecsem Sommer mit dazu
eigetragen hat. Es ist anzunehmen, daß der Boden zum
deil unterwaschen bezw. gelockert wurde. Ob auch bau—
echnische Fehler gemacht wurden, muß die nähere Unter—
uchung noch ergeben. So bedauerlich der Unfall ist, se
vird er doch dadurch in etwas abgemildert, daß Menschen
n keiner Weise verletzt wurden. (Sbr. Lokalanz.)
Guichenbach, 26. Aug. Am vergangenen Sonntag
vurde der 17jährige Fritz Büch, Sohn des Mezzgermeisters
fritz Büch von hier, von seinen Eltern nach dem Orte
dolz geschickt, um eine Schlachtkuh dort abzuholen
da der Junge, der den für die Kuh zu zahlenden Betrag
»on 250 Mark bei sich trug, bis heute noch nicht zurück
gekehrt ist, auch nirgends etwas von demselben wahrzuneh—
nen ist, so sind die Eltern sehr in Sorge um ihren Sohn.
ẽs ist nicht unmöglich, daß der Junge die Gelegenheit be—
iutzt hat, um nach Amerika zu kornnmen, er hat schon der⸗
irtige Absichten geäußert. Der Junge war in St. Johann
m elektrotechnischen Betriebe der Firma Koehl als Lehr⸗
ing beschäftigt. (Sbr. Volksz.
St. Ingbert, 28. Aug. An dem Nenbau des dFidelis—
auses fand ein Arbeiter ein größeres Quantum unter Stei—
jen versteckten Dynamit, das offenbar von dem vor einiger
zZeit in der hiesigen Pulverfabrik verübten Dnnamitdiebstahl
errührt
* Elberseld, 27. Aug. (Unter schlagungen
zhor der Straflammer hatten sich sechs Flie leiter de—
zia demokratischen Konsumgenossenschaft in Rarmen we
en fortgesetzter Unterschlagungen zu verantworten. Di
ingeklagten hatten nach und nach Geldbeträge von etwe
000 Martk aus der Tagestasse unterschlagen. Das Ge
ccht verurteilte fünf Angeklagte zu je sechs Wochen Ge
ingnis und einen von ihnen zu zwei Monaten Ge—
ingnis.
* Trier, 27. Aug. (Die Ruhr.) Die Besatzung und
ze umwohnende Buͤrgerschast des Forts Wagner bei Met
urde gon einer Erkrankung ergriffen, die auf Ruhr schlie
en läßt.
* Durlach, 27. Aug. GErst ochen) Heute nacht is
er ledige 26 Jahre alte Fabrikarbeiter Ludwig Weicker
n Anschluß an einen Wirishausstreit erstochen. Der Tä
er, August Walter, ist verheiratet und Vater von sechs
um indigen Kindern.
* Gernsheim, 27. Aug. (Opfer des Blitzes.
jestern nachmittag wurden durch einen Blitsschlag dre
uinge Mädchen, im Alter von 8 bis 17 Jahren, getötet
die Verunglückten hatten in einem Kornhaufen Schutz ge
icht.
iworms, 27. Aug. Gesiern Nachmittag wurden im
rmachbarten Gernsheim drei junge Mädchen, die wäh
end eines Gewitters auf freiem Felde unter einem Heu
huppen Schub suchten, vom Blitz erschlagen.
* Heidelberg, 27. Aug. Geisteskranker Land
at.) In einem hiesigen Sanatorium starb nach einen
iehrjährsgen Gehirnle den der frühere Landrat von Ful
a, Küurt Steffens. Der Verstorbene hat im Au
ust 1903 dadurch viel von sich reden gemacht, daß er
ines Tages plötzlich umfangreiche Plakate drucken ließ
n denen er die Verhängung des Belagerungszustandes
ber die Stadt Fulda verfügte. Der Anschlag der Plabat
vurde eist im leßzten Augenblick durch das Eingreifen ei
ies untergeordneten Beamten verhindert, der erkann
atte, daß der Landrat geisteskrank geworden war.
Chinesische Poltizeit. Wenn in Kanton
vährend der Nacht irgend ein Verbrechen gegen das
kigentum oder die Person eines Einwohners verübt wird,
o darf der Beschädigte vollkommen überzeugt sein, daß
x entweder das Geraubte oder Gestohlene zurückerhält, oder
dafür, sowie für jede andere Beschädigung schadlos ge⸗
jalten wird. Dies Resultat würde gewiß den Bewohnern
urnpäischer Städte sehr willkommen sein, keineswegs aber
ürfte dies bei den Mitteln zur Erlangung desselben auch
der Fall sein. Diese bestehen nämlich in folgenden: So⸗
zald die Dunkelheit eintritt, wird jede Straße durch ein
Tor geschlossen, und jeder Bürger, der sein Haus ver—
äßt, muß eine Laterne tragen oder vor sich herteagen
afsen, auf der sein Name steht. Will jemand aus einem
RAuartier der Stadt in ein anderes gehen, so wird sein
dame in jeder Straße, durch die er kommt, im ein Regi⸗
ler eingetragen. Wird nun ein Verbrechen begangen, so
ucht man am nächsten Tage alle fremden Personen auf,
velche in der vergangenen Nacht auf dem Schauplatze des
zerbrechens waren; können sie genügende Auskunft über
hr Tun geben, so läßt man sie in Ruhe. In diesem
zalle macht man den Bewohnern der Abteilung, innerhalb
oelcher das Verbrechen begangen wurde, bekannt, daß sie
den Strafbaren ausfindig zu machen haben. Gelingt ihnen
es nicht, so zahlen sie dem Beschädigten eine Schadlos—⸗
altung, zu welcher jeder Einwohner im Verhältnis zu
einem Vermögen beizutragen hat. Wie man sieht, sind
zei diesem Systeme alle gleich sehr dabei interessiert, die
Lerbrechen zu verhüten. Sie bezahlen daher die Nacht⸗
oächter, die Beleuchtung bei jedem Straßentore, sowie die
zpäher, die von Strecke zu Strede von hohen Bambus ge⸗
üsten herab aufpassen und einander durch bestimmte Siq⸗
ale Leichen geben und Mitteilungen machen

Vi Mter —
—F wbaig T
RE 240 Der Wikbold o 0 2
In der Schweiz. Der Hotelier ist im Begriff.
nit Hilfe seines Oberkellners eine Rechnung abzusassen.
Haben Sie bemerkt, daß der Herr auf Nr. 7 während
e nes Ausenthalts jeden Morgen nach der Wetterfahne
esehen hat?“ — ZJawohl, jeden Mor i!“ — Schreiben
Zzie also: Für Benützung der Wetteriabne..... drei
cranka. 7—
ua J
Mutig. A.: Ich sagte ihm, er wäre ein Schurke.“
— B.: „Das war aber mutig, er hätte Ihnen das Genid
bhrechen können.“ — A.: „Ich sagte es ihm durch das
Telebbon*

v.
Soweit bommt's noch! „Sagen Sie mal, be—
indet sich hier in der Nähe eine Mühle, man hört doch
ortwährend so ein Klappern?“ — Ach nein, das werden
Zie geich sehen, wenn Sie heraufkommen. Da sitzt einer
unserer Sommerfrischler, der hat sich diesmal gleich eine
Schreibmaschine mitgebracht, um die vielen Ansichtskarten
chnesler schreiben zu können!“

—
Ganz egal. Chef (nach einem schlechten Geschäft
rgerlichj: „Herr Mayer, tun Sie mir den Gefallen uͤnd
auchen Sie nicht im Kontor!“ — Mayer: „Ich rauche ja
icht, Hery Stein, ich habe einen Bleistift im Mund“ —
CLhef: „Bleistift oder nicht, ich will emal im Kontor nicht
»raucht boben!“

¶
Unbekannt. A.: „Wie können Sie mich anbor—
un — ich kenne Sie ja gar nicht näher!“ — B.: „Nun,
impen Sie mir nur was dann werden Sie mich schon
her kennen lernene

Neueste Nachrichten und Telegramme.
Trier, 29. Aug. Die Wettflüge Trier-Metz werdern
iach Vereinbarung mit dem Kaiserlichen Aeroklub zwischer
»em 27. September und 1. Okkober stattfinden, nachden
am 25. und 26. September in Trier die Vorflüge erfolgt
find. Als Preise sind ein erster Preis von 2000 und
ein zweiter von 4000 Mark ausgesetzt. Weitere Preis
für die Vorflüge in Trier und Nachflüge in Metz werder
zegebenenfalls noch im Gesamtbetrag von mindestens 1000
Mark festgesetzt.
Trier, 27. August. Der Bäckermeister Thewalt schos
nn eine seinen Apfelbaum plündernde Gruppe Knaben und
»erletzte einen zwölfjährigen Jungen schwer durch einer
topffchuß.
Aumetz i. Lothr. 28. Aug. Der aus St. Ingber'
tammende Bergarbeiter Groß wurde auf der Grube „Friede“
yon herabstürzenden Gesteinsmassen erschlagen. Groß ar—
zeitete erst zwei Wochen auf der Grube.
Frankfurt, 27. Aug. Heute morgen ereignete sich in
er Liegenschaft des städtischen Elektrizitätswerkes in der
zpeicherstraße ein tödlicher Unglücksfall. Der Mechaniker
lagust Kubach hatte Reparaturen in einem unterirdischen
dabel vorzunehmen. Durch einen Irrtum kam er mi
inem Kabel, bei dem der Strom von 3000 Volt nicht ab—
jestellt war, in Berührung und siel sofort tot zusammen
der Körper des Verunglückten war wie geröstet. Kubach
tammt aus Württemberg, war 29 Jahre alt und wollte
n 14 Tagen heiraten.
Gernsheim a. Rh., 29. August. Gestern Nachmittag
vurden durch einen Blitzschlag drei junge Mädchen im
Alter von 8 bis 17 Jahren getötet. Die Verunglückten
hatten in einem Kornhaufen vor dem Unwetter Schut
gesucht.
Bern, 29. August. Der 70jährige Brüsseler Kurgast
Jules Allard, der bei einem Ausflug ins Melchtal (Ob—
valden) in die wilde Schlucht des Melchbaches abstürzte
uind dort zwei Tage und zwei Nächte hilflos liegen ge
hlieben war, ist bald nach seiner Auffindung gestorben.
Brüssel, 29. Aug. In Spa hat ebenso wie in Ostend
ie Staatsanwaltschaft am Samstag abend einen unerwar
eeten Besuch in den Spielsälen zdes Kasinos gemacht. De
iie große Rennwoche augenblicklich stattfindet, vermutete
nan eine besonders lebhafte Teilnahme am Spieltische
Man hat sich auch darin nichl getäuscht, daß die Geldein—
ätze durchweg sehr hoch waren. Das Geld der Spiellischen
vurde konfiszirt und die Spieler festgenommen.
Des Moines, 27. August. Acht Männer hielten einen
on Minneapolis kommenden Personenzug außerhalb der
Ztation Northwood durch Flaggensignale auf. Sie richteten
hre Revolver auf den Maschinisten und den Heizer und
egannen, die Reisenden ihrer Wertsachen zu berauben.
das übrige Zugpersonal war jedoch imstande, sich aus
inem Wagen Revolver zu verschaffen und dadurch di
rage zu wenden. Fünf Räuber wurden festgenommen
ind den Behörden von Northwood übergeben.
Budapest, 27. August. Aus Fünfkirchen wird gemeldet
aß in Mahaes ein 538jähriger Tagelöhner gestern unter
—
estorben ist.
Vudapest, 27. August. Aus dem russischen Grenzorte
domaszow in Galizien wird gemeldet, daß dort im Laufe
es gestrigen Tages 6 neue Erkrankungen an Cholera
orgekommen sind, vou denen eine tödlich verlaufen ist.
zInfolgedessen haben die Behörden die sanitären Maß—
nahmen an der russischen Grenze bedentend verschärft.
Cettinje, 20. Aug. Mit großer Feierlichkeit wurde
estern eine Sitzung der montenegrienischen Kammer abge—
alten, in der Montenegro zum Königtum ausgerufen
päter folgte ein Gottesdienst in den historischen Kirche
zettinjes und ein Empfang durch den neuen König Nikota
zugegen war das Königspaar von Italien, König Fer—
inand von Bulgarien, der König von Serbien u. a.m.
zeim Empfange der deutschen ung österreichischen Jour—
alisten, wie es König Nikita auf die große kulturelle Be—
eutung Deutschlands hin, den vielen Montenegriner ihr
zZildung verdankten. Dann erwäsnte er das Wirken de
daisers im Interesse des Vaterlandes. Auch widmete e
em Andenken Kaiser Friedrichs warme Worte. — Der
zar ernanute den König zum Generalfeldmarschall de
ussischen Armee, Erbprinz Danilo wurde russischen General
najor und Murin⸗ An .. -—

Die Mitglieder des Konsumvereins der Grube Camp—
sausen e. G. m. b. H. zu Camphausen werden hierdurch
semäß 8 33 des Statuts zu einer ordentlichen General—
ersamlung auf Mittwoch, den 7. September 1910 nach—
nittaas 6 Uhr in der Musikhalle zu Camphausen eingeladen.
Tagesordnung:
. Bericht des Vorstandes über die Geschäftslage.“
Berichterstateung des Aufsichtsrates über die Re—
vision der Jahresrechnung, desgleichen über die
Prüfung der Bücher, Belege und Bilanr durrch den
Verbandsrevrsior Genehmigung der Bilanz und
Enttastung des Vorstandes.
3. Verwendung des Preisaufschlages.
4. Mitteilungen.
Tamphausen. 25. Auqust 1910.
Der Vorstand:
Tharist Herrmann

Bekanntmachung.
IJ. Das Proviantamt läßt bekannt geben, daß der An—
cuf von Hafer aus der neuen Ernte ausgenommen worder
st und daß Roggen uund Roggenstroh sowie unberegnetes
ind völlig trockenes Hen, auch Klee und Luzern fortaesetz
ekauft wird.
Dudwmeiler. den 25. Aug. 1910

7 — ——
DuMonts Sorgenbrecher
ain gesunder, vorzuꝗglicher Rauchrabak
Grobschnitt in Blau- feinschnift in Braundruck
438 erelofundoalteet 20 Pr

3 —
Dankbarkeit *
—XX 3
I Lungen⸗- und Asthmaleidenden,
berhanpt alle, die an Zusten, Lungen⸗ and Kehlkopf⸗Katarrh, Lungenfpitzenaffektionen
enmnot Heiserkeit. Lufsroͤhren⸗ and R c. ꝛ. leiden, zu ersuchen, mit in
xem eigenen Inieresse ihre Adresse mitzuteilen. Ich teile jedem gern, lediglich geger
——RX det Vortos, mit, anf welche en und, dillige Weise mir bei meinen
qweren Lungenleiden gehoisen wurde NB. Es handelt fich nicht um ein Gebeimmiu
der ια ttt ιαι ↄQ—87

A. T. V. D.
Am Dienstang den 30. ds. Mts, abends 9 Uhr findet ein
außerordentliche Versammlung
tatit Die Turner wollen sich zahlreich beteiligen!
Der Turnwart.
Jui
*
weiler.

— 7
bchühen—
Vereh
Generalversammlung
Mittwoch, den 31. August 1910, 7 Uhr auf dem Schiekhaus
1. Ballotage
2. Schlußschießen
3. Mitteilungen
Um vollzähliges Erscheinen wird dringend gebeten.
Der Vorstand.
Montag9 Dienstag und Mittwoch aufnahmen
—9 v 6
—
Freibank.
Heute und morgen nachmittag
* *
Rindileisech
u 35 Pfg.

Die Schlachthosverwaltung

VMæ ——
2 * ———
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