Full text : Dudweiler Zeitung

arm gebissen hatte. ODer Sachverständige hatte bkeinen
zweifel, daß es sich um eine schwer hysterische Person
sandele, deren Gesundheit durch die Fortdauer der Haft
jefährdet sein würde. Unter diesen Umständen kam dor
zachverständige zu dem Schluß, daß die Angeklagte haft
infähig sei. — Hierauf wurde die Sitzung ; Am
MNontag wird in der Entgegennahme der Gutachten der
zachverständigen fortgefahren.

Neueste Nachrichten und Telegramme.
Berlin, 27. Juni. Einem gewissen Drausfeld der mit
einen Ersparnissen aus Südwestafrika zurückkehrte, wurde
a einer Wirtschaft von dem Wirt 26 000 Mark gestohlen.
Jon dem Gelde hatte er bereits 6000 Mark verausgabt.
Berlin, 27. Juni. Wie von einer Seite, die als gut
nterrichtet gelten kann, mitgeteilt wird, haben in den letzten
kdagen zwischen Mitgliedern der konservativen Partei und
»es Zentrums vertrauliche Besprechungen stattgefunden,
ie voraussehen lassen, daß Zentrum und Rechte bei der
weiten Lesung der Reichsversicherungs-Ordnung in der
dommission zu einer Einigung unter sich und mit der
Kegierung kommen werden und daß das Ergebnis die An⸗
rahme der Regierungs-Vorlage im Großen und Ganzen
iur mit einigen nicht erheblichen Aenderungen sein dürfte.
Insbesvndere sollen die in der ersten Lesung gestrichener
Lersicherungsgämter, auf die seitens der Regierung ent—
cheidender Wert gelegt wird, in der zweiten Lesung an—
jenommen werden, wogegen die Regierung sich noch zu
»inigen Zugeständnissen, insbesondere bezüglich Regelung
er Beiträge für die Krankenkassen verstehen würde. Es
)eißt, daß das Kompromiß auf dieser Grundlage abge—
chlossen werden wird und daß demnach mit einem Zu—
tandekommen des umfangreichen Gesetzentwurfes trotz der
»isherigen schlechten Ausfichten schließlich doch noch gerechnet
verden muß.
Berlin, 28. Juni. Die Kreuzzeitung schreibt: Wie
vir erfahren, ist dem Finanzminister von Rheinbaben die
rbetene Entlassung in Gnaden bewilligt worden. Das
Scheiden des Ministers dürfte nur vorübergehend aus dem
Staatsdienste sein, da die große Begabung im Dienste er—
zalten bleiben soll, wobei sich beim Koblenzer Oberpräsidium
nie Gelegenheit bieten wird.
Berlin, 28. Juni. Im kaiserlichen Yachtklub fand
estern abend ein Festmahl unter Teilnahme des Fürsten
on Monacco, des amerikanischen Boischafters Gill und
inderer eingeladenen Gästen statt. Der Kaiser war mit
Rücksicht auf die gestern stattgefundene Beisetzung der Prin⸗
essin Feodora nicht erschienen. An seiner Stelle hielt
Hrinz Heinrich von Preußen namens des Kaisers die An—
prache und hieß die Gäste herzlich willkommen zu dem
Festessen. Daraufhin übernahm der Kronprenz die Preis⸗
erteilung.
Mülheim, 28. Juni. Man berichtet von Zeche „Alt—⸗
taden“ bei Styrum, wo bei einem Unglücke ein Bergassessor
ind ein Fahrsteiger verunglückt sind, daß ein Verbrechen
vorliegt. Die Untersuchung ist eingeleitet.
Stuttgart, 27. Juni. Gestern nachmittag kam es in
inem Walde bei Böblingen zu einem Zusammenstoß zwischen
wei Forstbeamten und mehreren Wilderern. Dabei wurde
ein Wilderer, ein 30jähriger Glaser aus Echterdingen von
dem einen Forstbeamten erschossen.
München, 27. Juni. Der Meteorologe auf der Zug—
pitze hat am gestrigen Sonntag Nachmittag nach einander
wei etwa 300 Meter von einander getrennt gehende Ge—
ellschaften von je 4 bis 6 Personen, Damen und Herren,
zie sich im Schneesturm verirrt hatten und total erschöpft
varen mit Hilfe eines zufällig anwesenden Führers gereitet.
Kiel, 27. Juni. Von einem Königsberger Blatte war
jemeldet worden, daß sich die Kosten des neuen Quinquenats
ruf 40 bis 60 Millionen jährlich belaufen würden. Dem—
zgegenüber erklären die Kieler Neuesten Nachrichten von
naßgebender Stelle, daß diese Zahl weit über die Wirk—
lichkeit hinausgehe. Die genaue Höhe der Kosten sei bereits
eit längerer Zeit festgestellt, würde aber mit Rücksicht auf
das Ausland einstweilen noch geheim gehalten. Die wirk—
iche Höhe des Erfordernisses würde jedoch vor Einbringung
»es neuen Militär-Etats offiziell bekannt gegeben, werden.
Wien, 28. Juni. Die Familie Hofrichter erklärte gestern,
nit allen Mitteln die Untersuchung Hofrichters auf seinen
veisteszustand herbeizuführen.
Wien, 27. Juni. Die Lloyd-Direktion teilt mit
»aß die trotz eifriger Nachforschungen bis heute früh noch
eine Nachricht über das Schicksal des überfälligen Dampfers
kriest erhalten konnte. Man hält das Schiff für verloren,
ovenn bis heute oder morgen keine Nachricht eintrifst. In
zen Reichshäfen ist man eifrig bemüht, Nachrichten über
das Landen der Besatzung zu erhalten.
Paris, 27. Juni. Bei dem gestrigen Zusammenstoß
wischen Manifestanten und Polizei anläßlich des Leichen—
»egängnisses des Arbeiters Cler wurden etwa 80 Personen
zurch Säbelhiebe mehr oder weniger ernstlich verletzt. Die
Polizei nahm 12 Verhaftungen vor, von denen aber nur
aufrecht erhalten wurden. 25 Polizisten wurden durch
Zteinwürfe ꝛc. verletzt.
Paris, 27. Juni. Wie aus Verdun gemeldet wird,
st dort bei der J. Kompagnie des 19. Chasseur⸗Regiments
u Fuß eine große Anzahl Vergiftungsfälle festgestellt worden.
Paris, 28. Juni. Es wird gemeldet, daß zwischen
zrankreich und Deutschland ein Kabelvertrag für die ge—
neinsame Benutzung des Unterseetelegraphenlinien beider
änder zustande gekommen ist. Mit diesem Vertrage würde
ine bedeutende Annäherung zwischen Deutschland und Frank—
eich erfolgen.
London, 27. Juni. Aus New-York wird gemeldet:
hach einem Telegramm aus Oeilla in Georgia wurde der
bolizeichef Davis und der Sherif Sheffield von einem
zarmer namens Hostwick getötet und zwei weitere Sherifs
erwundet worden, als sie den Farmer festnehmen wollten.
Dieser verbarrikadirte sich in feinem Hause und drohte
Jeden niederzuschießen, der sich seinem Hause auf Schuß—
veite nähert. Er ist schwer bewaffnet. Der Gouverneur
andte eine Kompaanie Militär ab. um Hostwick gefangen
u nehmen.
London, 27. Juni. Zu dem heute in der Times ver—
ffentlichten Aufruf, der von 168 Admiralen und Generalen
interzeichnet ist, schreibt der Standard: Es ist, wenn wir
»ie letzte Statistik unserer See- und Landstreitkräfte in
Augenschein nehmen, durchaus notwendig, daß wir bedeu—
ende Ausgaben zur Verstärkung unserer Verteidigung machen.
das Volk hat dies begriffen und will durch den Aufruf die
kegierung auf diesen wunden Punkt aufmerksam machen.
Wir hoffen, daß ein Wechsel in der Politik der Admirali—
ät nun endlich zum Durchbruch kommt. Wir befinden uns
n einer sehr schwierigen Lage, in einer so schwierigen, daß
»ie Forderung von 100 000 Pfund St. vollständig berech—
»terscheint. Der Dailyn Expreß schreibt: Die heutigen

zorschläge der Spezial-Marine-Liga sind vollständig be—
echtigt im Interesse der nationalen Verteidigung. Die
zerteidigung zur See und zu Lande gehören beide zusam—
nen. Wir befinden uns in der großen Gefahr, unsere
gorherrschaft auf dem Gebiete zur See zu verlieren und
s ist notwendig, daß wir bedeutende Aufwendungen dafür
nachen. Ebenso notwendig ist es aber auch, unsere voll⸗
tändig ungenügenden Territorial-Streitkrafte bedeutend zu
erstärken.

Aufruf.
40 Jahre sind in nimmerrastendem Fluge der Zeit da—
sin geeilt, seit jener gewaltigen Kampfe für Deutschlands
seilige und gerechte Sache.
Die nationaldenkende Jugend unseres Ortes hat sich
zie Aufgabe gestellt, die Erinnerung an jene große Zeit
m Volke wach zu erhalten. Ihre Aufgabe erstreckt sich
ioch weiter, als Erinnerungen zu pflegen und der Ver—
zangenheiten zu gedenken: sie will ganz besonders nach
kräften auf die Jugend einwirken und sie den Idealen zu—
ühren, die unseres Lebens Leitsterne sind.
Die dem Mannesalter entgegenreifenden Jünglinge
hollen aus den Erinnerungen, die uns teuer sind, Kraft
höpfen für die Aufgaben, die ihrer in Zukunft harren.
zum Vorbilde wollen wir uns Männer nehmen, die sich
ls Diener ihres Volkes fühlten, deren Liebe ihrem Volke
alt und die bereit waren, für ihr Volk in den Tod zu
ehen.
Kaiser Wilhelm J. und seine Recken sind nun schlafen
egangen, aber an der Stelle, von wo aus vor 40 Jahren
ch Deutschlands Heldensöhne nach kurzer Rast ins Kampfes⸗
ewühl stürzten, wolle sich die deutsche Jugend der Bürger—
ieisterei Dudweiler zusammen scharen, in einer vaterlän—
ischen Jugend⸗Vereinigung, die den Zweck haben soll, die
ungen Leute vom 14. Lebensjahre an bis zum Eintritt
um Militär zum Militärdienst vorzubilden, um jederzeit
en inneren und äußeren Feinden entschieden mit Erfolg
ntgegentreten zu koönnen. Denn durch eine frühzeitige
zchulung der Jugend zum Militärdienst wird uns die
zarantie geleistet, daß zu erhalten und zu besitzen, was
zir von unseren Vätern ererbten.
Die Vorbildung soll genau nach den neuesten Instruk—
onen der Truppen stattfinden und zwar so, daß ein jeder
unge Mann, der zum Militär eintritt, vollständig mit den
Nilitärverhältnissen vertraut ist. Die Ausbildung liegt in
zänden alter gedienter Soldaten.
Beiträge werden nicht gezahlt, jedoch wird für ein je—
es Mitglied ein Konto angelegt, worin freiwillig gezahlte
Zeträge gebucht, verzinslich angelegt und während seiner
ktiven Dienstzeit wieder ratenweise ausgezahlt werden.
Alle vaterländisch gesinnten junge Leute von 14 Jahren
b können Mitglieder werden, jedoch ist Voraussetzung,
aß auch der Vater von echt nationaler Gesinng, von echtem
Schrot und Korn ist. Es werden in den nächsten Tagen
on älteren Herren Listen zum Einzeichnen als Mitglieder
orgelegt werden und bitten wir die Eltern, alle ihre Söhne
als Mitglieder in diesen Listen einzutragen. Denjenigen
gätern, denen keine Liste vorgelegt wird, ist Gelegenheiit
gegeben, Eintragungen in den aufliegenden Listen bei den
Herren Wirten Joh. Fries, Ad. Dröschel, Witwe Riedschy,
Fritz Reiter, Jos. Kuhn, Jak. Schade, in Herrensohr be'
den Herren Jos. Nonnweiler, Ludw. VBrückner, sowie be'
dem Unterzeichneten vorzunehmen. Nach Abschluß diese
Listen wird eine große Versammlung einberufen, wo über
den Zweck und die Ziele der Vereinigung ein ausführliche—
bortrag gehalten werden wird.
Um diese patriotischen Bestrebungen ausführen zu können
itten wir alle Gesinnungsgenossen, uns durch freiwillige
zeiträge gütigst unterstüten zu wollen und evt. Beträge
n den Unterzeichneten gefälligst einzusenden.
Nicht besser als mit folgenden Worten vermag ich vor—
henden Aufruf zu schließen:
Wie sollen wir euch danken, ihr Helden jener Zeit?
die ihr euch festen Mutes dem Kriegertod geweiht!
dem Heldentod für Ehre, für Heimat, Pflicht und Recht
jür Weib und Kind und Tugend und künftiges Geschlecht
ind wenn dereinst des Feindes Donner rollt zur Schlacht
z0 wollen wir dann stehen, die Treuen auf der Wacht
dudweiler, den 22. Juni 1910.
J. A.: L. Bößmann.
Polizei⸗Verordnung.
zetreffend die Einrichtung und den Gebrauch solcher
andwirschaftlicher Madine welche nicht im Fahren
durbeiten.

Auf Grund der 88 6, 12 und 185 des Gesetzes über die
zolizeiverwaltung vom 11. März 1850 (Gesetzsammlung
5. 265) beziehentlich der 88 137, 139 und 140 des Ge—
tzes über die allgemeine Landesverwaltung von 30. Juli
883 (Gesetzsammlung S. 195) wird hierdurch unter Auf—
ebung der Polizeiverordnung vom 3. März 1877 (Amts⸗
latt S. 537—58) für den Umfang des Regierungsbezirk Trier
nit Zustimmung des Bezirksausschusses folgende Polizei—
»erordnung erlassen:
8 1. Landwirtschaftliche, nicht im Fahren arbeitende
Maschinen, welche den nachstehend zu a—g ausgesprochenen
zorschriften nicht entsprechen, dürfen nicht in Betrieb gesetz
erden.
An jeder Maschine sind alle von dem Gestell nicht
ingeschlossenen bewegten Teile, welche infolge ihrer
rage der Bedienungsmannschaft oder den in der Nähe
erkehrenden Personen beim Betrieb gefährlich werden
önnen, während des Betriebs derart zu überdecken oder
bzusperren, daß eine Berührang derselben mit den
ait den Gliedmaßen oder Kleidern der an der Maschine
eschäftigten oder in der Nähe verkehrenden Personen
usgeschlossen ist. Ausgenommen sind diejenigen be—
veglichen Teile, welche zum Zweck der Aufnahme des
tohstoffes oder der Abführung des Arbeitserzeugnisses
rei bleiben müssen.
Jede Handdreschmaschine und Futterschneidmaschine muß
nit einer Vorrichtung versehen sein, durch welche die gangaren
 Teile der Maschine, sobald dieselbe außer Tätig—
eit gesetzt worden ist, abgesperrt oder ungangbar ge—
nacht werden können.
Jede Maschine muß mit leicht zu handhabenden Vor—
ichtungen versehen sein, welche gestatten, die Einwirkung
»er Kraftmaschine unverzüglich aufzuheben.
Böpel, welche so eingerichtet sind, daß der Treiber der
zugtiere auf oder über dem Betriebe Platz nehmen kann,
ind zn diesem Zwecke mit einer widerstandsfähigen
zühne zu versehen, welche das Getriebe so weit über—
eckt, daß die Möglichkeit der Berührung des Treibers
urch das Getriebe auch im Falle eines Sturzes beim
luf⸗ und Absteigen ausgeschlossen ist.
Bei allen Dreschmaschinen, welche von auf der Dresch—
iaschine stehenden Personen bedient werden und welche
icht mit Selbsteinlege-Vorrichtungen versehen oder mit
iderweitfigen, von dem Negierunasprässdenten als ge—

ugend anerkannten Schutzvorrichtungen an der Ein—
itlerungsöffnung ausgestattet sind, ist die freie Einfüh—
ungsöffnung über der Dreschtrommel an ihrem Rande
uindestens 50 em. hoch an jeder Seite mit geschlossenen
Länden einzufriedigen.
Befindet sich der Standort des Einlegers 30 em. unter
em Rande der Einfütterungsöffnung, so ist die Ein—
riedigung an dieser Seite (dor Eiulegerseite) nicht er—
orderlich. In diesem Falle ist auch zulässig, die Ein—
riedigung durch eine niedrige, die drei anderen Seiten
inschließende feste Haube oder Kappe zu ersetzen, welche
»eie Trommel überdeckt und den Rand der Einfütterungs—
zffnungen an der Einlegeseite noch um mindestens 10
m. überragt. Alle von oben bedienten Dreschmaschinen
ind mit Einrichtungen zu versehen, welche ein gefahr—
»ses Auf- und Absteigen sichern.
Alle Häcksel-⸗, Streustroh, Rüben⸗- und Grünfutter⸗
hneidemaschinen müssen derart eingerichtet sein, daß der
lrbeiter bei etwaiger Nachhülfe der Zuführung von dem
zchneidewerkzeug bezw. von den Einziehwalzen nicht
erührt werden kann.
Die Schneidewerkzeuge solcher Maschinen sind in ihrer
beren Hälfte zu überdecken oder abzusperren.
Die Fahrräder der Dampfdreschmaschinen müssen Brems—
vorrichtungen besitzen, durch welche die Maschinen vor
Inbetriebsetzung festzustellen sind.
8 2. Jede in der Höhe bis zu 2 Meter über dem
Fußboden befindliche Vorrichtung (Wellen, Riemen, Seile ꝛc.
velche zur Ubertragung der Bewegung von der Kraftmaschine
auf die Arbeitsmaschine dient, ist während des Betriebes
er bezüglichen Maschine derart zu überdecken oder abzu—
perren, daß Personen, welche in der Nähe dieser Maschinen
u verkehren haben, mit dieser Vorrichtung nicht in Be
ührung kommen können.
8 3. Der Betrieb jeder landwirtschaftlichen Maschine
»ei der mehr als zwei Arbeiter beschäftigt werden, ist der
reitung eines Aufsehers zu unterstellen. Als solcher kanr
uch einer der bei der Maschine beschäftigten Arbeiter be—
tellt weaden. Als Arbeiter, welche zufolge der ihnen über
ragenen Vorrichtungen die Maschine direkt zu bediener
yjaben, insbesondere als Aufseher, Maschinenführer, Heizer
ind nur zuverlässige und erfahrene Personen zu verwenden
8 4. Personen unter 16 Jahren dürfen auf Dresch
naschinen nicht beschäftigt, Personen unter 14 Jahrer
ürfen mit der Führung von Göpelwerken nicht betrau
verden.
Die an der Maschine arbeitenden Personen müssen mit
inschließenden Kleidern versehen sein.
85. Bei Herstellung der Verbindung zwischen Kraft—
naschine und Arbeitsmaschine (Auflegen der Riemen
duppeln der Wellen ete,) sowie bei solchen Arbeiten an der
Maschine (Schmieren, Anziehen von Schrauben oder Keiler
te.) welche die zeitweise Entfernung der Schutzvorrichtunger
edingen, und bei Störungen oder Stockungen der Be
vegung sind die betreffenden Maschinen stillzustellen. Be
ßöpelwerken sind in diesen Fällen die Zugtiere abzuhängen
86. Wird die Einwirkung der Kraftmaschine aufge
soben, so ist gleichzeitig dessen Führer zu benachrichtigen.
die Kraftmaschine ist in Stillstand zu setzeu, wenn sie ir
inem Göpel⸗ oder Tretwerk besteht.
8 7. Geschlossene Räume, in welchen Maschinen zun
zetriebe aufgestellt werden müssen, müssen so groß sein
»aß die Bedienung der Maschine ohne Gefährdung der
Arbeiter erfolgen kann.
8 8. Bevor die Maschine in Tätigkeit gesetzt (angelassen)
vird, müssen die Arbeiter durch Zurufen, Pfeifen oder
däuten aufmerksam gemacht werden.
8 9. Der Betrieb von Maschinen darf nur erfolgen
venn die Arbeitsstelle hinreichend erhellt ist.
8 10. Während des Betriebs einer Dreschmaschine is
luf⸗- und Absteigen an der Seite, und welcher die Einfüt—
erungsöffnung nicht eingefriedigt ist Gergl. Punkt 1e 2.
Ibsatz) sowie an derjenigen Seite, an welcher sich die Ein—
richtung zur Kraftübertragung befinden, verboten.
Nach Einstellung des Betriebes ist die nicht an aller
llen Seiten über dem Rande eingefriedigte Einfütterungs—
ffnung zu überdecken.
Bei Handdrehmaschinen und Futterschneidmaschinen sind
ach Einstellung des Betriebes die in 8 1b vorgeschriebenen
zchutzvorrichtungen anzubringen.
8 11. Ein deutlich lesbarer Abdruck oder eine deutliche
Abschrift dieser Polizeiverordnung ist an der Maschine oder
in einer allen beteiligten Arbeitern zugänglichen Stelle des
Urbeitsplaßzes auszuhängen oder in anderer geeigneter
Weise anzubringen.
8 12. Die zur Zeit des Inkrafttretens dieser Polizei—
erordnung bereits in Gebrauch befindlichen Maschinen
nüssen innerhalb 6 Monaten von diesem Zeitpunkt ab den
zorschriften der Polizeiverordnung entsprechend geändert
verden; andernfalls dürfen sie nicht mehr weiter gebraucht
verden.
8 13. Den staatlichen Aufsichtsbeamten ist die Uber—
»achung der Befolgung der vorstehend gegebenen Bestim—
uungen jederzeit zu gestatten.
8 14. UÜbertretungen der Vorschriften dieser Polizei—
erordnung werden, sofern nicht sonstige weitergehende
ztrafbestimmungen Platz ergreifen, mit Geldstrafe bis zu
O M. geahndet. Im Falle des Unvermögens tritt eine
entsprechende Haftstrafe ein.
Dieselbe Strafe trifft denjenigen, welcher die Schutzvorrichtungen
 an landwirtschaftlichen im Betriebe befind—
ichen Maschinen unbefugt entfernt oder unbrauchbar mach
oder zerstört.
Außerdem bleibt die Polizeibehörde befugt, die Herstellungç
orschriftsmäßiger Zustände anzuordnen.
8 15. Sind beim Betrieb der Maschinen Vorschrifter
von solchen Personen übertreten worden, welche zur Leitungç
des Betriebes oder eines Teils desselben oder zur Beauf—
chtigung bestellt worden sind, so trifft die Strafe diese
zersonen. Neben diesen ist Derjenige, in desseun Nutzen
ind Auftrag die Maschine betrieben wird, strafbar, wenr
ie AUbertretung mit seinem Vorwissen begangen worden
der wenn er bei der nach den Verhältnissen möglicher
igenen Beaufsichtigung der Betriebsleiter oder Aufsichts—
ersonen es an der erforderlichen Sorafalt hat fehler
assen.
Trier, den 14. April 1897.
Der Regierungs-Präsident.
gez. von Heppe.
Vorstehende Polizei-Verordnung wird hiermit zur öffent—
ichen Kenntnis gebracht.
Dudweiler, 26. Juni 1810.
Oer Bürgermeister: Jost.
t
Tapeten u.
Farben
tauft man am besten u. billigsten in der
Zermnnin Medicinnos-Drosterie E. Eoerke.

37

N N
¶
u
—
zu haben ist jeder Hausfrau dringendster
Wunsch. Eine prachtvoll schöne und reine
Wäsche erhält man bei dauerndem Gebrauch
von Flammer's Seife und Seifenpulver.
Beide sind garantiert unschädlich, das Waschen
geht leicht und mühelos vor sich, der Preis
ist billig. Gegen die Sammelmarken gibt
es wertvolle Geschen—

u
—

Danksaqung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme
»ei dem uns so schwer betroffenen Verluste
inserer lieben Mutter, Shwiegermutter, Gross
nutter, Shwester, Schwägerin und Tante
Frau Wwe. Lucwig von Ehren
zagen wir hiermit allen Beteiligten insbesonderlen
 verherl. Kranzspendern innigsten Dank.
Die trauernden hinterbliebenen.
Dudwoiler, den 28. Juni 1910.

kvang. kirchenchor
Heute abend 2mn 8
keine Probe.
Jachlte Probe morgen abend! feine Abstammung)
zugeben.
kxped. sagt wo
Linige cbm.
g b
4
hat billig abzugeben.
Ernst Loerke.
Die von Herrn Polizei⸗Sergeant
legel innegehabte
Wohnung
estehend aus 3 Zimmer u. Küch«
u vermieten, evtl. auch geteilt.
Alter Stadtweg 72.
las and troekonso Schuppontlechteo
lrroph Exzeama, Hantausschlace,
offene füsse
Lolneehidon Noitigeenh v hry, Adæciα,
 ναο Fnger. alto Wundes
—8 alt aon hactnaorix
ror bisher vergeblieh hobte
eheilt 10 ν an, macho nonh einea
or⸗ach mit dor beastons hov Arten
Rino-Salhe
att · a. 2B0—0⸗α—᷑rot. Hoxs Mt. 1l. Ihu 2. 2
A An gehen täglich oin.
Xar -2cht in Orixinalpackung
reran rinc-rot and mit Firme
chnbart &æ Co.. Weinboönhla-Dresdon.
—RI
Za Ra ben is don Apotho kos.
Prima frische
hofbuller
das Pfund zu 1.40 Mu.
Neue
karlkoffel
insern lieben Kameradenn mpfiehlt
peter Marr Val. Vohn.
Peter Becken Ver Stellung aueceht ver—
Peter Hey ange sofort Deutschlands Neuetost
ju ihrem morgigen Namenstag. — Vakanzanost, Bertin O. 34 -
zie besten Glüch- und Segens -/—— — — ——
vünsche, daß es in der Finger/S 25 0te Betten —
yutstraße und auf dem Bubesberg) αεPαg, von prima inlett je
challt vnd im Vereinslokale wider⸗ Vere ervent d e —8
hällt. Gewidmet von den Spiel ——— 5
euten des Turnerbund Dudweiler ee — —B8
* nur 51. —. „kekla NHalbd
J. De Iy* 8 * 7 id nur Alk. 2.50. e nd d
i hiter bo, bettenebeit, lena, daalt.

herren⸗Garderobe⸗ und
Uniform⸗Schneiderei
— — 49 Bahnhofstraßze 499. ——
Zringe meine Herren und Unisorm⸗Schneid rei für die
* »122 2
Frühjahrs-Haison
mpfehlende Grinnerung
Empfehle als Spezialität:
Uniformen für alle Chargen
Brößtes Stofflager! Reelle Bedienung
Kure Cieferzeit! Billigste Preise!
Annahmestelle
fäürberei u. chem, Wasßehamitalt Diete⸗
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.