wanf uren vanden, zumal an Aussichtspunt⸗
—* Von einem vielbesuchten Berge meiner
—* n weit in eine gesegnete Ebene hinaus.
Zemien Dunst wird an klaren Tagen ein lesz⸗
Bergkegel schwach sichtbar. Nach ihm
pettivleute zuerst. Sehen sie ihn nicht, sind
ragt 38
isch steigen wohl auch bald wieder ius
Cal sich kaum ein wenig getröstet durch das
defeten⸗ zu sein. Zu ihren Füßen lag i
donen Flußtal ein Garten in voller Son.
nc feingeformtes Bergland, die im Sonnen—
iaende Ebene — aber was hilft ihnen das
uankt am Horizont haben sie nicht gesehen,
Irt doch ausweislich der Karte — am wei—
eft Ihr Guten, feid ihr denn eigentlich ge⸗
zurgend etwas Abstraktes zu genießen? Das
heusgemenene und ⸗gerechnete dreißig Meilen
v Es kann wohl nicht anders sein: ja, ihr
ekt. Dagewesen sein, konstatieren, was andr—
Entfernungen zurücklegen und vrüfen, darn
ven v Augenlosen.
TDepflicht in den Gasthäausern. In Deutsch—
qat man bekanntlich die polizeiliche RMerbung
in in den Hotels, Pensionen ⁊c., die Niesien
blicken darin eine unerträgliche Belästigung.
Zicht den mindesten Grund, ihren Namen zu
— Dennoch tragen sie sich falsch auf den Melde—
Ist das strafbar? Eine Urkundenfälschung lieg!
umiständen nicht vor. Das würde nur der
venn z. B. ein Hochstapler oder ein Zechprel—
1 vornherein gar nicht die Mittel hat, die Ho
zu bezahlen, einen salschen Namen einträgt
macht sich wegen Uebertretung strafbar. Irrig
die Ansicht, daß ein Legimationspapier zum
besseren Fortkommens gefälscht wurde. Solche
legitimieren den Aussteller nich, und er
durch deren falsche Anfertigung nicht besser
h unter seinem wirklichen Namen wäre er ebenso
den“. Aber er macht sich nach 8 360 Abs. 8
strafbar: „Mit Geldstrafe oder mit Haft wird
er fich eines ihm nicht zukommenden Namens
andigen Beamien gegenuͤber bedient.“ Es ist
den Gastwirten ꝛc. durch polizeiliche Anord⸗
erpflichungen aufzuerlegen, die auf die polizei⸗
rollierung des Fremdenverkehrs abzielen. Weist
Meldezetiel, zuweilen Fremdenbücher vor. Dar⸗
man sich schwerlich beziehen können, daß man
habe, man solle nur dem Wirt seinen Namen ꝛ
Es ist allgentein bekannt, daß er die Meldunz
eiwegen, sondern um e Voligei uoauerlangt.
Jedermann, ist sich also vewußt, daß
in dem Meldezettel oder das Fremdenbuch einen
Namen einschreibt, er sich eines ihm nicht zukom⸗
Namens demjenigen Polizeibeamten gegenüber
dem die Fremdentontrolle obliegt. Schlimm kann
ache nicht werden. Man kommt in der Regel mit
ringen Geldstrase weg, wenn auch Freiheitsstraj⸗
sgeschlossen il.
ieste Nachrichten und Telegramme.
er, 6. Juli. Der Buchhalter Kochel von der Deut⸗
cdelsteingesellschaft in Idar hat auf gefälschte Schecks
Mark erhoben und ist geflüchtet. Die Firma setzt
ie Ergreifung 300 Mark aus. — Der Kultusminister
Kirn die vor Leinhalb Jahren beantragte Nieder—
der Dominikanerinnen genehmigt, die sich der Kran—
e widmen und eine Handarbeitsschule einrichten
Ingbert, 5. Juli. Verhaftet wurde ein 22jähriger
r aus Hüttersdorf, der am Sonntag seinen Kame—
im Wald erschossen hat. — Heute nacht wurde in
euen katholischen Kirche eingebrochen. Den Dieben
Opfergeld in die Hände. Einen Kasten versuchten
rgeblich loszumachen. Von den Tätern fehlt jede
setz, 6. Juli. Beim Schlafwandeln ist der 26 jährige
ter Thomas von hier verunglückt. Wahrscheinlich ist
mder Nacht aufgestanden und durch das Fenster auf
angrenzende Dach gestiegen, von dem er dann abstürzte.
er gefunden wurde, war er nur mit dem Hemde be—
t. Sein Zimmergenosse hatte von dem Unfall nichts
rkt.
lachen, 6. Juli. Heute morgen rutschte auf dem
nhof Aachen⸗Templerbend der von Bleyberg kommende
sonenzug 1114 über das auf Halt stehende Einfahrt—
al und stieß mit dem nach Aachen-Hauptbahnhof aus—
enden Leerzug 5501 zusammen. Die beiden Zugma—
ien und drei Wagen des Bleyberger Zuges wurden
beschädigt. Der Lokomotivführer des belgischen Per—
nzuges und 22 Reisende wurden teils schwer, teils
t verletzt, jedoch ist keiner in Lebensgefahr.
sStrahßburg, 6. Juli. Ein in den 60er Jahren stehender
fionät namens Anzt, machte auf eigentümliche Weise
em Leben ein Ende. Er ging eine Strecke ins Wasser
schoß sich in dieser Stellung eine Kugel in den Kopf.
hersank, und ehe er ans Land gebracht werden konnte,
er bereits eine Leiche.
Eupen, 5. Juli, Die Frage des neutralen Gebietes
Moͤresnet wird gegenwärtig wieder sehr lebhaft erörtert.
kurzem soll eine Kommission aus Berlin zu Erhebungen
—s —
id seine Generate shrten se von Stieg zu Sieg. Mear
rnahon flüchtete mit den Ueberbleibseln seines vernichteten
eeres uͤber die Vogesen. Gänzlich ratlos übergabh Napo—
»on dem Marschall Bazaine den Oberbesehl, und dieser zeigte
9 der Ehre unwürdig, indem er sich nach den unglücktichen
chlachten bei Colombey, Mars la Tour und Vionville auf
Letz zurückzog und sich dort mit 180 00006 Mann einschliehen
ß.
Weiter zogen die deutschen Heere durch die Fluren der
hampagne. Nordwärts marschierten die siegreichen Helden.
zeneral Failly hatte die Absicht gehabt, Mouzon in Eilmãr⸗
hen zu erreichen. Das Ruhebedürfnis der abgetriebenen,
nverpflegten Truppen bestimmten ihn, bei Beaumont anzu⸗
alten. Aber selbsi angesichts des unmittelbar nachrückenden
zeindes versäumte er die gewöhnlichsten Vorsichtsmaßregeln.
hne Vorposten auszustellen, erlaubte er seinen Leuten, aus⸗
uruhen und abzukochen.
Lustig brodelten die Feldkessel über den Feuern, end⸗
ich nach langer Entbehrung wieder einmal einen Imbiß ver⸗
prechend, als ein Bauer mit dem Rufe: „Die Vreußen kom⸗
nen!“ in das Lager stürzte.
Schmetternde Signale pflanzten die Unglücksnachricht
urch das Lager fort, die Schläfer weckend, die Hungrigen
om Mahle scheuchend. Adjutanten jagten zu dem sorglosen
eneral, der im Schlosse Dientroit Quartier genommen hatte,
ud holten ihn zu seinen kopflosen Truppen. Noch in letzter
tunde, als schon die ersten preußischen und sächsischen Ba—⸗
uillone auf den Höhen erschienen, gelang es ihm unter dem
jeuer der feindlichen Kanonen, seine Regimenter zu formie—
en, und so stellte er sich dem Ande“ en der Dett Kon eni⸗
egen.
In breiten, aufgelösten Zügen kamen die Sachsen von
en Bergen nieder, an ihrer Spitze das 108. Schützenregi⸗
ient und umzingelten den Pachthof La Wamme, der voller
ranzosen lag, welche aus ihren Chassepots einen wahren
agelschauer von Blei in die Lüfte knallten. Die schlechtge⸗
eiten Schüsse konnten den Gegner nicht aushalten. Jede
alsenkung benutzend, jeden Graben und jede Ackerfurche als
eckung aussuchend, kamen die dunkelgrünen Schützen näher.
An der Spitze des vordersten Zuges schritt ein junger. hü—
tengroßer Leutnant, dessen blinkender Säbel einem jeden der
deute die beste Schutzwehr anzuweisen schien, indessen er
ich furchtlos und unerschroden bloßstellte. Mehr als einmal
außte ihn ein vierschrötiger Schübtze, der überall dicht an
einer Seite blieb, auf die Gefahr ausmerksam machen.
„Halte Dich zurück, Neumann“, befahl der Leumant
»eclde Dich, ducke Dich!“
Zu Befehl, Herr Leutnant“, antwortete der Angeredete
AMitlich. ar n Ahor Bi⸗ nmiuß.
gzerlin, 2. Juli. GVerstarkung unseres osftasiatijqei
reuzergeschwaders.) Nach den Herbstmanövern wird, wie
e Magdeb. Zig. hört, der große Kreuzer Gneisenau nach
stasien abdampfen und das dortige Kreuzergeschwader ver—
irken. Gneisenau soll in Wilhelmshafen fär die Ausreise
eine Instandsetzung für Ostasien erhalten. Unser Kreuzer—
eschwader ist dann ganz hochmodern, da es zwei Panzer—
reuzer von hervorragendem Typ (11 600 Tonnen groß
ind mit Geschwindigkeit von 22,5223,8 Seemeilen) und
iur ganz neue kleine Kreuzer Nürnberg (190465), Leipzig
1905), Emden (auf der Ausreise 1908) zählt. Gneisenau
er jetzt unter dem Kommando des Kapitäns z. S. Trümm—
er, unseres ehemaligen Marineattaches in Tokio während
es russisch-japanischen Krieges, steht, wird von diesem nicht
iach Oftasien ausgeführt, sondern von dem Kapitän z. See
. Ußlar, z. Z. im Reichsmarineamt bei der Sektion für
Mobilmachungsangelegenheiten tätig. Gneisenau wird im
zerbande der Hochseeflotte im Herbst durch den Riesen—
reuzer von der Tann (19 000 Tonnen groß) ersetzt. Es
ritt übrigens im Verbande der Hochseeflotte im Herbst eine
deihe bemerkenswerter Veränderungen ein. Zähringen und
Litielsbach werden außer Dienst gestellt und durch Rhein—
ind und Posen ersetzt. Der zweite Admiral des ersten
zeschwaders hatte als Flaggschiff Wittelsbach, nach Außer—
ienststellung soll dann seine Flagge von Hannover herunter—
ehen. Ein dritter Tender wird der Hochseeflotte in Hela
eigegeben, der als Kommandanten den langiährigen Che
es Nachrichtenbureaus des Reichsmarineamts Korvetten—
apitän Voy Ed erhält. Auch um Depeschenboote wird die
hochseeflotte verstärkt.
Frankfurt a. O., 7. Juli. Gestern wurde hier die
dändlerin Schulze in ihrer Wohnung ermordet aufgefunden.
Berlin, 6. Juli. Nach dem Reichsanzeiger sind die
euen Minister Frhr. v. Schorlemer und v. Dallivitz zu
zevollmächtigen bein Bundesrate ernannt worden.
Berlin, 6. Juli. Zwei Dieninnädchen, die in der Naulsscherstraße
in Wilmersdorf n Stellu'g waren, vergiiteten
H nachts mit Gas. Eines der Mädchen ist tot, während
as andere noch ins Leben zurückgerufen werden konnte.
Kassel, b. Juli. Bei einer Kahnsahrt auf der Lenne
ürzten infolge Umkippens des Bootes vier junge Mädchen
ns Wasser und zwar vor den Augen ihrer Eltern. Drei
onnten gereitet werden, das vierte ertrank
Posen, 7. Juli. Auf dem Truppenübungsplatz Weißen—
urg haͤt sich beim Scharfschießen es Liegnitzer Königs⸗
hrenadier-Regt. ein eigenartiger Unglücksfall zugetragen.
zeim Schießen der 3. Kompagnie riß plötzlich der Draht
er Mittel-Motorkroft; die Zielscheibe flog aus der Leitung
nit solcher Wucht heraus, daß der in der Nähe stehende
IOberst, Freiherr ven Bosch, sowie zwei Feldwebel und 13
Mann zum Teil schwer verletzt worden. Der Oberst wurde
u Boden geworfen und erlitt am Knie und Rücken einen
3luterguß.
duisburg, b. Juli. Auf der Zeche Neumühl wurde
in Bergmann durch herabfallende Gesteinsmassen getötet,
in zveiter lebensgefährlich verletzt Aus der Zeche „Deuther
Kaiser“ wurde ein Bergmann durch einen elektrischen
5trom getötet.
Hagen, 6. Juli. Vor etwa zwei Jahren wurde im
dagener Telegraphenamt eine Telegraphengehilfin aus Wetter
ei der Herstellung einer Verbindung von eineni Blitzschlag
etroffen. Die Beamtin stürzte zu Voden und verfiel in
-zchreikrämpfe. Als der hinzugerufene Telegraphendirektor
es am Voden liegenden Mädchens ansichtig wucde, erlitt
reinen Schlaganfall, an dessen Folgen er nach kurzer Zeit
tarb. Die Telegraphengehilfin selbst verfiel in Siechtum,
»on dem sie jetzt durch den Tod erlöst wurde.
Memmelshofer, (Kanton Nicderbronn), 6 Juli. Bei
znem epileptischen Anfall stürzte das 13 Jahre alte Mäd—
sen des Bergmanns Alois Schitt in eine mangelhaft zu—
edeckte Abortgrube im Hof ihrer Großmutter. Diese fand
as bedauernswerte Kind als Leiche vor.
Pillan, 6. Juli. Der Dampfer „Hans Wogatzki“, von
diba nach Elbing unterwegs, ist gesunken Zwei Leute
er Besatzung, ein Steuermann und ein Deckmann sind er—
runken.
Wien, 6. Jull. Wie man dem Neuen Wiener Abend⸗
latt aus Petersburg telegraphirt, hat Rußland die Zu—
timmung zur Erhebung Montenegros zum Königreich
yffiziell durch seinen montenegrinischen Vertreter im dortigen
Ministerium mitteilen lassen.
London, 7. Juli. Aus Newyork wird gemieldet
wer rufsische Dampfer Grand-Republic, ein Schwesterschiff
es Dampfers „General Slocum“ der im Jahre 1904 mit
200 Menschen verbrannte, geriet bei der Durchfahrt durch
ie Unterbucht in Brand, er war mit Passagieren besetzt,
s gelang diese jedoch zu retten.
London, 6. Juli. Hier herrscht große Aufregung über
inen Artikel, der in der Italia Maritima erschienen ist
ind streng gehein gehaltene Angaben über den Kreuzer
ion enthält, der zur Zeit im Bau begriffen ist. Der
reuzer wird Tag und Nacht von Geheimpolizisten bewacht.
die Veröffentlichung der Beschreibung laͤßt nur auf
pionage schließen, an der die Werftangestellten beteiligt
in müssen. Eine Interpellation im Parlament wird er—
„Ich bin auf meiner Hut, sorge Dich nicht.“
Ru eben, ich seh es ja. Ne, ne, Herr Leutnant. Ich
itze Sie, ich muß also auch auf Sie Achtung geben, daß
ie neue Uniform ganz bleibt. Gottstrammbach, bei dem
Helnatter is das nicht so leicht.“
„Hopp!“ sprang er vor seinen Herrn und fing eine
Thassepotkugel in seinem gerollten Mantel auf.
„Das ist ja Insubordination!“ rief der Offizier, welcher
ur die lächerliche Bewegung seines Burschen und nicht dessen
eroische Tat bemerkt hatte. „Warte, nach dem Geisecht spre—
hen wir uns.“
„Nu eben, Herr Leutnant“, lachte Neumann selbstzufrie⸗
en, „Sie müfssen aber bis dahin noch leben. Seien Sie ein
ischen vorsichtig, denken Sie an Ihre Braut.“
„Was weißt Du von meiner Braut“, sagte der Offizier
chselzuckend. „Aufgepaßt, Ihr Leute“, befahl er, „drüben die
zatterie, alle Mann in den Graben!“
Die Schützen gehorchten. Ein Hagel von Geschossen pfiff
ber sie dahin. Auch der Leutnant fühlte sich in den sum—
sigen Terrain-Einschnitt hinabgezogen. Es war wieder der
zchütze Neumann gewesen, der ihn bevormundet haite.
Hornsignale erschallten. „Das Ganze avancieren!“ Au—⸗
enblicklich erhoben sich die Schützen aus dem Graben. Der
ffizier sprang als Erster auf den Grabenrand.
„Vorwärts, Marsch, Marsch!“
Trotz des mordenden Schnellfseuers der Mitreilleusen
ie hinter der massiven Mauer eines gegenüberliegenden Obst⸗
artens aufgesahren waren, drangen die Sochsen unaufhalt
am vor, in weiten Sprüngen Terrain gewinnend, furchtlos,
hne Zögern. .,
der Leutnant flog allen voran. —— n
„Nehmen Sie sich in acht“, schrie sein Putzer Neumaußm.
Herr Leutnant Tarost, wo sind Sie denn?“
Der Pulvedanei erfüllie das CGicebäude, das sich Frennd
uind eind nicht mebr erkennen konnten. — —
Endlich hatten die Schützen die Gartenmüuer erreicht
ind begannen wie die Katzen daran emporzuklettern. Die
ersten fielen den Bajonetten der Franzosen zum Dpifer,
hren Chassepots, deren Pulverblitz den Stürmenden fast
as Gesicht versengte. Aber immer dichter drang die Flut der
lingreiser über die Brüstung, allen voran der Leumant,
er einstige Fabrikdirektor Tyrolt, dessen Revolver freie Bahn
nachte, — jeder Schuß ein Feind. Mit Zähigkeit brach etr
ch Bahn zu der nächsten, immer noch knatternden Mitrail⸗
use; die Franzosen wichen zurück, und mit Riesenkraft
urzte er das Geschütz um, daß es die Anhöhe hinunterku⸗
elte. Dan hieb er mit blinder Tapferleit auf die Bedie—
ungsmannschaft der nächsten Mordmaschine ein. Seine Schut.
1 rnae ⏑ —
Aopenhagen, 7. Juln. SDere neue NMtinisterprasioen
zgernfon beauftraagte das WBerteidigungsministerium
nit der Wiedervorlegung der vom Ministerium Zahle zu
ückgezogenen Vorlagen auf Befestigetng der dänischen In
eln und Vermehrung der dänischen Marine.
London, 7. Juli. Der allgemeine Manöver
Lan der englischen Flottenmanöver ist dem Vernehmen
ach der, daß wieder eine deutschöstecreichische Invasion
ngenommen wird und zwar diesmal von dem weitläufi
en Dreieck des Atlantischen Ozeans aus.
London, 7. Juli. Anläßlich des bevorstehenden Flot—
enbudgets wird von den Imperialisten wieder eine Panik,
venn auch in kleinerem Maßstabe als im Vorjahre, zu
nszenieren versucht. Der Sozialdemoktrat Hyndman,
der Führer der Marxistengruppe, liefert heute in einem
wilden Hetzartikel in der „Morning Post“ dazu einen Bei—
rag. Er erklärt, daß die regierende Minorität Deutsch—
ands forwährend den Krieg mit England vor—
ereite, und daß Bebel und andere sozialdemokratischen
zührer dies bestätigt haben. Hyndman schließt sich dem
Zunsche der Jingos an, die eine Marineanleihe von 109
Millionen Pfund verlangen, um die britische Seegewal'
ür alle Zeit unüberwindlich zu machen. EEin merkwür
iger Sozialdemokrat! Die Red.)
Saloniki, 7. Juli. Anschließend an die im Sand
yak Serres bereits im Zuge befindliche Entwafif
ung der christlichen Bevölterung wird die Wilajetsre—
sierung in den nächsten Tagen mit der Entwasjnung der
hristlichen Bevölterung wird die Wilajetsregierung in den
ächsten Tagen mit der Entwaffnung der Bepöällkerung des
uzßz.et WBilafsets SZalonik veginnen.
Paris, 5. Juli. Aufgrund des Gutachtens einer vom
Ninister des Aeußern eingesetzten Kommission hat der
kriegsminister einen Erlaß herausgegeben, wonach nun—
nehr auch die in Frankreich ansässigen Ausländer mit
Tusnahme der diplomatischen Staatsbeamten und
inter Voraussetzung der Begenseitigkeit auch der Konsulats—
»eamten der militärischen Requisition unterworfen sind.
Belgrad, 6. Juli. Durch Vermittelung des russischen
hHesandten in Belgrad ist zwischen der Ruffischen Bank und
em Slavischen Offizierkorps über die Regelung der Schulden
er serbischen Offiziere eine Vereinbarung getroffen wurde.
die Bank streckt danach 4 Millionen vor, die auf dewm
Lmortisationswege getilgt werden sollen.
Konstantinopel, 7. Juli. Die Polizei entdeckte eine
eheime Gesellschaft, die durch die Ermordung der Minister
ie türkische Regierung stürzen wollte. Es gelang wichtige
Dokumente zu beschlagnahmen, die eine Reihe von Per—
onen blosstellen, welche verhaftet worden sind.
Newyork, 6. Juli. Infolge der noch immer anhalten
»en großen Hitze sind im Staate Newyork insgesamt 171
zersonen der Hitze erlegen.
New Vork, 5. Juli Beim Abschießen von Feuerwerk
us Anlaß der Feier des Unabhängigkeitstages sind im
anzen Lande 28 Personen getötet und 1758 verletzt worden.
Warschau, 7. Juli. Aus dem Bezirk Schitowir, im
houvernement Wilna sind 30 deutsche Familien ausgewiesen
vorden, weil sie entgegen dem Gesetz vom 14. März 1887
ie russischen Staatsangehörigen bis jetzt nicht erworber
atten
Bekanntmachung.
Nach der Polizei-Verordnung des Herrn Regierungs—
Präsidenten zu Trier vom 17. Mai 1893 — abgedruckt
im Regierungsamtsblatt 1893 Seite 268 — istdas Auf—⸗
assen ausländischer Brieftauben verboten.
Zuwiderhandlungen gegen dieses Verbot werden, sofern
ach den Allgemeinen Strafbestimmungen nicht eine höhere
ztrafe verwirkt ist, mit einer Geldstrafe bis zu 60 M., im
invermögensfalle mit entsprechender Haft bestraft.
59aarbrücken, 5. Juli 1910.
Der Landrat
J. V.
— mann-⸗Krey.
Bekanntmachung.
Durch die Gnade Seiner Majestät des Kaisers und
Königs ist dem Wunsche meines Herzens, an die Spitze der
Rheinprovinz zu treten, Erfüllung geschenkt worden.
Indem ich die Geschäfte heute übernehme, bitte ich,
nich bei der Führung meines Amtes freundlichst zu unter—
tützen, wie ich gelobe, Herz und Hand einzusetzen für das
Vohl der schönen Provinz.
Tolenz, den 4. Juli 1910.
Freiherr von Rheinbaben
Staatsueinister, Oberpräsident der Rheinprovinz.
— — ⏑—⏑⏑⏑⏑⏑⏑— æö
Das von Herrn Ernst Loerke inne—
ehabte
Ladenlokal mit
st per sofort zu vermieten.
Fritz Hübner.
er Tirailleur dem jungen Helden sein Bajonett in den Rücken
ohren wollte, parierse Neumann den heimtückischen An—
riff und zerschmetterte dem am Boden liegenden Franzosen
nit dem Kolben seines Gewehres den Schädel.
„Warte, Du Luderchen“, sagte er mit grinsendem Lä—
zeln und schob die Leiche mit dem Fuße bei Seite. Dann
eeilte er fich, an die Seite seines geliebten Herrn zu lom⸗
nen, der von Geschütz zu Geschütz vorwärts drang.
Indessen hatte ein anderer Zug des 108. Regiments die
eitwärtige Wand des Obstgartens erklommen und war den
ranzoͤsischen Artilleristen in den Rücken gefallen. Zwischen
dreuzseuer geraten, gaben sie den Widerstand auf und fsleh⸗
en um Gnade.
Der Ueberfall war so unerwartet, so nachdrücklich gewe⸗
en, daß die Bespannung der Mitrailleusen abgeschnitten
ourde und nicht herangeholt werden konnte. Noch geladen
ielen die Geschütze in die Hände der Sieger. Der Bedie—
ungsmannschaft wurde nicht Zeit gelassen, die Kurbel zu
rehen, — getötet, bei Seite gerissen, verwundet, erlahmte
yre Hand mitten im mörderischen Werke.
Als Leumant Tyrolt sich versichert hatte, daß die Bat⸗
ꝛrie von fünf Mitrailleusen außer Gefecht gesetzt war, kam
rein Hauptmann Herr von Bergetström auf ihn zu.
„Das haben Sie vortrefflich gemacht“, rief er ihm
urch das noch andauernde Geknatter und Hurrahgeschrei zu;
aber auch meinen Zug muß ich loben. Die Kerls klettern wie
zie Affen. Fünf Knarren auf einmal. Alle Achtung! Blei—
»en Sie hier bei den Gefangenen, Tyrolt, lassen Sie diesel⸗
zen entwakfner und rückwäris transportieren. Ich werde in—
essen den Hof klären und das Wohnhaus säubern. Die Fran—
osen sind uns dort zu gefährlich.“
Der Leutnant salutierte. Unbekümmert um die überall
inschlagenden Geschosse trat Tyrolt zu den französischen
zanonieren, die entwaffnet auf dem Boden kauerten.
Es waren ungefähr 30 Mann, alle mehr oder weniger
erwundet. Unter ihnen befand sich auch ein Mensch in bür—
erlicher Kleidung mit einem roten Käppi auf dem Kopf.
hm war der rechte Arm zerschmettert worden. Bleich und
nit erloschenen Augen starrte er vor sich auf den Boden.
„Was tun Sie unter den Soldaten“, fragte ihn der deut⸗
he Offizier mit drohendem Tone. „Sie sfind Franktireur?“
„Nein, mein Herr, ich bin der Besitzer dieses Hofes“,
ntwortete der Gefragte.
,Das ist nicht wahr, Monsieur Pumarquet“, sagte Ty⸗
tolt, den bretonischen Dialelt seines Gefangenen nachahmend
Dieser zuckte zusammen und hob tlich erschrocken sein
ntlitz empor.
Schonen Sie mich, Herr“, flebte er: ‚ich gelangte durch
LA B. I n e
5
r J ä J
kunmacht-Kerzepke,
velche in der Versuchsküche der Nährmittelfabrit
»on Dr. Oetker ausprobiert sind, erhalten Si—
imsonst in den Geschäften, welche
7
Dr. Oetker's valicpl,
Einmache⸗Hülfe für die Küche führen.
calls nicht zu haben, schreibe man eine Postkarten
Dr. A. Oetker, Nährmittelfabrik, Bielefeld.
Heute abend 8 Uhr
Missionzstunde
m Bchwesternheim.
XXXXXXXM αXX
Saison-Theater im Nassauer-Hof.
Direktor: Anton Bräuning. — — —
Donnerstag, den 9. Juli 1910
(WMWiederholung ausgeschlossen)
Novitäten: Abend! Neu einstudiert!
Dollar-Prinzessinnen
hwank in 3 Aufzügen von Emmerich v. Gatti und Thilo v. Trotha
Ju dieser Vorstellung ladet ergebenst eu
— A. Bräuning, Direktor
*3*5 αα
Prima 8
danmelfleischße
per Pfund 80 pfg.
Metzgerei Chr. Kuhn.
*
r
* Curner-1
*
Bund
8 Dudweiler.
Sonmag den 10. Juli nachm.
m 5 Uhr findet unsere diesjährige
Generalversammlung
tatt.
Die Tagesordnung wird in de
Jersammlung bekannt gegeben.
Vorstandssitzung
ne halbe Stunde früher.
Um zahlreiches Erscheinen bitet
der Vorstand.
*
3 bin 4 Mann
iönnen Kost und Logis erhalte
ei
Andreas Wagner,
Gasthaus zur Post.
schöne
mit 2 Mansarden ganz oder ge—
teilt zu vermieten.
Freiheitstr. 26
am Bahnhof.
Nebenverdienst!
Adressenarbeit tägl. 8214 Mk
Prospekt frei. Otto Barz
Adressenverlag, Sieqlitz-Berlin.
Sachfenmwaldsite 5
cure
Wohnung
2 Zimmer u. Küche
n ruhige Leute per 1. August zu
ermieten.
Sudstr. 34.
* 9
stärkt und erfrischt wunder⸗
bar der echte
Tiroler Enzianbrantwein
in köstliches Hausmittel zur
Stärkung der Sehkraft.
aà Fl. 1 Mk. —
ruit Loerke. Drogerie.
AMA.
Wolleen sie wirklich schnell u.
æut verkaufen?
An zahlungsfähige Käu—
er vermittle ich Objekte aller
Art, wie Wohn- und Geschäftszäuser,
Gastwirtschaften, Villen,
Bäckereien, Kolonial- und Ge—
nischwarengeschäfte Landobjekte
ind Fabrikhetriebe.
Uath. Jangen, Löold,
Qleverssstrasse 14.
Vermittlung verschwiegen u.
u den aünstigen Bedinqunge.
—
BEMN. -Schinerstr. ꝰ.
—D
— ———ee———
„Ihr Weib, wie soll das nach Veaumont tommen?“
„Herr Bourlier besitzt hier einen Weinberg, und meine
Madelon soll dort gesehen worden sein. Die Ungetreue hot
mich verlassen, weil sie der Exleutnant mit Geschenken kö—
derte. Als ich in Beaume nach ihr suchte, ging die Füsilade
sos und da —“
„Nahmen Sie ein Chassepot und übten sich im Schießen,
als Zielscheibe die verhaßten Prussiens benutzend? War es
nicht so?“ F
„Nein, ich beschwöre es, Herr Direktor, ich habe kein Ge⸗
vehr berührt, sondern nur den Artilleristen Handreichungen
jemacht. —
„Das genügt vollkommen zu ihrer Verurteilung.“ J
Erbarmen Sie sich, ich habe keinen feindlichen Gedan⸗
en gegen die Deutschen.“
Aber in der Fabrik schimpften Sie fleißig auf mich und
neine Landsleute.“
„Tragen Sie mir es nicht nach. Ich wußte nicht, was
ch tat. Ich war aufgehetzt.“ —8
„Das weiß ich. Wo ist Herr Olivier?“
In Bazeilles denle ich, da ich weder ihn noch Made⸗
on im Weinberg finden konnte. Der Leutnant hat sich mit
xen Arbeitern in der Fabrik eingerichtet. Die Villa steht
eer“
„Wo ist Herr Bourlier und die Damen?“ ιανν
Efterer befindet sich in Sedan; die Tante ist mit dem
zräulein nach Belgien gereist.“
Tyrolt atmete erleichtert aus. Die Nachricht war Goldes
vert. Desiree sem von den Wirren des Krieges, der Fabrik⸗
urr unter dem Schutz der Wälle von Sedan. „Sie werden
Iu den Anderen in die Gefangenschaft spazieren“, sagte er
zu Pumarquet, der dankbar seinen Kopf senkt. „Der wird
As Soldat angesehen“, wandte er sich in deutscher Sprache
m seinen Unteroffizier.
„Da nimm, Franzos'“! rief Neumann und warf dem
zegnadigten einen französischen Soldatenmantel zu. „Wart,
y helf ihn Dir anziehen; Du kannst es ja mit Deinem zer—
hossenen Arm nicht, und ohne die Uniform hängen Dich un—
cre' Leute vielleicht doch noch an den nächsten Kerschboom.“
Ich danke Ihnen, Herr,“ murmelte der Maschinist.
Jante es Deinen Mitleitnnaen“ untwortete der Offi—
er.
Während dieses Vorganges hatte das Gefecht bei dem
Vohnhause des Prachthofes an Heftigkeit abgenonmmen. Die
zelagerten erwiderten die Schüsse immer spärlicher; es schien
znen an Munition zu fehlen, sodaß die Schützen daran gin—
en, Türen und Fensterladen mit den Kolben und vorge—
denen Vfählen einzustghen und in das Innere zu dringen
tartreßzung fot