Full text : Dudweiler Zeitung

Lokales und Vermischtes.
xingesandt. Bei dem am Sonntag den 21. do. Mts.
Im Athletenklub „Siegfried“ in Spiesen veranstalteten
nonalen Wettstreit err angen folgende Mitglieder des
suͤhletenklubs „Siegfried“-Dudweiler nachstehende Preise
iler 186 Konkurrenten
nder t. Klasse den 4. Preis im Steimmmen H. Wunn
dingen H. Wunn
temmen M. Spang
dingen M. Spang
dingen Peter Busse
dingen Wilh. Weber
Ztemmen Wilh. Weber
Stemmen K. VRickelmann
PLingen Veter Brödel

der 210 Bewerbern.
25.pfg.⸗Stücke. Der Staatssekretär des Reichsschatz⸗
nles hat Erhebungen darüber veranlaßt, wie weit Aus⸗
cht vorhanden ist, daß die neuen 25-Pfg.⸗Stücke vom
kehr aufgenommen werden. Bis jetzt ist die Auspräg⸗
ag von nur 5 Millionen angeordnet worden. Weitere
sußzprägungen sind davon abhängig gemacht worden, ob
der Münze gelingen wird, sich im Verkehr stärkeren
ingang zu verschaffen.
Tivilsiand der Bürgermeisterei Dudweiler vom 11. bis
. August 1910. Geburten. Wilh., S. v. Peter
ost 12. Bgm. Anton Andreas, S. v. Amdn Geibel,
gim. Maria Margareta Elisabeth. T. v. Johann Quinten,
nmacher. Peter, S. v. Peter Wirt, pens. Bgm. Mina
ohanna, T. v. Joh. Kleber, Schneidermeister. Elsa Marie,
. Georg Jung, Lehrer, F. Josef, S. v. Josef Jungaisch,
 Maschinenwärter. Peter Johann, S. v. Peter
chmitz 2,. Bgim. Alois Josef, S. v. Peter Thull 2.
gin. Otto Johann, S. v. Karl München, Metzgermeister,
Cäcilie Luise, T. v. Jak. Seger, Bgm. Karl Wilh.,
v. Karl Sutor, Grbschl. Herbert Peter, S. v. Johann
rey 3.. Bgm. Elisabeth Maria Marg., T. v. Friedrich
zankowsky, Fräser. Maria Karoline, T. v. Philipp Wolf,
Fflasterer. Heinrich Wilhelm, S. v. Jak. Pitz, Schlosser.
zranziska Maria, T. v. Heinrich Eckert, Maurer. Anna,
v . Heinrich Backe, Bgm. Gustav Ludwig, S. v. Fried⸗
ich Wilhelm 7., Bgm. Reinhold, S. v. Wilh. Noll, Bgm.,
.Heinrich Jakob, S. v. Heinrich Becker, Maurer. Auguste,
o. heinrich Pitz 7., Grbschl. Friedrich, S. v. Friedrich
duckarh, Bgmi. Richard Adolf, S. v. Jak. Stein, Invalide.
Vendelin Friedrich Hrch, S. v. Hrch. Pelz, Tgn. He i⸗
aten. Ludwig Franz, Bgm., mit Anna Towae. Jakob
daumann, Drathzieher, mit Josefine Doninger. Peter
ʒcharwath, Bgm., mit Kath. Schneider. Johann Flach,
zgm., mit Marie Rudolphi. Sterbefälle. Scherer
cter Ehefrau, 33 J., F. Hrch. Schell, 2 M. Ludwig
»rödel, )O M. Julius Baum, 3 M. Richard Kraus, 6
N. Erich Schmidt, O M. Walentin Schröder, Rentner,
3 J. Franz Johann Wwe., 74 J. Sarg Frriedrich,
instrmstr,. 72 J. Elfriede Johann, 17 T. Jakob
zauer, Bgm., 31 J. Saarbr.-Jägersfr.
Zur Fleischeinfuhr nach Deutschland. Die Frage
er Fleischversorgung beschäftigt weitere Kreise sowohl im
deich wie in OsterreichUngarn So hat u. a. das Mün—
zener Gemeindekollegium beschlossen, „wegen der durch die
fleischnot drohenden Unterernährung weiter Volksschichten“
eim Ministerium des Innern vorstellig zu werden. In
en Kreisen des Deutschen Fleischerverbandes befürchtet man,
aß, wenn Oestereich⸗ Ungarn ein Viehausfuhrverbot erlassen
ollte, in Deutschland Mangel an Schlachtovieh eintreten
oerde, der sich dann nicht nur in Bayern, Sachsen und
Zchlesien, sondern bis nach Westdeutschland hin fühlbar
nachen werde. In städtischen Versammlungen ist die For—
»erung erhoben worden, daß die Grenze für die Einfuhr von
dänischem, holländischem und französischem Vieh geöffnet und
die Tuberkulinimpfung fallen gelassen werden möchte. In—
olge unserer veterinaͤren Vorschriften unserer heutigen Vieh—
ind Fleischzölle ist die Einfuhr von ausländischem Schlacht⸗
iieh und Fleisch nach Deutschland eigentlich nicht sehr er—
eblich. In den ersten sechs Monaten des laufenden und
»origen Jahres sind nach Deutschland eingeführt worden
Wert in Millivnnen Marfko

1910 1909
Ochsen, Bullen, Kühe 30,4 29,0
Jungvieh, Kälber 10,2 11,0
S„chweine 10.1 10,4
Z„chafe 0,3 0,1
Federvieh, lebend 9,1 8,6
ʒleisch 1211 138
Federvieh und Wild, geschlachtet 6,4 5,8
Stwa die Hälfte der Rindvieh-Einfuhr, die übrigens zu
inem erheblichen Teile in Zuchtvieh besteht, erfolgt aus
ODesterreich-Ungarn. Für die Einfuhr von Schweinen kommt
ast nur Rußland in Betracht. Fleisch wird hauptsächlich
ius Dänemark und Holland eingeführt. Aus Amerika,
»as früher am stärksten an der Fleisch- und Fleischwaren—
kinfuhr beteiligt war, kommt nur noch etwas Rindfleisch
ind Schweinespeck. Das eingeführte Federvieh und Wild
tamimt zum größten Teil aus Nußland Oosterreich-Ungarn
talien und Holland.
Der Rückgang des Vierkonsums. Wenn man die
iffern der amtlichen Statistik über den Bierkonsum in
deutschland als richtig hinnimmt, so hat in den letzten
Jahren eine recht rückläufige Beweguug des Bierkonsums
ingesetzt. Anf den Kopf der Bevölkerung berechnet, zeigte
as Jahr 1899 den Höhepunkt des Bierkonsums an. Da—
nals kamen auf den Kopf durchschnittlich 125 Liter Bier.
berechnet man für einzelne Landesteile den Durchschnitt
o stand Bayern mit 248 an der Spitze; ihm folgte Würt—
emberg mit 193, Baden mit 170, das norddeutsche Brau—
teuergebiet mit 104 und Elsaß-Lothringen mit 865 Litern
»ro Kopf. Von 1901 bis 1902 schon erfolgte eine em—
findliche Einschränkung, und zwar auf 116 Liter. Trotz
iner Erholung in den folgenden Jahren wurde die Kon—
umziffer des Jahres 1899 nicht mehr erreicht. 1908 stieg
er Konsum noch einmal auf 110, fiel in den beiden näch—
sen Jahren auf 118 und ging dann im Jahre 18908 äußerst
harf bis auf 111 Liter zurück. Das Jahr 1909 dürste
ioch eine niedrigere Ziffer bringen. Innerhald von zehn
Jahren ist demnach der Konsum pro Kopf um 14 Liter
urückgegangen. Pro Kopf der deutschen Bevölkerung
da aber die Zahl der Wiertrinker wesentlich kleiner ist als
ie Kopfzahl, fo ist natürlich die durchschnittliche Einschrän—
ung des Konsums für die Biertrinker sehr viel erheblicher
ils nur 14 Liter. Wenn die Statistik die Wirklichkeit ge—
iau widerspiegelte, so könnten wir aus den vorstehenden
Ziffern eine ganze Serie der erbaulichsten, aber äuch be—
rüblicher Schlußfolgerungen ziehen. Man könnte ein Lob
auf die zunehmende Enthaltsamkeit des deutschen Volkes
ingen, die Freude der Antialkoholbewegung könnten die
ziffern als Beweismittel für ihre Erfolge heranziehen, die
Statistiker, die uns alljährlich vorrechnen, welche Unsummen
urch die Gurgel gejagt werden könnten nicht mehr ihre
tolzen Ziffern aufrechterhalten — kurz, der deutsche Bier—
inker wäre besser alis scin hergebrachter Ruf. Auf der
nderen Seite freilich klaglen Wirle und Brauer über die
Ilechten Anlagen ihres werbenden Kapitals im Brau—
vd Wirtsgemerh. Keider aher müsson wir don amtlich

rrechneten Konsumziffern mit einigem Mißtrauen gegen-—
iberstehen. Die Art und Weise, wie die Biergewinnung
stgestellt wird, ist so, daß die tatsächliche Menge des ge—
ranten und in den Konsum übergehenden Bieres nicht er⸗
ßt werden kann. Es ist möglich, daß die Biergewinnung
d damit der Konsum pro Kopf der Bevölkerung zurück⸗
egangen ist, es ist aber auch ebenso gut möglich, daß trotz
er amtlichen Ziffern die Biermenge gewachsen, dann aber
llerdings sehr viel dünner geworden ist. Zu der letzteren
Möglichteit würde das Ergebnis der chemischen Untersuch—
ingen aus jüngster Zeit stimmen, wonach eine sehr wesent⸗
iche Verdünnung des Bieres für einen bestimmten Platz
iachgewiesen sein soll. Dazu würde auch der Umstand
timmen daß die Brauereien davon abgegangen sind, ihre
Produktion und ihre Absatzziffern wie früher zu veröffent⸗
ichen. Die Gründe, die für die Beseitigung eines alten
grauches augeführt worden sind, waren ganz und gar nicht
ichhallig. Wir möchten nicht mit Sicherheit entfcheiden,
velche der beiden Möglichkeiten nun der Wirklichkeit ent—
spricht. Selbst wenn man sich aber für die Annahme ent—
scheiden sollte, daß der Bierkonsum nicht entfernt in dem
Hrade zurückgegangen ist, wie es nach den amtlichen Ziffern
erscheint, so liegt doch eine gewisse Abnahme des Alkoholz
onfums vor. Der Biertrinker mag soviel Bier zu sich neh—
ien wie frühe:, in derselben Qualität bekommt er weniger
cxtraktstoffe und weniger Alkohol zugeführt als früher, da
Aen die Stärke des Braues abgenommen hat. Dabei
raucht das Bier an Geschmak und Bekömmlichkeit noch nicht
inmal verloren zu haben. Einigen wir uns also über den
eutschen Biertrinker dahin, daß er zwar im allgemennen
och ebensoyiel trinkt wie einst, doß er aber Dank der Su d⸗
olitik der Brau reien nicht mehr so siark vom Alkohol ver⸗
iftet wird wie früher. Mit diesent Resultat köanen sich
ogar die Gegner des Alkohols einigermaßen befreunden.
Bergmanns⸗Unterstützungs-Vereine. Im Saarrevier
estehen fast allerorts solche Vercine, hier in Dudweiler
ogar zwei. Durch das Reichsversicherungsgesetz, welches
ie Ausammlung eines großen Reservefonds vorschreibt,
var die Existenz der meisten Vereine in Frage gestellt.
Um nun nicht unter das Versicherungsgesetz zu fallen und
hoch als Uuterstützungsverein ferner wohltätig wirken zu
oͤnhen, tagten am vergangenen Sonntag hier in Dudweiler
ie Vorstände der Vereine aus Dudweiler, Elversberg
isw. Es wurde beschlossen, den Vereinssatzungen folgen—
»en Nachtrag beizufügen: „Ein Rechtsanspruch auf die
Unterstühung steht den Hinterbliebenen eines verstorbenen
Nitgliedes bezw. den Mitgliedern nicht zu.“ Ferner wurde
Feschlossen, später nochmals eine gemeinsame Vorstands⸗
itzung der Vergmanns- Unterstützungs⸗Vereine des Saar—
zbiers abzuhalten, behufs Abänderungen der Satzungen.
a Köln, 23. Aug. Gin mutiger Sebensres
err.) In der vergangenen Nacht ist in der Gegend der
„ismarcksäule ein 46jähriger Versicherungsbeamter in den
hein gesprungen. Ein Soldat des 65. Insanterie⸗Regi⸗
ients, der Urlaub hatte, zog kurz entschlossen seinen Rod
us, sprang dem Mann in das Wasser nach und brachte
hn ans Land.
* Essen, 22. Aug. Mer Mörder ermittelt.)
)er Kriminalpolizei ist es gelungen, den Mörder des
eunjaͤhrigen Walier in der Person des Maurerhandlan—
ers Julius Wisbar, geboren am 18. Januar 1889 in
zorbeck, zuletzt Essen wohnhaft, zu ermitteln. Der Täter
seit dem Morgen der Tat flüchtig. Beschreibung: 1,80
deier groß, nachlässige Haltung, Brustumfang 86—93.
aare hellblond, bartlos, srisches, laͤnglichrundes Gesicht,
ugen graublau, Arbeiterhände, ziemlich große Füße, am
nten unserarm ein Herz mit Dolch tätowiert. Wisbar
ug auf der Flucht einen bräunlichen Joppenanzug, der
daarau geürcitt, war mit kleinen blguen Quertaros
eiigrane Sporismüutze, weiße Wasche, mitteshoyen weißen
Ztehkragen, Nummer 42, hellgelben, schmalen Selbstbin
‚er, schwarze Schnürstiefel, breites Fasson mit großen Lock
pitzen. Nummer 44 Er verfüat nick“ über arökore Gield
ni⸗
— — — — —
Neueste Nachrichten und Telegramme.
Berlin, 24. Aug. Der Fabrikant Alfred Panitzsch aus
ehdenick versuchte gestern Abend seine Frau durch 2
evolverschüsse zu töten und verletzte sie dabei schwer.
Zanitzsch tötete sich seldst durch einen 3. Schuß. Geldan—
elegenheiten sollen die Ursache der FJamilientragödie ge—
vesen sein.
Barmen, 24. Aug. Auf den D-Zug Köln-Berlin, der
Uhr 40 Min. vom Barmer Hauptbahnhof abfährt, wurde
n der Nähe des Rittershausener Bahnhofs ein Schuß ab⸗
jefeuert. Die Kugel drang in ein Abteil; glücklicherweise
hurde aber niemand getroffen.
Langenfeld, 28. Aug. Der Blitz zerstörte bei einem
zewitter ein Ackergut bei Berghausen. Der entstandene
Zzrand äscherte die Scheune und die Stallungen ein. Ein
on dem Blitzstrahl getroffener 16jähriger Junge wurde ge⸗
aͤhmt; er ist seines Augenlichts beraubt und hat die Sprache
erloren.
Bochum, 23. Aug. Auf der Zeche Vollmond im be⸗
rachbarten Langendreer stürzle der verheiratete Bergmann
dorstmeyer 70 Juß tief in den Bremsschacht hinab. Er
zar sofort tot.
Von der Ahr, 258. Aug. Am Bahnbau der Ahr wurde
as Los 4 der Sirecke Ahrdorf-Blankenheim verdingt. Ins—
esamt waren 18 Angebote eingelaufen. Die geringste von
iner Firme in Düren eingereichte Forderung stellte sich
uf 296 136,80 Mke., die höchste Forderung, die von einer
irma in Elberfeld eingereicht war, betrug 706 485 Mark.
München, 22. Aug. Zur Feier des 90. Geburtstages
es Prinztegenten und dessen 25jährigen Regentschaftsjubi⸗
ums beabsichtigt die bayerische Postverwaltung im Jahre
911 Jubiläumsbriefmarken auszugeben, welche mit Geneh⸗
rigung des Regenten dessen Bildnis tragen werden.
Leipzig, 23. Aug. Bei einem Fabrikneubau der Eisen⸗
ießerei Bebrüder Paul in Leupnitz bei Werdau hat ein ab⸗
ürzender Laufkran zwei Arbeiter getötet und einon dritten
hwer verletzt.
Kronenberg, 24. Aug. Bei dem schweren Gewitter,
as gestern abend hier niederging, wurde ein 18jähriger
irbeiter, der sich auf den Heimweg befand, vom Bliß ge⸗
ofsen und sofort getötet. Durch den Blik wurden fämt—
chen Telephonverbindungen zerstört.
Orel. 28. Aug. In den Werkstätten des hiesigen Zucht—
auses meaterten die Gefangenen. Sie erschlugen mit der
lxt einen Aufseher, nahmen ihm seinen Revolver ab und
euerten auf die Wache. Diese gab eine Salpe ab, durch
ie 4 Gefangene getötet und 6 verwundet wurden.
Neu⸗Strelitz, 24. Aug. Ein großes Schadenfeuer legte
inen Teil von Alt-Strelitz in Schutt und Asche. Im
janzen sind 59 Gebäude durch den Brand zerstört worden.
0- 70 Familien sind obdachlos geworden. Der Material—
chaden ist groß; Personen sind aber nicht zu Schaden ge—⸗
ommen. Der Schaden ist leider nur teismoiso durch Ner—
icherung gedeckt.
Straßburg, 23. Aug. In der letzten Nacht schlug der
zlitz in das Hospital der Abtei Pairis (Oberels.) Die Ge—
äude brannten vollständig nieder. Die Kranken, etwo
00 Schwachsinnige, die nur mit Mühe abgehalten werden
onnten sich ins Feuer zu stürzen, konnten gerettet werden.
Orscholz, 22. Aug. Der als Wilderer längst verdäch—
ze Schpuster und Pflasterer Neisius wurde von dem Woli—

eidiener Kohn auf frischer Tat ertappt unid ihm ein erleg—
er Hase, sowie das Gewehr abgenomraen. Vei c
daussuchung wurden außer einer eingebe izten Rehkeule auch
gestohlene Leinwand, Bettzeug sowie mehrere von der
Vasserleitung herrührende Rohre zu Taige gefördert. Nach
ill diesen erdrückenden Beweisen der Deiebeskunst machte sich
»er Verbrecher „dünri“. Er soll, nach der „Merz. Z3tg.“
tach Luxemburg seirt und von dort eus eine „Erholungs—
eise“ „über die große Bach“ untern ehmen. um dem Arme
der Gerechtigkeit zu entgehen.
Königsberg, 24. Aug. Das RKaiserpaar bekleitet von
dem Prinzen Oskar und die Priu zessin Viktoria Luise ist
gestern Rachmittag um einhalb 5 Uhr von Posen komment
jier eingetroffen.
Paris, 27. Aug. Aus Torilon wird genmeldet: Da i
den Kasernen von Toulon zahl reiche Fälle von wphösen
Fieber festgestellt worden sind, sind die gestern angekomme
ien zahlreichen Reservisten nischt in den Kasernen anfge
ionrmen, sondern in den Geyneindeschulen der Umgebung
uintergebracht worden. Die Nanöver, die in den Seealper
tattfinden sollten, werden weihrscheinlich abgesagt werden
Paris, 24. Aug. „Madin“ veröffentlicht heute einen
Artikel, welcher betitelt iss: Einige Worte an die chau—
ainistische deutsche Presse. Der Artikel ist unterzeichne
»on Henrich Joyvenel und. stellt einen heftigen Angriff gegen
ie Deutschen dar. Der Text ift illustriert von Karikaturen
ius dem Simplizissimus, woelche deutsche Anker darstellen,
ie auf Neroplane und frasnzäö sisehe Luftschisfe schießen und
en Sturz eines 2Neroplans wiedergeben. Der Text lautet:
„Was würden die Deutschen geiagt haben, wenn der Preis
don 100000 Fres. von ei nem dentschen Luftschisser errun—
zgen worden wäre. Wir haben uns noch nicht veranlaß;
zefühlt, Lindpaintner an den deutschen Flügen teilnehmen
zu lassen. Er hat sich in Nancy aufgehalten, wahrschein—
ich, weil er fürchtete, veyn einer Kugel getroffen zu werden,
venn er die deutsche Grenze passierte. Lelagneux hatte
ie Absicht, den Dom von Metz zu uenkreisen, aber das
domitee des Rundflügels hat ihn veranlaßt, diesen Plan
allen zu lassen, da die Deutschen vielleicht eine Böswillig
eit erblicken und dies könnte die freundschaftlichen Bezieb—
ungen zu Lothringen lockern.
Lilles, 23. Aug. Beim Straßenübergang wurde ein
nit 7 Personen befsetzter Wagen von einem von Bethune
ommenden Zuge erfaßt. Zwei Insassen des Wagens wur—
en getötet, drei schwer verletzt, während zwei unverletzt
lieben. Der Wärter, der seinen Dienst nur vertretungs—
veise versah, hatte vergessen, die Schranke zu schließen.
Wien, 23. Aug. Der gestern abend eingetretene Wetter—
urz, verbunden mit orkanartigem Sturm hat überall großer
zchaden angerichtet. Auf der Nordwestbahn mußte wegeun
Zandunterwaschungen der Betrieb teilweise eingestellt wer—
en. Desgleichen wurde der Telegraphenverkobr auf längere
Zeit unterbrochen.
Madrid, 28. Aug. Gestern kam es zwischen streiken—
den Grubenarbeiuern und Arbeitswilligen in einem Orte in
der Nähe von Bilbao zu einem furchtbaren Tumult. In
iner Arbeiterversammlung wurden dort von den Streik—
rechern die Hochruse der Streikenden mit dem Ruf: Nieder
er Ausstand beantwortet. Ein allgemeines Handgemenge
var die Folge. Gendarmerie und Infanterie mußten die
Arbeitswilligen mit Gewalt aus den Händen der Streiken⸗
en befreiern. Die Streikenden drangen dann in die Bahn⸗
tation ein, in die einige der Arbeitswilligen gebracht
horden waären, nm nach Bilbao zu reisen. Der Zug wurde
ei der Abfahrt mit Steinen beworsen. Um einen blutigen
Zusammenstoß zu verhindern, flüchteten die Arbeitswilligen
rach Bithade Der Muüsstand dauert in voslem Nuanfange
Irt.
London, 23. Aug. Allem Anscheine nach befindet sich
rissabon im Belagerungszustande wie bei der Ermordung
Ibnig Karols. So wird der Taily News von dort tele—
zraphirt, daß man nie solche Truppenmassen auf der
Straßen gesehen habe wie jetzt. Die ganze Armee⸗Division
tehe in Bereitschaft, während die Garnisonen der umliegen—
den Forts verdoppelt worden seien. Das alles geschehe,
nmn qer Verschwörung die Spitze abzubrechen, die der
diktator Franco wieder aus Ruder bringen solle.
Petersburg,. 28. Aug. Die Untersuchung der Riesen⸗
interschlagungen bei der sibirischen Bahn ergab, daß bisher
ie Lieferanten im Verein mit Verwaltungsbeamten den
Staat um über 530 Millionen Mark betrogen haben.
Petersburg, 23. Aug. Nachdem die Cholera in Rus—
isch⸗Polen an Äusbreitung gewonnen hat und in der Nähe
zer Oesterreichischen Grenze mehrere Todesfälle und Er—
rankungen gemeldet, wurden in dem —
Sanität Revisionsstation zur Ueberwachung der Reisenden
owie des Reisegebäckes eingerichtet.
Krakau, 23. Aug. In Ernsdorf brach Nachts infolge
AInvorsichtichkeit eines dort übernachtenden Reisenden in ei—
sem Gafthaus Feuer aus, wobei der Reisende verbrannte
Zwei Dorfbewohner, die sich an den Rettungsarbeiten be—
eiligten, fanden durch herabstürzendes Gebälk den Tod
Zwei weitere Personen erlitten schwere Brandwunden. Ei
rige andere wurden mehr oder weniger schwer verletzt.
Spokane, 23. Aug. Die Zahl der bei dem Wald
»rande Umgekommenen wird auf 100 geschätzt. Mehrer«
Ortschaften sind zerstört, darunter Wallace, Avery (Idaho
ind Henderfson (Montana) nach der Grenze von Idaho
Sun' meldet dazu aus Spokane, daß 93 Rersonen ver
rannt sind, 450 werden noch vermißt.
New-York, 24. Aug. Die Waldbrände in Nord—
merika dancru fort. Die Vorstadt von Tacoma im Staat«
Washington wurde vor dem Feuer bewahrt, da der Wind
ich gedreht hatte. Der Oberaufseher erklärte, daß von der
z00 'ausgesandten Regierungsmannschaften, die die Wald—
rände bekämpften, nur die Hälfte zurückgekehrt sei, di
indern wahrscheinlich den Tod gefunden hätten.
Newyork, 23. Aug. Aus Spokane im Staate Was—
ington wird gemeldet: Die Beaniten der PareifiexBahl
saben zugegeben, daß ein Eisenbahnzug vermißt wird, der
jestern nachmittag mit Flüchtlingeu von Wallaca nach
Missoura abging. Vermutlich ist der ganze Zug mit sämt—
ichen Insassen verbrannt. In allen Ortschaften, jdie von
Waldbrande heimgesucht worden sind, werden zahlreich
dote aufgefunden. In Wollace allein wurden 80 Horkohlie
eihben geohon

— — — ——
Wenn mit Beginn der wärmeren Witterung selbst ver—
ünnte Kuhmilch von Säuglingen und Kindern nicht ver—
ragen wird, so benutze man als Zusatz zur Milch das
ltbewährte Nestle'sche Kindermehl, welches auch schon mi
Vasser gekocht eine vollkommene, leicht verdauliche Nahrungç
rgibt. Illustrierte Broschüre und Probe durch die Nestle—
caselssschett Rorsie 2 10

F —FA—
7 2237 7 e
II— — 79

Danksaqunga.

Für die herzliche Anteilnahne bei der Verunglückung
»ꝛres lieben unvergeßlichen Sohnes, Bruders und Onkel—
2—
2ud wig Maul

agen wir den Herren Beamten, den verehrlichen Vereiner
»en Kollegen und Kameraden, sowie den verehrlichen Kranz
vendern inniasten Dan,

Die trauernde Familie.
Dudweiler, den 23. Auaust 1910

F

4

herabzusehen
brauchen Sie jetzt nicht mehr auf mich, denn
jetzt habe ich ebenso prachtvoll schöne Wäsche
wie Sie. Ich hab's jetzt heraus und lasse zum
Waschen nur noch Flammer's Seife und Seifen—
pulver verwenden. Die Wäsche wird wunderbar
schön, die Arbeit ist leicht und auch der Kostenvunkt
 klein. Dazu gegen die Sammelmarken
8ie vröächtigen werrvolsen Goschenke

— —.

Fleißige
387 2 84
338chen

für den Haushalt, welches kochen kann
bei hohem Cohn sofort aesucht.
M. Rronenberger
0
— —
für Händler und Wiederverkäufer
Prima Pfälzer Swiebel
in schöner blanker Ware
offerieren
—— — —

28 1
—XREV
zrunnkonlen Biset Unjon
sind zum Heizen und Rochen
igdr. hercerd onlen
lein kusg! kein kauch! Leine Schlacken!
vVerwendbar in allen Oefen
Langvandauernde blut! beicumascige Hitze!
BeuwusiSe EimnVersuch?
reis 90 Pfg. d. Ztr. ab Wg. od. Lager
Alex. Rronenberger,
Dudwoeiler 83937

— .00
Molkereiproduktenhandiung
Jakob Langenbahn
α3u cem
empfiehlt:
Tãglich frische Kofbutter
J „S—*ßrahmbutter
sowie prima Auskochbutter
— per Pfund 1.15 Mu. —
fi. Scbweizerkäse, Münsterkäße und
56— e.

48
Basthaus zu den Scalleyschächter
: 2: Flitsch :—:
zchönster Ausflugsort für Familien und Vereine
Schattiger Garten!
Schaukel für die liebe Jugend!
Reichhaltige Auswahl in Riesenschnittchen
»u zahlreichem Resuche ladet ergebenst ein
—

3

————
—— —
            
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