ins seine irdischen neverreste veigesetzt werden. Sein Sohn
Konstanun aber vestinmmte dann, hicrin eine Ueverhebung
erblickend, die übrgen 12 Nischen zur Aufnahme von
Brabmälern der kaiseriichen Famttie. Schrörs meint nun,
dieses kaiserliche Mausoleum habe als Vorvild gedient,
aAs man am fränkiischen Hose erwog, wie Karl am wür—
digsten beizuseßen sei. Vieleicht habe also die Absicht
hestanden, auch die übrigen Nischen päterhin mit den Sar—
lophagen der Nachfolger Karls zu besetzen.
Die smarte Forsthehörde. Eine amtliche Bekannt—
nachung, die — nicht zum Schaden ihrer praklischen Wir—
ung — von der übiichen bureautratischen Form gänzlich
ahoweicht, allerdings aber auch stark an modern⸗sensationelle
ßeschäftsresame amerikanifchen Stils erinnert, findet sich
u Len Wälbern sener Stadt, die der Hauptmann und
Zchuhenacher Voigt berühmt gemacht hat. Von hundert zu
pundert BWeiern leuchten dort von den Stämmen der
Bäume dem Wanderer große, rote Ptakate entgegen, in
Vordaut und Druck wie folgt:
Es muß auerkannt werden und erfüllt jeden Natur—
reund mit Genugtuung, daß, wenn die Frühjahrssonne
am blauen Himmelszelt
cheint, die Wege und
Bahnen
»er Spaziergänger und Ausflügter nicht mehr wie früher
inen
Kometenschweif
zon Papier und Aofällen hinter sich lassen, sondern daß
der Aaldboden und die
Er de
einen erfrischenden, saubern Eindruck machen und kein
dild dor
Verwüstung
darstellen. Auch das Verbot des auchens findet immer
nehr Beachtung, so daß die Zahl der waidvernichtenden
ind aus Unachtsamteit entstehenden
Feuer
utschieden zurückgegangen ist. Ein Wald, der durch Pa—
hier, Scherben, abgerissene Zweige usw. verunziert ijt,
fFt als Erholungsort dem
Untergang
zeweiht, dagegen kann der Spaziergänger in einem sau—
zer gehaltenen Walde nach der Woche Last und Hitze
aufatmen.
Bei der Liebe des Deutschen zum Walde, die ihm
eit Jahrhunderten eigen und wohl in ihm
ewig leben
wird, kann auch ferner auf Mithilse des Publikums ge—
zechnet werden, sodaß die Waldungen um Berlhkin bleiben
vorden ein Vorbild für die Wälder bei andern Großstäd—
mahten und für die Besucher eine Stätte
— dauerunden Wohlbehagens.
3 Vberförsterei Köpenick, im Frühjahr 1910.
———— Kottmeier,
NQNsniglicher Oberföriter und Amtsvorsteher
Lokales und Vermischtes.
Dudweiler, den 9. Juli.
Bergtechnisches. Herr Steiger Escher zu Grube
kamphausen hat neuartige Schüttelrutschen konstruiert, die
vegen absolut geräuschlosem Gang bergpolizeilich aner—
tannt sind. Auch eine Vorrichtung, um den Gang der
Motore ohne Geräusch zu halten, hat Herr Escher kon—
struiert und bereits dem Deutschen Patentamt unterbreitet.
die Frage, die schon ungefähr 2 Jahre lang die Betriebe
beschäftigt, Schüttelrutschen zu haben mit ruhigem Gang,
damit die Arbeiter das Brechen der Zimmerung und Lösen
des Gebirges sofort vernehmen und sich in Sicherheit bringen
önnen, scheint nunmehr end zültig gelöst zu sein.
Verloren wurde auf dem Wege von Herrensohr nach
Dudweiler ein 30-Mark-Schein. Da der Schein nicht Eigen—
um des Verlierers war, ist der Verlust ein größerer zu
riennen. Der redliche Finder wird um gütige Nachricht
in die Geschäftsstelle der Dudweiler Zeitung gebeten.
saison-Theater. Am Sonntag kommt zur Kindervor—
tellung das reizende Märchen „Sneewittchen“ zur Auf—
ührung. Abends geht das größere Volksschauspiel, Deborah“
»der „Christ und Jüdin“ über die Bretter.
Das Wetter war gestern einigermaßen passabel —
rotzdem es verschiedene male schwer regendrohend war,
jat es nicht geregnet. Infolgedessen wurde gestern schon
ine große Menge Futter eingebracht. Heute sieht es genau
rus, wie gestern, auch ist es heute morgen ebenso kühl —
13 Grad Celsius. Voraussichtliche Witterung: Leichte
zesserung, aber nicht anhaltend.
Scschaufliegen. Die 1. Elsaß-Loihringische Mono- und
RSeroplan⸗Fluggesellschaft in Straßburg veranstaltet am 17.
aund 18. Juli auf dem Saarhrücker Exerzierplaß ein
Schaufliegen.
5pichern⸗Gedenkfeier. Der Vorstand des Kreiskrieger—
herbandes Saarbrücken ladet durch Rundschreiben vom 5.
ds. Mts. die Krieger- und Militärvereine des Kreises zu
der Gedenkfeier am 6., 7. und 8. August ds. Is. ein und
.. — —
hart. „Wie's triffi, so trifft's, sangen ne und gehen durch
Dick und Dünn.“
Ein langgezogener Ton vom Flusse her brachte Leben
in die Kolonne. Die Brücken waren fertig; die Pioniere
datten ihre Schuldigkeit getan. Nun schmetterten die Hörner;
die Regimenter schwenkten in Kompagnien ab und mar'chier—
en in Halbsektionen über die Maas.
Dann ging es vorwärts auf der Straße, die nach
kKorden abbiegt, Artillerie und Infanterie nebeneinander.
lllen voran jagte der preußische Utan, der über Hecken und
ßräben setzte, und die geschlossenen Tirailleurletten der Feinde
museinandersprengte. Das neunte Jägerbataillon scuberie die
echte Flanle von den versteckten Franktircurs, welche aus
vusch und Wald auf die geschlossenen Heermassen schossen.
Zie wurden ohne weiteres niedergemacht. Wenige flüchteter
auf ihr Gros zurück, von den Jägern so lange verfolgt, bis
Riefen eine ratschende Mitrailleusenbatterie Halt gebot.
Indessen hatte das zweite bayerische Infanierieregie—
nent, welches die Givonnehöhen nach Stürmung des Parkes
son Montvilliers erklommen, diese feindliche Batterie über—
lügelt, wur ihr in die Flanke gefallen und hatte die Ka—
ion iere, soweit sie nicht davongelaufen waren, niedergemacht.
Ladurch wurde die Givonneschlucht frei; die sächsischen Re—
gimenter konnten unbelästigt vordringen. Das 107. Regi—
nent stürmte La Monzelle, das 108. rückte bis Bazeilles,
vo ihm Verhaue und Erdschanzen, hinter denen Kanonen
zeftig Kartätschenlabungen jpieen, ernsthafte Hindernisse in
»en Weg sietlten. Allem Anscheine nach mußten die Franzo—
en hier einen größeren Heereskörper zusammengezogen ha—
nen und zu hartnäckigem Widerstande entschlossen fein.
Unter dem Hagel der Geschosse zogen sich die fächsischen
Schützen gegen die Mulde des Givonnetals. Der Nebel wich
illmählich hinter ihnen, aber vor itznen ballten sich Rauch
ind Pulverdampf zu greisbaren Massen zusammen. Man
appte wie im Dunkel der Nacht. Doch in der Schlucht war
Tyrolt zu Hause. Er stellte sich an die Spitze des Batail—
ons und führte es so, daß es unbelästigt von Freund und
Feind bis jenseits der Schanzen zu dem Schlosse Beurmann
Jjelangte. Hier erst wurde seine Annäherueng bemerkt. Die
Franzosen, meistens Marinetruppen, hatten die Fenster des
Gebäudes zu Schießscharten umgaewandelt. Auf einem Schnotf
enverge des Partes stand eine BVatrerre, die sosort ein ded
haftes Feuer eröffnete. Allein wieder gelang es der neunen
Kompagi.ie, die Flanke zu gewinnen. Durch die Parl—
imlagen, gedecht von dichten Bihen, rückte sie dis zum
Berge, und drang so unerwartet und unwiderstehlich vor,
aß die Kanoniere nicht Zeit fanden, die Pferde anzustrengen,
londern fliebend die Geichüße im Stiche ließken Wer 6
—
ittet die Vereine um baldgesällige Mitteilung, in welche.
tärke die einzelnen Vereine an der Feier am Fuße des
pichererberges am 7. August teilnehmen und ob die Ver
ine mit oder ohne Musik kommen. Da diese Feier änge—
ichts des Spichererberges eine gewaltige Kundgebung für
die deutsche Einheit und die Helden von 1870 71, die uns
diese in heißem Ringen erkämpft haben, darstellen soll, se
ist eine möglichst vollzählige Teilnahme aller Mitglieder
der Vereine dringend erwünscht. Der Kreiskriegerverband
spricht daher die Bitte aus und gibt sich der Erwartung
hin, daß die einzelnen Vereine geschlossen und in voller
Ztärke zu dieser Feier erscheinen werden. Wo dies nich—
nöglich ist, soll mindestens eine stattliche Deputation mi
Fahne entsandt werden. Auch bezüglich der Teilnahme der
Vereine an dem Komerse (Eintritt 0.30 M., Veteranen frei
un 6. August und an dem Besuche des Schlachtfeldes an
3. August werden die Vereine gebeten, dem Kreiskrieger—
erbands-Vorstande bis spätestens 20. Juli Mitteilung zr
iachen. Um die Erinnerung an den ruhmreichen Krieg
ei allen Mitgliedern des Verbandes zu wecken und neu zi
eleben, empfiehlt der Verbandsvorstand den Vereinsvor
änden, für den Nachmittag und Abend des 7. August ein
utsprechende Feier in den einzelnen Vereinen zu veran—
talten, vorausgesetzt, daß dadurch in keiner Weise die Teil—
tahme an der am Vormittag stattfindenden allgemeinen
ßedenkfeier am Fuße des Spichererberges beeinträchtig!
vird. Wegen Gestellung notwendig werdender Sonderzüge
vird das Weitere vom Verband aus veranlaßt. Einla—
zungen und Einrtrittskarten gehen den Vereinen nach erfolg—
er Anmeldung baldigst zu. Die weiteren Vorbereitungen
des Verbandes (Zugordnung, Extrazüge ꝛc.) hängen vor
der Anzahl der Teilnehmer wesentlich ab, deshalb ist ein
hnellste Einsendung der vorerbetenen Unterlagen dringen?
rforderlich.
Uber die tödlichen Verunglückungen im Ruhrkohlen—
ergbau bringt der „Glückauf“ eine Statistik für das Jahr
909. Auf den Bergwerken und Aufbereitungsanstalten
ie der Aufsicht des königlichen Oberbergamtes zu Dort
rund unterstellt sind, waren in diesem Jahr 341 815 Ar—
eiter (gegen 336 061 Arbeiter im Jahre 1808) beschäftigt
Jon diesen haben 778 (gegen 1096 im Jahre 1908) oder
,276 (3,261) auf 1000 durch Betriebsunfälle den Tod
sefunden. Der auffallende Rückgang gegen das Vorjgh—
st auf das Massenunglück auf Zeche Radbod im Novemb.
908 zurückzuführen; auf Radbod waren damals 341 Berg—
eute zu Tode gekommen. Wenn man die verschiedenen
Arten der Betriebsunfälle berücksichtigt, so hat das Zusam—
nenbrechen von Gebirgsmassen (Stein- und Kohlenfall)
erhältnismäßig die meisten Opfer gefordert; hierbei sind
77 Mann in einem Jahr ums Leben gekommen. Viele
Ipfer waren auch in den blinden Schächten und Strecken
nit aufwärts und abgehender Förderung zu verzeichnen;
sier kamen 71 Mann allein durch Sturz zu Tode und 75
urch die Förder- oder Bremseinrichtung oder einen Förder—
vagen. Verhältnismäßig gering waren die tödlichen Un—
älle durch Explosionen; hier waren nur 12 Todesfälle
urch Betriebsunfälle zu verzeichnen. Die doppelte Zahl
“todesfälle wie durch Explosionen waren bei der
zchießarbeit festzustellen. In der Rubrik „Auf sonstige
Veise“ finden sich folgende eigenartigen tödlichen Unfälle:
Arbeiter verunglückten tödlich durch Anprall mit dem
dopf gegen das Hangende; 6 Mann durch Verletzungen
nit dem eigenen Gezähestück; 1 Mann starb durch Über—
instrengung am Herzschlag; 1 Arbeiter :vurde von einem
enscheinend tobsüchtigen Schlepper mit einem, Schienenstück
rschlagen. Von den 778 tödlichen Unfällen kamen 672
uf den Betrieb unter Tage und 102 auf den Betrieb über
dage. Unter diesen 102 Fällen sind nicht weniger als 22
kodessache solcher Personen, die nicht zur Belegschaft ge—
örten, aber durch den Bergbau oder auf bergbaulichen
Inlagen ums Leben kamen; u. a. ertranken in dem Bassin
iner Wasserkühlanlage 2 Schulknaben und 1 Unternehmer—
rbeiter; 1 Berginannsfrau wurde beim Abbruch einer
zude von einer stürzenden Bretterwand erschlagen, 1 In—
senieur, 1 Monteur und 1 Anstreichermeister verunglückten
zdurch Berührung einer elektrischen Hochspannungsleitung,
ind 1 Arbeiter wurde auf einer brennenden Halde durch
Bafe erstickt aufgefunden
Lanzen mit „Kugelspitzen“. Wie der Korre«spondenz?
„Heer von Poutik“ von mililärischer Seite mitgeteilt wird,
inden jetzt hei mehrerer Kavallerieregimentern (Braunschweig
satibor, Straßburze usw, Versuche mit einer neuen Arf
»on Lanzen statl. Ten Wersuchen liegen die Erfahrungen
u Grunde, die in den letzten Kriegen mit der Brauchbar—
eit gemacht wo⸗den sfind Bei einn hettigen Augrissist
die Lanze zu tief in den feindlichen Körper einged ungen
ind ist dadurch für den angretfenden Kavelleristen ceradezu
u einem Pindernis geworden Abgesehen davon, daß die
»erwundung schiverer als notwendig wurde, ist der Lanzen—
äger oft im weiteren Verlaufe des Kampfes des Gebrauches
oiner V heF—' —ran hat »u diesen j
—
vioerseßzie, wuroe medergestoßen. Tyrott aber ließ zwei
zeschütze, die nicht demontiert waren, sosort gegen das
zchloß richten und gegen eine Abteilung Zuaven, welche,
us dem Gehöfte hervorbrechend, den Artilleristen zur Hilfe
ommen wollten, feuern. Trotzdem die Sachsen nicht beson—
ers zielten, richteten die Kartätschen doch Schaden genug un—
er den Söhnen Afrikas an, so daß diese sich heulend in die
zchloßmauern zurückzogen. Das bayerische Leibregimen.
atte den Augenblick der Bestürzuug wahrgenommen. Mil
urrah drang es vor. und erzwang sich den Eincang zum
ichloß. Aau i ——
Die Türen wurden aufgebrochen, Treppe für Treppe,
Zimmer für Zimmer gesäubert und die Feinde herausgetrie—
„en, oft so, daß sie durch das Fenster flüchten mußten, wo
ie dann den wärmsten Empiong durch die eigenen Kanonen
anden.
Im Souterrain drängten sich die Gefangenen zusammen,
ie laut um Gnade baten. Sie wurde allen Unisormierten,
durkos und Marinesoldaten, gewährt. Dic Civilisten indessen,
»ie mit der Waffe in der Hand geirofsen wurden niederae—
nacht.
Während die Hundertachter Halt machten, um die Er—
olge der Artillerie abzuwarten, marschiexten die Bayern vor⸗
värts und drangen bis zum Marltplatz von Bazeilles vor.
dier wiederholte sich immer wieder das fürchterliche Schau—
piel, daß die Häuser von den heimtückisch seuernden Ein—
oohnern gereinigt werden mußten. Tod war ihr grausames
os und Einäscherung der Häuser die schreckliche Folge.
Das dritte Bataillon der Hundertachter lagerte in der
zivonneschucht, unmittelbar neben der zerstörten Vitla Beur—
taunn. Nach dem heftigen Ringen wurde ihm eine kurze Rast
ergönnt. Die Schützen reinigten ihre Gewehre, wujschen die
»on Rauch und Blut entstellten Gesichter, lühlten ihre Wun—⸗
en in dem klar zu Tal fließenden Quell. Die neunte Kom—⸗
agnie hatte bei dem Sturme abermals elf Mann und einen
Anteroffizier verloren. Nur Tyrolt, welcher in der Hitze des
kdampfes seinen rechten Arm überanstrengt hatte, sühlte die—
en kraftloser als je. Einen leichten Riß im Gesicht veachtete
erx garnicht. Neumann hatte ihm denselben mitten im Pulver—
ampf mit englischem Pflaster zugeklebt.
„So'n Gefitzel“, hatte er gesagt. „Sie beschmuddeln ja
zie nagelneue, scheene Uniform.“
Der Hauptmann war ganz Freude und Siolz.
„Sie werden dekoriert“, sagte er zu seinem Leutnant,
ist so sicher, wie wir heute noch einen Mordskrawall
aben.
Indessen der Donner der Geschütze unaufhörlich über ih—
»m Sqaubpte ralsste das Ssoindgdewehr hald feriter. aln öhor
ehrfach Vorkehrungen getroffen, durch die dieser
d beseitigt werden sollte. Es haätte sich aber keine
brauchbar erwiesen. Nun ist man dazu über—
Lanzen „mit Kugelspitzen“ zu verwenden. Die
ig dieser neuen Lanzenspitze ist folgende: In einet
Entfernung von der Spitze, welche die Form der
Lanzenspitzen noch beibehalten hat, befindet sick
. welche der Lanze übrigens ein sehr gefälliages
Werleiht. Der wesentlichste Vorteil dieser Kuge
behdarin, daß der Stoß der Lanze dadurch au
zelrd Selbst bei dem deftigsten Angrisf tann di
Sal in den Körper des Feindes nicht weiter ein
drir bis zu dem Punkt, wo die Lanzenspitze in de
9 Es waren Befürchtungen laut geworden
9— einer solchen Lanzenspitze getroffene Feind
Itampfunfähig gemacht wird, sodaß der Angrif
nri Wert verliert. Diese Belürchtungen sind
idlos. Die Kugel ist soweit in der Spitze
* daß der Angriff von vollem Erfolge gekrön
die gduer wird in jedem Fall völlig kampfunfähig
peinderi nur das Zuweithineindringen in der
i den jetzigen Lanzen kann der Soldaft
—* — nun nicht mehr die Gefahr besteht, das
üsehen Reiterangriff di⸗ Lanze für ihn ver
Ieee Es werden mit dieser neuen Art noch
idhe Versuche vorgenommen, die voraus
ichtlich allgemeinen Einführung Veranlassune
zeben we
—— Wie erinnerlich, hatten verschiedene
ae— ivführer das ihnen bei Versetzung in den
Ruhestand gedachte Allgemeine Ehrenzeichen dankend
und bestinr ißgah Sieser Vernckte dat sowohl im
Ministerium
don der Generalordenskommission und bei
ee stark verschnupft Nunmehr hat Herr
von Breiten 9 uͤr kal cn
ndere trnge des Kaisers an für —8— isen
—8 Erlaß gerichtet, wonach die Lokomotiv
e Rugemarer Pensionierung nur noch das Kreuz
lachvic genzeichens beantragat werden dürite
icht Se llgemeine Ehrenzeichen besitzen oder
eden, wengen, 4 alasse dürfte dagegen beantrag'
ehr ig effende bereits das Kreuz des Rllgem
Threnzeichens. icht
Von der Lst gicht Die schönen Hoff
die Feroeed Juli. Die schönen Hoffnungen.
Aastort, wit * 14 Tagen hatte. sind vielfach
d —5 ben Herbste ist es Essig Die bessere—
* Iroen Ieen der Regenperiode vor 14 Tager
n SEidie Blüte, die mittleren standen
n der Vloͤte undüngeren Lagen sind heute noch
hiermit urg — den den die schlechte Witterung
— dn hue uoch nicht bemessen. In
n q, wie viel oder wenig Träubchen
n — RLVer Heuwurm, hat begünstigi
e vielen Lagen, auch noch die
e eronospora zeigt sich in allen
— eine schadenbringende Wirkung
zuo geücbt r baden inzet hofft noch immer, denr
d en snß aufhören. Die Forderungen
»t hei den kleineren Beständer
Saargemünd, 8. Einen gräßlichen Unfall erlitt
orgestern morgen das adhe deg Schlossermeister
veis, Die Mutter mi 77 e ers
as Brüderchen hob jete Zeit aus dor onun
* „Eleine aus dem Bettchen, die
lur mit dem Hemdchen di ühe
jatte die Mutter einent„ — ne 7
n den das Kind ftütztehrem Waner hedn
Brust und Leib, sind reder — ——6
3weifel trägt,—ob das Kiter Natar⸗ so daß dr Arz
rauturt. 3. Zueben erhalten werden kann
rorn) Gestein abend wem, Aufo überfah
Feautsurt a. d. O. auf'. 65jährige Lehrerin aus
Zmiobu überfahren und iferstraße von einem Au
d nach nach Einlieserud schwer verletzt. daß si
——— is städtische Krankenhau«
Wiesbaden, 7. Juli J
die em Jahre werden he ndfürsforge.) Ji
der Echule entaffenen Kna, mehrfach für die au—
ler. an denen mirnerische Uetelnachmittage eingerich
im vorigen Jahre wurden fattsinden sotlen Schon
benn enVersuche gemacht. demehreren Regierungs
Rarusruhe, 8. —
den deß Landes sommen verschiedenen Gegen.
erschaden. So ist in Neubul iber Die Hochwol
erehn Tagen die danze Ger Amt Stuingen, se
nter Wasser, vhue dahlnd Teile des Or
re. Von Aner Ernie tamnvesserung abzusehen.
die Uebershwemmung des Rhlede meyr seim nda
das Druckwasser alles vernichte zum größten Tei
Licht das Wahßser fast bis an di vn hin Kellerr
anenaüse aust weil dein Das Vieh wirt
zyhl, Amt Emmendingen, siehenehr vn ist· Be
ergang umser Wasser Kartoffe und Wiesen wie
re a die Fenc Weljchtorn sin⸗
ver deut
zeln voer in ganzen Satben i— e
ine hatbe Sturde beschäftigungslotsangen ne wor,
dolonnen Luft. Signale ———— vekamen die
Sachsen gingen tambaur hattant dur marsch, und die
Jesechi und Wald ins
Ihnen standen Turkos gegenüber, Z
zriffe schlecht scoosfen Mt Hurrah über alle Se
ie Landstraße und trieb die Feinde do Bataillon
Bazailles im Rücken lag. Das Dorj er, bis ihnen
ind preußischen Jägern erstürmt word den Bayern
ah es entsetzlich aus. Die Türen wanden Smwaßer.
Fensterflügel aus ihren Angeln gerisseNagen. die
Zaufenweise lagen die Leichen auf den vertruͤmmert.
Zaner standen in Flammen, ein herzbrellen. Viele
Lhrou, der jeden Giein, jeden Winlelr uAnolid gfur
enden Orte getannt hatte. —BB
Der Befehl „Vorwärts“ ertönte. IF
hatte sich der deind vderschanzt und bei Bade Maas
ingefahren. Schritt für Schritt verteidigt« heerhen
n ve Weg zun
zestung. Mitten in der Schußlinie lag d Frr
och unberlebi, denn das wülende Ringen Bourlie
hr bisher ferugeblieben. Noch prangten di hen wa
aftigen Grün, die Weinberge im Aebenschlelder in
aln vder Weigenschläge, vom sieißigen Pfiugsie Stop
en den sungfranlichen Srdgeruch aus, nicht!- hauch
zataillonen Blutgestank und Verwefung. — d
ar öde und menschenlos; kein lebendes Wese pn
n. Das Vieh Wwar forlgetrieben, das einst an
eweidet, die Winzerhäusfer standen leer, W8
ius ihren Essen; die Wassermühle der Maas nd D
as Werk zerschlagen, das Mehl fortgeschleppt.
he in die Festung oder in den Wald geflüchtet hatte
Mit beklommenem Herzen schritt Waldeme,
Zchon winkten ihm von fern die Fenster des ärts
r das höchste Glück und den größten Schmerz se— wr
fahren Ta kdam der Befehl, rechts abzuschwemen—
Das Bataillon marschierte über einen Stur;z,
ieben der Bourlior'schen Parkmauer die Anhöhe vn
rolt atmete auf, als er den Garten leer sah, kein w
Zunden und kein verdächtiges Geräusch hörte. yr
Alle vffenbar die Wahrheit gesprochen Die Villa
ewohnl, die Teinen besanden sich außerhalb der Gu
Schsfel Von rückwärts kam der Schail. Vort lag di
Zollien die Franzosen die weitläufigen Gebäude als
werk benutzen, sollte am Ende gar Olivier —?
Hauptmann Bergetström kommandierte Halt.
„Wir dürfen nicht weiter, bevor wir nicht jen—
örer zum Schweigen gebracht haben“, sagte er zu
Man schießt von jenseits der Maas. das ist wohl
Man schießt
*Borhbit, 8. Fult. (Kryangi.) In einem Faufp.
in der Schußenstrahe erhangte sjch eine 6Ojührige Arder
errrau am Treppengeländer. Die Frau war dem Trunt—
eigeeen und durfte die Tat in augenveicklicher Geistesstör
ung vegaungen haoen. Wiederdelebungsversuche waren er
o. glos
Hochwasser.
Mannheim, 8. Juu. Seit gestern ist die dritte
Hochwasserwerle innerhalb vier Wochen im dioe nen. Der
zih'e in stieg von gestern auj heute um 43 55381. au⸗
711, der NRechar umn 53 31im. auf 720.
—Vom Blitz erschlagen. Ein Lanowirt aus See
bachwalben und seine beiden Sohne wurden ini Walde
noni Blitz enschlagen.
Beunbau—oinsturz. In VNen⸗Sandec Westerreich) iß
ein uteurstocktiger Reunbau utorge Brucyes emnes Tragers
liisindig eingesuurzt. Aus dem Bau vesanden sich 14
Arbecter, von benen einer geibiet uno 6 eoenogesfayrlich
herleßt warden. Gegen ven Suanmneiet wurde Unterfuch—
ung eingeleitet.
Sidalisanwalt und Erpreser. Das Appellations.
gericht von Orieans veruricine uy, sorugeger Berhano
ung oen Slaatsantwarnt Buranid aus Won.agis Weger
Erpressung zu 6 Monaten Gemugnis. Mehrere Burge
von Nontargis eryrerien Briese, i denen ijnen minge
teut wurde, sie waren wegen jtiaseateyn Handinngen been
Staarsanwalt Turand denanziert worden. Sch ie plich sterte
es sich heraus, daß die Briese von Zucand erbil zur Er
pressnuig von Gerdern geschrieben waren.
RNeue Hocywassergefahr. Be unaufhörlichen Re⸗
Jengasse ber lehten Wochen hyaben die Deme in gulis
normer Weise zum Sieigen georacht. Die durch die zeb.
leberschwemmung yeimgesuchie Bevollerung in der Uuun
sebung von Paris ist wiederum in grope Besorgnis ver
etzt worden. Auf mehreren im Bau besfindlichen neuer
SZirecken der unterirdischen Vertehrsvahn mußten wegsei
Zteigens des Wassers die Arveuen abgebrochen weroen
Die Arbeiler sind ausschließlich mit der Ausschoͤpsung oes
Wassers veschaͤftigt. In einer der großen Dampibrenne—
reien von Alfort sind Hunderttausende von Saäcten mi
Gelreide durch die Regengusse vorlständig in Faulnis
ubergegangen und unbrauchvar geworden.
Die neuen Telephonkabel zwischen Dover und
Talais sind nunmehr gelegt worden und vewãhren sich
ausgezeichnet. Es sind eine Menge Verbesserungen an
denselben qangebracht warden. und man erwartet, daß die
erstaͤndigung selbft unter ecschwee u nde eine
deil bessere sein wird, als bisher. Tonten sich dee neuen
dabel weiter bewähren, dann will man zunächst ein
Telephonverbindung zwischen hier und Amsterdam ein—
richten, und vermutlich werden andere kontinentale Plätzt
auch bad nachfolgen. Leider ist aber noch immer weni—e
of iung vorhanden, daß eine telephonische Verbindung
miscan' Verfen und London sich wird heriitellen lassen
Der Sündenbock. Amtlich wird über den Wech
sel in der Kieler Werftleitung mitgeteilt, Vizeadmiral von
Usedom ist nun, wie angekuündigt, von seiner Stellung
als Oberwerftdirektor der Kieler Werft enthoben und zu
allerhöchsten Verfügung gestellt worden. Kapitän zur See
Henkel, ist zur Dienstleistung bei der Kieler Werst lom—
mandiert und zum Oberwerjtdireltor dieser Werft ernann
worden. — Der Kieler Prozeß hat alio ein neues Opien
gefordert.
Unglücksfall beim Scharfschietzen. Auf dem Trup
»enübungsplatz Weißenburg bei Posen hat sich bei denm
Scharfschießen des Liegnitzer Königsgrenadier-Regiment;
ein bedauerlicher Unglücksfall ereignet. Vor dem Schie
zen der 3. Kompanie sprang plotzlich der Draht, welche
nittelst Motorkraft die Scheibe zieht, aus der Leitunc
mit solcher Wucht heraus, daß er den in der Nähe stehen
den Oberst Freiherrn von Borch, sowie zwei Vizefeld
webel und 13 Mann zum Teil nicht unerheblich verletzte
Der Oberst wurde zu Boden geworfen und war eine zei
lang bewußtlos.
Nahrungsmittelfälscher. Wegen umfangreicher Ho
tigverfälschungen verurteilte die Strafkammer in Hirschberg
den Groß-Imkereibesitzer Gerhard Ehrlich und seinen
Bruder, den Kunsthonig-Fabrikanten Arthur Ehrlich zu i
zrei Monaten Gefängnis und 1500 Mark Geldstrafe. 831
»er Verhandlung waren 9 Sachverständige, dar nier de
»richtschemiker Dr. Jeserich aus Berliin geladen.
Turtischzregttivnarer Geheimuenend. Sec realto
näre Geheimbund zur Beseitigung des jungtorkischen »ie
zimes, dessen Entdedung gemeldet wurde, heißt Jalalat
Ir besaß eine weitgehende Propaganda⸗Organijation in
der Provinz, die von Kemal Bey, der nach Egypten ge
süchtet ist, geleitet wurde. Der Bund hatte auf die List
der Geächteten u. a. den Kriegsminister, den Finanz- und
Justizminister gesetzt. In der Angelegenheit wurden bis
der 60 bis 70 Verhaftungen vorgenommen. Weitere Ne
haftungen sollen in der Provinz bevorstehen.
Automobil-Unfälle. In Indianapolis (Nordamerila
ctürzte während der Geschwindigkeitsprüfung der Wager
zes bekannten Automobilisten Kincad!. Der Führer des
Wagens war sofort tot. — Präsident Taft hatte da—
inglück, einen Italiener zu überfahren, der kurz nach den
infall seinen Verletzungen erlag. Die Untersuchung er
ab, daß der Führer des Wagens des Präsidenten an den
infall unschuldig war, doch war der Präsident tief be
vegt, sodaß er an den Festlichteiten von Beverey, 2u d⸗
e, henehen hatte ibt teilnahm
— —
„Wieine Fubritt, auwortete der Angesprochene tonkos
„Hm! Soldaten sind das nicht“, fuhr der Offizier for
Sie würden sich nicht nutzlos der Gesahr aussetzen od
zründlicher zu Werke gehen. Also Franktireurs, ein paa
Verrückte, die über die Klinge springen wollen. Herr Leu—
nant, sehen Sie mit Ihrem Zug über das Wasser zu kom
men und schaffen Sie Ruhe. Ich werde ienseits dieser Moue
heranzukommen suchen.“
Tyrolt salutierte und ging an seine Sendung. Ein Blic
überzeugte ihn, daß die Brücke abgebrochen sei. So wandt
er sich stromaufwärts und befahl seinen Leuten ihm paar
weise zu folgen. Oberhalb der Fabrik befand sich eine In
sel, welche, dicht bewaldei. die Maas in zwei Arme teilte
Zu Friedenszeiten lagen hier zwei schmale Stege, auf dener
man zum jenseitigen Ufer geiangen konnte. Waren sie nod
vorhanden so vermebte, das, D reν de ir!, , Mie,
rocnen Fußez zu erxelchen, im schlimmston Vosse hieb ⸗2
durchschwimmen.
Tyrolt fand seine Erwartungen teilweise bestätigt. Eir
Steg war noch benutzbar, der andere von den Wellen fort
zerissen. Als die Sektion auf die Insel gelangt war, wurd
der fehlende Steg durch den vorhandenen ersetzt, und nur
schlichen die Schuͤtzen durch die Uferweiden und das Schil
dem Feinde verborgen, nach der Hintermauer der Fabrik
Lautlos sammelte Waldemar seine Leute und drang, mit
edem Weg wohl bekannt, über den Lagerhof in das Ge—
Ȋude ein. Die Verteidiger, durch das Feuer der Sachser
enseits der Maas abgelenkt, hatten sie nicht kommen sehen
der Leutnant ließ die Türen einschlagen, die Fenster zer
rümmern und seine Leute zu gleicher Zeit einsteigen, dan
esetzte er die Treppen, welche zum ersten Stockwerk, wo fic
zie Scheersäle befanden, in breiten Stufen hinaufführten. S
hatte er die Belagerten in der Hand. Trotzdem der Bau au⸗
Stein und Eisen bestand, war Material genug vorhanden, si
auszuräuchern, sobald sie die Uebergabe verweigerten und
das Gewehrfeuer nicht einstellten.
Im Hause befanden sich nur wenige Soldaten. Es wa
ten die Versprengten vom 96. Linienregiment, die übriger
Verteidiger rekrutierten sich aus Arbeitern und Bauern, di
mit Chassepots bewaffnet waren, also Franktireurs, und dies
durften nach dem Kriegsgebrauch nicht geschont werden.
Als die Türen und Fenster des unteren Saales den
„lötßzlichen Angriff der Deutschen wichen, floh ein Teil de
Aeberraschten die Treppe hinauf; einige aber, haupisächlic
die französischen Soldaten, streckten pardonflehend die Waffen
Da mahnte sie eine schrille Stimme. die Rrusiens vom Erd
nden 2u vertilden
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