Heinitz, 4. Juli. Ver langjährige Obersteiger der
Hrube Heinitz, Herr Ludwig Klein, tritt vom 1. August d.
J. ab wegen vorgerückten Alters in den Ruhestand.
Kleinblittersdorf, 4. Juli. Unser Ort hat wie noch 5
indere Orte unseres Kreises (Güdingen, Fechingen, Bisch—
nisheim, Ludweiler, Clarenthal) eine Schülerwerkstätte für
tmnabenhandarbeit eingerichtet, und zwar in dem Saale des
ilten Schulhauses (an der alten Kirche). Den Unterricht
rteilt der Lehrer Herr P. Hör.
Metz, 6. Juli. Unter dem Verdacht des Landesver—
rates wurde hier der Postkartenhändler Fiacre Henri aus
stancy verhaftet. In der Angelegenheit haben bereits
nehrfache Vermehrungen durch den Untersuchungsrichter
tattgefunden. Einzelheiten über das ihm zur Last gelegte
Verdachtsmaterial sind nicht bekannt geworden.
BOHagen, 52. Juli. EErtrunken.) Au ver diuhr—
ähre unterhalb der Hohensyburg vergnügte sich eine aus
wei Herren und zwei Damen bestehende Geseilschaft mit
dahnfahren, wobei der Kahn plötzlich umschlug. Wäh—
send sich drei der Insassen durch Schwimmen in Sicher—⸗
jeit bringen konnten, ertrank ein 17jähriges Mädchen aus
dabel vor den Augen der am Uscer stehenden Eliern.
*Hamborn, 5. Juli. Getötet.) Auf Schacht 3 der
zeche Deutscher Kaiser“ kam der Bergmann Gragowsti
e eleltrischen Hochspannleitung zu Pade Er war so—
ort tot.
* Vom Eichsfeld, 5. Juli. (Schwer gebußrer
deichtsinmne) Dieser Tage ereignete sich aͤuf der Eisen
ahnbrücke in der Nähe von Lengen'eld und Stein ein
inijall. Mit dem Binaaszuge lebrren Retruten aus der
Agegend von der Musterung in Heiligenstadt zurü'sck
Ddie jungen Leute winkten zum Fenster hinaus, in dem
esben Augenblick kam von der entgegengesetzten Richtung
in anderer Zug und erfaßte die Arme verschiedener Re
ruten. Drei derselben erlitten einen doppelten, zwei e—
en einfachen Armbruch.
* Schlangenbad, 5. Juli. (GGundebesiber —
zorsicht!h) Die am 22. Juni von einem Hund schwer
erwundete Frau verwitwete Oberst von Knebel ist ge—
orben, nachdem ihr am Vortage wegen des hinzugetre—
enen Wundfiebers ein Bein abgenommen worden war.
zhre Schwester, die Besitzerin des Hundes, liegt zur Zeit
benfalls noch schwer erkrankt darnieder.
* Kaiserslautern, 5. Juli. (Durch Lehm ver—
chüttet.) In der Schladschen Lehmgrube wurden die
zuhrmannseheleute Wolf Ludwig durch Lehm verschüttet.
die Frau ist tot, der Mann tödlich verletzt.
* Stuttgart, 5. Juli. (Ungetreue Ortsvor—
eher.) Kaum sind einige Wochen vergangen, seit zwei
Irtsvorsteher wegen Betrügereien und Fälschung der
zrundbücher — es handelt sich um Veruntreuung von
20 000 M. bezw. 250 000 M. — in Haft genommen
vurden; Weiterhin wurde Stadischultheiß Kauderer in
hderen wegen Beirugs und Vergehen im Amt von seinem
lmte suspendiert. Und der vierte im Bunde ist Schult—
eiß Grupp in Reichenbach bei Gmünd. Der Umfang
einer Unterschlagungen beträgt rund 43 000 M., die Be
rogenen sind der Darlehenskassenverein und die Gemeinde
asse.
Die Cholera. Der Reichsanzeiger veröffentlicht eine
zekanntmachung des Reichskanzters v. Bethmann? Holn
oveg, in welcher bestinimt wird: Nachdem die Cholera *
»en an das Schwarze WMeer grenzenden russiscen Got
ernements erheblich an Ausdehnung zugenommen hat
ind die aus den russischen Häsen des Schwarzen- und de.
lsowschen Meeres nach deutschen Häsen kommende Schiße
eind deren Insassen im Hinblick auf die Gefahr der Etu
hleppung der Cholera bis auf weiteres vor der Zu aj
ung zum sfreien Verkehr ärztlich zu untersuchen.
Raubmordversuch. In der Niederstrade in Ham—
surg wurde aum hellen Tage ein Raubmordversuch un ec
ommen. Im LVaden der Goldwarenhändlerin Lange ver—
angte ein Fremder Uhren zur Auswahl vorgelegu. Als
die Frau dem Wunsche nachkam, ergriff er sie an den
Armen, drückte sie zu Boden und versuchte, sie zu erwür—
zen. Auf die Hilfernfe der Frau eilten Hausbewohner
serbei, worauf der Räuber die Flucht ergriff. Er wurde
herfolgt, konnte aber nicht festgenommen werden.
Eifersuchtsdrama. Der Großgrundbesitzer Kiß in
zroßwardein hat aus Eifersucht seine Frau ersiochen
Aꝛ dann selbst lebensgefährliche Verletzungen bege—
racht.
Raubmord. In Greulich bei Trautenau wurde der
zahnhofs-Restaurateur Soural ermordet und beraubt. Der
Rörder, ein Handwerktsbursche, wurde in der preußischen
zrenzstation Mittelwalde verhaftet.
Wirtshaus⸗Schlägerei. In Pola kam es in einem
Nachtrestaurant zu Ausschreiuungen, wobei drei Personen,
zarunter zwei Mädchen, lebensgefährliche, fünf ander«
eichtere Verletzungen erlitten.
Kein gekrönter Besuch. Wie eine Brüsseler Blät—
ermeldung besagt, wird entgegen den bisher in Umlauf
jesetzten Nachrichten, kleine ausländische Fürstlichkeit wäh—
end der Dauer der Ausstellung in Brüssel empfangen
verden, angeblich, weil der königliche Palast sich noch im
Umbau befindet. Man glaubt aber, daß andere Ursachen
en Anlaß zu diesem Entschluß gegeben haben.
Arbeitgeber⸗-Kongreß. In Christiania ist ein nor—
ischer Arbeiterkongreß zusammengetreten, an dem über
‚undert norwegische, schwedische, dänische und finnländische
Delegierte teilnehmen.
Türkisches Schiff. Türkischen Blättermeldungen zu—
olge verhandelt der Türkische Flottenverein mit der
zchichauwerft wegen des Ankaufs eines fertigen Panzer—
chhiffes von 17 000 Tonnen.
Eisenbahn⸗-Uuglück. Zu dem schweren Eisenbahn
Anfall bei der Station Dayton wird berichtet: Ein Ex—
reßzug, der auf der Station Sharon in Pennsylvania die
gleise wechselte, stieß dort mit einem Güterzuge 40 Kun.
‚on der Station Dayton zusammen. Der Zusammenstoß
rfolgte bei vorler Fahrt. Der Expreßzug wurde fast voll—
tändig zertrümmert. Die Lokomotive stürzte einen Ab—
ang hinunter. Maschinensührer und Heizer sind tot.
durz nach dem Zusammenstoß gerieten die Wagentrüni—
ner in Brand, was das Unglück noch vergrößerte. Man
zllaubt, daß mehr als 70 Personen verletzt worden sind.
da die Gegend, in der sich das Unzlück ereignete, ziem—
ich unbewohnt ist, so hatten die Verleßtten große Qua—
en auszustehen, ehe ihnen Hilfe gebracht werden lonnte.
die Wägen haben sich vollständig ineinander geschoben.
Besonders hat der Speisewagen gelitten, der sich zweimal
iberschlug und dann einen Abhang hinunter rollte.
—
Der Faustkampf Jeffries-Johnson.
Im Preiskampf in Reno Mevada) schlug der Ne—
zer Johnson den Amerikaner Jeffries in der 15.
dunde nieder und gewann. — Aus Remo wird noch
jemeldet, daß der Sieger Johnson sich eine halbe Stunde
vor der für den Kampf angesetzten Zeit im Zustande des
nervösen Zusammenbruchs besand. Ueber 30 000 Men—
chen waren aus allen Staaten zusammengeströmt, um den
dampf zu beobachten. In Pittsburg drohen ernste Ruhe—
törungen, weil die Behörden den Negern untersagten, ei—
ien großen Aufzug zu Ehren ihres Heros zu veranstalten.
leber den Verlauf des Boxermatch zwischen dem
heger Johnson und Jeffries wird noch berichtet: Um 1
ühr Mittags waren ungefähr 18 000 Menschen in der
lrena versammelt. Die Sonne brannte heiß und die große
MNehrzahl der Besucher hatte sich der Röcke entledigt. Ein
tarkes Polizei- und Militär-Aufgebot regelte den Eintritt
ndie Arena. Jeder Eintretende mußte sich einer Lei—
es⸗Visittation unterziehen, um festzustellen, ob er Waffen
ꝛei sich trage. Um 1 Uhr kam der Gouverneur des Staa⸗
es Newada, Wickinson, in Begleitung mehrerer anderer
Umianerionen in die Arena. Unter den Besuchern be—
ierrie man auch die bekanntesten Boxrkämpfer. Die besden
zegner sind dahin übereingekommen, die ausgesetzten
zreise wie folgt zu verteilen: 60 Proz. für den Sieger
nd 40 Prozent für den Besiegien, sodaß der Sieger
10 000 Franks und der Besiegte 540 000 Franks erhält.
Infolge des Sieges des Negers Johnfson ir
m Borkampf von Reno kam es in vielen Städte.
inschlimmen Ausschreitungen gegen Neger
zu Uvalda (Georgien) wurden drei Neger getötet. Fer
er gab es Totte in Cincinnati, Atlanta und St. Louis,
luch in New-York gab es einige Dutzend Ruhestörungen
vobei zahlreiche Personen verletzt wurden.
Die Hunde in Konstantinopel. Zum 2. Male
eit seinem Bestehen hat das neue Regiment in Stambut
en verwilderten Straßenhunden den trieg erklärt. Jetzt
st auf jeden Hundekopf eine Prämie gesetzt. Der Os—
nanische Lloyd schreiat dazu: Die Hunde und kein Ende.
zelanntlich wurde für die Einlieferung der Straßenhunde
ne? Belohnung von 30 Para pro Exemplar ausgesetzt.
inscheinend ist jedoch dieser Preis (noch nicht 15 Pfg.
u niedrig benessen, wenn man die Mühe, welche die
»undefänger mit den widerspenstigen Tieren haben, in
zetracht zieht, denn in Para sind noch immer Vertreiter
er ehemaligen Hunderepubliken anzutreffen. Die Gemeinde
schengeltö,, welche den Einlieferungspreis auf 50 Para
Tier erhöhte, ist bereits volltommen von dieser Plage
efreit.
Die Aalzucht. Der Direkltor des Königlichen Insti—
uts für Binnenfischerei, Professor Dr. Schiemenz, hieli
arzlich einen Vortrag über die praktifche Bedeutung des
ales und bezeichnete die Aalzucht als äußerst gewinn
ringend. In Deutschland allein würden jährlich für drei
Nillionen Mark Aale konsumiert, die zum größten Teil
om Ausland bezogen werden müssen. Wie Redner er—
lärte, sei die Frage der Fortpflanzung jetzt vollständig
etlärt und die viel verbreitete Ansicht, daß der Aal
ebendige Junge zur Welt bringe, eine Fabel. Nach den
zeobachtungen eines bekannten Fischereiforschers laiche
er Aal genau so wie andere Fische. Die Laichstaͤtten
efinden sich im Atlantischen Ozean und zwar in dem
ztrich westlich vor England, Frankreich und Spanien.
sorthin wanderte der geschlechtsreisfe Aal. um in einer
iefs von tausend Metern den Laich in dem 34 Proz.
zalz enthaltenden Grundwasser abzulegen. Ohne Aufs—
ahme von Nahrung entwicleln sich die Aale und streben
‚ann mit einer Geschwindigkeit von 7 Kin. pto Tag den
lußgebieten zu.
Humoriftisches von Roosevelts Jagdzeit. Theo—
ore Roosevelt erzählt in seinem neuesten Jagdberichte,
en der „Daily Telegraph“ veröffentlicht, allerlei drollige
Wenteuer mit seinen Eingeborenen. Eine merkwürdige
lrt der Verehrung hatten die Träger seiner Safari (Ka—
awane! far die „Safari-Ameisen“. So nannten sie näm—
ch die Züge von Ameisen, die Nahrungserpeditionen ver—
niniteten. Jedes Mal, wenn Roosevelts Safari eine
Rhen Ameisen-Safari begegnete, legte einer der Träge.
der Qweige als Friedensgeschenk für die Ameisen nieder.
Es iit“, sagte er dabei, „eine Safari, wie unsere.“ —
zei einem heftigen Regensturme wollten Roosevelts Ein—
eborene einmal eine „Schlange am Himmel“ gesehen ha—
en. Einer der Eingeborenen stürzte mit dieser Schrek—
ensmesdung in Roofevelts Zeit, und Rvojevel, dhielt vie
Zache für merkwürdig genug, um sie näher zu untersu—
hen. Er verheß also sein Zelt, und als er ins Freie
rrat, sah er, wie alle seine Schwarzen erschreckt zum Him—
nel starrten. Die „Schlange am Himmel“ entpuppte sich
ann als eigentümlich geformte, lebhaft bewegte Wolle;
doosevelt nimmt sogacr an, es sei ein Wirbelsturm oder
ne Wasserhose gewesen, die in einigem Abstande am Pa⸗
jer vorbeizog. — Eine drollige Szene beschreibt Rod
elt von einem fürchterlichen Regentage. Der Regen fiel
vie eine wahre Sintflut vom Himmel, und der Boden
yar schon knöcheltief mit Wasser bedeckt. Roosevelts Be—
leiter aber nahmen den Regen mit stoischer Ruhe hin.
zwei davon hatten sich zusammen unter einen alten Re—
enschirm geflüchtet; sie müssen ein recht merkwürdiges Bild
bgegeben haben, denn der eine trug in seinem Gürtel
iesige Pakete von rohem Fleisch, auch der andere hatte
zepäck zu tragen, beide waren, abgesehen von den Dek—
en, die sie sich um den Hals gewickelt hatten, nackt. So
ingen sie, eng aneinandergeschmiegt, in strömendem Re—
en unter den Trümmern ihres Regenschirms dahin! —
zu merkwürdigen Zwischenfällen hat natürlich auch die
denntnis oder besser Unkenntnis des Englischen bei den
ingeborenen geführt. Ein paar Brocken dieser Sprache
atten alle aufgeschnappt, und mit mehr oder mind(
großem Geschick wußten sie diese wieder von sich zu ge—
zen. Eines Tages bemerkte einer der Eingeborenen ein
»aar Strauße; darauf machte er Roosevelt aufmertsam,
n dem er ausrief: „Strauße, ein Bulle, Kühe und Kal—
her!“ Ein anderer von Roosevelts eingeborenen Beglei—
lern hatte es nur auf ein einziges englisches Wort, näm—
ich Goodbye (Leb wohl) gebracht. Jeden Tag, wenn
r Noosevelt nach dem Gewehrputzen verließ, sagte er,
vobei sein ganzes Gesicht vor Befriedigung strahlte, in ei—
ναν — — Qrton sα.
steueste Nachrichten und Telegramme.
Berlin, 5. Juli. In der heutigen Sitzung der Reichs—
igskommission für die Reichsversicherungsordnung führte
er Staatssekretär Delbrück über die Arztefrage aus, die
degierungen hätten nicht einseitig die Interessen der Arzte
dahrnehimen können, sondern auch die Kassen und Versicher—
en berücksichtigen müssen. Ein Teil der Arzte habe die
airtschaftlichen Kämpfe überspannt. Die Vorlage suche
wischen den Arzten, den Arzteorganisationen und Kassen
inen Boden für den Ausgleich zu schaffen. Zunächst sei
en Arzten und Kassen völlige Freiheit gelassen, erst im
dotfalle trete die Behörde regelnd in die Schranken. Die
reie Arztewahl sei der Hauptsache nach durch die Vorlage
arantiert.
Koln, 6. Juli. Die „Köln. Volksztg.“ berichtet vor
rinee Aeußerung des neuen Oberpräsidenten Freiherrn v
Rheinbaben, wonach die Ernennung des Prinzen v
satibor zum Regierungspräsidenten in Koblenz und
des Oberpräsidialrates v. Ha gen zum Regierungsprä—
identen in Aurich feststehe.
Straßburg, 6. Juli. Die „Straßburger Korrespon—
enz“ vom 4. Juli teilt mit: Samstag, den 2. Juli
sat in Berlin bei dem Reichskanzler von Bethmann-Holl—
veg eine zweistündige Besprechung über die elsaß—-lothrin—
iischen Berfassungs- und Wahlrechtsfragen
tattgesunden. Bei dieser Besprechung, an der außer dem
deichstanzler der Kaiserliche Statthalter von Elsaß-Loth—
ingen Graf von Wedel, der am Tage vorher die Reise
ach Berlin angetreten hatte, der Staatssekretär im Reichs—
imt des Innern, Dr. Delbrück, und der Staatssekretän
ür Elsaß-Lothringen, Freiherr Zorn von Bulach, der
son Kiel aus in Berlin eingetroffen war, teilgenommen
saben, ist über alle Einzelfragen eine Einigung zwischen
er Reichsregierung und der eisaß-lothringischen Landes—
egterung erzielt worden.
iel, 6. Juli. Wie in Marnekreisen verlautet, wird
zer eige Stationschef Admiral v. Prittwitz und
Haffron Ende dieses Jahres in den Ruhestand tre—
len. Der Chef des zweiten Geschwaders Vizeadmiral
z3Ichröder wird im Herbst von seinem jetzigen Kom—
nando zurücktreten und das Amt des Stationschefs in
Ziel oder Wilhelmshaven übernehmen.
Paris, 6. Juli. Infolge des drohenden Eisenbah—⸗
erausstandes hat der Ministerrat beschlossen, auf Vor—⸗
hlag des Kriegsministers die Eisen bahnen im
Falle des Ausstandes dauernd zu militarisieren und das
sesamte Eisenbahnpersonal un ter die Fahne ziu
erufen.
London, 6. Juli. Die Bertagung des Par—
aments bis zum Herbst, statt bis Jannar 1911 be—
eutet den größten Sieg der radikalen Vartei seit Bestehen
es Parlaments. Be Vero⸗onferersz ist tatsachlich ge—
cheitert. Sollte bei der Herbsttagnig in der Oberhaus
rage keine Einigung exzielt werden, so dürften die Neu—
vahlen im Januar siaminden
Konstauntinopel, 6. Juli Der Chef des General
labes Jzzet Pascha, sowie sder Leiter der Kriegsakade
nie Oberst Jewiad werden; an den deutschen Kaiser
nanövern, der Kommandeurz des zweiten Armeekorps
i b ul'a he Pascha mur einer Reihe anderer Offigere
den unter deni Generalohersten Freiherrn v. d. Goli
tattfindenden Uebungen der z östlichen Armeekorps teil
iehmen. * —
Tsingtau, 6. Juli. In Laitschou (pProvin
„chantung) sind infolge von Hungersnot Unruhen aus
ebrochen. Die Bevölkerung demolierte die Reisspeicher
der Aufstand richtet sich gegen die Notabeln, die ihre
teisvorräte spekulatzv verkauften. Der Vizekönig ent—
andte aus Tsinanfuß 2500 /Mann Mälitärtr. 5
Wien, 5. Juli. Nach einer Meldung aus Budapest
erkaufte ein Einwohner von Tokai namens Csoma dus
Totai aus Not seine Frau seinem Nachbar Barga für 4 Jahrt
urch regelrechten Vertrag. Gestern war der Vertrag ab—
zelaufen, aber Barga verweigerte die Rückgabe der Frau
vorauf Csoma ihn erschlug. Der Mörder verlangt unter
ßerufung auf den Vertrag Straflosiakeit. — Ein nettes
dulturbild!
Belgrad, 5. Juli. In der an der kürkisch-montene
zrinischen Grenze gelegenen Ortschaft Berane herrscht in
olge von Mißhandlungen seitens der türkischen Soldaten
illgemeine Panik. Die Bevölkerung flieht ins Gebirg
ijach Montenegro. Die montenegrinische Regierung ersuch
en russischen und den serbischen Gesandten bei der Pjorte
jemeinsam gegen solches Verfahren des türkischen Militärs
zrotest zu erheben. Der Beraner Bezirk befindet sich in
zelagerungszustand.
Paris, 6. Juli. „Matin“ berlchtet, daß das Rekru—
erun zsbureau des Departements der Seine sowie verschie—
ene andere Verwaltungsstellen der Militärverwaltung von
Laris den Geheimbefehl erhalten haben dringend die Mobil—
iachungspläne für alle Arbeiter und Angestellte der Eisen—
ahn auszuarbeiten. „Journal“ erinnert daran, daß die
Ungestellten der Eisenbahn nicht wie die übrigen Bürger
ehandelt werden. Das Blatt schließt aus dem jetzt er—
altenen Befehl, daß diese Vorbereitungen nur getrosfen
»urden, um bei einem Generalstreik die Arbeiter zur Fort
tzung der Arbeit zu zwingen. Die Maßregel der Regierug
etrifft 180 000 Arbeiter.
Konstantinopel, 6. Juli. Anläßlich einer Besprechung
nit den hiesigen Veriretern der Kreta-Schutzmächte wies
tiza Pascha diese darauf hin, daß Griechenland kriegerische
Lorbereitungen treffe und dies zu verbergen suche, indem
8 angebe, es handle sich um größere Manöverübungen der
lrmee. Die Vertreter der Schutzmächte gaben daraufhin
ie Erklärung ab, der Angelegenheit sofort näher zu treten.
Madrid, 5. Juli. Am Donnerstag unterzeichnete der
dönig den Entwurf wodurch die Bildung neuer religiöser
kongregationen untersagt bleibt, solange die Verhandlungen
nit dem Vatikan dauern. Dieser Entwurf soll Freitag den
'ortes vorgelegt werden.
New⸗York, 6. Juli. Aus vielen Orten der Union
aufen zahlreiche Meldungen ein über verhängnisvolle
zusammenstöße zwischen Weißen und Negern infolge
es Sieges Johnsohns über Jeffries. Infolge der Riesen—
rügeleien sind bis jeßt 20 Weiße erschlagen worden, die
zahl der getöteten Neger ist viel größer. Uber 100 Leute
purden lebensgesährlich verletzt. In Norfolk, in Virginien
anmnes zu einem vollständigen Gesecht zwischen 200 Ma—
rosen und einer größeren Menge von Negern, bei dem die
Neger sehließlich die Flucht ergriffen und mehrere Tote auf
»em Platze lassen mußten.
Bekanntmachung.
Es wird hiermit im Einverständnis mit dem Gemeinde—
at bestimmt, daß die Straßen des Distrikts „auf dem
kliesel“ von heute ab folgende Namen führen:
1. Die von der Eisenbahn bis zum Wald parallel der
Fischbachstraße führende Straße „Kieselstraße“,
2. die Straße zwischen der Kiesel- und Tierbachstraße
arallel der Eisenbahn, „Sandstraße“,
3. Die Straße zwischen der Fischbach- und Kieselstraße
Felsenstraße“,
4. Die von der Fischbachstraße über die Kieselstraße
sinaus nach der Tierbachstraße führende Straße „Acker
traß e“
5. Die Straße zwischen Fischbach- und Kieselstraße, sog.
Wunnftraße „Feldstwaß e“.
dudweiler, den 1. Juli 1910.
Jost, Bürgermeister.
Mantel, Brille, Schleier und Hut
bird jede verständige Dame auf die Autofahrt mit—
ehmen, dazu aber auch noch eine hochwichtige Klei—
igkeit: eine Schachtel Fays ächter Sodener Mineral.
zastillen. In der staubigen Luft und in dem schar—
n Zugwind sind die kleinen Sodener unschätzbare
elfer gegen die Gefahr der Erkältung und gegen
deizungen der Schleimhäute des Halses. Die Schach—
»l köstet 85 Pfa. und ist üherall zu hoben
Nur noch eins
iebe Tochter. Zum Waschen nimm in Deinem
ungen Hausstand nur Flammers Seife und
Zeifenpulver. Du weißt, wieviel Geld Deine
Wäscleausstattung gekostet hat und gar rasch ist
ie teuere Wäsche verdorben mit ungeeigneten
Waschmitteln. Dies hast Du bei Flammer's
Seife und Seifenpulver nicht zu befürchten: ich
habe beide jahrelang ausprobiert und sage Dir,
s gibt tatsächlich nichts besseres zum Waschen
und zum Pußtzen
ODie Arbeiten und Lieferungen zum Bau einer Rätter
inlage sür die Grube Jägersfreude des Bergwerls Dudweile
ollen vergeben werden, und zwar:
Los 1 Erd- und Maurerarbeiten —T
einschließlich Materialliesferung (0,65
„2 Schmiede- und Eisenarbeiten.. . 5 c646
„3 Klempnerarbeiten . .. . 6(60,3069)
„. 4 Glaserarbeiten. c6625)
Die besonderen Bedingungen und Angebotsvordruch
können auf dem hiesigen Bauwerkmeisterburcau eingesehe,
ind letztere auch gegen Erstattung der oben in Klammern
ingegebenen Selbstkosten vom Baubureau — nicht von
der Kasse — bezogen werden.
Angebote sind bis Samstag, den 16. ds. Mts., abends
3 Uhr bei der unterzeichneten Kasse einzureichen, woselb'
ie Eröffnung derselben am Montag, den 18. Juli, vor—
rittags 10 Uhr stattfinden wird.
Zuschlagsfrist bleibt vorbehalten.
Zßrube Dudweiler, den 4. Juli 19160
Königliche Grubenbetriebskasse
òCITECCSCCXS-ICTx.-Zaison-Theater
im Nassauer-Ho
— — Direktor: Anton Bräuning. — —
Donnerstag, den 9. Juli 1910
(Wiederholung ausgeschlossen)
Novitäten-Abend! Neu einstudiert!
⸗ ⸗
Dollar-Prinzessinnen
chwank in 3 Aufzügen von Emmerich v. Gatti und Thilo v. Troth
zu dieser Vorstellung ladet ergebenst v
A. Bräuning, Direktor.
Das von Herrn Ernst Loerke inne
ehabte
Ladenlokal mit
st per sofort zu vermieten.
Fritz Hübner.
schone 7
Ivj Mardelkleienstife.
3 m 1 F Etwas für den feinen Toiletten
57* tisch, etwas für empfindliche spröd
nit 2 Mansarden ganz oder ge⸗- Haut. Ein Versuch wird Sie zun
eilt zu vermieten. dauernden Freund — Fe
ihei brikats erheben. à Stück 50 Pfg
Freltir, ze echt nur bei Karl Auler, Adler
— — Am Babhnhoß· Drogerie am Markt.
„Lange Jahre litt ich an eiien — IEIEIIEIIICIEIETTTS
e eß Grundstücksbesitzer
Wer ein Stadt⸗ oder Land Erynd
* stück verschwiegen und günstig
flautausschlag verkaufen will, wer Hypothek
giel, sehr viel habe ich erfolglos,oder 33 sosort
»ersucht. Ich probierte Zucker's Reichs⸗ tral Markt
atent· Medizinal⸗ Seife. plõtz ßeichs⸗Zentral⸗ Mar
Berlin NV.7, Unter den Linden 61
ch besserte es sich von Tag zu Tag. in emtere e
dähm nur zum Waschen zuah pang estaneen in ihent
r's Patent⸗Medizinal⸗seife nAn 3 Vistionen in kürzester
satte großartigen Erfolg. M. —
zchlör in B.“ a Stück 50 Pfennig,
— a Stück 50 Pfennig —
soloig) u. 1.650 Mu. (sdo/dig)
tärksie Form). Dazugehörige
Zzuckooh⸗Creme 75 Pf. u. 2 M.,
ern Zuckooh⸗Seife (mild) 5 Pf
1. 1.50 M. Echt bei Erust Loerke
Nedieinal⸗SrogeriedDudweir-Donnerstag
Kegel-Gesellschaf
bei Wirt Jakob Schneider.
Heute Mittwoch abend punkt halb 9 Uhr
Kegeln.
Anläßlich des Theaters wird vorläufig Mittwochs a
egelt.
Kraftfutter Ursella für Pferde
verhindert Kolik, treibt Würmer ab u.
gibt den pferden ein schöneres Aeußere.
: Kraftfutter für Milchvieh::
bewirkt bei denselben eine bedeutende
Steigerung des Milchertrages u. eine
Besserung der Milch.
Niederlage: Franz Kollmannsperger,
Sudstraße.
Jakob Weber,.
baugeschäft u. Baumaterialienhandlung
Dudweiler-Saar
übernimmt
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Neubauten, vom einfachsten
his hochmodernsten Wohnhaus,
sowie alle anderen Bauten,
sowohl schlüsselfertig wie auch
im Rohbau.
Reparaturen::
werden schnellstens und billigst ausgeführt.
Oläne und Kostenanschläge werden
bereitwilliast angeferti—