Falle des Sieges mehr als die Errungenschaften dem
fenden abzugeben. by Die deutschen Verbändler und
9 noch andere werden ihren Führern nicht solgen, wenn
4 das Losungswort für die polnische Kandidaten ge—
n haben. c) Der polnische Arbeiter ist gehorsam und
seine Stimme dort ab, wo sie nach Veschluß hingehört,
zrigenfalls geht die Stimme verloren, denn kein Deutscher
* us dafuͤr vergelten. — Die Erklärung beschäftigt sich
un mit dem Stand der Organisationsarbeit unter den
len und stellt unter dem Ausdruck des Bedauerns fest,
die Zahl der in der Berufsvereinigung zusammenge—
enen Polen in gar keinem Verhältnis stehe zu der
rtklichen Zahl der im Westen als Bergarbeiter tätigen
len In dieser Hinsicht müsse durch eine rege Agitation
Wandel geschaffen werden. Es heißt dann weiter:
nder Knappschaftswahl treten die Deutschen an die
en heran, wenn sie auch diese sonst mit Fußtritten
ieren, denn sie haben in den Polen gute Agitatoren
ihre Sache. Sie brauchen diese garnicht zu entlohnen,
uchen ihnen höchstens einen Fußtritt zu geben; erzielen
die Spaltung der polnischen Arbeiter, womit uns der
unmög'ich gemacht wird. . . . . . Wir werden ir
Spreugeln, wo sich Polen aufhalten, eigene Kandidaten
sellen. Denn bekanntlich handelt es sich bei uns nich
Gewinnung von Sitzen, sondern um die Stimmen“
Alte Bergarbeiterverband hatte die Hoffnung gehegt,
die radikale Polenorganisation bei den Wahlen aemein—
mit ihm vorgehen würde.
gaarbrücken, 10. Aug. Bei einem Unternehmer in
erschied besand sich seit 8 Tagen der Knecht Bernhard
newich in Stellung. Vorgestern morgen wurde er mit
wertvollen Pferden und einem Lastwagen fortgeschickt,
vergaß er das Wiederkommen. Der Knecht hat die
de mit Geschirr und Lastwagen im Werte von 3100
verkauft. Das Recherchieren nach dem ungetreuen
ocht in der Saararoßstadt blieb bisher ohne Erfolg.
(Sbr. Volksz.)
Birkenfeld, 10. Ang. Das verstorbe Fräulein Huje
— D0
zung bedürftiger Gymnasiasten.
Köln, 10. Aug. (Jum Müsheimer Eisen
hnunglück) Die lebten der bei der Eiienba n'ata
ophe verunglückken Soldasen, Kohl vom Inf. Regt. Nr
und Szyerkowsli vom InfReg. Nr. 144 lonnte
zt als geheilt aus dem Bargerhospital entlassen werden
se werden zu ihren Regimentern zur clehren. Ferne
urde der verunglückte Schaffner Ignaz Daresenssy au—
ortmund, dem im Bürgerho pital ein Bein abgenommer
erden mußte, und der verheira et und Vater von nen
indern ist, als geheilt aus dem Bürge ho pital entlassen
*M.⸗Giadbach, 10. Aug. Großfeuer.) In den
ischraum der Gladbacher Wollind strie brach Ferer aus
ir über 50 000 Mark Rohmaierialien sind verbrannt
Betrieb erleidet lene Störung.
* Elberfeld, 10. Aug. (Eine erneute Ordens
rweigerung.) Der Ordensablehnung des Lehrer—
o Schell, dem bekanntlich beim Stadtjubiläum der Ad
der Inhaber des Hohenzollernschen Hausordens ver
Jen worden war, ist eine neue Ordensverweigerung ge
gt. Lehrer Paul Schell war dieser Tage zum Rathaust
iert worden, es sollte ihm dort durch den Stadtschulra
. Schumann der Adler der Inhaber des Hohenzollern
en Hausordens überreicht werden. Schell erschien auch
nte aber entschieden die ihm zugedachte Ehrung ab.
*Duisburg 10. Aug. Diebesfrechheit) Mi
glaublicher Dreistigkeit sind hier ein Fuhrmann und er
legenheitsarbeiter bei einem Diebstahl zu Werke gegan
1. Sie erschienien mit einer Ziehkarre vor dem Fabrik
„aͤnde der Firma Boy u. Rath in der Kölnerstraße
ichen mittels Hammer und Meißel zwei aupßeisern—
nster aus und luden sie auf die Karre, um sie von dan
a zu fahren. Im letzten Augenblick wurden die frecher
ebe geftört. Sie ergrifsch unter Zurücklassung ihre?
mdwerkszeuges und der Jiehkarre die Flucht.
*Dortmund, 10. Aug. (Diretktor Ohm.) Die Un
suchung gegen den Bankdirektor Ohm hat ergeben, das
m in den letzten drei Jahren an Gehalt und Tantiemern
d 000 Mark bezog, von denen ein Teil auf ausländi
en Banlken in Secherheit gebracht ist. Seit Bestehen der
ank wurden die Bilanzen gefälscht, um höhere Tantie
in herauszuschlagen. Auch wegen Steuerhinterziehund
ein Verfahren gegen Ohm eingeleitet. Aus dem Kon
ehen die eie kaum 15 Prozent erhalten. Di—
onäre gehen völlig leer aus.
*Trier, 10. Aug (Unterschleife.) Nach Fest—
ilung bedeutender Unterschlagun zen wurde der Rendan
r Lreiskommunalkasse in St. Wendel verhaftet.
*Saargemünd, 10. Aug. (MMesserheld.) Ii
ombronn wurde der 26jährige Mülserssohn Rimlinge
n dem Wirtssohn Neu bei einem Woriwechsel erstochen
Maunheim, 10. August. (Zum Ueberland
ung.) An der Veranstaltung eines Ueberlandfluges vor
tankfurt-Mainz-Mannheim, der am 16. August beinnt
t sich auch die Stadt Mannheim durch Gewährung ei
8 namhaften Zuschusses zu den Preisen beteiligt.
Karlsruhe, 10. Aug. (Die Hochwasserschä
en.) Die durch das Hochwasser und die Unwetter an
richieten Schãden im Großherzogtum Baden belaufen sich
ich den bisherigen Erhebungen im Mimsterium des In
7 auf mehrere Millionen, wogegen dem Landeshilfe
se 7 Gaben für die Geschädigten bis jetzt nur un
uwe 000 Mart zugeflossen sind. Der unter Vorsi
erbürgermeisters Siegrist-Karlsruhe zusammengetre
* een chuß hat Schritte zur Sammlung wo
d internommen.
Niesg Aug. (Beim Telephonieren
2 udt. In der Gegend von Mazieres verun
—* ner Jelddienstübung ein Soldat der 15. Es
d — Dragoner-⸗Regiments Nr. 9 dadurch, daß er
Waesde wehren dem Draht der Rombacher Hoch
Mmieitung zu nahe kam und deren elektrischer Strom in
Der übertragen wurde. Der Soldat war sofor
Er diente im dritten Jahre und wäre im nächsien
ibre zur Entlaffung gekommen.
Kdin, 8. Aug. (HBa ar sch w
adaatchmimdehidemis — AX haihece
— J wiederholt berichtet wurde, nimmt immer ars
en De Regierung hat angeordnet, daß
a setin in den betreffenden Orten zu untersu—
s wurde neuerdings ellt, d —
—ö
g Postschecktonto nhaber. die sich der neuen
88 Wpgeadresen und Nachna nekarten mit an⸗
—* ostanweisung bedienen und ihnen dabei ein
** eifügen, ist von Interesse, wie die „N. pol.
eDtleu daß die Reichspost jetzt solche braunen.
—* mit angeklebter Zahlkarte auch dann zu
* e d Postanweisungs sormular fehlt. Die Zahl
ie I iesem Falle, damit sie während der Beför
adeleis cht beschädigt oder abgerissen wird, mit de
* du die Ruͤckseite der draunen Paketadresse ode,
Wa etarte zu kleben, der Größe der Paletadresse ent
—*— falten und an der anderen Schmalseite durd
iete — oder dergleichen zu befestigen, d. h. in der
isngee wie es schon jeßt bei Versendung von Brie
adn Zahlkarte zu geschehen hat. Im übrigen
e eden Wer n mar
— — äge dur ahlkarte abzuwickeln,
—— Veransochmg ersahren, da dem Ver—
owaletabeehe führung besonderer Formulare für
iharte n, ud Nachnahmekarten mit anhängender
—8* e em Vorbilde jener brannen Formular⸗
Die vafipfli a
be. daftpflicht der Post für Nachnahme⸗Pa—
Mit dieser Frage bat sich e — Pp
eau in Bern veschaftigt. Da die Hasipflicht für Postpa—
ete ein Jahr nach ihrer Auflieferung erlischt, so werden
»ie Paketadressen in der Regel bald nach Ablauf dieser
Frist vernichtet und es verschwindet damit die Möglich
eit, festzustellen, ob die Adresse die für die Einziehung
von Nachnahmen erforderlichen Vermerke tatsächlich getra
jen hat. Eine Frist, bis zu der die Vereinsverwaltungen
7 Nachnahmebeiträge aufzukommen haben, ist im Post
aletvertrage nicht vorgesehen. Das Internationale Bureau
jat sein Gutachten dahin abgegeben, daß die Vereinsver—
valtungen auch die Nachnahmebeträge auf Postpakete nicht
iber ein Jahr hinaus zu haften brauchen, da nach Ab—⸗
auf dieser Frist ein Ersatz für Nachnahmepakete auch dann
nicht mehr in Frage kommt, wenn das Pakeit selbit auif
raend eine Roise in Verlusi geraten i
Sinnspruch.
Sage deine Freuden,
klage deinen Schmerz,
deine tiessten Leiden
keinem Menschenherz —
Laß des Schicksals Stürme
über dich ergehn,
laß der Seele Tiefen
einen Menschen sehn!
Will deine Seele sterben
in wildem Weh' vergeh'n
ro suche wieder zu erwerben
oin EGlück doe wird dich wiedersehn
Neueste Nachrichten und Telegramme.
Kreuznach, 10. Aug. Der hiesige Gastwirteverein teilt
nit: Die gestrige allgemeine Wirteversammlung hat be—
chlossen, die Weinausschankpreise den Mindestpreis von
20 Pfg. auf 25 Pfg. für das Remischen zu erhöhen. Die
Breiserhöhung rechtfertigt sich: 1. aus Steigerung der Wein—
inkaufspreise und der geringen Ernteaussichten, 2. aus
Besteuerung und Extrasleuern aller im Wirtsgewerbe nötiger
Hebrauchsartikel, 3. aus der durch das Weingesetz geschaf—
enen Lage und weil die bisherigen Ausschankvreise di—
Betriebskosten nicht decken.
Münchwies, 8. Aug. In seiner Wohnung hat sich
gestern abend der verheiratete, 24 Jahre 'alte Bergmann
Jakob Omlor von hier erhängt. Omlor, der eine junge
Witwe mit einem Kinde hinterläßt, soll schon längere Zei'“
iefsinnig gewesen sein.
Siegen, 9. Ang. Erdarbeiter sind bei Ausschachtungen
vor dem Löhrtore auf ein Massengrab gestoßen, das eine
große Anzahl noch ziemlich gut erhaltener menschlicher Ge—
beine enthielt. Eine Begräbnisstätte ist an dieser Stell'
niemals gewesen, und man nimmt an, daß man anfangẽ
vorigen Jahrhunderts hier eine Anzahl rnssischer Soldaten
verscharrt hat, die zu dieser Zeit in großer Anzahl die hie—
sigen Gegenden durchzggen und einer Souche »um Opfer
ielen.
Süchteln, 10. Aug. Auf eigenartige Weise ist hier ein
Arbeiter der hiesigen Kapokfabrik zu Tode gekommen. Er
jatte sich gestern abend in Kapok zum Schlafen hingeleg!
und ist in den Kapokflocken nachts erstickt.
Dresden, 10. Aug. In dem Schnellzug Zittau-Bres—
au wurden 3 Damen in einem Frauenabteil von Dieben
erheblicher Summen beraubt. ie Diebe verließen den Zug
auf der nächsten Station und Kntkamen.
Borbeck, 10. Aug. Der jugendliche Bergmann Sick—
nann versuchte, als ihm seine Mutter nicht so viel Geld
geben wollte, als er verlangte, das Haus seiner Eltern in
Zrand zu setzen. Er zündete sein Bett und einen Koffer
in, verschloß die Tür und flüchtete. Das Feuer wurde
iber noch recht zeitig bemerkl, so daß der Brand keinen grö—
zeren Umfang annahm. Der jugendliche'Brandstifter wurde
estgenommen.
Offenbach, 9. Aug. Hier hat sich ein jungverheiratete
Frau im Hause ihrer Schwiegereltern vergistet.
Hagen, 10. Aug. Einem jugendlichen Weichensteller,
»er auf einer Lokomotive über eine Brücke fuhr und dabei
ich vorbeugte, wurde der Kopf zwischen die Lokomotive
ind die Brücke geklemmt und faft abgerissen: der Mann
var sosort tot.
Beritu, 11. Aug. Wie eine Korrespondenz meldet,
ist die preußische Regierung neuerdings dem von Olden
burg lebhaft befürworteten Projekt eines Kanals von
Kampe nach Dörpen näher getreten. Oldendurg mache
seine Zustinmung zur Vertiesung der Weser vonñn der Ver—
tändigung über diesen Kanalbau abhängig.
Wilhelmshaven, 11. Aug. Vie (an die Türkei
oerkauften) Linienschiffe „Kurfürst Friedrich Wilhelm“ und
Weißenburg“ treten am 13 Niauf die Ausreise nach de
Türkei an.
München, 11. Aug. Als Vertreter des Prinz-⸗Regen
ten bei der Feier des 80. Geburtstages des Kaisers Fran,
Josef wird Prinz Ludwig sich nach Wien begeben.
Wien, 11. Aug. Aus Trient erhält die „N. Fr. P.
die Meldung, daß ein Hauptmann mit mehreren Solda
sen der bei Carbonnere manövrierenden Tiroler Kaiser
jäger bei Lastebasse italienisches Gebiet betrat. Die ita
uenische Finanzwache verhaftete den Hauptmann, waͤhren?
die Soldaten über die Grenze zurückeilten.
Sofia, 11. Aug. Die Zahl der mazedonischen Flücht
inge in Bulgarien ist bereits auf 700 angewachsen, wei
ere sollen nachfolgen. Die neueste Partie, etwa 300 Mann
tark, durchzog die Haupistraßen und veranstaltete vor den
remden Gesandschaften Kundgebungen, indem sie Hurra—
uind Hochrufe auf Sonveräne ausbrachten. Sie erzielten
edoch nirgends eine Gegenäußerung.
New-York, 11. Aug. Ungeachtet der amerikanischen
Erklärungen besteht Norwegen darauf, daß die Blockade
von Nicaragua anerkannt wird. Nach einer Sunmeldung
hat Madriz ein Schiff zur Flucht bereit. da die Jusurgen
en nabe der Hauptsiladt stehen
Wilhelmshaven, 9. Aug. Die an die Türkei ver—
auften beiden Linienschiffe sind aus dem Verband
des Mauörergeschwaders ausgetreten. Ter Geschwaderstab
von „Kurfürst Friedrich Wilhelm“ ist auf Wöribe über
gegangen.
Karlsbad, 9. Aug. Kaiser Franz Josef geneh—
nigte die Errichtung eines Denkmaͤls, das anläßlich des
30. Geburtstages von einem Komitee reichs deutscher Kur⸗
jäste der vier böhmischen Bäder in Karlsbad errichtet
verden soll. Professor Eugen Börmel-Berlin, der von
»em Komitee beauftragt war, einen plastischen Entwurf
des Denkmals herzustellen, vollendete diesen. Das Modell
tellt Kaiser Franz Josef in ganzer Figur in Generals—
aniform dar. Die Statue soll in Branze ausgeführt wer—
er
EER 7
EBremen, 11. Aug. Die Aktiengesellschaft Weber hat
30 Pzt. ihrer Arbeiter gekündigt. Betroffen werden durch
diese Maßnahme 1400 Arbeiter. In einer daraufhin ab—
zehaltenen Versammlung beschloß gestern der Rest der Ar—
deiter dieser Aktiengesellfchaft, etwa 1000 Mann, die Arbeit
zu kündigen. — Die Werft Bremer Vulkan sperrt heute
300 Arbeiter aus.
Brüssel, 10. Aug. Der internationale Bergarbeiter—
Kongreß nahm einstimmig eine Resolution an, in der die
Festsetzung von Minimallöhnen durch den Abschluß von
Tarifverträgen und eine besfere Berggesetzgebung zur Ver—
ninderung der Grubenunfällé gefördert wird.
Amsterdam, 10. Aug. Au Bord eines aus Peters—
ra in Muniden. unweit von Amstordam. eingetfrofftenon
Dampfers „Louga“ ist ein Mann der Besatzung während
»er Seereile an Cholera gestorben. Tas Schiff muß Quar
antäne halten. In Amsierdam erkraukte ein Dockarbeite:
nit ziner ganzen Familie unter verdächtigen Symptomen
Lin Kind starb alsbald, ein zweites wurde nach dem Kran
enhause transportiert und ist dort ebenfalls cestorben: der
Mann wird zu Hause verpflegt.
Paris, 11. Aug. „Matin“ teilt mit, daß die Baronin
Vaughan, die morganatische Gattin des verstorbenen König
reopold von Belgien alias Fräulein de la Croix, sich dem⸗
nächst mit ihrem bisherigen Verwalter, dem Rentner Diri—
eust, wohnhaft in Neuilly, verheiraten wird. Die Verlobung
st bereits offiziell vor dem Rathause in Arvanville öffent.
ich bekannt gemacht worden. Tas Datum der Trauung
ist jedoch noch nicht bekannt, da die Tienerschaft qroßes
Stillschweigen beobachtet.
Eltville, ꝰ. Aug. Zur Bekämpfung der Schnaken hat
die hiesige Polizeiverwaltung eine Verordnung erlassen, die
es jedem Haus- und Gartenbesitzer zur Pflicht macht, we—
nigstens einmal wöchentlich in der Zeit vom 1. Mai bi—s
. November alle auf seinem Grundftück befindlichen künst—
ichen wie natürlichen Waffenansammlungen von 8 Uh—
norgens bis 6 Uhr abends entweder vom Wasser zu enl—
eeren oder mit einer Petroleumschicht bedeckt zu halten.
Imm Winter sind alle unter der Erde belegenen Räume
einmal wöchentlich abzubrennen. Die Tage für diese Ar—
zeiten sind festgesetzt. Unterbleibt diese Arbeit, so nimmt
te die Polizeiverwaltuug auf Kosten des Besitzers vor, der
rußerdem Strafe zu gewärtigen hat.
Bombay, 19. Aug. Seit zehn Tagen geht in ganz
Indien ein befruchtender Regen nieder. Dadurch ist die
Zorge um die Ernte geschwunden.
Lahore, 10. Aug. Die Cholera-Epidemie in Kaschmir
zreift weiter um sich. Ant Sonntag wurden 224 Erkran—
ungen und 147 Todesfälle und geftern 189 Erkrankungen
und 145 Todesfälle gemeldet.
Newyork, 10. Aug. Bei Capemay stieß ein Automo—
bil mit einem Schnellzuge zusammen. Fünf Insassen wurden
zetötet, unter ihnen Herr Fritz Mergenthaler, der Sohn
des Erfinders der Seßmaschine.
Newyork, 10. Aug. Dreißig Männer und Frauen, der
ersten Gesellschaftsklasse angehörend, wurden in dem See—
»ade Narragansett, dem Sommerrendezvous der Newyorker
Millionäre, verhaftet. Diese Gruppe wurde von einer
Konstablerschar unter Führung des Konstablers Groß über—
ascht. Eigentlich verhaftet wurde nur der Präsident de
Hesellschaft, Arnoldi, der für kurze Zeit ins Gefängnis ge
vorfen wurde. Die andern Perfonen wurden nach Fest
tellung ihrer Persönlichkeit wieder entlassen. Ferner be—
schlagnahmte die Polizei sämtliche Spielutensilien. Der
überfall hatte Croß auf eigene Hand übernommen. Einen
daftbefehl hatte er nicht, da er seinem Chef von diesen
dandstreich nichts erzählt hatte. Infolgedessen harrte seine
ine große TUberraschung. Als Croß im Begriff war, di
zpielapparate wegschaffen zu lassen und das auf der
Tischen liegende Geld in Höhe von 120 000 Mark einzu
tecken, kam der Polizeichef Baswell mit andern Polizeibe
unten, um Croß zu verhaften. Es gelang ihm aber nur
einen Hilfskonstabler festzunehmen. Hierauf kam es zu
einem Handgemenge und schließlich zu einer förmlichen Be—
agerung. Croß verbarrikadierte sich im Spielzimmer und
satte eine mehrere Stunden dauernde Belagerung auszu—
yalten. Alsdann kam Croß freiwillig zum Vorschein. Mitt—
erweilen waren aber die Spielgerätschaften in Sicherheit
zgebroxt worꝰ
Gin naiver Selbstmörder. Vom Eichs—
elde wird geschrieben: Um den Verdacht des Selbstmor—
es von sich abzuwenden, hatte kürzlich ein alter Mann.
er tot aus der Unstrut gezogen wurde, folgendes in sein
dotizbuch geschrieben: „Ich heiße H. B., ersosen habe ich
nich nicht. habe blos baden wollen J·c.
Ausredenlassen. Herr Meyer verehrt Fräu—⸗
ein Schulze auss innigste. Vom Ballsaal will er sie nach
em lauschigen Wintergarten geleiten, um dort ihr seine
lühende Liebe zu gestehen. — „Angebetete Lilli“, so be—
zinnt er, während sie die Treppe hinabsteigen, „meine un—
zussprechlichen Gefühle .. .“ Hier hat er das Unglüch zu
tolpern. Beide rulschen die Treppe hinab. Der Sturz
jat aber seine Herzensgesühle nicht vermindert. Er be—
zinnt von neuem: „Fräulein Lilli, meine unaussprech—
ichen ....“ Sie unterbricht ihn ängstlich: „Ach, Hetr
Menery, sie sind doch nicht — geplakt?902
4
Ein Durstiger. Weeßte Willem, wenn't nach
Durscht geht, kriegen wir noch viel Regen! — Ja, wenn
es nach deinem Durscht regnen würde, müßten wir alle
dersaufen!
*.
Gin willkommener Bissen. Kamibalen
zäuhtling (zum gefangenen Europäer): Was sind Sie denr
n Ihrem Berus mein Lieber? — Gefangener: Polarfor—
cher! — Häuptling: Polarforscher? — Prächtig! groß—
irtig! ich habe schon lange kein vernün'tlaes Eisbein meh—
tegessen.
—
— 06
firoler Schnaderhüpfel.
Das Herz is a Reh
Und der Argwohn a Hund,
Der jagt's zun Erbarma
Und beißt's oft ah wund.
Schön rot is ihr Göscherl,
Der Hals weiß wie Schnee,
Und dö Haar dö san schwarzbraun
Wia a Cichorikaffee.
Kan Mahler kunnt's mahl'n
Nöd b'schreibn a Schreiba.
O war i bein Diarndl
A Farbenreiba. I
Du blondhaariges Diarndl,
J han dih so gern,
Ih möcht wegn dein Flachshaar
A Spinnradl wern.
A Feuerlt wann's brennt,
Is a Rauch ah dabei,
Und vor klania Verdruß
Bleibt die Lieb niemahln freh,
Vom Gamsel die Hörndl,
Vom Hirschel die Gweih,
Vom Spielhahn die Federn,
Vom Diarndl die Treu.
Es is nix so trauri
Und nirx so betrübt,
Als wann sih a Krautkopf
In a Rosen verliebt.
A Schwalbn möcht ih sein,
Da hätt ih das Best'
Ih flug in dein Häusel
Und bouat mein Nest.
X —4
— — —
2212 —M——
Freibank.
Freitag und Samstag nachmittag wird ·
Rindfleiseh roh
das Pfund au 35 Pfgq. verkauft.
Die Schlachthofverwaltung.
y — ——— —
urrvellVorthleidun
— AD—,—,,,, — —üü—üüöüööüæüsü——
Saus Schneestern-Wolle
interessante Beschãftlxung,
: auch sfür Ungeübte
odem Schnéestern- und Gotistern-Paket legt
ine onatie sStrickanteitung nebst ZCeichnungen
Si, um ganze n e eeet
Mulsund Mũtzen etẽ. selbsst z2u stricken,
Billig, modern und elegantl
Sternwoll⸗Strumpf- —5
In allsn Proislagen.
Wo nicht erhaltsich weist die Fabrikx Grossisten
* und tlandlungen nach.
ocse ggeic.nipuereAtona-baßrenfesth
I GEne En
Bund 8 ute l
8 vor jeder Nachahmung der echten
8 Dudweiler. eeeese
131453 .Bergmann & Co., Radebeu
Unser Verein beteiligt sich am nit Schutzmarke: Sleuenpferd
nächsten Sonntag an der eteghene mu
ehrung der Bürgermeisterei Dud-l Es ist die beste Seise gegen alle
veiler. Die Mitglieder (Turner, Insenrein edtaend
zflichst gebet Uzählic autausschläge, wie itesser,
een— dedeten vohdahi innen, Bluͤschen,
insabzeichen Asteln ꝛc. das Stück bo pfg. bei:
— Vereiausbseich ßlückauf Apotheke, Gebrüder
Um reqge Anteilnahme bittet ihrer, Ernst Loerke. Karl Auler
der Turnrat. Grar⸗ AWAbüchen
NB. Am Freitag, den 12. August
nachm. 6 Uhr findet auf dem hie y r l O¶ 7 n
igen Bergfestplatze Durchturnen
der Uebungen, sowie Zur nghhegegangen.
Jret und Fernen ubungen statt Wiederbringer 3 Mark Beloh—
Turner pünktlich erscheinen. uung Abzugeben in der Frpebtien
Dor . Tνννον 2Doitun
90h00000
Ein guter leichter
Federwagen
nit verschließbarem Kasten für
Netzger, Bächer oder anderes Ge⸗
ichäft geeignet sofort zu verkaufen.
Neunkirchen, Kr. Ottweiler,
KRrückenstraße 7.
— —
2099
—Freiwilliges
Feuerwehr-⸗
— — KR
—2 orps
Dudweiler
AmSonntag, denl4. Aug.
Beteiligung des ganzen Corps
am
Veteranenfest.
Antreten in Paradeuniform an
der Wohnung des Branddirektors 77 — — —
ounkt halb 2 Uhr. 3 3
Am Montag, den 15. Aug.“ Techsum dipgen d. b.
abends halb 7 Uhr Nos oh inond au. Elektrot sohnlk.
Uebung automobilbau, Bruckenbuu.
ür die Löschzüge 1, 2. 3. — —777
zeraer, Branddirebt⸗ channeutiurae V
t2
Molkereiproduktenhandiung
Jakob Langenbahn
i⸗ — — 8 aden n
empfiehlt:
Täglich frische Bofbutter
„—ußzrahmbutter
sorwie pima Auskochbutter
— per Pfund 1.15 Mk. —
ff. — bweizerkäse, Münsterkäse und
Fimburgerkäse.
30
Iufmerksame Bedienung. Mäßige Preise
Burger Bretzeln
— 8
st ein ausgezeichnetes Gebäck zu Kaffee, Tee
schokolade u. Wein und eignet sich infolge
seines hohen Nährwertes und leichter Verdaulichkeit
janz besonders für Kinder.
— Veaikaufsstellen durch Plakate kenntlich. —
Wo nicht erhältlich wende man sich an den allein—
qgen Hersteller
Karl Ammon, Dudweiler
Prop. Straße
4 vIσαααααααα
R. Bettingen Sudstr. 41.
vxIchneiderei nach Maß
für fein—
herrenbekleidung und Uniformen
Großes Lager in Stoff⸗Veuheiten
Parade⸗Ausrüstungen AW—
für Beamten u. Bergleuten.
1008806839