Werk des verstorbenen Bildhauers Saccont, des Schöpsers
des großen Vittor⸗Emanuel-Denkmals in Rom.
Die „Schwarze Hand“. In New-York wurde em
gomdenanschlag gegen die in der Mercerstreet gelegene
Poligeiwache von der „Schwarzen Hand“ unternommen.
iner der von Patrouille heimtehrenden Polizisten fand
dier Bomben, die am Eingang des Stationshauses niedergelegt
waren. Die Bomben wurden unter Wasser ge—
fetzt und so uͤnschädlich gemacht. Sie enthielten genug
Saplofivftoff, um ein ganzes Stadwiertel in die Luft zu
sprengen Von den Taͤtern fehlt jede Spur. Drei in der
NRahe der Polizei wohnende Italiener. die verhaftet wur⸗
den vermochten ihr Alibi nachzuweisen und mußten da—
Jer in Freiheit gesetzt werden.
Se englische Schlachtflotte im Nebel. Man mel⸗
et dem FrBl.“ aus London: Dichter Nebel lag
iber den Gewässern, als die Flotte am Mittwoch von
Torquay auszog, um dem Känig von England das Schau
piel einer „Schlacht? zu bieten. Um 2 Uhr nachmittag⸗
Asg der Nebel lichter geworden war, folgte das Schlach!
chiff „Dreadnought“. auf dem sich der König befand, de
Floite, Zugleich stieg vom Ufser Graham White mit sei
ner Flugmaschine auf, überholte die „Dreadnought“ unl
kreiste verschiedene Male in bedeutender Höhe über der
Schlachlschiff. „Nicht der König mit dem Aufgebot de
Janzen Flotte hätte ihn da herabholen können“, sagt eirn
ientlan und weiß weiter mitgitteilen, daß auf de
Dreadnought“ ein lebhafter Meinungsaustausch darübe
attgefunden habe, ob es möglich sei, Schiffe durch Spreng
toffe von Flugmaschinen aus zu zerstören. Die „Dread
nought“ entschwand schließlich den Blicken, und Grahan
Whuͤe kehrte ans Land zurück. Bald darauf tönte Kano
dendonner aus der Ferne, die Schlacht hatte begonnen
der Nebel verdichtete sich wieder derartig. daß man keine
20 Meler weit sehen konnte. Gegen 5 Uhr kam der Kö—
ug auf seiner Jacht zurick. Eine Anzahl Torpedoboot?
ind Kreuzer folgten. Die „Dreadnouaht“ fuhr langsam
»erbei und warf Anker in der einsamen Bai. Die Flotl
var im Nebel verirrt. Auf den Flottenschiffen herrscht
Besorgnis, und um 6 Uhr beschloß Admiral May, mi
der „Dreadnought“ auf die Suche auszufahren. ver Ne⸗
ei war jetzt so dicht geworden, daß die beiden Schiffe
uur ganz langsam und mit der größten Vorsicht fahren
onnten. Auch die drahtlose Telegraphie versagte in den
zichten Nebel und die Dreadnoughi“ mußte fich —**
eschränklen, ihre verlorenen Schwestern durch die „Sirene?
vieder zurisjckzulocken. Einige antworteten auch — der
Ferne, aber um 7 Uhr kam das Schlachtschiff allein
nach Torquay zurück. Erst gegen 9 Uhr begannen sich die
inderen Schiffe nach und nach einzufinden, doch spät abends
fehlten noch viele. Im Ernstfalle wäre eine furchtbare
Katastrophe wohl selbst durch die größte Vorsicht nicht zu
vermeiden gewesen. Die Manöver mit den Torpedo⸗— und
driesceen mußten wegen des Nebels unterbleiben.
Der Trost des Wählers. i ossi i
nmimmt der „Daily Donn ag ed Fesr
inem englischen Wahlkreise begegnet einer der auf —
en Kandidaten einem Handwerker, der sich gerade Feh a
beschäftigt, einige an der Wand angeschlagene usen
zu lesen und die darauf angebrachten Bilder der beid
MNandatsbewerber zu betrachten. Nun, lieber —
ragt der Kandidat, „wie denken Sie uber die Bilder?“
der Mann zuckt die Achsel und schweigt. „Für Ig r
zer beiden Bewerber würden Sie fuͤmmen?“ fragt
indere noch einmal. „Ich kenne alle beide gar nicht“
rwidert jetzt der Wähler, „aber nach dem, was ich hien
— ch Gott, daß nur ei ner von ihnen gewäb
Aurgaäste. Wir lesen in den „vLei 4.
inem Badeorte oder auch nur in —8* adee V I
rische. kommt recht viel auf die lieben oder bös zemg
zäste an. Von beiden Sorten gibt's in der dn
ine ganze Menge. Man hat sich nach Whe chate
m Hotel oder privat verquartiert und freut sich u
ine nette und preiswerte Wohnung erwische hat 3 —
weh! Da muß man bei der ersten geme insame: T
nit Entsetzen feststellen, daß einige Leute dabei in
o unappetitlich mit Messer und Gabel umgehen da d
inen sicherlich in gesteigerte Nervosität bringen iee
»ort führt einer das große eer Wort *
veiß alles, versteht alles und duldet keinen Wide 5
Niemand getraut sich, dem Großmaul eins zu e
tan geht spazieren, und sern von allem deen
äd eine lauschige Waldbank zu gemächlicher Siesta —*
—— A
—5
Platz. Natürlich hasi B8 Miaire 53
zuwenden und mußt auch ein bedauerndes —
hen, wenn sie dir nun von ihrer schlimmen Atenin 8*
aͤhlt. Du machft am Ende sogar ein —
bemerlungen, und zur Belohnung ea bideuernd
ind sehr verzwickte Kraukheitsgeschichte. athe cne 8
icht auch vernehmen, daß du selber gar nicht
— ——
das sind, wie wo anders. Oder man stößi
—
ee — Er will deinen Namen, —2 3
deimatort wissen und m viel
3 dect * eeci
mständen richti i
———— ————
Zie mäkeln am Essen, am Zimmer, an Wa drain
8 3 an den Wuͤrlslemen, an der e
u — leine Spur von jenem großzügigen Humor
ien dnemnmermisch. er cseeg
hinwegkommt. Nicht zu ver di
alen Protzen mit ihrem dum e
—— ren und taktlosen Gene
— Mütter; * acid n en uuße
latschbasen — und auf dieser Linie könnte j *
Weile fortgefahren werden. Ab sa d n
ind vortreffliche Mensch en er wan ig min sede
vürdigleit oder —— — ——nãÜei ieben⸗
indest einen freundlichen Berufsgenossen, der ber ud
an; anderen Verhaltnissen arbeitet ais du 25
den su emicrenie inehens In deiner gen
der die sonnige i
Z8 Maße hat. —
yꝑ sogar, die gefürchteten Regentage leidlich amü—
houn acheghhecine Dame nimmt sich in rührender
an; ein
edieche eme h dneen Waettge,
wieder andere sind gern bereit, dir haee
——— J J auf Spaziergängen
—8 e ae wernihge Gesellschast zu leisten. Mi
ird man so i f
man verspricht sich's beim Wiah de o⸗ E3 8
We des öfteren zu schreiben und sich auch mal zu be⸗
r en. Noch nach Jahren geht ein sreudiger Schimmer
er dein Gesicht, wenn du dich deiner Sommerfrische aus
em Jahre Soundso erinnerst, wo du so reizende B
dr ien machtest. Mechten es alle —8 edog
edenken, daß Liebenswürdigkeit eine schöne und schlief
ich A so vn zu übende Tugend ist...
ge. meinhin denkt der Mens.
den Rune i J sch, wenn vor
eeragen die Mde it an glühenden Sonnenbrand
— u ie Zunge am Gaumen kleben
ude entweder in das Sommerfrischeparadies ode
* in schattige Bierkeller ist die Parole. Heuer wä
rund gegeben, am Kalender und den Himmelszeichen gIe
e ene einleiten, irre zu werden. Regen, —*
F Ise ein kurzer, schwüler Sonnenblick, dem Gewit
er nd Sturm zu pflegen pflegt — also durchaus nich
dnsn Das ändert aber nichts an dem Fak
Inz —* ee ner Samstag abends 7 Uhr die Sonne
virllich in das Zeichen des „Löwen“ getreten i i
hundstage dem himmlischen —* dewin od
hren Anfang genommen in ee ie
vben Deg Zeit, die von je un eeed 53
. stand und iteht jetzt noch im üblen Rue dag
nied die Arbeit im Freien, mied als gefährlich sogar das
ühle Bad, im Mittelalter ruhte an einigen Orten sogar
der Gottesdienst. Auch für den Zeitungsschreiber soller
die Hundstage, in denen bekanntlich die „saure Gurke
chießt und die Seeschlange ihre sagenhaften Kreise ziehr
etwas Böses an sich haben: Stoffmangel. In
ibrigen beginnt mit den Hundstagen der Abstieg sich sehr
starl bemerlbar zu machen. Es ist Hochsommer. Die Ve—
getation hat den Höhepunkt überschritten. Gar bald lie—
gen die Aehrenfelder wieder kahl und öde da. Auch die
Zeit der ganznächtigen Dämmerung erreicht jetzt ihr Ende,
und mit Riesenschritten geht es beraab — dem Herbite
intgegen.
O Postalisches. Mit der außerordentlich wichtigen
Frage, wie lange die Post die Nachnahmebeträge auf Pa
lete zu haften habe, hat sich das internationale Bureau
n Bern beschäftigt. Da die Haftpflicht für Postpakete ein
Jahr nach ihrer Auflieferung erlischt, so werden die Pa
etadressen in der Regel bald nach Ablauf dieser Fris—
vernichtet und es verschwindet damit die Möglichkeit, fest
zustellen, ob die Adresse die für die Einziehung von Nach
iahmen erforderlichen Vermerke tatsächlich getragen hat
Eine Frist. bis zu der die Vereinsverwaltungen für Nach
iahmebeiträge aufzukommen haben, ist im Postpaketver
rage nicht vorgesehen. Das Internationale Bureau ir
ßern hat sein Gutachten dahin abgegeben, daß die Ver
einsverwaltungen auch die Nachnahmebeträge auf Post
pakete nicht über ein Jahr hinaus zu hasten brauchen, de
nach Ablauf dieser Frist ein Ersatz für Nachnahmepaäket«
auch dann nicht mehr in Frage kommt, wenn das Pake
elbst auf irgend eine Weise in Verlust geraten ist.
O Benutzung von Monatskarten in D-Zügen
zereits seit längerer Zeit hat sich die Eisenbahnverwalt
ing mit dem Gedanken getragen, zwar die bestehenden
d⸗-Züge den Monatskarteninhabern gegen Zahlung der
tarifmäßigen Schnellzugzuschläge bis auf weiteres freizu
geben, für neu einzulegende D-Züge aber die Benutzunç
mit Monatskarten nur dann zu gestatten, wenn die Sperr
ung Härten und Unzuträglichkeiten zur Folge haben wür
de. Demgegenüber haben mehrere Handelskammern mi
Recht darauf hingewiesen, daß man doch vor Einführungç
dieser Maßnahme Mißstände abwarten möge. Eine über
mäßig große Benutzung der D-Züge durch die Monats
arten-Inhaber werde bereits jetzt durch den D-Zugzuschla—
verhindert. Außerdem müsse man fragen, ob zur Vermei
dung einer Beeinträchtigung des internationalen Reise
nerkehrs nicht andere Mittel zu Gebote stünden. Da der
tteisenden der D-Züge die Plätze durch den Schaffner zu
gewiesen würden, würde es nicht schwer gewesen «sein
durch eine allgemeine Anweisung die Reisenden im durch
gehenden Verkehr bei der Belegung der Plätze zu bevon
ugen. Jedenfalls habe die Ausschließung der Monats
arteninhaber von der Benutzung der D-Züge nur dan
imen Zweck, wenn die betreffenden Rüge satsächlich star⸗
— — 4 F
„teueste Nachrichten und Telegramme.
Bochum, 1. Aug. Der Artikel 4 des Preußischen Ge—
etzes vom 28. Juli 1909 über die Abänderung des All—
zemeinen Berggesetzes schreibt in F 194b die Bildung einer
Bergbau-Deputation für den Umfang der Monarchie vor
und überträgt den Erlaß der näheren Vorschriften über die
Zusammensetzung und Geschäftsführung dieser Deputation
dem Minister für Handel und Gewerbe. Die Deputation
die sich auf Erfordern des Ministers über bergtechnische
dergpolizeiliche und sonstige das Gebiet des Bergbaues be—⸗—
rührende Fragen zu äußern hat, soll aus 30 Mitgliedern
bestehen, von denen 9 vom Minister ernannt und 21 durch
die berufsgenossenschaftlichen Organisationen gewählt werden
sollen. Von den 21 zu wählenden Mitgliedern sollen auf
Werkbesitzer und Werkbeamte zusammen 14, auf Arbeiter
Jentfallen. Aus dem Bezirk der Sektion 2 der Knapp—
chafts⸗Berufsgenossenschaft sind nach Bestimmung des Mi—
anisters drei Werkbesitzer und Werkbeamte durch den Sektions—
Vorstand und zwei Arbeiter durch die Arbeiter-Vertreter
zu wählen. Die Wahlen haben im Verwaltungsgebäude
der Sektion 2 stattgefunden. Zu Mitgliedern der Bergbau—
Deputation wurden gewählt: aus der Zahl der Werkbe—
itzer und Werkbeamten: Generaldirektor Bergassessor Lüthgen
in Rotthausen, Bergrat Frielinghaus in Essen und General—
direktor Bergrat Randebock in Gelsenkirchen; aus der Zahl
der Arbeiter: Bergmann Hermann Pierenkemper in Ness'
. Westf, Bergmann August Kampmann in Bochum 5.
Köln, 1. Aug. In den neuen Klärteichen der Grub
Hubertus“, die erst vorgestern fertig gestellt worden ist
pielte stch gestern ein entfetzlicher Vorgang ab. Ein bjähr
dnabe, der mit seiner Mutter und seinem 9Rsährigen Bruden
pazieren ging, stürzte in den Teich und ertrank vor den
Augen seiner Angehörigen. Der 9ijährige Bruder sprang
dem Kleinen nach und versuchte ihn zu retten, ging dabei
aber selbst unter. In der Verzweiflung stürzte sich auch
die Mutter in den Teich, ohne jedoch ihre Kinder retter
zu können. Die Leichen der Knaben sind bereits geborgen
Kiel, 30. Juli. Der Marinefiskus hat jetzt gegen der
m Werftprozeß freigesprochenen Magazin-Direktor a. D
heinrich und die Erben des verstorbenen Großkaufmanns
Repennig einen Prozeß auf Schadenersatz in Höhe von
4000 M. anhängig gemacht. Der Prozeß kommt nack
zeendigung der Gerichtsferien in der zweiten Hälfte des
zeptember vor dem Kieler Gericht zur Verhandlung.
* Konstanz, 1. August. Bei der Motorbootregatta au
dem Boden siegte im Entscheidungsrennen um den Lanz.
zreis „Daimler 2.
Paris, 1. Aug. Der ‚Matin“ meldet aus Oran—
lus Marokko kommende Eingeborene berichten: Eine spa
lische Rekognoszierunasabteiluna von 400 bis 500 Reiterr
„ätte am 17. Juli Marchica verlassen, um nach dem Ta
»on OQued Kert vorzustoßen. Die marokkanischen Stämm
nildeten sofort eine Harka, bestehend aus Maunschasten der
zeni Bu PYahi, der Metalsa und der Beni Said. Sa
ersuchten, den Spaniern den Weg zu verlegen. Es sant
in sehr blutiger Kampf statt. Die Spanier hatten dreißig
dote, unter ihnen einen Major; die Marokkaner hatten ẽ
Lote und eine aro'e Anzahl Verwundete. Der Hl. Krieg
vird gepredigt im ganzen Riff; an der Spitze der Be—
vegung steht der berühmte Marabut Si Amezaine.
*New-York, 1. Aug. Der Versuch einiger latino⸗ame⸗
ikanischen Republiken, den Vereinigten Staaten das Prä
idium des Bureaus der amerikanischen Republiken zu ent
ziehen, wurde auf dem panamerikanischen Kongreß abge
chlagen.
* Kalkutta, 1. Aug. Aus dem Innern Afghanistans
verden ernste Unruhen gemeidet. Nähere Einzelheiten
eblen bisher.
Innsbruck, 1. Aug. Im Sextentale stürzte während
ines Gewitters eine Heuhütte ein, worin mehrere Perfonen
„chutz gesucht hatten. Ein Mädchen wurde getötet und
nehrere Personen verletzt.
Eger, J. August. In einem Schlafwagen des Franzen⸗
»ader Schnellzuges wurde heute früh ein totes Kind im
Alter von sieben Monaten, in russische Zeitungen eingewickel
zefunden.
Neusatz, 1. August. In einer Zementfabrik in Beozin
Slawonien ereignete sich heute vormittag aus bisher un⸗
ekannter Ursache eine Kesselexplosion. Vier Arbeiter wurden
ethtet. mehrere verslent sinige mordon voch permißt
Paris, 1. Aug. Der „Matin“ meldet aus Oran:
lus Marokko kommende Eingeborene berichten: Eine spa—
ische Rekognoszierungsabteilung von 400 bis 500 Reitern
ätte am 17. Juli Marchica verlassen, um nach dem Tal
„on Qued Kerd vorzustoßen. Die marokkanischen Stämme
ildeten sofort eine Harka, bestehend aus Mannschaften der
Beni Bu NMahi, der Metalsa und der Aeni Said. Sie ver—
uchten, den Spaniern den Weg zu verlegen. Es fand ein
sehr blutiger Kampf statt. Die Spanier hatten 30 Tote,
unter ihnen einen Major; die Marokkaner hatten 6 Tote
und eine große Anzahl Verwundete. Der Heilige Kriecç
wird gepredigt im ganzen Rif; an der Spitze der Beweg
ung steht der berühmte Marahut Si Amezaine.
Paris, 1. Angust. In der Nähe des kurortes Thonon
les Bains ist der 21jährige Sohn des Marinearztes Berlion
abgestürzt. Er wurde mit zerschmettertem Schädel tot auf
jefunden. Der begleitende Führer konnte sich nur mi
roßer Mühe rettem. In der Nähe Thonons stürzten zwei
—chüler von 19 und 22 Jahren beim Edelweißsuchen ab
Der eine ist tot, der andere schwer verletzt.
Paris, 1. August. „Petit Parisien“ meldet aus Oran
kin Güterzug stieß am Bahnhof von Flenot mit einem aut
chemcen kommenden Personenzug zusammen. Es heißt
8* mehrere Personen getötet und viele verldtzt worde;
ind.
Marseille, 30. Juli. Bei Marseille explodierte de
dessel eirer Ol-Raffinerie, wobei 11 Arbeiter schwer ver
etzt wurden.
Budapest, 30. Juli. In der Nähe der Station Pop
rad Szelka wurden auf einen Personenzug mehrere Schüss
ibgegeben. Der Lokomotivführer wurde von einer Kuge
n den Kopf getroffen und schwer verletzt Der Täte
connte ermittelt werden.
Rom, 30. Juli. Ein geheimnisvolles Verbrechen spielt
ich unweit der Tribera ab. Man sah, wie ein dort vorbe
ahrender Kutscher plötßlich vom Bock sprang, auf eine die
Straße passierende junge Frau einen Schuß abfeuerte un—
die Getroffene dann in seinen Wagen lud, worauf er ir
jöchster Eile davonfuhr, ohne daß Jemand gewagt hätte
hn aufzuhalten. Bis heute hat man von dem Täter un
einem Opfer keine Spur.
London, 1. August. Der „Daily Mail“ wird au
Tanger telegraphiert, daß die hübsche Tochter des Arzte“
der spanischen Eesandtschaft, die Schutz in dem Hause Le—
dison gefunden hatte nach Gibraltar geflohen ist. Kur
vor der Abfahrt des regulären spanischen Passagierdampfert
von Tanger nach Gibraltar kam ein kräftiger Mohr ar
Bord, der mil großer Sorgfalt auf seinen Schultern einer
dorb trug. Er stellte den Korb sanft auf Deck nieder und
etzte sich darauf. Als der Dampfer die Hälfte des Weges
urückgelegt hatte, wurde plötzlich die Anwesenheit eines neuern
Zassagiers bemerkt, den man zu Beginn der Reise nicht
—R
übsches Mädchen. Eine Fahrkarte halte sie nicht, sie konnt
ber den Preis der Ueberfahrt bezahlen. Sie durfte un—
ehindert in Gibraltar landen. Die junge Dame hatte sich
adem Hause der Levisons in dem Korb einquartiert, der
ann auf einem Esel nach dem Hafen und von dem Neger
n Bord gebracht worden war. Ihr Vater folgte ihr als—
ald nach Gibraltar, ebenso Frau Levison.
London, 1. Aug. Der Gattenmörder Dr Crippen und
ine Begleiterin Frl. Le Reve sind bei der Ankidaft des
)ampfers „Matrose“, der gestern fahrplanmäßig vor
zather Point einlief, von dem Detektiv Dew verbhaftel
orden.
Petersburg, 1. Aug. Wegen des Umsichgreifens der
holera sind 30 Prozent der Steinkohlenförderung im Donez
zassin eingestellt worden. Die Krisis nimmt einen gewal—
igen Unifang an.
Petersburg, 1. August. In den letzten 24 Stunder
ind an Cholera 83 Personen erkrankt, 28 sind gestorben
Madrid, 1. Aug. Mit der nach dem gestrigen Mini
terrat bekannt gewordenen Meldung, daß der spanisch—
botschafter beim Vatikan Weisung erhalten habe, Rom so
ort zu verlassen, hat die Regierung jede Einmischung des
zatikans in die inneren Angelegenheiten Spaniens abge
ehnt. Trotzdem man dies erwartet hat, hat die Abberufun
einen ungeheueren Eindruck gemacht. — Das Communizu
»es „Osservatore Romano“ stellt fest, daß bis jetzt ar
Abend keinerlei Mitteilung seitens Spaniens an den Vati
an eingetroffen ist. Die Regierung habe lediglich den In
salt der Note der Presse gegeben, ehe die Note beim Staats
ekretariat anlangte. Dies sei der Gipfel am Canaleja—
diplomatischem Auftreten. Weiter verlautet, der Vatika
fasse Ojedas Abberufung mehr als einen Urlaub aufs
da der Votschaftsrat die Geschäfte der Botschaft alle weite
führen werde. Der Vatikan sei jedoch unentschlossen, ol—
er den Nuntius abberufen oder ob er ihn in Madrid be
lassen werde. Der Staatssekretär Mery del Val habe auc
an die gläubigen Katholiken von Bilbao, welche gegen da
hHebot des Gouverneurs ein Meeting abzuhalten, protestier
sjatten, ein Danktelegramm des Papstes gesandt, in welchem
er ihnen für ihre Haltung seinen päpstlichen Segen spendete
Belgrad, 1. Aug. In dem serbischen Dorfe Kaln‘
rschoß sich der 100jährige Bauer Goluwowitsch in der
WVohnung seines Sohnes. Dor Grund ꝛur Taft ist unbe—
fannt.
Tiflis, 30. Juli. Hier erschienen in dem Hause Mos—
auerstraße 9 zwei Personen, eine Dame und ein Herr und
nieteten dort zwei Zimmer. Gestern abend schickten die
Unbekannten nach dem Arzt Dr. Agamanow, um ihn zu
onsultieren. Als der Arzt mit dem Schreiben des Rezep—
es beschäftigt war und sich niederbeugte, trat der unbe—
annte Mann von hinten an ihn heran und durchschnit
hm mit einem Dolchmesser den Hals. Es gelang dem
Nörderpaar aber nicht, was sie anscheinend beabsichtig
atten, die Leiche zu zerstückeln, weshalb sie das Mord
immer schlossen und sich entfernten, nachdem sie der Wirtir
hre baldige Rückkehr angezeigt hatten. Später wurde dam
ie Tat entdeckt. Am Tatort fand man einen Kautschuck—
lempel mit dem Text: Sozial⸗revolutionäre Vartei. De—
ihef der Bande.
Newyork, 1. Aug. In Palestine in Texas sind wäh
end eines Rassenkampfes 15 Neger getötet worden; eir
Weißer wurde schwer verletzt.
Newyork, 1. Aug. Laut einer hier eingegangenen
Neldung ist Edwin Wider, der Kassierer der Russisch-Chi—
zesischen Bank, dem Unterschlagungen in Höhe von 680 000
Dollar zur Last gelegt werden, verhaftet worden.
Tromsö, 1. Äug. Der schwedisch Dampfer „Colus,“
der für eine Spitzbergen⸗Cxpedition von 100 Teilnehmerr.
des Internationalen Geologischen Kongresses gemietet worden
st, ist gestern in Narvik eingetroffen und abends nach Spitz—
dergen abgegangen. Die Teilnehmer werden am 7. Auaus
in Stockholm zurückerwartet.
Zwolle, 1. Aug. Ein Dampfer wollte drei Passagier
bseßen, um sie im Boot ans Land rudern zu lassen. Da⸗—
Zoot schlua um und alle drei ertranken
Ge ⸗
*nin 4—
erein christlicher
2 720
Zahistell⸗ Meiter,
Am Mittwonch, den 3. August findäale
9
Versammlungen
satt, und zwar morgens halb 10 Uhr bei Herrn Gastwirt P. Baye
bends 7 Uhr in der Gastwirtschaft „gZur Post“ (Wagnei).
Als Redner und Referent tritt Herr Landtagabgeordnet⸗
dauermann auf.
Alle Mitglieder, Freunde und Gönner, besonders auch die Ge—
häftsleute sind hiermit eingeladen und sind herzlich willkommen.
A. 7. 4 D.
Zur Abholung unserer Preisturner, die mit sehr gutem Erfolge
ekämpft haben, treten die Turner, soweit es ihre freie Zeit erlaubt
eite ahend 8 Uhr am Bahnhof an. — — Musik zur Stelle
Der Turnrat.
2
woe
Mädchen 6
uiit guten Schulzeugnissen in die &8
Lehre gesucht.
Wir zahlen sofort Gehalt.
danau K Co. 89
—ERX
lebel wohl!
Iuf Wiedersehen!
Da die Zeit gekommen, die Stätte
meiner Geburt, die ich nach einer Ab
vesenheit von 29 Jahren zum ersten
male besuchte, zu verlassen, fühle
ich mich hingezogen, vor der Abreise
allen lieben Verwandten, Jugendgenossen
und Freunden, die mir den
kurzen Aufenthalt in ihrer Mitte in so
anheimelnder, liebevoller Weise an
genehm machten, meinen tiefinnigsten
Dank hierdurch darzubringen.
Mõge erspriessliche Wohlfahrt Allen
iuch in der Zukunft zu teil werden,
uncd Dudweéiler im Kleide Immergrün
ztets prangen.
Mit einem herzlichen „Grüss Gott“
Christsian Roth,
Ohio⸗Staat Legislator.
zu Dauton-Ohio. Dord-Amerika
4*
—
Go—
Zwei jüngere 9
Verkäuferinnen
zum baldigen Eintritt gewünscht. k
Hanau & Co. é
3
*
4
1. 9
önsfer Lusslugsorf!
—VVJJSVGOC XXX —1
Teile den verehrten Einwohnern von Dudweiler und
Umaegend mit. daß ich meine alkoholfreie
Gartenwirtschaft
wieder eröffnet habe.
Ich werde auch wie in früheren Jahren stets be—
müht sein, für nur gute Getränke und reelle
Hedienung Sorge zu tragen.
Hochachtun gsvoll
Chr. Krämer,
Gartenwirtschaft
U“rämershänschen.
— Licht-, Luft- und Sonnenbad.
Bedrucktes
Zeitungs-Papier
lPfund 10 Pfg. 7 Pfund 50 Pfg.
J. Unterkeller
29606080