Full text : Dudweiler Zeitung

rere Tage lonz glanzend gesetert. ZDie Jjunge Konigin er—
i ia 1. mu; wohl geg!aubt haben, daß sie von da an
il'e nur denlbaren kön glichen Vor echte genieße, z. B.
ch treie Eisenbahnsahrt, und sand sich eines Tages ohne
iltige Fahrkarte zu einem Familicnausflsug in die Um—
ebung von Neape, ein Die Folge davon war eme Aus—
inandersetzung mit den Bahnbeamten und eine Anzeige
vegen Uedertreuung, und vor wenigen Tagen sollte das
Zergehen Ihrer Majestäit Ersilias 1. auf der Prätur von
Barra bei Neapel durch Richterspruch gesuhnt werden. In
»em von einer dichten Menschenmenzge überfüllten Ge—
ichtssaal ging das seltene Schauspiel vor sich. Der An
valt der Königin begann seine Verteidigungsrede damit,
aß er erklärte, stteng genommen müsse er den Prätor
ür unzuständig und die ganze Verhandlung für null und
aichtig angesehen, da königliche Personen nicht der
lewöhnlichen Gerichtsbarlenen terworfen seien; er ver—
ichte jedoch auf die Aus iJ dieses Rechtz, um den
Prätor nicht der hohen zu berauben, daß er über
zie Königin des Meeine Gericht sitzen dürfe. Dann
zries er das neapolit Volk, das von den Griechen
»en Kultus der Schön erkommen habe, und mit der
sErhebung eines schönen ädchens aus dem Volke zu kö—
riglichen Ehren an die antile Sage erinnerte, nach der die
Höttin der Schönheit und Anmut aus dem Schaum de—
Neeres geboren sei. Hierauf lobte er in ausschweifendster
Veise die Tugenden Ihrer Majestät Ersilias 1., ihre Güte
ind Bescheidenheit, ihre Schönheit, wünschte ihr eine frohe
zukunft und erinnerte daran, daß sie binnen kurzem neid—
os ihre Krone einer anderen abtreten werde. Nicht nur
zas zahlreiche Publilum war von dieser Rede maächtig er—
zriffen, sondern auch der Amtsanwalt und der Prätor
selbst; sie waren völlig überzeugt von den Ausführrnisen
des Verteidigers und seinen Gründen für die beanrigte
Freisprechung und zögerten nicht, sich der Anschauung des
Zerteidigers anzuschließen. Unter dem Jubel der Zu—
chauer wurde Ersilia 1. freigesprochen und im Triumph
zinausgeleitet bis zu dem Automobil, in dem sie, „eder
Zoll eine Königin“, mit ihrem Vater nach Hause zurüchk—
ehrte.
Rabbi Lach. Von einem, den man einen jüdischen
Eulenspiegel nennen könnte, von seinem Leben und Wan—
dern, von Schwant und Ernst, der aus seinem Munde
ging, erzählt der israelitilche Schriftsteller B. Nuel in
Rabbi Lach und feine Geschichten“ (Hesperus Verlag,
Berlin). Diese Geschichten sind nicht eine Sammlung
vahllos festgehaltener Wihe, sondern sie sind daheim in
„Chrzanow — bis nach Kralau und Tarnow hin —“,
uind die nicht dorther stammen, sind doch gewachsen auf
dem Boden jüdischen Lebens. Das ergötzliche und doch
dazwischen nachdenkliche Buch bildet einen Beittrag zu
üdischer Seelenkunde. Wir warten mit einigen Proben
nuf. Sie lauten:
„Wenn ein tüchtiger Jude Karriere macht“, sagte
in österreichischer Rabbi, „so ist das noch leine Gleich—
herechtigung ... Gleschberechtigung wäre, wenn auch ein
ummer Jude Karriere machen koönne ..“

In der untersten Klasse einer Prager Schule stellt
zer Lehrer folgende Aufgabe: „Ich geh' in ein Kleiderge—
chäft und kause mir einen Anzug für 25 Kronen. Ver—
teht ihr? 25 Kronen! Dann klauf' ich mir aber auch
ioch einen Sabbatanzug, der ist vier teurer. Der kostet
10 Kronen. Wieviel muß ich dem Kaufmann vezahlen?
Wer weiß?“ — Tiefes Schweigen in der Klasse. — „Nun,
Isidor“, sagt der Lehrer zu einem der kleinen Jungen,
Dein Vater hat doch ein Kleidergeschäft, Du wirst es
»och herauskriegen.“ Und er wiederholte die Aufgave noch
ringlicher. „Asso?“ Isidor überlegt eine Weile. „Sie
verden müssen bezahlen, Herr Necheles, fünfund
ünfzig Kronen werden Sie bezahlen...“ „Aber, Isi
»or! 25 Kronen und 40 Kronen! Das sind doch mehr a—
517“ Und Isidor. „Ich weiß, Herr Necheles, aber mein
ater wird Ihnen geben die Anzüge für 55 Kronen, da⸗
mit Se wiederkommen

⸗
Herr Meierfeld hat vom Klassenlehrer seines Jungen,
ger die Obertertia besucht, einen Brief bekommen. Es
wird ihm darin mitgeteilt, daß Adolf in der Mathematit
den Anforderungen nicht entspreche. Herr Meierseld be—
ucht daraufhin den Mathematiklehrer, der ihm solgende
luskünfte erteilt: Sehen Sie mal, die Lehrsättze
veiß der Junge immer ganz gut, aber wenn er sie biea—
veisen soll, dann hapert's bedenklich. Das kann
nicht.“ „Gott, Herr Doktor“, meint De rieig
nein Adolf ist so ein wahrheüsliebender Junge.ven
önnen Sie wirklich glauben auch ohne Beweise.—

In der deutschen Stunde wird Moritz Elkan, der
dohn eines vor kurzem aus Posen nach Berlin verzoge
en Handelsmannes, gefragt, wieviel „Artikel“ es gebe.
Es gibt zwei Artikel“, antwortet der Junge. „Nur zwei,
Doritz? Denle mal nacht“ Moritz denkt nach, öleibt aber
»abei. „Hast Du das jo gelernt in Posen?“ ‚Gelernt
ab' ich's nich, aber mein Vater hat's gesagt!“ „Dein
LBater? Was hat er denn gefagt?“ „Veein Vater hat ge—
agt: es gibt nur zwei Artikel. hat er gesagt, Artikel,
was aut gehn und Ariikel. was nicht aui gehn.“*

In der dritten Klasse der jüdischen Schule zu Lun—
denburg in Mähren dittiert der Lehrer in der Orthogra⸗
hiestunde: .und zulebt ließen sie den Kaiser Ue—
en.. .“ Sa wird die Stille durch ein schallendes La—
hen unterbrochen. „Moritz!“ ruft der Lehrer dem klei—
ien Fleckeles zu, „was fällt Dir denn ein? Warum lachst
du denn?“ „Gott, Herr Spistzkopf“, gibt Moritz zur Ani—
vort, „ich hab' grad' gesehen, daß Sami Weiß schreibt
daiserleben in z weei Wori—

Bei Meiers ist Soiree, und es werden „Rätsel“ ge—
tellt. Auf Ersuchen des Hausherrn müssen sich die Dor—
oren Kahn und Schifser in die Mitte des Saales stellen
ind um sie herum Herren und Damen, die auf Kom—
nando den Mund recht weit aufreißen sollen. Das Kom—
nando erfolgt. „Was ist das?“ fragt der Arrangeur.
Kiemand weiß es. Man verlangt stürmisch die Lösung.
Zie lautet:
„Ich glaube die wellen verschlingen
Am Ende noch Schiffer und Kahn ...“
In der Oper schwärmt Frau Wassertrilling von dem
enoristen: „Nein, wie schön er singt! Wie schoͤn er singt!“
Spaß!“ fagt Wassertrilling, „w enn ich möcht' so eine
Zlimme baben, möcht' isch qusch so singen

Herr Siegsried Löwi, Wannfaktur Engros, hat sich
ines Sonntags taufen lassen. Am Montag betriti Mund
kohn sein Geschäft, und als er Löwi begrüßt, kann er
ch nicht enthalien zu lächeln. Und er laͤchelt, ohne ein
VLort zu sprechen. Löwi aber fährt, da er dies Lächeln
eht, nervos auf: „Was fällt Ihnen ein, Kohn! Habe
h mich jemoseæ u ,ine, I11BA MA2

Neueste Nachrichten und Telegramme.
Trier, 12. Juli. Die von Bischof Korum veranlaßte
dirchenkollekte fur die durch Hochwasser heimgesuchten Ahr—
albewohner hat in der Dioͤzese Trier den ansehnlichen
zetrag von 48 000 M. ergeben.
Kreuznach, 11. Juli. Gestern fand die Einweihung des
roßen Wasserwerkes an der Trollmühle durch den Land—
virtschaftsminister v. Schorlemer statt. Das Werk ist eine
kiesenanlage, die mehr als 20 Orte der unteren Nahe, die
ft unter Wassermangel zu leiden hatten, mit Wasser ver—
orgen wird.
Camp⸗Rhein, 12. Juli. Der wohlhabende Privatier
arl Beinhauͤer von Patersberg wollte fich heute mitlag

uBegleitung seiner Frau vach Boppard zum Arzt begeben
sei der Ueberfahrt von Camp über den Rhein sprangç
einhauer plötzlich über Bord und verschwand in den hoch
»henden Wellen.
Berlin, 13. Juli. Gegenüber den Wieldungen eng
scher und amerikanischer Blätter von einem augeblichen
zrief Kaiser Wilhelms an den Präsiden—
en von Nicaragua wird an hiesiger unterrichteter
5telle darauf aufmerksam gemacht, daß es sich weder um
inen Privatbries des Kaisers handle, noch um eine be—
ondere politische Aktion des Reichsoberhauptes. Der
seue Präsident Madriz hat dem Deutschen Kaiser, wi
llen anderen Staatsoberhäuptern die Uebernahme seines
mtes angezeigt und daraufhin die am internationalen
zerkehr übliche, vollkommen stereotype Antwort erhalten.
der Brief hat keinen weiteren Inhalt als die hergebrach
en Gruß⸗ und Glückwunschformeln. Die Anrede „Großer
ind guter Freund“ kommt dem MRräsfidenten jeder Repu
i Farlsruhe, 13. Juti. Mit emmiger Wahrscheinlich“t
vird jetzt der Schlusß des Landtages für den 16.
zuli in Aussihm gestellt. Es kann indessen auch einige
age jpäter werden. J
Athen, 13. Futi In erner Emnschränkung ihres
yriftlich übersevenen Verspechens der Erfullung der
rorderunz der Schutzmächte vetreffs der muselmanischen
—E die lretische Regerung
itspervend dem Bech usse es ftretijchen Par!amenis den
chu heen in den niichsten Tagen einen Pro est dagegen
erreichen. daß die Schurniechte in ihrer leuten No'e
indie Psrorle bLein Suttan nicht die Hoheitsreche, son
rindie Sonver nitätsrechte über Ricta zuerlkann en.
KFonstautiucpel, 13. Jli. Amtlich wird genieldet
aß der Schesch il JRlam Hus mi, jsene Entlass—
nig genommen habe und durch den 5nator Nussn
iasim ersetzi worden zei.
Hamm, 13. Juli. Das Amtsgericht Hamm hat gestern
en Hauptmann a. D. Möllenhof, der vom Dortmunder
andgericht wegen Tötung des Pächters Jürgens und
hwerer Verletzung dessen Bruders zu Zeinhalb Jahren
sefängnis verurteilt worden ist, vorläufig unter Vormund—
haft gestellt. Zum Vormund ernannt wurde der Bruder
Möllenhofs, der Amtsgerichtsrat in Bochum ist.
Dresden, 12. Juli. In Soebringen an der Elbe er—
rankte gestern die Familie Himon infolge Plizvergiftung.
Dret Kinder und der Familienvater sind bereits heute ge⸗
torben, die Frau und ein Mädchen schweben in Lebens—
efahr.
Bergen, 13. Juli. Der Kaiser besuchte gestern den
ranzösischen Kreuzer „Lavoisier“ an dessen Bad er von
em Gesandten de la Veaud empfangen wurde. Der Kaiser
lieb zwei Stunden auf dem Kreuzer, dessen Kapitän und
Mannschaft er bei seinem Abschied liebenswürdige Anerkennung
ollte. Später frühstückte der Monarch mit 10 Herren
einer Umgebung bei dem deutschen Konsul Mohr. Am
dachmittag besichtigte der Kaiser das bekannte Polarschiff
dansens, die „Fram“, die vorgestern im Hafen von Bergen
rschienen war. Für heute ist ein Ausflug nach Finse ge—
ʒlant.
Budapest, 12. Juli. Im ganzen Komitat Szabolzs
vütete gestern ein fürchterliches Unwetter mit Hagelschlag.
In den Bezirken von Tarzaal, Tokai, Rakamaz, Balkany
ind Nagykallo wurde die gesamte Ernte vernichtet.
Paris, 13. Juli. Kurz vor der Vertagung der fran—
ösischen Kammer brachten 10 schutzzöllnerische Deputierte
inen Antrag ein, wonach die im französischen Zolltarife
Standuhren, Bijutarien und Spielzeug Deutschland gegen⸗
iber eingeräumt sind, aufzuheben feien. Begründet wird
der Antrag damit, daß durch die bekannte Tariferhöhung
uuf Schaumweine und Liqueure die französische Ausfuhr
im 2 Millionen Franks geschädigt wird. Dieser knapp
or Schluß gestellte Antrag hat die Bedeutung einer Dro—
ung, deren Frankreich sich bei den etwaigen während der
rerien zu führenden Verhandlungen bedienen kann, um
einen Ansprüchen größeren Nachdruck zu verleihen.
Paris, 12. Juli Bei einem von 11 Genfer Touristen
nternommenen Abstieg vom Aiguille de Marens in Sa—
oynn stürzte ein junger Mann namens Scheuer ab. Seine
eiche wurde schrecklich verstümmelt im Abgrund aufgefunden.
London, 13. Juli. Die hiesigen Blätter melden aus
'okio, daß die japanischen Behärden einer Verschwörung
uf die Spur gekommen seien, deren Ziel es war, den
Nikado, seine Familie und die ersten Staatsmänner aus
em Wege zu räumen. Es sind zahlreiche Verhaftungen
rallen Kreisen der Bevölkerung erfolgt.
London, 12 Juli. Der bekannte Aoiatiker Rolls, der
einer Zeit den Nermelkanal hin und zurück überflogen hat,
t heute am Eröffnungstage der Flugwoche von Vourm
nouth aus einer Höhe von 40 Metern abgestürzt, in dem
lugenblick, als er die Trübine überflog. Rolls war sofort
at.
London, 12. Juli. Aus Halifax wird gemeldet: Eine
euersbrunst äscherte gestern abend die Stadt Campbelltown
m Norden von Neu-Vraunschweig völlig ein. Die Stadt
ählt 4000 Einwohner. Menschen sollen nicht verunglückt
ein. Die Bank, mehrere Kirchen, Hospital und Theater
ind zerstört. Die Einwohner sind ohne Obdach. Die
zerluste werden auf 2 Millionen Dollat geschätzt.
Petersburg, 12. Juli. Die Enthüllungen, zu denen
ie Untersuchung des Senators Neidhärdt in Warschau ge⸗
ihrt hat, ziehen immer weitere Kreise. Auf Veranlassung
es Senators sind 21 altive Offiziere der Warschauer
Nilitär-Intendantur wegen jahrelanger planmäßiger Unter—
hleife verhafiet worden. Da die Festungsgefängnisse über—
ällt sind, wurden mehrere Häftlinge in Soldaten⸗Kase—⸗
natten untergebracht. Senatoͤr Neidhardt verlangte jedoch,
aß die verhafteten Offiziere in besseren Räumen unterge⸗
racht werden.
Lissabon, 12. Juli. Ueber die republikanische Bewegung in
zortugal meldet die Pariser Presse: Die Republikaner in
issabon rechnen bestimmt. daß in Portugal sehr bald die
depublik verkündet wird. Täglich finden stürmische Ver—
ammlungen statt. Flugbläter zetern über den sinanziellen
zankerott des Königtums und fordern die Absetzung der
dynastie. Der König kann sich nur unter größten? Vor—⸗
ichtsmaßregeln auf die Straße wagen. Auf das Heer ist
ein Verlaß. Durch die schlimme Finanznot wird die
nnerpolitische Krisis noch verschärft. In der niederen Be⸗
ölkerung wird verbreitet, daß die heillose Zerrüttung der
„inanzen das Werk der englischen Politik sei.
Provincetown Massachusets), 12. Juli. Das Unter—
»eboot Bonita ist mit dem Kanonenboot Castine während
ines Manövers zusammengestoßen. Um das Sinken des
lanonenbpots zu verhindern, wurde es auf Strand gesetzt.
zerluste an Menschenleben sind nicht zu verzeichnen.
NRewyork, 13. Juli. Das Staatsdepartement in Was-⸗
ugton erklärt zu der von der Presse sehr erregt bespro⸗
— Nicaragua, daß die
merikanische Regierung in der Anerkennung des Präsiden—
en Madriz keinen unfreundlichen Akt gegen die Union er—
licken könne. Die Union sei nicht davon, wie die Presse
ehaupte, unangenehm berüht, sondern betrachte die ganze
ingelegenheit als Formsache. Deutschland habe sich zu
m Schritte die Anerkennung entschlossen. weil es nicht,

»ie Nord-Amerika, über nicaraguonischen Verhältnisse aufs
zeste orientiert sei.
— —— — — —
Bekanntmachung.
Gemeinderatssitzung
von Dudweiler vom 12. Juli 1910.
Unwesend: als Vorsitzender
Bürgermeister Jost, und die Mitglieder: Bengsch, Grosse,
ȟbner, Kirst, Kollmannsperger, Lwowski, Mack, Meiser,
bitz, Schäfer, San.«-Kat Dr. Specht, Wasmuth, Weber,
Viesemann, Woll, Wunn Heinrich, Wunn Joh. Heinrich,
decktenwald und Micka.
) Die Lehrer- bezw. Lehrerinnen-Dienstwohnungen
sollen dem Dienstalter nach den jüngsten Lehrper—
sonen zugewiesen werden.
Der Antrag des allgemeinen Turnvereins auf Ge—
vährung einer Beihilfe zum Besuche des Kreisturn—
estes Kreuznach wurde mit Rücksicht auf die schlechte
Finanzlage der Gemeinde abgelehnt.
Zur Beschaffung von Festschriften zur Feier des
O0 jährigen Todestages der Königin Luise in den
Schulen wurden 100 Mebewilligt.
Mehrere Anträge auf Steuernachlässe wurden leils
berücksichtigt, teils abgelehnt.
Der Gemeinderat nahm Kenntnis von der Bewillig
ing von 1800 M seitens des Herrn Landeshaupi—
nanns zur Jnstandsetzung des alten Turmes der
riedergelegten evangelischen Kirche.
Zur Ehrung sämtlicher Veteranen der Bürgermei—
terei anläßlich der Feier des 40jährigen Gedenk—
ages des Krieges von 1870,71 bewilligte der Ge—
neinderat 200 M.
Für die Uberschwemmten im Ahrtale wurden 50 M
bewilligt.
dudweiler, 13. Juli 1910.
Der Bürgermeister: Jost.
— —
Bekanntmachung.
Bei einem verendeten Schweine des Güterbodenarbeiter?
Vihelm Brückner in Herrensohr, Rosenstroße 6, ist die
Schweineseuche amtlich festgestellt worden. Ich habe dahen
iber das Gehöft des p. Brückner die Sperre verhängt.
Dudweiler, den 13. Juli 1910.
Die Polizei⸗-Verwaltung.
Jost, Bürgermeister.
— — —
Bekanntmachung.
Nach der Polizei-Verordnung des Herrn Regierungs
Präsidenten zu Trier vom 17. Mai 1893 — abgedruck
m Regierungsamtsblatt 1893 Seite 268 — ist das Auf—
assen ausländischer Brieftauben verboten.
Zuwiderhandlungen gegen dieses Verbot werden, soferr
nach den Allgemeinen Strafbestimmungen nicht eine höhere
ztrafe verwirkt ist, mit einer Geldstrafe bis zu 60 M., in
lnvermögensfalle mit entsprechender Haft bestraft.
saarbrücken, 6. Juli 1910.
Der Landrat
J. V.:
mann⸗Krey.
— —— — — —
Zur Vollendung des Campanile
iu Ven⸗d*—

Mir bringen unsern Lesern oas Bild des an Stelle
es vor einigen Jahren eingestürzten Wahrzeichens Vene—
122 noit oröοιιν Camper:
cin Vermõögen durech Bienenhaltung—
Das Qeld aber untehoben zu Tausenden und Abertausenderfꝰ in
ogt alent Wiese, Feld und Wald. Jeder lese;: „Dlo VolxSDIonον
Jè ruö αααν Qrundlageo sa Gegen Vvoreinsendun:
ur sv von Fig. rese Zuscnauns oĩ Vertasser: g Eisenbahr
I ι ανι — 2α— Df. t⸗ↄu--4060t


D 9

6000630

Meiner geschätzten Kundschaft gestatte mir ergebenst die Mit—
eilung, daß ich mein Spezialgeschäfet für feine
Herrenschneiderei
ach dem von mir käuflich erworbenen Hause
.. “.. Scheidterstraße Nr. 3 . ..
berlegt habe.
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