Lokales
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*Duisburg, 13. Aug. (ueberfälle im Wal—
e.) Innerhalb weniger Tage sind im Duisburger Wald,
eide Male in der Nähe des „heiligen Brunnens“ zwei
eberfälle auf junge Mädchen vorgekommen. Die Täter
nten bis etzt nicht ausfindig gemacht werden.
* St. Goarshausen, 13. Aug. Gom Seil ge—
üer zit.) Ein 19jähriges Mädchen einer Schauspielerge—
Alschaft fiel von einem 20 Meter hohen Seile, das sich
osgelöst hatte. Das Mädchen zog sich hierbei schwere in—
ere Verletzungen zu und mußkte ins Hospital qeschaiit
erden.
kDarmstadt, 13. Arg. (Berunglückteir Sor—
at.) Gestern abend gegen 7 Uhr verunglückte auf der
randstraße nach Eberbach der Gefreite Hannemann von
er 2. Batterie des Art.-Kegts. Nr. 25 aus Mettenheim
ei Worms. Er wollte mit einem mit zwei Pferden be—
pannten Arbeitswagen nach der Kaserne zurückfahren, als
as Reitpferd mit Hannemann stürzte; d'eser kam unter
en Wagen, dessen Räder ihm über die Brust gingen. Der
'od trat alsbald durch starken Bluterguß ins Gehirn ein.
Leipzig, 12. Aug. Wegen Totschlags ist am 28. Jum
om Schwurgerichte Saarbrücken der Schmied Peter Lud—
vig zu 10 Jahren Zuchthaus verurteilt worden. Er hat
nn der Nacht zum 3. Januar in Büren den Ulan Nikolaus
Nüller getötet. Mildernde Umstände sind ihm nicht zu—
jebiligt worden, weil er früher schon wegen Totschlagver—
uchs bestraft worden ist, weil er große Rohheit bei der
Begehung der Tat und nach ihr keine Reue gezeigt hat.
In der vom Berteidiger eingelegten Revision wurde be—
sauptet, der Angeklagte sei ein Säufer und er hätte auf
einen Geisteszustand untersucht werden müssen. Anträge,
die der Verteidiger nach dieser Richtung gestellt hatte, sind
»om Gerichte abgelehnt worden, da der vernommene Sach—
derständige den Angeklagten für nicht geisteskrank erklärt
hatte. Die Revision wurde vom Reichsgericht als unbe—
gründet verworfen
* vr
Schweres Eisenbahnunglück.
Paris, 15. Aug. Bei Station Sawion ist
zestern ein Güterzug mit einem Personenzug
usammengestoßen. Dabei gab es 65 Tote,
neistens junge Mädchen eines Pensionats, 50
sind schwer verletzt.
Paris, 16. Aug. Das Unglück auf der Strecke der
Ztaatsbahn ereignete sich infolge mangelhufter Vorbereitung
des Trains. Die beiden ersten Wagen des von Verdun
nach dem Seebade Royan abgehenden Znges, die vollstän—
zig vollgepfropft waren mit Zöglingen cines Mädchen-In—
tituts stieüen mit der Lokomotive auf den letzten Wagen
zines nicht rechtzeitig aus dem Gleise entfernten Güterzuges.
Die Loknmotive riß beim Sturze von einem Abhange vier
olgenoe Wagen mit sich. Die uuverletzt gebliebenen Per—
onen waren Zeuge von furchtbaren Scenen. Verstümmelte
Leichenteile und noch lebende Personen wurden mühsam aus
den Trümmern hervorgezogen. Die Necogniscierung der
Leichen bnt ungeheure Schwierigkeiten. Die Kinder waren
neist leicht gekleidet ; ihre Gesichter sind ausnahmslos bis
ur Unkenntlichkeit verstimmelt. Ob Deutsche sich unter den
Lerlestten befinden, kann noch nicht festgestellt werden. Die
kettungsarbeiten gehen langsam vor sich. Bis jetzt sind
och nicht alle unter den Trümmern-hervorgezogen worden.
Irbeitsminister Millerane wurde unverzüglich benachrichtig
ind wird er sich an die Unfallstelle begeben. Unter den
hetöteten befindet sich der Chef des Staatsbahnbetriebes
hurois, der im Hinblick auf die großen Verkehrsansprüche
ich persönlich von dem in Bordeau getroffenen Anordnun—
en überzeugen wollte. Ans den letzten Meldungen geht
ervor, daü der Lokomotivführer des Güterzuges dem Halte—
ignal nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt hatte
—
Brand in der Brüsseler
Weltausstellung.
Brüssel, den 15. August.
Gestern abend 9 Uhr brach in der Aus—
tellung Feuer aus. Das Feuer griff mit
iner rasenden Schnelligkeit um sich. Alle
Pavillons in der belgischen, italienischen,
ranzösischen und englischen Ausstellung sind
yollständig niedergebrannt. Nur die deutsche
lusstellung blieb unversehrt. Der Schaden
eträgt viele Millionen. Unter den Be—
uchern, weit über 100 000, brach eine
Hanik aus. Trotzdem hat es weder Tote
ioch Verletzte gegeben.
Brüssel, 16. Aug. Ganz Belgien und mit ihm die ge—
amte Kulturwelt ist von einem manlosen Unglück heimge—
ucht worden. Seit gestern Abend 9 Uhr steht die Welt—
isstellung in Flammen. Ungeheuere Anteile sind zerstört,
»ie Ausstellung ist vernichtet. Verloren und ein Opfer des
Feuers sind die Abteilungen Belgiens, Frankreichs, Eng—⸗
ands, Italiens. Gerettet dürften die deutschen Abteilungen
verden, ferner die französische Kolonialabteilung, die ab⸗
eits von dem Komplexe der vorgenannten Gebäude liegen.
Am 9 Uhr bemerkte das vor der belgischen Ausstellung
»romenierende Publikunm, wie aus dem Dachgeschosse dieser
Abteilung plötzlich dicker Rauch emporquoll, aus dem in
ehr kurzer Zeit große Flammen hervorschossen, die sich
staunenswert schnell ausdehnten, so das ein wenig später,
etwa um halb 10 Uhr der größte Teil der französischen
Abteilung bereits in Flammen gehüllt war. Die Feuer—
»ehr der Weldausstellung, die gesamte Wehr Brüssels und
»er Umgebund wurden sofort alamiert und war in kurzer
Zeit zur Stelle, aber die gesamten Wehren Brüssels und der
Amgebung waren sofort zu voller Ohnmacht verurteilt Die
riesige internationalen Gebäude hüllten sich schon in Flammen,
alle Löschversuche brachten nicht das geringste Resultat.
das verheerende Element konnte deshalb mit so furchtbarer
zchnelligkeit um sich greifen und alles zerstören, da die
hebäude zumeist aus Holzfachwerk hergestellt waren, auf
om dor Galfrunßk soicht aufgeworfen war. — Das Feuer
oll entstanden sein in dem Restaurant, das in der Vorder—
ront der belgischen Abteilung eingebaut war. Während
„er ganzen Nacht war der Himmel Brüssels rot gefärbt,
»as Funkenmeer flog über die ganze belgische Haupistadt
sin. Gestern bei dem Ausbruch des Feuers waren etwa
70 000 Personen in der Weltausstellung, die in panikarti—
ger Flucht davonftürmten. In der Tat scheint keine Per—
son umgekommen zu sein. In dem entsetzlichen Gedränge
sind aber viele Frauen und Kinder verletzt worden und
nußten von der Polizei geborgen werden. Der größte Teil
des flüchtende Publikums zeigte sich in einer dem Wahn—
inne ähnliche Stimmung. — In der franzsbsischen Abtei—
lung sind für viele Millionen der wertvollsten Gegenständ
»erbrant. Sehr wertvoll war auch die Abteilung „Alt-Brü—
sel“ und der spanische Pavillion. Der durch das Feuer
angerichtete Schaden wird aus 5600 Millionen Franes ge—
chätzt. Um 2 Uhr nachts brante es immer noch. Die
Zeutsche Abteilung ist gerettet worden.
Brüssel, 16. Aug. Von dem Brand der Weltausstellung
nelden heute früh die Extrablätter der hiefigen Zeitungen;
Sine Anzahl derselben sagt daß das Feuer durch Kurzschluß
m belgischen Hauptverwaltungs-Gebäude entstanden sei:
die wilden Tiere im Brüsseler Kirmespark sind wie die
RXtrablätter melden während der Nacht ausgebrochen und
verden zwischen den brennenden Gebäuden bewertet. —
die Pury die soeben ihre Arbeiten beendet hat und die
»as gesamte Material hierfür und auch alle Dokumente im
dauptverwaltungsgebände Depumiert hatte, beklagt diesen
Verlust dieses unerseßlichen Materials; es ist verbrannt.
Heute früh wird verkündigt, das auch der Teil der Welt—
iusstellung der vom Feuer verschont geblieben ist, für das
Lublikum geschlossen 1. —
Neueste Nachrichten und Telegramme.
Trier, 13. Aug. Die seit Jahren nervenkranke Frau
»es Kaufmanns Ritterath richtete heute vormittag durch die
haustür einen Revolver auf ihren heimkehrenden Mann
ind schoß ihm ein Auge aus.
Metz, 13. Aug. Auf dem Schießstand Plappeville
vurde der Gefreite Schmidtge aus Harburg der 10. Kom—
agnie des 67. Inf.⸗Regts. beim Emporklettern am Schei—
enstand durch einen Schuß auf der Stelle getötet.
Berlin, 13. Aug. Die 60jährige Frau des Maurers
vinter zu Schöneberg ist von ihrer Tochter, einer 39
ährigen Frau, die unvorsichtig mit einem geladenen Revol—
»er umging, erschossen worden.
Vorbeck, 14. Aug. Vorgestern geriet ein 12jähriger
dnabe von hier auf der Halde der Zeche Prosper 1in
n die flüssige Masse und fand seinen Tod durch Verbrühung
ind Erstickung. Am folgenden Tage bedurfte es längerer
Arbeit, ehe die Leiche geborgen werden konnte.
Innsbruck, 12. Aug. In den Südtiroler Dolomiten
t der Amtsgerichtsrat Kropp aus Geestemünde abagestürzt
nd war sofort tot.
Tokio, 14. Aug. Durch Ueberschwemmungen sind in
tzter Zeit außerordentlich große Verwüstungen angerichtet
vorden. Ganze Städte und Dörfer wurden weggerissen
ind viele Menschenleben vernichtet. In einem Stadteil
on Tokio wurden allein 30000 Häuser unter Wasser ge⸗
etzt. Die Eisenbahnverbindungen in den überschwemmien
zegenden wurden unterbrochen. An vielen Orien sind die
sewohner von Hungersnot bedroht. Die angerichtete Schaden
läuft sich auf Millionen von Jen.
Yokohama, 13. Aug. Infolge der Ueberschwemmung
rach ein daupiwasserronr. Ein Hotel mit 15 Personen
o
„aben Sie ein vollständiges Nahrungsmittel
rür Ihr Kind, wenn Sie ihm
ß. Stempfles Kinderzwiebackmehl
pro 1 Pfd-Dose Vik. 1.20
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dem Schützenhaus
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Dadweiler. gegen Belohnung in der Expedition
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Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen, meinen lieben Gat—
ten, unsern herzensguten Vater, Schwiegervater, Großvater.
Irgrossvater. Shwager und Onkel
Herrn Vdlentin Schröder
versehen mit den heil. Sterbesakramenten, heute morgen im
Uter von 73 Jahren in ein besseres Jenseits abzurufen
Um stille Teilnahme bitten
die trauernden Hinterbliebenen.
DUDWEILER, Saarbrücken, Mariahuütte, den 14. Aug. 1910
Die Beéeerdigung findet am Mittwoch den 17. August, morgens 9,30 Uhr vom Trauer—
hause Bahnhofstrasse 5 aus statt.
Auf Wunsch des Verstorbenen bitiet man, von Kranzspenden
und Beileidbesuchen absehey zu wollen.