Full text : Dudweiler Zeitung

Nit blut'ger Hand und wundem Fuß,
Zerwürgt, zerschunden und gebrochen
Bin ich hier mühsam raufgekrochen
Und danke nun für den — Genuß!
kin anderer Bergsteiger aber philosophiert:
Mir die Sonne anzuschau'n,
Stieg ich auf bei Morgengrau'n,
Doch statt Morgensonnenlichts
Zah ich Wolken — weiter nichts.
Wieder schnüre ich mein Bündel,
Wandre mürrisch außerhalb —:
Alles in der Welt ist Schwindel
ind ich war das Sonnenkalb!
zelberkenntnis ist der sicherste Weg zur Vollkommenheit!
„Mer werd doch e Wertche sage derfe!“ Ans der
tfalz wird geschrieben: Ein schwüler Sommertag. Mit
wei Ochsen ackert ein biederes Pfälzer Bäuerlein im Felde.
die Bremsen lassen den Tiereun keine Ruhe, sodaß diese
mmer störrischer werden. Ohne daß der Bauer es merkte,
ieht inzwischen ein schweres Gewitter am Himmel auf.
Vie die Ochsen nun immer ungebärdiger werden, konnte
ger wackere Pfälzer sich nicht mehr halten und platzt heraus:
Wann eich norre e Himmelherrgottdunnerk ...“ — das
keil“ und den Schluß bringt er nicht mehr heraus; denn
inter krachendem Donnerschlag fährt der Blitz neben ihm
ein und schleudert ihn zu Boden, ohne ihm jedoch Schlim—
mes zuzufügen. Erstaunt sammelte das Bäuerlein seine
knochen, schuut gen Himmel und ruft vorwurfsvoll da
sinauf: „Na, mer werd doch noch e Wertche sage derfe!“
Messeraffaire. Am Sonntag abend gegen 10 Uhr
eerieten mehrere junge Leute in der St. Ingberterstr. in
»er Nähe der Baldesschen Wirtschaft in Streitigkeiten, die
chließlich in Tätlichkeiten ausarteten. Hierbei ergriff der
„ohn des Wirtes R. zum Messer und versetzte dem Schlosser
d. P. einen Stich in den Oberarm. P. mußte ärztliche
dilfe in Anspruch nehmen. Die Affaire verursachte einen
roßen Menschenauflauf.
Kohlen in Süddeutschland. Die Marktlage entbehrt
iuch in dieser Woche der Belebung. Wohl ist eine lang—
ame Besserung der Aufnahmefähigkeit des Marktes zu be—
bachten, indessen ist dieser Ankauf zur Hebung des Absatzes
ioch so unbedeutend gegenüber der Größe des Angebotes,
daß ein Umschwung in der Haltung des Marktes nicht er—
olgen konnte. Reichliche Beifuhren von allen Seiten ließen
den Vorrat noch mehr anwachsen, und das Angebot war
nn einigen Sorten dringend. Die Möglichkeit, einen größeren
Tdeil der angekommenen Quantitäten direkt per Bahn weiter
u verladen, war immer noch nicht gegeben. Die Industrie
isponierte wohl anhaltend, aber im allgemeinen nicht über
Losten, die hätten größere Bedeutung erlangen koönnen.
Die Außenseiter gebeu sich alle Mühe, ihre Ankünfte schnell
ibsetzen zu können. Sie wollen Auflagerungen vermeiden
ind bieten daher ihre Ware mitunter außergewöhnlich
illig an. Dies trifft auch bei englischen Kohlen zu. Die
Nachfrage nach Hausbrandkohlen hai sich etwas gehoben.
Hrobe Nußkohlen gewonnen an Juteresse. Das Geschäft
nit Gaskoks hat überaus schwer unter den billigen Ange—
»oten zu leiden, die von den Außenseitern städig an den
Narkt gelegt werden. Brechkoks erfuhr etwas besseren
Begehr.
St. Ingbert, 9. Juli. Heute nacht wurde in dem hie—
igen Schwesternhaus eingebrochen. Auf ein Geräusch hin
rwachte eine Schwester und schlug Lärm, worauf der oder
zie Diebe flohen. Der Verdacht fällt auf zwei Leute, die
gestern im Kloster bettelten.
Scheidt, 9. Juli. Vor einigen Tagen überfiel ein ver—
jeirateter Mann von hier, namens P., zwei Schulmädchen
vom Scheidterberg im Alter von 10 und 12 Jahren, uͤm
ein Sittlichkeitsverbrechen zu verüben. Als der Wüstling
ich an das älteste Maͤdchen heranmachte, fing es bitterlich
zu weinen an und erklärte, es werde ihn zur Anzeige brin—
gen. Daraufhin suchte der Unhold zu verschwinden.
(Sbr. Volksz.)
Mettlach, 9. Juli. Der Rechner der hiesigen Spar—
ind Darlehnskasse hat sich bedeutender Unterschlagungen
chuldig gemacht. Man spricht von 12 000 bis 15000
Dek. Die Geschädigten sind meist arme Fabrikarbeiter.
Wehrden, 9. Juli. Gestern mittag gegen 1 Uhr wurde
hier rus der Saar eine männliche Leiche geländet. Durch
den Schleußenmeister wurde festgestellt, daß es sich um die
reiche des am 1. Juli in Saarbrücken ertrunkenen Schiffers
Lhilipp Christoffel handeln würde.
Neunkirchen, 9. Juli. Die evangelische Kirchenver—
retung beschloß in ihrer vorigen Sitzung, das Grundstück
on Rawer Erben auf dem Hüttenberg, unterhalb Gasthaus
zrinz, zum Preise von 68 000 Mark zu erwerben. Auf
iesem Grundstück soll das evangelische Gemeindehaus mit
inem großen, etwa 1200 Personen fassenden Saal
rrichtet werden.
Kleinscheidegg, 9. Juli. Wie nunmehr feststeht, sind
ei dem Lein, A —

außer den beiden deutschen Touristen Kühn und Barthold
leßzterer aus Saarbrücken) die Führer Alexande Burgener
ind dessen Sohn aus Saas ini Kanton Walli und die
zründelwalder Führer Christian Bohren und udolf und
Zeter Inebnid. Die schwer verletzten Führer urden ins
»ospital nach Interlaken gebracht. Sie dürfn mit dem
Leben davonkommen. Von den 4 Provianttriern wurde
iner erheblich verletzt, zwei davon sind Söhn des tödlich
»erunglückten Bohren. Tas Unglück ereigne sich gegen
Uhr abends, etwa 100 Meter von der unterem Mönchs⸗
och gelegenen Berglihütte entfernt. Heute rüh ist eine
kolonne zur Bergung der Leichen abgegang;
*Geisenheim, 9. Zuli. (Wertvoses Ber—
n äch tuis.) Die Besißune Monrepos d 1904 ver—
torbenen Freiherrn von Lade ist zufolge btwilliger Ver—
ügung des Erblassers an den Tiaat gefcen. Auf Ver⸗
imlassung des Ministers ist dac Kermächts in eine
A
zandenen Obst- und Gartenanl in vbildlicher We sse
u unterhaften. Durch Angliede an 7 KAgl. Lehran—
alt für Wein-, Obst- und »— oau ird eine Ver—
bvertung für Stiftungsanlage Lehr⸗And Demonstra—
ions zweclen angennebt. Aus Dden mustaatlicher Un
erstühung hier Schausaintnnnn aus in Gesamtgebiete
»es Wein-⸗, Obste und Garues eiwrichtet, die spu—
er als Museum dem Puonnnen geöffn werden sollen.
zrößere Städte mit cigenen Gartenbaurwaltungen wer—
„en gewiß in der Lage sein, geeignete lussteliungoͤgegen
tände an dieses Museum abzugeven.
* JIugelheim, 9. Juli. (Bom rhinhestischen
Vern dau.) In den Weinbergen de Bezirkes Ingeleim,
 wie auch im Ingelheimer Grumetritt die Perono—
pora in verstärktem Maße auf, auch er Escherich wurde
erschiedentiich wahrgenommien. Die Winzer versuchten
urch nachhaltiges Spritzen diesen vexrblichen Kranthei—
Näzu begegnen.
* Wiesbaden, 9. Juli. (Schleche Zeitenn.) Die
zahl der hier in der letzten Zeit iplge des schlechten
zeschästsganges verkrachten Hoels ißsabermals um eins
erniehrt Seit gestern ist das Hotel,Bayrischer Hof“ ir
„er Museumstraße geschlossen. Das konkursverfahren ij
ereits eingeleitet.
*Karlsruhe, 9. Juli. (Som ersschnee. Au
den Höhen des Feldberges und de Belchen uspw. ha
s wiederholt geschneit. Das Vieh nuß in den Ställen
leiben.

eutschen Staaten seien, stellt die „Straßb. Neue Ztg.“
st, sie erfahre von best informierter Seite, daß an dem
tzzt festgestellten Entwurf einer elsaß-lothringischen Ver—
ifsung eine Anderung der Stellung des Kaisers nicht vor—
esehen sei.
Leipzig, 9. Juli. Heute ging der Spionage-Prozeß
egen Luͤck und Genossen nach dreitägiger Verhandlung zu
ẽznde. Die Angeklagten wurden der gewerbsmäßigen Spi—
nage für überfuͤhrt erachtet. Das Urteil lautet gegen die
Lommissionärin Zerlenga auf 6 Jahre Zuchthaus und 10
Jahre Ehrverlast, gegen Albert Luck und Weißkopf auf je
FJahre Zuchthaus und 6 Jahre Ehrverlust und gegen
zarl Luck wegen Beihilfe auf 2 Jahre Zuchthaus und 5
zahre Ehrverlust. Mildernde Umstände, wurden nicht be
illigt, indessen die Untersuchungshaft zum Teil angerechnet
die angeklagte Kellnerin Mauch wurde freigesprochen.
München, 9. Juli. Auf dem Wege von Regensburg
ierher wuͤrde ein Gefangenentansporteur im Zug von 2
neinander gefesselten Sträflingen überfallen. Sie nahmen
Im die Schlüssel ab und befreiten sich von ihren Ketten
der eine entsprang, während der Zug noch fuhr, aus dem
Vagen und entkam Der andere konnte bei der Ankunft
es Zuges festgenommen werden.
Ratibor, 10. Juli. Der 22jährige Bergmann Joseph
'anneberg aus Niederbirkenau ist hingerichtet worden. Er
atte sein vier Monate altes Kind, als dessen Vater er sich
icht fühlte, zu Tode mißhandelt. Vor Gericht war er
oll geständig.
Berlin, 11. Juli. Dem Reichskoloniglamt und der
D'amantenreg'e ist der „B. B3.“ zufsolge von einem Pri—
aldetektiv' Anzeige erstattet worden, daß für mehr als
»wei Millionen, auf den Feldern von Südwestafrika ge—
chürste Dia manten aus Lüderitzbucht her usge—
chmuggelt worden sind, uund daß der Landesfiskus
uuf diese Weitje um Zollgebithren n Höhe von 700 006
Mark betrogen worden ist. Rie Diamanten sollen von
den Besitzern Fraen übergebeun worden sein, die diese
unter den Kleidern versteckt mit kach Kapstadt nahmen
Ils auf die Anzeige hin die Fratten festgenommen wur—
»en, fand man die Diamaunten nicht mehr bei ihnen. An
ustundiger Stelle erklärt man uns, daß von dieser Sache
ort nichts belannt sei.
Paris. 10. Juli. Wie der Win ster des Aeußern im
Ninifterrat mitteilte, haben die vrer Schuzmächte der In—
al Kreta dem Exelfutiv?!cmitec cin Uhbtimatum ge—
ellt, wonach die Schunmmächte jpätestens am Montag die
Truppen auf der Insel landen d sämtliche Hafenzolläm—
er mit Beschlag belegen, falls as Exekutivlomitee nich.
orher den Bedingungen der Großmächte entspricht, ins
—
mten
vieweYork, 11. Juli. Nach einer Meldung des „He—
ald' haben die Unruheu in Ynenkiang revolu—
ioniren Charalter. Uniforuerte Ruhestörer attackierten
sie Truppen, wurden aber unter schweren Verlusten zu
ückoesch! agen.
Paris, 9. Juli. Dic nach Casablanca zurückgekehrten
ruppen berichteten von der Wildheit der Berberstämme,
nit denen die französische Kolonne bei Tadla in ein Ge—
»cht gekommen war. Mehrfach gerieten die Senegal—
hützen mit den wütenden Angreifern in ein Handgemenge
ind mußten sich der Bajonette bedienen. Die Soldaten,
ie bei den Kämpfen gefallen waren, wurden von den
Narokkanern entsetzlich verstümmelt.
Paris, 10. Juli. In der Nähe des Arodroms von
Fuvfiy stießen zwei stark besetzte Straßenbahnen zusammen
1 Personen wurden schwer verletzt.
Wien, 11. Juli. Ein mißglückter Fluchtversuch Hof—
ichters, der von dem Verbrecher gleich nach der Verurteil—
ing unternommen worden ist, wird erst jetzt durch die
Presse in der Oeffentlichkeit bekannt. Hofrichter versuchte
iach seiner Einlieferung in die Anstalt Moellesdorf zu ent—
liehen. Seit jener Zeit wird er unter doppelter Bewachung
ehalten.
Wien, 11. Juli. Die „Zeit“ meldet aus Innsbruck:
zom Seehof sind drei reichsdeutsche Sommergäste, eine
dame und zwei Herren, abgestürzt.
Zürich, 10. Juli. Das Observatorium auf dem Mont
zlance, das 1885 unter großen Kosten errichtet wurde, ist
ach Angaben zurückgekehrter Mont Blanc-Besteiger von
zletschern überdeckt und zerstört.
Belgrad, 19. Juli. Nach Meldungen serbischer Vlättter
oll die judenfeindliche Bewegung in Bulgarien einen immer
rößeren Umfang annehmen. Nach Berichten aus Sofia
ereiten sich viele bulgarische Judenfamilien vor, aus Bul—⸗
arien auszuwandern und sich eventuell in Serbien nieder—
ulassen.
London, 11. Juli. Bei einer Vorstellung in Coventoy
»rlitt die bekannte englische Fallschirmkünstlerin Fräulein
Zpenclo, die zur Feier eines Festes mit einem Ballon auf—
gestiegen war und sich aus einer Höhe von 1000 Fuß mit
inem Fallschirm niederließ, schreckliche Verlezungen. Zum
entsetzen der Zuschauer öffnete sich der Fallschirm nicht
Atttkndig und ARrkusoin Snyenclo fiel auff das Doch oirον

cabakfabrik. Von hier aus stürzte sie dann 40 Fuß tier
u Boden nieder; bewußtlos und blutüberströmt wurde die
dame in einem Automobil nach dem Hospital transportiert,
bo man an dem Körper der Verunglückten schwere Ver—
etzungen an den Armen, Beinen und Rücken feststellte.
Petersburg, 11. Juli. Aus dem Reich meldet man
rin heftiges Umsichgreifen der Cholera. Es sollen schon
etzt mehr als 10000 Menschen cholerakrank sein. Es ist
u befürchten, daß angesichts der in Rußland herrschenden
zroßen Hitze die Epidemie einen noch weit größeren Umfang
innehmen wird. Hier sind neuerdings sieben Neuerkrank—
ingen von Cholera vorgekommen.
Cherson, 11. Juli. Heute rannte ein aus Odessa
ommeénder Dampfer gegen den Passagierdampfer „Loki“,
essen Dampftessel explodierte. Der „Loki“ sank. Viele
Nenschen sind ertrunken.
Schanghai, 9. Juli. Die halbamtliche chinesische Shang
ai⸗Times mißt dem russisch-japanischen Vertrag die größie
zedeutung bei und sieht das Ende der Politik der offenen
zür und der Staatshoheit Chinas in der Mandschurei und
Nongolei sowie des Ende das englisch-japanischen Bündnisses
oraus. Die Zeitung spricht die Hoffnung aus, daß die
ztaatsmänner Chinas die Folgerungen aus der veränderten
tage ziehen werden.
Portsmouth, 11. Juti. Die britische Admiralität hat
estern in Port albert bei Yarmouth auf der Insel Wigth
nteressante Versuche machen lassen mit der Abseuerung
»on Granagten, die bei Nacht auf ihrer Flugbahn leuchten.
Die Armeetechniker sollen von diesen Versuchen einen
tarken Eindruck empfangen haben. Die Abfeuerung wird
»urch ein Schraubenarkangement hervorgerufen. Beim
Abfeuern zeigt sich am Fuße der Granate ein starkes Licht,
zus einer großen Flamme bestehend. Das Geschoß leuchtet
iuf der ganzen Flugbahn, so daß sowohl auf See als auf
dem Lande bei Nacht die Wirkung des Geschosses genau
eobachtet werden kann. Imeressant war die Wirkuug
ei den sogenannten Ricochet-Schüssen.
Newyork, 11. Juli. Eine Werft in Philadelphia baut
etzt ein Kriegsschiff für Argentinien, das um 7000 Tonnen
rxößer wird als der größte englische Dreadnought. Dies
irgentinische Kriegsschiff wird das größte der Welt.
Newyork, 11. Juli. Das hiesige Konfektionsgeschäft
st durch den Generalstreik lahmgelegt, an dem gegen 50⸗
is 80 000 Arbeiter teilnehmen; sie sollen reichlich Geld—
nittel haben, und es wird der schwerste Lohnkampf seit 16
zahren erwartet.
der phosphorsaure Kalk ist ein
notwendiges Material
zum Aufbau des Knochengerüstes
ind unerläßlich bei der Zellenbildung. Leicht
ind angenehn kann man den phosphorsauren
Aalk dem kindlichen Körper zugänglich machen,
venn man den Kindern recht oft Dr. Oetkers
pudding gibt, denn Dr. Oetker's Puddingpul⸗
der enthält phosphorsauren Kalk in hinreichender
Nenge. Im letzten Jahre wurden für Dr. Oet—
zers Puddingpulver 10000 Kilogramm phos
horsaurer Kalk verbraucht.
eια! — — üüü—
v
Zwangsversteigerung.
Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in der Ge—
neinde Dudweiler belegene, im Grundbuche von Dudweiler,
Blatt 36 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsver⸗
nerkes auf den Namen der Eheleute Bergmann jetzt Wirt
Valentin Baldes und Sofie Wilhelmine geb. David zu
dudweiler eingetragene Grundstück Flur 9 Nr. 620, 110,
Provinzialstraße Nr. 132. Geb. Rolle 687. Hofraum und
dausgarten, 3,34 Ar:
a) Wohnhaus mit 540 Mark Nutzungswert,
by Schlachthaus mit 24 Mark Nutzungswert,
c) Schweinestall mit 12 Mark Nutzungswert,
am 21. Juli 1910, Vormittags 10 Uhr durch das unter—⸗
zeichnete Gericht zu Dudweiler — Wirtschaft von Wwe.
arl Riedschy, Saarbrückerstraße 2561 — versteigert
werden.
Saarbrücken, den 23. Mai 1910.
Ronigliches Amtsgericht 11.
— — — — —NE — ——

Hegen das Schmieren. Da le Marineverwaltung
reuerdings scharf gegen das Schmigelder-Unwesen in der
aiserlichen Marine vorgeht, haben die Lieferanten sich
ntschlossen, die Verwallung in diem Vorgehen tatkräf⸗
ig zu unlerstützen. Vor kurzem hite die Bäcker-Innung
u Wilhelmshaven beschlossen, von jedem Mitglied, das
n Marineangehörige in unlautere Absicht Vorteile ge—
oährt, eine Konventionalstrafe vor 300 Mark für jeden
zall zu erheben. Einen gleichen Feschluß hat jetzt auch
ie Schlachterinnung Rüstringen gfaßt.
Die Cholera. Die Stadthaptmannschaft Kertisch in
tußland wuͤrde für choleraverdäcig, das Gouvernement
diina für choleraverdächtig erklän — Nach einer sieben—
agigen Unterbrechung sind in stersburg jetzt wieder 7
cholerafälle festgestellt worden.
Erxplosion. In der Gasfarik von Meour (Frant—
eich) wurden durch eine Explcon sieben Arbeiter ver⸗
etzt, unter ihnen fünf lebensgeihrlich.
Zugentgleisung. Auf der Sekundärvahnumnie Paris—
rpalbn entgleiste in der Nähevon Monthery ein Zug,
»obei 15 Reisende zumeist lchte Verletzungen erlitten.
Schätze der Tiefe. AusTherbourg wird gemeldet:
zor turzeun wurden von einei Baggerschiff an der Küste
wei Silberbarren im Gewicke von 56 Kilogramm em—
orgezogen, welche die Jahrezahl 1692 trugen. Nach⸗
orfchungen ergaben, daß de Silberfund wahrscheinlich
on zwei in der Seeschlacht bei Hogue gesunkenen Schif—
n der holländjsch-englischen Flotte herrühren dürfte. Die
darinebehörde veirauie mitder Bergung eine Reederei—
rma, welche sich verpflichte, 20 Prozent der eiwa auf
Esee MNtorio aliar

steueste Nachrichta und Telegramme.
Berlin, 11. Juli. Geern abend 7einhalb Uhr wurde
mder Wohnung des Heizes Fath in der Elsaßerstr. 32
ie Prostituirte Wilsen, di anfangs der 20er Jahre stand,
ot aufgefunden. Der at dringend verdächtig ist ihr
rüherer Geliebter Georç Olschinski aus Warschau, der
ↄfort nach der Tat flüchg geworden ist.
Berlin, 9. Juli. De „Verl. Ztg.“ meldet, daß dem
deichskolonialamt und dr Diamantenregie von privater
zeite die Anzeige erstatet wurde, daß für mehr als zwei
Nillionen Märk auf de Feldern von Südwestafrika ge—
hürflen Diamanten au Lüderitzbucht hinausgeschmuggelt
orden sind und daß dr Landesfiskns um die ihm zu—
ehenden Zollgebühren im Betrage von mehr als 700 000
Nark betrogen wurde. Die Versolgung der Schmuggler ist
ereits eingeleitet
Straßburg, 10. zuli. Entgegen der Meldung der
sat.«Zig.“, der Kaier solle darnach streben, Landesherr
πιανο merden. wogegen aber die füd—

Instrumental VDerein 3
* ermissen
Heute, den 11. Juli nachmittags b
3 ——— e bei Ww Sie bei Ihrem Kinde die Gesundheit, so
pee. Der Dirigent. geben Sie ihm
— —— z. Stempfles Kinderzwiebackmehl
gel Sene— G. Stempfles Kinderzwieback.
zerlangenSie Gratisproben. In allen
P s huh aus Apotheken, Drogerien und Kolonialwaren—
geschäften erhälilich.
preiswert zu verkaufen. qz. Stempfles Kinderzwieback und Zwiebackmehl, Oberstdorf
ainn, Kgl. Steiger. bayr. Alpen.
IIn Dudweiler zu haben bei Karl Auler. Adler⸗Drogerie.
Im Kirchberg'schen Saale
Herrensohr. MesaßehetHa
Gastvorstellung der Bräuning'schen
Theaterqesellschaft in Dudweiler.

Jesus!

08

⸗ *
—817 16
. 414 — 480—6

Tode
5.M
nzeige.

Dem Herrn über Leben und Tod hat es gefallen,
unsere geliebte teure Gattin, Mutter. Tochter. Schwester,
Schwägerin und Tante
a
kFrau bagtwirt Job. Iicoh
J
—ED

—X
Frau oder
Stundenmãädchen!
ur vormittags gesucht.
Wer? sagt die Eypedition.!
)rima Limburger Käse
45 Pfennig,
düßrahmbutter
1.35 Mark,
Kübenkrauf 8en
dalaköl er Liter 0 Pfs—
ODfi. Spier.

Carmen die Zigeunerbraut.
gomantisches Schauspiel mit Gesang in 5 Akten von Gustav Braun
1. Platz 1 Mark, 2. Platz 50 Pfg, Stehplatz 30 Pfg.
ks ladet höflichst ein
A. Bräuning, Direktor.

nach kurzem schweren Leiden, wohlversehen mit den
il. Sakramenten der kath. Kirche, im Alter von 28 Jahren
zu sich in ein besseres Jenseits abzurufen.
Verwandten, Freunden und Bekannten diese shmerziche
 Mitteilung machend, bitten um stille Teilnahme
die trauernden hinterbliebenen.
HERRENSOHR, Dudweiler, Steigerhaus, Diedenhofen
und Altenkessel, den 11. Juli 1910.
Die Beerdigung findet Mittwoch, morgens 9 Uhr 45 Min. vom
Sterbehause Marktstrasse 6 aus statt.

zchöne
W
ohnung
wei Zimmer und Küche, sofort zi
er mieten.
Jakob Schneider,
Gartenstraße 14.
Alles Zerbrochent
ohne Ausnahme kittet dauernd
aufs bewährteste ges. gesch.
AUniversalkitt
Echt bei Heinr. Heinz, Dudweilen

zu — *
lachener bebafian-Hprullel
Heil⸗ und Tafelwasser.
Alleinvertrieb
Biergroßhandlung Johanu Weber
r ——

8
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.